Liebe Kolleginnen und Kollegen,

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1 Internationale Weiterbildung für Kindergarten- und Schulärzte, Fortbildung Pädiatrie, Jahrestagung Kinder- und Jugendpsychiatrie und Öffentlicher Thementag Was lässt uns aus der Haut fahren? Medizinische und pädagogische Herausforderungen durch übermäßig sensible, in ihrer Beziehungs- oder Konzentrationsfähigkeit gestörte, impulsive oder unruhige Kinder 25. bis 29. Oktober 2014 Medizinische Sektion in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland/GAÄD

2 Es war in alten Zeiten, Da lebte in der Eingeweihten Seelen Kraftvoll der Gedanke, dass krank Von Natur ein jeglicher Mensch sei. Und Erziehen ward angesehen Gleich dem Heilprozess, Der dem Kinde mit dem Reifen Die Gesundheit zugleich erbrachte Für des Lebens vollendetes Menschsein. Rudolf Steiner Liebe Kolleginnen und Kollegen, in diesem Jahr freuen wir uns sehr, Sie zu einer ganz besonderen Tagung einladen zu dürfen: Vom 25. bis findet am Goetheanum/ Dornach eine gemeinsam von Kindergarten- und Schulärzten, Kinderärzten und Kinderpsychiatern vorbereitete Tagung zum Thema Was lässt uns aus der Haut fahren? statt. Diese Tagung ist Bestandteil der Jahrestagung und Weiterbildung zum Kindergarten- und Schularzt sowie der Fortbildung Pädiatrie (GAÄD) und gleichzeitig die Jahrestagung der anthroposophischen Kinder- und Jugendpsychiater. Von der Tagungsgestaltung her orientieren wir uns am interaktiv geprägten Arbeitsstil der Kindergarten- und Schulärzte. Die Hauptthemen ADHS und Autismus werden von erfahrenen Kinder- und Jugendpsychiatern und Kinderärzten unter jeweils unterschiedlichen Gesichtspunkten in größeren Einzelvorträgen dargestellt. Die Kindergarten- und Schulärzte tragen vor allem die in langjähriger Tätigkeit an den Schulen gewonnenen medizinisch-pädagogischen und entwicklungspädiatrischen Aspekte bei. In den Arbeitsgruppen können die Themen vertieft behandelt werden und auch für Berufsanfänger gibt es einführende Angebote. Wir beschäftigen uns während dieser Tagung mit Kindern, die uns Erwachsenen viel Verständnis und Geduld abverlangen: Durch motorische Unruhe und verstärkte Impulsivität, verkürzte Aufmerksamkeits- und Konzentrationsspanne, übermäßige Sensibilität und Verletzlichkeit und verschiedene Formen von Störungen des Sozialverhaltens können sie schon kleine Kindergruppen so durcheinanderbringen, dass diese nicht mehr zu lenken sind. Wie entstehen solche Störungen? Wie erleben Eltern, Geschwister, die betroffenen Kinder die familiäre Situation? Was bewährt sich therapeutisch als hilfreich? Gemeinsam wollen wir versuchen, unser Verständnis für diese Kinder so zu vertiefen, dass daraus konkrete Hilfen und therapeutische Perspektiven sichtbar werden, für die häusliche Situation ebenso wie für Kindergarten und Schule. Die Podiumsdiskussion und die Gesprächsrunden abends und am letzten Morgen sind der Praxis, speziellen Fragestellungen und bestimmten Altersgruppen gewidmet. Von Bedeutung für die Tagungsthematik ist die Frage, wie heute Kunst und Religion die kindliche Entwicklung fördern können. Kinderbetrachtungen am Nachmittag sollen unsere Tagung innerlich beleben und uns seelisch für die Nöte der einzelnen Kinder öffnen und unsere therapeutische Intuition anregen. In der gemeinsamen Textarbeit werden wir uns mit dem 4. Vortrag des Heilpädagogischen Kurses (Rudolf Steiner Gesamtausgabe Band 317), insbesondere mit der Darstellung der kindlichen Hysterie beschäftigen.

3 Medizinisch-Pädagogischer Thementag am 26. Oktober 2014 Wichtig ist für uns Ärzte gerade bei diesem Thema eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit Pädagogen, Therapeuten und Eltern. Insofern werden wir unsere Tagung am Sonntag, , für diese Personengruppen öffnen und einen gemeinsam mit der Pädagogischen Sektion vorbereiteten Thementag im Sinne einer Medizinisch-Pädagogischen Konferenz zum Tagungsthema Was lässt uns aus der Haut fahren? veranstalten. Der Tag beginnt mit medizinischen und pädagogischen Grundlagenvorträgen am Vormittag. Nach der Mittagspause gibt es dann Arbeitsgruppen, in denen jeweils Teams aus einzelnen Waldorfschulen, bestehend zum Beispiel aus Lehrer, Förderlehrer, Therapeut, Kindergarten- und Schularzt anhand einzelner Kinderbetrachtungen zeigen, wie sie versuchen, diese Kinder an ihren Schulen ganz konkret zu unterstützen. Den Abschluss bilden ein Vortrag zu den Stimulantien, insbesondere Ritalin, und eine Aussprache im Plenum. Zu diesem Thementag sind Pädagogen, Therapeuten und auch interessierte Eltern ganz herzlich eingeladen. Für den Vorbereitungskreis: Michaela Glöckler, Renate Karutz, Claudia McKeen, Martina Franziska Schmidt (für die Kindergarten- und Schulärzte) Markus Krüger, René Madeleyn, Georg Soldner, Jan Vagedes (für die Pädiater) Uwe Momsen, Arne Schmidt (für die Kinder- und Jugendpsychiater)

4 Samstag, 25. Oktober Begrüßung Sinnesentwicklung in der frühen Kindheit Markus Krüger Pause Textarbeit in Gruppen Heilpädagogischer Kurs, 4. Vortrag Renate Karutz, René Madeleyn Pause Künstlerische Kurse Eurythmie (Claudia Wasser) Sprachgestaltung (Eva Sonnleitner) Singen (Monika Bissegger) Kammermusik (Michael Knoch) Bothmer Gymnastik (Christina Spitta) Mittagspause Arbeitsgruppen (siehe nächste Seite rechts) Pause Überwindung frühkindlicher Reflexe in der Bewegungsentwicklung Martina Schmidt Pause Auswirkungen der Krippenbetreuung auf das kleine Kind Rainer Böhm Sonntag, 26. Oktober Kunst, Religion und Gesundheit Medizinisch-Pädagogische Konferenz Thementag 9 10 Begrüßung Michaela Glöckler Was lässt uns aus der Haut fahren? Drei Typen Konzept bei den Aufmerksamkeits- Störungen Georg Soldner Pause Pädagogisch-künstlerische Ansätze im Umgang mit Aufmerksamkeitsstörungen Claus-Peter Röh, Christine Krauch (inkl. 30 Minuten Aussprache) Mittagspause Arbeitsgruppen (Anmeldung am Infotisch) Pause Stimulantien Tee, Kaffee, Kakao, Zucker, Ritalin Jan Vagedes (inkl. 45 Minuten Aussprache) Thementag Ende Abendpause Podiumsgespräch Auswirkungen der Krippenbetreuung auf das kleine Kind Rainer Böhm Michaela Glöckler, Ina von Mackensen Plenum und Gesprächsrunden Gemeinsame Entscheidungssituation bei Übergängen in Kinderkrippe, Kindergarten und Schule

5 Montag, 27. Oktober Dienstag, 28. Oktober Mittwoch, 29. Oktober Kunst, Religion und Gesundheit Das autistische Kind Renata Wispler, René Madeleyn Kunst, Religion und Gesundheit ADHS Uwe Momsen Konsequenzen für die Praxis Therapieentscheidungen in der Kooperation von Ärzten in freier Praxis, Klinik, Schule und Kindergarten Pause Pause Textarbeit in Gruppen Heilpädagogischer Kurs, 4. Vortrag Renate Karutz, René Madeleyn Pause Künstlerische Kurse Eurythmie (Claudia Wasser) Sprachgestaltung (Eva Sonnleitner) Singen (Monika Bissegger) Kammermusik (Michael Knoch) Bothmer Gymnastik (Chr. Spitta) Mittagspause Arbeitsgruppen (siehe rechts) Pause Wie entsteht Sozialverhalten und wie kann es gestört werden? Arne Schmidt Pause Falldarstellung und Heileurythmie Martina Schmidt Abendpause Plenum und Gesprächsrunden Berufsgruppen a) Schulärzte b) Kinderärzte c) Kinder- und Jugendpsychiater Textarbeit in Gruppen Heilpädagogischer Kurs, 4. Vortrag Renate Karutz, René Madeleyn Künstlerische Kurse Eurythmie (Claudia Wasser) Sprachgestaltung (Eva Sonnleitner) Singen (Monika Bissegger) Kammermusik (Michael Knoch) Bothmer Gymnastik (Chr. Spitta) Arbeitsgruppen (siehe rechts) Das gefährdete Kind Der ärztliche Auftrag beim Kinderschutz Ulrike Lorenz Falldarstellung und Heileurythmie Wolfgang Kersten Farbenwort Hommage an Christian Morgenstern Eurythmieaufführung der Goetheanum Eurythmie-Bühne; Margrethe Solstad, künstlerische Leitung Medizinisch-Pädagogischer Ansatz in der Waldorfeinrichtung - Lehrplanphysiologie u. Förderung Michaela Glöckler Rückblick und Vorblick Arbeitsgruppen 1. ADHS Uwe Momsen 2. Wie entsteht Sozialverhalten und wie kann es gestört werden? Arne Schmidt 3. Arzneimittel /Heilmittel bei ADHS Georg Soldner 4. Autismus René Madeleyn, Renata Wispler 5. Grundlagen der kindergarten- und schulärztlichen Tätigkeit Wolfgang Kersten 6. Primäre Prävention durch die fünf Instrumente der Waldorfpädagogik Michaela Glöckler 7. ADHS und Sinnesentwicklung Renate Karutz, Markus Krüger 8. Auffälligkeiten in der kindlichen Entwicklung und ihre Auswirkungen im Mund-Kiefer- und Gesichtsbereich Elke Glenz-Scotland, Reinhard Menzel 9. Kinderschutz Ulrike Lorenz Änderungen vorbehalten!

6 Impressum Medizinische Sektion am Goetheanum Rüttiweg Dornach Schweiz Tel.: +41 (0) Fax.: +41 (0) In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.v. Roggenstrasse Filderstadt Deutschland Tel.: +49 (0) Fax.: +49 (0)

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