Mobile Kommunikation per Handy

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1 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«Mobile Kommunikation per Handy Das Handy ist fester Bestandteil in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Laut aktuellen Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest* verfügen bereits 25 Prozent der 8- bis 9-Jährigen über ein Mobiltelefon es hält also schon in der Grundschule Einzug in das Klassenzimmer. Zielsetzung des hier vorgestellten Unterrichtsprojekts Handyführerschein ist es, mobilfunk - relevante Themen für den Unterricht aufzubereiten und Schülern dabei wichtige Kompetenzen im Umgang mit diesem Medium zu vermitteln und zu stärken. Das Handy als Unterrichtsgegenstand berücksichtigt auch die Interessen der Eltern: Je früher Kinder im verantwortlichen Umgang mit diesem inzwischen allgegenwärtigen Medium geschult werden, desto besser. * KIM/JIM-Studie 2006 KURZINFORMATION Thema: Fächer: Zielgruppe: Zeitraum: Voraussetzungen: Projekt Handyführerschein (sechs Unterrichtseinheiten) Sachunterricht, Deutsch, Mathematik, Kunst 3. und 4. Klasse Variabel, 1 bis 4 Wochen Diverse Materialien (siehe Beschreibung der einzelnen Unterrichtseinheiten) und in einem Modul funktionsfähige Handys. Wenn Handys eingesetzt werden, fallen Kosten an die Durchführung liegt im Ermessen des Lehrers. LERNZIELE (FACH- UND MEDIENKOMPETENZ) Das Projekt Handyführerschein ist aufgeteilt in sechs Unterrichtseinheiten, die ein spezifisches Lernziel verfolgen. Die Schülerinnen und Schüler sollen jeweils ein Mobilfunkgerät bedienen lernen (Basis-Funktionen eines Handys verstehen) die grundsätzlichen technischen Grundlagen der mobilen Kommunikation verstehen lernen Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten eines Handys kennenlernen und verstehen Erkenntnisse gewinnen, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen und sich mit gesundheitlichen Aspekten des Mobilfunks auseinandersetzen die besonderen Eigenschaften der Kommunikationsform SMS kennenlernen die Kosten für Handytelefonate kennenlernen das Gelernte in einer Handyführerschein-Prüfung dokumentieren und damit die eigene Medienkompetenz rund um den Einsatz von Handys deutlich machen DIDAKTISCH-METHODISCHER KOMMENTAR Schülerinnen und Schüler sollen nach Ablauf des Projekts in der Lage sein, mobile Kommunikation zu verstehen, für sich sinnvoll und verantwortungsvoll zu nutzen und sich über die gesellschaftlichen Implikationen klar zu werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus ihrer Perspektive und aus ihren Bedürfnissen heraus an Themen und Inhalte herangeführt werden, sodass ihre Medienrealität, Medienalltag und Medienerfahrungen für den Unterricht genutzt werden können. Das Projekt Handyführerschein ist so aufgebaut, dass sich die sechs Unterrichtseinheiten in einem in sich geschlossenen Projektablauf durchführen lassen. Einzelne Unterrichtseinheiten können aber auch gesondert verwendet werden und dazu dienen, Teil-Inhalte in ausgewählten Fächern zu vermitteln und besondere Aspekte mobiler Kommunikation zu verdeutlichen. 1

2 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«Einführung in das Thema Mobile Kommunikation ist eine Schlüsseltechnologie, die unseren Alltag laufend verändert. Gerade in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat das Handy mittlerweile eine wichtige Funktion: Es bestimmt weite Bereiche von sozialem und gesellschaftlichem Miteinander und ist heute Realität von Schülerinnen und Schülern. Für den Unterricht bedeutet das: Lehrerinnen und Lehrer können das Medium nutzen, um Schülerinnen und Schüler schon im Grundschul - alter für bestimmte Lerninhalte zu motivieren und zu begeistern. Gleichzeitig kann man mit anschaulichen Inhalten verdeutlichen, welche Möglichkeiten und Risiken mobile Kommunikation hat. So wird bereits im Kindesalter Medienkompetenz vermittelt, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen soll. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da das Thema mobiler Kommunikation noch keinen eigenständigen Platz in den Rahmenplänen hat. Die Materialien können also eine ideale Ergänzung bieten, wenn zum Beispiel im Sachunterricht neue Medien durchgenommen werden. INHALTE UND LERNZIELE Anknüpfen an Medienerfahrungen im Alltag Wenn Schülerinnen und Schüler selbst Einfluss auf Lernprozesse nehmen können, werden Inhalte besser verständlich und Erkenntnisgewinne stärker verankert. In diesem Projekt sollen Kinder daher auch von ihren persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen ausgehen können. Die eigene Perspektive kann dann in der Befragung anderer (Kinder, Geschwister, Familienmitglieder, Eltern) erweitert und verändert werden. Im Laufe des Projekts Handyführerschein entwickeln sie so ein altersgerechtes Verständnis in Sachen Handy. Anbindung an den Lehrplan In den Fächern Deutsch, Sachkunde, Mathematik und Kunst kann das Thema Mobilfunk gut an die Rahmenpläne angebunden werden. Im Fach Deutsch geht es um Schreibentwicklung, Sprachund Textverständnis anhand von Kurznachrichten (SMS), die Unterschiede zwischen den verschiedenen Textsorten SMS und Brief sowie Kommunikationsanlässe. Im Sachunterricht lassen sich technische Aspekte des Mobilfunkgeräts sowie der dahinterstehenden Technologie erarbeiten; ebenso die Themen Kosten und Verträge sowie Regeln im Umgang mit dem Handy im privaten und öffentlichen Raum. Wie man mit den Kosten für ein Handy umgeht, lässt sich auch sehr gut im Fach Mathematik erlernen. Schließlich können Schülerinnen und Schüler im Fach Kunst ihr eigenes Handy gestalten samt Logo und Accessoires (wie Anhänger, Taschen, Headsets). Zum Abschluss des Projekts wird hier auch der Handyführerschein entworfen und gestaltet. Neugier wecken, Verantwortung erkennen Je nach Themenschwerpunkt soll das handlungsorientierte Projekt bei den Schülerinnen und Schülern Interesse an den verschiedenen Aspekten mobiler Kommunikation wecken. Es soll aber auch ein Bewusstsein dafür entstehen, dass mit dem Gebrauch eines Mobiltelefons auch Risiken und Gefährdungen verbunden sein können. Informationen sammeln und präsentieren In Gruppen- und Paararbeit können die Schülerinnen und Schüler in den Unterrichtseinheiten Sachinformationen recherchieren und dabei verschiedene Methoden anwenden sowie ihre Ergebnisse präsentieren lernen. Das Erlernte wird dann durch die Erlangung des Handyführerscheins dokumentiert. Lernzielkontrolle Die im Projektverlauf entstandenen Arbeitsergebnisse (Papp-Handy, Arbeitsblätter, Skizzen etc.) sind die fachlichen Grundlagen für den Handyführerschein. Zum Erlangen des Handyführerscheins werden einzelne Inhalte abgefragt (Fragebogen), die zuvor in fünf fachbezogenen Unterrichtseinheiten gelernt wurden. Der Handyführerschein ist somit die zusammenführende Ergebnissicherung des Projekts. 2

3 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«Unterrichtsplanung DURCHFÜHRUNG DES PROJEKTS HANDYFÜHRERSCHEIN Insgesamt besteht das Projekt aus sechs Modulen: Fünf fachbezogene Unterrichtseinheiten vermitteln Inhalte rund um den Mobilfunk; darauf aufbauend werden in einer abschließenden, sechsten Unterrichtseinheit mittels Fragebogen Wissen und Ergebnisse gesichert und in Form eines Handyführerscheins dokumentiert. ZEITPLANUNG/ORGANISATION Die Unterrichtseinheiten können zielgerichtet in einzelnen Fächern stundenweise bearbeitet werden. Dabei ist es möglich, den einzelnen Fächern assoziiert Stunden oder Einheiten aus dem Kontext herauszulösen und zu bearbeiten. Auch ein umfangreicheres fächerübergreifendes Projekt ist denkbar. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Projektabschluss in Form eines Handyführerscheins angestrebt wird. Der Umfang des Gesamtprojekts ist auf mindestens Unterrichtsstunden konzipiert. 3

4 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«Die sechs Unterrichtseinheiten im Überblick Die jeweiligen Themen und Inhalte können in den einzelnen Fächern oder in einem Projekt vermittelt werden. Zu jeder Unterrichtseinheit gibt es passende Arbeitsblätter. SACHUNTERRICHT UNTERRICHTSEINHEIT BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY Lernziel/Thema: Funktionen des Handys kennenlernen, Kommunikationsanlässe üben. Umsetzung: Mithilfe der Arbeitsblätter gestalten die Kinder ihr eigenes Papp-Handy dieses kann im weiteren Unterrichtsverlauf für Übungen eingesetzt werden. Dabei werden die wichtigsten Begriffe und Funktionen gelernt. Medien: Arbeitsblätter, Pappkarton, Buntstifte, Schere und Papier Dauer: 1 2 Doppelstunden UNTERRICHTSEINHEIT MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG Lernziel/Thema: Die Grundvoraussetzungen einer Mobilfunk-Übertragung kennenlernen Umsetzung: Zum Einstieg lernen die Kinder durch einfache Experimente und Versuche, wie aktiv ein Handy an verschiedenen Orten im Schulgebäude ist. Anschließend wird mithilfe der Arbeitsblätter vermittelt, welche Voraussetzungen für eine Mobilfunk-Übertragung benötigt werden. Medien: In dieser Unterrichtseinheit benötigt man Handys! Dazu Arbeitsblätter sowie bei Durchführung von Experimenten diverse Utensilien (siehe Beschreibung Arbeitsblatt). Dauer: 1 2 Doppelstunden UNTERRICHTSEINHEIT SPIELREGELN IM UMGANG MIT HANDYS Lernziel/Thema: Die Kinder lernen, an welchen Orten man nicht mit dem Handy telefonieren darf, an welchen man es nicht sollte sowie welche Vorsorgemaßnahmen zur Handynutzung aus kinderärztlicher Sicht für die Gesundheit empfehlenswert sind. Umsetzung: Mit Rollenspielen sowie Arbeitsblättern lernen die Kinder verschiedene Situationen kennen, in denen der korrekte Umgang mit dem Handy geübt wird. Medien: Arbeitsblätter Dauer: 1 2 Doppelstunden SACHUNTERRICHT/MATHEMATIK UNTERRICHTSEINHEIT HANDYKOSTEN Lernziel/Thema: Die Kosten mobiler Kommunikation kennenlernen und in Relation zu anderen Dingen setzen. Umsetzung: Mittels einfacher Text-Rechenaufgaben werden die Kosten für das Versenden von SMS ermittelt bzw. die Kosten für ein Handytelefonat. Ein Kostenplaner hilft, das eigene Kommunikationsverhalten und damit verbundene Kosten zu ermitteln. Medien: Arbeitsblätter Dauer: 1 2 Doppelstunden 4

5 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«DEUTSCH UNTERRICHTSEINHEIT SMS SCHREIBEN Lernziel/Thema: Die Kinder erfahren, was eine SMS ist, und stellen diese in Zusammenhang mit anderen Kommunikationsformen, -anlässen und -texten. Umsetzung: Mit Rollenspielen sowie Arbeitsblättern lernen die Kinder Kommunikationsanlässe kennen, in denen man eine SMS versenden kann. Das Schreiben verschiedener SMS, je nach Anlass, wird geübt. Medien: Arbeitsblätter und selbst gebastelte Papp-Handys bzw. eigene Handys der Kinder Dauer: 1 2 Doppelstunden LERNZIELKONTROLLE/PROJEKTABSCHLUSS SACHUNTERRICHT/KUNST UNTERRICHTSEINHEIT HANDYFÜHRERSCHEIN Lernziel/Thema: Mittels Fragebögen werden die Erkenntnisse und das Wissen zum Handy und zur mobilen Kommunikation gesichert. Umsetzung: Als Abschluss des Projekts gestalten die Kinder das Formular für ihren persönlichen Handyführerschein. Medien: Fragebögen; Bastelvorlage für den Handyführerschein Dauer: 1 2 Doppelstunden 5

6 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«Internetadressen Ratgeber Kinderliteratur INTERNETADRESSEN Die folgenden Internetseiten sind für Recherche bereits von Grundschulkindern geeignet und bieten darüber hinaus auch Anregungen, wie Schülerinnen und Schüler spielerisch an die Inhalte herangeführt werden können. Auf der Website dreht sich alles um die neuen Medien so auch um das Handy. In einem spannenden Spiel lernen die Kinder unterschiedliche Bereiche rund ums Handy kennen zum Beispiel das Thema Taschengeld & Kosten. Klingeltöne und Bilder für das Handy sind sehr beliebt, aber auch sehr kostspielig. Deshalb besser selber machen! Dass dies gar nicht so schwer ist, zeigt die Seite netzcheckers.de. Hier können schon Kinder selbst kreativ werden. Tipps und Tricks rund um das Handy findet man auch bei kinderkampagne.de. Wie kann man mit dem Handy Geld sparen und seine Kosten unter Kontrolle halten oder welche Arten von Handyverträgen gibt es? Leider ist die Website sehr textlastig und spart mit ansprechenden Animationen dennoch empfehlenswert, da sie recht informativ ist. Ein kleines Handylexikon mit kindgerechten Beschreibungen findet man auf der ZDF-tivi-Seite. Im Lexikon unter dem Buchstaben H beschäftigt sich ZDF-tivi mit den Themen Handy- Abzocke und Handywellen, bietet Aufklärung und Verhaltenstipps. Auf den Seiten von klicksafe.de, einer durch die EU geförderten Initiative zu Mehr Sicherheit im Internet durch Medienkompetenz, gibt es zum Beispiel Informationen zum Thema Gewalt auf Handys oder Schuldenfalle Handy. Darüber hinaus gibt es Tipps zu Broschüren und Ratgebern sowie Ratschläge zu Internetseiten zum Thema. Das Onlinemagazin der Verbraucherberatung checked4you.de für Jugendliche eignet sich vor allem für die Unterrichtsvorbereitung. Tipps zu den Themen Extras, Kosten und Verträge sowie SMS werden in der Rubrik Handy + Telefon geboten. Die Website zur Lern-CD-ROM Handy-Kurs mit Polly und Fred : Im Internet können Kinder Teile der Übungsszenen von der CD-ROM nachspielen. Sie entdecken dabei gemeinsam mit den Comicfiguren Polly und Fred die wichtigsten Funktionen eines Handys und lernen mögliche Gefahren kennen, z.b. hohe Kosten durch das Herunterladen von teuren Klingeltönen. Dabei helfen kurze Zeichentrickfilme, lustige Übungen und Spiele, ein (virtuelles) Übungshandy sowie viele kindgerechte Erklärungen. 6

7 PROJEKTBESCHREIBUNG»HANDYFÜHRERSCHEIN«RATGEBER Handy Eine Herausforderung für die Pädagogik Das Buch bietet einen umfassenden Über- und Einblick in die aktuelle pädagogische Diskussion rund um das Thema Handy. Mit Anregungen und Tipps für die Praxis. Mehr Infos unter: Handy und Co. Die Broschüre des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest ist ein Teil des Infosets Medienkompetenz und Medienpädagogik in einer sich wandelnden Welt. Es werden zehn Fragen zum Umgang von Kindern mit dem Handy beantwortet. Download unter: Computer, Handy, TV & Co: Medien in Kinderhand Die Verbraucherzentrale NRW informiert zum Thema. Erscheinungsjahr Bestellmöglichkeiten über die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: KINDERLITERATUR Handy-Telefone und Funklöcher Die Kindersachbuch-Reihe Benny Blu vermittelt dem jungen Leser komplexes Wissen und Sachverhalte auf anschauliche Weise. In diesem Band werden die wichtigsten Inhalte rund um das Handy erklärt. Ab 5 Jahren; Kinderleicht Wissen Verlag, April Leselöwen Handygeschichten Wo ist das Handy? Autor Ulli Schubert erzählt eine spannende Geschichte rund um das spurlos verschwundene Handy. Ab 8 Jahren; Loewe-Verlag GmbH, Juni INFORMATIONEN ZUR AUTORENSCHAFT Mailto: Die Materialien für die Projektreihe Handyführerschein wurden vom Informationszentrum Mobilfunk e.v. in Kooperation mit Lehrer-Online zusammen mit Lehrern und Lehrerinnen der Grundschule erarbeitet. Das Schulprojekt Mobilfunk bietet für alle Klassenstufen umfangreiche Materialien für Lehrerinnen und Lehrer zu verschiedenen Mobilfunk-Themenbereichen. Mehr Informationen und Downloads unter hier auch kostenlose Anforderung der Unterrichtshefte! 7

8 UNTERRICHTSEINHEIT»BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY«KURZINFORMATION Thema: Unterrichtseinheit Bedienungsanleitung Handy (aus dem Projekt Handyführerschein ) Fächer: Sachunterricht, Kunst Zielgruppe: 3. und 4. Klasse Zeitraum: 1 2 Doppelstunden Voraussetzungen: Arbeitsblätter und Bastelvorlage zu dieser Unterrichtseinheit; Bastelmaterial Pappe, Schere, Kleber, Buntstifte (siehe Bastelvorlage für ein Handy ). Nutzung des gebastelten Handys: Das Arbeitsergebnis dieser Unterrichtseinheit kann weiterführend in den Unterrichtseinheiten SMS schreiben und Spielregeln im Umgang mit Handys eingesetzt werden HANDYNUTZUNG IM UNTERRICHT Diese Unterrichtseinheit kann ohne den Einsatz von echten Handys durchgeführt werden, denn mit den selbst gebastelten Papp-Handys lassen sich alle Lerninhalte vermitteln. Es ist jedoch im individuellen Fall zu überlegen, ob Schülerinnen und Schüler nicht eigene Handys (falls vorhanden) einsetzen gerade um unter Anleitung zu lernen, wie man verantwortungsbewusst damit umgeht. In diesem Fall würden jedoch Kosten anfallen! Lehrerinnen und Lehrer sollten daher nach eigenem Ermessen und evtl. nach Absprache mit den Eltern über die Durchführung entscheiden. LERNZIELE (MEDIENKOMPETENZ) Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Mobilfunkgerät bedienen und die Basis-Funktionen eines Handys verstehen lernen. DIDAKTISCH-METHODISCHER KOMMENTAR Schülerinnen und Schüler bekommen durch das Basteln eines Handys einen eigenen Zugang zu einem Mobilfunkgerät und können so die technischen Begriffe in einer kreativen Umsetzung lernen. SACHINFORMATION BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER Vermittelt werden sollen in dieser Unterrichtseinheit die wichtigsten Komponenten eines Mobilfunkgeräts, die man zum Telefonieren braucht und die zur Mobilfunk-Übertragung unbedingt nötig sind. Hinweis: Umfassenden Ein- und Überblick bietet das Projektheft Mobilfunk und Technik des Schulprojekts Mobilfunk. Kostenlos anzufordern auf oder als Download von ebendieser Internetseite. DURCHFÜHRUNG IM UNTERRICHT Das persönliche Traumhandy basteln: Mittels der Bastelvorlage können die Schülerinnen und Schüler sich ihr eigenes Handy gestalten dabei werden die wichtigsten Begriffe gelernt. Ein Telefonat führen: Mit dem Papp-Handy können anschließend im Rollenspiel auch Gesprächssituationen und Kommunikationsanlässe geübt werden. Ergebniskontrolle: Auf dem Arbeitsblatt 1 ordnen die Schülerinnen und Schüler die relevanten Begriffe zu. Mit Arbeitsblatt 2 wird ein korrekter Ablauf der einzelnen Schritte gesichert, die zum Telefonieren wichtig sind. 1

9 UNTERRICHTSEINHEIT»BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY«ONLINE-PRÄSENTATION DER BASTELHANDYS MIT PRIMOLO Die selbst gebastelten Handys allen anderen zeigen: Am besten geht das im Internet! Unter können Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit den Schülern Bilder ihrer Handys präsentieren. Beispiele, wie das geht, finden Sie auf dieser Website einfach mal hineinschauen. LITERATUR FÜR KINDER Die Kindersachbuch-Reihe Benny Blu (Kinderleicht wissen) vermittelt dem jungen Leser komplexes Wissen und Sachverhalte auf anschauliche Weise. In dem Band Handy-Telefone und Funklöcher werden die wichtigsten Inhalte rund um das Handy erklärt. Ab 5 Jahren; Kinderleicht Wissen Verlag, April INTERNET-ADRESSE Ein Internet-Portal mit Homepage-Generator für die Grundschule. Auf dieser Seite lassen sich Arbeitsbeispiele leicht online präsentieren. (Verantwortlich: Schulen ans Netz e.v.) 2

10 ARBEITSBLATT 1»BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY«VORNAME NAME: Was ist an einem Handy alles dran? 1 AUFGABE Ordne die folgenden Begriffe jeweils dem abgebildeten Handy zu: Antenne Anzeige Akku Anzeige Netz Display Lautsprecher Mikrofon Taste Gespräch annehmen Taste Auflegen Trage die passende Bezeichnung an der Abbildung oben ein.

11 ARBEITSBLATT 2»BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY«VORNAME NAME: Wie telefoniere ich mit einem Handy? Max will mit seiner Mutter sprechen. Sie soll ihn von der Schule abholen. Er holt das Handy aus der Tasche. Es ist schon eingeschaltet. Aber wie war das jetzt mit dem Telefonieren? Was muss man nacheinander tun? 1 AUFGABE Kannst du Max helfen? Bringe die folgenden Sätze in die richtige Reihen folge von 1 bis 4: Max hat sich verabschiedet. Er drückt auf die Taste mit dem roten Telefonhörer. Das ist die Auflegen -Taste. Wenn er das Handy ganz ausschalten möchte, drückt er ein bisschen länger auf diese Taste. Mit den Tasten gibt Max die Telefonnummer ein, die er anrufen möchte. Die Ziffern erscheinen dann auf dem Display. Max Mutter meldet sich und sagt Hallo. Max hört sie über den Lautsprecher und spricht dann in das kleine Mikrofon. Max hat die Telefonnummer eingegeben und drückt die Taste Anrufen. Das ist die mit dem grünen Telefonhörer. Es tutet. 2 AUFGABE Wie geht es anders herum, wenn man angerufen wird? Was muss man nacheinander tun, wenn das Handy klingelt und man ein Gespräch annehmen möchte? Schreibe es mit deinen Worten auf.

12 ARBEITSBLATT 3»BEDIENUNGSANLEITUNG HANDY«VORNAME NAME: Bastelvorlage für ein Handy

13 UNTERRICHTSEINHEIT»MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG«KURZINFORMATION Thema: Unterrichtseinheit Mobilfunk-Übertragung (aus dem Projekt Handyführerschein ) Fächer: Sachunterricht Zielgruppe: 3. und 4. Klasse Zeitraum: 1 2 Doppelstunden Technische Voraussetzungen: Zwei Handys zur Durchführung der Experimente Sonstige Voraussetzungen: Arbeitsblätter zu dieser Unterrichtseinheit; evtl. Utensilien wie Blechdose, Kochtopf, Handschuh, Plastiktüte, Holzkasten (siehe Arbeitsblatt 2) HANDYNUTZUNG IM UNTERRICHT In dieser Unterrichtseinheit benötigt man Handys, und bei der Durchführung der Versuche fallen Übertragungskosten an! Lehrerinnen und Lehrer sollten daher über den Einsatz der Handys evtl. nach Absprache mit den Eltern entscheiden. LERNZIELE (MEDIENKOMPETENZ) Die Schülerinnen und Schüler sollen die wesentlichen technischen Grundlagen der mobilen Kommunikation verstehen lernen. DIDAKTISCH-METHODISCHER KOMMENTAR Schülerinnen und Schüler gewinnen durch handlungsorientierte Versuche erste Erkenntnisse zur Mobilfunk-Übertragung. Im zweiten Schritt werden die technischen Grundlagen geklärt. SACHINFORMATION MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER Handys brauchen zur Übertragung von Information keine Leitung (wie beim Festnetz), sondern ein Mobilfunknetz. Zwei Begriffe sind von besonderer Bedeutung: Funkwelle und Funkzelle. Informationen werden per Funkwellen übertragen (physikalisch elektromagnetische Welle ), solange das Handy in einer Funkzelle ist. Das Wichtige an einer Funkzelle: In jeder befindet sich ein Funkmast, der die Funkwellen quasi aufnimmt (in digitale Signale übersetzt). Zentrale eines Mobilfunknetzes ist die Vermittlungsstelle: Hier werden Informationen zwischen zwei Handys vermittelt (auch Übergänge von Handys in das Festnetz). Ein Handy kann also nur dann empfangen und senden, wenn es sich in einem Mobilfunknetz befindet dies ist abzulesen an der Balkenanzeige im Display jedes Handys. Hat ein Handy keine Verbindung zu einem Mobilfunknetz (wie zum Beispiel in einer Metallkiste oder in einem Funkloch), dann wird das auf dem Display des Handys angezeigt (Balkenanzeige im Display geringe Balkenstärke bzw. keine Anzeige der Balken). Hinweis: Umfassende Informationen bietet das Projektheft Mobilfunk und Technik des Schulprojekts Mobilfunk. Kostenlos anzufordern auf oder als Download von dieser Internetseite. 1

14 UNTERRICHTSEINHEIT»MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG«DURCHFÜHRUNG IM UNTERRICHT Einfache Experimente mit Handys in Paar- oder Gruppenarbeit Durch anschauliche Versuche erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass ein Handy für die Übertragung von Informationen etwas benötigt. Dadurch wird die Neugier geweckt herauszufinden, wie die Mobilfunk-Übertragung funktioniert. Kinder können für ihre Versuche auch zu Expeditionen durch das Schulhaus angeregt werden, abschließend ist die Dokumentation der Experimente durch kleine Versuchsprotokolle möglich. Auch eine gemeinsame Exkursion durch den Ort ist denkbar. Gesprächskreis Im Anschluss können die jeweiligen Teams ihre Erfahrungen den anderen Schülern in der Klasse berichten. Im Gespräch werden Vermutungen oder Fragen diskutiert und zusammen mit Lehrerin oder Lehrer geklärt. Vermittlung der Grundvoraussetzungen einer Mobilfunk-Übertragung Zum Gesamtverständnis wird mittels Arbeitsblatt anschaulich erklärt, welche Komponenten bei der mobilen Kommunikation per Handy notwendig sind. Begriffe wie Basisstation, Vermittlungsstelle, Funkwelle und Funkzelle werden in einen Zusammenhang gestellt. Ergebniskontrolle Auf dem Arbeitsblatt ordnen die Schülerinnen und Schüler die relevanten Begriffe zu. Präsentation der Versuche/Exkursion Auf einem Plakat oder mittels einer Wandzeitung können die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse ausstellen: Die ausgesuchten Orte können mit einem Balkensymbol versehen werden, um so das Versuchsergebnis zu präsentieren. Eine Exkursion außerhalb der Schule lässt sich eventuell sogar mit Fotos dokumentieren, die zu den Arbeitsergebnissen gestellt werden können. VOR- BZW. NACHBEREITUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT IM INTERNET Auf dieser Website können Kinder Übungsszenen eines Handy-Kurses nachspielen. Sie entdecken dabei gemeinsam mit den Comicfiguren Polly und Fred die wichtigsten Funktionen eines Handys so auch, wie eine Mobilfunk-Übertragung funktioniert. Die Website ergänzt die dazugehörende Lern-CD-ROM Handy-Kurs mit Polly und Fred (herausgegeben von FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, mehr Infos unter (Verantwortlich: FWU in Kooperation mit outermedia GmbH) LITERATUR FÜR KINDER Die Kindersachbuch-Reihe Benny Blu (Kinderleicht wissen) vermittelt dem jungen Leser komplexes Wissen und Sachverhalte auf anschauliche Weise. In dem Band Handy-Telefone und Funklöcher werden die wichtigsten Inhalte rund um das Handy erklärt. Ab 5 Jahren; Kinderleicht Wissen Verlag, April

15 ARBEITSBLATT 1»MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG«VORNAME NAME: Kann man mit dem Handy überall telefonieren? Annika fährt mit ihren Eltern im Auto durch einen langen Tunnel. Sie hat ein Handy in der Hand, weil sie ihren Freund Max anrufen will. Sie beobachtet, dass die Netz-Anzeige auf dem Display keine Balken zeigt. 1 AUFGABE An welchen Orten kannst du mit dem Handy NICHT telefonieren? Kreuze an, wo das Handy bei dir nicht funktioniert hat oder wo du denkst, dass das Handy nicht funktioniert: Keller Balkon Dachboden Treppenhaus Wohnzimmer Aufzug Tunnel Brückendurchfahrt Feld Schrank Auto Zug 2 AUFGABE Hast du beobachtet, wie das Balken-Symbol auf dem Display des Handys sich verändert hat? Was könnte der Grund dafür sein, dass man an bestimmten Orten mit dem Handy nicht telefonieren kann? 3 AUFGABE Finde heraus, ob man aber vielleicht an diesen Orten von Handy zu Handy telefonieren kann, wenn sich das zweite Handy in unmittelbarer Nähe befindet? Was ist das Ergebnis?

16 ARBEITSBLATT 2»MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG«VORNAME NAME: Geht das Handy oder nicht? Schrank Holzkiste Plastiktüte Handschuh Kunststoffdose Kochtopf mit Deckel Metallkasten Blechdose (verschlossen) 1 AUFGABE Lege ein eingeschaltetes Handy in verschiedene Behältnisse hinein. Dann rufe dieses Handy von einem anderen Telefon aus an. Schreibe auf, in welchem Behältnis das Handy klingelt: Schreibe auf, in welchem Behältnis das Handy nicht klingelt:

17 ARBEITSBLATT 3»MOBILFUNK-ÜBERTRAGUNG«VORNAME NAME: Wie funktioniert die Übertragung von Handy zu Handy? Annika ruft Max auf dem Handy an. Das Telefon sendet mit einer Funkwelle ein Signal an den Funkmast 1 in seiner Funkzelle 1. Von dort wird das Gespräch an eine Art Zentrale geleitet, die Funkvermittlungsstelle. Diese Stelle gibt das Gespräch weiter an den Funkmast 2 der Funkzelle 2, in der sich Max befindet. Von dort geht das Signal an Max Handy. Er kann dann das Gespräch annehmen. Funkvermittlungsstelle Annikas Handy Max Handy Funkmast 1 Funkzelle 1 Funkmast 2 Funkzelle 2 1 AUFGABE Zeichne oben den Weg der Verbindung zwischen den beiden Handys mit einer Linie ein.

18 UNTERRICHTSEINHEIT»SPIELREGELN IM UMGANG MIT HANDYS«KURZINFORMATION Thema: Unterrichtseinheit Spielregeln im Umgang mit Handys (aus dem Projekt Handyführerschein ) Zielgruppe: 3. und 4. Klasse Zeitraum: 1 2 Doppelstunden Voraussetzungen: Arbeitsblätter zu dieser Unterrichtseinheit; evtl. das selbst gebastelte Papp-Handy aus der Unterrichtseinheit Bedienungsanleitung Handy. HANDYNUTZUNG IM UNTERRICHT Diese Unterrichtseinheit kann ohne den Einsatz von echten Handys durchgeführt werden, denn mit den selbst gebastelten Papp-Handys lassen sich alle Lerninhalte vermitteln. Zum Nachstellen von Situationen im Rollenspiel ist zu überlegen, ob Schülerinnen und Schüler nicht eigene Handys (falls vorhanden) einsetzen gerade um unter Anleitung zu lernen, wie man verantwortungsbewusst damit umgeht. In diesem Fall würden jedoch Kosten anfallen! Lehrerinnen und Lehrer sollten daher nach eigenem Ermessen und evtl. nach Absprache mit den Eltern über die Durchführung entscheiden. LERNZIELE (MEDIENKOMPETENZ) Schülerinnen und Schüler sollen die Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten eines Handys kennenlernen und verstehen. Darüber hinaus sollen sie Erkenntnisse gewinnen, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy führen und sich mit gesundheitlichen Aspekten des Mobilfunks auseinandersetzen. DIDAKTISCH-METHODISCHER KOMMENTAR Schülerinnen und Schüler sollen spielerisch erkennen, was der Einsatz eines Handys in bestimmten Situationen bedeutet und wie man im öffentlichen Raum damit umgeht. Sie sollen darüber hinaus altersgerecht informiert werden, wie mit dem Thema SAR-Wert umzugehen ist. Hinweis: Mehr zu den sozialen und gesellschaftlichen Inhalten bieten das Projektheft Mensch, Medien und Umwelt und das Themenheft Mensch und Mobilfunk des Schulprojekts Mobilfunk. Kostenlos anzufordern auf oder als Download von dieser Internetseite. 1

19 UNTERRICHTSEINHEIT»SPIELREGELN IM UMGANG MIT HANDYS«SACHINFORMATION ZUM THEMA SAR-WERT FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER Beim mobilen Telefonieren wirken hochfrequente elektromagnetische Felder (Funkwellen) auf den Körper ein. Die Energie dieser Felder wird im Gewebe absorbiert und in Körperwärme umgewandelt. Es gibt eine Maßeinheit, um die Absorption elektromagnetischer Felder im Körpergewebe zu messen: die Spezifische Absorptionsrate (SAR-Wert). Zum Schutz der Gesundheit wurde gesetzlich ein maximal erlaubter SAR-Grenzwert für Mobiltelefone festgelegt: 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Der Grenzwert ist ein international akzeptiertes Strahlenschutzkriterium und entspricht den Empfehlungen der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK), die sich wiederum an den Leitlinie der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung (ICNIRP) orientiert. Der SAR-Wert eines Mobiltelefons ist für die maximale Sendeleistung angegeben, also unter schlechtesten Empfangsbedingungen. In gut ausgebauten Netzen, mit gutem Empfang (ablesbar auf dem Handy-Display Balken -Anzeige) kann das Handy in der Regel mit geringerer Sendeleistung/Energie senden. Dies reduziert den tatsächlichen SAR-Wert zum Teil erheblich. Dementsprechend sollte man auf eine gute Verbindung zur Mobilfunkstation achten, denn dadurch kann die Spezifische Absorptionsrate gesenkt werden. Die unterschiedlichen SAR-Werte aktueller Handymodelle kann man beim Informationszentrum Mobilfunk im Internet unter oder beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) unter abrufen. Dort sind auch weitere Informationen zum aktuellen Forschungsstand nachlesbar. Sind die Grenzwerte eingehalten, gehen nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen durch Mobilfunk keine Gefahren für die Gesundheit aus. Weiterführende Broschüre für Eltern In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Kinderumwelt GmbH hat das Informationszentrum Mobilfunk eine Informationsbroschüre für Eltern zum Thema Mobilfunk und Gesundheit herausgebracht, die bestellt werden kann, aber auch zum Download bereitsteht (http://www.izmf.de/download/archiv/izmf_elternbroschuere% %20web.pdf). Wie hilft das Handy im Notfall? Wichtig ist neben dem nationalen Polizeinotruf 110 auch die Nummer 112, der internationale Notruf. Der Notruf 112 funktioniert in den Mobilfunknetzen weltweit. Er alarmiert Feuerwehr und Rettungsdienst. Man kann den Notruf mit jedem Handy gebührenfrei absetzen, sogar ohne eingelegte SIM-Karte oder PIN-Code. Einzige Voraussetzung: Das Handy muss eingeschaltet sein und Netzempfang haben. Ein Hilferuf geht direkt und sekundenschnell in der nächstgelegenen Notrufzentrale ein. Doch wichtig ist, die Frage zu beantworten: Wohin soll der Rettungswagen fahren? In Deutschland werden mehr als die Hälfte aller Notrufe über 10 Mio. pro Jahr per Mobiltelefon getätigt. Aber nur jeder dritte Anrufer kennt den eigenen, genauen Standort. Hinweis: Wer einfach nur zum Spaß einen Notruf absetzt, kann dafür strafrechtlich verfolgt werden. Betrifft dies Kinder, müssen die Eltern sich ggf. für die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht verantworten. 2

20 UNTERRICHTSEINHEIT»SPIELREGELN IM UMGANG MIT HANDYS«DURCHFÜHRUNG IM UNTERRICHT ARBEITSBLATT 1 UND 2 ZUM THEMA UMGANG MIT DEM HANDY IM ÖFFENTLICHEN RAUM Rollenspiele Das Nachspielen bestimmter Situationen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler schafft ein Bewusstsein dafür, wann man in der Öffentlichkeit das Handy benutzt oder besser ausschaltet oder überhaupt nicht benutzen darf. Dies dient zum Beachten von Handy-Verboten, aber auch zum Erlernen von Rücksichtnahme anderen gegenüber beim Telefonieren im öffentlichen Raum. Auch kann mit dem Papp-Handy geübt werden, wie man im Notfall Hilfe herbeitelefoniert. Beim Rollenspiel zum Notfall können die Kinder sich eine Situation überlegen, in der das Handy zum Einsatz kommen kann. Bilder malen Schülerinnen und Schüler können auch eigene Bilder entwerfen, in denen sie bestimmte Situationen bezeichnen. Auch möglich: Entwerfen eines Plakats mit dem Handy-Verbotsschild, das im Gesprächskreis als Anstoß dienen kann. Gesprächskreis Kinder erzählen sich gegenseitig, wo sie ein Handy-Verbotsschild schon gesehen haben. Im Klassenzimmer kann auch über Situationen diskutiert werden, in denen sich die Kinder selbst vom Klingeln eines Handys gestört fühlen würden. DURCHFÜHRUNG IM UNTERRICHT ARBEITSBLATT 3 ZUM THEMA UMGANG MIT DEM HANDY ZUM EIGENEN SCHUTZ Vermittlung Grundwissen zum SAR-Wert Zum Schutz der eigenen Gesundheit ist es auch wichtig zu wissen, wie man mit dem Handy umgeht. Mittels Arbeitsblatt 3 wird anschaulich erklärt, worum es beim SAR-Wert geht und was sich daraus in Sachen Gesundheitsschutz beim Telefonieren ableiten lässt. Schülerinnen und Schüler sollen verstehen lernen, dass das Handy beim Senden und Empfangen etwas leisten muss, also Strahlung entsteht. Im Anschluss kann zum Beispiel auch diskutiert werden, dass man besser da telefoniert, wo eine gute Sende-/Empfangsleistung besteht ( Balken - Anzeige). Gruppenarbeit In Paarbildung können Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig jene Punkte vor Augen führen, die man beachten soll, damit Telefonieren mit dem Handy keine oder nur eine geringe mögliche Gefährdung darstellt. Anschließend tragen die Teams ihre Ergebnisse der ganzen Klasse vor. Interviews/Umfrage Schülerinnen und Schüler können zu diesem Thema in Teams auch eine kleine Umfrage starten: auf dem Schulhof (Befragung älterer Schüler mit Handys), zu Hause im Familienkreis oder auf der Straße. Mögliche Frage: Was muss man beachten, um gesundheitsbewusst mit dem Handy zu telefonieren? Die Schüler können so Meinungen sammeln und der Klasse vortragen. ERGEBNISKONTROLLE Auf dem Arbeitsblatt ordnen die Schülerinnen und Schüler die relevanten Begriffe zu. 3

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