TIPPS FÜR DIE ELTERN. Neue Medien Medienkompetenz Vortrag für Eltern

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1 TIPPS FÜR DIE ELTERN Neue Medien Medienkompetenz Vortrag für Eltern

2 Entwicklung der Kinder Bis zum dritten Lebensjahr bilden sich neuronale Verbindungen aus (die, wenn eingeschränkt, nicht mehr im späteren Leben ausgebildet werden können). Bis zum vierten Lebensjahr bilden sich Aufrechtstehen, Gehen und die Koordination der Hände aus, entfalten sich Sehschärfe und plastischräumliches Sehen. Sie können erst ungefähr mit zehn Jahren Außen- und Innenwelt unterscheiden. Vorher ist das Kind ganz mit der Ausbildung der Organe und des Gehirns beschäftigt. Bis zum zehnten Lebensjahr entwickeln sich Feinmotorik der Hände und Gliedmaßen, die durch vielfältige Anregungen gefordert werden müssen. Die Blicksteuerung der Augenmuskulatur steht erst mit 18 Jahren voll zur Verfügung. Vom Fernsehen geht eine augenlähmende Wirkung aus, die mit Hilfe des EEGs nachgewiesen werden kann. Ein Kind braucht ca. 15 min. am Tag für die echte Kommunikation. J 2

3 Smartphone / Apps Lassen Sie bei Handys /Smartphones von Kindern eine Sperre von SMS-Kurzwahlen, Mehrwertnummern, Auslandstelefonaten und Bezahlen per Handy/Smartphone einrichten. Veranlassen Sie auch eine Sperre von Drittanbieter (nur für die Kindern). Kontrollieren Sie nicht heimlich das Handy Ihres Kindes. Es schadet nur dem Vertrauen, das zwischen Ihnen und Ihren Kind auf jeden Fall vorhanden sein soll. Die Kinder dürfen nie die Angst haben, sich ihnen zu offenbaren, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Begleiten Sie Ihr Kind beim mobilen Surfen (wie zu Hause mit dem normalen PC). Unsere Kinder brauchen auf jeden Fall unsere Begleitung. Vereinbaren Sie Internet-Angebote, die Ihr Kind nutzen darf. Es gibt so viele für Kinder geeignete Seiten bzw. Suchmaschinen. Die ausführliche Informationen und die Internet Adressen erhalten Sie wieder im Internet: 3

4 Klären Sie Ihr Kind darüber auf, dass es beim Surfen auf irritierende oder verstörende Inhalte stoßen kann. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es selbst Klingeltöne und Logos für das Handy erstellen kann und wie man mit Bluetooth umgeht. Wenn Sie ein Handy/Smartphone für Ihr Kind kaufen, überlegen Sie sich vorher was Ihr Kind braucht. Sichern Sie belastende SMS oder Mobilboxnachrichten mit Datum und Uhrzeit als Beweise, wenn es sich um straf- und zivilrechtliche Fälle handelt (z.b. Belästigung, Beleidigung, etc.). Suchen Sie Spiele mit jüngeren Kindern gemeinsam aus. Unsere Kinder dürfen nicht vergessen, dass im Internet nicht alles kostenlos ist, wie behauptet wird. Achten Sie auf die In-App-Käufe. Es mag sein, dass ein App kostenlos ist, aber die Käufe von Erweiterungen im App möglich sind. Treffen Sie Absprachen mit Ihren Kindern über den Kauf von Musikstücken oder Logos. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über sparsames Telefonverhalten und thematisieren Sie bitte das Thema Urheberrecht. Ganz wichtiges Thema sind die Persönliche Daten. Sprechen Sie sich ab, welche Informationen auf keinen Fall ins Netz kommen sollten: Name, Telefonnummer, Anschrift, Geburtsdatum, etc. Mehr Bequemlichkeit, weniger Sicherheit? TIPPS FÜR SIE: Vertraulichen Inhalt bitte nicht über die Handys/Smartphones. Diese sind nicht abhörsicher. Für Firmen wäre ein so genanntes Mobile Device Management sehr empfehlenswert. Wenn Sie Ihre drahtlosen Schnittstellen (WLAN Bluetooth Persönlicher Hotspot) nicht benutzen, deaktivieren Sie diese auch. Benutzen Sie alle möglichen Sicherheitseinstellungen (Tastatursperre, SIM/USIM-PIN, Displaysperre, etc.). Bitte kein Online-Banking bei öffentlichen Hotspots / Internet- Café s. Online-Banking nur mit eigenem PC. Laden Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen! (ITunes, AppStore, GooglePlay, etc.) SmartPhones sind keine Handys, sondern ein Computer. Das Gerät hat ein Betriebssystem. Daher ist es sehr wichtig die Sicherheitsupdates stets zu machen und zwar so schnell wie möglich (Bitte nicht jedes mal, später klicken) J 4

5 Computerspiele und Sucht Informieren Sie sich über die Spiele und achten Sie bitte auf die Alterskennzeichnung (diese sind keine pädagogische Empfehlungen). Zeigen Sie Interesse! Sprechen Sie mit Ihrem Kind und treffen Sie gemeinsam Zeitvereinbarungen (Zeitkonto) und legen Sie Regeln fest. Orientieren Sie sich auch an diesen! Spielen Sie mit, bieten Sie aber auch Alternativen. Spiele sind keine Erziehungsmaßnahmen. Handeln Sie, wenn Sie sich um das Spielverhalten Ihres Kindes Sorgen machen! (Beratungsstellen, Live-Chat mit Medienpädagogen, etc). Sensibilisieren Sie bitte Ihr Kind bzgl. der Weitergabe persönliche Daten bei der Nutzung von Online-Spielen. Richten Sie eine Adresse nur für diese Anmeldungen ein. Internet Begleiten Sie Ihr Kind beim Surfen. Installieren Sie eine kindgerechte Startseite und möglichst eine Schutzsoftware, mit der Ihr Kind ausschließlich auf altersgerechte Internetseiten gelangt. Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern feste Surfseiten. Achten Sie darauf, dass diese eingehalten werden. Erstellen Sie Ihrem Kind ein eigenes Verzeichnis mit Lesezeichen bzw. Favoriten, das gemeinsam gepflegt und erweitert werden kann. Helfen Sie Ihrem Kind bei Anmeldungen und Registrierungen im Internet. Denken Sie sich gemeinsam eine Adresse oder einen Benutzernamen aus. Schaffen Sie bitte ein Vertrauensverhältnis, damit Ihr Kind zu Ihnen kommt, wenn es etwas Ungewöhnliches oder Unangenehmes im Internet erlebt. Reagieren Sie nicht mit einem Internetverbot. Ihr Kind wird sein Problem sonst beim nächsten Mal für sich behalten. Eine kindgerechte Suchmaschine finden Sie unter

6 Auch für Chatrooms und Instant Messenger gibt es kindgerechte Angebote. Kindgerechte Chats erkennen Sie daran, dass sie nur die nötigsten persönlichen Daten abfragen und von einem Erwachsenen (Pädagogin/Pädagoge) moderiert werden. Einmal im Internet, hat man keine Kontrolle mehr darüber, ob die eigenen Daten von anderen gespeichert, verfälscht oder anderweitig missbraucht werden. Was heute lustig und harmlos erscheint, ist morgen vielleicht peinlich oder gar entwürdigend. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren persönlicher Daten im Netz und erklären Sie, warum der Schutz dieser Informationen wichtig ist (Dein zukünftiger Arbeitgeber kann später alles nachvollziehen, ist dein bester Freund immer und ewig dein bester Freund? Kann es nicht sein, dass ihr eines Tages ein Problem habt?...etc) Einmal im Internet, immer im Internet Vereinbaren Sie, dass Ihr Kind Sie fragt, bevor es etwas herunterlädt. Viele Downloads sind kostenpflichtig. Achtung! Abofallen!!! Ein eigener Computer ist frühestens ab zwölf Jahren empfehlenswert. Bei jüngeren Kindern ist es daher sinnvoll, dass Eltern und Kinder den PC gemeinsam nutzen. Richten Sie für jedes Familienmitglied ein eigenes Benutzerkonto ein. Jedes Familienmitglied erhält ein eigenes Passwort und hat damit nur Zugang zu bestimmten vorher festgelegten Bereichen des PCs. Wichtig ist es auch, dass man selber mit einem eingeschränkten Konto surft, somit hat man keine Administrationsrechte mehr und die Trojaner, die eigentlich diesen Befugnis brauchen, können sich im Hintergrund nicht mehr installieren bzw. herunterladen.

7 Soziale Netzwerke Soziale Netzwerke bedienen das Bedürfnis der Kinder nach Kommunikation und sozialem Feedback. Sie sind ein Ort, an dem sich Kinder ausprobieren können, ganz ohne Bewertung durch die Eltern. Die voreingestellten Sicherheitseinstellungen von sozialen Netzwerken sind meist nicht ausreichend. Eltern sollen darauf achten, dass ihre Kinder ihre persönlichen Daten schützen und nicht zu viel von sich preisgeben. Kinder sollen auch kindgerechte soziale Netzwerke nutzen. Helfen Sie bei den ersten Schritten. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Bedeutung von persönlichen Daten und dass diese nicht im Internet veröffentlicht oder an Fremde weitergegeben werden dürfen. Überprüfen Sie gemeinsam die Sicherheitseinstellungen und raten Sie Ihrem Kind, niemals Fremde in die Freundesliste aufzunehmen und sich mit niemandem zu verabreden, den es nur online kennt. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind beleidigt oder belästigt wird, sollten Sie so schnell wie möglich eingreifen jedoch nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Kind. Nutzen Sie die Ignorieren -Funktion und machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Bildschirmfotos (Screenshot) von den betreffenden Äußerungen oder Bildern. Informieren Sie anschließend den Betreiber der Seite mit der Melde-Funktion. Dieser muss die entsprechenden Inhalte dann löschen. Er kann den Belästiger auch von der Community ausschließen. Schalten Sie bei Gewaltandrohungen oder tätlichen Übergriffen die Polizei ein! Fakt ist, dass die Menschen heute online kommunizieren und sich online informieren. Sie teilen Ihr Wissen & Informationen mit anderen Menschen, was sehr toll ist. Mann sollte sich die Datenschutzbestimmungen bzw. so genannte AGBs durchlesen, um herausfinden zu können, was der Anbieter so alles mit den Daten machen kann. Bei mehreren sozialen Netzwerken ist das Einsteigen sehr einfach, aber es gibt Schwierigkeiten das Profil zu löschen!

8 Sicherheit Grundregeln - Internetseiten Benutzen Sie eine Firewall, einen Virenscanner, ein Anti-Spywareprogramm und eine Filtersoftware. Vergessen Sie bitte nicht diese immer zu aktualisieren. Benutzen Sie verschiedene Benutzerprofile und Benutzerkonten. Surfen Sie selber nicht mit Administrationsrechten. Wenn Sie die öffentlichen Schnittstellen (WLAN, Bluetooth, etc.) nicht benutzen, dann deaktivieren Sie diese! Passen Sie bitte auf, was Sie alles herunterladen und auf welchen Link Sie klicken. Nicht jeder Klick führt zu einer guten Seite. Benutzen Sie ein sicheres Kennwort. Dieses soll mindestens von 8 Charakteren bestehen (mit groß-/kleinschreibung, Ziffern, Sonderzeichen). Seien Sie vorsichtig bei der Eingabe von sensiblen und persönlichen Daten. Passen Sie bitte auf, ob die Internetseite mit https://. anfängt, wenn Sie solche Daten eingeben. Wenn Sie einen fremden USB-Stick, CD oder DVD anschließen bzw. durchführen wollen, überprüfen Sie bitte diese Medien zuerst mit einem Antivirprogramm. Machen Sie kein Online-Banking bei öffentlichen Hotspots. Online-Banking nur mit Ihrem eigenen Gerät! Lassen Sie einen Überweisungslimit einrichten! Löschen Sie von Ihnen nicht mehr benutzten Dienste im Internet! Seien Sie sparsam mit Ihre Daten, die Sie veröffentlichen.

9 NÜTZLICHE LINKS: Quellen: Die Internetseiten von Klicksafe, BSI und Schau-Hin. J Wie Sie sehen, Sie finden alles im Internet Genießen Sie das Leben und leben Sie sicher!

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