Masterstudiengang Medien- und Bildtechnologie

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1 Masterstudiengang Medien- und Bildtechnologie Media and Imaging Technology

2 Herausgeber Institut für Medien- und Phototechnik Fachhochschule Köln Betzdorfer Str Köln Tel.: koeln.de http: // Fachhochschule Köln,

3 Masterstudiengang Medien- und Bildtechnologie Media and Imaging Technology Das Wichtigste in Kürze Studiengangsbezeichnung Themenschwerpunkte Unterrichtssprache Regelstudienzeit Studienbeginn Zulassungsvoraussetzung Studienort Master Medien- und Bildtechnologie (Media and Imaging Technology) Digitale Bildverarbeitung; Mediendaten (Erzeugung, Verarbeitung, Speicherung, Übertragung, Wiedergabe) deutsch 4 Semester Wintersemester, Aufnahme im Sommersemester möglich abgeschlossenes technisches oder naturwissenschaftliches Studium, vorzugsweise im Bereich Medientechnik, Elektrotechnik, (Medien-) Informatik Köln (Ingenieurwissenschaftliches Zentrum Köln-Deutz) 3

4 Ziel des Studiums Mit dem Studium bekommen Sie das notwendige Rüstzeug, um überall dort tätig zu werden, wo technisch anspruchsvolle Aufgaben in Zusammenhang mit Medien-, d. h. Bild- und Tondaten anfallen. Solche Aufgaben können beispielsweise im Bereich der Forschung und Entwicklung, aber auch in der Qualitätssicherung oder der Planung medientechnischer Anlagen liegen. Um sich diesen Aufgaben stellen zu können, lernen Sie im Laufe des Studiums, wissenschaftlich zu arbeiten. Am Beispiel eines größeren Projektes erfahren Sie, wie man gemeinsam im Team eine Entwicklungsaufgabe löst und so eine technisch-wissenschaftliche Fragestellung bearbeitet, Abläufe wie sie im späteren Berufsleben in Entwicklungsprojekten oder bei der Konzipierung umfangreicher Mediensysteme genauso auftreten. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Ausbildung auf Fragestellungen der digitalen Bildverarbeitung in ihren verschieden Aspekten und Anwendungsfeldern. Sinnvoll ergänzt wird die Bildverarbeitung durch einige benachbarte Gebiete wie z. B. die Bilderzeugung aus Computermodellen und die Medienübertragungstechnik. Zugang zum Studium Das Lehrangebot richtet sich an alle, die ein geeignetes technisches Vorstudium (Bachelor oder Diplom) absolviert haben und nun eine Vertiefung in diesem überaus spannenden und zukunftsträchtigen Gebiet wünschen. Typische solche Vorstudien sind die Medientechnik, die Elektrotechnik oder die Medieninformatik. Natürlich können bei einem solchen Vorstudium nicht immer alle inhaltlich notwendigen Vorkenntnisse vermittelt worden sein. In Fällen, in denen einige der Vorkenntnisse fehlen, ist es auch möglich, dass man mit der Auflage zugelassen wird, bestimmte fehlende Veranstaltungen nachzuholen. In diesem Fall können Sie diese Veranstaltungen nachholen, während Sie bereits an den Veranstaltungen des ersten Studienjahres teilnehmen. Sie sind jedoch vom ersten Moment an als ordentliche Studierende oder ordentlicher Studierender eingeschrieben. 4

5 Bei der Vielzahl der Studiengänge ist jeder Fall anders gelagert. Daher gilt: Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie mit Ihrem Studium die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, sollten Sie sich im Zweifelfall bewerben. Wir sehen uns jede Bewerbung sorgfältig an und entscheiden dann zügig, ob und, wenn nötig, mit welchen Auflagen Sie beginnen können. Und falls das für einen lückenlosen Übergang vom Bachelorzum Masterstudium notwendig ist, lassen wir Sie auch zum Sommersemester zu, auch wenn die Folge der Lehrveranstaltungen auf einen Studienbeginn im Wintersemester zugeschnitten ist. Aufbau des Studiums Studienfächer Das Studium hat die Aufgabe, fachliche, aber auch außerfachliche Inhalte zu vermitteln und dabei die Studierende oder den Studierenden zu befähigen, wissenschaftlich zu arbeiten. Die drei Säulen fachliche Qualifikation, wissenschaftliches Arbeiten und außerfachliche Qualifikation (Soft Skills) bilden das Grundgerüst des Studiums. Das Studium gliedert sich dabei in Schwerpunktfächer (zentrale Inhalte des Studiums) Grundlagenfächer (ergänzende theoretische Grundlagen) Wahlpflichtfächer (Ergänzungen nach eigenen Interessen) das Masterprojekt die Masterarbeit außerfachliche Qualifikation (Soft Skills, z. B. Präsentation, Sprachen, ) Schwerpunkt-, Grundlagen-, und Wahlpflichtfächer dienen dabei der fachlichen Qualifikation und die Master-Arbeit vor allem dem wissenschaftlichen Arbeiten. Das Master-Projekt schließlich umfasst alle drei Aspekte der Ausbildung. 5

6 Schwerpunkte Das Studium befasst sich zentral mit der Erzeugung (Produktion), Umwandlung, Speicherung, Übertragung, Bearbeitung und Wiedergabe von Mediendaten, d.h. vor allem von Bilddaten. Für alle diese Schritte müssen die Daten in der einen oder anderen Form verarbeitet werden. Deshalb nimmt die digitale Bildverarbeitung einen zentralen Platz im Studium ein. In den Fächern Farbbildverarbeitung, Bildverarbeitung und medizinische Bildgebung und Industrielle Bildverarbeitung lernen Sie die Bildverarbeitung in den verschiedenen Anwendungszusammenhängen kennen. Dabei erfahren Sie nicht nur, mit welchen Algorithmen man Bilder für die verschiedenen Zwecke nach aktuellem Stand der Forschung aufbereitet und aus ihnen die gewünschten Informationen gewinnt, sondern Sie können auch selbst an der Weiterentwicklung dieser Verfahren mitarbeiten. Ergänzt wird diese Lehrangebot durch die Fächer Audiovisuelle Mediensysteme, Synthetische Bilderzeugung und im Rahmen des Faches Bildverarbeitung und medizinische Bildgebung durch die Verfahren der Erzeugung medizinischer Bilder. Das Fach Audiovisuelle Mediensysteme widmet sich dabei der Frage, wie die verschiedenen Verfahren helfen, heutige Aufgaben der Mediendatenerzeugung und -verarbeitung zu lösen. 6

7 Während es bei der Bildverarbeitung unter anderem darum geht, aus Bildern ein dreidimensionales Modell z.b. eines Raumes oder Gebäudes zu gewinnen, beschäftigt sich das Fach Synthetisch Bilderzeugung mit der umgekehrten Aufgabe, der Erzeugung von Bildern aus einem dreidimensionalen Computermodell, z. B. für die Computeranimation. Die medizinische Bildgebung schließlich liefert einen wichtigen Anwendungsfall, in dem Bilder mit verschiedensten physikalischen Methoden gewonnen werden und in dem die Bildverarbeitung dazu dient, deren Nutzen zu optimieren. Masterprojekt Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in der Entwicklungsabteilung eines innovativen Unternehmens und erhalten den Auftrag, ein nur grob umrissenes Produkt zu definieren und zu entwickeln. Genau das ist das Szenario des Master-Projektes. Es geht also darum, die typischen Abläufe eines industriellen Forschungs- und Entwicklungsprojektes zu vermitteln. In einer Projektgruppe von ca. 4 8 Personen wird zusammenhängend über ein Jahr ein gemeinsames Thema bearbeitet. Dabei gehen Sie eine technisch anspruchsvolle Aufgabe an und durch- 7

8 leben gleichzeitig die Abläufe in einem Entwicklungsprojekt. Beispielsweise müssen die Teilnehmer parallel unterschiedliche Aspekte bearbeiten und zum richtigen Zeitpunkt ihre Teilergebnisse beisteuern. In regelmäßigen Projektsitzungen mit dem Dozenten berichten die Teilnehmer vom Projektfortschritt und von dem dafür aufgewandten Arbeitsaufwand und erfahren so auch etwas von den wirtschaftlichen Aspekten. Da das Projekt stets auch Programmieraufgaben beinhaltet, werden auch die Herausforderungen der gemeinsamen Softwareentwicklung erfahrbar. Am Ende steht ein Ergebnis, das zum Abschluss präsentiert, dokumentiert und übergeben werden muss. Forschung und Entwicklung zum Anfassen! Masterarbeit Die Masterarbeit bildet den Abschluss des Studiums. Hier zeigen Sie, dass Sie gelernt haben, wissenschaftlich zu arbeiten und eine entsprechend anspruchsvolle technische Aufgabenstellung selbständig anzugehen. Im Rahmen der verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Fakultät werden Sie mit interessanten Aufgabenstellungen betraut und erfahren so, wie man neue Ideen umsetzt, sie mit etablierten Verfahren vergleicht und so, wenn auch vielleicht in kleinen Schritten, neues schafft. Nicht ausgeschlossen dabei ist, dass eine solche Arbeit in Kooperation mit einer externen Einrichtung oder einem einschlägig tätigen Unternehmen ausgeführt wird. Grundlagenfächer Da das Master-Studium zum wissenschaftlichen Arbeiten befähigen soll, müssen auch die theoretischen Grundlagen gegenüber dem Bachelor-Abschluss erweitert werden. Deshalb heißt es am Anfang noch einmal, sich in einige Grundlagenfächer (Mathematik, Physik) zu begeben und dort das Wissen so zu erweitern, dass man auch mit den erweiterten späteren Aufgabenstellungen gut zurechtkommt. Aber keine Angst, Sie werden hierbei intensiv betreut. Und da die Dozenten nicht nur diese Grundlagefächer unterrichten, wissen sie gut, welche Inhalte für das spätere Verständnis wo benötigt werden. Wahlpflichtfächer Neben den Pflichtveranstaltungen besteht die Möglichkeit, mit einem Teil der Lehrveranstaltungen eigene Akzente zu setzen. Hier können 8

9 Sie auf die Breite des Lehrangebotes der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik zurückgreifen. In diesem Angebot befinden sich beispielsweise Veranstaltungen aus dem Bereich der Signalverarbeitung, aber auch Angebote aus dem Bereich der Optik, der Elektrotechnik oder der technischen Akustik kommen in Frage. So lässt sich das Studium noch gezielter auf das beabsichtigte künftige Berufsfeld und auf die eigenen Interessen abstimmen. Außerfachliche Qualifikation Neben den technisch-naturwissenschaftlichen Inhalten gibt es eine Reihe von außerfachlichen Fähigkeiten (Soft Skills), die für den beruflichen Erfolg ebenso bedeutsam sind. So nützt es nichts, kluge Gedanken zu haben, wenn man nicht im Stande ist, diese den Mitmenschen mitzuteilen. Hier helfen Kurse des zur Hochschule gehörenden Zentrums für außerfachliche Qualifikation (ZAQ). Aus diesem Angebot müssen im Rahmen des Studiums Veranstaltungen in einem gewissen Umfang absolvieren, um so auch diesen Aspekt der Ausbildung abzudecken. 9

10 Studienverlaufsplan Semester Bezeichnung Dozent V Ü P S Pj ECTS Audiovisuelle Mediensysteme I Ruelberg; Stollenwerk 2 3 Farbbildverarbeitung I Fischer Bildverarbeitung und medizinische Bildgebung Blendl; Kunz 4 6 Höhere Mathematik Knospe Physik I Richter 2 3 WPF1 IME WPA1 ZAQ Audiovisuelle Mediensysteme II Ruelberg; Stollenwerk Farbbildverarbeitung II Fischer Bildverarbeitung und medizinische Bildgebung II Blendl; Kunz 2 3 Industrielle Bildverarbeitung II Thieling Master-Projekt Kunz u.a. 1 5 WPA2 ZAQ Synthetische Bilderzeugung Grünvogel Bildverarbeitung und medizinische Bildgebung III Blendl; Kunz 2 6 Bildjournalismus v. Rijn 1 2 Physik II Richter Master-Projekt (Forts.) Kunz u.a. 1 7 WPF2 IME

11 Semester Bezeichnung Dozent V Ü P S Pj ECTS MA-Arbeit alle Dozenten 20 WPF3 IME alle Dozenten Oberseminar 1 3 Literatur-Recherche Bibliothek Legende V Ü P S Pj ECTS WPF1/2 WPA1/2 IME ZAQ Vorlesung Übungen Angaben in Praktikum Semesterwochenstunden Seminar Projekt Leistungspunkte, 1 Punkt entspricht dem Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden fachliches Wahlpflichtfach außerfachliches Wahlpflichtfach Fakultät für Informations- Medien- und Elektrotechnik Zentrum für außerfachliche Qualifikation 11

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