Geographie 10. Gymnasium Thüringen TERRA. Lösungen ISBN

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1 Geographie 10 Gymnasium Thüringen TERRA Lösungen ISBN DO0A28665_Umschlag.indd :05:09

2 Inhalt Autoren: Grafiken: Redaktion: Layout-Konzept: Einband-Design: DTP / Satz: Dr. Egbert Brodengeier, Lichtenberg; Delia Dombrowski, Dresden; Kathrin Eger, Leipzig; Dr. Frieder Glanz, Dresden; Maik Jährig, Oderwitz; Jens Joachim, Leipzig; Peter Köhler, Klettbach; Bodo Lehnig, Großdubrau; Helmut Obermann, Ettlingen; Sebastian Pungel, Bonn; Dr. Simone Volkmann, Großröhrsdorf Rudolf Hungreder, Leinfelden- Echterdingen; Wolfgang Schaar, Grafing; Ursula Wedde, Göppingen Ilke Büchler Barbara Bremen, Erfurt pandesign, Büro für visuelle Kommunikation, Karlsruhe dmz, Gotha Von der Natur- zur Kulturlandschaft A 1 Konventionelle und ökölogische Landwirtschaft A 2 Von der Landschaft zum Landschaftsmodell A 3 Luftdruck und Wind A 4 Wie Wolken entstehen A 5 Zyklonen bestimmen unser Wetter A 6 Wetterkarten A 7 1. Auflage A / Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu 52 a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden. Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Fotomechanische Wiedergabe nur mit Genehmigung des Verlages. Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart Alle Rechte vorbehalten Vom Gestein zum Boden A 8 Boden untersuchen A 9 Eingriffe in den Naturraum durch Bergbau A 10 Hochwasser / Hochwasserschutz A 11 Arbeit mit einem Flächennutzungsplan Erfurt A 12 Nationalparks in Europa A 13 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit A 14

3 Von der Natur- zur Kulturlandschaft Erkläre, wie sich der Rhein bei Rheinhausen verändert hat. Interpretiere dazu die Karte. Der Rhein bei Rheinhausen wurde begradigt. Dazu wurden der Mäander durchstoßen und die Ufer des neuen Flusslaufes befestigt. Der ursprüngliche Flussverlauf ist noch in Form der Altarme zu sehen. Die errichteten infrastrukturellen Einrichtungen werden jetzt durch Deiche geschützt. Diese wurden so angelegt, dass in der Rheinaue noch Auenwälder existieren können die bei Hochwasser als Ausgleichsraum dienen. Insgesamt hat sich allerdings der Rhein von einen naturnahen Gewässer zu einem naturfernen Fluss also einer Kulturlandschaft entwickelt. Beurteile die Situation der Biotope in Deutschland Die Biotope in Deutschland waren 2006 zu fast 75% gefährdet. Etwa die Hälfte davon ist sehr stark bedroht. Schülermeinung: z.b.: Dies ist eine alarmierende Situation. Quelle: nach: Riecken, U., Finck, P., Raths, U., Schröder, E. & Ssymank, A.: Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands. Zweite fortgeschriebene Fassung 2006, Naturschutz und Biologische Vielfalt 34, Umweltbundesamt, Pressestelle 2009 Wenn ein großer Teil unserer schützenswerten Umwelt bedroht ist muss gehandelt werden. Es müssen weitere Gebiete geschützt und die Schutzmaßnahmen verstärkt werden. Geographie 10 Gymnasium Thüringen A 1/1 L Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2010.

4 Von der Natur- zur Kulturlandschaft a) Beschreibe die Entwicklung der Flächenanteile (in %) streng geschützter Gebiete in Deutschland für die Jahre 2002 bis Beschreibe dabei auch die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern. b) Bewerte die Entwicklung. a) Die Flächenanteile der streng geschützten Gebiete haben sich von 2002 bis 2007 in allen Bundesländern erhöht. Die Anteile streng geschützter Gebiete sind in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Allerdings ist der Gesamtanteil von weniger als 9% bis Quelle: Umweltbundesamt, Pressestelle 2009 zu knapp über 2% insgesamt gering. b) Diese Entwicklung ist insgesamt positiv einzuschätzen. Allerdings kann man im Hinblick auf den immer noch geringen Anteil der Biotope nicht zufrieden sein. Die Anstrengungen zum Schutz von naturnahen Landschaften müssen verstärkt bzw. es müssen weitere Kulturlandschaften zu naturnahen Landschaften verändert werden. A 1/2 L

5 Konventionelle und ökölogische Landwirtschaft Vergleiche die konventionelle und ökologische Landwirtschaft miteinander. Nutze dazu das Schülerbuch. 1. Schritt. Vergleichsobjekte auswählen. Prüfe ob die 3 Informationsquellen für den Vergleich der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft geeignet sind. Begründe deine Entscheidung. konventionelle Landwirtschaft ökologische Landwirtschaft Betriebe Fläche ha Anteile in Thüringen konventionelle und ökologische Landwirtschaft in Thüringen 2008 konventionelle Landwirtschaft ökologische Landwirtschaft geeignet x ungeeignet x geeignet ungeeignet geeignet x ungeeignet Es ist nicht erkennbar, wofür Durch konkrete Zahlen wird ein Der Einsatz von Maschinen die Anteile stehen. Vergleich möglich. erfolgt in beiden Formen. 2. Schritt: Vergleichskriterien festlegen. Wähle Vergleichskriterien aus und trage diese in die Tabelle ein. 3. Schritt: Merkmale gegenüberstellen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfinden. Notiere die Merkmale der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft in der Tabelle und unterstreiche die Gemeinsamkeiten. Vergleichskriterien konventionelle Landwirtschaft ökologische Landwirtschaft Erträge höher niedriger Düngung Bodenbearbeitung Grad der Umweltbelastung gezielter Einsatz chemischer Düngung zunehmend umweltschonend (z.b. pfluglos) Die ökologischen Erfordernisse werden stärker beachtet ausschließlich mit natürlichen Mitteln aus dem Kreislauf des Betriebes schonend Die Ökologie steht im Mittelpunkt dieser Wirtschaftsweise, umweltschonend Kreislauf im Betrieb weitgehend offen in sich geschlossen Personalaufwand geringer höher Ausgaben für den Pflanzenschutz sehr hoch gering (hoher Personalaufwand) Produktpreis Niedriger höher 4. Schritt: Beziehungen herstellen und Ergebnis formulieren. Begründe, warum in beiden Formen der Landwirtschaft der Umweltschutz eine wichtige Rolle spielt. Durch das zunehmend umwelt- und gesundheitsbewusste Verbraucherverhalten wird der Umweltschutz auch bei konventionellen Betrieben möglich, wie z.b. beim integrierten Pflanzenbau. Gleichzeitig verbessert sich die Technik der Bodenbearbeitung und es wird nachhaltiger gewirtschaftet. Im ökologischen Landbau steht die Ökologie im Mittelpunkt der Wirtschaftsweise. A 2 L

6 Von der Landschaft zum Landschaftsmodell a) Ordne die folgenden Landschaftsmerkmale den Landschaftskomponenten richtig zu. Verbinde je ein Merkmal durch einen Pfeil im Blockbild. Sandstein, Flusstal, nährstoffreich, hohe Luftfeuchte, Fluss, Mischwald, Jahresniederschlag 600mm, Humusschicht, flache Hangneigung, temperaturabhängige Jahreszeiten, Wiese, gut durchfeuchtet, widerstandsfähiges Gestein, Fische, Grundwasser, steil anstehender Fels, Oberflächenabfluss Relief Flusstal flache Hangneigung steil anstehender Fels Klima temperaturabhängige Jahreszeiten hohe Luftfeuchte Jahresniederschlag 600mm Bios Mischwald Wiese Fische Wasser Fluss Grundwasser Oberflächenabfluss Boden nährstoffreich Humusschicht gut durchfeuchtet Geologischer Anbau Sandstein widerstandsfähiges Gestein b) Warum kann vom Klima kein Pfeil in das Blockbild gezogen werden? Begründe. Ein Foto oder eine andere Abbildung zeigt nur eine Momentaufnahme. Unter dem Klima versteht man aber den berechneten Durchschnitt aller Wettererscheinungen über einen langen Zeitraum hinweg. Veränderungen einer Landschaftskomponente können zu Veränderungen weiterer Komponenten führen. Beschreibe mögliche Zusammenhänge. a) Welche Auswirkungen haben abnehmende Niederschläge auf den Boden und die Vegetation? Verringerte Niederschläge führen zu einer verminderten Durchfeuchtung des Bodens. Dieser trocknet schneller aus, was zu vermindertem Pflanzenwachstum führt, evtl. auch zum Absterben von Pflanzenteilen. b) Der Mensch rodet großflächig die natürlichen Wälder. Welche Komponenten sind dann von möglichen Veränderungen betroffen? Wähle aus! Boden: Gefahr der Austrocknung durch direkte Sonneneinstrahlung, erhöhte Erosion durch mangelnde Bedeckung Wasser: erhöhter Oberflächenabfluss durch verringerte Speichermöglichkeit Modell der Landschaft Relief: Veränderungen durch verstärkte Erosion Klima: Verringerung der Luftfeuchte, Rückgang der Niederschläge, Erhöhung der Temperatur A 3 L

7 Luftdruck und Wind Beobachtung: Durchführung: Fülle ein Glas mit Wasser und decke ein Stück Papier darüber. Drehe Glas und Papier mit beiden Händen um. Beim Abdecken sollte die Hand das Papier an den Glasrand drücken. Nach dem Umdrehen des Glases fällt das Papier nicht ab. Das Wasser bleibt im Gefäß, obwohl die Öffnung des Glases nach unten zeigt. Erklärung: Der Luftdruck wirkt nach allen Seiten. Diese Kraft ist größer als die Gewichtskraft des Wassers in dem Versuch. Das Papier wird von dem Luftdruck gegen das mit dem Wasser gefüllte Glas gedrückt, so dass nichts auslaufen kann. a) Trage in die Küstenlandschaften die Lage der Druckgebiete bei Tag und Nacht ein. b) Zeichne in die Skizzen die unterschiedlichen Luftzirkulationen mit farbigen Pfeilen ein und beschrifte sie mit den Begriffen Landwind und Seewind. c) Beschreibe die Entstehung des Land- und Seewindes. Begründe die dabei auftretende Windrichtung. Am Tag erwärmt sich das Festland schneller als das Meer. Die erwärmte Luft steigt nach oben und verursacht ein Nachströmen der Luft vom Meer. In der Nacht kehrt sich dieser Kreislauf um, denn das Meer speichert länger als das Land die Wärme. Die dort aufsteigende wärmere Luft ver- Erkläre, welche Rolle der Luftdruck bei folgenden Situationen spielt. ursacht ein Nachströmen der Luft vom Festland. Der Versuch von Guericke 1657 Bergsteiger mit Sauerstoffgerät in 7000m Höhe Im Innenraum eines Flugzeuges in 7000m Höhe Der Luftdruck außerhalb der Der Sauerstoffgehalt der Luft Druck, Temperatur und die Kugeln ist so groß, dass sich nimmt mit der Höhe ab. Er deckt Luftzusammensetzung müssen die luftleeren Halbkugeln nicht im Hochgebirge kaum mehr den so reguliert werden, dass sie trennen lassen. Bedarf des Körpers. der am Boden ähneln. A 4 L

8 Wie Wolken entstehen Am Boden wird die Temperatur einer Luftmasse mit 20 C und einer absoluten Luftfeuchtigkeit von 12,7g/cm³ gemessen. Untersuche, was passieren kann, wenn diese erwärmte Luft aufsteigt: a) Lies für die in der Tabelle angegebenen Temperaturen die maximale Feuchte (m.f.) der Luft aus der Taupunktkurve ab und trage sie ein. b) Berechne jeweils die relative Luftfeuchtigkeit (R.F.). a.f. in g/cm³ 12,7 T in C m.f. in g/cm³ 17,3 16,1 15,1 14,4 13,4 12,7 R.F. in % 73,4 78,8 84,1 88,2 94,8 100 c) Zeichne mit den errechneten Werten die Zustandskurve in das Diagramm auf dem Foto ein. d) Wie verändert sich die relative Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit von der Temperatur? Notiere deine Erkenntnis. Die relative Luftfeuchtigkeit nimmt mit der Höhe zu, erreicht bei 100% das Kondensationsniveau und die Wolkenbildung setzt ein. a) Skizziere die Wolkenarten, markiere das Kondensationsniveau und mit einem Pfeil die Luftbewegung. b) Vervollständige die Tabelle stichpunktartig. Wolkenart/ Skizze Entstehungsprozesse Niederschläge Haufenwolken Erdboden Schichtwolken Erdboden starke Erwärmung der Erdoberfläche und der darüber liegenden Luft Aufsteigen der Luft schnelle Abkühlung der Luft bis zum Taupunkt Kondensation des Wasserdampfes und Bildung von Wolkentürmen Aufgleiten wärmerer und feuchter Luftmassen auf kältere Luft Kondensation in großer Höhe und Bildung von Federwolken Bildung tiefer Schichtwolken bei weiterem Aufgleiten der Luftmassen Möglichkeit von Gewittern und Starkregen bzw. Graupel und Hagel lang anhaltender, ergiebig gleichmäßiger Niederschlag (Regen oder Schnee) möglich A 5 L

9 Zyklonen bestimmen unser Wetter Schematisches Profil und Wettererscheinungen einer ideal ausgebildeten Zyklone. a) Ergänze in der Abbildung folgende Begriffe: 2 x Kaltluft, Warmluft b) Vervollständige die Angaben in der Tabelle. nach der Kaltfront Kaltfront Warmsektor Warmfront vor der Warmfront Vorgänge in der Luft Vorstoß kalter Luftmassen massiver Aufstieg von Luftmassen mit hochreichender Turbulenz zur Warmfront: Aufgleiten; zur Kaltfront: Abgleiten Aufsteigen (labiles Aufgleiten) Aufgleiten von warmer Luft (Advektion) in der Höhe Wolken verschiedene Quellwolken (Cumulus humilis, mediocris oder congestus) Haufenwolken (Cumulonimbus, teilweise Nimbostratus) Wolkenauflösung, vereinzelt Stratocumulus und Altocumulus Altostratus entwickelt sich zu Nimbostratus Hohe Wolken(Cirrus) werden zu Cirrostratus und Altostratus Temperatur sinkend stark sinkend steigend oder konstant steigend sinkend Luftdruck steigend steigend fallend fallend konstant, später fallend Niederschläge Wetterbesserung, vereinzelte Niederschläge bis keine Niederschläge starker Niederschlag, z.t. mit Gewitter kein Niederschlag Niederschlag (Landregen) keine Niederschläge Zeichne das Entwicklungsstadium einer Zyklone in eine Wetterkartendarstellung um. A 6 L

10 Wetterkarten Wie erstelle ich einen Wetterbericht? 1. Schritt: Beschreibe die Wetterlage. Durch welche Druckgebiete und Luftmassen wird der Großraum beeinflusst? 2. Schritt: Beschreibe die Wetterelemente Niederschlag, Bewölkung, Temperatur und Wind zum jetzigen Zeitpunkt für die Station oder die Region 3. Schritt: Beschreibe die Wetterelemente für die nächsten Tage für die Station oder die Region Erstelle einen Wetterbericht für Berlin. Zu deiner Hilfe ist der erste Teil als Lückentext gestaltet. Ergänze ihn und beende den Wetterbericht nach der vorgegebenen Schrittfolge. Das Wetter Mittel- und Westeuropas wird von einer Zyklone bestimmt. Der am Morgen einsetzende Regen wird den ganzen Tag anhalten. Erst am späten Abend wird die dichte Bewölkung auflockern. Dann lassen auch die Niederschläge nach. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen werden am Tage auf nur etwa 17 C ansteigen. In den nächsten zwei Tagen wird das Tiefdruckgebiet weiter ostwärts ziehen und unbeständiges Wetter bringen. Die Temperaturen werden für die Jahreszeit zu kalt sein. Erst danach wird wieder mit höheren Temperaturen und Sonnenschein zu rechnen sein. A 7 L

11 Vom Gestein zum Boden Erläutere die wichtigsten Prozesse, die zur Herausbildung und Entwicklung von Boden führen. Vervollständige dazu die Abbildung. a) Kennzeichne den Aufbau eines Bodenprofils. b) Beschreibe die Merkmale der Horizonte. Nutze dazu auch dein Schülerbuch. Profil Bodenhorizonte Merkmale/Eigenschaften A = Oberboden humusreich, mineralreich, durchwurzelt B = Unterboden stark verwittert, verlehmt, humusarm, zum Teil ausgewaschen (Umwandlungshorizont bzw. Anreicherungshorizont) C = Ausgangsgestein nur im oberen Bereich leicht verwittert, festes Gestein Erstelle mithilfe der Begriffe ein Strukturschema zum Oberbegriff Boden. Verbinde zusammenhängende Begriffe mit einer Linie. Verwende die Begriffe: Bios, Bodenbildungsfaktoren, Bodenhorizonte, Kies, Klima, Lehmboden, Oberboden, Pseudogley, Relief, Sand, Ton, Tonboden, Unterboden, Wasser. Boden Bodenbildungsfaktoren Bodenart Bodentyp Bios Korngröße Klima Mensch Kies Bodenprofil Relief Sand Rohboden Braunerde Bodenhorizonte Wasser Schluff Tonboden Podsol Oberboden Zeit Ton Lehmboden Pseudogley Unterboden A 8 L

12 Eingriffe in den Naturraum durch Bergbau Thema des Experiments Aufgabe: Hypothese: Material: Durchführung: Beobachtung: Auswertung der Ergebnisse: Fehlerbetrachtung: Bedeutung des Experiments: A 9 L

13 Eingriffe in den Naturraum durch Bergbau Benenne die Eingriffe in den Naturraum der im Bild 1 dargestellten Bergbauform. Ergänze dazu die Mind Map. Beschreibe, wie mit den Eingriffen in den Naturraum am Beispiel der im Bild 2 dargestellten Nutzung umgegangen wird. Nutze dazu folgende Internetquelle: Im Gebiet der Erfurter Seen wird Kies abgebaut. Für die Abbaufelder werden in einem Rahmenbetriebsplan die Ziele der Wiedernutzbarmachung und Renaturierung festgeschrieben. Mit der Aufstellung des Rahmenbetriebsplanes wird eine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, deren Ergebnisse die Auswirkungen auf Wasser, Boden, Fauna und Flora und natürlich den Menschen in einem akzeptablen Rahmen halten soll bzw. einen Ausgleich für nicht vermeidbare Eingriffe festlegt. Diskutiere die Probleme bei der Förderung und dem Transport von Erdöl. Bei der Förderung und beim Transport von Erdöl können erhebliche Eingriffe in den Naturraum entstehen. Durch Havarien z.b. Leitungsbrüche oder Tankerunfälle geraten große Mengen Erdöl in die Umwelt, z.t. in sensible Naturgebiete. Dabei werden Tiere und Pflanzen nachhaltig geschädigt und Böden und Grundwasser verseucht. Bei der Förderung des Erdöls wird Gas abgefackelt, was schädlichen Ruß in die Atmosphäre bringt und auf den Pflanzen absetzt. Schwere Maschinen zum Bau der Infrastruktur vernichten die Vegetation und verdichten den Boden. A 10 L

14 Hochwasser / Hochwasserschutz Wie entsteht Hochwasser? Die beiden Abbildungen zeigen die Veränderungen in der Landschaft durch den Menschen. Beschreibe die Veränderungen, die du zwischen Abbildung A und B erkennen kannst und erkläre, warum durch die Veränderungen die Gefahr von Hochwasser erhöht wird: Erkennbare Veränderungen sind: Vergrößerung der Siedlungsfläche und der asphaltierten Fläche, wodurch mehr Fläche versiegelt wurde. Anlage von Feldern in Dorfnähe, die eine geringere Speicherfähigkeit haben als die vorher bestehende Wiese. Veränderung der Flächennutzung auf den Bergen von Wald zu Wiese, womit ein weiteres Gebiet eine geringere Wasserspeicherfähigkeit aufweist. Einengung des Flusses auf einen Lauf, wobei die Aue als Retentionsraum verloren gegangen ist. In Abbildung C sieht man, dass Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt worden sind. Einige Begriffe sind hier aufgeführt. Ordne sie dem natürlichen und dem technischen Hochwasserschutz zu: Bau eines Stausees, Aufforstung, Bau von Deichen, Beseitigung von Flächenversiegelung, Bau von Rückhaltebecken, Renaturierung des Flusslaufs natürlicher Hochwasserschutz Aufforstung Beseitigung von Flächenversiegelung Renaturierung des Flusslaufs technischer Hochwasserschutz Bau eines Stausees Bau von Deichen Bau von Rückhaltebecken A 11 L

15 Arbeit mit einem Flächennutzungsplan Erfurt Erkläre die Bedeutung von Flächennutzungsplänen. Der Flächennutzungsplan enthält die beabsichtige Form der Bodennutzung. Damit wird die geplante städtebauliche Entwicklung aufgezeigt. Es werden generelle Planungs- und Entwicklungsziele dargestellt. a) Ordne den Flächen im Flächennutzungsplan (Lehrbuch) jeweils zwei konkrete Beispiele in Erfurt zu. b) Ordne den Beispielen jeweils einen Flächentyp aus dem Flächennutzungsplan zu. Verwende für beide Aufgaben bei Bedarf auch einen Stadtplan. Flächentyp Beispiel Grünflächen z.b. Hauptfriedhof, EGA Wasserflächen z.b. Gera, Nordstrand Flächen für den Gartenbau z.b. Gartenbauflächen im Borntal und um Dittelstadt Flächen für den Gemeinbedarf z.b. Domplatz, Schulen Sondergebiete z.b. Messe, Klinikum Autobahnen und autobahnähnliche Straßen z.b. A4, Ostumfahrung Flächen für Wald Steigerwald Flächen für die Gewinnung von Bodenschätzen Kiesabbauflächen am Sulzer See Wohnbauflächen Wohngebiet Wiesenhügel Gewerbliche Bauflächen Gewerbegebiet Kalkreiße A 12/1 L

16 Arbeit mit einem Flächennutzungsplan Erfurt Die Karte stellt die augenblickliche Situation in und um Musterstadt dar. In den Hauptverkehrszeiten kommt es zu Staus und Lärmbelästigung. Skizziere eine Lösung der Verkehrsprobleme. Bedenke die Interessen der Innenstadtbewohner, der Bewohner der Neubausiedlung, der Landwirte, der Umweltschützer, der Geschäftsleute und der Kraftfahrer. Interessen der Innenstadtbewohner: Ausgangslage Viel Verkehr in der Innenstadt. Verkehr soll aus der Stadt gehalten werden. Bewohner der Neubausiedlung: Der Verkehr soll nicht in der Nähe ihrer Siedlung verlaufen. Eine Umgehung soll einen anderen Verlauf nehmen. Landwirte: Lösungsskizze Die Felder sollen nicht zerschnitten werden. Sie sollen gut erreichbar sein. Keine Landwirtschaftsfläche soll verloren gehen. Umweltschützer: individuelle Schülerlösung Das ökologisch wichtige Feuchtgebiet, die Feuchtwiesen oder Wälder sollen von einer Verlegung nicht betroffen sein. Geschäftsleute: Der Verkehr soll nicht ganz aus der Innenstadt verschwinden. Es sollen ausreichend Parkflächen in der Innenstadt geschaffen werden. Die Zulieferung muss gesichert sein. Kraftfahrer: Die Fahrzeiten sollen sich nicht verlängern und der Verkehr soll reibungslos, möglichst ohne Ampelwartezeiten funktionieren. A 12/2 L

17 Nationalparks in Europa Erkläre, was ein Nationalpark ist. Großräumig abgegrenzte Naturschutzgebiete mit besonders schönen oder seltenen Landschaften. Es gelten strenge Auflagen, um die Pflanzen- und Tierwelt zu schützen. Finde mithilfe der Karte im Schülerbuch, Nachschlagewerken und dem Internet heraus, zu welchem Land die in der Tabelle genannten Nationalparke gehören und welche besonderen Merkmale sie haben. Nationalpark Land Merkmale Hohe Tauern Österreich Hochgebirgslandschaft von außerordentlicher Schönheit, wenig menschlich beeinflusst Bialowieza Polen größter europäischer Urnadelwald, Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Wisents Donana Spanien Gebiet mit Sumpf-, Dünen- und Strandlandschaften, wertvoller Rastplatz für Zugvögel Plitvicer Seen Kroatien sechzehn Seen inmitten einer Gebirgslandschaft, mit Wasserfällen und versteinerten Bäumen und Grotten Nizke Tatry Slowakische Republik Mittelgebirge mit alpinem Charakter, verschiedene Karsthöhlen Wie viele Nationalparks gibt es in Europa mit über 500km 2 Größe? 62 Wie viele Nationalparks gibt es in Europa mit 200 bis 500km² Größe? 31 Welche europäischen Länder haben die meisten bedeutenden Nationalparks? Polen und Norwegen (je 16) A 13/2 L

18 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit Erkläre die Notwendigkeit der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Durch die jahrzehntelange Trennung der beiden Teile Deutschlands endeten die meisten Verkehrswege an den Grenzen oder wurden nicht ausgebaut. Um vergleichbare Lebensverhältnisse zu schaffen mussten nach der Wiedervereinigung leistungsfähige Verkehrstrassen gebaut werden. Das Schienenverkehrsprojekt 8 ist der Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Berlin und Nürnberg. Erkläre wieso das Projekt von der EU gefördert wird. Das Projekt ist Teil eines Transeuropäischen Verkehrsnetzes. Geplant ist eine durchgehende Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Skandinavien und Italien. Das deutsche Projekt ist ein wichtiger Teil der Verbindung und wird daher von der EU gefördert. Das Projekt Nr. 17 ist das einzige Wasserstraßenprojekt der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. a) Beschreibe den Weg, den ein Schiff vor dem Bau vom Mittellandkanal nach Berlin nehmen musste. Ein Schiff vom Mittellandkanal musste zunächst vom Schiffshebewerk Rothensee auf Elbniveau hinunter transportiert werden. Als nächstes musste es die Elbe stromab fahren und durch die Schleuse Niegripp auf Elbe-Havel-Kanal-Niveau gehoben werden. Danach konnte die Fahrt über diesen Kanal nach Berlin fortgesetzt werden. A 14 L

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