Selbst und ständig... auf der Suche nach dem Besten für mein Kind

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1 Selbst und ständig... auf der Suche nach dem Besten für mein Kind Die gesellschaftlichen Anforderungen an uns alle steigen stetig. Davon sind auch unsere Kinder betroffen. Viele Eltern haben Angst, dass ihre Kinder Chancen verpassen oder die gegebenen Möglichkeiten nicht optimal nutzen! Zukunftsängste können aber auch zu Blockierungen führen und eine Ursache für Lernschwierigkeiten und weitere Probleme sein. Im Vortrag werden die Möglichkeiten der Begleitung von Kindern und Jugendlichen vorgestellt, unter Berücksichtigung ihrer emotionalen Entwicklungsprozesse. Dabei wird auch der Versuch unternommen, gemeinsam Spaß und Lebensfreude im Alltag verstärkt in den Blick zu nehmen. Marie Luise Haake lehrende Transaktionsanalytikerin (PTSTA) Familientherapeutin Supervisorin (DGTA) Zeppelinstr Aalen / Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

2 Die Ich Zustände nach Eric Berne 2 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

3 Das Funktionsmodell der Ich - Zustände nach Eric Berne 3 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

4 5. Phase nach P. Lewin 6-12 Jahre Thema: Wissen und Können Wiederkehrend die wesentlichen Entscheidungen über dien Rollenidentität als Eltern beim handelnden Lernen, bei der Auseinandersetzung mit der Realität (z.b. Politik) der Begleitung eines Schulkindes. Merkmale bei den Kindern: Streck- und Rundungsphasen wechseln bei oft raschem Wachstum. Grob- und Feinmotorik zeigt sich geschickt oder ungeschickt. Wie etwas getan wird ist wichtig. Methoden werden handelnd gelernt (z.b. kochen, gärtnern, schreinern). Menschen außerhalb der Familie gewinnen großen Einfluß wie Lehrer, Vorbilder, Modelle (Bilder von ihnen werden aufgehängt). Nüchtern und vernünftig sein, manchmal nörglerisch. Gegenüber Autoritäten standhalten z.b. Mutter, Vater Lehrer. Gruppe der Gleichaltrigen und Gleichgeschlechtlichen ist maßgebend. Argumentieren (z.b. ich habe gelesen, im Radio haben sie gesagt, daß... ). Handlungsweisen und Methoden anderer werden in Frage gestellt, diskutiert und zurückgewiesen, bis eigene gefunden sind. Irrtümer und Fehler werden begangen, um herauszufinden, wie etwas funktioniert. Aufgaben, denen sich das Kind jetzt stellt : Ausprobieren auf verschiedene Arten etwas zu tun. Sich physische, intellektuelle, emotionale und soziale Haltungen aneignen. Neue Ethik und Werte und neues Benehmen lernen. Kulturspezifische Frauen und Männerrollen lernen 4 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

5 Erlaubnisse: Du darfst Dinge auf deine Art machen. Du darfst deine eigenen Wertvorstellungen haben. Es ist gut und kreativ, wenn du eigene Methoden, etwas zu tun, entwickelst. Du darfst Denken, bevor du etwas tust. Vertrau deinem Gefühl; es ist der Kompass auf dem Weg zu dir selbst. Es ist in Ordnung, eine andere Meinung zu haben. Du darfst handeln, so wie du es denkst. 6. Phase Jahre Thema Autonomie und Sexualität EL 2, ER 2, K 2 Genitale Sexualität, biologischer Umbruch Wiederkehrend beim Abschied von einer Beziehung, einer sozialen Gruppe, einer Stadt, einer Organisation, bei Änderung sexuellen Erlebens, nach dem Abschied von Elternfiguren, beim Aufbau des realen Lebens als sexueller Mensch, bei der Entwicklung einer eigenen Philosophie, nachdem neue Kompetenzen angeeignet sind, wenn kulturell durchlebte Rollen überprüft und neu gestaltet werden, bei der Übernahme von Verantwortung. Merkmale: Wachstumsschub, Geschlechtsreife, große körperliche Veränderung. Sekundäre Geschlechtsmerkmale entwickeln sich sehr schnell. Akne, schwankendes Hormon-, Gefühls- und Energieniveau. Endlichkeit des Lebens wird neu bewußt große Intensität des Lebensgefühls. Diskussionen um zentrale Themen wie Religion, Sexualität, Politik, Lebensentwurf, Beruf, Wertvorstellungen. Umsturz alter Werte, Rebellion und totale moralische Reformation. Sorge, im sexuellen Bereich nicht zu genügen. Träume, unrealistische Wunschvorstellungen, Experimente. Bedürfnis, eine ganze Persönlichkeit zu werden. Im Eilschritt alle vorherigen Phasen neu durchlaufen: 5 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

6 1. Sein : Anwandlungen von Anhänglichkeit Symbiose physische Nähe und dabei Angst vor Inzest mit Familienmitgliedern, wenig Lust zu denken, mehr fühlen, sich im Spiegel betrachten: Ich bin! 2. Tun : Schnell ins Tun kommen, sinnliche Erfahrungen machen, um des Tuns willen unlogisch sein. 3. Denken : Negativität, nein sagen, wütend und borniert sein, Unabhängigkeit erproben, schmutzig sein wollen, Sauordnung, Kleiderberg, Nahrungsmittel. 4. Identität : Wer ist Mann/Frau, Differenz interessant, sexueller Appetit der Adoleszenz, magisches Können testen, Träume, Wünsche. 5. Wissen und Können : Werte der Eltern und Lehrer/innen in Frage stellen, sich befreien aus diesen Beziehungen, Träume und Pläne für die Zukunft erleben und dabei aufsteigende Erinnerungen wahrnehmen. Aufgaben: Gründen und Pflegen der Beziehungen, um ein befriedigendes, erwachsenes Leben führen zu können. Überprüfen und Realisieren des Lebensplans. Am Wachstum arbeiten, d.h. alte Situationen verlassen und neue beginnen, wo Wachstum wieder möglich wird. Philosophie des Lebens bewahren und weiterentwickeln. Rollen (Lehrling, Meisterin, Vater) wirklich einnehmen. Sabotagen und Spiele: Bleibe klein: * Sich um andere kümmern, anstatt sich sexuelle Wünsche zu erfüllen. Werde schnell groß: * Sexuellen Kontakt suchen, anstatt das Bedürfnis nach Geborgenheit und Abhängigkeit zu befriedigen. Erlaubnisse: Es ist gut für dich, ein sexueller Mensch zu sein, Sexualität zu erleben, sexuell zu fühlen. Du darfst erfolgreich sein und einen Platz in der Erwachsenenwelt einnehmen. Du darfst Sexualität erleben und auch noch andere Bedürfnisse haben. Es ist bestens für dich, verantwortlich zu sein für deine Bedürfnisse, dein Verhalten und deine Gefühle. Du darfst auch für dich sein. Du bist zu hause immer willkommen. Meine Liebe begleitet dich. 6 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

7 7. Phase ab 19 Thema Kraft zur Wiederaufbereitung EL 2, ER 2, K 2 Weiterentwicklung in meinem Sein Wiederkehrend im Leben der Erwachsenen beim Abschied von einer Beziehung, einer sozialen Gruppe, einer Stadt, einer Organisation, bei Änderung sexuellen Erlebens, nach dem Abschied von Elternfiguren, beim Aufbau des realen Lebens als sexueller Mensch, bei der Entwicklung einer eigenen Philosophie, nachdem neue Kompetenzen angeeignet sind, wenn kulturell durchlebte Rollen überprüft und neu gestaltet werden (berufliche Aufgaben in einem anderen Land), bei der Übernahme von Verantwortung (Vater/Mutter werden, berufliche Herausforderungen, Berufswechsel,...). Merkmale: Unterstützung brauchen für Entscheidungen. Neugierig und leicht ablenkbar werden, nach Vielfalt gieren. Grenzen setzen, Eingrenzungen ausführen. Herausfinden, wer er/sie ist und was er/sie in diesem Leben tun kann. Lernen, wie Dinge für mich, mit meinen Möglichkeiten getan werden können. Sich auseinandersetzen, eigene Prioritäten und Werte verändern. Die eigene Sexualität entwickeln. Neue von Eltern unabhängige Unterstützungssysteme (Freundschaften,...) schaffen. Erfahren, dass ich mich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien gleichzeitig befinden kann: Im Beruf entwickle ich neues Wissen und Können im Rahmen einer Herausforderung, privat brauche ich ganz viel Nähe für mein da sein. Aufgaben: Den eigenen Lebensplan auf den neuesten Stand bringen, ihn überarbeiten und ausführen. An den eigenen Wachstumsschritten arbeiten und Potentiale entwickeln. Die Beziehungen, die wir zur Unterstützung brauchen, entwickeln und aufrechterhalten. Umgebungen finden, betreten und verlassen, in denen wir bestimmte Arten von Wachstum erreichen können. Unsere Lebensphilosophie beibehalten, während wir aus Erfahrungen lernen. 7 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

8 Verantwortungen übernehmen, an ihnen teilhaben und sie ausführen. Unsere Kompetenz und Bedeutung in der Welt der Erwachsenen beanspruchen Annehmen von neuen Rollen in den Entwicklungsstadien: das eine mal ein Kind sein, das andere mal ein Elternteil; das eine mal ein Student sein, das andere mal ein Lehrer/in. Die Probleme des eigenen Wachstums erkennen und lösen, einschließlich der aus den vergangenen Stadien. Sabotagen und Spiele: Bleibe klein: * Die Entwicklungsaufgaben, die für mich im Leben anstehen, nicht angehen. Mich zu abgelenkt fühlen, mich zu konzentrieren, um Aufgaben zu vollenden. Rebellieren anstatt zu planen. Widerstrebend neue Rollen annehmen und dabei versagen. Werde schnell groß: Druck, etwas zu tun spüren, bevor man entsprechend vorbereitet ist. Unerledigte Geschäfte aus der Vergangenheit vernachlässigen. Menschen Macht über uns geben, die uns unter Druck setzen und dann scheitern. Erlaubnisse: Es ist für dich in Ordnung, hier zu sein. Ich werde mich nach wie vor um dich kümmern. Es ist für dich in Ordnung, in die Welt hinauszugehen, zu erforschen und dein Empfindungsvermögen zu bereichern. Es ist für dich in Ordnung, Dinge voranzutreiben und auszuprobieren, Grenzen herauszufinden, nein zu sagen und dich von Dingen oder Menschen zu trennen. Es ist für dich in Ordnung, die Welt mit deinen Augen zu sehen; der zu werden, der du sein möchtest und deine eigene Kraft und deine Möglichkeiten zu spüren. Es ist für dich in Ordnung, Dinge auf deine Art und Weise auszuführen, deine eigenen Ansichten zu haben. Es ist für dich in Ordnung, ein sexuelles Wesen zu sein, einen für dich geeigneten Platz unter den Erwachsenen zu finden und erfolgreich zu sein. 8 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

9 Wünsche an die Erziehungspartnerschaft (nach Rademacher) Eltern wünschen von den LehrerInnen: LehrerInnen wünschen von den Eltern: Das Elterninteresse ist bestimmt durch Das LehrerInneninteresse ist bestimmt durch Die Eltern haben im Hinterkopf Die LehrerInnen haben im Hinterkopf Das Versagen des Kindes deuten die Eltern Das Versagen eines Kindes deuten die LehrerInnen Die Angst der Eltern führt zu Die Angst der LehrerInnen führt zu 9 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

10 unsere Familienregeln sind als Vater/ Mutter bin ich Normen -- Werte -- Rollen -- Konflikte als LehrerIn bin ich für die Klasse In der Schule gelten die folgenden Regeln Diese Rituale sind in unserer Familie wichtig wir haben diese Klassenrituale in der Schule sollen meine Kinder Erwartungen diese Unterstützung brauche ich von den Eltern Erwartungen gemeinsame Ziele Aufgaben Aufgaben verabredete Maßnahmen 10 Haake, Beratung, Supervision und Weiterbildung

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