Schulprogramm. Vorwort

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1 Schulprogramm Vorwort Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler haben das Schulprogramm des Gymnasiums Lehrte gemeinsam erarbeitet und verabschiedet, um darin die Grundwerte des Zusammenlebens an der Schule, die erzieherischen Schwerpunkte und Ziele des Unterrichts und der außerschulischen Veranstaltungen festzuhalten und Perspektiven für die weitere Entwicklung des Gymnasiums Lehrte aufzuzeigen.

2 Versionsverzeichnis Version Datum Bemerkungen Erster Entwurf zur optischen Begutachtung Einarbeitung der fachübergreifenden Beiträge Gemeinsame Überarbeitung (Wegener/Sattler) Überarbeitung (Wegener) Einarbeitung der Änderungen (Wegener) Überarbeitung/Fertigstellung des Vorlagenentwurfs z. Ges.Konf. (Wegener) Methodencurricula der Jahrgänge 5 bis 9 (als Anhang) Sozialtraining/Persönlichkeitsprofil/Hochbegabtenförderung (als Anhang) Hochbegabtenförderung (als Anhang)

3 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 1 Präambel...4 Fachübergreifende Aktivitäten... 5 Methodencurriculum...5 Patenschaften...5 Individuelle Lernentwicklung und Lernentwicklungsbögen...6 Der bilinguale Unterricht am Gymnasium Lehrte...6 Die Philosophie des AG-Bereichs...7 Betriebspraktikum...8 Hochbegabtenförderung...9 Schulpartnerschaften Fachbereiche...11 Fachbereich Englisch Fachbereich Deutsch Fachbereich Französisch Fachbereich Latein Fachbereich Spanisch Fachbereich Geschichte Fachbereich Politik Fachbereich Erdkunde Fachbereiche Evangelische und Katholische Religion Fachbereich Werte und Normen Fachbereich Mathematik Fachbereich Physik Fachbereich Chemie Fachbereich Biologie Fachbereich Kunst Fachbereich Musik...35 Fachbereich Darstellendes Spiel Fachbereich Sport... 38

4 Präambel Das Gymnasium Lehrte ist eine Schule, die sich ihrer traditionellen Verwurzelung in der Stadt Lehrte bewusst ist und sich als öffentliche Einrichtung zur Bildung junger Menschen aus allen Bevölkerungsschichten versteht. Wir sehen unseren Auftrag darin, junge Menschen zu befähigen, sich den sich verändernden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen zu stellen und diese aktiv und kreativ mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Die Vermittlung von Werten zur Bildung von sozialer Kompetenz und zur Stärkung des Selbstbewusstseins ist gleichrangig mit der Vermittlung von Wissen. Offenes Begegnen, partnerschaftliches Begleiten und verantwortliches Miteinander kennzeichnen den gemeinsamen Weg, auf dem sich die individuelle Persönlichkeit von Schülerinnen und Schülern entwickeln soll. Dabei erhalten die jungen Menschen Orientierungen, die ihre Entscheidungsfähigkeit fördern und als Basis für ein lebenslanges Lernen dienen sollen. Das Gymnasium Lehrte legt besonderen Wert auf eine qualifizierte Wissensvermittlung, individuelle Förderung und menschliche Zuwendung sowie ethische Erziehung. Es versteht sich als eine Schule, in der diese Grundsätze sowohl im täglichen Schulleben praktiziert als auch für eine spätere Entwicklung ausgeprägt werden. Unabhängig von fachspezifischen Unterrichtsinhalten entwickeln, fördern und stärken wir die Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler zu methodischem, professionell organisiertem Lernen um über den schulischen Bedarf hinaus Grundlagen für eine fundierte Berufswahl und ein erfolgreiches Berufsleben zu schaffen. Wir entfalten und fördern ihre Potentiale zur Selbstmotivation und Selbstorganisation, vermitteln Kenntnisse der Lerngesetze sowie der Grundlagen der Denkstrategien und Konzentrationstechniken. Wir erziehen die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern, die ihre Rechte und Pflichten bei der Gestaltung des Gemeinwesens wahrnehmen. Insofern werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, sich in unserer Gesellschaft mit der erforderlichen Zivilcourage für Gerechtigkeit einzusetzen, die Würde jedes Einzelnen und die Grundrechte zu achten, Toleranz zu üben und für den Schutz des Lebens und der Natur einzutreten. Damit leistet das Gymnasium Lehrte zugleich seinen Beitrag zur Gestaltung des öffentlichen Lebens in unserer Stadt. Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler tragen die Zielsetzungen unserer Schule mit und arbeiten aktiv an ihrer Weiterentwicklung und der Ausgestaltung unseres schulischen Zusammenlebens. Version 1.8 Seite 4

5 Fachübergreifende Aktivitäten Methodencurriculum In unserer modernen Wissensgesellschaft liegt die Halbwertzeit des Fachwissens bei drei bis fünf Jahren. Wichtiger als detailliertes Fachwissen ist somit die Kompetenz, sich selbstständig Wissen zu erschließen und dieses in konkreten Aufgabensituationen überlegt anzuwenden. Selbstständiges Arbeiten funktioniert jedoch nur, wenn Schüler über Methodenkompetenz verfügen. Eine vierzehnköpfige Arbeitsgruppe unseres Gymnasiums hat im Laufe des letzten Schuljahres Methodencurricula für die Jahrgänge 5 bis 9 entwickelt, die zurzeit erprobt, evaluiert und archiviert werden. Die Methodenkonzepte sind in den Unterricht eingebunden und den Unterrichtsinhalten angepasst. Zum Methodentraining sollen zugleich passende Kommunikations- und Kooperationstechniken eingeübt werden. Eine Übersicht über die Methoden und ihre Verteilung auf die einzelnen Fächer und Jahrgänge liefert die Übersicht in der Anlage. Selbstverständlich kommen die Methoden auch in anderen Fächern zum Tragen. Patenschaften Wir möchten unseren jüngsten Schülerinnen und Schülern den Einstieg in unser Schulleben vereinfachen. Dieses geschieht durch Patenschaften, die von Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 9 bis 12 übernommen werden. Paten und Patenschüler besuchen sich gegenseitig, tauschen Erfahrungen aus, geben Ratschläge, helfen sich und lösen gemeinsam das eine oder andere Problem. Oft finden mit den Paten gemeinsame Unternehmungen statt, z.b. der Besuch eines Indoorpark, oder geht Schlittschuhlaufen oder zum Pizzaessen oder organisiert sogar einen Talenteabend, auf welchem Schülerinnen uns Schüler aller Jahrgangsstufen etwas vorführen. Zusammenarbeit und Solidarität zu entwickeln ist übergeordnete Ziel, das wir mit dem Projekt verbinden. Version 1.8 Seite 5

6 Individuelle Lernentwicklung und Lernentwicklungsbögen Gerade wegen der immer größer werdenden Schülerzahl und der dadurch häufig auch größeren Klassen, ist es uns wichtig geblieben den einzelnen Schüler in seiner Lernentwicklung gezielt zu beobachten um anschließend Schüler und Eltern fundiert beraten zu können. Damit ein Gesamtbild einer individuellen Entwicklung entstehen kann, werden von allen Fachlehrern einer Klasse die Beobachtungen zu einem Schüler gebündelt und dokumentiert. Dieses geschieht am Gymnasium Lehrte in besonderer Weise für die Schülerinnen und Schüler des bis Jahrgangs mit Hilfe von Lernentwicklungsbögen. Die von uns entwickelten Bögen bieten eine praktikable Form der Erfassung spezifischer Merkmale zu den Feldern Denkfähigkeit, Sprachfähigkeit, Motivation und zum Arbeits- und Lernverhalten. Auf Grund dieser beobachteten Merkmale gewinnt die Beratung der Eltern und Schüler an Qualität, können gegebenenfalls auch Maßnahmen für die weitere Lernentwicklung vereinbart und beschlossen werden. Die zunächst auf die unteren Klassen praktizierte Form wird in den nächsten Jahren auf die ganze Mittelstufe ausgeweitet. Der bilinguale Unterricht am Gymnasium Lehrte Wie auch an etwa 50 anderen Schulen in Niedersachsen wird am Gymnasium Lehrte bilingualer Unterricht angeboten. Jeweils eine Klasse eines Jahrganges erhält Sachfachunterricht in Englischer Sprache, und zwar in den Fächern Erdkunde, Musik und Biologie. Anders als im Englischunterricht ist die Sprache hier der Weg und nicht das Ziel. Unser Konzept hat sich gut bewährt und wird von Schülern, Entern und auch Lehrern sehr gelobt. Auf Englisch erteilter Sachfachunterricht: Jahrgang Erdkunde Musik Biologie 7 x 8 x x 9 x x 10 x x 11 x Version 1.8 Seite 6

7 Die Philosophie des AG-Bereichs Die Arbeitsgemeinschaften gehören zum Wahlunterricht. Nach dem neuen Erlass Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums vom kommt zu dem Pflichtunterricht noch die Verpflichtung hinzu, in den Schuljahren 5 bis 12 am Wahlunterricht im Umfang von mindestens fünf Wochenstunden teilzunehmen. (vgl. Anlage 1, Ziffer 7). Der Erlass räumt dabei den Schülerinnen und Schülern folgende Möglichkeiten ein, die Belegungsauflage von fünf Wochenstunden bis zur Abiturprüfung zu erfüllen: die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften, die Teilnahme am wahlfreien Unterricht in einer Fremdsprache und die Teilnahme am Förderunterricht. Damit die Schülerinnen und Schüler diese Belegungsverpflichtung erfüllen können, bietet das Gymnasium Lehrte eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften aus den Bereichen an: Hobby und Freizeit, Sport, Schulleben, gesellschaftliches Interessenfeld, musisch-künstlerisches Interessenfeld, mathematisch - naturwissenschaftliches Interessenfeld, Computer, sprachliches Interessenfeld Mit diesem breit gefächerten Angebot verfolgt das Gymnasium das Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung, die sozialen Fähigkeiten und das aktive Freizeitverhalten der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Dieses geschieht vor allem durch eine pädagogische Gestaltung des Arbeitsgemeinschafts- und Freizeitangebots, eine Öffnung der Schule zum außerschulischen Umfeld, eine Mitwirkung und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung des Schullebens und der Arbeitsgemeinschaftsangebote. Version 1.8 Seite 7

8 Betriebspraktikum Unsere Schule legt viel Wert darauf, den Schülerinnen Einsichten in die Berufswelt zu ermöglichen. Deshalb führen wir zurzeit noch zwei Betriebspraktika durch, und zwar einmal in der 9. und einmal in der 11. Jahrgangsstufe. Die Verdichtung des Regelschulbesuchs an Gymnasien auf 12 Schuljahre zwingt uns jedoch dazu, mit den davon betroffenen Jahrgängen (ab Schuljahr 2008/2009) nur noch ein Betriebspraktikum durchzuführen, und zwar in der 10. Jahrgangsstufe. Dieses Praktikum dient künftig vornehmlich der Berufs- und Studienwahlorientierung, aber auch generell der Erkundung eines außerschulischen Sozialraums. Für die Wahl des Praktikumsplatzes, der von den Schülerinnen und Schülern in eigener Initiative ausgewählt wird und um den sie sich selbstständig bewerben (die Schule leistet selbstverständlich bei der Suche und der Bewerbung Hilfestellung), sind folgende Auswahlkriterien von Bedeutung: Neigungen der Schülerinnen und Schüler zu dem einen oder anderen Tätigkeitsbereich, pragmatische Überlegungen hinsichtlich einer späteren Berufswahl, Möglichkeiten, die der Praktikumsplatz zum sozialen Lernen bietet. Version 1.8 Seite 8

9 Hochbegabtenförderung Ein Erlass des Kultusministers vom bietet die Möglichkeit, an ausgewählten Standorten Kooperationsverbünde zur Hochbegabtenförderung einzurichten. Nach Erscheinen des o. g. Erlasses haben die Schulen der Kernstadt Lehrte und ihrer Ortsteile beschlossen, die bereits vorhandenen und die künftig zu entwickelnden Förderkonzepte aller Schulen zu bündeln, in den Rahmen eines Kooperationsverbundes Hochbegabtenförderung einzubringen und die Genehmigung zu beantragen. Im Herbst 2002 begann eine Zusammenarbeit von zwölf Lehrter Schulen, die gemeinsam ein Konzept zur Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler erarbeitet. Besonderes Augenmerk soll neben der Diagnostik und der Förderung der fachlichen Kompetenzen durch Enrichment (Anreicherung der Lerninhalte) und Akzeleration (z.b. die Teilnahme am Fachunterricht höherer Jahrgangsstufen), auf die Stärkung der sozialen Kompetenzen gelegt werden. Der im Februar 2004 gestellte Antrag wurde genehmigt, so dass im August 2004 mit der Umsetzung begonnen wurde. Am Gymnasium Lehrte wurden bisher die folgenden Angebote gemacht: Förderung in Kleingruppen in den Bereichen Sprache, Mathematik und Naturwissenschaften Individuelle Förderung, z. B. die Betreuung von Schülerinnen und Schülern, die eine Klassenstufe übersprungen haben Förderung der Teilnahme an Wettbewerben, insbesondere im Fach Mathematik mit großen Erfolgen Teilnahme von Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen an Angeboten des Gymnasiums Version 1.8 Seite 9

10 Schulpartnerschaften Durch Schulpartnerschaften können Schüler/innen sowie auch die Lehrkräfte Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit sammeln, ihr Wissen und ihre Welterfahrung erweitern und vertiefen. Aktive Schulpartnerschaften verfolgen die Ziele die schulischen und die kulturellen Traditionen in anderen Ländern kennen zu lernen, Fremdsprachenkenntnisse als notwendiges Kommunikationsmittel zu erleben die Anpassungsfähigkeit im kreativen Umgang mit anderen Verhaltensweisen zu üben. Zurzeit bestehen aktive Partnerschaften mit dem Lycée Flaubert in Rouen und dem Gymnasium in Trzcianka (Polen). Mit unserer Partnerschule in Frankreich verbindet uns seit mehr als 32 Jahren ein dichtes Netz von Schüleraustauschfahrten, individuellen Auslandsaufenthalten sowie gemeinsamen Seminaren. Die erfolgreiche Städtepartnerschaft Lehrte - Trzcianka ist durch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Schulen vorbereitet worden. Die 1990 begonnenen freundschaftlichen Kontakte zum Dr. Frank-Gymnasium in Staßfurt beschränken sich zurzeit leider nur auf den Theaterbereich. Für die Zukunft wünschen wir uns eine Partnerschaft zu einer Schule im englischsprachigen Raum. Entsprechende Vorbereitungen sind bereits getroffen. Version 1.8 Seite 10

11 Fachbereiche Im Folgenden werden die Fachbereiche sich jeweils selbst mit ihren Scherpunkten und Besonderheiten vorstellen. Fachbereich Englisch Selbstverständnis des Faches Dem Fach Englisch kommt in der schulischen Ausbildung der Schüler eine besondere Bedeutung zu, denn wie kaum ein anderes Fach legt es den Grundstein zur Vorbereitung auf das spätere Berufsleben in Zeiten einer wachsenden Globalisierung. Dabei handelt es sich nicht allein um das Erlernen der englischen Sprache, die nach wie vor als lingua franca die unterschiedlichsten Kultur- und Sprachräume miteinander verbindet, sondern um das grundlegende Interesse für das Erlernen weiterer Fremdsprachen, da Englisch ein Fenster für das Erlernen anderer Sprachen öffnet. Hinzu kommt, dass Englisch eine wichtige Grundlage für die meisten Studiengänge bildet, da ein Großteil der Fachliteratur auf Englisch verfasst wird. Der durch das Erlernen der englischen Sprache entstehende Kontakt mit fremden, primär anglophonen Kulturen führt zu einem interkulturellem Lernen, welches zu einem Abbau von Vorurteilen und zur Schaffung von Offenheit gegenüber fremden Sitten und Eigenheiten, sowie zu kritischer Reflexion der eigenen Lebenswirklichkeit führt. Inhaltliche Zielsetzung Eine besonders wichtige Bedeutung im Fachunterricht wird von den Kollegen der Vermittlung von Wortschatz und Grammatik, der Vermittlung der Fertigkeit des freien Sprechens und Schreibens und schließlich in der Oberstufe bzw. den Leistungskursen der Vermittlung eines guten Basiswissens für ein Literaturstudium im Rahmen einer wissenschaftspropädeutischen Ausbildung (sowohl des Fachwortschatzes als auch des Hintergrundwissens) beigemessen. Die im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen beschriebenen Kompetenzstufen stellen dabei eine wichtige Orientierung dar. Hieraus erwächst auch der Anspruch der Kollegen, die sprachliche Anwendung der vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten zu verstärken. Dies ist von großer Bedeutung für den beruflichen Werdegang unserer Schülerinnen und Schüler, in welchem fundierte Kenntnisse der englischen Sprache unabhängig von der eingeschlagenen Fachrichtung immer größere Bedeutung und damit Qualifikationsgewichtung erlangen. Des Weiteren bietet das Fach Englisch eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Ausbildung unterschiedlichster methodischer Kompetenzen. Schließlich bietet es wie kaum ein anderes Fach die Chance, sich auf eine in allen Bereichen immer weiter ausweitende Globalisierung vorzubereiten. Version 1.8 Seite 11

12 Methodische Ausrichtung Damit eine Anwendung des Gelernten seitens der Schüler gefördert wird, ermutigen wir unsere Schüler zu Auslandsaufenthalten oder auch zur Teilnahme am Fremdsprachenwettbewerb und arbeiten an der Herstellung langfristiger Kontakte zum englischsprachigen Ausland. Wir nutzen die Möglichkeit zum Einsatz von Fremdsprachenassistenten und halten die Einbeziehung authentischer Materialien im Unterricht für unverzichtbar, wozu auch englischsprachige Theaterstücke oder Kinofilme gehören, deren Besuche von uns als wichtige Möglichkeit eines Kontaktes mit Originalquellen angesehen werden. Bei entsprechendem Interesse der Schüler möchten wir auch die Vorbereitung auf externe Sprachprüfungen (z.b. Cambridge Certificates) ermöglichen. Förderung des eigenverantwortlichen Lernens der Schüler und deren Kompetenz im Umgang mit unterschiedlichen Medien werden von uns angestrebt ebenso wie ein frühzeitiges Einüben von Präsentationstechniken (allgemein und sprachlich). Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Die Kollegen des Fachbereichs organisieren vielfältige Kontakte mit der englischen Sprache. Deshalb unternehmen sie Kinobesuche und Theaterabende, die sich thematisch in den Unterricht einfügen oder diesen auch ergänzen. Wir führen nach Maßgabe der Möglichkeiten und Gegebenheiten Studienfahrten ins englischsprachige Ausland durch. Im Rahmen des Fremdsprachenwettbewerbs nehmen regelmäßig Schüler an den Wettbewerben teil, die jährlich an unserer Schule durchgeführt werden und dann zentral durch die Ausrichter bewertet werden. Version 1.8 Seite 12

13 Fachbereich Deutsch Selbstverständnis des Faches Das Fach Deutsch verfolgt die Ziele Sprach- und Medienkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und literarische Bildung zu vermitteln. Der Deutschunterricht des Gymnasiums Lehrte öffnet sich für die Bildungs- und Kulturlandschaft der Stadt Lehrte und der Landeshauptstadt Hannover z.b. mit regelmäßigen Bibliotheksbesuchen, Besuchen von Theateraufführungen, Teilnahme an Theaterworkshops, Kinoprojekten und der Organisation von und Beteiligung an Dichterlesungen. Inhaltliche Zielsetzung Um den Schülern das Hereinwachsen in die Gesellschaft als kritische, analytische und sprachlich sichere Teilhaber zu ermöglichen, soll der Deutschunterricht an unserer Schule insbesondere die Persönlichkeitsweiterentwicklung und -entfaltung ermöglichen, einen Beitrag zur Eigenständigkeit darstellen und die Kreativität der Schüler fördern. Auseinandersetzung mit modernen Medien wie z.b. Internet, Fernsehprogrammen, Handykommunikation Methodische Ausrichtung gezieltes Methodenlernen und anwenden (entsprechend dem Methodencurriculum) als wichtiger Baustein des Unterrichts Förderung rhetorischer Fähigkeiten (Vorlesewettbewerb) Befragung von Zeitzeugen aus den Bereichen Geschichte, Politik, Literatur Bewerbungstraining, Präsentationstechniken Kommunikations- und Diskussionstraining In Planung: Entwicklung Konzeptes zur Medienkompetenz (z.b. Filmanalyse) Entwicklung eines Internet- und PC-Curriculums Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Schülerzeitung Wir regelmäßige Teilnahme an Schreibwettbewerben (FAZ, HAZ, Literaturwochen) regelmäßige Autorenlesungen Theater- und Kinobesuche Version 1.8 Seite 13

14 Fachbereich Französisch Selbstverständnis des Faches Fremdsprachenkenntnisse besonders der europäischen Sprachen gehören unter den Bedingungen der heutigen Lebenswelt zur allgemeinen Grundbildung (öffnen private und berufliche Perspektiven.) Durch die Internationalisierung der Welt und den fortschreitenden Verständigungsprozess in Europa ist es für junge Menschen zunehmend wichtig, möglichst zwei Fremdsprachen zu beherrschen (Prinzip der Mehrsprachigkeit). Französisch als Weltsprache trägt in Zeiten der Globalisierung und zunehmenden Mobilität dazu bei, die Chancen beruflicher Ausbildung und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt unserer Schülerinnen zu erhöhen. Inhaltliche Zielsetzung Mit dem Erlernen der französischen Sprache werden die SchülerInnen in einen Kulturkreis eingeführt, der mit seiner Geschichte, Literatur, Kunst und Philosophie die europäischen Nachbarländer nachhaltig beeinflusst hat. Der Französischunterricht trägt somit zu einer Orientierung der SchülerInnen in ihrem gesellschaftlichen Kontext bei. In der Unter- und Mittelstufe sind die inhaltlichen Schwerpunkte durch die eingeführten Lehrwerke festgelegt und können durch zusätzliche Lektüren, Filme, etc. ergänzt werden. Die Schwerpunkte des Unterrichts liegen dabei in der Vermittlung der grundlegenden Sprachkenntnisse, die in alltäglichen Kommunikationssituationen mit unterschiedlichen Methoden (z. B. Rollenspiele, Dialoge, Präsentationen) eingeübt werden. In der Oberstufe werden die Themen gemäß den Rahmenrichtlinien und den inhaltlichen Schwerpunkten für die Abiturprüfungen ausgewählt und durch aktuelle Texte (z. B. Presse, Internet) ergänzt. Daraus ergeben sich für den Französischunterricht als oberste Ziele: Freude zu wecken am Umgang mit Sprache sowie Sprach- und Handlungskompetenz zu erwerben und zu trainieren. Ebenso gilt es, Interesse und Verständnis gegenüber der französischen Sprache und Kultur sowie den Lebensgewohnheiten Frankreichs und der frankophonen Länder zu entwickeln. Methodische Ausrichtung Zentraler Aspekt des Spracherwerbs ist das Erlernen verschiedener Schlüsselqualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Methodenkompetenz. Diese werden durch handlungsorientierte Übungen wie Hör- und Leseverstehen, Lesen und Schreiben eingeübt. Verstärkt wird darauf Wert gelegt, dass das Gelernte unmittelbar durch Interaktion im Unterricht umgesetzt und angewendet wird. Die bevorzugten Arbeitsformen sind Partner- und Gruppenarbeit, die gleichzeitig die Fähigkeit zur Teamarbeit fördern und die SchülerInnen zu einer Offenheit gegenüber Sprache und Mitmenschen anhalten. Version 1.8 Seite 14

15 Die im Französischunterricht als zweiter Fremdsprache erworbenen methodischen Kompetenzen erleichtern den SchülerInnen das Erlernen weiterer Fremdsprachen, besonders der romanischen wie z. B. Spanisch oder Italienisch. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Die Lehrwerksarbeit im Französischunterricht wird durch verschiedene Projekte ergänzt, so z. B. Theateraufführungen oder Filmveranstaltungen wie Cinéfête, die jährlich u. a. in Hannover stattfindet. Zu den besonderen Schwerpunkten des Französischunterrichts zählt der Schüleraustausch mit dem Lycée Flaubert in Rouen, der seit über 30 Jahren stattfindet. Da der Austausch eine echte Begegnung mit der Zielsprache und -kultur ermöglicht, wird ihm für den Spracherwerb und für die Motivation eine große Bedeutung beigemessen. Er findet statt als zweiwöchiger Austausch in Klasse 9 bzw. 10 mit der classe européenne ( die französischen SchülerInnen lernen Deutsch als Fremdsprache und werden in Sachfächern in der Fremdsprache unterrichtet) individueller Austausch mit der AbiBac-Klasse (die französischen SchülerInnen legen ein zweisprachiges Abitur ab) in Klasse 9 und 10 gemeinsames Seminar mit SchülerInnen der Kursstufe und der classe préparatoire (die französischen SchülerInnen bereiten sich gezielt auf ein Hochschulstudium vor). Des Weiteren werden die SchülerInnen auf die DELF-Prüfungen (Diplôme d études en langue française) vorbereitet. Dies geschieht im Klassenunterricht und in einer möglichst zweistündigen Arbeitsgemeinschaft. Ebenso werden die SchülerInnen alljährlich dazu ermuntert, am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilzunehmen. Die Zusammenarbeit mit Fremdsprachenassistenten wird ausdrücklich begrüßt. Version 1.8 Seite 15

16 Fachbereich Latein Selbstverständnis des Faches Wozu Latein heute? Als einem zentralen Fach europäischer Kulturtradition (Latein als Basissprache Europas ) und damit kontinentaler Identität kommt dem Lateinischen im Fächerkanon des Gymnasiums heute nach wie vor große Bedeutung zu. Jeder lateinische Originaltext eröffnet den Lernenden auf literarischem Niveau einen Zugang zu vier zentralen Inhaltsbereichen des Faches gleichzeitig: 1. Sprache 2. Literatur 3. Gesellschaft, Staat, Geschichte, Politik 4. Grundfragen menschlicher Existenz Inhaltliche Zielsetzung und methodische Ausrichtung Das Übersetzen als spezifische Arbeitsform des Lateinunterrichts (LU) Im Mittelpunkt der Arbeit steht von der ersten Unterrichtsstunde an das Übersetzen lateinischer Texte ins Deutsche. Hierin unterscheidet sich der LU von allen Fächern des Gymnasiums, insbesondere auch von den modernen Fremdsprachen. Das Übersetzen ist ein komplexer, anspruchvoller Vorgang von höchstem Bildungswert. Dabei fordert es zunächst von den Lernenden die Bereitschaft und Fähigkeit zum Erkennen von sprachlichen Formen und Strukturen genauen Hinsehen Analysieren und Kombinieren Einfühlen in Sprechsituationen und kontextuale Zusammenhänge Im Anschluss daran wird von den Schülerinnen und Schülern die angemessene, d.h. alle sprachlichen und inhaltlichen Aspekte der Vorlage berücksichtigende und diese in der Muttersprache möglichst gewandt und kreativ nachformende Übersetzung verlangt. Die durchweg literarische Durchformung der Originaltexte begründet den hohen Anspruch und singulären Bildungswert dieses Vorgangs. Der LU will mit seinen Inhalten, Arbeitsweisen und Anforderungen überfachlich wirksame und gesellschaftlich bedeutsame Schlüsselqualifikationen vermitteln, die sich wie folgt benennen lassen: Sprachbewusstsein und Lesefähigkeit Förderung der muttersprachlichen Kompetenz Version 1.8 Seite 16

17 Konzentrations- und Analysefähigkeit Geduld, Durchhaltevermögen, geistige Beweglichkeit historisches Bewusstsein interkulturelle Kompetenz und Wertebewusstsein Fremdsprachenkompetenz sprachliches Qualitätsbewusstsein Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs sind bemüht, die Vielfalt und Lebendigkeit der antiken Kultur den Schülerinnen und Schülern ihrer Klassen, aber auch einer breiteren Schulöffentlichkeit nahe zu bringen und erlebbar zu machen. Dabei dienen z.b. kleine Spielszenen in lateinischer Sprache und Unterrichtsprojekte zum römischen Alltagsleben (Wohnen, Kleidung, Essen und Trinken, Architektur, Handel und Verkehr, Politik und Religion) nicht nur der Auflockerung des Unterrichts, sondern werden mit ihrer Zielsetzung im Praktischen und Kreativen als didaktisch und methodisch wichtige, handlungsorientierte Ergänzungen verstanden. Diesem Ansatz folgen wir auch mit dem Angebot von Museums- und Ausstellungsbesuchen, die zumeist als Tagesexkursionen durchgeführt werden, sowie unseren mehrtägigen Klassen- und Studienfahrten zu Zielen der Germania Romana. Version 1.8 Seite 17

18 Fachbereich Spanisch Selbstverständnis des Faches Spanisch Das Fach Spanisch wird an unserer Schule seit einigen Jahren als zusätzliches Sprachenangebot in Form einer Arbeitsgemeinschaft unterrichtet. Damit tragen wir der erhöhten Nachfrage am Erlernen der Weltsprache Spanisch Rechnung. Vor allem aber entspricht dies dem Prinzip der Mehrsprachigkeit, das eine Antwort auf die Internationalisierung der heutigen Lebenswelt ist, in der Sprache und Dialogfähigkeit eine eminent wichtige Rolle spielen. Inhaltliche Zielsetzung Das Erlernen der spanischen Sprache ermöglicht Einblicke in fremde Welten, öffnet den Blick für gemeinsame Traditionen und trägt dazu bei, Diskurs- und Handlungskompetenz in Hinblick auf das zusammenwachsende Europa zu entwickeln. Ziel ist es, eine aufgeschlossene Haltung gegenüber anderen Kulturen zu entwickeln und eigene Standpunkte zu finden, was zugleich auch die moralische Urteilsfähigkeit schult. In Bezug auf Spanien heißt das, mittels der ausgewählten landeskundlichen oder literarischen Texte (im Sinne des umfassenden Textbegriffes sind damit auch Filme, Fernsehen, etc. gemeint) das Land Spanien in seiner kulturellen Vielfalt zu entdecken, das heißt aber auch, gängige Klischees über Spanien als Land des Massentourismus kritisch zu reflektieren. Die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Realität Lateinamerikas ermöglicht zugleich auch Einblicke in Probleme der sog. Dritten Welt. Da das Fach Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache unterrichtet wird, kommt dem Spracherwerb eine maßgebliche Bedeutung zu. Ziel ist es, dass sich die SchülerInnen in typischen Alltagssituationen mündlich und schriftlich ausdrücken können. Der Spanischunterricht wird in Arbeitsgemeinschaften ab Jahrgang 9 erteilt. Version 1.8 Seite 18

19 Fachbereich Geschichte Denken setzt Erinnern voraus. Selbstverständnis des Faches Die Auseinandersetzung mit Geschichte ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Verständnis der Gegenwart und der Bewältigung der Zukunft für das Individuum wie für die Gemeinschaft. Kritische Selbst- und Weltreflexion verlangt nach Weltoffenheit und Toleranz und eröffnet Perspektiven für individuelle und kollektive Handlungsmöglichkeiten. Inhaltliche Zielsetzung Die Schüler werden in die Lage versetzt, historische Zusammenhänge in ihrer strukturgeschichtlichen Bedeutung zu erkennen. Die eigene Eingebundenheit in gesellschaftliche Prozesse soll erfahrbar gemacht werden. Dabei geht der zugrunde gelegte Geschichtsbegriff weit über politische und wirtschaftliche Fragen hinaus. Um das Interesse an Geschichte zu wecken, muss dem Schüler der Zusammenhang seines eigenen Erlebens und der Geschichte deutlich gemacht werden. Geschichte erfahren heißt ihre Bedeutung zu begreifen. Methodische Ausrichtung Es ist unser vorrangiges Ziel, den Unterricht in diesem Sinne lebendig zu gestalten. Dabei hilft uns, dass das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek in unser Haus integriert sind. So ergeben sich immer wieder Gelegenheiten Beispiele aus der Lokal- und Regionalgeschichte in den Unterricht einzubinden. Einladung von Zeitzeugen und Experten sowie der Besuch außerschulischer Lernorte ergänzen den Unterricht. Projektorientiertes Arbeiten gehört zu einem festen Bestandteil des Unterrichts; fachübergreifende Zusammenarbeit wird dabei angestrebt. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Neben der Arbeit in geschichtlichen Arbeitsgemeinschaften und der regionalgeschichtlichen Forschung im Stadtarchiv bieten wir immer wieder Exkurse zu historischen Stätten im weiteren Umland von Hannover an. Auch die 7-tägige Studienfahrt, die an unserer Schule mit allen Schülern der Oberstufe durchgeführt wird, dient dem Erleben von Geschichte und wird, wenn möglich, in den entsprechenden Kursen vorbereitet. Version 1.8 Seite 19

20 Fachbereich Politik Selbstverständnis des Faches Zentrale Aufgabe des Faches Politik ist es, politisches und ökonomisches Grundwissen zu vermitteln, auf dessen Basis die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen entwickeln, sich in der Gesellschaft orientieren zu können.sie sollen deren Probleme kompetent beurteilen können und in der Lage sein, sich in öffentlichen Angelegenheiten zu engagieren. Leitbild ist der mündige Bürger in unserer demokratischen Gesellschaft. Inhaltliche Zielsetzung Zielsetzung ist die Entwicklung politischer Mündigkeit als Bedingung erfolgreicher politischer Partizipation, Erhaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Kultur und unseres demokratischen politischen Systems. Das Fach geht aus von einem umfassenden Politikbegriff, der die Politik im eigentlichen Sinne, wirtschaftliche Fragen und Probleme sowie Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens umfasst. In der Sekundarstufe I soll die Grundlage politischer und ökonomischer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die gymnasiale Oberstufe gelegt werden, in der Sekundarstufe II wird auf diesen Kenntnis vertiefend aufgebaut. Hinzu kommt die Beschäftigung mit den Problemen der "Einen Welt", in der wir leben. Wichtig ist es uns auch, einen konkreten Bezug zu der Arbeitswelt herzustellen, da wichtige Erfahrungen auch für das Fach Politik nur in außerschulischen Orten zu gewinnen sind. Dabei hat sich die Kooperation mit den "Rotariern" als sehr hilfreich erwiesen. Auch mit ortsansässigen Unternehmen gibt es Verbindungen, die weiter ausgebaut werden. Methodische Ausrichtung Die Schüler sollen in der Lage sein, sich selbstständig zu aktuellen Fragen der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft zu orientieren. Im Fach Politik analysieren Schülerinnen und Schüler politische und ökonomische Phänomene mit Hilfe fachspezifischer Methoden und wenden fachspezifische Arbeitstechniken an Dazu gehören insbesondere Beschaffung, Aufbereitung und Analyse von Informationen aus konventionellen und elektronischen Quellen, Analyse und Interpretation von Tabellen, Diagrammen, Schaubildern, Karikaturen und Plakaten, Systematischer Vergleich von Positionen und Programmen, Visualisierung von Organisationsstrukturen und Handlungsabläufen durch Organigramme und Flussdiagramme, Untersuchen bestimmter Fragestellungen mit Hilfe von Meinungsumfragen, Betriebs- und Institutionserkundungen oder Expertenbefragungen. Wissen über Politik ist kein Selbstzweck, sondern ist ausgerichtet auf die Entwicklung von Kompetenzen im Bereich der politischen Urteilsfähigkeit und politischen Handlungsfähigkeit. Version 1.8 Seite 20

21 Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Jedes Jahr findet für einen Teil der Schüler der Oberstufe das Planspiel POLIS der Bundeswehr zu sicherheitspolitischen Fragen statt. Schüler agieren dabei als internationale Politiker, die wirtschaftliche und militärische Konflikte zu lösen und ggf. zu vermeiden haben. Jährliche Teilnahme an einem deutsch-polnischen Seminar in Schloss Wendgräben (Konrad- Adenauer-Stiftung) mit dem thematischen Schwerpunkt Aspekte der europäischen Integration. Regelmäßige Teilnahme an einem Projekt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Förderung des politischen Engagements Jugendlicher. Nach Maßgabe der sich bietenden Gelegenheiten Besuche von politischen Einrichtungen in der Landeshauptstadt Hannover (Landtag) und Bundeshauptstadt Berlin (Bundestag, Bundesrat, Vertretung Niedersachsens). Version 1.8 Seite 21

22 Fachbereich Erdkunde Selbstverständnis des Faches Das Fach Erdkunde weist eine Brückenfunktion zwischen den natur-, gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Fächern auf und stellt ein unverzichtbares Orientierungs- und Handlungswissen für den Unterricht in diesen Fächern bereit. Geographisches Verständnis ist heutzutage wichtiger und geographischer Analphabetismus gefährlicher als je zuvor. Eine Gesellschaft, die keine Ahnung vom Raum hat, in dem sie sich bewegt, tappt im globalen Dorf fast noch dümmer herum als eine, die nicht lesen und schreiben kann. (Quelle: Wirtschaftswoche, ) Inhaltliche Zielsetzung Ziel des Erdkundeunterrichts ist es, die gegenseitige Abhängigkeit der Faktoren, die einen Raum prägen, zu verdeutlichen und die Schüler durch die Vermittlung von Raumkenntnis Raumwahrnehmung Raumbewertung und Raumbewusstsein zu verantwortungsvollem Handeln zu erziehen und sie damit zu befähigen, ihren unmittelbaren Lebensraum mitzugestalten und bereits vorhandene Gestaltungen zu bewerten. Methodische Ausrichtung Erdkundeunterricht ist im besonderen Maße geeignet durch intensive Vermittlung von Methodenkompetenz (Statistiken, Karten, moderne Medien ) einen Beitrag zu den heutigen beruflichen Anforderungen zu leisten. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Jährliche Teilnahme am Wettbewerb Geographie Wissen. Raumbegegnungen außerhalb des Klassenzimmers finden regelmäßig statt. Version 1.8 Seite 22

23 Fachbereiche Evangelische und Katholische Religion Selbstverständnis des Faches und inhaltliche Zielsetzung Der Religionsunterricht (RU) setzt sich zum Ziel, den Menschen in seiner ganzen Person wahrzunehmen und zu fördern. Im RU soll den Schüler/innen kulturelle Kompetenz vermittelt werden, die es ihnen ermöglicht, zentrale Symbole unserer christlich-abendländischen Tradition zu entschlüsseln und so ihre religiösen Wurzeln zu entdecken. Insofern wird durch den RU ein kultureller Orientierungsrahmen gegeben, der der eigenen Standortbestimmung dient, dabei aber auch zugleich eine Basis schafft, um fremde Kulturen in ihrer Andersartigkeit wahrzunehmen und zu verstehen. Der RU will die Schüler/innen in ihrem Prozess der Identitätsfindung und Subjektwerdung unterstützen und Deutungen von Mensch und Welt im Licht des Evangeliums zu Orientierungswissen werden lassen. Der RU bietet den notwendigen Freiraum, um über existentielle Fragen nachzudenken, die eigenen religiösen Erfahrungen sowie die gesellschaftliche Wirklichkeit kritisch zu hinterfragen. Insofern trägt der RU dazu bei, gegen den Strom zu denken. Der RU ist ökumenisch ausgerichtet, möchte aber gleichzeitig das Verständnis für konfessionelle Ausprägungsformen des Christentums fördern. Methodische Ausrichtung Der RU leistet einen Beitrag... 1) zur Mitgestaltung des Schullebens durch einen Schulgottesdienst im Advent, Andachten am Reformationstag, am Buß- und Bettag und zum Abitur Begegnung mit Menschen aus Südafrika 2) zur Eröffnung von Bildungsprozessen an außerschulischen Lernorten Version 1.8 Seite 23

24 Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten 1) Kooperation mit anderen Fächern initiieren und vertiefen Geschichte: Klasse 8 - Reformation Klasse 10 - Nationalsozialismus Biologie/ WuN: Klasse 8 - Drogen Biologie: Klasse 10 - Gentechnik Jahrgang 12 - Gentechnik Kunst: Jahrgang Christologie Erdkunde: Klasse 9/10 - Ökumene, Weltreligionen Physik: Jahrgang 12 - Naturwissenschaft und Glauben 2) Lernen außerhalb der Schule ermöglichen, z. B. durch den Besuch folgender Institutionen Klasse 5/6 Klasse 7/8 Kirchenpädagogische Erkundung Lehrte Synagoge Hannover Moschee Lehrte Diakonische Einrichtung Klasse 10/11 Buddhistisches Kloster Hannover Diakonische Einrichtung Friedhof Lehrte Gedenkstätte Ahlem 4) Methodenkompetenz erwerben Fachspezifische methodische Standards am Beginn der Oberstufe (Methodenreader) Mitarbeit bei der Erarbeitung eines allgemeinen Methodencurriculums in Absprache mit anderen Fächern Version 1.8 Seite 24

25 Fachbereich Werte und Normen Selbstverständnis und inhaltliche Zielsetzung des Faches Anders als die meisten anderen hat das Fach Werte und Normen primär die Aufgabe, die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und ist weniger auf kognitive Lernziele und Ergebnisorientierung ausgerichtet. Wie im Fach Religion sollen ethische Urteilsfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft durch Auseinandersetzung mit den vielfältigen Dimensionen von Handlungs- und Wertfragen sowie mit religiös und weltanschaulich begründeten Sinnentwürfen entwickelt und gestärkt werden, hier jedoch ohne irgendeine weltanschauliche Bindung. Obwohl Jugendliche in dieser entscheidenden Entwicklungsphase einer immer komplexeren Umwelt ausgesetzt sind, fehlen oft stabile Bezugsmuster. Die Erlebniswelt wird zudem stark von der virtuellen Welt der Medien beeinflusst, was leicht zu weiterer Diffusion führt. Vermittelte Wertvorstellungen und Normen sind unterschiedlich oder widersprechen sich sogar. Es ist daher sehr wichtig, dem im Unterricht etwas entgegenzusetzen, indem durch die gemeinsame Auseinandersetzung Realität reflektiert wird, Standpunkte, Einstellungen und Perspektiven formuliert und überprüft werden. Methodische Ausrichtung Offenheit und Flexibilität sind im Unterricht vorrangig, so dass die Auswahl von konkreten Themen und Methoden sich an den Bedürfnissen der Schüler orientieren kann, nach Möglichkeit diese sogar daran beteiligt werden, um unmittelbares Interesse an der Unterrichtsarbeit zu erzielen. Da der Unterricht des Faches Werte und Normen vom Diskurs lebt, ist Partner- und besonders Gruppenarbeit eine zentrale Arbeitsweise im Unterricht, da kleinere Gesprächskreise die Beteiligung vieler Schüler und die Intensität des Austausches eher ermöglichen. Nach Möglichkeit werden darüber hinaus vielfältige handlungsorientierte Methoden eingesetzt, um die Schüleraktivität zu erhöhen und die Selbstbestimmung zu fördern (vgl. hierzu Prinzipien und Materialien von Lions Quest). In diesem Rahmen bieten sich auch Projektarbeit und fächerübergreifender Unterricht an, wobei hier Anknüpfungen an fast alle Fachbereiche denkbar sind. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Die Einbeziehung außerschulischer Lernorte (wie z.b. Gotteshäuser, Museen, Beratungsstellen, Kino, Theater, etc.) sowie die Einladung von Experten (wie z.b. Drogenberater, Vertreter von Organisationen wie Kinderschutzbund, amnesty etc.) werden bei der Organisation des Unterrichts ebenfalls berücksichtigt, um ganzheitliches Lernen zu realisieren. Version 1.8 Seite 25

26 Fachbereich Mathematik Selbstverständnis des Faches Die Mathematik ist untrennbar mit der Entstehung und Entwicklung unserer heutigen zivilisatorischen Welt verbunden und daher Grundsäule der allgemeinen Schulbildung. Mathematisches Denken hat zu jeder Zeit zur Lösung gesellschaftlicher Fragestellungen beigetragen. Über praktische Lösungen hinaus fasziniert die Mathematik durch Entwicklung theoretischer Denkmodelle. Beide Ansätze, das Lösen konkreter Probleme und eine Betrachtung um ihrer selbst willen, sollen im Unterricht verfolgt werden. Inhaltliche Zielsetzung Es werden insbesondere die folgenden übergeordneten Ziele angestrebt: Entwicklung einer konstruktiven Arbeitshaltung (Konzentration, Ausdauer, Verlässlichkeit, Bereitschaft zu Anstrengung und Leistung) Eigene Grenzen und Grenzen der Mathematik kennen lernen Methodische Ausrichtung Es gibt zwei grundlegend verschiedene Auffassungen von Mathematik in der Schule, denen im Mathematikunterricht Rechung getragen werden soll: Mathematik als Produkt : Die Schüler erwerben fertig aufbereitetes mathematisches Wissen und mathematische Fertigkeiten. Mathematik als Prozess : Den Schülern soll Gelegenheit gegeben werden Mathematik selbst zu entdecken, so dass sie die gefundenen mathematischen Zusammenhänge und Lösungen als ihr Produkt empfinden. Bei dieser Auffassung steht das Einüben von Problemlösefertigkeiten im Vordergrund. Einen besonderen Stellenwert im Mathematikunterricht hat das Modellieren und Mathematisieren realer und realitätsnaher Problemstellungen und die Überprüfung gefundener mathematische Lösungen durch Rückbezug auf das reale Ausgangsproblem. Folgende moderne Technologien kommen als Hilfsmittel im Mathematikunterricht zum Einsatz: Dynamische Geometrie mit Euklid oder Geogebra am PC Tabellenkalkulation mit Excel am PC Mathematikunterricht mit dem graphikfähigen Taschenrechner TI-84 Plus von Texas Instruments ab Klasse 7 Arbeit mit dem Computeralgebrasystem Derive in der Oberstufe Version 1.8 Seite 26

27 Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Teilnahme an Mathematik-Olympiaden Teilnahme am europäischen Klassenwettbewerb Mathematik ohne Grenzen Mathematik-AG Schulinterne Wettbewerbe Version 1.8 Seite 27

28 Fachbereich Physik Selbstverständnis des Faches Physik: Eine grundlegende Wissenschaft Unter den Naturwissenschaften nimmt die Physik eine zentrale Stellung ein. Sie ist die Basis für viele naturwissenschaftliche Bereiche und für die moderne Technik. Die Nutzung physikalischer Forschungsergebnisse dient einerseits der Lösung von Zukunftsaufgaben, andererseits bringt eine solche Nutzung neue Probleme: Die mit Hilfe der Wissenschaften ausgeübte Herrschaft des Menschen ist fragwürdig geworden, die Gesellschaft muss sich immer wieder neu der Verantwortung für die Folgen der Nutzung technisch- wissenschaftlicher Entwicklungen bewusst sein und sie tragen. Die Physik bildet ein geschlossenes und weit reichendes Erklärungssystem für einen Teil unserer Welt. Die Methoden der Physik sind von großer Bedeutung und beispielhaft für die Frage, wie der Mensch Wirklichkeit erforschen und erkennen kann. Die Erfahrungen und Interessen vieler Kinder und Jugendlicher sind heute von Technik geprägt und durch die Medien vermittelt. Primäre Erfahrungen treten dagegen in den Hintergrund. Mehr als der Aufbau kontingenter und rasch wechselnder Wissensbestände entsprechen den heutigen Anforderungen Methodenkenntnis und -beherrschung der Naturwissenschaften. Inhaltliche Zielsetzung Physik: Ein Unterrichtsfach an unsere Schule Vor diesem Hintergrund kommt dem Schulfach Physik die Aufgabe zu, die Erfahrungen der Jugendlichen aufzugreifen und diese möglichst problemorientiert mit wissenschaftlichen Konzepten zu konfrontieren. Natürlich orientieren wir uns an der Wissenschaft, immer gerade aber soweit, wie es für die Jahrgangsstufe angemessen ist. Wir möchten neben der Vermittlung physikalischen Wissens die Kinder und Jugendlichen auch in den Denk- und Arbeitsweisen der Naturwissenschaften schulen. Dazu steht uns eine gut ausgestattete Physiksammlung zu Verfügung, so dass wir mit Schülerinnen und Schülern auf diese Weise grundlegende Phänomene und Zusammenhänge erschließen können. Gerade Schülerversuche fördern hier das naturwissenschaftliches Arbeiten, Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit und Ausdauer. In der Sekundarstufe II können wir uns tiefer in die physikalischen Theorien einarbeiten. Hier können wir auch moderne Physik verstehen, komplexere Experimente entwickeln und zum Teil auch als Schülerversuche durchführen. Neben experimentellen Methoden gewinnt auch wissenschaftsorientierte theoretische Physik zunehmend an Bedeutung. Durch die Verknüpfung der Physik mit anderen Wissenschaften erkennen wir Zusammenhänge und Unterschiede zu ihnen. Damit möchten wir unseren jungen Menschen eine zeitgemäße allgemein bildende Orientierung schaffen, die ihnen hilft eigenverantwortlich zu Entscheidungen zu kommen und sie auch auf ein mögliches naturwissenschaftliches Studium vorbereiten. Version 1.8 Seite 28

29 Methodische Ausrichtung Grundlegende Methoden eigenständiges Experimentieren anhand von Schülerexperimenten Beschreibung und Auswertung von Experimenten Anwendung mathematischer Methoden in der Physik Umgang mit physikalischen Quellen, insbesondere Textarbeit anhand der Texte in den Physikbüchern Exemplarisches Arbeiten Die PISA-Studie zeigt, dass im stärkeren Maße die Schülerinnen und Schüler problemorientiert Sachverhalte erschließen sollen. Dieses zeitaufwändige Verfahren soll exemplarisch an einigen Themen durchgeführt werden. Betonung fächerübergreifender Aspekte Sinnvoll ist zum Beispiel das gleichzeitige Unterrichten von Mathematik und Physik in einer Jahrgangsstufen, um die beiden Fächer stärker miteinander zu kombinieren (Bsp. Wechselstromlehre und trigonometrische Funktionen in Klasse 10, Ableitung und Momentangeschwindigkeit in Klasse 11). Aber auch zu anderen Fächern (Musik mit Musikinstrumente, Kunst mit Farbenlehre, Biologie mit dem Auge, Sport mit Mechanik, Latein mit Statik beim antiken Brückenbau, Geschichte mit dem Einsatz des industriellen Zeitalters) ist ein solcher Bezug sinnvoll und wünschenswert. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Teilnahme an physikalischen Wettbewerben: der Physikolympiade, der MNU-Wettbwerbe und Jugend forscht. Förderung von AGs Das Interesse einzelner Schüler ist besonders zu fördern. Nur über die Einrichtung solcher AGs ist es möglich, Schüler auf Wettbewerbe wie Jugend forscht vorzubereiten. Hier lernen sie, Versuche selbst zu entwickeln ihre Ergebnisse zu dokumentieren. Spezielles naturwissenschaftliches Methodentraining Wie werden Versuchsprotokolle erstellt? Wie bereitet man einen (Kurz-)Vortrag vor? (Einsatz von Projektor, Tafelbild, freies Sprechen...) Wie benutze ich das Internet um Informationen zu gewinnen? Wie arbeite ich mit dem Physikbuch? Version 1.8 Seite 29

30 Exkursionen in Physikinstitute der Uni Hannover und der TU Braunschweig ins Science Center Phaeno in Wolfsburg zur PTB in Braunschweig Mieten der von VW zur Verfügung gestellten Werkstatt zur Durchführung verschiedener Workshops Hochschultage an den Universitäten Hannover und Clausthal besuchen Teilnahme am Projekt Go for High Tech im Rahmen der Hannover- Messe Version 1.8 Seite 30

31 Fachbereich Chemie Selbstverständnis des Faches Die Chemie ist eine Naturwissenschaft, deren Ergebnisse und Anwendungen in weiten Bereichen der Technik, der Wissenschaft und des täglichen Lebens von großer Bedeutung sind. Ihre Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zum naturwissenschaftlichen Weltbild. Inhaltliche Zielsetzung Die Chemie untersucht und beschreibt die Zusammensetzung und den Aufbau der stofflichen Welt. Sie liefert Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten über die Eigenschaften und Umwandlungen sowie für die Herstellung und Entsorgung von Stoffen. Die Fachwissenschaft Chemie und ihre industriellen Anwendungen liefern wichtige Beiträge zur Lösung ökologischer, ökonomischer, medizinischer und sozialer Probleme der Gegenwart und der Zukunft. Die Vermittlung von Grundbegriffen sowie Denk- und Arbeitsweisen der Chemie fördern die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit in Bereichen wie zum Beispiel Energie- und Rohstoffversorgung, Rohstoffrückgewinnung, Ernährung, Gesundheit, Umweltschutz. Methodische Ausrichtung Beobachten von Phänomenen auf der Grundlage vorhandener Kenntnisse und Erfahrungen Erkennen eines Problems Aufstellen einer Hypothese zur Erklärung von Befunden oder Gesetzmäßigkeiten Experimentelles Überprüfen Entwickeln von Modellen und Theorien Unterrichtsergänzende und außerschulische Aktivitäten Exkursionen Teilnahme an Wettbewerben (Das ist Chemie; Chemieolympiade) Version 1.8 Seite 31

32 Fachbereich Biologie Selbstverständnis des Faches Die Biologie hat eine hohe gesellschaftliche und eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung. Die Bereiche Gentechnik, Biotechnik, Reproduktionsbiologie, Gesundheit, Ernährung und Umwelt stellen ein Bindeglied dar zwischen Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften auf der einen Seite sowie Naturwissenschaften und ihre technischen Anwendungen auf der anderen Seite. Der Mensch beeinflusst als Teil der Natur bewusst und unbewusst seine eigene und auch die nichtmenschliche Natur einschneidend. Daraus ergeben sich grundlegende ethische Fragestellungen. Inhaltliche Zielsetzung Der Biologieunterricht kann kein direktes Abbild der Fachsystematik darstellen, das würde den Rahmen des Unterrichts weit sprengen. Stoffauswahl und inhaltliche Schwerpunkte orientieren sich an den Grunderscheinungen des Lebendigen. Wissen wird nicht als bloße Kenntnis von Fakten verstanden, sondern immer funktional im Sinne der Anwendung von Kenntnissen. Es werden Kompetenzen gefordert, die fachlicher, naturwissenschaftlicher und allgemeiner Art sind. Junge Menschen müssen sich mehr denn je selbstständig orientieren, Sachverhalte erschließen, Erfahrungen über alle Sinne aufnehmen, bewerten sowie Verantwortung für sich und andere übernehmen. Methodische Ausrichtung Fachspezifische Kompetenzen biologische Phänomene beobachten, beschreiben,... und erklären, geeignete Arbeitstechniken und Methoden anwenden, komplexe und dynamische Systeme (Organismen, Ökosysteme) untersuchen, analysieren und Zusammenhänge erklären, Erkenntnisse anderer Naturwissenschaften nutzen, Denkweisen und Erkenntnisse der Gesellschafts-, Geistes- und anderer Wissenschaften einbeziehen. Naturwissenschaftliche Kompetenzen Experimente planen, durchführen,... auswerten, Fehlerbetrachtungen vornehmen, Hypothesen bilden und überprüfen, naturwissenschaftliche Modelle anwenden und deren Gültigkeitsbereiche prüfen, Sachverhalte mit Hilfe von Symbolen, Diagrammen, Skizzen,... veranschaulichen. Version 1.8 Seite 32

33 Allgemeine Kompetenzen Informationsquellen erschließen und nutzen, Texte analysieren und interpretieren, moderne Medien und Technologien nutzen, Probleme sachgerecht analysieren und Lösungsstrategien entwickeln. Unterrichtsergänzende und außerschulische Aktivitäten Zusammenarbeit mit dem Schulbiologiezentrum Hannover Kooperation mit Behörden und Industrie Waldeinsätze Zoo Hannover, MHH, TiHo, Landesmuseum Biolandhof Adolfshof Erfassung schulnaher Biotope, z.b. : Lehrter Stadtpark mit den verschiedenen Teichanlagen, die Zuckerfabrikteiche Exkursionen Version 1.8 Seite 33

34 Fachbereich Kunst Selbstverständnis des Faches Der Unterricht im Fach Kunst ist ästhetische Erziehung im visuellen Bereich. Er trägt zur Entfaltung der Persönlichkeit junger Menschen bei, indem er seine Ausdrucks- und Wahrnehmungsfähigkeiten ausbildet, sein Empfindungsvermögen erweitert, seine Kreativität fördert und Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im visuellen Bereich sowie Erfahrungen und Wertvorstellungen vermittelt. Inhaltliche Zielsetzung Um einem Missverständnis vorzubeugen Ziel des Kunstunterrichts kann und soll nicht sein der perfekte Umgang mit dem Zeichenstift. Gleichwohl bieten die praktisch-gestalterischen und die theoretisch-analytischen Auseinandersetzungen mit der Kunst, Bildhauerei, Architektur und moderner Medien ein hervorragendes Instrumentarium, um das eigentliche Ziel anzuvisieren: Die Kreativität, die schöpferische und phantasievolle Fähigkeit, im späteren Berufs- und Arbeitsleben Probleme zu lösen, zu forschen und alternativ zu denken mit dem Ziel, sich von starren Mustern zu lösen, und statt dessen originelle Lösungen zu entwickeln. Soziale, kommunikative und kreative Kompetenzen, verknüpft mit fachlichen Fähigkeiten und handwerklichen Fertigkeiten haben in der Vergangenheit doch eine Reihe von Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums dazu qualifiziert, künstlerische Berufe in den Bereichen Architektur, Design, Medienwissenschaften, Film oder auch Kunstpädagogik zu ergreifen. Methodische Ausrichtung Der Kunstunterricht fühlt sich verpflichtet der bewährten Tradition des kreativen künstlerischen Gestaltens in den Bereichen Malerei, Graphik und räumlich-plastisches Gestalten. Er öffnet sich gleichermaßen der neuen und modernen Welt der Datenverarbeitung im Film und Dokumentations- Design. Die praktische Arbeit wird sinnvoller Weise begleitet von theoretischen Analysen, Reflexionen und Interpretationen eines breit gefächerten visuellen Angebots. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Die öffentliche Präsentation der Arbeiten in kirchlichen und kommunalen Einrichtungen (Nikolaus- Kirche und Städtische Galerie) ist immer wieder Gegenstand unserer kunstpädagogischen Zielsetzung. Exkursionen Besuch von Museen Besichtigung architektonischer Sehenswürdigkeiten unter Einbindung der geschichtlichen Aspekte Version 1.8 Seite 34

35 Fachbereich Musik Selbstverständnis des Faches Das Fach Musik spielt im Schulleben des Gymnasiums Lehrte eine wichtige Rolle. Es wird ergänzt durch eine Reihe außerunterrichtlicher Aktivitäten, die die Wirkung des Faches in die Schulöffentlichkeit tragen und das Schuljahr in entscheidender Weise strukturieren. Schulchor, Kammerchor und Vorchor der und Klassen, die Big Band und ständige Präsenz der Bläserklassen zeigen in deutlicher Weise, dass die Schülerinnen und Schüler je nach Neigung ihre musikalischen Fähigkeiten einbringen können. Musik durchdringt somit das gesamte Schulleben. Zurzeit nehmen mehr als 200 Schülerinnen und Schüler an diesen Aktivitäten teil. Inhaltliche Zielsetzung Ziel des Musikunterricht ist es, die Schülerinnen und Schüler zur mündigen und kritischen Teilhabe am gesellschaftlichen Musikleben zu befähigen, sie sowohl in ihrer Motorik als auch in ihrer emotionalen Herangehensweise zu stärken und ihre musikalischen Fähigkeiten zu wecken und auszubauen. Zudem wird die auditive Wahrnehmung permanent gefördert und gefordert. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Wissens um die musikalische Sprache, kurz Musiktheorie genannt, schärfen die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit zur Verknüpfung logischer und komplexer Sachverhalte. Methodische Ausrichtung Durch eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden werden die oben genannten inhaltlichen Zielsetzungen erreicht. Durch eigenes Musizieren, beispielsweise Singen im Klassenverband, Spielen im Keyboard-Raum oder Boomwhacker-Ensembles werden sowohl motorische, affektive als auch kognitive Bereiche angesprochen und in besonderer Weise miteinander verknüpft. Die Auseinandersetzung mit dem Notenmaterial schärft die intellektuelle Herangehensweise, Bildbetrachtungen, Analyse von Quellentexten oder Musikerbiographien ermöglichen die historisch-gesellschaftliche Einordnung musikalischer Beispiele. Durch permanenten Einbezug von Tonträgern wird der Hörsinn sensibilisiert und systematisch erweitert. Auch das eigene Konsumverhalten wird dabei ständig überprüft und gegebenenfalls relativiert. Der Einbezug unterschiedlichster Materialien ermöglicht ein Eingehen auf unterschiedliche Lerntypen. Für Bläserklassen und bilingual geführte Klassen werden zusätzlich zu den Lehrbüchern spezielle Materialien verwendet. Partituren, Klavierauszüge, Libretti und Themenhefte sowie Liederbücher ergänzen die vielfältige Ausbildung im Fach Musik. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Der Musikunterricht wird durch eine Vielzahl außerunterrichtlicher Aktivitäten ergänzt: Opernhausbesuche Konzertbesuche verschiedenster Art Version 1.8 Seite 35

36 Exkursion: Orgelvorführung in der Kirche Organisierte Workshops und Konzerte (Polizeimusikkorps Niedersachsen) Auftritte der Bläserklassen und Arbeitsgemeinschaften während des Schuljahrs: Einschulungsfeier für die fünften Klassen, Altenheimkonzert, Adventsgottesdienst, HAZ-Weihnachtshilfenkonzert, Frühlingskonzert, Abiturgottesdienst, Abiturentlassungsfeier Bläserklassenkonzerte in der Weihnachtszeit, Auftritte an anderen Schulen zur Information oder freundschaftlichem Austausch, Infoabende im Forum, Auftritte zu unterschiedlichen Anlässen Jährlich stattfindende Musikprobentage zur Vorbereitung der Schulkonzerte Durch die Fächerkombination der einzelnen Lehrkräfte finden kleinere Projekte wie Ballade/Kunstlied, Politik/Musik oder englischsprachige Musicals insbesondere im bilingualen Musikunterricht in regelmäßigen Abständen statt. Version 1.8 Seite 36

37 Fachbereich Darstellendes Spiel Selbstverständnis des Faches Das Fach ermöglicht in besonderer Weise mitzuwirken beim Aufbau von in unserer Wissensgesellschaft immer wichtiger werdender Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Reflexionsfähigkeit, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit. Die Fächer des künstlerischen Bereichs verstehen sich nicht als Konkurrenten im Sinne eines Verdrängungswettbewerbs, sondern sprechen sich für Zusammenarbeit aus: Gegenseitige Unterstützung (z.b. bei Beleuchtung, künstlerische Gestaltung des Bühnenraums, Dokumentation, Theater und Musik und Tanz) sowie auch einzelne gemeinsame Veranstaltungen. Inhaltliche Zielsetzung In erster Linie steht der Mensch selbst im Prozess der Bearbeitung: Jeder arbeitet an seiner Körperhaltung, seinem Ausdruck, seiner Mimik und Gestik, seiner Sprache und Sprechtechnik. Die Spielenden bringen sich selbst ein mit ihren Vorstellungen und Grenzen, können diese überprüfen und verschieben. Jeder muss sich ständig in Bezug zu Anderen setzen, sich an den Sichtweisen der Anderen überprüfen. Arbeitsteilung und schöpferische Arbeit sind unumgänglich. Darüber hinaus werden Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit gefördert. Methodische Ausrichtung Theaterarbeit bietet ein Gegengewicht zum eher theoretischen Lernansatz anderer Fächer. Es ermöglicht die kreative Auseinandersetzung mit Kunst, einen wechselseitigen Dialog und Zugang zu unserer Kultur und ihrer Tradition: Zusammenhang zwischen Denken und Handeln. Die Arbeit ist prozesshaft und hat Projektcharakter. Genauso wichtig wie die künstlerische Qualität der Präsentationen ist der Weg zu ihnen. Unterrichtsergänzende und außerunterrichtliche Aktivitäten Die Schüler besuchen regelmäßig Theateraufführungen insbesondere im Schauspiel Hannover sowie Nutzung des Angebots dieser Bühnen für Schulen. Version 1.8 Seite 37

38 Fachbereich Sport Selbstverständnis des Faches Sport stellt in der Schule in verschiedener Hinsicht ein Gegengewicht zum übrigen Unterricht dar, der in der Regel von Bewegungsarmut, kognitiver Beanspruchung, einseitigen Interaktionsformen und strengen Leistungsanforderungen geprägt ist. Die zunehmend mangelnde Bewegungserfahrung und die daraus resultierenden Ausdauer-, Haltungs- und Koordinationsschwächen der Schüler/innen kann im Schulsport zum Teil kompensiert werden. Mehr als in anderen Fächern können die Schüler/innen im Sportunterricht zur persönlichen Entfaltung und zur sozialen Verantwortung geführt werden. Inhaltliche Zielsetzung Folgende Inhaltsbereiche stecken das Spektrum des Sportunterrichts ab: Körperwahrnehmung und Ausprägung der Bewegungsfähigkeit Spielen entdecken und Nutzen von Spielräumen Leichtathletik Laufen, Springen, Werfen Schwimmen Bewegen im Wasser Turnen Bewegen an Geräten Gymnastik, Tanz Gestalten, Tanzen, Darstellen Sportspiele Spielen in Regelstrukturen Wintersport, Bootssport, Rollsport Sport begreifen und Wissen erwerben Das Kennenlernen eines möglichst großen Spektrums von Sportarten und Bewegungsmöglichkeiten kann und soll dazu beitragen, dass Schüler/innen auch über die Schulzeit hinaus einen Teil ihrer Freizeit mit Sport verbringen. Methodische Ausrichtung Der Sportunterricht erfolgt in den Klassen und AGs koedukativ. Wegen der divergierenden Entwicklung werden in den Jahrgängen 7 bis 10 Jungen und Mädchen parallel unterrichtet und in jeweils zwei Klassen zusammengefasst. Im Kurssystem der Oberstufe werden Schülerinnen und Schüler zusammen unterrichtet. Die Schüler/innen sollen vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln, eine Spezialisierung erfolgt erst ab Klasse 11. Version 1.8 Seite 38

39 Unterrichtsergänzende Aktivitäten Teilnahme an Jugend trainiert für Olympia Schwimmfest Bundesjugendspiele Spieletag Version 1.8 Seite 39

40 Methodencurriculum Jahrgang 5 (Das zuerst genannte Fach ist verantwortlich für die Einführung der Methode) Arbeits-/Kommunikationstechnik Fach Thema/Unterrichtseinheit Zeitrahmen Arbeitsplatzorganisation Klassenlehrer in den ersten drei Wochen Abfolge von Hausaufgaben Auswendig lernen/gedächnistechniken Engl. Vokabeln bis zu den Herbstferien Klassenarbeiten vorbereiten/selbstkontrolle M 1x1, Fachausdrücke Zeitmanagement D Gedichte B Gedächtnistechniken EK Topographie Deutschlands/Planeten Mappen-/Heftführung Bio/D bis zu den Herbstferien Seitengestaltung alle Arbeit mit der Bibliothek D Bibliotheksbesuch bis zu den Weihnachtsferien alle Arbeit mit Nachschlagewerken, EK Topographie Deutschlands/Gradnetz/Länder, Städte u. Flüsse Karten, Atlanten und Wörterbuch im Atlas nachschlagen D Arbeit mit dem Duden/Fremdwörterlexikon Rel Bibelarbeit Texte markieren Rel. Jesus Christus bis zu den Osterferien Schlüsselwörter suchen M Textaufgaben Randnotizen EK Nordseeküste, Landwirtschaft alle Mindmaps EK Nordseeküste nach den Osterferien Rel. Weltreligionen Engl. Vokabelmindmaps Protokoll schreiben - Formen - Sprache Phy Stromkreise 2. Halbjahr - - Aufbau Partnerarbeit D und Engl. Dialoge nach den Weihnachtsferien Chemie Experimente Version 1.8 Seite 40

41 Methodencurriculum Jahrgang 6 (Das zuerst genannte Fach ist verantwortlich für die Einführung der Methode) Arbeits-/Kommunikationstechnik Fach Thema/Unterrichtseinheit Zeitrahmen Schriftl. Zusammenfassen D Lesewettbewerb bis zu den Herbstferien Nacherzählen alle (impliziert Wiederholung von Texte markieren, Schlüsselwörter, Randnotizen) Lernkartei Engl. unregelmäßige Verben bis zu den Weihnachtsferien Lat./Franz. Diagramme/ Tabellen M Prozentrechnung bis zu den Osterferien EK Klimadiagramme alle Mindmaps auf erhöhtem Niveau Ge Ägypter, Griechen,Römer nach den Osterferien Mu Musikinstrumente alle Gruppenarbeit Mu Tanz über das ganze Schuljahr G Lernzirkel verteilt alle kleiner Computerführerschein alle Klassenweise im Laufe des Fächer Schuljahres Version 1.8 Seite 41

42 Methodencurriculum Jahrgang 7 (Das zuerst genannte Fach ist verantwortlich für die Einführung der Methode) Arbeits-/Kommunikationstechnik Fach Thema/Unterrichtseinheit Zeitrahmen Notizen machen: Geschichte Video- und Filmprotokolle: Was/Wie schreibt man mit? bis zu den Weihnachtsferien - Bei mündl. U. visuellen Vorgaben - 7 Stützen für Notizen Englisch Hörverstehensaufgaben: taking notes bis zu den Weihnachtsferien Sozialtraining Coach Erwerb von Sozialkompetenzen, z. B. wie wehre ich mich Januar/Februar gegen Mobbing? Referate: - Referatsvorbereitung Biologie Ernährung/Verdauung bis zu den Osterferien - Thema strukturieren - Quellenangaben Geschichte wichtige Persönlichkeiten bis zu den Sommerferien - Spickzettel - Visualisieren (Medien) alle Fächer freie (Kurz-) vorträge halten; Hausaufgaben, - Freie Rede 1-minute-talks; 2-Minutenreferate fortlaufend Wiederholung: Selbst-/Arbeitsorganisation Klassenleitung Zeitmanagement; Selbstkontrolle; Organisation des Arbetsplatzes; Ordnung; Arbeitshaltung 2. Halbjahr Version 1.8 Seite 42

43 Methodencurriculum Jahrgang 8 (Das zuerst genannte Fach ist verantwortlich für die Einführung der Methode) Arbeits-/Kommunikationstechnik Fach Thema/Unterrichtseinheit Zeitrahmen Selbstüberprüfung: -eigene Schulleistungen Rel. Erwachsen werden: Lion s Quest Beginn des Schuljahres Stärken/Schwächen Erkennen der eigenen Stärken/Schwächen -Hilfen/Strategien zur Verbesserung WuN Verantwortung für das eigene Leben übernehmen der Schulleistungen Leistung als Dienst am Nächsten begreifen Lebensziele setzen Lesen und Verstehen: Deutsch Pflichtlektüre (u.u. Wilhelm Tell) bis zu den Herbstferien - Wdh./Vertiefung : sinnentnehmendes Lesen - 5-Gang-Lesetechnik alle durchgehend durchs Schuljahr Präsentationsmethoden: bis Weihnachten -Maßtabellen/Diagramme Phy Elektrizitätslehre; Ohm sches Gesetz Herbst bis Weihnachten -selbstständig recherchieren Ek Umweltprobleme i. d. näheren Umgebung, bis zu den Osterferien Naturschutz/Klimawandel -Präsentationen halten/reflektieren En am. Nationalparks/Bundesstaaten 1. Halbjahr (Expertengruppe, Plakatgestaltung Rollenspiel) Sozialtraining: KL soziales Lernen, Kooperation nach dem Halbjahreszeugnis Gruppendruck- Nein - sagen Version 1.8 Seite 43

44 Methodencurriculum Jahrgang 9 (Das zuerst genannte Fach ist verantwortlich für die Einführung der Methode) Arbeits-/Kommunikationstechnik Fach Thema/Unterrichtseinheit Zeitrahmen Lernplanung/Lernwege/Strategien/Lernregeln: - die 2 Seiten des Gehirns KL Klassenlehrerstunden am 1./2. Schultag zu Beginn - dem Vergessen entgegen - Anlegen einer Methodenmappe - auswendig lernen mit System - Lernregeln erschließen Wiederholung/Vertiefung Präsentationen halten: - Kurzpräsentationen halten, diese reflektieren D Bücher vorstellen während des - 10 goldene Regeln für eine gute Präsentation danach alle jeder Schüler hält eine Präsentation pro Jahr Schuljahrs - Informationen aus Nachschlagewerken ziehen - Diese strukturieren; Folien und Bilder in einen freien Vortrag einbeziehen Pro Contra Debatte (Streitgespräch) D aktuelles Thema: (Sucht/Disco.) alle Kooperative Lernformen: - A B Methode - Ausstellung (Exhibition) - Fishbowl - Expertenrunde - Partner check Version 1.8 Seite 44

45 Sozialtraining Beitrag zu Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen in Schulen (RdErl. d. MK v s. SVBl 3/2005) Das vorliegende Konzept geht davon aus, dass es im Sinne einer Verbesserung des Schulklimas notwendig ist, ein verbindliches Training, aufsteigend ab Jahrgang 5, zur Förderung des Sozialverhaltens durchzuführen. Schule ist zunehmend nicht nur mit der Förderung des einzelnen und der Stärkung der individuellen Persönlichkeitsentwicklung betraut, sondern vor allem auch mit den Aufgaben der Gestaltung von sozialen Beziehungen und der Integration von SchülerInnen unterschiedlicher sozialer (ebenso ethnischer und religiöser) Hintergründe konfrontiert. Deshalb ist es uns wichtig, Unterrichtsprojekte zur Stärkung der Sozialkompetenz und des Klassenklimas anzubieten und dies in den Fokus des Schulalltags zu rücken. Unsere Zielsetzung: Mit dem Ziel, Konflikte produktiv zu lösen und im Umgang miteinander auf mehr Achtsamkeit und Anerkennung hinzuwirken, wollen wir die SchülerInnen stärken und ihre Konfliktfähigkeit trainieren. Dies geschieht aufbauend auf das in den Kindertagesstätten und demnächst in den Lehrter Grundschulen flächendeckend eingeführte Programm faustlos. Dabei beziehen wir uns auf das Programm mächtig gewaltig, eingeführt an unserer Schule von Tina Wellmann, und vor allem auf das Konzept Erwachsen werden von Lions Quest. Folgende Aspekte stehen dabei im Vordergrund: Vielfalt und Unterschiede der Persönlichkeiten in der Klasse wahrnehmen und schätzen lernen Von bzw. mit anderen Kindern und Jugendlichen lernen Stärkung des Selbstwertgefühls der einzelnen Persönlichkeiten Wir-Gefühl der Klasse stärken Verbindlichkeit / Regeln für ein gutes Miteinander entdecken und bekräftigen Unser Konzept: Version 1.8 Seite 45

46 Was? Schwerpunkt Wer? Wann? Klasse 5 zweitägiges Training Sensibilisierung, Kooperation, Team Beratungslehrer im Klassenverband zu Beginn des Schul- Klassenregeln, Klassengemeinschaft + KlassenlehrerIn jahres Programm mächtig gewaltig November (nach T. Wellmann) und 2-stündige AG 14- tägig nach Lions-Quest : Erwachsen werden Klassen- oder FachlehrerIn Klasse 6 eintägiges Programm Stärkung des Selbstvertrauens, Empathie, mit Gefühlen umgehen KlassenlehrerIn nach Lions-Quest: Erwachsen werden Terminvorschlag: Februar Klasse 7 zweitägiges Training Konflikttraining, gegen Gerüchte und Ausgrenzungen Trainerin und Theaterpädagogin T. Wellmann + KlassenlehrerIn Programm mächtig gewaltig (T. Wellmann) Januar/Februar Klasse 8 eintägiges Programm Soziales Lernen, Kooperation, KlassenlehrerIn Gruppendruck Nein -Sagen Terminvorschlag: Februar + 2 Unterrichtsstunden Information durch die Lions-Quest: Erwachsen werden Polizei Strafmündigkeit (Stand: Mai 2008) Version 1.8 Seite 46

47 Planung für das Konzept: Schule Ausbildung Studium am Gymnasium Lehrte Chancen rechtzeitig ergreifen Bereits in der Schule werden die Weichen gestellt, die für den späteren Berufsweg entscheidend sind (zielgerichtete Vertiefung der Interessen durch die Fächerwahl für bestimmte Leistungskurse / Entwicklung des persönlichen Profils). Der Übergang von der Schule in eine Ausbildung und / oder ein Studium ist aber zu bedeutend, als dass man ihn auf die leichte Schulter nehmen sollte. Neue Studien aus den Jahren 2005/2006 zeigen, dass ein guter Schulabschluss für eine (Fest-) Einstellung bzw. für eine bestimmte Studienwahl allein nicht mehr ausreicht. Neben exzellenten Noten sind vor allem Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit sowie das gesamte Profil eines Menschen entscheidend. Ein weiterer Aspekt ist, dass es in unserer heutigen innovativen, schnelllebigen Zeit immer schwieriger wird, Zukunftsprognosen für die Entwicklung der Beschäftigung in Deutschland zu formulieren. Zurzeit stehen über 370 Ausbildungsberufe allein im dualen (Bereich) System zur Verfügung und die deutschen Universitäten bieten über 1000 verschiedene Studien-fächer an. Die weltweite Vernetzung macht eine qualitative Ausbildung in Zukunft unabdingbar. Insofern muss Ziel dieses Konzeptes sein: - die Ausbildung der natürlichen Fähigkeiten, individuellen Persönlichkeitsmerkmale, speziellen Interessen und ungewöhnlichen Begabungen gezielt zu fördern - das Erlernen von Schlüsselqualifikationen wie Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und fachliche Qualifikationen zu forcieren - die Kompetenzverbesserung der Schüler in der Berufs- und Studienwahlorientierung bzw. Ausbildungsfähigkeit zu optimieren, damit die Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn kompetente Entscheidungen treffen, ihre individuellen Fähigkeiten und Begabungen entsprechend nutzen und somit Fehlentscheidungen in der Berufswahl sowie Studienabbrüche vermeiden können. Eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, dem Förderverein des Gymnasiums wie auch dem Verein der Ehemaligen sind weitere Bausteine dieser Konzeption. Version 1.8 Seite 47

48 Das hier vorgestellte Konzept ist nicht als fertiger und abschließender Entwurf zu verstehen, vielmehr wird es einem beständigen Evaluationsprozess unterworfen sein. Das individuelle Persönlichkeitsprofil In der Unterstufe erfahren/lernen die Schüler erste Schlüsselqualifikationen die sie auch zum Teil schon anwenden; sie engagieren sich in bestimmten Klassenämtern (u.a. Klassenbuchamt, Schülervertretung, AG-Helfer). Schon hier können die SS klassenübergreifend ihre Erfahrungen austauschen und koordinieren (Mitarbeit in der SV). Das Einsetzen von Schülerpaten, Schülerlotsen, 1. Hilfe-Helfer stärkt nicht nur das Vertrauensbewusstsein untereinander, trainiert entsprechende Handlungskompetenzen sondern prägt zugleich durch das Schulprofil im Allgemeinen. In den Klassenstufen 7-10 wurden die SS systematisch in die Welt der Ökonomie eingeführt. Engagierte Schüler gründen eine eigene Firma. Zunächst im Junior-Kompakt-Programm; dann als Klasse 9 aufsteigend, im Junior-Projekt. Parallel dazu wurden Betriebsbesichtigungen/Betriebserkundungen vorgenommen, so dass bestimmte Aspekte (z. B. Produktionsablauf) den SS erläutert werden können. Das in Klasse 10 ausgewiesene Praktikum soll nicht nur Einblicke in die Arbeitswelt geben, sondern der Wunschberuf soll in der Praxis erfahren werden, die SS werden selbständiger und übernehmen mehr Verantwortung. Ein erster Eignungs- und Erkennungstest ( Start frei ) soll helfen, das eigene Profil zu bestimmen, damit das Praktikum erfolgreich angegangen und abgeschlossen werden kann! (Eine intensive Vorbereitung durch die anleitenden Politiklehrer wie auch Fachlehrer ermöglicht den SS, den Praktikumsplatz sinngerecht auszuwählen und zu absolvieren.) Darüber hinaus koordinieren sich die Leiter der Praktikumsbetreuer fächerübergreifend (insbesondere in Deutsch, Politikwissenschaften und dem math.-naturwiss. Bereich), damit spezielle Grundlagen gefördert werden, die für die spätere Berufs- und Studienwahlorientierung notwendig sind. In den Klassenjahrgängen (13) sollen diese Grundlagen optimiert werden, indem die Kompetenzen: - personale und soziale Kompetenz - ökonomische Kompetenz - Berufs- und Einigungsorientierung? - Praxiskompetenz - Lernkompetenz weiter gefördert und optimiert werden. So werden Personalverantwortliche von Unternehmen in die Schule kommen, die die berufliche Laufbahn in verschiedenen Berufsfeldern darstellen. Zu dieser Berufsmesse (Tag der Berufe), die am Lehrter Gymnasium einmal pro Jahr für die Klassen eingerichtet wird. Den Schülern wird gezeigt Version 1.8 Seite 48

49 (zumeist von Azubis, die in die Rolle der Lehrenden schlüpfen, in gleicher Augenhöhe berichten), wie sich eine Ausbildung gestaltet angefangen von der Bewerbungsphase über die Lehrjahre bis hin zur Abschlussprüfung. Akteure, Fachreferenten aus der Wirtschaft und Wissenschaftler (Ingenieure, Techniker, Naturwissenschaftler, Fachhochschulreferenten) kommen in die Schule und führen praxisnahen Unterricht aus, veranschaulichen mit konkreten Fällen aus dem Berufsalltag z. B. den Physik- und Chemieunterricht. In diesem Zusammenhang wird den Schülern des 11/12 Jahrgangs alle zwei Jahre ein Eignungstest zur Berufswahl vom GEVA - Institut München angeboten. Hier wird ein individuelles Persönlichkeitsprofil von renommierten Psychologen und Wissenschaftlern erstellt, so dass die Auswertung eine exzellente Starthilfe zur beruflichen Orientierung darstellt. Das hier vorgestellte Konzept ist nicht als fertiger und endgültiger Entwurf zu verstehen; dieses Konzept befindet sich vielmehr in der progressiven Erkundungsphase, das nicht nur weíter ausbaufähig ist, sonder auch beständig durch neue Ideen erweitert werden soll. (Insofern ist der Verfasser für jede innovative Neuerung dankbar!!) Version 1.8 Seite 49

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