LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR WIRTSCHAFTSINGENIEURE- BEKLEIDUNGSTECHNIK I. STUNDENTAFEL 1

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1 Anlage 1.20 LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR WIRTSCHAFTSINGENIEURE- BEKLEIDUNGSTECHNIK I. STUNDENTAFEL 1 (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände) Wochenstunden Lehrver- Pflichtgegenstände pflich- Jahrgang Summe tungs- I. II. III. IV. V. Gruppe A. Allgemeine Pflichtgegenstände 1. Religion (III) 2. Deutsch (I) 3. Englisch (I) 4. Geografie, Geschichte und politische Bildung III 5. Bewegung und Sport IVa 6. Angewandte Mathematik I 7. Naturwissenschaften II B. Fachtheorie und Fachpraxis 1. Unternehmensführung und Wirtschaftsrecht (1) 5(1) 12 II bzw. (I) 2. Betriebstechnik I 3. Informatik und Informationssysteme 4 2(2) 2(2) 2(2) 2(2) 3(3) 12 I 4. Rohstoffe und textile Flächen 3(1) 3(1) 4(2) 3(2) 3(2) 16 I 5. Konstruktion und Fertigungstechnik 5 6(3) 6(3) 3(2) I 6. Qualitäts- und Umweltmanagement I 7. Laboratorium I 8. Werkstätte und Produktionstechnik III bzw IV Verbindliche Übung Soziale- und personale Kompetenz 8 1(1) 1(1) III Gesamtwochenstundenzahl Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden. 2 einschließlich volkswirtschaftlicher Grundlagen 3 mit Übungen in Business English im Ausmaß der in Klammer angeführten Wochenstunden 4 mit Übungen in elektronischer Datenverarbeitung 5 mit Übungen im Ausmaß der in Klammer beigefügten Wochenstunden 6 mit Übungen im Ausmaß der in Klammer beigefügten Wochenstunden 7 mit Teilungen in Schülergruppen und Einstufung wie im Werkstättenlaboratorium im Ausmaß von 4 Wochenstunden in den Jahrgängen VI und V; Teilungen in Schülergruppen und Einstufung der übrigen Wochenstunden wie im Gegenstand Werkstätte. 8 mit Übungen sowie in Verbindung und inhaltlicher Abstimmung mit einem oder mehreren der im Abschnitt A. und B. angeführten Pflichtgegenstände

2 2 von 22 Pflichtpraktikum Freigegenstände, Unverbindliche Übungen, Förderunterricht mindestens 8 Wochen in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den V. Jahrgang Wochenstunden Lehrver- Jahrgang pflich- tungs- I. II. III. IV. V. Gruppe C. Freigegenstände Zweite lebende Fremdsprache (I) Kommunikation und III Präsentationstechnik Naturwissenschaftliches Laboratorium III Forschen und Experimentieren III D. Unverbindliche Übungen Bewegung und Sport (IVa) E. Förderunterricht 9 Deutsch Englisch Angewandte Mathematik Naturwissenschaften Angewandte Informatik und Informationssysteme Fachtheoretische Pflichtgegenstände 9 Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Unterrichtseinheiten pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.

3 3 von 22 I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL Siehe Anlage 1. Fachbezogenes Qualifikationsprofil: Die Absolventen und Absolventinnen der Höheren Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure Bekleidungstechnik können entsprechend ihrer interdisziplinären Ausbildung für ingenieurmäßige Tätigkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bekleidungsbereich eingesetzt werden. Durch das prozesshafte Denken in Material-, Informations- und Poduktionsströmen unter der Berücksichtigung von ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen, sind sie in der Lage, Prozesse von der Modellentwicklung für die Serienfertigung bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt, fachorientiert zu planen, zu implementieren, zu steuern und zu reflektieren. Dabei wird ein Optimum aus den Bereichen kreative Produktentwicklung, Wirtschaftlichkeit in der Supply Chain und der Produktion, anforderungsgerechte Qualität und hohe Kundenorientierung angestrebt. Bekleidungstechniker verfügen neben wirtschaftlicher Orientierung über eine hohe IT-Affinität hinsichtlich CAD-, ERP-, Kreativ- und Business-Intelligenceapplikationen. Neben der Verbindung von kreativen, wirtschaftlichen und analytischen Fähigkeiten zählen die anforderungsgerechte Dokumentation und Präsentation, sowie die situationsgerechte Kommunikation in Deutsch und Englisch zum Qualifikationsprofil. Durch die Kombination von fachtheoretischem Wissen und fachpraktischen Fertigkeiten sind Wirtschaftsingenieure praxisgerecht auf die Anforderungen der Industrie vorbereitet. Ihre Wirtschaftskompetenz ermöglicht ihnen den Einsatz in den Bereichen serieller Modellentwicklung, Planung, Steuerung, Produktion, Kostenrechnung und Controlling, Qualitätsmanagement, Projekt- und Produktmanagement, sowie im fachlich orientierten Beschaffungs-, Vertriebs- und Marketingbereich. Besondere Fähigkeiten weisen sie in der Umsetzung von kreativen Ideen aus dem Designbereich für die serielle Fertigung auf. Einsatzgebiete und Tätigkeitsfelder: Die Absolventen und Absolventinnen sind in der Lage, sich in die wesentlichen technisch wirtschaftlichen Tätigkeitsbereiche in kleinen, mittleren und großen Unternehmen schnell einzuarbeiten. Sie sind nach einigen Jahren Praxis befähigt, Mitarbeiter effizient zu führen, Projekte zu leiten, betriebliche Prozesse in Produktion und Dienstleistung neu zu gestalten und bestehende Systeme zu optimieren. Wirtschaftsingenieure/-innen sind in der Praxis in verschiedensten Funktionen tätig. Typische Tätigkeitsfelder sind: Projektleitung, Produktmanagement, Vertrieb und Produktmanagement, Einkauf und Materialwirtschaft, Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung und steuerung, Projektmanagement, Schnittentwicklung und Schnitttechnik, Kalkulation, Prozessplanung, -gestaltung und Prozesssteuerung, Logistik, Kostenrechnung und Controlling, Qualitäts- und Umweltmanagement, Marketing. Kompetenzfelder der Fachrichtung und Unterrichtsgegenstände: In Ergänzung und teilweiser Präzisierung der im allgemeinen Bildungsziel angeführten allgemeinen und berufsbezogenen Kompetenzen besitzen die Absolvent/innen der Höheren Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure, Bekleidungstechnik im Besonderen: - vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten in Belangen der Unternehmensführung, im betrieblichen Rechnungswesen und bei Finanzierung und Investition. Sie können Instrumente des Marketings und Innovationsmanagement anwenden und kennen die wesentlichen Bestimmungen des Wirtschaftsrechts (Unternehmensführung und Wirtschaftsrecht); - die Beherrschung von betriebstechnischen Themen wie Materialwirtschaft, Arbeitsvorbereitung und Produktionsplanung sowie die Kenntnis über die Methoden des Projekt-, Qualitäts- und Umweltmanagements und können deren Instrumente effizient einsetzen (Betriebstechnik); - Kenntnis und Fertigkeiten um betriebliche Informationssysteme einzusetzen und damit Geschäftsprozesse abzubilden (Informatik und Informationssysteme); - grundlegende Kenntnis über die Eigenschaften, Einsatzgebiete und Auswahl von Roh-, Werkund Zubehörstoffen, deren verfahrenstechnischen Spezifikationen, sowie deren Anforderungsprofile und Prüfmethoden (Werkstoffe und Verfahrenstechnik, Laboratorium); - Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen Modellentwurf, Schnitttechnik, Rohstoffe, Materialien und Zubehör, Produktions- und Fertigungstechnik, sowie wirtschaftlicher Betrachtung dieser Bereiche. (Konstruktion und Fertigungstechnik);

4 4 von 22 - ein fundiertes Verständnis für die Planung und Durchführung von Qualitätskontrollen auf Basis von Produktprüfungen, eingebettet in ein gesamtes QM- und Umweltsystem des Unternehmens. (Qualitäts- und Umweltmanagement); - ein erhöhtes Verständnis und vertieften Einblick in die Notwendigkeit und Systematik eines zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagements unter Berücksichtigung sozialer Faktoren (Qualitäts- und Umweltmanagement); - Fertigkeiten in der praktischen Umsetzung von bekleidungsspezifischen, fachtheoretischen Inhalten mit unmittelbaren Bezug zur betrieblichen Praxis (Laboratorium); - Umsetzung grundlegender Kompetenzbereiche in die Praxis (Werkstätte und Produktionstechnik). Zentrale berufsbezogene Lernergebnisse: Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure, Bekleidungstechnik können: - einfache Geschäftsfälle verbuchen, die wichtigsten Jahresabschlussarbeiten durchführen und Kennzahlen aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln und diese interpretieren; - die Methoden der Kosten- und Leistungsrechnung anwenden, Gemeinkostenzuschlagsätze ermitteln, Produktkostenkalkulationen durchführen und unternehmerische Entscheidungen auf Basis der Deckungsbeitragsrechnung vorbereiten; - die Methoden der Investitionsrechnung anwenden und Grundlagen für Investitionsentscheidungen erarbeiten; - die Instrumente des Marketings anwenden und Vertriebsprozesse beschreiben; - Methoden des Innovationsmanagements anwenden und kennen die Maßnahmen zur Unternehmensgründung sowie den Inhalt von Businessplänen; - die wesentlichen Bestimmungen des Wirtschaftsrechts, die Inhalte des Personalmanagements und der Mitarbeiterführung anwenden; - unternehmerische Entscheidungen auf Basis der Deckungsbeitragsrechnung vorbereiten; - Organisationsformen darstellen und beurteilen und kennen die Kernprozesse produzierender Unternehmen; - im Bereich der Arbeitsvorbereitung und der Produktionsplanung und steuerung Arbeitspläne erstellen, Materialbedarfsermittlungen durchführen, Fertigungsterminpläne erstellen und können Maßnahmen zur Optimierung von Durchlaufzeiten einleiten - Arbeitsabläufe planen und organisieren, Unterlagen für die Arbeitsvorbereitung und Beschaffung erstellen, Arbeitsplätze und Betriebsstätten planen; - Projekte planen, organisieren, ausführen, steuern und überwachen; - Methoden und Werkzeuge des Qualitäts- und Umweltmanagements auswählen, einsetzen und fachspezifisch entwickeln; - mit CAD und Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Systemen arbeiten, Prozesse darstellen und einfache Abläufe optimieren; - fachspezifische, fertigungstechnische Prozesse beschreiben, einführen, gestalten, umsetzen und kontrollieren - Materialbedarfe ermitteln; Fertigungsschritte festlegen und einen einfachen Fertigungsterminplan erstellen; - einen Arbeitsplan erstellen und die Rüstzeit und die Zeit je Einheit für die einzelnen Arbeitsvorgänge unter Verwendung ausgewählter Methoden der Zeitermittlung festlegen; - Arbeitsplätze und Funktionsbereiche nach ergonomischen und sicherheitstechnischen Vorgaben beurteilen; - Schlussfolgerungen aus den Analyseergebnissen im Bereich des betrieblichen Qualitätsmanagements ziehen und Maßnahmen ableiten; - Produktprüfungspläne anforderungsgerecht entwickeln und die Produktprüfungsvorschriften zuordnen; - vorgegebene Modelle zur Serienreife entwickeln und den Fertigungsprozess planen und umsetzen; - Produktionsverfahren und maschinen fertigungsgerecht auswählen und die Produktion kostenoptimiert durchführen;

5 5 von 22 - sich im Fachbereich selbständig weiterbilden, mit Kollegen und Kunden in Deutsch und Englisch kommunizieren und Präsentationsunterlagen erstellen; - Werkstoffe, Rohstoffe und Zubehör bezüglich ihrer Eigenschaften analysieren und für den anwendungszweck technisch und wirtschaftliche geeignete Werkstoffe auswählen, prüfen und verarbeiten. III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN Siehe Anlage 1 mit dem Hinweis, dass die unter Abschnitt IIc angeführten Bestimmungen nicht zum tragen kommen. Siehe Anlage 1. IV. DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE Siehe Anlage 1. VI. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT Siehe Anlage 1. VII. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE Pflichtgegenstände und Verbindliche Übungen A. Allgemeine Pflichtgegenstände Deutsch, Geografie, Geschichte und Politische Bildung, Bewegung und Sport und Naturwissenschaften : Siehe Anlage ENGLISCH Siehe Anlage 1 mit dem Hinweis, dass im Bereich der Bildungs- und Lehraufgaben sowie des Lehrstoffes insbesondere auf Themen und Anforderungen der im fachbezogenen Qualifikationsprofil genannten Einsatzgebiete und Tätigkeitsfelder einzugehen ist. 7. ANGEWANDTE MATHEMATIK Siehe Anlage 1 mit den folgenden Ergänzungen: Kompetenzbereich Zahlen und Maße : - können komplexe Zahlen multiplizieren, dividieren und unterschiedliche Darstellungen komplexer Zahlen verstehen und anwenden. Komplexe Zahlen: Polarform; Multiplikation, Division. Kompetenzbereich Funktionale Zusammenhänge :

6 6 von 22 - können logarithmische Skalierungen verstehen und anwenden; - verstehen den Begriff der dynamischen Amortisationsdauer; - können auf der Basis geplanter Einnahmen und Ausgaben den Kapitalwert und den internen Zinsfuß berechnen. Darstellung von Funktionen: Logarithmische Skalierungen. Wirtschaftsmathematik: Investitionsrechnung, Berechnung von internem Zinsfuß und dynamischer Amortisationsdauern. Kompetenzbereich Algebra und Geometrie : - können Gleichungssysteme in Matrixform darstellen und mit Hilfe der inversen Matrix lösen; - können durch Modellbildung die notwendigen Ungleichungen einer linearen Optimierungsaufgabe aufstellen und mit Technologieeinsatz die Zielfunktion minimieren/maximieren. I Matrizen: Multiplikation mit Skalar; Matrizenprodukt, inverse Matrix; Lineare Optimierung: Ungleichungssysteme. Kompetenzbereich Analysis : - können Funktionen in zwei Variablen geometrisch als Flächen im Raum interpretieren und an Hand von Beispielen veranschaulichen; - können partielle Ableitungen berechnen und mit Hilfe des Differentials Fehler abschätzen; - können Funktionen in Taylorreihen entwickeln; - können lineare Differentialgleichungen erster und zweiter Ordnung aufstellen und lösen; - können einfache Differenzengleichungen erster Ordnung lösen. IV. und Funktionen mehrerer Variablen: partielle Ableitungen; lineare Fehlerfortpflanzung. Taylorreihen: Taylorpolynome; Differenzial- und Differenzengleichungen: Trennen der Variablen; lineare Differenzialgleichungen erster und zweiter Ordnung mit konstanten Koeffizienten; lineare Differenzengleichungen erster Ordnung. Kompetenzbereich Stochastik : Die Schülerinnen und Schüler - können statistische Methoden auf den Bereich der Qualitätssicherung anwenden.

7 7 von 22 IV. und Qualitätssicherung: Stichprobensysteme. Qualitätsregelkarten für Stichprobenmittelwert und Streuung. B. Fachtheorie und Fachpraxis 1. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND WIRTSCHAFTSRECHT Kompetenzbereich Buchhaltung, Bilanzierung und Controlling : - können einfache Geschäftsfälle verbuchen, die wichtigsten Jahresabschlussarbeiten durchführen und einen Jahresabschluss erstellen; - können Kennzahlen aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln und diese interpretieren; - können den Regelkreis des operativen Controllings skizzieren und beschreiben sowie mögliche Ursachen von Soll-Ist-Abweichungen erkennen. Aufgaben und Ziele des betrieblichen Rechnungswesens, rechtliche Vorschriften, Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, Einnahmen-Ausgabenrechnung. Doppelte Buchhaltung: Kontenplan, Salden, Kreditoren, Debitoren, Buchungsgrundsätze, Verbuchung von Geschäftsfällen, Jahresabschlussarbeiten. Grundlagen des Controllings, Methoden und Werkzeuge des strategischen und operativen Controllings Bilanzanalyse: Analyse der Ertragskraft, Bilanzstrukturanalyse, Finanzflussanalyse, Rentabilitätsanalyse. Kompetenzbereich Personalmanagement und Mitarbeiterführung : - kennen die gesetzlichen Personalnebenkosten und können Personalstundensätze ermitteln; - können den Aufbau einfacher Lohn- und Gehaltsabrechnungen erläutern; - kennen die wichtigsten Führungsstile und Motivationstheorien und können sie situationsgerecht anwenden Grundlagen und Aufgaben der Personalwirtschaft, Entgeltformen, Personalkostenelemente, Personalstundensatzkalkulation, Aufbau und Elemente eines Lohn- oder Gehaltszettels, Motivationstheorien Management und Führung: Unternehmenskultur, Unternehmensleitbild, Ziele, Aufgaben des Managements, Managementmodelle, Führungsstile, Führungsinstrumente Kommunikation und Präsentation: Kommunikationsformen im beruflichen Kontext, zielgruppenorientierte und situationsgerechte Präsentation Kompetenzbereich Marketing und Vertrieb :

8 8 von 22 - kennen Methoden der Markt-, Konkurrenz- und Unternehmensanalyse und können diese erläutern; - kennen die Funktionsweise marketingpolitischer Instrumente und können deren Auswirkungen beurteilen; - können Vertriebsprozesse beschreiben und Angebote erstellen. Grundlagen des Marketings, Markt- und Konkurrenzanalyse, Marketing-Mix Technischer Vertrieb: Aufgaben des Vertriebs, Elemente des Vertriebsprozesses, Exportabwicklung Kompetenzbereich Finanzierung und Investitionsrechnung : - können Verfahren der statischen und dynamischen Investitionsrechnung anwenden; - kennen wesentliche Arten der Unternehmensfinanzierung und können deren Vor- und Nachteile erklären; - können einen einfachen Liquiditätsplan erstellen und interpretieren I Grundlagen der Finanzierung, Innen- und Außenfinanzierung Liquiditätsplan: Aufbau und Zweck eines Liquiditätsplans Grundlagen und Methoden der Investitionsrechnung: Investitionsarten, Investitionsentscheidungsprozess, Statische Investitionsrechnung, Dynamische Investitionsrechnung Kompetenzbereich Entrepreneurship und Innovation : - kennen wesentliche Maßnahmen im Zuge einer Unternehmensgründung und können die Inhalte eines Businessplans erklären; - können grundlegende Methoden des Innovationsmanagements anwenden Businessplan und Unternehmensgründung: Ziele und Inhalte eines Businessplans, Schritte zur Unternehmensgründung, Förderungen Innovationsmanagement: Prozesse, Methoden und Werkzeuge Kompetenzbereich Wirtschafts- und Steuerrecht : Siehe Anlage 1, Pflichtgegenstand Wirtschaft und Recht. Kompetenzbereich Business English : Die Bildungs- und Lehraufgaben und der Lehrstoff sind so festgelegt, dass jedenfalls die Anforderungen des Niveaus B1+ im III. Jahrgang und B2 im IV. Jahrgang des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechend der Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates an die Mitgliedstaaten Nr. R (98) 6 vom 17. März 1998 zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen GER erfüllt sind.

9 9 von 22 - können den entsprechenden Fachwortschatz situationsgerecht anwenden; - können weitgehend spontan und fließend mit situativ angepasstem Fachwortschatz an Fachgesprächen teilnehmen und diese leiten; - können technische und wirtschaftliche Sachverhalte mündlich wie schriftlich situationsadäquat darstellen. Geschäftstätigkeiten beschreiben und erklären; Berufliche Gesprächssituationen (Einkauf,Verkauf, Telefonieren, Verhandeln, Meetings, Geschäftskorrespondenz); Öffentlichkeitsarbeit; Ideen- und Produktentwicklung inklusive deren Präsentation. I Customer Service; Organisieren und Durchführen von Besprechungen; Conference Management & Organisation; Standortmanagement sowie Betreuung internationaler Filialen; E-Business. 2. BETRIEBSTECHNIK Kompetenzbereich Unternehmensorganisation : - können Organisationsformen grafisch darstellen und hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen charakterisieren. - können Prozessbeschreibungen grafisch darstellen. I. Jahrgang: Betriebliche Leistungserstellung, Aufbauorganisation, Ablauforganisation Kompetenzbereich Materialwirtschaft und Logistik : - kann den Ablauf und die einzelnen Schritte des Beschaffungsprozesses in einem Unternehmen beschreiben und dabei mit Hilfe von Analysemethoden eine Lieferantenauswahl durchführen; - kennen die wichtigsten Beschaffungsstrategien und können Bestandskennzahlen ermitteln; - kennen die wichtigsten Lagerarten, Kommissioniersysteme und innerbetriebliche Fördermittel und können sie entsprechenden Anwendungsgebieten zuordnen. I. Jahrgang: Grundlagen der Materialwirtschaft, Aufgaben und Ziele, Bereiche der Logistik, Lagerung und Transport Materialklassifikation, Beschaffungsarten und -strategien, Beschaffungsprozess Kompetenzbereich Arbeitsvorbereitung, Produktionsplanung und -steuerung : - kennen unterschiedliche Methoden der Zeitermittlung und kann unter vorgegebenen Rahmenbedingungen bestimmen, welche Methoden sinnvollerweise angewendet werden können; - können aus einer vorgegebenen Erzeugnisgliederung die Mengen-, Struktur- und Baukastenstückliste ableiten; - können für ein einfaches Eigenfertigungsteil einen Arbeitsplan erstellen und dabei die Rüstzeit und Zeit je Einheit für die einzelnen Arbeitsvorgänge unter Verwendung ausgewählter Methoden der Zeitermittlung festlegen;

10 10 von 22 - können für ein vorgegebenes Produktionsprogramm den erforderlichen Materialbedarf ermitteln und einen einfachen Fertigungsterminplan erstellen. Aufgaben der Arbeitsvorbereitung, Erzeugnisstruktur, Stücklisten, Arbeitsplan, Zeitermittlung. Produktionsplanung und steuerung: Aufgaben, Ziele, Instrumente, Systeme Kompetenzbereich Kosten- und Leistungsrechnung : - kennen die wichtigsten Kostenbegriffe und können betriebliche Kosten den Klassen Einzelkosten, Gemeinkosten, Fixkosten und variable Kosten zuordnen; - können mit vorgegebenen Daten Produktkostenkalkulationen durchführen; - können Deckungsbeiträge ermitteln und deren Bedeutung für unternehmerische Entscheidungen beurteilen; - können auf Grundlage vorgegebener Kosten und einer vorgegebenen Unternehmensstruktur einen Betriebsabrechnungsbogen erstellen und daraus die Gemeinkostenzuschlagsätze und Maschinenstundensätze ableiten. Grundlagen, Aufgaben und Ziele der Kostenrechnung, Kostenartenrechnung, Betriebsüberleitung, Kostenstellenrechnung (Betriebsabrechnung, Gemeinkostenzuschlagsätze, Maschinenstundensätze), Kostenträgerrechnung I Teilkostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung), Break-Even-Analyse, Produktionsprogrammentscheidungen, Betriebsergebnisrechnung, Kostenrechnungssysteme (Target Costing, Prozesskostenrechnung) Kompetenzbereich Projektmanagement : - können Projektorganisationsformen beschreiben und Projektaufgaben den Projektrollen zuordnen; - können die Werkzeuge des Projektmanagements zur Planung und Steuerung von Projekten anwenden; - können den Projektfortschritt anhand von Soll- Ist-Vergleichen analysieren; - können aus einem Projektauftrag Projektstrukturen entwickeln. I Projektmerkmale, Projektarten, Projektphasen, Projektorganisation, Werkzeuge des Projektmanagements, Projektcontrolling Kompetenzbereich Arbeitsplatz- und Betriebsstättenplanung : - kennen Fertigungsprinzipien und können sie Anwendungsgebieten zuordnen; - können Arbeitsplätze und Funktionsbereiche nach ergonomischen und sicherheitstechnischen Vorgaben beurteilen; - können eine Grobplanung für die Funktionsbereiche eines Betriebes erstellen.

11 11 von 22 Gestaltungs- und Planungsgrundsätze für Funktionsbereiche, Arbeitsumgebung, Ergonomie, Arbeitssicherheit, Betriebsstättenplanung, Instandhaltung Kompetenzbereich Qualitätsmanagement : - können Methoden und Werkzeuge des Qualitätsmanagements auswählen und einsetzen; - können die Voraussetzungen für die Zertifizierung eines betrieblichen Qualitätsmanagementsystems. Erläutern; - können aus Analyseergebnissen im Bereich des betrieblichen Qualitätsmanagements Schlussfolgerungen ziehen und Maßnahmen ableiten. I Aufgaben, Methoden und Werkzeuge des Qualitätsmanagements, Konformitäts- und Qualitätskennzeichnung, statistische Methoden. Prozessregelung, Prozesssicherheit. Normenreihe ISO 9000ff, Dokumentation, Audits und Zertifizierung. 3. INFORMATIK UND INFORMATIONSSYSTEME Kompetenzbereich Angewandte Informatik : Siehe den gleichlautenden Unterrichtsgegenstand in Anlage 1 mit folgender Ergänzung: - können aus einer einfachen Problemstellung ein Datenmodell entwerfen und dieses in einem Datenbanksystem umsetzen; - können Abfragen aus mehreren Tabellen erstellen. Datenbanken, Abfragen über mehrere Tabellen, Filter Kompetenzbereich Betriebsdatenerfassung : - kennen die Begriffe der Betriebsdatenerfassung und die diesbezüglichen Kennzahlen; - können Betriebsdaten aufbereiten und Auswertesystemen zur Verfügung stellen. Grundlagen, Kennzahlen, Erfassung von Betriebsdaten, Aufbereitung und Monitoring, rechtliche Aspekte Kompetenzbereich Enterprise Resource Planning (ERP) : - können den Aufbau und die Einsatzgebiete gängiger ERP-Systeme in Unternehmen erläutern; - können die erforderlichen Stammdaten für die Herstellung und den Vertrieb eines Produktes in einem ERP-System anlegen und die entsprechenden Beschaffungs- Produktions- und Vertriebsprozesse abbilden; - können auf Basis einer im ERP-System durchgeführten Auftragssimulation Maßnahmen zur Reduzierung der ermittelten Durchlaufzeit bzw. der kalkulierten Produktkosten treffen.

12 12 von 22 ERP-Systeme: ERP-Systeme und Anbieter, Module eines ERP-Systems, Organisationseinheiten ERP-System-Anwendung: Anmeldung, Oberfläche, Menü, Navigation, Systemhilfen, Reports, Ausdrucke Materialwirtschaft: Materialstammdaten, Lieferantenstammdaten (Kreditoren), Grundlagen der Bedarfsermittlung, Bestellanforderung, Bestellung, Wareneingang, Rechnungseingang, Zahlungsausgang, Auswertungen und Analysen I Produktionsplanung und steuerung: Bedarfsermittlung, Dispositionsarten, Erzeugnisgliederung, Stücklisten, Arbeitsplatzstammdaten, Arbeitsplan, auftragsneutrale Terminierung, Strategien zur Durchlaufzeitreduzierung, Vorkalkulation, Planauftrag, Fertigungsauftrag, Betriebsdatenerfassung, Rückmeldungen, Auswertungen und Analysen Vertrieb: Kundenstammdaten (Debitoren), Preise und Konditionen, Kundenanfrage, Angebotsbearbeitung, Kundenauftrag, Kommissionierung und Auslieferung, Faktura (Ausgangsrechnung), Zahlungseingang, Auswertungen und Analysen, Finanzbuchhaltung: Konten, Kontenplan, Buchungen, Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, Bilanz und Guv- Rechnung, Auswertungen und Analysen (Journal, Saldenlisten), Kostenrechnung (Controlling): Kostenarten, Kostenstellen, innerbetriebliche Leistungsverrechnung, Personal- und Maschinenstundensätze, Kalkulationsschema, Kalkulation, Auswertungen und Analysen Kompetenzbereich Informationssysteme : - können Informationssysteme wie ERP, SCM, CRM und Data-Warehouse beschreiben; - kennen elektronische Zahlungssysteme und wissen über rechtliche und sicherheitstechnische Aspekte Bescheid; - können aus einer Prozessbeschreibung grafisch Geschäftsprozess-, Arbeits- und Dokumentenmodelle erstellen und Auswertungen vornehmen; - können aus einem einfachen Geschäftsprozess ein Datenmodell entwickeln. Software für Entscheidungsunterstützung: Künstliche Intelligenz-Systeme, Executive- / Management Information Systems, Datawarehouse, Datamining Betriebliche Informationssysteme, Enterprise Resource Planning System (ERP), Systeme für Kunden- und Lieferantenbeziehungen Elektronischer Zahlungsverkehr: Zahlungsmethoden, Anforderungen, Produkte Objektorientierte Modellbildung: UML-Modellierung, Use-Case, Sequenzdiagramm, Klassendiagramm Modellierungswerkzeuge zur Beschreibung und Modellbildung von Geschäftsprozessen:

13 13 von 22 Modellierungsobjekte, Kontrollstrukturen, Arbeitsumgebungen, Dokumente, Aufbau eines Modells aus einer Beschreibung, Analyse und Simulation, Abfragen und Reports, Belastungs- und Auslastungsanalysen. 4. ROHSTOFFE UND TEXTILE FLÄCHEN Kompetenzbereich Rohstoffe, Werkstoffe, Zubehör - können Fasern hinsichtlich ihrer Herkunft und Systematik, so wie in Bezug auf ihre Verwendungsmöglichkeiten, einordnen; - können Materialkombinationen erklären und Schlussfolgerungen für ihre Einsatzbereiche ziehen; - können auf Grund der Ausgangsmaterialien die Eigenschaften der Werkstoffe und deren Pflege ableiten; - können moderne Fasern und Materialien, sowie Verbund- und Spezialstoffe für verschiedene Einsatzmöglichkeiten klassifizieren; - können Basismaterialien, Einlagen und Zubehör nach funktionellen und fertigungstechnischen Gesichtspunkten beurteilen. I. Jahrgang: Fachterminologie, textile Kette, Faserstoffe (Systematik, Herstellung), Naturfasern, Garne und Zwirne (Systematik), Grundbegriffe Flächen. Chemie- und Synthesefasern, Fasermodelle, Eigenschaften, Pflege, Textilkennzeichnung, Feinheitsberechnungen und Nummerierungssysteme, Zubehör. Fasermischungen, Fasermodifikationen, Spezialfasern, Eigenschaften textiler Flächen, Handelsbezeichnungen, Verfahren zur Material-, Struktur- und Musteranalyse, Zubehör. I Eigenschaften textiler Flächen und textiler Verbundstoffe (Laminate, Stoffe mit Membransystemen, beschichtete Stoffe, Funktionsstoffe) Verfahren zu deren Herstellung und Eigenschaftsänderungen. Materialkombinationen Varianten, Herstellung, Eigenschaften, Einsatzbereiche. Kompetenzbereich Garne, Zwirne, Fäden - können Garne, Zwirne, Fäden nach handelsüblichen Kriterien systematisch ordnen; - können mögliche Einsatzgebiete von Garnen, Zwirnen und Fäden erklären; - können Garne, Zwirne, besonders aber Fäden, hinsichtlich ihrer möglichen Verwendung bewerten. I. Jahrgang: Grundbegriffe, Systematik der Garne, Zwirne, Fäden. Spinnverfahren, Garnherstellung, Spulen, Zwirnen, Ausgangsprodukte und Herstellungsverfahren der Chemie- und Synthesefasern, Texturierung. Herstellung von Fäden für die Bekleidungstechnik, Spezialspinnverfahren. Kompetenzbereich Textile Flächen

14 14 von 22 - können die Grundprinzipien der Flächenherstellung inklusive der notwendigen Vorarbeiten beschreiben; - können Herstellungsverfahren den Stoffmustern zuordnen; - können bei textilen Flächen die Eigenschaften und Einsatzbereiche ableiten; - können Kombinationen verschiedener textiler Flächen hinsichtlich Eigenschaft, Anwendbarkeit und Pflege beurteilen. Herstellung, Eigenschaften, Einsatzgebiete und Handelsbezeichnungen von Webwaren. Herstellung, Eigenschaften, Einsatzgebiete und Handelsbezeichnungen von Maschenwaren. I Herstellung, Eigenschaften, Einsatzgebiete und Handelsbezeichnungen von Verbund- und Spezialstoffen. Kompetenzbereich Veredlung - können die verschiedenen Veredlungsverfahren voneinander unterscheiden und deren Grundprinzipien erklären; - können die Eigenschaften einer textilen Fläche nach der Veredlung begründen; - können Eigenschaftskriterien auf die verschiedenen Veredlungsverfahren anwenden; - können Präsentationen hinsichtlich Produkteigenschaften und Pflege unter Bezug der Veredlung erstellen. I Mechanische und chemische Veredlungsverfahren. Material-, Flächen- und Veredlungskombinationen Möglichkeiten, Herstellungsverfahren, Eigenschaften, Anwendungsbereiche. 5. KONSTRUKTION UND FERTIGUNGSTECHNIK Kompetenzbereich Gestaltung und Modellentwicklung - können Linien und Flächengestaltungen mit unterschiedlichen Techniken darstellen; - können Proportionen für Modelle entwickeln; - können die Grundlagen der Farbenlehre für die Modellentwicklung umsetzen; - können Modelle mit unterschiedlichen Linienführungen, Farbkompositionen und Details unter Anwendung der CAD entwickeln. I. Jahrgang: Grundbegriffe, Linien, Flächen, geometrische und plastische Konstruktionen, Farbenlehre, Proportionen; Anwendung facheinschlägiger Software und CAD. Linien und Flächengestaltung auf Körperformen anwenden, grafische Techniken, Colorierung, Komposition; Konstruktionen und Modellentwürfe mit facheinschlägiger Software und CAD. Einfache Gestaltung und Modellentwicklung mit Entwurfs- und Designprogrammen sowie CAD.

15 15 von 22 IV. und Modellentwicklung und Kollektionsaufbau. Kompetenzbereich Verarbeitungstechnik - können die material- und modellabhängigen Optionen für die Erstellung von Schnitten und Schnittbildern bestimmen; - können Modellschnitte manuell und unter Anwendung der CAD zur Produktionsreife entwickeln; - können die, für die Verarbeitung textiler Flächen geeigneten, Stich- und Nahttypen nach verschiedenen Verarbeitungskriterien auswählen; - können Maschinen und Geräte für die Verarbeitung nach modellspezifischen, materialtechnischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten auswählen. I. Jahrgang: Grundbegriffe und Grundlagen der Schnitttechnik, Nahtarten und Stichtypen (Einteilung, Eigenschaften, Anwendungsmöglichkeiten), Systematik der Produktionsmaschinen (Arten, Einsatzgebiete). Schnitttechnik Varianten, Nahtarten und Stichtypen (Vertiefung, Spezialisierung), Produktionsmaschinen. Schnittentwicklung; Fertigungsverfahren, Produktionsmaschinen, Bügel- und Fixiertechnik. I Schnitt und Modell, spezielle Fertigungsverfahren, Spezialmaschinen. Fertigungsprozesse, Arbeitssysteme, Arbeitsabläufe; produktionsreife Schnitttechnik, spezielle Fertigungsverfahren, Einsatzmöglichkeiten und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen von Spezialmaschinen und Automaten. Kompetenzbereich Innovative Fertigungstechniken - kennen innovative Fertigungsverfahren und können sie systematisch ordnen; - können Fertigungsverfahren für Flächen aus High-Tech-Materialien erklären; - können Fertigungsschritte und Fertigungsverfahren für moderne technische Textilien darstellen; - können Prozessabläufe zur Herstellung von Produkten planen; Automatisierte Fertigungs- und Produktionsmaschinen, innovative und rationelle Fertigungsverfahren. I Verarbeitung von Smart Textiles und technischen Textilien. Produktanwendungen und Neuentwicklungen. Kompetenzbereich: Produktionstechnik, Automatisierung, Prozesstechnik - können die Methoden des Arbeitsstudiums auf innerbetriebliche Prozesse anwenden und Produktionsunterlagen erstellen;

16 16 von 22 - können Wirtschaftlichkeitsberechnungen für Produktionsprozesse durchführen und beurteilen; - können innerbetrieblich-logistische Abläufe darstellen und für einfache Produktionsprozesse entwickeln; - können Kostenberechnungen durchführen und Verkaufspreise ermitteln. Arbeitsorganisation, Ablauforganisation, Materialfluss, Grundlagen der Disposition und Überwachung. I Datenermittlung, Produktions- und Kapazitätsplanung, Produktionsvorbereitung, Produktionssteuerung, Produktionsüberwachung, Materialflussgestaltung. Prozessdatenerfassung, Datenverarbeitung, Prozessdarstellungen, Kalkulation und Kostenrechnung. 6. QUALITÄTS- UND UMWELTMANAGEMENT Kompetenzbereich Produktprüfung - können die Prüfvorschriften für textiltechnische und textilchemische Produktprüfungen verstehen; - können einen Prüfplan für textile Produkte, der die erforderlichen Prüfungen im Hinblick auf die Anforderungen an das Produkt beinhaltet, entwickeln; - können Mindestanforderungen festlegen und Prüfergebnisse beurteilen; - können Produktprüfungen durchführen. Textiltechnische und textilchemische Produktprüfungen, Prüfungsverfahren, Normen, Passform und Verarbeitung, bekleidungsphysiologische Prüfungen. I Produktprüfungen und Qualitätssicherung als Elemente des Qualitätsmanagements. Produktprüfungen und Qualitätssicherung als Elemente des Umweltmanagements. Kompetenzbereich Qualitätsmanagementsysteme - können Normen aus dem Qualitätsmanagementbereich fachspezifisch anwenden und interpretieren; - können die Voraussetzungen und Grundlagen für ein fachlich orientiertes Qualitätsmanagementsystem aus den Normen ableiten; - können ein geeignetes Modell für ein QM-System darstellen. Anforderungen an Produktprüfungsvorschriften und Geräte, Prüfinstitute und akkreditierte Prüfanstalten. I Prüf- und Zertifizierungssysteme; Qualitätsmanagement und Qualitätsmanagementnormen in der Textil- und Bekleidungsindustrie, Eco-Cert, ISO, EFQM, Textilien und VDA, Monitoring, QM- Handbuch.

17 17 von 22 Schnittstellen zum Umweltmanagement, Integration eines Qualitätsmanagementsystems mit einem Umweltmanagementsystem. Kompetenzbereich Umweltmanagement - können die Anforderungen an ein Unternehmen im Hinblick auf eine mögliche Umweltzertifizierung erläutern; - können den Aufbau und die Struktur eines Umweltmanagementsystems als Präsentation darstellen; - können Entwürfe für ein Umweltmanagementsystem auch unter Einbeziehung eines Qualitätsmanagementsystems erstellen. Öko-tex-Zertifizierungen, Textilien und Ökologie, Labels und Umweltkennzeichnungen; Prüf- und Zertifizierungssysteme in der Textil- und Bekleidungsindustrie, EMAS; Auswirkungen Faseranbau und Textilproduktion auf Umwelt und soziale Strukturen (Social Audits), Fair Trade Kennzeichnung, Schadstoffbelastung durch textile Produktion, schädliche und giftige Substanzen auf Textilien; Recycling von Textilien. 7. LABORATORIUM Kompetenzbereich Rohstoffe, Werkstoffe, Zubehör - können Rohstoffe analysieren; - können Rohstoffe, Werkstoffe und Zubehör auf ihre Verwendungsmöglichkeiten überprüfen; - können Zubehörmaterialien hinsichtlich funktionellen und fertigungstechnischen Ansprüchen beurteilen; I Materialanalysen; Zubehör Anforderungen, Analyse, Überprüfung, Beurteilung; Anwendung der Kompetenzen im Rahmen von Labor- und Projektarbeiten. Bekleidungsphysiologische Untersuchungen; Anforderungen, Analyse und Überprüfung von technischen Textilien. Kompetenzbereich Garne, Zwirne, Fäden - können Fasern, Garne, Zwirne analysieren; - können Fasern, Garne, Zwirne, Fäden auf ihre Verwendungsmöglichkeiten überprüfen; - können Produktprüfungen nach Anforderungskriterien durchführen. I Einfache Analysen und Bestimmungen an Garnen, Zwirnen und Fäden; Anwendungsversuche und - experimente mit unterschiedlichen Garnen, Zwirnen und Fäden. Kompetenzbereich Textile Flächen - können textile Flächen analysieren; - können textile Flächen auf ihre Verwendungsmöglichkeiten testen und untersuchen;

18 18 von 22 - können bei Verbund- und Laminatstoffen einfache Produktionsschritte durchführen; - können Produktprüfungen nach Anforderungskriterien durchführen. IV. und Material-, Struktur- und Musteranalysen; Stoffanalysen, Analyse der Eigenschaften und der Einsatzmöglichkeiten; Verfahrenstechnik auf Modellebene; moderne Analyseverfahren in der Praxis; Modelle der Fertigungsverfahren. Kompetenzbereich Veredlung - können die verschiedenen Veredlungsarten beurteilen; - können die Auswirkungen der verschiedenen Veredlungsarten untersuchen. Untersuchungen an Materialien und Stoffen hinsichtlich der Auswirkungen von Veredlungsprozessen auf Stoffeigenschaften und deren Echtheiten. Lehrstoff aller bisher genannten Kompetenzbereiche: Bei allen bisher genannten Kompetenzbereichen ist der Einbezug der Kompetenzen aus dem Pflichtgegenstand Qualitäts- und Umweltmanagement, besonders dem Kompetenzbereich Produktprüfung und den Kompetenzbereichen aus Werkstätte und Produktionstechnik anzustreben. Kompetenzbereich Innovative Fertigungstechniken - können Prozesse der Fertigungsabläufe im Bereich Smart Textiles und im Bereich technischer Textilien präsentieren; - können Fertigungsschritte und Fertigungsverfahren der Konfektion an modernen, technischen Stoffen umsetzen; - können verschiedene moderne Fertigungstechniken an Smart Textiles umsetzen; - können mit Variationen von Herstellungsverfahren im Bereich High-tech-Textilien experimentieren und die Ergebnisse beurteilen. IV. und Übungen und Experimente verschiedener Verarbeitungstechniken an Smart Textiles und an technischen Textilien; Verarbeitungs- und Testprozesse durchführen; Anforderungsprofile und deren Erfüllungsgrad. Kompetenzbereich Produktionstechnik, Automatisierung, Prozesstechnik - können Prozessabläufe grafisch und modellhaft darstellen; - können die notwendigen Arbeitsunterlagen vorgabe- und prozessorientiert erstellen; - können die Datenerhebung und die Datenauswertung durchführen. I Darstellung und Beschreibung von Prozessabläufen; Erstellung und Beobachtung von Fertigungsmodellen; Produktions- und Kapazitätsplanungen an Modellfabriken. Übungen und Experimente an komplexen Sachverhalten; Prozessdarstellungen mittels Grafiken oder Modellen. Preisermittlungen für Fertigprodukte. Kompetenzbereich Projektmanagement

19 19 von 22 - können die Werkzeuge des Projektmanagements zur Planung und Steuerung von Projekten anwenden; - können Analyse-, Planungs-, Fertigungs- und Entwicklungsaufgaben der betrieblichen Praxis selbständig und sorgfältig ausführen und kritisch auswerten; - können den Projektfortschritt anhand von Soll-Ist-Vergleichen analysieren; - können aus einem Projektauftrag Projektstrukturen entwickeln; - können Berichte und Dokumentationen zusammenstellen, auswerten, interpretieren und präsentieren. IV. bis Übungen zu Projektorganisation, Werkzeuge des Projektmanagements, Projektcontrolling. Bildungs- und Lehraufgabe aller Kompetenzbereiche: Vertiefung und Festigung der zum jeweiligen Kompetenzbereich angeführten Bildungsziele (Bildungs- und Lehraufgabe) - können Analyse-, Planungs-, Fertigungs- und Entwicklungsaufgaben der betrieblichen Praxis selbständig und sorgfältig ausführen; - können die geeigneten Materialien, Methoden, Geräte, Maschinen und Verfahren unter Beachtung der Sicherheitserfordernisse auswählen; - können Berichte und Dokumentationen präsentieren. Lehrstoff aller bisher genannten Kompetenzbereiche: Bei allen bisher genannten Kompetenzbereichen ist der Einbezug der Kompetenzen aus dem Pflichtgegenstand Qualitäts- und Umweltmanagement, besonders dem Kompetenzbereich Produktprüfung und den Kompetenzbereichen aus Werkstätte und Produktionstechnik anzustreben. Laborbetrieb und Laborordnung; Erstellung von Dokumentationen und Prüfberichten; Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften; Qualitätsprüfung und Qualitätssicherung der Prozesse. IV. bis Gegenstandsübergreifende Übungen und Projekte zu den angeführten Kompetenzbereichen in Abstimmung mit den fachtheoretischen Pflichtgegenständen und dem Pflichtgegenstand Werkstätte und Produktionstechnik. 8. WERKSTÄTTE UND PRODUKTIONSTECHNIK Lehrstoff aller Kompetenzbereiche: Werkstättenbetrieb und Werkstättenordnung; Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften; Unfallverhütung; Qualitätsprüfung und Qualitätssicherung; Bedienung, Pflege und einfache Wartung von Werkzeugen, Maschinen und Geräten; Recycling; Führung von Arbeitsunterlagen und Fertigungspapieren; Fertigung eines oder mehrerer facheinschlägiger Produkte unter Berücksichtigung unterschiedlicher Herstellungs- und Verarbeitungstechniken, Materialien und Prüfverfahren auf Projektbasis unter Verwendung der dem jeweiligen Kompetenzbereich zugeordneten Werkstätten und Werkstättenlaboratorien. Kompetenzbereich Verarbeitungstechnik - können aus Werkzeichnungen Modelle umsetzen; - können einfache Kollektionen realisieren; - können Verarbeitungstechniken material- und fertigungsadäquat einsetzen;

20 20 von 22 I. Jahrgang: Werkstätte: Zuschnitt Grundlagen des Einzelzuschnitts; Werkstätte: Näherei Basistraining, Bedienung verschiedener Fertigungsmaschinen, Methodentraining (technische Übungen), einfache textile Produkte; Werkstätte: Bügelei und Fixiererei Grundlagen der Bügeltechnik; einfache Artikel bügeln; Werkstätte: Endfertigung und Abschlusskontrolle Visuelle Kontrolle eigener Erzeugnisse. Werkstätte: Näherei Unterschiedliche Verarbeitungstechniken, einfache Kleidungsstücke; Fertigung einfacher Produkte mit technischen Detailbeschreibungen; einfache materialbezogene Nähtechnik; Werkstätte: Bügelei und Fixiererei Finishbügeln; Kleinteile fixieren, Fixiertechniken in der Praxis. Werkstätte: Zuschnitt Einzelzuschnitt; Werkstätte: Näherei Verarbeitungstechniken für elastische Flächen; einfache Produkte aus Maschenwaren; Werkstätte: Bügelei und Fixiererei Formgebendes Bügeln; Frontfixierung; Werkstätte: Endfertigung und Abschlusskontrolle Visuelle Kontrolle von Eigen- und Fremdprodukten; Produkt- und Verarbeitungsprüfungen. IV. und Werkstättenlaboratorium: Produktentwicklung und -prüfung Programmierung von Systemen für den industriellen Zuschnitt; Marker; Spezialverarbeitung; Abläufe der Serienfertigung; Fertigung von Produkten mit technischen Detailbeschreibungen; Systematische Prüfungen nach Anforderungskatalog; Produktprüfungen im Zusammenhang mit dem Qualitäts- und Umweltmanagement. Kompetenzbereich Innovative Fertigungstechniken - können grundlegende Fertigungsschritte im Bereich Smart Textiles und im Bereich Technische Textilien an Flächenproben und einfachen Produkten umsetzen; - können Fertigungsverfahren aus der klassischen Bekleidungsfertigung auf moderne Materialien übertragen. IV. bis Werkstättenlaboratorium: Produktentwicklung und -prüfung Spezialverfahren in der Näherei für Smart Textiles; technische Textilien; Fertigung von einfachen Laminatartikeln. Kompetenzbereich Produktprüfung

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