Stammtische in Ihrer Nähe. Webinar: Demografie ein alter Hut. termine

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1 Personal-treff.de entwickelt sich. Erst letztes Jahr starteten wir das branchenübergreifende Netzwerk von Spezialisten und Führungskräften aus dem betrieblichen Personalwesen. Heute sind es bereits über Mitglieder. Auch die Zahl der regionalen Stammtische wächst erfreulich. Erstmalig erhalten Sie nun Termine und Informationen zu unseren Webinar-Themen im neuen Gewand: Das personal-treff.de-magazin im PDF-Format erscheint alle zwei Monate. Immer mit einem thematischem Schwerpunkt. Für Juni und Juli gehen unsere Spezialisten für demografischen Wandel der Frage nach: Demografie ein alter Hut? Viel Spaß mit personal-treff wünscht Ihnen Ihre Vanessa Wolfram (Mitgliederbeauftragte I ) Das Thema Demografie ist längst zum Hype-Thema geworden. Nie zuvor wurden Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur so minutiös und gleichzeitig panikfreudig betrachtet wie heute. Die Stammtische in Ihrer Nähe Stuttgart Göttingen : Hamburg : Osnabrück : Hannover 2011: Kassel, Braunschweig und Gießen Webinar: Demografie ein alter Hut termine Do / 9:30 Uhr Di / 17:00 Uhr Di / 9:30 Uhr Di / 9:30 Uhr drei Demografieexperten Ulrich Reiner, Gudrun Töpfer und Stefan Pruchniewski übernehmen für Juni und Juli 2011 die Moderation der Webinare. Information zur Anmeldung auf Seite 3. >> Do / 17 Uhr Di / 9:30 Uhr

2 Demografie ein alter Hut >> In 35 Jahren schrumpft die Bevölkerung um 7 Mio. Menschen. Das ist nicht neu. Schon 1932 wurde in einem Buch die Entwicklung der Bevölkerung betrachtet und prognostiziert. Verständlich, denn schon damals wurden die Menschen wegen des höheren Lebensstandards älter als je zuvor. In den Aufzeichnungen fehlt lediglich ein Weltkrieg, der für heftige Einschnitte in manchen Bevölkerungsgruppen verantwortlich war. Status Quo Heute reicht uns das Dokumentieren längst nicht mehr aus: Panik ist ausgebrochen! Das Thema ist in die Öffentlichkeit gerückt, weil sich negative Effekte nun konkret auf die demografische Entwicklung zurückführen lassen. Während lange nur der Fachkräftemangel in Erscheinung trat, ist mittlerweile unübersehbar, dass das Thema vielschichtiger und komplexer und deshalb nicht allein mit immer gewiefteren Recruitingmechanismen zu lösen ist. Mittlerweile zeigt sich längst, dass es eigentlich keinen Mangel an Fachkräften, sondern generell an Arbeitskräften gibt. Es fehlen Arbeitskräfte auf allen Ebenen und Qualifikationsniveaus. Von der Spülkraft bis zum Spezialisten müssen alle Rädchen des Unternehmens besetzt werden können, um die Maschinerie am Laufen zu halten. Natürlich werden bestimmte Branchen und Gegenden früher und stärker von der Entwicklung getroffen. Nach und nach werden jedoch alle Unternehmen sich fragen müssen, wo man Rädchen findet. Dabei wird es durchaus passieren, dass man zuerst Quadrate findet, die man dann mit deren Einverständnis zum Rädchen qualifiziert. Dabei ist eine deutliche Notlage zu beobachten, wenn fieberhaft überlegt wird, aus welchen Gebieten im Ausland man am einfachsten Arbeitskräfte importieren kann. Interdisziplinär + Ganzheitlich An der Frage, wie gut Vakanzen besetzt werden können, wird sich die ganze Thematik entzünden. Ein Unternehmen funktioniert schlichtweg nicht mehr, wenn zu viele Stellen zu lange unbesetzt bleiben oder die Mitarbeiter in gewissen Positionen zu häufig wechseln. Die negativen Effekte zeigen sich z. B. in steigenden Fluktuationskosten: Nach aktuellen Studien liegen die direkten Nachbesetzungs- kos- ten bei 50 bis 60% des Mitarbeiterjahresgehaltes. Werden auch indirekte Kosten berücksichtigt, wie z.b. Einarbeitungsaufwand und Produktivitätsverlust, liegen die Gesamtkosten einer Nachbesetzung bei 90 bis 200% des Mitarbeiterjahresgehalts (Society for Human Resources Management, 2008). Dass in Folge unbesetzter Stellen die Belastung für die übrigen Mitarbeiter stärker wird, schlägt sich in steigenden Arbeitsunfähigkeitsfällen nieder und ist ein weiterer Baustein im komplexen Geflecht der Demografieproblematik: Der stets größere Anteil älterer Mitarbeiter ist zwar nicht öfter krank, aber meistens länger (BKK-Gesundheitsreport 2010). Dass sich diese Zusammenhänge auf die Produktivität, die Innovationsquote und in der Folge auf die Außenwirkung eines Unternehmens auswirken, macht die Demografieberatung endgültig zu einem strategischen Thema für das ganze Unternehmen. Worauf kommt es an? Ein für den demografischen Wandel gut passendes Zitat ist dieses: Früher hatten wir einen Zustand, dann kam die Veränderung, dann ein neuer Zustand. Jetzt ist die Veränderung der Zustand (Michael Urban). Bis die Kristallkugel-App erscheint, müssen Unternehmen mit einer ge- >>

3 >> wissen Unberechenbarkeit der Dynamik von Entwicklungen leben. Da Veränderungen zeitliche Spielräume erfordern, ist offensichtlich, dass ein gesunder Aktionismus für viele Unternehmen überlebensnotwendig ist. Abhängig von Branche, Größe, Standort und gelebter Unternehmenskultur zeigt sich in jedem Unternehmen ein individueller Handlungsbedarf. Deshalb ist es mit Standardlösungen üblicherweise nicht getan. Gesunder Aktionismus Der demografische Wandel ist in der Geschichte einmalig. Es fehlt an Erfahrungswerten, deshalb greifen bisher gültige Maßnahmen nicht. Eine fundierte Analyse muss klären, welche strategischen Handlungsfelder für ein Unternehmen relevant sind. Im nächsten Schritt gilt es, die Bereiche strukturiert anzugehen, um den Blick für das Ganze zu behalten. Die Entwicklungen greifen auf so vielen Ebenen so tief in das Unternehmensgefüge ein, dass unkoordinierte Maßnahmen vorsichtig ausgedrückt ein mutiges Unterfangen sind. Um hoffnungsfroh zu schließen, sei noch Arnold Gehlen ( , dt. Soziologe), zitiert: Fortschritt ist der Übergang von Situationen, deren Nachteile man schon kennt, zu Situationen, deren Nachteile man noch nicht kennt. Die Moderatoren im Interview? Wie kamen Sie zum Thema demografischer Wandel? Ulrich Reiner: Nach mehreren Jahren als Geschäftsführer machte ich mich 2003 selbständig. Bei meiner Beratertätigkeit für Profit- und Non-Profit-Unternehmen bin ich dabei auf die demografische Entwicklung und ihre Konsequenzen gestoßen. Nach meiner Ausbildung (=lebenslanges Lernen!) zum Demografieberater habe ich außerdem bei der Qualifizierung weiterer Demografieberater mitgewirkt. Dabei ist es sehr spannend zu sehen, mit welch unterschiedlichen Maßnahmen dieses Thema angegangen wird und erschreckend, mit welcher Ratlosigkeit viele Menschen dem fehlenden Erfahrungswissen ausgesetzt sind. Gudrun Töpfer: Bei meiner Tätigkeit für ein Recruiting-Unternehmen kam ich mit der Frage in Berührung, wo Unternehmen passenden Nachwuchs, finden. Aufgrund der rückläufigen Geburtenzahlen haben viele Unternehmen große Probleme und manche (weniger bekannte) Ausbildungsberufe sind bereits am Aussterben. Dass es bei vielen Unternehmen schon längst nicht mehr um Auszubildende, auch nicht um Spezialisten, sondern schlichtweg um Arbeitskräfte aller Qualifikationsniveaus geht, war für mich der Anlass, den komplexen Mechanismus näher anzusehen. Um inhaltlich gut aufgestellt zu sein, ergänze ich meine praktischen Erfahrungen mit einer Promotion über die Lernprozesse älterer Lerner.? Welche Ausmaße nimmt das an? GT: Kuriose, kann ich Ihnen sagen. Vor kurzem las ich einen Artikel über den Ärztemangel auf dem Land. Eine Gemeinde im Münsterland hatte keinen Arzt mehr und die medizinische Versorgung besonders der älteren Bewohner ist gefährdet. Ulrich Reiner über 25 Jahre Führungs- und Personalverantwortung als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Industrie. Seit 2003 selbständig und seit 2008 als Demografieberater. Leiter der Landesgeschäftsstelle des Bundesverbandes der Demografie-Experten e. V. für Baden-Württemberg in Offenburg und wirkte an der Ausbildung von Demografieberatern mit. Seine Klientel reicht vom Non-Profit-Unternehmen bis hin zum Unternehmen mit über Mitarbeitern in Deutschland und der Schweiz. Mehr: Das Dorf wurde kreativ und schnürte ein Paket, um Ärzte anzulocken. Dem neuen Arzt wurden für den Start kostenlose Übernachtungen im örtlichen Hotel angeboten, ein gratis Haarschnitt vom örtlichen Frisör sowie kostenloses Mittagessen und Brötchen vom Dorfbäcker. UR: Das zeigt die massiven Problemen, mit denen wir demnächst konfrontiert werden. Es zeigt außerdem, dass gut qualifizierte Kräfte umworben werden müssen, denn diese haben die große Aus- >> Gudrun Töpfer ist Psychologin/ Bildungsplanerin mit den Schwerpunkten Lernen und Wissen. Sie beschäftigt sich vorrangig mit dem demografischen Wandel aus Sicht der Kultur und Personalarbeit in Unternehmen. Sie bietet gemeinsam mit der Unternehmensberatung Scharfkopf das Demografie-Audit an, das den demografischen Wandel als strategisches Thema aufgreift. Kleine Informationshäppchen über Demografie- Arbeit in Unternehmen, DemograFingerfood, kann man auf ihrem Twitter-Kanal #Wechselwerk abonnieren. Kontakt:

4 >> wahl. Wer sich nicht um die Werbung passender Kandidaten kümmert, wird bei der Abstimmung mit den Füßen das Nachsehen haben. Wir werden uns von der Personalverwaltung oder Management verabschieden und ein Personalmarketing entwickeln müssen.? Was sind die goldenen Regeln? UR: Erkennen Sie, dass jetzt etwas getan werden muss, um in mehreren Jahren gut aufgestellt zu sein. Jedes Unternehmen hat eine Eigenverantwortung und muss für seine Situation passende und tragfähige Lösungen entwickeln. Wenn man Betriebsblindheit entgegen wirken will, ergibt qualifizierte externe Unterstützung Sinn und bietet den Vorteil der Unabhängigkeit. GT: Wichtig scheint mir noch zu erwähnen, was jahrelang für sozialromantisches Gerede gehalten wurde: Sozial sein! Was bislang als Gutmenschtum belächelt wurde, wird plötzlich für Unternehmen zum wettbewerbskritischen Überlebensfaktor. Die Entwicklungen langfristig im Auge zu behalten, wird die große Herausforderung sein, an der meiner Einschätzung nach einige Firmen scheitern werden.? Was erwartet die Teilnehmer der Webinare für Juni und Juli? GT: Mir ist wichtig, die Rolle der Personalarbeit im Gesamtkontext der strategischen Demografieberatung darzustellen. Dazu beginnen wir mit einem breiten Überblick über das Thema und sehen, wie stark die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen der einzelnen Effekte sind. Danach möchte ich die Handlungsfelder der Demografieberatung darstellen. Am konkreten Beispiel der Weiterbildungsplanung möchte ich schließlich aufzeigen, wie generationengerechte Qualifizierungsmaßnahmen ablaufen können. UR: Anknüpfend an den breiten Einstieg von Frau Töpfer möchte ich punktuell in die Tiefe gehen. Dazu möchte ich die Methode der Altersstrukturanalyse näher vorstellen, die durch eine Zusammenstellung der Mitarbeiterstruktur aufzeigen kann, wann welcher Handlungsbedarf besteht und wo man besonders schnell aktiv werden sollte. Mir ist besonders wichtig, dass Unternehmen einen Weg finden, dass sie über den Selbsterkenntnisprozess hin zur Eigeninitiative zu gelangen und somit selbstverantwortlich die Zukunft in die Hand nehmen. Stefan Pruchniewski Geschäftsführer der Scharfkopf GmbH, beantwortet als Co- Moderator im Forum Fragen zu seinen Schwerpunkten Prozessoptimierung, Logistikplanung und Projektmanagement. Zuvor sammelte er 20 Jahre Erfahrung in der Versandhandelslogistik (zuletzt Leiter der Logistikplanung des Arcandor-Konzerns). Er ist Mitglied im ddn (das Demografie-Netzwerk) u. Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Nürnberg. Sein Fokus liegt auf den Themen Arbeitsplatzergonomie und alternsgerechte Optimierung von Arbeitsprozessen und -systemen. Mit Gudrun Töpfer hat er das Demografie-Audit entwickelt. technik Webinare (Onlineseminare) Für die Teilnahme am Webinar benötigen Sie einen Internetbrowser und ein Telefon. Alle Teilnehmer sehen die Folien des Referenten. Über eine Telefonkonferenz sind Sie mit allen Teilnehmern verbunden. Kurz und knapp: Sie brauchen keine Software installieren die Teilnahme ist kostenfrei für die Telefonkonferenz rufen Sie eine deutsche Festnetznummer an (besitzen Sie eine Flatrate ist das Gespräch kostenfrei) Details und Anmeldungen über die Xing- Gruppe (https://www.xing.com/net/personal-treff/) oder termine Do / 9:30 Uhr Di / 17:00 Uhr Di / 9:30 Uhr Di / 9:30 Uhr Do / 17 Uhr Di / 9:30 Uhr

5 Stammtische Personal-treff.de lebt vom persönlichen Austausch vor Ort. Das können Impulsvorträge mit Diskussion, Betriebsbesichtigungen oder das Kennenlernen und der offene Austausch mit Kollegen aus der Region sein. Spezialisten und Führungskräfte des betrieblichen Personalwesens sind herzlich eingeladen sich anzumelden. Osnabrück Di :00 Kontakt: Brigitte Mayer Kassel Kontakt: Frank Quathamer und Daniela Rösler Stuttgart Di :30 Kontakt: Klaus Strecker Zur Anmeldung Hamburg Di :00 Kontakt: Werner Schulze Hannover :00 Kontakt: Heike Gutknecht und Harald von Daak Giessen Kontakt: Joerg Reschke Braunschweig Kontakt: Harald von Daak Göttingen Do :30 Kontakt: Heike Gutknecht Impressum: Personal-treff.de ist ein bundesweites und branchenübergreifendes Netzwerk von Spezialisten und Führungskräften aus dem betrieblichen Personalwesen. Alle zwei Monate wird ein thematischer Schwerpunkt gesetzt und durch Webinare (Online-Präsentationen) vertieft. Die Mitglieder können sich persönlich an regionalen Stammtischen austauschen. / Bilder: Fotolia, istock ViSdP Frank Quathamer / Personal-treff.de ist eine Marke der CAPERA GmbH & Co. KG. Wilhelmshöher Allee 260 / Kassel-Bad Wilhelmshöhe / Telefon / /

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