Ausblick 2015 Branchenexperten erklären, wohin bei alternativen Anlagen im neuen Jahr die Reise gehen wird

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1 DEZEMBER 2014 alternative investor information DAS MAGAZIN FÜR PROFESSIONELLE ANLEGER GEGRÜNDET 2010 AUSGABE 12 Ausblick 2015 Branchenexperten erklären, wohin bei alternativen Anlagen im neuen Jahr die Reise gehen wird Foto: fotolia.com 04 News Neue Köpfe: Einsteiger, Umsteiger, Aufsteiger Immobilien: Institutionelle Investoren legen indirekt an Übernahme: Mercer kauft Strategic Capital Management Neue Fonds: Kurz notiert 05 News Risikoprämien: Stabile Erträge in Krisenzeiten Infrastruktur: Neuer Index misst Performance von Projekten Hedgefonds I: State Street trennt sich von Hedgefonds-Sparte Hedgefonds II: US-Banken steigen aus KVGs: Master- KVG etabliert sich 06 Hedgework zu Algorithmic Trading Ich glaube an die selbsterfüllende Prophezeiung, Interview mit Philipp Kahler, Intalus Group 09 Marktüberblick Absolut Research: UCITS Alternative Strategy Fonds 10 Marktbericht Hedgefonds Aktienmärkte zeigen erste Zeichen einer Santa Rallye von Georg Reutter, Kepler Partners 12 TITEL Ausblick 2015 Absolute-Return-Konzepte als Renditequelle im Portfolio von Alexander Raviol, Lupus alpha 13 TITEL Ausblick Trend zur Anlage in regulierten Produkten wird sich fortsetzen von Rudi Aberle, Credit Suisse 14 TITEL Ausblick Alternative Trends jenseits des Mischfonds-Revivals von Katja Müller, Universal-Investment 15 TITEL Ausblick Stabile Trends bringen beste Chancen bei Managed Futures von Thomas Maier, FERI 16 TITEL Ausblick Why Sustainability matters: Investing in a sustainable Future von Andreas Feiner, Arabesque Asset Management 18 TITEL Ausblick Ein Jahr KAGB: Welche Aufgaben sich 2015 stellen von Aykut Bußian, TPW Todt & Partner 20 Produktcheck Amundi Equity Europe Minimum Variance IE 22 Top-3-UCITS-Fonds Die besten Arbitrage-UCITS-Hedgefonds der letzten 12 Monate + Neuemissionen 23 Termine 122. Hedgework Lesetipp: Rating von Vermögensverwaltungen von Oliver Everling und Jürgen Lampe Powered by Hedgework Schutzgebühr: 5,90 Euro

2 Investitionen in Kommunikations infrastruktur Der Zugang zu einem leistungsstarken Internet in Wohn- und Gewerbeimmobilien wird immer wichtiger. Zudem muss die Festnetzund die mobile Breitbandinfrastruktur in und um Immobilien grundlegend modernisiert werden. Hierdurch bietet sich institutionellen Investoren die Möglichkeit in passive Telekommunikationsinfrastruktur, wie Kabelnetze, Fernmeldetürme und Datenzentren, zu investieren. erfolgen, die in der Immobilienbranche seit vielen Jahren gängige Praxis sind. Institutionelle Investoren bekommen damit die Chance auf einen stabilen, langfristigen Cashflow, Schutz vor Inflation und eine Risikodiversifikation innerhalb ihres gesamten Investitionsportfolios. Für weitere Informationen senden Sie bitte eine an Diese Investitionen können beispielsweise im Rahmen von sale-and-lease-back-verfahren

3 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 3 FEBRUAR 2014 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 3 Dezember 2014 EDITORIAL ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 3 FEBRUAR 2014 EDITORIAL NACHAHLTIGE BIonIk INVESTMENTS Regeln Von der haben Natur etwas lernengutes EDITORIAL BIonIk Alexander Heintze Chefredakteur Alexander Heintze Chefredakteur Alexander Heintze Chefredakteur Politische Ein Baum Entscheidungen wäre beim Investieren sind in ein der wahres Investmentwelt Genie. Er in bringt der Regel das nicht Kunststück sehr beliebt. fertig, Geht trotz eines es doch minimalen allzu oft Einsatzes um Regulierung, von Material starre ein Regeln und Maximum Beschränkungen. an Stabilität Die zu europäische erreichen. Heftige AIFM-Richtline Stürme und hat kiloschwere indes der Branche Schneelasten zu einem auf seinen gewaltigen Ästen Aufschwung verursachen verholfen. extreme Spannungen. Zu dem Ergebnis Damit er nicht eine beim Auswertung nächsten des Windstoß Luxemburger umfällt, Fondsverbandes verteilt der Baum ALFI diese und kommen der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Demnach hat sich die Zahl der rundherum alternativen dicker Investmentfonds und damit stabiler. seit 2010 Vielmehr um zehn gleicht Prozent er Spannungen erhöht. Ein Baum wäre beim Investieren ein wahres Genie. Er bringt das Das und Druck verwaltete aus, Fondsvermögen indem nur an stieg den stark um 13 belasteten Prozent. Stellen Außerdem wächst. ist Kunststück fertig, trotz eines minimalen Einsatzes von Material ein Europa Das spart als Gewicht Onshore-Standort und Material. deutlich Er nutzt attraktiver die Schwankungen geworden. der Natur, Maximum an Stabilität zu erreichen. Heftige Stürme und kiloschwere um sich an den entscheidenden Stellen zu schützen. Das verringert das Schneelasten auf seinen Ästen verursachen extreme Spannungen. Damit er nicht beim nächsten Windstoß umfällt, verteilt der Baum diese Die Risiko Entwicklung umzufallen. ist ein klares Zeichen, dass sich die Anleger durch die Regulierung mehr Transparenz und Sicherheit erhoffen. Die Anbieter In der müssen Technik darauf ist das reagieren. Lernen von Insbesondere Natur schon für Hedgefonds seit langem wird eine das rundherum dicker und damit stabiler. Vielmehr gleicht er Spannungen eine feste Herausforderung. Größe in Wissenschaft Für sie und war Anwendung. das abgelaufene Das Geheimnis Jahr sicherlich des nicht und Druck aus, indem er nur an den stark belasteten Stellen wächst. schnittlich aus und in den USA reduzieren Banken und Pensionsfonds Das spart Gewicht und Material. Er nutzt die Schwankungen der Natur, um sich an den entscheidenden Stellen zu schützen. Das verringert das ihre nachempfunden Engagements sind, unter lassen anderem Sportler mit deutlich dem Verweis schneller auf durchs die mangelnde Wasser Risiko umzufallen. Transparenz. gleiten. Der lautlose Auf der Flug anderen von Seite Eulen steigen soll helfen, vor allem Flugzeuge in Europa leiser die zu Nachfrage machen. Immer und die mehr Zahl Unternehmen der Neugründungen versuchen bei mithilfe Hedgefonds. natürlicher Vor- In der Technik ist das Lernen von der Natur schon seit langem eine feste Größe in Wissenschaft und Anwendung. Das Geheimnis des Wie ins Management. es im kommenden Schwarmintelligenzen Jahr weitergehen werden kann, genutzt, haben wir um verschiedendungen Branchenexperten zu optimieren und für das dieses Alpha-Männchen-Verhalten Heft gefragt. Die Antworten ist ohnehin lassen Entschei- sich hinglänglich kurz zusammenfassen: bekannt. Die Bedeutung alternativer Investments nachempfunden sind, lassen Sportler deutlich schneller durchs Wasser wird in Zukunft weiter zunehmen. gleiten. Der lautlose Flug von Eulen soll helfen, Flugzeuge leiser zu Was Nur in bleibt der Finanzwirtschaft Investoren auch anderes ist die Bionik übrig? noch Nachdem weitgehend sich Minizinsen unentdeckt. machen. Immer mehr Unternehmen versuchen mithilfe natürlicher Vorlangsam Dabei werfen aber sicher gerade in hier Minuszinsen heftige Stürme verwandeln, den Finanzmärkten sind liquide Alternativen wieder ganze gefragter Depots denn um. je. Doch Gerade während hier werden wir bei sich Naturkatastrophen die Anbieter etwas immer ins Management. Schwarmintelligenzen werden genutzt, um Entscheidungen zu optimieren und das Alpha-Männchen-Verhalten ist ohnehin einfallen Risikovorsorge lassen betreiben müssen, um (Dämme die in der erhöhen) Regel und recht Messgeräte illiquiden alternativen Meeresboden Assets und versenken, Strategien um handelbar frühzeitig zu gewarnt machen. zu werden, sind viele auf dem hinglänglich bekannt. Investoren den Schwankungen und Katastrophen an den Finanzmärken Regelbasiert immer noch schutzlos sind auch ausgeliefert. die Strategien von Philipp Kahler, Senior Nur in der Finanzwirtschaft ist die Bionik noch weitgehend unentdeckt. Quantitative Analyst bei der Intalus Group. Im Hedgework-Interview Dabei werfen gerade hier heftige Stürme an den Finanzmärkten immer nimmt Unser Hedgework-Interview er automatisierten Handelsstrategien mit Dr. Frank Schmielewski (Algorithmic Trading) soll das den wieder ganze Depots um. Doch während wir bei Naturkatastrophen Ruch ändern. des Er Geheimnisvollen ist überzeugt: Bei und der Undurchdringbaren Risikovorsorge lässt und sich zeigt, einiges welche von Risikovorsorge betreiben (Dämme erhöhen) und Messgeräte auf dem Chancen den Naturwissenschaften und Risiken sich abschauen ergeben können. insbesondere bei der Katastrophenforschung. Mehr solcher Ansätze wären wünschenswert. Schließ- Meeresboden versenken, um frühzeitig gewarnt zu werden, sind viele Investoren den Schwankungen und Katastrophen an den Finanzmärken In lich eigener ist die Natur Sache: einer Rolf der Männl, besten IT-Leiter Optimierer. unserer Minimaler Finanzinformationsplattform maximaler altii.de, Ertrag hat und sich das beim möglichst renommierten wenig Wettbewerb Risiko. Das CIO klingt doch Einsatz, immer noch schutzlos ausgeliefert. des sehr Jahres vertraut bereits bei der ersten Teilnahme in den Top 20 der Unser Hedgework-Interview mit Dr. Frank Schmielewski soll das Kategorie Mittelstand platziert. Wir freuen uns mit ihm über diese ändern. Er ist überzeugt: Bei der Risikovorsorge lässt sich einiges von Auszeichnung und sehen darin die Bestätigung, dass wir mit unserem den Naturwissenschaften abschauen insbesondere bei der Katastrophenforschung. Mehr solcher Ansätze wären wünschenswert. Schließ- innovativen Konzept des Video-basierten Finanz- und Fondsportals altii (www.altii.de) auf dem richtigen Weg sind. lich ist die Natur einer der besten Optimierer. Minimaler Einsatz, maximaler Ertrag und das bei möglichst wenig Risiko. Das klingt doch Das Team von alternative investor information wünscht allen Lesern sehr Frohe Ihr Alexander vertraut. Weihnachten, Heintze, einen Chefredakteur geruhsamen Jahresausklang und für 2015 einen guten Start. Von der Natur lernen Alexander Heintze, Chefredakteur Ihr Alexander Heintze, Chefredakteur

4 4 NEWS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION Foto Vogt/COMPUTERWOCHE KÖPFE Einsteiger, Umsteiger, Aufsteiger Rolf Männl, Leiter IT der Finanzinformationsplattform altii alternative investor information, hat sich beim Wettbewerb Chief Information in der Kategorie Mittelstand platzieren können. Die Aus- Fachmagazinen Computerwoche und CIO Magazin vergeben und gilt als der begehrteste Preis der deutschsprachigen IT-Szene. Männl hat die Auszeichnung für die innovative Konzeption erhalten. altii-content-code AL Geben Sie hierfür den Code in das Suchfeld auf der altii-startseite ein, oder schreiben Sie in die AL Sandro Pierri Pioneer Investments zurück. An seiner Stelle wird Giordano Lombardo das Unternehmen zunächst weiterführen. tätig. Es wird vermutet, dass der Rücktritt mit der Fusion von Pioneer und der Santander Asset Management zusammenhängt. IMMOBILIEN Institutionelle Investoren legen immer öfter indirekt an Institutionelle Investoren präferieren bei der Immobilienanlage Immobilien-Spezialfonds. Die meisten Spezialfonds-Investoren wünschen sich dabei zwischen zwei und zehn Mitinvestoren, wobei wollen deutsche Investoren am liebsten mit anderen deutschen Investoren zusammengehen. Nicht-deutsche Investoren stoßen dagegen auf weniger Gegenliebe darunter insbesondere inter- diesen Ergebnissen kommt eine Befragung von Rückerconsult unter rund 100 institutionellen Investoren. Trotz des Anlagedrucks wandeln Institutionelle weiter auf ausgetre- wie Immobilienanleihen, Wandelanleihen und Kreditfonds eher Metropolen insbesondere bei Büroimmobilien. Bei den durchschnittlichen Mietrenditen über alle Immobilieninvestments sind die befragten Investoren bescheiden: Rund zwei Drittel streben eine durchschnittliche Mietrendite zwischen vier und fünf Prozent an. NEUE FONDS Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank legt mit dem TOP 7 Deutsche Metropolen Immobilien Invest erstmals einen offenen Immobilien-Spezialfonds für institutionelle Investoren und Sparkassen auf. Der Fonds investiert in Gewerbeimmobilien in den sieben wichtigsten Metropolen Deutschlands. Der Schwerpunkt der Anlagestrategie liegt auf Büroimmobilien. Die Bremer HTB-Gruppe plant demnächst zwei Spezial-AIF für Handelsimmobilien auf den Markt zu bringen. Weitere Einzelheiten sind dazu noch nicht bekannt. Seven Capital Management für den luxemburgischen Spezialfonds Seven Lux SICAV SIF im France ausgewählt. Der Teilfonds BlackSnake ist einer der ersten SICAV Spezialfonds, der bei Euroclear France zugelassen wurde. CACEIS übernimmt im Namen des Spezialfonds die Abwicklung von Mit Dr. Klaus Ripper Norbert Adam, Michael Hombach und Stamatia Hagenstein wechselt ein auf Collateralized Loan Obliga- Lupus alpha. Das Team war zuletzt für MainFirst Asset Management und davor für die Postbank tätig. Im Gegenzug verstärkt Thomas Meier das Team von MainFirst Asset Management. In seiner neuen Funktion koordiniert er künftig die Aktien-Teams und wird darüber hinaus selbst Portfolios verwalten. Vor seinem Wechsel war Thomas Meier im Fondsmanagement der Sparkassen-Tochter Deka Investments tätig ÜBERNAHME Mercer kauft Strategic Capital Management seine Position im Bereich der alternativen Assetklassen verbessern. Dollar in alternativen Investments. Die Transaktion soll im ersten sichtsbehörden zustimmen. jederzeit unter

5 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 5 Dezember 2014 NEWS RISIKOPRÄMIEN HEDGEFONDS I Stabile Erträge in Krisenzeiten State Street trennt sich von Hedgefonds-Sparte Strategien, mit denen sich alternative Risikoprämien vereinnahmen lassen, können die Folgen des Zinsdilemmas abmildern. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie von Prof. Dr. Arnd Wiedemann von der Universität Siegen. Alternative Risikoprämien lassen sich vereinnahmen, wenn Investoren Risiken eingehen, die über das systematische, alle Wertpapiere gleichermaßen betreffende Marktrisiko hinausgehen. Wiedemann untersuchte Size-, Value-, Momentum- und Low-RiskStrategien. Alle vier Strategien weisen langfristig eine positive Performance auf und liefern auch in Krisenzeiten stabile Renditeergebnisse, erklärte der Professor. Die höchste Risikoprämie erzielte mit durchschnittlich 5,79 Prozent Rendite pro Jahr die Size-Strategie, gefolgt von der Momentum-Strategie. Aufgrund ihrer geringen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen böten sich alternative Risikoan. So reduziere eine zehnprozentige Beimischung die Volatilität im erweiterten Multi-Asset-Portfolio um 0,59 Prozentpunkte. Der maximale Drawdown verbessere sich und die Sharpe Ratio steige erkennbar an. State Street verkauft sein Hedgefonds-Geschäft in einem Management-Buyout an die leitenden Mitarbeiter. Ende 2013 verwalteten die sechs Fonds ein Vermögen von 1,4 Milliarden US-Dollar. Genaueres zu den Konditionen ist nicht bekannt. Als Grund für den Verkauf wurde die Trennung von Beratung und Fondsgeschäft genannt. HEDGEFONDS II US-Banken steigen aus Hedgefonds aus Aufgrund der Volcker-Regel, die US-Banken dazu zwingt, ihre Investitionen in Private Equity und Hedgefonds auf drei Prozent des Tier-1Kapitals zu reduzieren, steigen diese nun aus derartigen Produkten aus. So hat die Investmentbank Goldman Sachs ihre Positionen in Hedgefonds im dritten Quartal bereits um 285 Millionen US-Dollar verringert. Die US-Banken müssen ihre Position in Private Equity und Hedgefonds bis Juli 2015 unter die Schwelle von drei Prozent senken. Goldman Sachs muss demnach die offenen Positionen von derzeit noch 11,4 auf etwa 2,3 Milliarden US-Dollar senken. INFRASTRUKTUR KAPITAL-VERWALTUNGSGESELLSCHAFTEN Neuer Index misst Performance von Infrastrukturprojekten Master-KVG etabliert sich bei institutionellen Immobilienanlegern MSCI will den IPD Global Infrastructure Direct Asset Index veröffentlichen, welcher die Performance von Investments in Infrastrukturprojekten misst. Damit sollen diese Investitionen transparenter werden. Der Index wertet weltweit 132 Investitionen aus verschiedenen Sektoren mit einem Wert von 49 Milliarden US-Dollar aus. Die Trennung von Asset Management und Administration über eine Master-KVG wird sich auch im Immobiliensektor stärker etablieren. Das legt eine Umfrage der Universal-Investment nahe. Institutionelle Anleger erhoffen sich davon eine höhere Transparenz und eine größere Flexibilität bei der Auswahl der besten Anbieter. intalus.de/tradesignal TECHNICAL ANALYSIS & ALGORITHMIC TRADING - Die ultimative Software für quantitativ-technische Analyse und Algorithmic Trading - Entwickeln und backtesten Sie nahezu jede beliebige Trading-Strategie im Handumdrehen - Umfangreiche Simulationsmöglichkeiten diverser Rendite-Risiko-Kennziffern - Mit Schnittstellen u. a. zu Bloomberg, Global View, Thomson Reuters, Trayport und eigenen Datenbanken. - Unterstützt EasyLanguage - Made in Germany! JE TZ T TE ST ENna l int alu s.de/ trade sig INTALUS ist eine eingetragene Marke der Intalus GmbH, Bremen Tradesignal ist eine eingetragene Marke und ein Produkt der Tradesignal GmbH, Bremen

6 DEZEMBER HEDGEWORK ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION INTERVIEW PHILIPP KAHLER, INTALUS GROUP Ich glaube an die selbsterfüllende Prophezeiung Algorithmic Trading ist oft mit dem Nimbus des Geheimnisvollen und Undurchdringbaren umgeben. Doch mit den richtigen Werkzeugen und Methoden lassen sich die Chancen und Risiken automatisierter Handelsstrategien nutzen. Philipp Kahler, Senior Quantitative Analyst bei der Intalus Group, zeigte auf dem 120. Hedgework in Frankfurt den Weg zur systematischen Geldanlage. Hedgework: Herr Kahler, in kurzen Worten: Was ist Algorithmic Trading? Philipp Kahler: Hedgework: Warum sollten sich institutionelle Investoren mit der Technischen Analyse und dem Algorithmic Trading beschäftigen? Kahler: Philipp Kahler ist Senior Quantitative Analyst bei Intalus. In dieser Funktion betreut er institutionelle Kunden bei der Entwicklung von regelbasierten Strategien. Kahler studierte Elektrotechnik in Graz und war anschließend viele Jahre in der Eigenhandelsabteilung einer deutschen Großbank für die Entwicklung vollautomatischer Handelsstrategien verantwortlich. Er ist Autor des Buches Tradingstrategien (nicht nur) für Extrem situationen. Hedgework: Wie funktioniert ihr Ansatz? Kahler: Hedgework: Auf welche Indikatoren achten Sie? Kahler: Hedgework: Warum nutzen Sie gerade die Technische Analyse zur Entwicklung von Algorithmen? Kahler: ich nicht ignorieren. Hedgework: Sie setzen damit sehr stark auf den richtigen Kauf- und Verkaufszeitpunkt. Die neueste Forschung geht eher in die Richtung, dass Market Timing nicht möglich ist, bzw. nichts bringt. powered by

7 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 7 DEZEMBER 2014 HEDGEWORK Kahler: Hedgework: Wie lässt sich das Marktuniversum mit Algorithmen nach chancenreichen Werten durchforsten? Kahler: Hedgework: Sie vergleichen die Werte auf verschiedenen Zeitebenen. Was ist der Grund bzw. welche Aussage kann der Anwender aus dem Vergleich ziehen? Kahler: Hedgework: Sei long, wenn der Chart grün ist, und short, wenn er rot ist. Das klingt trivial. Ist es das tatsächlich? Kahler: i Interview in Kooperation mit Hedgework Hedgework: Ist dieser Ansatz auch etwas für institutionelle Investoren, die nicht über eine große Investmentmannschaft verfügen? Kahler: Hedgework: Gerade in volatilen Märkten klingt das nach vielen Umschichtungen und Transaktionen und damit Transaktionskosten. Das geht zulasten der Performance. Wie ist Ihre Erfahrung? Kahler: Hedgework: Wie lang ist die durchschnittliche Haltedauer? Kahler: Intalus wurde 1990 als Spezialist für die Entwicklung und den Vertrieb von Finanzsoftware gegründet. Zum Angebot gehört mit Grand Central die Standardsoftware zur zentralen Versor- mit Wertpapier-Referenzdaten wie beispielsweise Stammdaten, Emittentendaten, Corporate Actions, Ratings und Bewertungskursen. Mehr als 300 Kunden weltweit vertrauen der Leistung von Intalus. Sie werden über die Standorte in Bremen, Dubai, Frankfurt, London und Zürich betreut. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe mit der Intalus Asset Management Ltd. in Hamilton (Bermuda) im Management von Finanzanlagen aktiv. powered by

8 DEZEMBER HEDGEWORK ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION einem gehandelten dann ist eine stetige Hedgework: Funktioniert der Ansatz auch auf Portfolioebene? Kahler: Hedgework: Wie ermitteln Sie die optimale Positionsgröße in einem Portfolio? Kahler: Hedgework: Was passiert mit dem Geld, das aufgrund negativer Signale nicht in den Aktien- Kahler: Hedgework: Wie ist die Relation Aktien/Renten in einem Portfolio? Hat der Aktienmarkt in jedem Fall Vorrang? Kahler: Hedgework: In welchem Marktumfeld funktioniert dieser Ansatz am besten und wo nicht? Kahler: Hedgework: Wie gehen Sie mit Schwarzen Schwänen und dem Zufall um? Kahler: Hedgework: Welchen Vorteil hat Ihrer Strategie gegenüber anderen Handelsstrategien, die auf der technischen Analyse basieren? Kahler: KONTAKT Das Interview führte Alexander Heintze. Intalus GmbH Philipp Kahler Tel.: +49 (0) Internet: powered by

9 Absolut Research GmbH Investmentstrategien für institutionelle Investoren Rendite (p.m.) Korrelation - Aktien Performance Equity Rendite Top 10 letzter Monat Fixed Income Stand: , Analyse: letzte 12 Monate Währung Strategie Sep 2013 Aug 2013 YTD 1 Jahr 2 Jahre (p.a.) SR Omega 1 HWB Renten Portfolio Plus EUR L/S 3,60% 0,37% -4,06% -0,42% -0,35% neg 0,99 2 Lazard Emerging Markets Total Return Debt Fund USD GM 2,81% -2,06% -1,86% -0,13% 5,85% neg 1,01 3 Cheyne Convertibles Abs. Ret. EUR L/S 2,50% 0,16% 10,39% 13,71% 7,72% 2,53 7,57 4 Delta Prime European Special Situations EUR ED 2,46% 0,63% 2,03% 7,87% 11,23% 1,14 2,66 5 GAM Star Dynamic Global Bond USD GM 2,40% -1,13% -3,26% -2,82% 3,10% neg 0,73 6 Auriga Investors - Vitrio Real Return EUR L/S 2,35% -0,15% 5,11% 11,34% - 1,51 3,27 7 GAM Star Global Convertible Bond USD L/S 2,25% -0,88% 6,90% 8,41% 6,78% 1,41 3,39 8 Renta 4 Valor Relativo EUR MS 1,70% 0,30% 4,33% 9,35% 5,30% 1,49 3,56 9 MLIS Beach Point Credit USD MS 1,54% -0,10% World Invest - Absolute Strategy EUR L/S 1,41% 0,29% 4,92% 8,12% 9,29% 1,87 4,83 Die Sharpe Ratio (SR) wurde mit einem risikolosen Zins von 1,75% berechnet. Das Omega-Maß wurde mit einem Grenzwert von Null Berechnet. Rendite (p.m.) Top 10 Year to Date Fixed Income Stand: , Analyse: letzte 12 Monate Währung Strategie YTD Sep 2013 Aug Jahr 2 Jahre (p.a.) SR Omega 1 H2O Allegro EUR GM 13,40% -0,72% 0,68% 28,73% 23,04% 2,73 7,36 2 Cheyne Convertibles Abs. Ret. EUR L/S 10,39% 2,50% 0,16% 13,71% 7,72% 2,53 7,57 3 Salar Convertible Absolute Return EUR L/S 9,89% 0,88% -0,40% 11,61% 6,88% 2,76 8,85 4 GAM Star Global Convertible Bond USD L/S 6,90% 2,25% -0,88% 8,41% 6,78% 1,41 3,39 5 Lazard Opportunities Fund GBP MS 6,89% 0,80% 0,49% 7,22% 4,64% 1,51 3,70 6 H2O Multibonds EUR GM 6,85% -1,39% 1,34% 16,14% 23,83% 2,03 4,29 7 Muzinich LongShortCreditYield Fund USD L/S 6,84% 0,99% -0,03% 10,58% - 3,55 12,22 8 Catella Nordic Fixed Income Opportunity SEK L/S 5,86% 0,84% 0,62% 8,23% 8,91% 6,13 91,87 9 Duemme Global Convertibles Plus EUR L/S 5,80% 0,68% 0,06% 5,94% 5,65% 0,97 2,59 10 Aviva - Global Convert. Abs. Ret. EUR L/S 5,27% 0,74% 0,65% 6,19% 8,96% 2,23 9,48 Die Sharpe Ratio (SR) wurde mit einem risikolosen Zins von 1,75% berechnet. Das Omega-Maß wurde mit einem Grenzwert von Null Berechnet. Top 10 letzte 12 Monate Fixed Income Stand: , Analyse: letzte 12 Monate Währung Strategie 1 Jahr YTD Sep 2013 Aug Jahre (p.a.) SR Omega 1 H2O Allegro EUR GM 28,73% 13,40% -0,72% 0,68% 23,04% 2,73 7,36 2 H2O Multibonds EUR GM 16,14% 6,85% -1,39% 1,34% 23,83% 2,03 4,29 3 Cheyne Convertibles Abs. Ret. EUR L/S 13,71% 10,39% 2,50% 0,16% 7,72% 2,53 7,57 4 Salar Convertible Absolute Return EUR L/S 11,61% 9,89% 0,88% -0,40% 6,88% 2,76 8,85 5 Auriga Investors - Vitrio Real Return EUR L/S 11,34% 5,11% 2,35% -0,15% - 1,51 3,27 6 H2O Moderato EUR GM 11,23% 5,00% -0,23% 1,25% 10,39% 1,55 3,15 7 Muzinich LongShortCreditYield Fund USD L/S 10,58% 6,84% 0,99% -0,03% - 3,55 12,22 8 Global Navigator Fund GBP GM 10,32% 3,06% 0,16% -0,12% 13,91% 1,72 4,35 9 Numen Credit Absolute Return EUR L/S 9,84% 4,71% -0,15% 0,15% - 1,75 7,42 10 Renta 4 Valor Relativo EUR MS 9,35% 4,33% 1,70% 0,30% 5,30% 1,49 3,56 Die Sharpe Ratio (SR) wurde mit einem risikolosen Zins von 1,75% berechnet. Das Omega-Maß wurde mit einem Grenzwert von Null Berechnet. Korrelation - Aktien monitor monitor monitor monitor ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 9 DEZEMBER 2014 ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS MARKTÜBERBLICK UCITS Alternative Strategy Fonds Das Hamburger Analyseunternehmen Absolut Research GmbH analysiert jeden Monat den Markt für alternative Investmentstrategien im UCITS-Format und publiziert diese Ergebnisse für institutionelle Investoren im Rahmen des UCITS Alternative Strategy Fonds Monitors. Für alternative investor information stellt das Unternehmen Monat für Monat interessante Informationen zu diesem Wachstumsmarkt zusammen. Die Performance in der Vergangenheit ist kein Indikator für den zukünftigen Erfolg. Würde diese Aussage uneingeschränkt gelten, wären Due-Diligence und aktives Asset Management überflüssig. Schließlich besteht die Annahme, dass die Fähigkeiten eines Fondsmanagers für die erzielte Performance verantwortlich sind. Daher müssen selbst Investoren mit stark qualitativ geprägtem Anlageprozess auf Ergebnisse der Vergangenheit setzen, um Fondsmanager zu identifizieren, bei denen sich der Aufwand einer detaillierten qualitativen Due- Diligence lohnen könnte. Schon recht einfache Screenings anhand gängiger Performance-Maße können helfen, zumindest die Wahrscheinlichkeit negativer Überraschungen zu reduzieren. Zur Veranschaulichung wurde das Omega-Maß für jeden Equity-Long/Short-Fonds aus der Datenbank der Absolut monitor Alternative UCITS im Zeitraum von November 2009 bis Oktober 2012 berechnet. Anschließend wurden monatlich gleichgewichtete Portfolios der Top- bzw. Bottom-Quartile-Fonds gebildet. Die Performance der Top-Quartile-Fonds lag in den folgenden 24 Monaten (November 2012 bis Oktober 2014) deutlich über jener der Bottom-Quartile-Fonds. Fonds-Performance von Top- und Bottom-Quartile-Equity-Long/Short-UCITS-Fonds Rendite (p.a.) Standardabweichung (p.a) Max. Drawdown Sharpe Ratio (1,75%) Top-Omega Equity LS 8,3% 3,3% -1,0% 1,98 Bottom-Omega Equity LS 0,4% 3,3% -3,8% negativ Quelle: Absolut monitor Alternative UCITS, Absolut Research GmbH Alternativen für Ihr Risikobudget 36 Fixed-Income Überblick Rendite Fixed-Income Gesamtüberblick Performance Equity 23 Jetzt mit über 850 Fonds! monitor Alternative UCITS Markt-, Performance- und Risikoanalyse regulierter alternativer Anlagestrategien Standardabweichung (p.m.) Korrelation - Anleihen 2013 Standardabweichung (p.m.) Korrelation - Anleihen Die Publikation für regulierte Investmentfonds mit alternativer Anlagestrategie liefert Investoren neutrale Analysen und eine weltweit einmalige Übersicht über eines der wichtigsten Wachstumssegmente im institutionellen Asset Management. Fordern Sie Informationen und eine Beispielausgabe an: Neue Perspektiven für institutionelle Investoren

10 DEZEMBER ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION MARKTBERICHT ALTERNATIVE INVESTMENTS Aktienmärkte zeigen erste Zeichen einer Santa Rallye Nach einer schwachen ersten Monatshälfte im Oktober, geprägt von Volatilität und heftigen Korrekturen, konnten Aktienmärkte in den darauf folgenden Wochen starke Kursgewinne erzielen. Der MSCI World Index - GTR verbesserte sich um 1,2 Prozent und beendete somit den Oktober mit einem respektablen Jahreszuwachs von 8,1Prozent. Die Märkte in den USA und Japan erwiesen sich als die stärksten, während Europa, trotz des positiven Aufwinds nach den Bankenstresstests der EZB, Anlegern weiterhin Unbehagen bereitet. Alternative Anlageklassen mussten trotz der starken Aufholjagd in der zweiten Monatshälfte gemessen am AH Global UCITS Index geringfügige Verluste von 0,38 Prozent verbuchen. Im direkten Vergleich konnten Offshore-Hedgefonds gemessen am HFRI Fund Weighted Composite Index den UCITS-Sektor mit einem minimalen Verlust von 0,11Prozent leicht übertreffen. Performance Review: Wie schon in unserem letzten Marktbericht angesprochen, stellte sich der Oktober vor allem für Event-Driven-Strategien als besondere Herausforderung dar. Nach einem Verlust von 3,5 Prozent zur Monatsmitte konnte der AH Event Driven UCITS Index noch ein wenig aufholen und verringerte schlussendlich den Verlust auf 2,35 Prozent. Damit bildeten Event-Strategien den schwächsten Strategie- Index im vergangenen Monat und liegen mit einem Minus von 3,51 Prozent auch in der Jahreswertung am Ende der Tabelle. Im starken Gegensatz dazu konnten Managed-Futures-Strategien weiter von anhaltenden Trends profitieren. Rohstoff-, Devisen- und Fixed-Income-Märkte erwiesen sich als Treiber des AH Managed Futures Index, der mit einem Plus von 0,95 Prozent die stärkste Leistung erzielen konnte. Die US-Notenbank hat mittlerweile ihr Tapering-Programm beendet, nachdem neuerliche Anleihenkäufe aufgrund der starken Wirtschaftsverfassung in den USA nicht mehr erforderlich scheinen. Eine Zinserhöhung in den USA wird dennoch erst für Sommer 2015 prognostiziert. Georg Reutter, CFA Ist Leiter des Alternative Investment Research bei Kepler Partners LLP in London. Kepler Partners LLP ist als Research- und Marketing-Spezialist im Alternative-UCITS-Bereich tätig. Das Unternehmen bietet institutionellen Investoren durch ihre Datenbank Absolute Hedge (www.absolutehegde.com) Expertise im Bereich Single/Multi Manager Alternative Investments. Managed-Futures-Strategien Obwohl ein systematischer Ansatz während einer Trendwende oft Verluste verbucht, bleiben diese Strategien für uns höchst interessant. Systematische Strategien werden nicht - schon längst aufgegeben hätten. Die Konjunkturdaten in den USA bestätigen einen soliden Aufwärtstrend der US-Wirtschaft, was sich auch in der Wertentwicklung des S&P 500 widerspiegelt, der einmal mehr zum Monatsende ein Rekordhoch erreichen konnte (14,9 Prozent seit Jahresbeginn). Trotz der starken Kennzahlen an den globalen Aktienmärkten, vor allem in den USA, sind aktive Aktienmanager in diesem Jahr deutlich unter unseren Erwartungen geblieben. Dies widerspiegelt sich auch in der Leistung des AH Equity Long Short UCITS Index, der mit einem Jahresminus von 0,39 Prozent stark enttäuscht. Fonds mit Investitionen in den USA leiden demnach nicht so stark wie Manager, die hauptsächlich in Aktien in Europa oder in Schwellenländern investieren. In diesen Märkten blieb die Aktienrallye bisher gedämpft und dementsprechend sind auch die Leistungen hier schwächer. In Europa blieb die Situation im Oktober weiter angespannt. Der DAX Index verlor im Oktober 1,6 Prozent und aus Sorge vor einer weiteren Verschlechterung der globalen

11 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 11 DEZEMBER 2014 ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS Performance ausgewählter UCITS-Hedgefonds-Indizes Oktober Jahr 1 3 Jahre 1 Global Index -0,38% 1,71% 8,25% Credit Index -0,27% 1,68% 10,59% Long/Short Equity Index -0,28% 1,89% 16,12% FX Index 0,59% 5,96% 7,90% Global Macro Index -0,41% 0,49% 3,91% Managed Futures Index 0,95% 11,12% 1,12% Equity Market Neutral Index 0,12% 0,45% 5,57% Multi Asset Index -0,39% 2,40% 8,18% Event Driven Index -2,35% -2,35% 3,49% Emerging Markets Index 0,20% 0,66% 10,10% 1 Performance per Quelle: Kepler Partners LLP Konjunktur schichteten viele Anleger ihre Portfolios in weniger risikoreiche Anlageklassen um. Interessant ist auch unsere Beobachtung, dass Fondsmanager, die im vergangenen Jahr besonders starke Leistungen erbringen konnten, in diesem Jahr Schwierigkeiten haben, an diese Leistungen anzuknüpfen. Für Fondsanalysten bedeutet dies eine zusätzliche Her ausforderung, da Fonds in der Regel an ihren letzten Resultaten gemessen und bewertet werden. Anlegerstimmung und Ausblick: Nach den Kurseinbrüchen Anfang Oktober scheinen Santa Rallye bis zum Jahresende hin. Auch die Rentenmärkte verbuchten in den letz- tursorgen, die sich von Europa aus möglicherweise auch in andere Regionen ausbreiten könnten. Alternative Anlageklassen bilden in diesem Marktumfeld einen sicheren Hafen. Kurzfris tig erwarten wir von Equity-Long/Short und vor allem von direktionalen Managern eine bessere Leistung. Auch Event-Driven-Fonds sollten von der Dislokation und schon seit Längerem bei uns hoch im Kurs. Nach der starken Leistung in der zweiten Jahreshälfte würde uns jedoch eine schwächere Phase nicht überraschen. Längerfristig bleiben wir jedoch Käufer dieser Strategie und sehen solche Schwächephasen als gute Einstiegsgelegenheit an. KONTAKT Kepler Partners LLP Georg Reutter Tel.: +44 (0) Internet: Mehr Informationen Alceda Quarterly UCITS Review unter

12 DEZEMBER ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION AUSBLICK 2015 ALEXANDER RAVIOL, LUPUS ALPHA Absolute-Return-Konzepte als Renditequelle im Portfolio Für die Anlagestrategie der Investoren ist eine entscheidende Frage, wie sich die Zinsen entwickeln werden. Lupus alpha geht in seinem Ausblick von einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld aus und rät daher, Absolute-Return- Konzepte als Anlagealternative zu nutzen. Damit können Risiken begrenzt und Chancen genutzt sowie auch alternative Renditequellen erschlossen werden. Historisch niedrige Zinsen stellen die Anleger vor völlig neue Herausforderungen. Für die Zukunft ist daher die entscheidende Frage, ob die aktuelle Zinssituation nur eine vorübergehende Erscheinung ist oder ob nach dieser Trockenphase mit festverzinslichen Sparformen wieder auskömmliche Renditen erzielt werden können. Leider ist Letzteres ein sehr unwahrscheinliches Szenario, denn in unserem Kreditgeldsystem ist ein enormer Schuldenberg gewachsen. Langfristig niedrige Zinsen: Die Notenbanken verfolgen eine Politik, die größere Rezessionen nicht mehr erlaubt und so werden auch Fehlinvestitionen nicht mehr korrigiert. Stattdessen werden Insolvenzen von Banken, größeren Unternehmen oder gar Staaten mit allen Mitteln verhindert. Das Zinsniveau muss also unbedingt niedrig bleiben, damit diese Pleiten vermieden werden können. Einen sich selbst tragenden Aufschwung wiederum, der uns aus unserer misslichen Situation befreit und Zinszyklen ermöglicht, wie wir sie früher kannten, wird es ohne eine vorherige Bereinigung der Schuldensituation nicht geben. Wenn wir uns also auf ein Umfeld einstellen müssen, in dem mit festver- Auswege gibt es dann noch? Risikokontrolliert investieren und alternative Renditequellen nutzen: Absolute-Return-Konzepte bieten sich als interessante Anlagealternative an und das anhaltende Niedrigzinsumfeld führt dazu, dass die Nachfrage weiter steigt. Im ersten Halbjahr 2014 sind rund 20 Milliarden Euro in Marktvolumen damit in Deutschland um 16 Prozent von 125,4 auf 145,6 Milliarden Euro gestiegen, wie die Ergebnisse der Lupus alpha Absolute Return Studie auf Basis der Daten von Lipper zeigten. Alexander Raviol ist Partner von Lupus alpha und verantwortlich für den Bereich Portfolio Management Absolute Return. Der Diplom-Physiker hat umfassende Kapitalmarkterfahrungen unter anderem im Investment Banking der HSH Nordbank AG sowie im Portfolio Management der Dresdner Bank AG in Frankfurt gesammelt. Begonnen hat Alexander Raviol seine Karriere im Portfolio Management Absolute Return bei der UBS AG in der Schweiz. Lupus alpha ist eine eigentümergeführte, unabhängige Asset Management-Gesellschaft, die seit über 14 Jahren für spezialisierte Investmentlösungen steht. Lupus alpha ist heute einer der führenden Anbieter von Absolute-Return-Konzepten. Ziel ist, durch aktive, innovative Investmentkonzepte einen echten Mehrwert für institutionelle Anleger zu entwickeln. Angesichts des derzeitigen Anlagenotstands sollten institutionelle Anleger Absolute-Return-Produkte in ihre Anlageüberlegungen für das kommen- können Absolute-Return-Strategien das Ertragspotenzial steigern und zukünftig vergleichsweise attraktive Renditen ermöglichen. Die Mutigen werden belohnt: Nur wer die neuen Herausforderungen erkennt und ihnen entsprechend begegnet, kann in Zukunft zu den Gewinnern gehören. Wer sich hingegen weiterhin damit zufrieden gibt, sein Vermögen in Zinspapieren anzulegen, wird sich wohl nicht in dieser Gruppe begrenzt und Chancen an den Kapitalmärkten genutzt, sondern auch alternative Renditequellen erschlossen werden. Damit könnte Anlegern der Spagat zwischen auskömmlichen Renditen und einer strikten Risikosteuerung auch in Zukunft gelingen.

13 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 13 DEZEMBER 2014 ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS AUSBLICK 2015 RUDI ABERLE, CREDIT SUISSE Trend zur Anlage in regulierten Produkten wird sich fortsetzen In einer Welt, in der sich die Staatsanleihespreads auf historischen Tiefs bewegen und die Anleger nach Renditemöglichkeiten Ausschau halten, spielen alternative Anlagen eine wesentliche Rolle. Vor allem bei jenen Anlegern, die keine Aktienrisiken eingehen können. Sie wenden sich vermehrt aktiv verwalteten Anlagestrategien wie Hedgefondsstrategien zu, um so attraktive Erträge zu erzielen. Rudi Aberle ist seit 2006 bei der Credit Suisse (Deutschland) AG tätig und im Bereich Asset Management für Alternative Investments zuständig. Zuvor arbeitete er bei Fidelity International, Deka Investment und der Dresdner Bank. Rudi Aberle verfügt über einen Abschluss als Diplom-Kaufmann. Credit Suisse ist eine integrierte Bank mit zwei globalen Divisionen Private Banking & Wealth Management sowie Investment Banking. Der Bereich Asset Management, ein Teil von PBWM, ist in Deutschland seit über 25 Jahren präsent und betreut institutionelle Portfolios und Publikumsfonds für ein breites Spektrum von privaten und institutionellen Anlegern sowie professionellen Vermögensberatern. Die Produktpalette umfasst die Segmente Alternative Investments, Multi Asset Class Solutions, Fixed Income, Themenaktienfonds und Real Estate. Hedgefonds schneiden im historischen Vergleich sowohl auf absoluter als auch auf risikobereinigter Basis besser ab als andere Anlageklassen. Während Hedgefondsanlagen in der Vergangenheit über Offshore-Fondsstrukturen umgesetzt wurden, haben in den letzten Jahren Onshore-Vehikel wie UCITS an Bedeutung gewonnen. Die Beliebtheit der alternativen UCITS unter den Anlegern überrascht nicht, denn die UCITS-Instrumente nehmen sich direkt einiger der dringlichsten Sorgenpunkte an, welche die Anleger infolge des 2008er-Krisenszenarios plagen, darunter Liquidität, Regulierung, Verwahrung von Vermögenswerten, Transparenz und Risikomanagement. Während sich die Renditen von Anleihen derzeit auf historisch niedrigen Niveaus bewegen, Aktien eine hohe Volatilität verzeichnen und es passive Strategien in seitwärts tendierenden Märkten schwer haben, sind alternative Strategien deutlich weniger eingeschränkt, sodass sie von den reichlich vorhandenen zen die Anleger zunehmend auf alternative UCITS-Fonds, um die Verluste in Phasen von Marktstress abzufedern und die Risiko-Ertrags-Eigenschaften ihrer Portfolios zu verbessern. Aufgrund der aufsichtsrechtlichen Veränderungen haben regulierte Anlageinstrumente ein erhöhtes Interesse von Fondsmanagern sowie von Anlegern erfahren. Alternative UCITS-Fonds stellen eine attraktive Möglichkeit dar, um in alternative Anlagestrategien zu investieren. Sie können auf einer regulierten, liquiden und transparenten Grundlage Risiko-Rendi- einige Strategien innerhalb des UCITS-Rahmens nicht einfach umzusetzen. Wegen der Renditestreuung und der Heterogenität des Anlageuniversums sind eine eingehende Due-Diligence-Prüfung und eine sorgfältige Auswahl der Fondsmanager entscheidend. Dies liegt aber auch an den operativen Besonderheiten, welche die Feststellung der Strategievereinbarkeit und des Risikopotenzials beispielsweise einer möglichen Liquiditätsinkongruenz oder eines unerwünschten Kontrahentenrisikos so ausschlaggebend machen. In all diesen Bereichen sollten Dach-Hedgefonds in der Lage sein, den Kunden wertvolle Dienstleistungen zu bieten. Im Zuge der verstärkten Konzentration auf Regulierungsfragen in Europa (aber auch in anderen Regionen) wird sich der Trend zur Anlage in regulierten Produkten in den nächsten Jahren fortsetzen das alternative leger wird die Anlage in alternativen UCITS-Fonds die einzige Möglichkeit sein, um künftig einen Zugang zu solchen Performancequellen zu erhalten. Im Laufe dieses Prozesses dürfte sich der UCITS-Rahmen weiterentwickeln, und auch das Verhältnis zu anderen Regulierungsverfahren (etwa die AIFM-Richtlinie) sollte sich deutlicher abzeichnen. Alternative UCITS- Die Credit Suisse verfügt mit dem CS (Lux) Prima Multi-Strategy Fund und dem CS (Lux) Prima Growth Fund über zwei sehr erfolgreiche UCITS-Dach-Hedgefonds mit zusammen über 1,1 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen.

14 DEZEMBER ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION AUSBLICK 2015 KATJA MÜLLER, UNIVERSAL-INVESTMENT Alternative Trends jenseits des Mischfonds-Revivals Wer nach Trends im Fondsmarkt sucht, - Eine aktuelle Befragung institutioneller Kapitalanleger von Universal- Invest ment zu ihrem künftigen Anlegerverhalten lässt recht genaue Rückschlüsse zu. Weil die Mehrheit der befragten institutionellen Investoren damit rechnet, dass die Niedrigzinsen die Gesamtrendite negativ beeinflussen, wollen inzwischen über ein Drittel der Befragten alternative Anlagen stärker als bislang gewichten. Die durch die Niedrigzinsen bedingte Renditelücke sollen immer häu- tur schließen. Die Quote für Alternatives, die bei rund einem Drittel der - konkrete Nachfrage nach individuellen Strukturierungen von alternativen Anlagen, seien es Unternehmensbeteiligungen oder Kreditverbriefungen. Selbst Investments in erneuerbare Energien in Schwellenländern werden inzwischen nachgefragt. Institutionelle wollen Alternatives-Quote ausbauen Quelle: Universal-Investment Katja Müller leitet seit Oktober 2014 das Publikumsfondsgeschäft von Universal-Investment, zuvor war sie für die Vertriebssteuerung und das zentrale Produktmanagement verantwortlich. Davor war die Bankkauffrau bei der Deutschen Bank tätig, len Konzernsteuerabteilung. Universal-Investment gehört mit rund 235 Milliarden Euro verwaltetem Fondsvermögen (Stand 31. Oktober 2014), 1000 Spezial- und Publikumsfondsmandaten und rund 550 Mitarbeitern zu den erfolgreichsten deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG). Als Tochterunternehmen renommierter Privatbanken ist sie eine der wenigen neutral aufgestellten Fondsgesellschaften in Deutschland. Unabhängige Alpha-Produkte bei Publikumsfonds gefragt: Diese - ditätsregelungen nur in abgeschwächter Form. So gibt es inzwischen den jektanleihen. Vieles deutet darauf hin, dass der Fonds nur der erste Vorbote für einen neuen Trend ist. Neben dem Mischfondstrend, der sich auch in den Zahlen von Universal- zeigt, zeichnet sich noch eine weitere Entwicklung ab: Die Etablierung Healthcare-Sektor. Unterm Strich bleibt als Fazit, dass in der Welt der institutionellen Finanzinstrumente endgültig etablieren und Asset Manager mehr denn je

15 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 15 DEZEMBER 2014 ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS AUSBLICK 2015 THOMAS MAIER, FERI Stabile Trends bringen beste Chancen bei Managed Futures Hedgefonds erfreuen sich auch bei deutschen institutionellen Anlegern wachsender Beliebtheit. Dies mag einerseits mit dem niedrigen Zinsniveau zusammenhängen, welches Inves toren zusehends aus klassischen Rentenpapieren drängt. Andererseits scheinen immer mehr Investoren zu erkennen, dass Hedgefonds Renditequellen bieten, die durch traditionelle Anlageklassen nicht erschlossen werden können. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass 2014 für die meisten Hedgefonds- Stile als solides, aber nicht herausragendes Jahr abschneiden wird. Erneut ist die gewohnt niedrigere Schwankungsbreite im Vergleich zu den Aktienmärkten erkennbar. Es stellt sich nun die Frage wie sich die einzelnen Strategien im kommenden Jahr entwickeln werden. Nachdem viele fundamental orientierte Aktien-Long/Short-Strategien im sungen und Ereignissen eher enttäuschend gelaufen sind, erhoffen sich die eher mittel- bis langfristig orientierten Manager im Bereich Equity Hedge eine gewisse Annäherung der Renditen an den positiven langfristigen Durchschnitt. Am aktuellen Rand zeigt sich bereits, dass die funda- gewinnen. Von dieser Entwicklung sollten vor allem Long/Short-Manager nostizierbare global-politische Entwicklungen stellen vermutlich auch im kommenden Jahr die größten Risiken in diesem Bereich dar. Der Anlagestil Tactical Trading erlebte im Jahr 2014 mit seinem Fokus auf makroökonomische und geopolitische Entwicklungen eine Renaissance. Auch im Jahr 2015 sollten die Sub-Strategien Managed Futures bei stabi len Trends weiterhin beste Chancen haben, überdurchschnittliche Renditen zu generieren. Bei Global-Macro-Strategien könnte es 2015 zu großen Renditedispersionen kommen, da die tief hängenden Früchte in diesem Bereich bereits abgeerntet sind. Hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen; das richtige Näschen für den passenden Manager wird hier entscheidend sein. Thomas Maier ist bei FERI, Bad Homburg, verantwortlich für das Portfoliomanagement verschiedener Hedgefonds-Mandanten- Portfolios und Strategien. Die FERI Gruppe wurde in den 1980er-Jahren gegründet und hat sich zum führenden bankenunabhängigen Berater/Asset Manager von Familienvermögen, Stiftungen und institutionellen Investoren im deutschsprachigen Raum entwickelt. Auf Basis eines eigenständigen Researchs entwickelt FERI umfassende, innovative und individuelle Anlagekonzepte. Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP 26,2 Milliarden Euro Assets unter Verwaltung und Beratung, darunter ca. drei Milliarden Euro in Alternativen Investments. Im Bereich Event Driven könnte sich für 2015 ein zweigeteiltes Bild ergeben: Strategien, die eine gewisse Markt-Direktionalität aufweisen, wie aktivistische Manager oder Distressed-Fonds, könnten von der einen oder anderen Marktentwicklung negativ überrascht werden. Dagegen sieht es für Merger-Arbitrage- und Special-Situations-Fonds weit besser aus, als es die aktuellen Renditezahlen im Jahr 2014 vermuten lassen. Insbesondere im Bereich Merger Arbitrage sollte nicht von den schlechten Ergebnissen Ende dieses Jahres auf das Jahr 2015 geschlossen werden. Gerade im Bereich der Unternehmensübernahmen zeigen die Indikatoren neue Rekordstände bei Unternehmensfusionen und auch die Übernahmespreads haben sich nach der Volatilität im Oktober wieder etwas erholt. Der Investitionsstil Relative Value mit seinen Sub-Strategien könnte im Jahr 2015 weniger von den Marktvolatilitäten als von der Liquidität beein- ben, die Geldschleusen weiter zu öffnen, sollten beste Voraus setzungen für Spread- und Arbitrage-orientierte Strategien wie Equity Arbitrage, Convertible Arbitrage oder auch Volatilitäts-Arbitrage gegeben sein. Obwohl hebelten Strategien besitzen, bleibt die Kombination von hochgehebelten und illiquiden Investments zwar lukrativ, aber auch gefährlich und bedarf eines permanenten Monitorings. Eine langjährige Selektionserfahrung und die Möglichkeit, weltweit verschiedenste Manager vor Ort analysieren zu können, bleiben dabei von zentraler Bedeutung.

16 DEZEMBER ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION AUSBLICK 2015 VON ANDREAS FEINER, ARABESQUE ASSET MANAGEMENT Investing in a sustainable Future Some of the biggest names in global business are now banking on sustainability. We are now witnessing the growth of sus- - From the Stockholder to the Stakeholder, compiled by the Smith School of Enterprise and the Environment at the University of Oxford, together with Arabesque, provides the a strong link between corporate sustainability and stock price performance, with 80 per - The report reveals that 88 per cent of studies link strong ESG practices with better ope- of analysed studies reveal that high ESG standards will lower the cost of capital for com- The fact that chief executives from Unilever to IKEA walked in the People s Climate March suggests that sustainability is something that big businesses are ready to demand of to gain a competitive advantage, as shown by Accenture s survey of 1,000 CEOs in 103 Andreas Feiner is a founding partner of Arabesque, where he is responsible for Values Based Research and the development of Arabesque s advisory practice. Prior to co-founding Arabesque he was Head of Distribution for Barclays Saudi Arabia. Previous positions also include Structured Product Sales for Germany, Austria and Switzerland at Barclays, as well as Equity Research and later Portfolio Management at Metzler Asset Management. Arabesque Asset Management was developed by Barclays Bank PLC from 2011 to 2013 in cooperation with professors from the universities of Stanford, Oxford, Cambridge, Maastricht and the Fraunhofer Society. Arabesque was independently established in June 2013 through a management Arabesque offers an unique asset management service combining state of the art portfolio management technology with the values of the United Nations Global Compact and the United Nations Principles for Responsible Investments (UN PRI), together with balance sheet and business activity screening. Looking beyond short-termism, CEOs like Paul Polman of Unilever have initiated transformative changes within their company s culture and management to embrace a longer time horizon that includes the implementation of sustainable management practices such As recent research by Deloitte points out, materiality of ESG data like materiality for table below shows a selection of ESG issues that, depending on the individual company We see that companies which implement long-term sustainability programmes are indeed like Unilever, that have fully integrated sustainability into the organization s culture and Sustainability also drives innovation From the Stockholder to the Stakeholder cites a recent study by PricewaterhouseCoopers which claims that sustainability is emerging as a market driver with the potential to grow -

17 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 17 DEZEMBER 2014 ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS - - Also referred to is the example of LanzaTech, a highly innovative company that has come up with a microbe as a natural biocatalyst that can capture CO2 and turn it into ethanol for So when it comes to competitive investment edge, it is clear to me that the inclusion of sustainability parameters into the investment process will become the norm in years to - I believe that the future lies in the growth of active ownership by multiple stakeholders Sustainability is emerging as a market driver with the poten- present opportunities for value creation a dramatic evolution from its traditional fo- and supply chain risk. - Selection of ESG issues that can have a material impact on companies Environmental ( E ) Biodiversity/land use Carbon emissions Climate change risks Energy usage Raw material sourcing Regulatory/legal risks Supply chain management Waste and recycling Water management Weather events Social ( S ) Community relations Controversial Business Customer relations/product Diversity issues Employee relations Health and safety Human capital management Human rights Responsible marketing & R&D Union relationships Governance ( G ) Accountability Anti-takeover measures Board structure/size Bribery and corruption CEO duality Executive compensation schemes Ownership structure Shareholder rights Transparency Voting procedures Active ownership by multiple stakeholders allows companies to impact the environment, - - KONTAKT Arabesque Asset Management Andreas Feiner Tel.: +49 (0)

18 DEZEMBER REAL ASSETS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION AUSBLICK 2015 VON AYKUT BUSSIAN, TPW TODT & PARTNER Ein Jahr KAGB: Welche Aufgaben sich 2015 stellen Auch ein Jahr nach Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) ist die Zahl der regulatorischen Baustellen immer noch unübersichtlich. Sicher ist: Das Regelwerk hat im Fondsangebot von Sachwertinvestments deutliche Spuren hinterlassen. So schließen etwa die rigiden Rücknahmebeschränkungen bei geschlossenen Investmentvermögen einen Teil möglicher institutioneller Anleger aus. Die richtige Balance zwischen Kontrolle und Angebotsvielfalt ist bislang nicht geglückt. Im Gegenteil: Das das KAGB hat zu einem sehr einseitigen Fondsangebot geführt. Einige Fragestellungen, die sich aus dem KAGB ergeben, werden die Branche in den nächsten Monaten besonders bewegen. Die eingeschränkte Suche nach Rendite. Nach der Veröffentlichung des ersten KAGB- Entwurfes hatte die Branche die damals vorgesehene abschließende Assetklassenliste für geschlossene Investmentvermögen heftig kritisiert. Das Argument: Sie beschränke die Innovationsmöglichkeiten für zukünftige Sachwertinvestments. Daher ist der nun in 261 KAGB aufgeführte Katalog von Zielinvestments nicht mehr als abschließend zu verstehen. Ein erster Blick nach über einem Jahr KAGB führt jedoch zu einem ernüchternden Ergebnis. Geschlossene Investmentvermögen für Privatanleger sind Mangelware und beschränken sich im Wesentlichen auf Inlandsimmobilien. Bereits ein Windkraftfonds sticht erfreulich aus der Masse hervor. Aykut Bußian ist Wirtschaftsprüfer und Fachmann für Fragen der Implementierung aufsichtsrechtlicher Anforderungen. Seit nahezu 15 Jahren ist er beratend und prüfend für Unternehmen der Finanzwirtschaft tätig wechselte er zu TPW und leitet dort als Gesellschafter den Bereich Financial Services. TPW Todt & Partner GmbH & Co. KG Die TPW-Gruppe ist eine der größten partnerschaftlich geführten interdisziplinären Kanzleien in Hamburg. Die TPW Todt & Partner GmbH & Co. KG bietet Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Corporate Finance. Die Rechtsberatung erfolgt durch die TPW Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbh. TPW betreut mit über 70 Berufsträgern und insgesamt mehr als 250 Mitarbeitern Unternehmen der Fondsbranche, der Finanzdienstleistung und des Mittelstandes. Für das dünne Produktangebot gibt es vor allem zwei Gründe: Einerseits die Erblasten der Branche aus der regulierungsarmen Zeit vor dem KAGB. Andererseits hemmt der Standardisierungsdruck auf Sachwertinvestments durch das nun erforderliche Vertriebsanzeigeverfahren die Innovationskraft der Branche nachhaltig. Die regulatorischen Standards des KAGB sollen die Erblasten der Vergangenheit in Form überteuerter Fondsanlagen, Insolvenzen und einem gesunkenen Anlegervertrauen überwinden. Allerdings erhöhen sie gleichzeitig auch die Hemmschwelle für innovative Fondsvarianten. Ein Problem dabei: Zentrale Fragen der Fondsgestaltung sind im Vorfeld kaum rechtssicher klärbar. Ab wann ist ein geschlossener Fonds im Bereich Erneuerbare Energien schlossener Fonds investiert, auf die Quotengrenze des Fonds angerechnet? Welchen Regeln unterliegen doppelstöckige Strukturen aus Publikums- und Spezialfonds? Die Praxis wird sich darauf einstellen müssen, dass Fondslösungen, die nicht von der Stange sind, zu einem langwierigen Abstimmungsbedarf mit der Aufsichtsbehörde führen werden. Aus diesen Gründen wird sich das Produktangebot auch in den kommenden Monaten eher auf Deutschland-Immobilienfonds beschränken. Liquidität vs. Planbarkeit. Eine weitere Regulierungsfolge, die die Branche in den schlossenen Investmentvermögen. Diese wurde jüngst erst nach langwierigen Diskussionen verabschiedet. Zunächst herrschte Erleichterung über die nun entstandene Rechts- Investmentvermögens als geschlossen die Handlungsspielräume für den Fondsmanager über das bis dato gewohnte Maß verengen. Vor dem KAGB waren Gesellschafteraustritte und -wechsel zumindest rechtlich möglich. Heute wird ein Investmentvermögen dagegen liquidation seinen Anteil zurückgeben kann.

19 ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION 19 DEZEMBER 2014 REAL ASSETS Diese rigiden Rücknahmebeschränkungen bei geschlossenen Investmentvermögen schließen einen Teil möglicher institutioneller Anleger aus. So sehen die gegenwärtig in sene Investmentvermögen auch in Zeiten des KAGB nur eingeschränkt als Zielinvestments für Versicherungen infrage kommen. Fondsgestaltungen mit Kündigungsrechten für Versicherungen sind für Anbieter geschlossener Investmentvermögen nicht möglich, da diese regelmäßig nur die Lizenz für geschlossene Fonds beantragt haben. Schließlich zu diesem Zeitpunkt oftmals nicht absehbar. Eine mögliche Lizenzerweiterung, um auch offene Investmentvermögen anbieten zu können, kann zu dem erwähnten langwierigen Abstimmungsbedarf mit der BaFin führen. Insgesamt ist somit der Weg zu einer schnel- Die Grenzen der Standardisierung. Das KAGB bringt für die Fondsmanager weitere Einschränkungen der Handlungsfreiheit mit, die bei seiner Verabschiedung noch nicht absehbar waren. Dies wird gerade auch bei der Fondskalkulation spürbar. Für diesen Kernbereich der Fondsgestaltung besteht mit den jüngst verabschiedeten Muster-Kostenklauseln für die Anlagebedingungen eine wohl zweischneidige Rechtssicherheit. Einerseits ist die Möglichkeit, durch Verwendung dieser Muster die Vertriebsgenehmigung zu beschleunigen, zu begrüßen. Dem steht allerdings die Gefahr gegenüber, dass hiermit eine materielle Produktkontrolle auf dem Verwaltungsweg eingeführt wird. Anfangs ging es bei der Abstimmung mit der Aufsicht vornehmlich um die Bezeichnung sowie Zuordnung von Kostenarten und Gebühren zu den Abschnitten der Anlagebedingungen. Mittlerweile wird allerdings zunehmend über deren Höhe diskutiert. Geschlossene Investmentvermögen kommen auch in Zeiten des KAGB nur eingeschränkt als Zielinvestments für Versicherungen infrage. Insgesamt können die von der BaFin entwickelten Musterbausteine dazu führen, dass sich die Fondsanbieter zur Vermeidung kostspieliger Abstimmungsrunden nahezu wortwörtlich an diese halten werden. Statt eine prinzipienorientierte Regulierung zu ermöglichen, wird die Innovationsfantasie bereits bei der Fondskalkulation begrenzt. Dass diese Grenze durch alternative Kostengestaltungen überwunden wird, scheint derzeit fraglich. Die Belastungsprobe einer Service-KVG. Sind die Gestaltungsmöglichkeiten auf Fonds ebene bereits eingeschränkt, verschärft sich das Problem mangelnder Alternativen bei der Gestaltung der Dienstleistungsstruktur. Dies betrifft in erster Linie die Wahl der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) als Portfolio- und Risikomanager des Investmentvermögens. Die überwiegend mittelständisch geprägte Struktur der Anbieter geschlossener Fonds ist regelmäßig nicht hinreichend für eine eigene KVG-Lizenz. Die Idee klingt zunächst charmant: Ein Emissionshaus positioniert sich als Assetpartner eines zu konzipierenden Investmentvermögens und entledigt sich der regulatorischen Obliegenheiten durch Bestimmung einer Service-KVG. Dies ist jedoch bis jetzt nur vereinzelt umgesetzt worden. Begründet wird dies mit der umfassenden Haftung bzw. Verantwortung der KVG für das geringen Entscheidungsspielraum des Assetpartners. Hier ist es interessant zu beobachten, wie sich beispielsweise eine Reederei als opera- die ihrerseits gegenüber BaFin und Anlegern alleinverantwortlich handelt. In der Praxis dürfte sich der Reeder zumindest nicht ganz widerstandslos in die Kontrollstrukturen der KVG einbinden lassen. Insgesamt sind sowohl die Gebührenstrukturen als auch die Organisationsanforderungen der Service-KVGs zwar nachvollziehbar. Für die Klientel kleinerer Fondsanbieter sind diese jedoch oftmals nicht verkraftbar. Dies ist insbesondere zu bedauern, da eine unbürokratische Kooperation zwischen KVG und Assetpartner auch positive Effekte haben kann: Beide Vertragspartner können sich Kompetenzen für neue Assetklassen (aus der Perspektive der KVG) oder für das Aufsichtsrecht (aus der Perspektive des Assetpartners) aneignen. Die ersten, auch schmerzhaften Erfahrungen mit der neuen KAGB-Regulierung sind 2014 gemacht worden. Nun muss die Branche einer homogenisierten Fondslandschaft entgegenwirken. Dafür muss sie im Einvernehmen mit der Aufsichtsbehörde die im KAGB möglichen Fondsalternativen für innovative Investmentlösungen nutzen. KONTAKT TPW Todt & Partner GmbH & Co. KG Aykut Bußian (WP) Tel.: +49 (0) Internet:

20 DEZEMBER ALTERNATIVE INVESTMENTFONDS ALTERNATIVE INVESTOR INFORMATION PRODUKTCHECK AMUNDI EQUITY EUROPE MINIMUM VARIANCE IE Minimum Varianz Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben sich in den vergangenen Jahren gehäuft. Das schmerzhafte Ende der Dotcom- Blase zum Jahrtausendwechsel und die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 haben sich in die Gedächtnisse der Anleger eingebrannt. Sie suchen nach sicheren Investments mit angemessenen Renditen, was sich hingegen am In Zeiten knapper Risikobudgets wächst das Interesse institutioneller Investoren an risiko begrenzenden Strategien. Während vor nicht allzu langer Zeit Staatsanleihen als Risikopuffer für volatile Marktphasen dienten, ist die Diversifizierung des Portfolios mit Anleihen inzwischen schwierig. Wegen der Niedrigzinsphase bieten erstklassige Anleihen statt einer risikolosen Rendite eher ein renditeloses Risiko. Nach Ansicht des US-Finanzmarktökonoms Robert Haugen, ein ausgewiesener Experte auf dem Feld für quantitative Investments, werden die Anleger auch an den Aktienmärk ten nicht angemessen für die zusätzlichen Risiken entlohnt. Ergebnisse der Untersuchungen von Haugen aus dem Jahr 1969 zeigen, dass Portfolios mit dem geringsten Risiko eine höhere Rendite aufweisen als reine Marktportfolios. Auf Basis der theoretischen Überlegungen von Haugen ist eine Anzahl von Strategien entwickelt worden, die durch eine Dr. Armin Schmitz ist Redakteur der Frankfurter Börsen-Zeitung und ein ausgewiesener Kenner der Derivate- und Hedgefonds-Branche. In jeder Ausgabe von Alternative News untersucht er Alternative- Investment-Produkte auf Herz und Nieren. Recht erfolgreich sind Varianz-Strategien. Hierbei sollen die Abwärtsrisiken reduziert werden, indem unterschiedliche Assetklassen mit verschiedenen Korrelationen und Vola- liche Aktien kombiniert, die das geringste Risiko bzw. die niedrigste Volatilität ergeben. der Anleger auch aktiv gemanagte Aktienfonds, die Minimum-Variance-Konzepte einsetzen. Zu den erfolgreichsten Minimum-Variance-Produkten gehört der Amundi Equity Anlagezeitraum von mindestens fünf Jahren die Wertentwicklung den MSCI Europe zu übertreffen und das mit einer niedriger Volatilität, als diejenige dieses Marktes. Fondsmanager Dechelette Melchior investiert in europäische Qualitätsaktien, die er entsprechend der Varianzprinzipien im Portfolio verwaltet. Per Ende Oktober hatte er - - Dank der Varianzstrategie erzielte Melchior im Fünfjahreszeitraum eine Rendite von jähr- punkte im Jahr geschlagen hat. Im Vergleich zum Performancedurchschnitt innerhalb der Morningstar-Kategorie lag der Fonds um 2,1 Prozentpunkte besser. Die Volatilität des Portfolios betrug 13,3 Prozent und lag damit um 3,6 Prozentpunkte niedriger als die des Aufgrund seiner Leistungen hat Morningstar den Amundi-Fonds für den Fünfjahreszeitraum mit der maximal möglichen Zahl von fünf Sternen ausgezeichnet. Über die zurückliegenden drei Jahre zeigt sich allerdings, dass auch die Varianzstrategie durchaus -

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