Sparkassen-Finanzgruppe

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1 Sonnabend, 27. Juni 2009 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 120 B1 Sparkassen-Finanzgruppe Nähe und Kompetenz sind auch in der Krise die Erfolgsfaktoren Zu Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche waren Sparkassen immer von besonderer Bedeutung Hoher Vertrauensbonus Seit nunmehr zwei Jahren hat die Krise die globalen Finanzmärkte fest im Griff. Wenn die Entwicklung der vergangenen Monate überhaupt einen positiven Aspekt hatte, dann den, dass sie die Schwachstellen der internationalen Finanzmärkte und damit auch des deutschen Bankenmarktes gnadenlos offengelegt hat. Es hat sich deutlich gezeigt, welche Geschäftsmodelle stabilisierend auf das Ganze wirken und welche nicht ausreichend krisenresistent sind. Als besonderer Stabilitätsanker für die gesamte Volkswirtschaft haben sich die dezentralen Verbünde, allen voran die Sparkassen, erwiesen. Ihre geschäftspolitische Ausrichtung auf die jeweilige Region und deren mittelständische Betriebe macht die Sparkassen unabhängig von virtuellen und kundenfernen Geschäften auf den internationalen Kapitalmärkten. Mehr als jeder zweite Bundesbürger vertraut den Sparkassen. Kein anderes Kreditinstitut und kein anderes Wirtschaftsunternehmen haben hierzulande einen vergleichbar hohen Vertrauensbonus. Er ist während der Krisenmonate sogar noch gewachsen. Als im vergangenen Herbst die Finanzmarktkrise mit den Schlangen vor den Geschäftsstellen von Northern Rock und mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers in der Wahrnehmung breiter Bevölkerungsteile ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hatte, haben die Sparkassen vor Ort wie auch andere Bankengruppen Millionen von Kunden über die Einlagensicherheit in Deutschland informiert. Gemeinsam mit der Garantie der Bundesregierung hat dieses entschlossene Handeln wesentlichen Anteil am besonnenen Verhalten der Bürger in Deutschland gehabt. Das Geschäftsmodell der Sparkassen hat sich in der Krise bewährt. Das liegt auch daran, dass die Sparkassen noch nie eine Geschäftspolitik der reinen Renditemaximierung betrieben haben. Die Höhe der Eigenkapitalrendite ist für die Sparkassen nicht das Maß aller Dinge. Sie beziehen vielmehr die Interessen ihrer Kunden und Träger in die Geschäftspolitik mit ein. Das zeigt sich zum einen in dem gemeinwohlorientierten Engagement, das die Sparkassen jedes Jahr in ihrer Region leisten. Das zeigt sich zum anderen auch darin, dass die Kundenzufriedenheit eine zunehmend wichtige Rolle bei der Unternehmenssteuerung spielt. Denn eine ordentliche Rendite ist zwar notwendig, aber nicht hinreichend. Wettbewerbern voraus Ergänzend setzen die Sparkassen in der Steuerung neben betriebswirtschaftlichen Kennzahlen vor allem auf Richtgrößen, die den Erfolg bei den Kunden dokumentieren. Zentral sind dabei: die Kundenreichweite, der Anteil an den Hauptbank-Verbindungen. Während dieses Geschäftsmodell noch vor drei Jahren als altbacken und unmodern galt, wird nun allenthalben ein Mentalitätswechsel Heinrich Haasis hin zu einer ganzheitlichen Unternehmenssteuerung, die nicht nur den kurzfristigen Erfolg im Blick hat, gefordert. Diesen Mentalitätswechsel müssen die Sparkassen nicht mehr vollziehen hier sind sie vielen Wettbewerbern einige Schritte voraus. Das Sparkassengeschäft bleibt auch in Zukunft eng an die Realwirtschaft gekoppelt. Die Geschäftspolitik wird vor allem durch eine langfristig orientierte Anlagepolitik im Zinsbereich geprägt sein. Angesichts des breiten Einlagengeschäfts kann die Refinanzierung der Kreditvergabe weitgehend unabhängig von den Gegebenheiten an den Geldbzw. Kapitalmärkten erfolgen. Es gilt jetzt, Bewährtes fortzuführen allerdings ein Stück besser als davor. Nähe und Kompetenz waren vor der Krise die Erfolgsfaktoren der Sparkassen. Sie sind es in der Krise und bleiben es auch nach der Krise. Marktführer in Deutschland Diese Erfolgsfaktoren haben die Sparkassen zum Marktführer in Deutschland gemacht. Rund 45 Millionen Kunden vertrauen den Sparkassen Tag für Tag. Dabei zeigt sich, dass das sogenannte Beziehungsbanking auch durch moderne Kommunikationsmittel nicht zu ersetzen ist. Telefon und Online-Angebote sind vielmehr eine sinnvolle Ergänzung der Kontaktmöglichkeiten zur Hausbank. Das liegt in erster Linie daran, dass in einer Zeit, in der sich der Sozialstaat in vielen Bereichen auf dem Rückzug befindet, der Vorsorgebedarf immer komplexer wird. Egal ob Rente, Gesundheit, Ausbildung oder Altersvorsorge: Die Menschen benötigen Orientierung und Unterstützung. Der Schlüssel zum Erfolg ist aus Sicht der Sparkassen-Finanzgruppe eine ganzheitliche Kundenberatung. Sparkassen bieten sie bundesweit in knapp Geschäftsstellen für alle Privat-, Firmen- und Gewerbekunden Präsident des Deutschen Sparkassenund Giroverbandes (DSGV) an. Seit Kurzem gibt es das Sparkassen-Finanzkonzept auch für institutionelle Kunden. Im Zentrum dieses Angebotes steht der Kunde mit seinen finanziellen Wünschen und Möglichkeiten. Für manche Wettbewerber ist das eine neue und ungewohnte Erfahrung. Für die Sparkassen ist es selbstverständliche und gelebte Praxis. Durch eine geschickte Verknüpfung der Leistungen in der Filiale mit dem Internet, Telefon und einem größer werdenden mobilen Vertrieb können die Sparkassen die Flexibilität der Kunden weiter erhöhen. Dabei spielt auch die IT eine wichtige Rolle. Die Fusion der IT- Dienstleister der Sparkassen zur Finanz Informatik erweitert die technischen Möglichkeiten für neue Services. Dass Sparkassenkunden bundesweit an über Geldautomaten kostenlos Bargeld erhalten, ist seit Jahrzehnten selbstverständlich. Als neuen Service können sie seit April dieses Jahres auch ihre Kontoauszüge an bundesweit rund Geräten ausdrucken. Neben dem direkten Kundennutzen erfüllen Sparkassen im Rahmen ihres öffentlichen Auftrags eine Fülle von Aufgaben, die allen Menschen in der jeweiligen Region zugutekommen. Mit einem Marktanteil von rund 43 % sind Sparkassen der Finanzpartner Nummer 1 der mittelständischen Unternehmen. Dabei stehen die Institute auch zu ihrer Verantwortung, wenn es darum geht, ihre mittelständische Kundschaft soweit es wirtschaftlich vertretbar ist durch schwierigere Zeiten zu begleiten. Dadurch erhalten und stärken sie die Wirtschaftskraft ihrer Region und unterstützen die Bemühungen, auch in strukturschwachen Regionen Arbeitsplätze zu erhalten. Milliardengewinn verbucht Mit Arbeitsplätzen ist die Sparkassen-Finanzgruppe selbst der größte Anbieter gewerblicher Arbeitsplätze in Deutschland. Wir gehen davon aus, dass die Sparkassen in diesem Jahr voraussichtlich Mitarbeiter und rund Auszubildende neu einstellen. Damit gehört unsere Gruppe zu den wenigen Sektoren in der Kreditwirtschaft, wo Bewerber auch in diesem Jahr gute Chancen auf attraktive Beschäftigung haben. Nur wenigen kreditwirtschaftlichen Gruppen war es auch möglich, im vergangenen und außerordentlich schwierigen Jahr 2008 einen Gewinn auszuweisen. Die Sparkassen haben nicht nur einen Milliardengewinn verbuchen können, sie haben auch Steuern in Höhe von rund 1 Mrd. Euro bezahlt. Neben diesem Nutzen für die Allgemeinheit steht das gemeinwohlorientierte Engagement der Sparkassen. Im zurückliegenden Jahr ist es gelungen, die Förderhöhe für gesellschaftliche Zwecke mit 445 Mill. Euro stabil zu halten. Davon flossen rund 140 Mill. Euro in kulturelle Projekte, knapp 100 Mill. Euro wurden sozialen Zwecken zugeführt. Die enge Anbindung an die örtliche Gemeinschaft, die die Versorgung aller Bevölkerungsgruppen und der mittelständischen Unternehmen mit kreditwirtschaftlichen Leistungen zwingend einschließt, ist das Erfolgsgeheimnis der Sparkassen. Sie konnten ihre Aufgaben von Anfang an auf einem festen Fundament in der Bürgerschaft wahrnehmen. Dabei waren Sparkassen immer zu Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche von besonderer Bedeutung. Egal ob Industrialisierung, Weltwirtschaftskrise oder der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg: Es waren die Sparkassen, die dafür gesorgt haben, dass ein Großteil der Menschen nicht abseits stehen blieb, sondern mitgenommen wurde in eine neue Zeit. Ohne die Sparkassen wäre die soziale Marktwirtschaft in dieser Form in Deutschland nicht möglich gewesen. Auch heute werden Sparkassen wieder in besonderer Weise gebraucht. Sie haben in den ersten Monaten dieses Jahres das Neugeschäft bei Krediten an Unternehmen und Selbständige erneut ausgedehnt. In den ersten vier Monaten stieg es um 8 % auf 19,4 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit ihrer Kreditvergabe sorgen die Sparkassen dafür, dass es bislang nicht zu einer Kreditklemme in Deutschland gekommen ist. Grund zum Optimismus Bei allen Schwierigkeiten, von denen auch unsere Gruppe nicht verschont bleibt, haben die Sparkassen Grund zum Optimismus. Wir können die notwendigen Schritte zur Optimierung und Modernisierung unseres Geschäftsmodells auf einem stabilen betriebswirtschaftlichen Fundament aufbauen. Sparkassen haben das richtige Geschäftsmodell. Sie begleiten seit nunmehr 200 Jahren die Geschicke dieses Landes und seiner Menschen. Und sie werden dies auch weiterhin verlässlich tun. Wenn es gelingt, das Geschäftsmodell der Sparkassen künftig noch stärker zum wirtschaftlichen Erfolg zu nutzen, dann ist das gut für unsere Kunden, die einzelnen Regionen und gut für Deutschland. Aus dem Inhalt Nähe und Kompetenz sind auch in der Krise die Erfolgsfaktoren Heinrich Haasis B1 Mehrwert für das Depot A realisieren Oliver Behrens B2 Mit der Strategie 2018 Bewährtes weiter ausbauen Hans-Michael Heitmüller B2 Sechs Jahre Verbundkonzept Erfolgsgeschichte mit Perspektiven Hans-Dieter Brenner B3 BayernLB setzt auf die Zusammenarbeit mit den Sparkassen Dr. Edgar Zoller B4 Renditesucht und Pokerspiel der Hochfinanz widerstanden Peter Schneider B4 Fair, menschlich, nah Verantwortung wahrnehmen Dr. Tim Nesemann B6 Ampeln für potenzielle Wohneigentümer stehen auf Grün Dr. Hartwig Hamm B6 Gestern noch ignoriert, heute wieder Best Practice Dr. Arno Junke B7 Boutique-Ansatz aus Berlin fand schnell Anklang Dyrk Vieten B8 Zwischen Kostendenken und Flexibilität Edmund Schaefer B8 Branchenwissen essenziell für Erfolg in unruhigen Zeiten Dr. Bernd Kobarg B9 Anforderungen an Stiftungsmanager werden zum Balanceakt Ralf Schuster B10 Pulsiv zum zentralen Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe Thomas Pfaff B10 Sparkassen bieten neben dem Bankgeschäft noch einiges mehr Alexander Wüerst B11 Kostenloses Girokonto ist kein Allheilmittel Dr. Oliver Mihm B11 Nutzen der Informationstechnologie wurde schon früh erkannt Fridolin Neumann B12

2 B2 Börsen-Zeitung Nr. 120 Sonderbeilage Sonnabend, 27. Juni 2009 Die Kapitalmarktkrise hat vielen Finanzunternehmen auf schmerzhafte Weise vor Augen geführt, wie wichtig eine vollständige Transparenz hinsichtlich der eigenen Anlage ist. Die BaFin erweitert als Konsequenz ihre Anforderungen an die Kreditinstitute. Die MaRisk werden im Rahmen der anstehenden Novellierung um Anforderungen zum Liquiditäts- und Konzentrationsrisiko ausgeweitet. Damit entsteht auch für viele Sparkassen Handlungsbedarf, wenn es darum geht, die Eigenanlage an den erhöhten aufsichtsrechtlichen Anforderungen einerseits und am angestrebten finanziellen Erfolg andererseits auszurichten. Während große Institute den entstehenden Aufwand vielleicht noch mit eigenen Ressourcen bewältigen können, müssen vor allem kleinere und mittlere Häuser darüber nachdenken, wie sie sich diesen Themen zukünftig stellen wollen. Für Sparkassen, die derzeit eine Anpassung ihrer Eigenanlagen überprüfen, kann eine komplette oder teilweise Auslagerung des Kapitalanlageprozesses an einen oder mehrere externe Dienstleister eine wirtschaftlich vernünftige und denkbare Lösung sein. Die DekaBank als zentraler Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe liefert hier die notwendige Unterstützung. Über ihre drei Geschäftsfelder Asset Management Kapitalmarkt, Asset Management Immobilien und Corporates & Markets kann sie auf der Marktseite bei Publikums- und Spezialfonds die für Sparkassen spezifischen Vorgaben bedienen. Zentrale Beratungspartner sind die Kundenbetreuer des institutionellen Vertriebs der DekaBank. Sie begleiten die Sparkassen dabei, wenn es darum geht, produkt- und anbieterunabhängige Analysen und Optimierungsansätze für die strategische Asset Allocation im Rahmen der Gesamtbanksteuerung zu erstellen und umzusetzen. Asset-Liability-Studie Oliver Behrens Vorstandsmitglied der DekaBank Mehrwert für das Depot A realisieren DekaBank, zentraler Asset Manager, bietet umfassende Unterstützung bei der Ausrichtung der Eigenanlagen Ausgangspunkt des Beratungsprozesses ist eine Erfassung des Ist-Zustandes im Rahmen einer sogenannten Asset-Liability-Studie. Sie wird vom Team der DekaBank-Strategieanalyse durchgeführt. Dabei wird die Sparkasse auf Wunsch über ihre Vermögenswerte Depot A und Kreditbuch (unter Berücksichtigung des Zinsbuchhebels) hinweg ganzheitlich betrachtet. Die Asset-Liability- Studie liefert die Grundlage für Optimierungsansätze der vorhandenen Risikobudgets, für Marktpreis- und Adressrisiken unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit der individuellen Sparkasse. Ziel ist es, eine möglichst Rendite-Risiko-optimale Allokation der wichtigsten Asset-Klassen zu erreichen. Zusätzlich durchlaufen die effizienten Portfoliovorschläge Backtests und Stabilitätsprüfungen in Form von Simulationen und Szenarioanalysen. Das Leistungsangebot der DekaBank-Strategieanalyse wurde über die Jahre mit den Erkenntnissen aus über 230 Analysen bei Sparkassen und institutionellen Anlegern (zum Beispiel Pensionskassen, Stiftungen, Versorgungswerke) kontinuierlich methodisch weiterentwickelt. Heute verfügt die DekaBank über detailliertes Know-how hinsichtlich der individuellen Anforderungen der jeweiligen Verbandsgebiete und setzt auf dieser Basis einen strukturierten Ansatz aus Bestandsaufnahme, Erarbeitung von Konzepten, Umsetzung und Kontrolle für die strategische Asset Allocation um. Die Asset-Liability-Studie ist nur ein erster Baustein, den die Deka- Bank ihren Partnern in der Sparkassen-Finanzgruppe zur Verfügung stellt. Im nächsten Schritt geht es darum, die Empfehlungen umzusetzen. Dazu muss die ermittelte Kombination aus dem gewählten Zinsbuch, aus Aktien, Immobilien, Alternativen Investments und dem Rentensegment auf die Depot-A-Struktur der einzelnen Sparkasse umgelegt werden. Im Rahmen der Umsetzung ergeben sich in der Regel weitere Fragestellungen: Wie lassen sich die ausgewählten Asset-Klassen in das Depot A einbinden? Wie lässt sich das erweiterte Portfolio effizient steuern? Soll das Risikomanagement separiert werden? Auf welche Weise kann das Reporting angepasst werden, sodass der Depot- A-Verantwortliche jederzeit eine volle Transparenz und Risikokontrolle hat? Aus einer Hand Das Dienstleistungsportfolio, das die DekaBank den Sparkassen zur Verfügung stellt, endet deshalb nicht mit der Asset-Liability-Studie. Die Betreuung durch den institutionellen Vertrieb der DekaBank ist weitgehender. Die Beratung hinsichtlich einer möglichen Optimierung von Prozessen, der Auswahl des passenden Asset Managers bzw. Management-Stils für das jeweilige Segment und die Begleitung der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen gehören ebenso zu den Leistungen wie die Zusammenarbeit bei der Präsentation der Anlagekonzeption im Verwaltungsrat. Auf diese Weise erhalten die Sparkassen von ihrem zentralen Asset Manager eine umfassende Unterstützung bei der Neuausrichtung ihrer Eigenanlagen. Diese ist lösungsorientiert und vor allem auf die praktische Umsetzung ausgerichtet. Die DekaBank selbst bietet ihren Kunden neben der Beratung über ihre Kapitalanlagegesellschaften Deka FundMaster und Deka Investment ein umfangreiches Dienstleistungs- und Produktportfolio im institutionellen Asset Management aus einer Hand an. Risikocontrolling Rund 57 Mrd. Euro investiert die Leasing-Branche jährlich im Auftrag ihrer Kunden in Deutschland, den Großteil in mobile Investitionsgüter. Um dieses Geschäftspotenzial nutzen zu können, ist eine vorausschauende strategische Ausrichtung notwendig. Die Deutsche Leasing AG, Bad Homburg, hat am Anfang ihres aktuellen Geschäftsjahres die Strategie 2018 vorgestellt. Das Leasing- Unternehmen führt darin sein bewährtes Konzept weiter fort. Seit die Finanzmarktkrise in der Realwirtschaft angekommen ist, haben Unternehmen in Deutschland, aber auch in nahezu allen Auslandsmärkten, Auftrags- und Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Deshalb sind gerade auch mittelständische Unternehmer mit ihren Investitionen sehr vorsichtig geworden und verschieben diese derzeit eher. Für Leasing- Unternehmen kommt es in dieser angespannten Wirtschaftslage dementsprechend darauf an, sich als zuverlässige und kompetente Partner zu bewähren, die für mittelständische Unternehmen maßgeschneiderte Konzepte entwickeln und anbieten können national sowie international. Vier Säulen für den Erfolg Mit ihrer aktuellen Strategie Deutsche Leasing 2018 hat sich der Marktführer Deutsche Leasing diese Ziele auf die Fahnen geschrieben. Dabei setzt das Bad Homburger Unternehmen auf vier strategische Säulen und seinen bewährten Kurs auch und besonders in dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld. Zu den größten Herausforderungen im Rahmen einer Optimierung zählen die Einbindung und vor allem die Kontrolle der einzelnen Anlage-Klassen innerhalb des Depots A. Je breiter die Diversifikation innerhalb der neu gewählten Depot- A-Struktur ist, desto wichtiger wird ein zentrales Risikocontrolling. Bei der Umsetzung kann deshalb die Nutzung einer Master-KAG-Struktur, wie sie etwa über die Deka Fund- Master angeboten wird, hilfreich sein. Auf diese Weise lassen sich mehrere unterschiedliche Asset Manager in die Verwaltung des Depots A einbinden. Für die betreffende Sparkasse bietet diese Struktur einige Vorteile. Die Master-KAG übernimmt, aggregiert für das Gesamtportfolio, die Messung und die Analyse von Performance und Risiko der Einzelmandate und sorgt durch ein konsolidiertes Reporting für die notwendige Transparenz. Bei Deka FundMaster lassen sich beispielsweise Risiken bis auf die Einzeltitel in den jeweiligen Mandaten oder Segmenten täglich darstellen. Das Masterfonds-Konstrukt erleichtert darüber hinaus die zentrale Risikosteuerung mit Hilfe eines Overlay- Managements. Dabei werden nicht die Risiken der Einzelpositionen, sondern die Risiken des Gesamtdepots inklusive der Eigenanlagen betrachtet und mit Hilfe von börsengehandelten Terminkontrakten ausgesteuert. Der Vorteil: Die strategische Ausrichtung wird nicht beeinträchtigt, ein Eingriff zur Risikobegrenzung findet nur auf der Ebene des sogenannten Overlay-Segments statt. Die Deka FundMaster kann mittlerweile auf die Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit rund 60 Asset Managern bauen und verwaltet ein Masterfondsvermögen, das per Overlay- Management gesteuert wird, von über 5 Mrd. Euro, mehr als die Hälfte davon für Sparkassen. Die Deutsche Leasing ist: 1. Kompetenzcenter Leasing der Sparkassen-Finanzgruppe Die Deutsche Leasing ist innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe das Kompetenzcenter Leasing im Inund Ausland. Da Leasing äußerst flexibel ist und zahlreiche Services mit der Finanzierungsalternative verbunden werden können, sind die Produkte der Deutschen Leasing ein unverzichtbarer Bestandteil im Allfinanzkonzept der Sparkassen. 2. Direktanbieter von Dienstleistungen rund um die Investition Die Deutsche Leasing steht für innovative Dienstleistungen rund um mobile und immobile Investitionsgüter. Da das Leasing-Unternehmen herstellerunabhängig ist, können alle Marken mit verschiedensten Services kombiniert werden. 3. Absatzfinanzierer für Partner: Sparkassen, Händler und Vendoren Die Deutsche Leasing ist seit vielen Jahren eine der ersten Adressen für den deutschen Mittelstand bei Fragen rund um die Investition. Für Mit passgenauen Spezialfondslösungen ergänzt die Deka Investment das Produktangebot der Deka- Bank. Mit einem verwalteten Fondsvermögen von rund 43 Mrd. Euro zählt die Deka zu den größten Anbietern von Spezialfonds in Deutschland. Mehr als 60 % dieser Assets werden dabei für Sparkassen und andere Verbundunternehmen gemanagt. Die Expertise ist dabei breit gefächert. Im Zuge der Finanzkrise haben besonders Total-Return-Strategien, die sich nicht an einer Benchmark orientieren, sondern auf die Erzielung eines absoluten Ertrags ausgerichtet sind, bei institutionellen Anlegern erheblich an Attraktivität gewonnen. Deka Investment kann bei quantitativ gemanagten Total-Return-Anlagestrategien wie der Global Tactical Asset Allocation einen attraktiven Track Record vorweisen. In der Krise hat sich das Rentenfondsmanagement mit aktiv gemanagten Corporate Bonds hervorragend positioniert und einen nachhaltig gemanagten Track Record aufgebaut. Hohes Interesse finden derzeit ebenfalls Multi-Asset-Konzepte, in denen verschiedene Risikoklassen in Händler und Hersteller ist sie nicht nur in Leasing-Fragen Problemlöser, sondern unterstützt diese in der Händlereinkaufs- und Absatzfinanzierung. 4. Begleiter ihrer Kunden und Partner auf internationalen Märkten Das Auslandsgeschäft ist eines der größten Geschäftsfelder der Deutschen Leasing. Das Unternehmen folgt den Handelsströmen und begleitet insbesondere den deutschen exportorientierten Mittelstand über sein Netz von Auslandsgesellschaften mit objektgebundenen Finanzdienstleistungen beim Absatz seiner Produkte im Ausland. Dies gilt für die eigenen Kunden ebenso wie für Sparkassen-Kunden. Dass diese breite Aufstellung der Deutschen Leasing und die enge Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Finanzgruppe zielführend sind, bewahrheitet sich insbesondere in turbulenten Zeiten. Denn Leasing-Unternehmen brauchen eine stabile Finanzierungsbasis: Die Liquidität zur Finanzierung der Leasing-Objekte ist zu einem zentralen Erfolgsfaktor geworden, der die eigene Handlungsfähigkeit und das Agieren am Kunden entscheidend mitbestimmt. Damit ist der Zugang zu finanziellen Mitteln zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Prognose ist schwierig Auch hat die aktuell angespannte wirtschaftliche Situation dazu geführt, dass Banken generell ihre Risikoaktiva immer weiter zurückfahren. Das hat einerseits zur Folge, dass sich einige Bankinstitute, die bislang verschiedenste Leasing-Gesellschaften finanziert haben, aus diesem Geschäft komplett zurückziehen. Andererseits fokussieren sich Finanzinstitute im In- und Ausland auf die Absicherung ihrer eigenen Leasing-Aktivitäten. Ergebnis dieser Entwicklung: Liquidität ist ein knappes Gut. Bereits Ende 2008 haben sich deshalb einige Leasing-Gesellschaften zumindest vorübergehend aus dem Neugeschäft zurückziehen müssen. Eine Prognose bezüglich der weiteren Entwicklung der Leasing-Branche ist dementsprechend schwierig. Tragfähiges Geschäftsmodell Grundlage für die anhaltend positive Entwicklung der Deutschen Leasing ist neben ihrer Eigentümerstruktur, zu der über 400 Sparkassen zählen vor allem ihr tragfähiges Geschäftsmodell. Die strategische Einbindung in die Sparkassen- Finanzgruppe wird zudem durch deren erheblich gestiegenen Anteil von fast 90 % am gesamten Fremdfinanzierungsvolumen der Deutschen Leasing deutlich. Diese enge Vernetzung mit den Finanzinstituten versetzt das Leasing-Unternehmen in die Lage, seine Geschäfte zu realisieren und weiter zu wachsen. einem Spezialfonds gebündelt und diversifiziert werden. Daneben setzt die Deka Investment unter anderem auch Mandate in Diversifikationsstilen wie etwa Behavioral Finance oder in inflationsgesicherten Konzepten um. Anforderungen ernst nehmen In den kommenden Monaten werden immer wieder Sparkassen vor der Entscheidung stehen, strategische Veränderungen im Management ihrer Eigenanlagen vorzunehmen. Die Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise führen nur zu oft dazu, dass Anlagestrategie und zukünftige Ausrichtung des Depots A überdacht werden. Je nach Größe und Bedarf verbirgt sich dahinter ein umfassender Prozess, der viele Teilbereiche des Sparkassengeschäfts umfasst. Mit der DekaBank haben die Sparkassen einen Partner an ihrer Seite, der dieses Geschäft kennt, die Sparkassen versteht und ihnen maßgeschneiderte Lösungen anbieten kann, die ihren besonderen Marktbedingungen gerecht werden. Mit der Strategie 2018 Bewährtes weiter ausbauen Zuverlässiger, kompetenter Partner sein Vielfältige Investitionen über Leasing darstellbar Hans-Michael Heitmüller Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing AG Im Gegenzug rundet die Deutsche Leasing das Allfinanzangebot für Gewerbe- und Firmenkunden mittels Leasing und Speziallösungen ab. Die Deutsche Leasing hält dazu das entsprechende Produkt-Know-how bereit sowie Möglichkeiten, individuelle Leasing-Lösungen auch im Operating Leasing zu realisieren. Die Sparkassen können dementsprechend das komplette Produkt- und Dienstleistungsangebot der Deutschen Leasing nutzen und erhalten für ihre Vertriebsleistung ein attraktives Provisionsgeschäft. Zudem erhalten die Sparkassen in ihrer Rolle als Finanzierungspartner bilanzwirksames Aktivgeschäft vorrangig Firmenkundengeschäft zu attraktiven Konditionen mit granularen Risiken. Die Sparkassen-Finanzgruppe wird als intaktes und sicheres Bankensystem für Firmen- und Privatkunden wahrgenommen ein Faktor, der gerade während der aktuellen Wirtschaftslage eine wichtige Rolle spielt. Dementsprechend gelten Sparkassen und Deutsche Leasing auch in schwierigen Zeiten als zuverlässiger Finanzierungspartner des Mittelstandes. Verlässliche Bankengruppe Neben den umfangreichen Möglichkeiten, die die Deutsche Leasing aus dem Verbund innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe schöpft, hat das Unternehmen weiterhin guten Zugang zu attraktiven Mittelstandsadressen, die mithilfe der eigenen vertrieblichen Aktivitäten also über das Direkt- oder Partnergeschäft realisiert werden. Damit positioniert sich die Deutsche Leasing als zielorientierter Geschäftspartner für ihre eigenen Kunden, für Kunden der Sparkassen und für neue Zielkunden, die Leasing gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation als attraktive Möglichkeit für die Realisierung ihrer Investitionen ansehen. Zudem wissen die Kunden, dass mit den Sparkassen eine solide Bankengruppe hinter der Deutschen Leasing steht, auf die Verlass ist. Auf Vorteile setzen Die Deutsche Leasing bietet ihren Kunden neben Maschinen-Leasing auch das Leasing von betrieblichen Einrichtungen, Fahrzeugen, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Immobilien und bei strukturierten Objekten. Neben ihrem Fokus auf ausgewählte Objekte, Kunden und Produkte setzt das Leasing- Unternehmen im Direkt- oder Partnergeschäft zudem auf die Vorteile der Finanzierungsalternative Leasing, die gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten noch stärker ins Gewicht fallen: Leasing ist flexibel, nutzeradäquat, bilanzneutral und vor allem anpassungsfähig hinsichtlich sich ändernder Umfeldbedingungen. Die Deutsche Leasing fördert als Absatzfinanzierer für Hersteller und Händler den Verkauf von deren Produkten im In- und Ausland. Sie bietet einerseits für die Partner selbst Händlereinkaufs- und Lager-/Miet- Fortsetzung Seite B3

3 Sonnabend, 27. Juni 2009 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 120 B3 Sechs Jahre Verbundkonzept Erfolgsgeschichte mit Perspektiven Wirtschaftliche Einheit der Gruppe setzt bis heute Maßstäbe für die Zusammenarbeit von Sparkassen und ihren Landesbanken in Deutschland Aufgrund des bundesweit mit 85 % höchsten Trägeranteils der Sparkassen (über SGVHT) an einer Landesbank besteht eine natürlich gewachsene, enge Geschäftsverbindung zwischen den Sparkassen in Hessen und Thüringen und der Helaba. Diese Zusammenarbeit wurde 2003 in Vorbereitung auf die Zeit nach Anstaltslast und Gewährträgerhaftung auch institutionell und öffentlich-rechtlich verankert. Damit entstand in Hessen und Thüringen ein leistungsstarker Finanzverbund völlig neuen Zuschnitts. In einem gemeinsamen Vorgehen dem Neuen Verbundkonzept beschlossen die rund 50 Sparkassen der beiden Bundesländer und die Helaba, ihre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Arbeitsteiliger Marktauftritt Hans-Dieter Brenner Vorstandsvorsitzender der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen Im Rahmen des Konzepts hat sich die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen ein gemeinsames Selbstverständnis gegeben. Sie versteht sich basierend auf dem Geschäftsmodell der wirtschaftlichen Einheit als eine geschlossen auftretende und handelnde Organisation. Dieses Selbstverständnis drückt sich in einem Leitbild, einem in einer öffentlich-rechtlichen Satzung verankerten Verbundstatut, einer konsolidierten Verbundrechenschaftslegung, einem gemeinsamen Reservefonds und einem gemeinsamen Risikomanagement sowie in einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung aus. Das Neue Verbundkonzept greift die Stärken der Verbundunternehmen auf und bewahrt gleichzeitig deren unternehmerische Eigenverantwortlichkeit sowie deren rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit. Der Verbund ist damit auch durch einen arbeitsteiligen Marktauftritt gekennzeichnet. Mit diesem Ansatz setzt das Neue Verbundkonzept der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen bis heute Maßstäbe für die Zusammenarbeit von Sparkassen und ihren Landesbanken in Deutschland. Dies findet auch bei den Ratingagenturen seinen Niederschlag. Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen hat von zwei Ratingagenturen ein Verbundrating erhalten. Im Rating werden die Helaba und die Sparkassen als wirtschaftliche Einheit bewertet: Das gemeinsame Verbundrating der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen kann im Rahmen der Kapitalmarktaktivitäten deshalb von jeder einzelnen Verbundsparkasse genutzt werden. Die Ratingagentur Fitch hat der regionalen Sparkassen-Finanzgruppe ein Bonitätsrating von A+ verliehen. Bei der Ratingagentur Standard & Poor s wird das Bonitätsrating von A bestätigt. Diese Bonitätseinstufungen belegen die erfolgreiche Implementierung des Neuen Verbundkonzepts auch in turbulenten Zeiten. Erhöhte Verbundquote Die positive Entwicklung des Verbundgeschäftes in den zentralen Geschäftsfeldern zeigt sich im stetigen Anstieg der Verbundintensität über die vergangenen Jahre: Die Verbundquote stieg von 66 % im Jahr 2003, dem Jahr der Etablierung des Verbundkonzepts, auf 78 % im Jahr Die Verbundquote misst, in welchem Umfang Sparkassen beim Bezug von Produkten und Dienstleistungen auf den Verbundpartner Helaba zurückgreifen. Damit ist die Helaba viel enger mit den Sparkassen verbunden, als dies in anderen Regionen der Fall ist. Dieses hohe Niveau in der Zusammenarbeit legt es nahe, nach weiteren Geschäftspotenzialen zu suchen und über die Weiterentwicklung des Verbundkonzeptes nachzudenken. Gut bewährt Das,Neue Verbundkonzept greift die Stärken der Verbundunternehmen auf und bewahrt gleichzeitig deren unternehmerische Eigenverantwortlichkeit sowie deren rechtliche und wirtschaftliche Selbständigkeit. Der Verbund aus Helaba und den Sparkassen in Hessen und Thüringen erweist sich insbesondere auch in der aktuellen Finanzkrise als stabil und erfolgreich. Vor allem als Liquiditätsverbund hat sich das Geschäftsmodell der wirtschaftlichen Einheit der Gruppe gut bewährt. Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen- Thüringen ist Marktführer in den strategischen Geschäftsfeldern Privat- und Mittelstandsgeschäft sowie dem Geschäft mit kommunalen Kunden. Diese Position gilt es zu erhalten und auszubauen. Die klare Aufgabenteilung im Verbund gewährleistet dabei eine gute Ausnutzung der Marktpotenziale. Wichtiger Baustein für den Ausbau der Marktposition ist die satzungsrechtlich verankerte kooperative Marktbearbeitung von Landesbank und Sparkassen. Im Rahmen dieser Kooperation weitet die Helaba ihre Funktion als Partner der Sparkassen kontinuierlich aus. Dies gilt sowohl für das Privatkunden- als auch für das Firmenkundengeschäft. Durch die Optimierung ihres Produkt- und Dienstleistungsangebots für das Mittelstandsgeschäft der Sparkassen unterstützt die Helaba die Institute beim Erhalt und Ausbau ihrer Marktposition. Im Ergebnis sind die Bestände und die eingeräumten Linien des gemeinsam mit den Sparkassen betriebenen Firmenkundengeschäfts in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Neben der personellen Unterstützung der Sparkassen investiert die Helaba in erheblichem Umfang in vertriebsunterstützende EDV-Systeme, die es den Sparkassen ermöglichen, hocheffizient am Markt zu agieren. In der Vergangenheit entwickelte die Helaba den inzwischen bundesweit anerkannten Prozess ClientPlus, um Sparkassen im Zins-, Rohstoff- und Währungsmanagement bei Kunden zu stärken. Da dieses Geschäftsfeld mit Blick auf Kundenwünsche und auch auf die Ertragsentwicklung für die Sparkassen immer wichtiger wurde, entwickelte die Helaba im nächsten Schritt eine eigene Internet-Vertriebsunterstützung Helaba OTC. Dieses Vertriebstool dient den Sparkassen als Pricing-Software für Zins- und Deviseninstrumente sowie als Erstellungsmedium für die dazugehörenden Kundenpräsentationen. Durch die permanente Überarbeitung der bereits realisierten elektronischen Work-flows garantiert die Helaba den Sparkassen ein überdurchschnittliches Abwicklungstempo und die Optimierung der Abläufe. Dienstleistungsgeber Parallel zur Funktion als Marktbearbeitungspartner baut die Helaba auch ihre Funktion als Dienstleistungsgeber für die Sparkassen aus. Das Dienstleistungsspektrum reicht bereits erheblich über die reine Abwicklung von Transaktionen hinaus. Besonders deutlich wird die Intensität der Zusammenarbeit bei der Beratungsdienstleistung Asset AllocationPlus der Helaba im Bereich der Steuerung des Eigengeschäfts. Dabei werden unter Berücksichtigung der jeweils individuellen Bilanzstrukturen und Anlagepräferenzen der beratenen Sparkassen Allokationsvorschläge erarbeitet. Diese werden anschließend über die Helaba umgesetzt und das Portfolio der Sparkasse Die Ratingagentur Fitch hat der regionalen Sparkassen- Finanzgruppe ein Bonitätsrating von,a+ verliehen. Bei der Ratingagentur Standard& Poor s wird das Bonitätsrating von,a bestätigt. sowohl unter Rendite- als auch Risikogesichtspunkten optimiert. Qualitativ herausragend ist dabei die übergreifende Betrachtung aller wesentlichen Einflussfaktoren, die die Bilanzstruktur, den Barwert sowie die Risikosituation der beratenen Sparkasse betreffen. Helaba Depotmaster Mit dem Helaba Depotmaster steht den Sparkassen seit kurzem ein Informations- und Analysetool für sämtliche Produktgruppen des Wertpapiergeschäfts zur Verfügung, also strukturierte Produkte, Anleihen, Aktien und Investmentfonds. Die Sparkassen können mit dem Depotmaster webbasiert ihren Wertpapierbestand mit sämtlichen von ihnen aktiv vertriebenen sowie von den Kunden individuell erworbenen Emissionen strukturieren und zum Beispiel auf Emittentenrisiken analysieren. Die Vertriebssteuerung der Sparkasse ist damit in der Lage, auf aktuelle Situationen zielgerichtet zu reagieren und Vertriebskampagnen für neue Produkte, zum Beispiel bei Fälligkeiten, geändertem Zinsniveau etc., aufzusetzen und zu steuern. Win-win-Situation ausbauen Aufbauend auf die bereits überaus erfolgreiche Zusammenarbeit in der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen und Thüringen, hat die Helaba im Rahmen des weiteren Ausbaus des Verbundes zwei zentrale Funktionen: Zum einen gewährleistet sie als Sparkassenverbundbank die weitere Entwicklung und den Vertrieb wettbewerbsgerechter Produkte. Zum anderen intensiviert sie die kooperative Marktbearbeitung mit den Sparkassen mit dem Ziel, den Marktanteil der Sparkassen-Finanzgruppe im Firmen- und Privatkundengeschäft sowie das bedürfnisorientierte und umfassende Produkt- und Dienstleistungsangebot weiter auszubauen. Im Gegenzug hat die gemeinsame Marktbearbeitung für die Helaba eine hohe strategische Bedeutung; die Verbundzusammenarbeit ist ein wesentliches und stabilisierendes Element ihres Geschäftsmodells. Sie eröffnet Kostensenkungspotenziale und Möglichkeiten der Erlössteigerung sowie die Intensivierung der Marktdurchdringung. Ziel der Helaba ist es, diese Win-win-Situation für alle Verbundmitglieder nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen. Damit wird die Wahrnehmung der Gruppe als wirtschaftliche Einheit maßgeblich gestärkt. Bewährtes weiter ausbauen Fortsetzung von Seite B 2 parkfinanzierung und andererseits für deren Endkunden Leasing, Kredit, Mietkauf sowie zahlreiche Service- und Dienstleistungen. Als Partner in der Absatzfinanzierung hat die Deutsche Leasing sowohl Vendoren (insbesondere international agierender Hersteller) als auch Händler im Retail-Geschäft und Partner im IT- und E-Business für sich gewonnen. Und auch die Sparkassen als Gesellschafter der Deutschen Leasing haben von diesen Kooperationen erneut Vorteile: Das Leasing-Unternehmen bringt den Finanzinstituten auf diese Weise neue Kontakte zu Kunden und Partnern. Auslandsgeschäft ist wichtig Zudem kann die Deutsche Leasing die Kunden der Sparkassen sowie ihre eigenen Kunden in nahezu alle europäischen Länder sowie in die USA, nach Kanada und China begleiten. Dabei hat sich das Leasing-Unternehmen auf die Begleitung der deutschen Exportunternehmen spezialisiert und unterstützt diese weltweit bei der Vermarktung ihrer Produkte. Dieses ganz überwiegend aus dem Inland induzierte Geschäft entspricht der Geschäftspolitik und dem Risikoprofil zur Begleitung mittelständischer Unternehmen. Spezialisten vor Ort Seit 1993 ist das Leasing-Unternehmen im Ausland tätig. Heute wird rund ein Fünftel des Neugeschäfts über die Auslandsgesellschaften der Deutschen Leasing realisiert. Den Kunden der Deutschen Leasing sowie den Kunden der Sparkassen kommen in diesem Zusammenhang insbesondere die Kenntnisse der Auslandstöchter über die lokalen Märkte, die Geschäftschancen sowie die Rechts- und Steuersysteme zugute. Die Produktspezialisten der Deutschen Leasing sitzen vor Ort in den jeweiligen Ländern und sprechen Deutsch, Englisch sowie die jeweilige Landessprache. Zudem ist die Deutsche Leasing Mitglied des S-CountryDesk, des internationalen Kooperationsnetzwerks der Sparkassen-Finanzgruppe, das das Leasing- Unternehmen mit anderen renommierten europäischen und internationalen Firmen verbindet und über das die Deutsche Leasing ihr internationales Produktportfolio der Sparkassen-Finanzgruppe anbietet. Umkämpfter Markt Mit diesem nachhaltigen Geschäftsmodell können selbst wirtschaftlich schwierige Phasen Chancen für das Leasing-Geschäft bieten. Dass dies jedoch nur gelingt, wenn sich Leasing-Gesellschaften noch deutlicher von ihren Wettbewerbern differenzieren, ist eine Tatsache. Als wesentliche Faktoren werden in diesem Zusammenhang immer wieder die Aspekte Nähe zu Kunden, zusätzliche Dienstleistungen und die flexible Realisierung der Investitionsvorhaben von Kunden genannt. Deshalb bleibt der Markt auch weiterhin umkämpft. Die Deutsche Leasing mit den Sparkassen im Rücken und ihren vier strategischen Säulen sieht sich in diesem Zusammenhang gut aufgestellt.

4 B4 Börsen-Zeitung Nr. 120 Sonderbeilage Sonnabend, 27. Juni 2009 BayernLB setzt auf die Zusammenarbeit mit den Sparkassen Auch künftig vorrangiger und integraler Bestandteil des Geschäftsmodells Gemeinsame Aktivitäten werden noch intensiviert Das vergangene Jahr führte in der gesamten Finanzwelt zu drastischen Veränderungen. Die bis dato schwer vorstellbaren Verwerfungen an den Finanzmärkten zwangen Institute zur Aufgabe, beeinflussten Übernahmen und etliche Banken fanden sich mit neuer, staatlicher Eigentümerstruktur wieder. Auch bei der BayernLB wurde das bisherige gleich gewichtete Anteilseignerverhältnis zwischen bayerischen Sparkassen und Freistaat Bayern aufgelöst, die notwendige Kapitalmaßnahme des Landes in Höhe von 10 Mrd. Euro veränderte die bis dahin geltende Eigentümerstruktur nachhaltig. Heute besitzt der Freistaat weit über 90 % an der BayernLB, die Anteile des Sparkassenverbandes haben sich auf derzeit knapp 6 % reduziert. Maßgeschneiderte Lösungen Edgar Zoller Die veränderte Anteilseignerstruktur führt aber keinesfalls zu einem Rückzug aus dem partnerschaftlichen Verbund, den die BayernLB und die 75 bayerischen Sparkassen seit vielen Jahrzehnten pflegen. Im Gegenteil, im Zuge der Restrukturierung der BayernLB wird das Sparkassengeschäft fokussiert und weiter ausgebaut. Die Zusammenarbeit mit den Sparkassen wird auch künftig vorrangiger und integraler Bestandteil des Geschäftsmodells bleiben. Die Bank bietet daher für das Sparkasseneigengeschäft, aber auch für das Mittelstands-, Kommunal-, gewerbliche Immobilien- und Privatkundengeschäft der Sparkassen maßgeschneiderte Lösungen an. Daneben übernimmt die BayernLB natürlich auch weiterhin ihren klassischen Auftrag als Sparkassenzentralbank, wie beispielsweise Girozentralfunktion, Liquiditätsausgleichsfunktion, Zahlungsverkehr, Kreditrisikomanagement-Dienstleistungen, Unterstützung bei Wertpapier-, Anlageund Auslandsgeschäften. Aktuell wird mit einer ganzen Reihe von gemeinsamen Initiativen die Zusammenarbeit zwischen Bank und Sparkassen weiter intensiviert. Im Zuge dessen wird die Sparkassenbetreuung gezielt ausgebaut, und die Leistungsangebote der Bank werden bedürfnisgerechter, bei gleichzeitiger Ergebnisorientierung, ausgerichtet. Hierzu werden, unter intensiver Einbeziehung der bayerischen Sparkassen, im Rahmen eines neuen Verbundmodells konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit und zur besseren gemeinsamen Ausschöpfung der Marktpotenziale gestartet. Bewährte Felder fortsetzen Vorstandsmitglied der BayernLB, u. a. zuständig für das Sparkassengeschäft Neben diesen neuen Initiativen werden die bewährten Felder der bisherigen Zusammenarbeit fortgesetzt und vertieft. der traditionell engen Verbundpartnerschaft profitieren sowohl die BayernLB als auch die Sparkassen. Die 75 bayerischen Sparkassen mit ihren über Geschäftsstellen sind in den jeweiligen Regionen fest verwurzelt und fungieren als Anlaufstelle für Privatkunden, Unternehmen und Kommunen. Die starke Marktstellung und hohe Kundenbindung der Sparkassen ergänzen sich optimal mit der unterstützenden Produkt- und Beratungskompetenz der BayernLB. BayernLB und Sparkassen agieren dabei auf Augenhöhe und arbeiten in der Betreuung vieler Kunden gemeinsam. Das gilt für das Geschäft mit kommunalen Kunden ebenso wie für das Mittelstandsgeschäft. Die von der BayernLB im Rahmen ihres fokussierten Geschäftsmodells angekündigte Konzentration auf den gehobenen Mittelstand in Bayern und der damit verbundene Direkt-Akquisitionsansatz bei Unternehmen ab einer Umsatzgrößenklasse von 50 Mill. Euro stehen dazu nicht im Widerspruch, sondern ergänzen diesen Ansatz und werden die Marktstellung der Sparkassen-Finanzgruppe im Mittelstandsgeschäft weiter verbessern. Neu hinzukommende Geschäftsverbindungen der BayernLB verschaffen zusätzliche Möglichkeiten zur Beteiligung von Sparkassen. Gerade mittelständische Unternehmen sind in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf verlässliche Finanzpartner angewiesen, die sie in Fragen der Unternehmensfinanzierung, Expansionsstrategien oder bei Nachfolgeregelungen unterstützen. Die Spezialisten der BayernLB analysieren Nachfolgeoptionen, ermitteln Unternehmenskennzahlen und erstellen tragfähige Finanzierungskonzepte. Auch bei der Finanzierung erneuerbarer Energien bietet die BayernLB den Kunden der Sparkassen eine hohe Expertise. Bei Photovoltaik, Windenergie, Geothermie und Klimaschutzprojekten gehört die Landesbank zu den führenden Projektfinanzierern. Davon profitieren auch die Kommunen: Gemeinsam mit den bayerischen Sparkassen bietet die BayernLB etwa ein umfassendes Konzept für die Finanzierung geothermaler Projekte. Die Berücksichtigung kommunalrechtlicher Belange, eine Einbindung von Fördermitteln und die hohe Kompetenz in strukturierten Finanzierungen führen zu überzeugenden Argumenten für Kommunen. Beispielsweise unterstützen die Kreissparkasse München Starnberg und die BayernLB die Gemeinde Unterhaching in der Nähe von München bei der Finanzierung umweltschonender Heizenergie aus Geothermie. Weitere Gemeinden sind an einer Nutzung der erneuerbaren Energien interessiert oder befinden sich bereits in der ersten Projektphase. Hier gewährleistet eine frühzeitige Einbindung der Sparkassen-Finanzgruppe als Finanzpartner mit öffentlichem Auftrag eine solide Finanzierung. Beim Fördergeschäft wird das enge Zusammenspiel zwischen Sparkassen und BayernLB ebenfalls deutlich: Die BayernLB fungiert für die Sparkassen als Geschäftsbearbeitungs- und Kompetenzzentrum für Fördermittel. Zielsetzung ist die nachhaltige Förderung der bayerischen Wirtschaft, genutzt werden Heute besitzt der Freistaat weit über 90% an der BayernLB, die Anteile des Sparkassenverbandes haben sich auf derzeit knapp 6% reduziert. die zinsverbilligten Mittel vor allem von Unternehmen, Kommunen und Existenzgründern. Diese erhalten über ihre Sparkasse die Fördermittel der LfA Förderbank, der KfW oder der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Gemeinsam werden so Existenzgründungen ermöglicht, Infrastrukturprojekte gefördert oder Expansionspläne unterstützt. Eine Oberpfälzer Sparkasse finanzierte etwa mit einem Energieeffizienz-Förderprogramm den Maschinenpark eines Kunden, in Regensburg wurde ein Altbaugebiet mit zinsverbilligten Mitteln gefördert und derzeit werden speziell Infrastrukturprogramme bayerischer Gemeinden finanziert. Im Jahr 2008 erreichte das Neugeschäft mit Förderkrediten mit 2,2 Mrd. Euro erneut einen Spitzenwert in der Sparkassen-Finanzgruppe Bayern. Auch für 2009 zeichnet sich eine hohe Nachfrage ab. Eine enge und stetig wachsende Zusammenarbeit mit den bayerischen Sparkassen besteht auch beim Thema Immobilien. Diese umfasst sowohl das Konsortialfinanzierungsgeschäft als auch eine vielseitige Beratung bei Finanzierungsanfragen. So kann die BayernLB durch ihre jahrzehntelange Erfahrung die Sparkassen bei der Entwicklung von individuellen Finanzierungslösungen bei Nahversorgungs- und Fachmarktzentren, Büros, familiengeführten Hotels, Sozialimmobilien und wohnwirtschaftlichen Bauträgermaßnahmen in einem interessanten Markt unterstützen. Das Thema Dienstleistungen, wie der Bereich Immobilien An- und Verkaufsberatung, wird ebenfalls zunehmend von den bayerischen Sparkassen nachgefragt, zum Beispiel wenn sparkasseneigene Immobilien oder Immobilien von Sparkassenkunden verkauft werden sollen. Corporate-Finance-Offensive Im Bereich Corporate Finance deckt die BayernLB den Finanzbedarf mittelständischer Unternehmen über den gesamten Lebenszyklus mit einer umfangreichen Produktpalette ab. Der gemeinsam getragenen Corporate-Finance-Offensive hat sich bereits jede zweite Sparkasse in Bayern angeschlossen und nutzt die daraus resultierenden Chancen in der Kundenbetreuung. Das erfolgreiche Programm verhalf zahlreichen Sparkassen zu gewonnenen Unternehmensmandaten und arrangierten Finanzierungen. Auch das von der Landesbank speziell für Sparkassen entwickelte Produkt BayernLB Comfort richtet sich an Firmenkunden der Sparkassen aus energieintensiven Bereichen. Dazu zählen neben Speditionen und Fuhrunternehmen auch Gießereien und metallverarbeitende Betriebe. Durch die Absicherung von Preisrisiken beim Rohstoffeinkauf erhalten diese Unternehmen mehr Planungssicherheit. Mit ihrem Knowhow in diesem Bereich unterstützt die BayernLB die Sparkassen bei ihrer Kundenbetreuung. Als weiteren Service bieten die Kapitalmarktexperten der BayernLB seit Anfang 2009 allen Sparkassen BayernLB und Sparkassen agieren dabei auf Augenhöhe und arbeiten in der Betreuung vieler Kunden gemeinsam. Das gilt für das Geschäft mit kommunalen Kunden ebenso wie für das Mittelstandsgeschäft. monatliche Telefonkonferenzen an, bei denen aktuelle Kapitalmarktentwicklungen diskutiert und für Anlageentscheidungen interpretiert werden. Im Bereich der Kapitalmarktprodukte, die sich an Privatkunden richten, steht seit Januar 2009 ein Schulungskonzept der BayernLB zur Verfügung, das von den Kundenbetreuern der Sparkassen intensiv nachgefragt wird. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Sparkassen ist und bleibt ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der BayernLB, gemeinsame Aktivitäten werden weiter intensiviert und ausgebaut. Die BayernLB möchte die Sparkassen als bedeutende Kunden und wichtige Vertriebspartner in Zukunft noch stärker durch die Qualität ihrer Leistungen überzeugen. Renditesucht und Pokerspiel der Hochfinanz widerstanden Financiers des kommenden Aufschwungs Fester Bestandteil der Wirtschaft In den Kunden werden viel mehr als nur kurzfristige Renditebringer gesehen Die aktuelle Finanzkrise und der daraus folgende Wirtschaftsabschwung bringen insbesondere für den Finanzsektor Veränderungen, wie wir sie seit der Weltwirtschaftskrise 1929 nicht mehr gesehen haben. Mit dem Zusammenbruch des renditegetriebenen angloamerikanischen Finanzmarktkapitalismus vollzog sich eine Abkehr von Bankgeschäften ohne jeden Bezug zur Realwirtschaft. Reine Investmentbanken haben reihenweise ihr Geschäftsmodell aufgegeben. Das Kreditersatzgeschäft, das in den letzten Jahren exzessive Ausmaße angenommen hatte, hat seine Bedeutung verloren. Gespenst der Kreditklemme Gleichzeitig befindet sich ein erheblicher Teil der Banken weltweit in einer prekären Situation und ist auf staatliche Stützung angewiesen. Wertberichtigungen und Abschreibungen in Milliardenhöhe bedrohen die Kapitalbasis und Solvenz der Institute. Der Interbankenmarkt kann sich nur langsam aus seiner Schockstarre befreien. In der Wirtschaft geht deshalb nun das Gespenst der Kreditklemme um. Hort der Stabilität Wenngleich vereinzelt Unternehmen von einer restriktiveren Kreditvergabepraxis seitens der Banken berichten, kann man in Baden-Württemberg und in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern bislang glücklicherweise nicht von einer Kreditklemme sprechen. Das ist ohne Zweifel auch ein Verdienst der Sparkassen. Sie sind stets ein Hort der Stabilität gewesen. Denn die öffentlich-rechtlichen Sparkassen sind nicht der Renditesucht erlegen, haben beim Pokerspiel der Hochfinanz nicht mitgespielt. Keine Liquiditätsengpässe Da die Sparkassen von der Finanzmarktkrise deshalb nicht direkt betroffen sind, kennen sie auch keine Liquiditätsengpässe im Gegenteil: Die Sparkassen haben ihre Kreditvergabe stetig vergrößern können. So erhöhten die baden-württembergischen Sparkassen ihre Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbständige im Jahr 2008 um 18 %. Die Darlehensauszahlungen an Unternehmen und Selbständige erhöhten sich sogar um 21 %. Das Kreditvolumen Peter Schneider der baden-württembergischen Sparkassen an Unternehmen und Selbständige stieg dadurch im Verlauf des Jahres 2008 auf über 44 Mrd. Euro. Einst als verstaubt belächelt MdL, Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg Demgegenüber haben sich die großen Privatbanken schon vor Beginn der Finanzmarktkrise aus dem Retailgeschäft und dem Kreditgeschäft mit dem Mittelstand zurückgezogen und sich verstärkt auf das Kreditersatzgeschäft konzentriert. Allein das gesamte Kreditvolumen der badenwürttembergischen Sparkassen an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige beträgt mit 44 Mrd. Euro ein Viertel des Kreditvolumens aller deutschen Großbanken in diesem Bereich. Und während die baden-württembergischen Sparkassen im zweiten Halbjahr 2008 weiter ihre Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige um 3,6 % steigerten, haben die Großbanken ihr Engagement um fast 10 % zurückgefahren. Es sind also die Sparkassen mit ihrem bis vor kurzem noch als verstaubt belächelten Geschäftsmodell, die den Kreditbedarf der deutschen und auch der baden-württembergischen Unternehmen sichern. Wo die privaten Großbanken Präsenz vermissen lassen, schließen die öffentlichrechtlichen Sparkassen die Lücke. Wie wichtig das ist, wird in Baden- Württemberg besonders deutlich. Unser Land ist schon immer eine Hochburg des Mittelstands gewesen. Kleine, innovationsfreudige Betriebe machen Baden-Württemberg zum Musterland der Tüftler. Zwei Drittel aller Arbeitsplätze werden von kleinen und mittleren Unternehmen (den sogenannten KMUs) oder Selbständigen gestellt. 80% aller Lehrlinge werden von ihnen ausgebildet. Der baden-württembergische Mittelstand erwirtschaftet darüber hinaus mehr als die Hälfte des Bruttosozialprodukts und ist für 80 % des gewerblichen Steueraufkommens verantwortlich. Mit anderen Worten: Floriert der Mittelstand, brummt die Wirtschaft, und es geht dem Land gut. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sind aber, um erfolgreich im Wettbewerb bestehen zu können, auf ganz besonders verlässliche Finanzpartner und auf sie zugeschnittene Finanzdienstleistungen angewiesen. So benötigen Existenzgründer sowie kleine und mittelständische Unternehmen etwa auch entsprechend kleine Kredite. Großbanken sind hier in aller Regel zu träge und an wenig Rendite generierenden Kleinkrediten kaum interessiert. Nah am Kunden Sparkassen dagegen sind in der Fläche so präsent, dass sie potenzielle Kreditnehmer viel besser beurteilen können, als etwa Großbanken. So betreiben beispielsweise die Sparkassen in Baden-Württemberg mit rund Geschäftsstellen fast genauso viele Geschäftsstellen wie die Großbanken in Gesamtdeutschland ohne Postbank. Knapp die Hälfte aller Mittelständler hat eine Sparkasse als erste Hausbank und fast jeder zweite Existenzgründer wird von einer Sparkasse begleitet, die vor Ort nah am Kunden ist und mit Blick auf die regionale Wirtschaft die Situation gut beur- Wo die privaten Großbanken Präsenz vermissen lassen, schließen die öffentlichrechtlichen Sparkassen die Lücke. Wie wichtig das ist, wird in Baden-Württemberg besonders deutlich. teilen und entsprechend entscheiden kann. Die Nähe zum Kunden und die Verankerung in der Region machen die einzelnen Sparkassen zu Experten, was die Bedürfnisse und Besonderheiten gerade der Unternehmen angeht, die in ihrem Geschäftsgebiet tätig sind. Durch ihren öffentlichen Auftrag sehen die Sparkassen dabei in ihren Kunden viel mehr als lediglich kurzfristige Renditebringer. Das langfristige Wohlergehen ihrer Kunden und der ganzen Region, in der sie wirtschaften, liegt ihnen am Herzen, wie auch im eigenen Interesse. Deshalb besteht in der Regel zwischen der jeweiligen Sparkasse und den ansässigen Unternehmen vor Ort eine langfristige, oft generationenübergreifende, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung. Darüber hinaus refinanzieren sich unsere Sparkassen in bewährter und sicherster Weise, nämlich hauptsächlich über die umfangreichen Spareinlagen ihrer Kunden. Die baden-württembergischen Sparkassen verfügen derzeit über Kundeneinlagen in Höhe von über 104 Mrd. Euro. Sie verzeichneten im vergangenen Jahr ein starkes Anwachsen der Kundeneinlagen in Höhe von 4,3 %. Allein im Monat Oktober hatten die damals noch 55 und heute fusionsbedingt 54 Sparkassen in Baden-Württemberg 1 Mrd. Euro neue Kundengelder erhalten. Das war der größte Zuwachs in der Geschichte baden-württembergischer Sparkassen. Das hohe Einlagenwachstum bei den Sparkassen zeigt eindeutig, dass das Sicherheitsbedürfnis der Kunden in der Krise gewachsen ist. Es bestätigt außerdem das große Vertrauen, welches die Menschen den Sparkassen übrigens zu Recht entgegenbringen. Denn bei den Sparkassen sind aufgrund der Institutssicherung die Einlagen aller 438 deutschen Sparkassen zu 100 % gesichert, auch ohne die von der Bundesregierung zugesagte Einlagensicherung. Hoher Passivüberhang Der traditionell hohe Passivüberhang in Baden-Württemberg machen die Einlagen zur Zeit 108 % der Kreditvergabe aus ermöglicht es den Sparkassen, ihr Kreditvolumen in den jeweiligen Regionen weiter zu erhöhen. Auch was die Eigenkapitalausstattung angeht, verfügen die baden-württembergischen Sparkassen über genügend Potenzial, um die Kreditvergabe auszudehnen. Damit können die Sparkassen als verlässlicher Finanzpartner nachhaltig die Wirtschaft im Land unterstützen. Die Sparkassen sind daher auch im Abschwung in der Lage, ihrer volkswirtschaftlichen Aufgabe nachzukommen und vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg mit ausreichend Krediten zu versorgen. Nach vorne schauen Gerade jetzt, in einer der schwersten Wirtschaftskrisen überhaupt, darf uns aber auch der Mut, nach vorne zu schauen und unternehmerisch tätig zu werden, nicht abhanden kommen. Denn gesundes innovatives Unternehmertum stärkt die Region, stärkt unsere Wirtschaft. StartUp-Initiative Die StartUp-Initiative der Sparkassen ist die bundesweit größte Initiative zur Stärkung des Unternehmertums in Deutschland. Mit ihren drei Bausteinen StartUp-Werkstatt, StartUp-Wettbewerb und Deutscher Gründerpreis fördert diese eine Kultur der Selbständigkeit angefangen vom Schüler über den innovativen Existenzgründer bis hin zum gestandenen Unternehmer. Bislang hat die Initiative seit dem Wettbewerbsstart vor rund zehn Jahren mehr als Während private Riesen mit Steuergeldern,künstlich ernährt werden, macht das grundsolide Geschäftsmodell der Sparkassen diese nicht nur zum Retter vor der Kreditklemme, sondern auch zu den Financiers des kommenden Aufschwungs Gründer(teams) ins Unternehmerleben begleitet. Für die meisten Wettbewerbsteilnehmer war dies der Beginn einer unternehmerischen Erfolgsstory und nebenbei einer engen Partnerschaft mit ihrer Sparkasse vor Ort. Die Sparkassen sind fester Bestandteil unserer Wirtschaft. Über mehr als 200 Jahre haben sie etliche Krisenzeiten erfolgreich bewältigt. Auch diese Krise werden sie ganz gewiss meistern. Mehr noch sie werden aus dieser Krise gestärkt hervorgehen. Denn im Gegensatz zu den großen Privatbanken, denen praktisch über Nacht ein ganzes Geschäftsmodell weggebrochen ist, haben sich die Sparkassen aus Überzeugung nie von der Realwirtschaft entfernt. Während private Riesen mit Steuergeldern künstlich ernährt werden, macht das grundsolide Geschäftsmodell der Sparkassen diese nicht nur zum Retter vor der Kreditklemme, sondern auch zu den Financiers des kommenden Aufschwungs.

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6 B6 Börsen-Zeitung Nr. 120 Sonderbeilage Sonnabend, 27. Juni 2009 Freie Sparkassen sind die ursprüngliche Form der öffentlichen Sparkassen in Deutschland: Als Bürgerinitiative für die ärmere Bevölkerung gegründet, standen sie von Anfang an für innovatives bürgerliches Engagement im Gemeinwohlinteresse. Erst später folgten die Gemeinden dem Beispiel und gründeten öffentlichrechtliche Sparkassen. Die Ursprünge Vieles in der Sparkassen-Landschaft hat seinen Ursprung in den freien Sparkassen. Sogar die Sparkassen-Idee an sich: Die ersten Sparkassen, die Ende des 18. Jahrhunderts entstanden, waren freie Sparkassen gegründet als Waisenoder Leihkassen, die überwiegend dem Verantwortungsbewusstsein freier Bürger entsprungen sind. Einen Schwerpunkt freier Sparkassen bildeten die norddeutschen Länder, Thüringen, das Königreich Württemberg und das Großherzogtum Baden. Die Zahl freier Sparkassen erreichte ihren Höhepunkt in den deutschen Ländern in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Danach ging sie stetig zurück, weil in vielen Fällen die Gemeinden die Trägerschaft übernahmen oder neue Sparkassen gründeten. Mit Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs gab es eine weitere Kommunalisierungswelle, zum einen weil die Trägervereine bzw. Stiftungen die für den Fortbestand der Sparkassen erforderliche Rechtsfähigkeit nur durch staatliche Verleihung bzw. kraft reichsgesetzlicher Vorschriften erlangen konnten, zum anderen weil die Mündelsicherheit lockte, die ebenfalls eine besondere staatliche Aufsicht voraussetzte gab es nur noch 160 freie Sparkassen gegenüber öffentlichrechtlichen. Verband Freier Sparkassen Das Bedürfnis, die Interessen der freien Sparkassen besonders zu vertreten, reicht weit zurück: Im Jahr 1920 kam es zur Gründung des Verbandes der Deutschen Freien und Stiftungssparkassen e. V., der dazu Kaufen statt mieten diese Devise gilt schon seit einer Reihe von Jahren. Sie hat von ihrer Aktualität auch heute überhaupt nichts eingebüßt. Natürlich bleibt die Unsicherheit über die Wirtschaftslage nicht ohne Einfluss auf wichtige private Investitionsentscheidungen wie den Immobilienkauf. Gerade die Erwerber in Deutschland sind traditionell besonders vorsichtig und fragen sich mehr als einmal, ob das Arbeitseinkommen auch morgen noch für die Finanzierung reicht. Leichtfertig beiseiteschieben darf man selbstkritische Fragen in diesem Zusammenhang sicher nicht. Zahlreiche Kaufsignale Fair, menschlich, nah Verantwortung wahrnehmen Sparkassen-Idee lebt in europäischer Vielfalt Bekenntnis zur regionalen Bevölkerung Hartwig Hamm Verbandsdirektor bei der Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen, Berlin beitragen sollte, die durch die Politik drohenden Probleme wie die Kommunalisierungsbemühungen, die Steuergesetzgebung und die Frage der Mündelsicherheit im Sinne der freien Sparkassen gemeinsam anzugehen. Im Jahr 2009 umfasst der Verband der Freien Sparkassen sieben ordentliche Mitglieder: die Großsparkassen Hamburg und Bremen und in Schleswig-Holstein die Sparkassen Bordesholm, Bredstedt, Lübeck, Mittelholstein und Westholstein, wobei Letztere eine öffentlich-rechtliche Sparkasse ist, die aus einer Fusion mit einer privaten Sparkasse hervorgegangen ist. Seit 1926 sind auch Sparkassen außerhalb Deutschlands Mitglied im Verband der Freien Sparkassen. Den Anfang machten erste österreichische Sparkassen im Jahr 1926, heute sind 36 Sparkassen aus elf europäischen Ländern sowie der schwedische Sparkassenverband Mitglied des Verbandes. Gemeinwohlorientiert Tim Nesemann Präsident des Verbandes der Deutschen Freien Öffentlichen Sparkassen e.v. Aber auf der anderen Seite gibt es unverändert zahlreiche Kaufsignale in einem robusten Markt. Mehrere Faktoren sprechen tendenziell sogar eher für Wachstum bei Nachfrage und Preisen, und dies schon kurzund mittelfristig: 1. Wer sichere Anlageformen sucht, der ist gerade heute bei der Wohnimmobilie besonders gut aufgehoben; das gilt für die eigenen vier Wände, aber auch für Renditeobjekte. Qualitativ gute Immobilien sind nicht nur wertstabil, sie werfen auch beim selbst genutzten Wohneigentum eine ordentliche Rendite ab, nämlich in Höhe der ersparten Miete. Dieser Vorteil ist umso attraktiver, je unsicherer andere Anlagen werden und je niedriger das Kapitalmarktzinsniveau ist. 2. In Deutschland hat es im letzten Jahrzehnt weitestgehend konstante Preise gegeben; deshalb können hier auch keine Preisblasen zu platzen drohen. Im Gegensatz zu etlichen Nachbarländern und vor allem den USA erfreut sich der hiesige Immobilienmarkt seit längerer Zeit großer Stabilität. 3. Die Finanzierungsbedingungen sind und bleiben extrem günstig: Hauskäufer finden ein großes Kreditangebot vor, und das Zinsniveau ist historisch niedrig. Finanzierungsraten sind häufig schon zu Beginn nicht teurer als Mieten für vergleichbare Objekte, und sie belasten in den meisten Fällen das Haushaltseinkommen nicht mit mehr als 20 oder 25 %. Die Bezahlbarkeit von Immobilien ist damit besser denn je. Vom Nutzen in späteren Jahren, wenn die Belastung massiv sinkt, während Mieten weiter steigen, ganz zu schweigen. 4. Noch ist das Angebot an guten Objekten relativ breit und, abgesehen von teuren Ballungsräumen, recht günstig. Das gilt sowohl im historischen Vergleich als auch beim Blick über die Grenzen in Europa. Künftig wird die Auswahl für Erwerber jedoch eher schwieriger werden. Der Neubau in Deutschland hat nämlich mit weit weniger als Einheiten pro Jahr einen absoluten Tiefstand erreicht. Experten halten einen um 50 bis 100 % stärkeren Wohnungsbau für erforderlich, sowohl im Eigentums- als auch im Mietwohnungssektor. Die Folgen sind über kurz oder lang unausweichlich: steigende Mieten und steigende Immobilienpreise. Der Trend zur Stabilität wird durch die Immobilienmarktentwicklung der letzten Jahre eindrucksvoll Freie Sparkassen in Deutschland sind ihrer Rechtsform und ihrem Wesen nach freie, nicht in kommunaler Trägerschaft stehende Sparkassen. Ebenso wie die öffentlichrechtlichen Sparkassen sind sie der Gemeinwohlorientierung verpflichtet und haben die Sparkassen-Idee über ihre Satzungen fest in ihrer Geschäftspolitik verankert: Sie fördern die Lebensqualität der Menschen in ihrem Geschäftsgebiet. Sie sorgen für eine kreditwirtschaftliche Versorgung insbesondere des Mittelstandes ihrer Region. Und sie sind mit ihrem Engagement für Kunst, Kultur, Sport, Bildung, Wissenschaft und sozialen Initiativen gesellschaftlich verantwortungsbewusste Akteure in ihrem Geschäftsgebiet. Zusammenfassend bedeutet das, dass freie Sparkassen ebenso wie öffentlich-rechtliche Sparkassen Geschäfte unter vorrangiger Berücksichtigung ihres Gemeinwohlauftrags tätigen. Dabei unterliegen die freien Sparkassen zwar nicht dem Regionalprinzip, auch sie konzentrieren ihre Geschäftstätigkeit jedoch auf den Wirtschaftsraum ihres Sitzes. Alle freien deutschen Sparkassen werden seit dem 1. Juli 2006 in der Rechtsform der nicht börsennotierten AG geführt. Das gibt ihnen die bestätigt. So haben sich die Preise auch für gebrauchtes Wohneigentum in diesem Jahrzehnt insgesamt leicht nach oben entwickelt. Was jetzt erstmals durch repräsentative Analysen bestätigt wurde: Auch die Abschaffung der Eigenheimzulage hat seit 2006 keinen Druck auf die Preise ausgelöst, sie sind seitdem tendenziell vielmehr leicht nach oben gegangen. Und die aktuellsten Zahlen der LBS-Immobiliengesellschaften bestätigen auch für das erste Quartal 2009 eine robuste Nachfrage nach Einfamilienhäusern aus dem Bestand bei Preisen, die sogar leicht über dem Niveau des Jahres 2008 liegen. Die Bedingungen stimmen Im Grunde ist dies gar kein Wunder, stimmen doch die Bedingungen für den Eigentumserwerb nach wie vor. Auch in der Finanzkrise hat sich nichts an der positiven Einstellung der Bevölkerung zu den eigenen vier Wänden geändert. Wohneigentum rangiert vielmehr in der Gunst der Menschen ganz hoch oben. So halten 83 % der Bevölkerung die Immobilie für eine gute Chance, unabhängig von ihrer ursprünglichen Rechtsform beispielsweise als Stiftung oder Verein Beteiligungen einzugehen oder zu ermöglichen. In ihren Aufsichtsorganen sind anders als bei den öffentlich-rechtlichen Sparkassen von der Hauptversammlung gewählte Fachleute aus Wirtschaft und Politik vertreten. Dass im Gegensatz zur lange vertretenen Meinung nicht die Rechtsform der entscheidende Faktor für das Geschäftsmodell ist, sondern das Bekenntnis zu den Menschen in der Region und zur Sparkassen- Idee an sich, hat nicht zuletzt die Finanzkrise gezeigt: Die Sparkassen haben mit der Förderung der regionalen Wirtschaft, dem Bekenntnis zu allen Schichten der Bevölkerung im jeweiligen Geschäftsgebiet sowie unter Berücksichtigung der kommunalen und regionalen Bedürfnisse in der Verwendung des Gewinns entscheidend zur Stabilität des Finanzsystems beigetragen. Damit haben die Sparkassen bewiesen, dass ihr seit 200 Jahren bewährtes, oft zu Unrecht kritisiertes Geschäftsmodell tragfähig und zukunftsweisend ist. Zudem gibt es in Europa verschiedene Varianten, in welcher Rechtsform Sparkassen das Sparkassengeschäft betreiben, wie ein Blick in einige Länder unserer außerordentlichen Mitglieder des Verbandes der Freien Sparkassen zeigt. Europas Varianten In Österreich sind 35 der dortigen 52 Sparkassen inzwischen als AG tätig; das Kapital wird von Stiftungen oder Vereinen gehalten. Diese Stiftungen halten teilweise sogar Anteile an mehreren Sparkassen, wie auch AG-Sparkassen Anteile an anderen Sparkassen halten. In den Statuten ist der Einfluss der Gemeinden auf den Geschäftsbetrieb über ihre Präsenz in den Anteilsverwaltungsgesellschaften, Vereinen oder Stiftungen nach wie vor festgeschrieben. Sie haben in beeindruckender Weise Kräftebündelung und Konzentration auf Schlüsselfaktoren umgesetzt. Die österreichische Sparkassengruppe hat schon zu Beginn dieses Jahrtausends ihre IT auf einen einzigen Dienstleister fusioniert, der inzwischen auch für Sparkassen in Central and Eastern Europe (CEE) tätig ist. Produkte, Kampagnen und Beratungskonzepte werden zentral über die Erste Bank zur Verfügung gestellt, Steuerung und Kapitalmarktgeschäfte sowie Bausparkasse, Immobilien- und Investment-Produkte werden aus einer Hand für alle Sparkassen Österreichs und in CEE angeboten. Die Erste Bank übernimmt insofern zentrale Aufgaben eines Spitzeninstituts, während die Sparkassen ausschließlich in ihrer Region tätig sind. So lassen sich die notwendigen Skaleneffekte durchholen, ohne die Verwurzelung aufzugeben. Dies schafft trotz der im Vergleich zu Geschäftsbanken geringeren Größe Wettbewerbsfähigkeit. Situation in Spanien und sichere Vermögensbildung und Altersvorsorge. Das empfinden und erleben nicht nur Wohneigentümer so, sondern laut Umfragen auch 75 % der Mieter. Pluspunkt Altersvorsorge Ein entscheidender Pluspunkt ist vor allem der Wert als Altersvorsorge und zwar einer Altersvorsorge, in der man schon in jungen Jahren leben kann. Das Eigenheimrentengesetz mit der neuen Wohn- Riester-Förderung hat hier einen zusätzlichen politischen Akzent gesetzt. Jeder weiß seit jeher (und es wird auch durch wissenschaftliche Analysen bestätigt): Wer beim Eintritt in den Ruhestand über schuldenfreie eigene vier Wände verfügt, der braucht sich über seine Einkommenssituation im Alter keine Sorgen zu machen. Das Erfolgsgeheimnis ist ganz einfach: Wer eigene vier Wände erwerben will, der zahlt im Laufe der Jahrzehnte erhebliche Beträge in die eigene Tasche. Der Mieter konsumiert dagegen mehr und steht selbst bei gleichem Einkommen am Ende ohne nennenswertes Privatvermögen da und muss ständig wachsende Wohnkostenbelastungen fürchten. Der Mietwert der eigenen Immobilie beläuft sich bei Rentnerhaushalten heute bereits auf mehr als 500 Euro pro Monat. Mit dieser Zusatzrente können Wohneigentümer ihr Einkommen also um mehr als ein Viertel aufstocken, weil sie fürs Wohnen keine Miete zahlen müssen. Als Zusatznutzen kommt noch hinzu, dass die Immobilie natürlich einen erheblichen Vermögenswert darstellt, der jederzeit veräußert oder auch vererbt werden kann. Gerade Letzteres ist ein oft unterschätztes Kriterium für die Menschen bei der Vermögensbildung. So zeigte jüngst eine Umfrage, dass für über 70 % der Menschen die Vererbbarkeit wichtig oder sehr wichtig ist. Auch demografische Faktoren sprechen allen Unkenrufen Einen anderen Weg ist die spanische Sparkassenorganisation gegangen. Die Aufhebung des Regionalprinzips im Jahr 1988 schaffte faktisch einen Wettbewerb jeder gegen jeden, große Sparkassen wie La Caixa oder Caixa Catalunya sind sogar außerhalb Spaniens tätig. Allerdings beschränken sich viele kleinere Sparkassen auf das Geschäftsgebiet ihrer Region. Auch die spanischen Sparkassen werden in der Rechtsform der privaten Stiftung ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben. Ihre Überschüsse fließen den Trägern zu; bei überregional tätigen Sparkassen anteilig dort, wo sie entstanden sind. So wird ein Widerstand gegen die Eröffnung von Filialen in anderen Regionen weitgehend vermieden. In Spanien liegt der Erfolg der Sparkassen ebenfalls in der konsequenten Nutzung von Dienstleistungsangeboten ihres zentralen Ver- zum Trotz dafür, dass die Wohnimmobilien eine gute Zukunft haben. Unter Experten ist nämlich unumstritten, dass wegen des anhaltenden Trends zu kleineren Privathaushalten deren Zahl in den nächsten beiden Jahrzehnten noch um mindestens anderthalb Millionen zunehmen wird. Ein Grund hierfür ist auch die zunehmende Lebenserwartung der Bundesbürger, die immer länger in ihren Häusern und Wohnungen leben möchten. Das treibt zwangsläufig auch die Wohnungsnachfrage kontinuierlich nach oben. Natürlich wirken sich Wachstumsfaktoren nicht in allen Regionen gleichmäßig aus. Erst recht gibt es keine Wertgarantie für jedes Objekt. Die individuelle Qualität der Immobilie neben dem aktuell wichtig gewordenen Aspekt des energetischen Zustands traditionell vor allem die Lage ist entscheidend. Das war aber nie anders. Und Wohneigentümer wissen dagegen selbst am besten, wo es sich zu wohnen lohnt. Für sie ist die Immobilie Lebensmittelpunkt. Hier schaut deshalb jeder ganz genau hin. Wer sich für Wohneigentum entscheidet, ist in aller Regel damit bandes CECA begründet, der gleichzeitig als Spitzeninstitut fungiert. CECA steht sowohl beratend und konzeptionell als auch insbesondere vergleichbar mit Dienstleistungsgesellschaften mit Angeboten zur Abwicklung von Geschäftsvorfällen zur Verfügung. Im Sinne von möglichst großen Skaleneffekten wird dieses Dienstleistungsangebot nicht nur den Mitgliedern der Sparkassenorganisation, sondern auch Mitbewerbern zur Verfügung gestellt und aufgrund konkurrenzfähiger Preise auch von ihnen genutzt. Vorgehen in Frankreich Die Sparkassen in Frankreich wurden im Jahr 1999 in Genossenschaften umgewandelt folgte eine erste Kooperation mit der Gruppe der Volksbanken (Banques Populaires) im Bereich des Investment Banking. Die beiden Spitzeninstitute werden nun zum zweitgrößten französischen Institut zusammengeführt. Die Sparkassen- und 3370 Geno-Bank-Filialen bleiben unter ihren jeweiligen alten Namen in den Regionen bestehen. In anderen Ländern Europas wie zum Beispiel Großbritannien, Italien oder den Niederlanden sind Sparkassen heute weitgehend verschwunden. Dort wurde die Gemeinwohlorientierung Renditegesichtspunkten geopfert, was zu einer Welle von Fusionen und Übernahmen geführt hat. In Großbritannien endete dies schließlich in einem oligopolistischen Bankenmarkt mit nur noch fünf großen Anbietern, die ihre Gebühren und Kunden heute ohne großen Wettbewerbsdruck frei wählen können. Der Idee verpflichtet In ihren unterschiedlichen Ausprägungen sehen sich die Sparkassen heute übereinstimmend der Sparkassen-Idee verpflichtet: Unter dem Motto fair, menschlich, nah nehmen sie in besonderer Weise Verantwortung für die Gesellschaft wahr. Der europäische Sparkassensektor ist mit ungefähr 870 Mitgliedsbanken die größte Kreditinstitutsgruppe Europas. Diese Sparkassen betreiben Filialen und beschäftigen Menschen. Ihr Dachverband ist die 1963 gegründete Europäische Sparkassen-Vereinigung (ESBG) in Brüssel. Die Bilanzsumme aller Mitglieder der ESBG belief sich Anfang 2006 auf Mrd. Euro, die Darlehen an Nichtbanken betrugen Mrd. Euro. Einheit in der Vielfalt. Als öffentlich-rechtliche oder als freie Sparkassen. Ampeln für potenzielle Wohneigentümer stehen auf Grün Kein Anlass zur Torschlusspanik, aber auch kein vernünftiger Grund für spekulatives Zuwarten Heute zählt die eigene Immobilie zu den attraktivsten Anlagen Meist findet man die richtige Immobilie nicht aus einer Augenblickslaune, sondern nach gründlichem Suchen und damit einem Zeitraum, den man für das Ansparen des nötigen Eigenkapitals nutzen kann. Alle freien deutschen Sparkassen werden seit dem 1. Juli 2006 in der Rechtsform der nicht börsennotierten AG geführt. Das gibt ihnen die Chance, unabhängig von ihrer ursprünglichen Rechtsform beispielsweise als Stiftung oder Verein Beteiligungen einzugehen oder zu ermöglichen. Wer sich für Wohneigentum entscheidet, ist in aller Regel damit hoch zufrieden. Und es handelt sich dabei keineswegs um Minderheiten. Mehr als die Hälfte hat es bereits in die eigenen vier Wände geschafft. hoch zufrieden. Und es handelt sich dabei keineswegs um Minderheiten. Mehr als die Hälfte hat es bereits in die eigenen vier Wände geschafft. Bei den älteren Menschen liegt die Quote schon über 60 %, aber auch bei den Familien mit Kindern. Weil Kinder die Vorteile des familiengerechten Wohnens in eigenen vier Wänden praktisch spüren, ist folgerichtig der Wohneigentumswunsch bei Jüngeren sehr ausgeprägt. Bis zum 30. Lebensjahr liegt er bei 80 % und mehr. Mehr denn je ist Qualität auch bei der Finanzierung gefragt. Gerade hier ist das Angebot für den Häuslebauer in Deutschland vorbildlich: Die hiesige Wohnungsbaufinanzierungskultur mit den Elementen ausreichendes Eigenkapital und Festzins erweist sich für die Menschen nach einer Untersuchung der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) als besonders krisenfest, nicht zuletzt im internationalen Vergleich. Die Bundesminister Steinbrück und Tiefensee heben denn auch ausdrücklich den positiven Beitrag unter anderem des Bausparens für die sichere, risikofreie Finanzierung der eigenen vier Wände in der Bundesrepublik hervor. Alles in allem stehen die Ampeln für potenzielle Wohneigentümer zurzeit auf Grün. Bei der konkreten Investitionsentscheidung gibt es zwar keinen Anlass zur Torschlusspanik, aber sicher auch keinen vernünftigen Grund für spekulatives Zuwarten. Meist findet man die richtige Immobilie nicht aus einer Augenblickslaune, sondern nach gründlichem Suchen und damit einem Zeitraum, den man für das Ansparen des nötigen Eigenkapitals nutzen kann. Wer dann das Objekt der Wünsche gefunden hat, sollte auch mit Blick auf die historisch niedrigen Darlehenszinsen den Schritt in die eigenen vier Wände gehen und fürs Alter vorsorgen. Gerade vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise zählt die eigene Immobilie derzeit zu den attraktivsten Anlagen.

7 Sonnabend, 27. Juni 2009 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 120 B7 Auch die Rückversicherungsbranche ist von der globalen Finanzmarktkrise nicht verschont geblieben. Im weltweiten Rückversicherungsmarkt mit einem Prämienvolumen von rund 160 Mrd. US-Dollar waren es im Jahr 2008 vor allem die erheblichen Marktwertverluste auf Kapitalanlagen, die unrealized investment losses, aber auch Ausflüge in Geschäftsmodelle außerhalb ihres circle of competence, die den börsennotierten Unternehmen zusetzten. Hinzu kamen große Naturkatastrophen wie der Hurrikan Ike und verschiedentlich Nachreservierungen auf Altlasten in den Haftpflichtportfolios. Doch die Perspektiven für solide kapitalisierte und auf ihre Kernkompetenz als Rückversicherer fokussierte Unternehmen wie die Deutsche Rück sind günstig. Nicht im Epizentrum Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Versicherungswirtschaft sind im Vergleich zu den Banken begrenzt. Die Tatsache, dass sich die Versicherer nicht im Epizentrum der Krise wiederfinden, erklärt sich aus den maßgeblichen Unterschieden im Geschäftsmodell. Im Gegensatz zu Banken ist das Liquiditätsrisiko der Versicherer erheblich redu- Deutsche Rück Konzern Verdiente Beiträge Brutto in Mill. Euro , , , , , , , ,9 *) *) vorläufig Börsen-Zeitung ziert. Sie können mit kontinuierlichen Prämienzahlungen planen. Ein klassischer Run der Versicherungsnehmer auf Ablösung von Versicherungspolicen ist wegen der damit verbundenen finanziellen Einbußen der Kunden nicht zu befürchten. Zudem ist der Einsatz von hybriden Finanzinstrumenten für Versicherungsunternehmen vergleichsweise limitiert, ebenso wie Exponierungen außerhalb der Bilanz über Zweckgesellschaften und ähnliche Strukturen. Dennoch hat die enge Verknüpfung mit den Kapitalmärkten in der Versicherungswirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Die Branche als großer institutioneller Kapitalanleger kämpft mit dem Rückgang der Erträge aus Kapitalanlagen. Der Ab- Gestern noch ignoriert, heute wieder Best Practice Unternehmen mit einer umsichtigen und nachhaltigen Geschäftspolitik werden aus dieser Krise gestärkt hervorgehen Arno Junke Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rückversicherung AG Die Versicherer und Rückversicherer, welche im Verlauf der Finanzmarktkrise in eine Schieflage gerieten, hatten die Zyklizität der Kapitalmärkte fundamental unterschätzt. Die viel beschworene Effizienz der Märkte dreht und läuft ins Leere, wenn alle Marktteilnehmer und Stakeholder nach vergleichbaren quantitativen Modellannahmen handeln und steuern. Ähnlich wie Banken und Investmentgesellschaften stehen auch die börsennotierten Versicherungsunternehmen unter dem Einfluss von Treibern, die einzeln betrachtet unkritisch schienen, zusammen aber gleichgerichtet wirkten und damit Trends nach unten wie nach oben verstärkt haben. In diesem Bündel an prozyklisch wirkenden Einflüssen forderten zum Beispiel die Stakeholder oftmals einen gemessen an einer vernünftigen, risikobasierten Betrachtung unrealistisch hohen Gewinn aus einem Geschäftsmodell, das sich fundamental von dem einer Investmentgesellschaft oder eines Hedgefonds unterscheidet. Die Messlatte waren allzu häufig jene Gesellschaften, die das Versprechen ablieferten, die Unterschiede zwischen den Geschäftsmodellen Versicherung und kapitalmarktorientierten Investorenmodellen einzuebnen und deren Gesetzmäßigkeiten ignorieren zu können. Zu regulatorischen Themen und in den internationalen Fachgremien zu Fragen der Rechnungslegung beugte man sich ebenfalls den Forderungen der Kapitalmärkte nach stärkeren Hebeln in der Risikokapitalausstattung. Dies traf vor allem die kere Inflation schlägt nicht zwangsläufig auf den Risikotransfer und das Geschäftsmodell der Rückversicherer durch. Hier helfen zum einen bestimmte Vertragsformen der Rückversicherung wie die Entkoppelung von Originalverläufen durch nichtproportionale Strukturen sowie eine maßvolle Indexierung des Haftungseinsatzpunkts bei langfristigen Verpflichtungen auf der Passivseite. Rückversicherung ist also weitestgehend entkorreliert von der Zyklizität der Finanzmärkte die Übertreibungen nach unten und nach oben fallen geringer aus als in vielen anderen Wirtschaftszweigen. Gleichwohl handelt es sich um ein volatiles Geschäft. Die Kernkompetenz des Rückversicherers besteht darin, die Volatilität auf der Passivseite der Bilanz durch risikoadäquate Preisbildung und Bedingungen sowie eine angemessene Diversifikation im Risikoportfolio zu meistern. Rückversicherer mit einem entsprechend maßvollen Risikoeinsatz in der Kapitalanlage erreichen die gewünschte Entkoppelung. Im Vorteil sind allen voran solche mit einer stabilen und verlässlichen Eigentümerstruktur. Sie sind prädestiniert, um zyklischen Kräften an den Finanzmärkten nachhaltiger zu widerstehen. In diesem Umfeld agiert die Deutsche Rück und genießt zudem die Vorteile, die die Anbindung des Unternehmens und ihrer Eigentümer, der öffentlichen Versicherer, in die Sparkassen-Finanzgruppe mit sich bringt. Langfristig und mit Augenmaß zu handeln, entspricht den Grundtugenden der Gruppe, wurde aber in den vergangenen Jahren nicht immer belohnt. Doch was gestern vom Finanzmarkt noch ignoriert wurde, gilt heute wieder als Best Practice. Gesellschaften mit einer umsichtigen und nachhaltigen Geschäftspolitik werden aus dieser Finanz- und Wirtschaftskrise gestärkt hervorgehen. Und eine solche Geschäftspolitik verfolgt auch die Deutsche Rück. Klein, aber fein Seit fast 60 Jahren bietet die Deutsche Rück den öffentlichen Versicherern Rückversicherungsschutz. Diese machten sich mit der Gründung einer eigenen Rückversicherungsaktiengesellschaft seinerzeit zu einem guten Teil unabhängig von Preissteigerungen und Kapazitätsbegrenzungen der hoch volatilen Rückversicherungsmärkte. Als nicht börsennotierte Aktiengesellschaft und mit Aktionären, die auch Kunden des Unternehmens sind, kann die Deutsche Rück eine entsprechend nachhaltige und langfristige Geschäftsstrategie verfolgen. Umsatzund Gewinnziele werden mit Augenmaß definiert und unter der Prämisse nachhaltigen Substanzaufbaus erwirtschaftet. Eine Strategie, die im Kern bis heute aufgeht und von der auch Kunden außerhalb der Reihen öffentlicher Versicherer profitieren können. Die Deutsche Rück baut gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft DR Swiss ihre Geschäftsaktivitäten in den deutschsprachigen Ländern und in Kontinentaleuropa systematisch und gezielt aus. Klasse statt Masse Die Konditionen und Bedingungen der Rückversicherungsverträge werden zwar jährlich neu ausgehandelt, doch setzt die Deutsche Rück Dabei sucht die Deutsche Rück den direkten Kontakt zum Kunden. Für sie basiert eine langfristige Geschäftsbeziehung auf persönlichem Vertrauen. ganz auf langfristige Risikopartnerschaften. Sie wählt ihre Kunden sehr gezielt aus, nimmt nur ausgesuchte Risiken in ihr Portfolio und begleitet Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Versicherungswirtschaft sind im Vergleich zu den Banken begrenzt. Die Tatsache, dass sich die Versicherer nicht im Epizentrum der Krise wiederfinden, erklärt sich aus den maßgeblichen Unterschieden im Geschäftsmodell. Kunden dann langfristig über die Rückversicherungszyklen hinweg. Dabei sucht die Deutsche Rück den direkten Kontakt zum Kunden. Für sie basiert eine langfristige Geschäftsbeziehung auf persönlichem Vertrauen. Zwar unterscheidet sich wie erwähnt das Geschäftsmodell der Versicherungswirtschaft fundamental vom Bankgeschäft nicht jedoch in diesem Punkt: Es sind genau diese persönlichen, langjährigen Geschäftsbeziehungen, die sowohl die Sparkassen als auch die Deutsche Rück so erfolgreich machen. Und das Umfeld für eine erfolgreiche Fortsetzung dieses Kurses ist für das Unternehmen derzeit bestens. Im Zuge der Finanzmarktkrise beobachten Rückversicherer neben Risiken wie denen in der Kapitalanlage auch eine Vielzahl von Effekten, die auf eine positive Marktperspektive hindeuten. Die weltweit verstärkten Regulierungsbestrebungen der Aufsichtsbehörden, welche sich in der EU im Rahmen von Solvency II niederschlagen, erhöhen die traditionell niedrigen Eintrittsbarrieren für den Zustrom neuer, kapitalmarktunterstützter Marktteilnehmer in Niedrigsteuerjurisdiktionen. Andererseits verstärkt die schwächer gewordene Risikokapitalausstattung der Erstversicherer den Bedarf an Rückversicherungsschutz. Da dieser Nachfrage keine adäquaten Kapazitäten gegenüberstehen, steigen die Preise tendenziell. Gleichzeitig gehorchen die Erstversicherungsmärkte dem Gebot der Diversifizierung und dringen auf eine stärkere und selektivere Streuung ihrer Risikoabgaben über ein breiteres Panel von Rückversicherern. Zudem hat sich der Risikotransfer über kapitalmarktnahe Instrumente wie CAT-Bonds in der Krise durch Fehleinschätzungen des Kontrahentenrisikos verwundbar gezeigt, sodass zumindest für eine gewisse Zeit eine Stärkung der traditionellen Rückversicherung zu erwarten ist. Hierfür suchen die Erstversicherer Partner für den Risikotransfer, die über eine gute Finanzstärke, ausreichende Kapazitäten und das erforderliche Risikoverständnis im Underwriting verfügen. Für traditionelle Rückversicherer, die an einer persönlichen und langfristigen Geschäftsbeziehung interessiert und in eine verlässliche Eigentümerstruktur eingebettet sind, eröffnen sich die entsprechenden Möglichkeiten. Es könnte also auch eine gute Zeit für die Deutsche Rück werden. Deutsche Rück in Kürze Die Deutsche Rückversicherung AG ist ein mittelgroßer, kontinentaleuropäischer Rückversicherer mit Schwerpunkt in den deutschsprachigen Ländern. Eigentümer und gleichzeitig auch Kunden sind die Sparkassen-Versicherer. Die Deutsche Rückversicherung AG öffnete sich seit 2005 zusammen mit ihrem Schweizer Tochterunternehmen, der DR Swiss, Deutsche Rückversicherung Schweiz AG, auch für ausgewählte Kunden außerhalb der Reihen öffentlicher Versicherer in kontinentaleuropäischen Märkten. Heute kommt ein Drittel der Prämien von Gesellschaften außerhalb des öffentlichen Lagers. Der Deutsche Rück Konzern erzielte im Jahr 2008 ein Prämienvolumen von mehr als 1 Mrd. Euro. Deutsche Rück und DR Swiss werden beide von Standard & Poor s mit A+ gewertet. () schreibungsbedarf bei den Versicherungsunternehmen weltweit beträgt rund 230 Mrd. US-Dollar. Darüber hinaus mussten Monoliner wie Kreditversicherer, aber auch Unternehmen mit hohen Exponierungen in nicht versicherungsbezogenen Finanzmarktaktivitäten, wie Finanzgarantien und ähnlichen Geschäften, hohe Verluste verkraften. Zyklizität unterschätzt börsennotierten Rückversicherer. Überschüssiges Kapital vorzuhalten wurde als nicht zeitgemäß abgetan und entsprechend negativ sanktioniert. Dies ist vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der Rückversicherung nur schwer nachvollziehbar. Sollen durch den Risikotransfer doch gerade die Auswirkungen des der traditionellen Normalverteilung trotzenden fat tail oder des nicht vorstellbaren black swan event abgefedert werden. Der Risikotransfer vom Erst- zum Rückversicherer ist ein Geschäft, das nicht parallel zu den Zyklen in anderen Wirtschaftszweigen verläuft. Rückversicherer arbeiten mit Eintrittswahrscheinlichkeiten von Einzelschäden oder Katastrophen und deren Schadenhöhe, die unabhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen eintreten. Die Erde bebt, es hagelt und stürmt konjunkturunabhängig. Auch schwanken Schadenfrequenz und Schadenhöhen relativ unabhängig von den globalen Konjunkturzyklen. Dort, wo sie allzu stark korrelieren, ist Vorsicht geboten. Auch eine bedingt durch die aktuelle Fiskalpolitik mittelfristig zu erwartende stär-

8 B8 Börsen-Zeitung Nr. 120 Sonderbeilage Sonnabend, 27. Juni 2009 Kleinere und mittelgroße Kapitalanlagegesellschaften (KAGen) sehen sich seit geraumer Zeit einem herausfordernden Wettbewerb ausgesetzt. Ihre Investmentfondspalette ist weniger breit gefächert als diejenige eines Global Players. Eine mittelständische KAG kann ihren Vertrieb naturgemäß auch nicht mit aufwendigen Werbekampagnen unterstützen. Das zwingt sie, sich mit unterscheidbaren Produkten und umfassendem Service vom Markt abzuheben. Zu beantworten ist auch, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen die Beratung nachfragenden Privatkunden in der Heimatregion, die sogenannten Selbstentscheider mit einem Konto beim Direktbroker oder die institutionellen Investoren. Immer breitere Resonanz Dyrk Vieten Boutique-Ansatz aus Berlin fand schnell Anklang Anlegern mit einer überschaubaren Anzahl an Nischenprodukten einen Mehrwert bieten Geschäftsführer der Landesbank Berlin Investment GmbH (LBB-Invest) Die LBB-Invest bedient traditionell alle drei Anlegergruppen. Engagierte Privatanleger verbinden die Gesellschaft mit dem Asset Manager Frank Lingohr. Der renommierte Vermögensverwalter legte seinen ersten Investmentfonds für die Gesellschaft bereits 1996 auf. Die überdurchschnittliche Performance des im Lingohr-Systematic-LBB-Invest verfolgten Ansatzes zur valueorientierten Aktienselektion nach quantitativen Grundsätzen sorgte in den Folgejahren für eine immer breitere Resonanz. Der weltweit anlegende Aktienfonds Lingohrs bildete schließlich die Keimzelle des Boutique-Ansatzes der LBB-Invest. Dieser Ansatz beschreibt die Strategie, den Anlegern mit einer überschaubaren Anzahl an Nischenprodukten einen Mehrwert zu bieten. Einige von diesen greifen gezielt auf externe Expertise zurück, während andere von der Gesellschaft selbst gemanagt werden. Die Boutique- Fonds adressieren neben den Selbstentscheidern auch die beiden anderen wichtigen Klientengruppen, die Beratungskunden und die institutionellen Anleger. Auf Letztere entfällt mit 6,5 Mrd. Euro der überwiegende Teil der von der Gesellschaft verwalteten Mittel. Die professionellen Anleger, größtenteils Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke, stellen einerseits hohe Ansprüche hinsichtlich der individuellen Ausrichtung ihrer Portfolien im Rahmen von Spezialfondsmandaten. Andererseits fragt diese Kundengruppe Kapitalanlagen mit systematischer Risikobegrenzung nach. Wesentliches Ziel ist es dabei, auch bei starken allgemeinen Marktschwankungen positive Renditen erwirtschaften zu können. Hierauf spezialisierte Fondslösungen erlauben es, diesem Ziel näherzukommen. Im Rahmen eines Boutique-Ansatzes können Produkte mit fortschrittlichem Risikomanagement professionellen Anlegern als Depotergänzung oder als Basisinvestment offeriert werden. Höhere Bekanntheit Die Bedeutung der beratenen Privatkunden schließlich hat für das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren stark zugenommen. Seit Ende August 2006 agiert die LBB-Invest als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Landesbank Berlin AG, mittlerweile der LBB Holding AG. Infolgedessen wird sie als festes Mitglied der Die Verlagerung der IT-Betriebsführung an spezialisierte Dienstleister wird immer mehr zum Normalfall im Retail Banking. Nicht allein Kostenerwägungen sprechen dafür. Auch Innovationen zur Differenzierung vom Wettbewerb können schneller umgesetzt werden. Die Auslagerung von Dienstleistungen und Prozessen ist weiterhin auf Wachstumskurs. Nach Aussagen von Martin Jetter, Präsidiumsmitglied des Die Kompetenzfelder der LBB-Invest Kompetenzfeld Produktkategorie Produktbeispiele ISIN Value-Strategie Portable Alpha Flexbonds Konvergenz Spezialitäten Sparkassen-Organisation wahrgenommen. Diese Zugehörigkeit führte zum einen zu einer signifikant höheren Bekanntheit bei Sparkassen-Kunden in der Region Berlin-Brandenburg. Zum anderen greifen auch Mitglieder der Sparkassengruppe aus anderen Regionen auf die Produkte der Gesellschaft zurück. Sie tun dies, weil sie in den Fonds des Newcomers eine Ergänzung zum bestehenden Angebot erkennen. Im Rahmen ihres Boutique-Ansatzes hat die Gesellschaft grundsätzlich die vier Aktienfonds weltweit Aktienfonds Emerging Markets Beide: Aktienfonds mit Wertsicherung Beide: Rentenfonds mit flexiblem Durationsmanagement Rentenfonds Konvergenzstaaten Aktienfonds Konvergenzstaaten Rentenfonds Unt.-Anleihen Dachfonds für Off. Immobilienfonds IT-Spitzenverbands Bitkom, denken in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage auch jene Unternehmen darüber nach, die dem Outsourcing bislang skeptisch gegenüberstanden. Es sind vor allem Finanzdienstleister, die darin den Königsweg sehen, Kosten zu sparen und zugleich ihre Effizienz zu verbessern, die Flexibilität zu steigern und von den Prozessinnovationen ihres Outsourcing-Partners zu profitieren. Allein das Einsparpotenzial durch Kompetenzfelder Value-Strategien, Portable Alpha, Rentenbzw. FlexBond-Konzepte und Konvergenz abgesteckt. Im Bereich Value-Strategien wird dabei auf die Expertise international renommierter Anlageexperten zurückgegriffen. Skaleneffekte, Standardisierung und Automatisierung liegt bei rund 30 %. Keine andere Wirtschaftsbranche weise ein derart hohes Potenzial auf, haben die Marktforscher von Steria Mummert Consulting ermittelt. Doch treten Aspekte wie Produktivitätssteigerung, Konzentration auf das Kerngeschäft und Ausbau der Wettbewerbsposition im Markt immer stärker in den Vordergrund aller Überlegungen. Das hat dazu geführt, dass Bereiche mit einem hohen Automatisierungsgrad bereits weitgehend an externe Dienstleister ausgelagert sind. Dazu zählen vor allem der Zahlungsverkehr und die Wertpapierabwicklung. Hingegen stecken Call-Center- Betrieb und Kreditabwicklung noch in den Kinderschuhen. Auch die Auslagerung von Leistungen über Managed Services standardisierte Dienstleistungen zum operativen Betrieb von IT-Systemen und -Infrastrukturen sind bei den der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossenen Instituten noch nicht sehr weit verbreitet. Die Verlagerung dieser Leistungen für die gesamte Selbstbedienungsprozesskette, vom Standortmanagement bis zur Reklamationsbearbeitung, steht nach Meinung von Dr. Klaus Tiedeken noch ganz am Anfang. Hier sind wir noch nicht so weit, wie wir vielleicht sein könnten, urteilt das für die IT bei der Kreissparkasse Köln zuständige Mitglied des Vorstands. Auf dem Prüfstand Lingohr-Systematic-LBB-Invest Keppler-Emerging Markets-LBB-Invest Lingohr-Alpha-Systematic-LBB-Invest Keppler-Global Alpha-LBB-Invest FlexBond-Plus-Invest FlexBond-Vario-Invest Multizins-Invest GO EAST-Invest Führ-Corporate Bond-LBB-Invest Stratego Grund Edmund Schaefer Leiter Banking Deutschland bei Wincor Nixdorf Nach Frank Lingohr, der inzwischen fünf Publikumsfonds für die Gesellschaft betreut, konnte 2006 mit Michael Keppler ein weiterer Value-Experte als Kooperationspartner gewonnen werden. Der in New York Fortsetzung Seite B9 Zwischen Kostendenken und Flexibilität Outsourcing ist keine einmalige Entscheidung, sondern ein langer Lernprozess DE DE000A0JKNY1 DE000A0ERYR8 DE000A0JKNY1 DE000A0ERYN7 DE000A0ERYP2 DE DE DE000A0M6J90 DE000A0ERSF5 Börsen-Zeitung Die Einschätzung gilt freilich nicht unbedingt für das eigene Haus. Bereits Ende 2003 hatte die drittgrößte deutsche Sparkasse damit begonnen, die eigene Informationstechnik mit 450 individuellen Anwendungen und einem vielfältigen Netz an Systemen auf den Prüfstand zu stellen. Ziel war es, wie fast zeitgleich auch die Sparkasse KölnBonn, den Umstieg auf einen externen IT-Betreiber vorzubereiten. Beide Partner hatten bereits einen erheblichen Teil ihrer Organisation in externe Hände gelegt. Es kam zu intensiven Diskussionen über das Für und Wider von Auslagerungen. Ausschlaggebend dafür, den Weg konsequent weiterzugehen, waren weniger Skaleneffekte oder die Reduzierung der IT-Verwaltungskosten, auch nicht die Variabilisierung der Fixkosten oder die bessere Auslastung der IT-Spezialisten. Der größte Nutzen liegt aus Sicht von Tiedeken in der Kostentransparenz. Die Praxis zeigt, dass es schwierig ist, intern zu bestimmen, was ein einzelnes IT-System oder eine einzelne Leistung kosten. Das erforderliche Kostenrechnungswesen der meisten Institute liefert dafür nicht die notwendigen Detail-Informationen. Um trotz Auslagerung die eigenen erfahrenen IT-Mitarbeiter einsetzen zu können, haben die beiden Kölner Sparkassen, die Kreissparkasse Köln und die Sparkasse KölnBonn, einen Sonderweg eingeschlagen. Sie gründeten 2004 eine eigene Servicegesellschaft, die prosystems IT. Ihr übertrugen sie den Betrieb der gesamten dezentralen IT-Landschaft. Nicht von der Hand zu weisen sei dadurch laut Tiedeken der Verlust an direkter Kontrolle, die Abgabe von wettbewerbssensiblem Know-how sowie Belastungen durch Prozesse, die auf einmal umsatzsteuerpflichtig werden. Nicht zu unterschätzen ist auch der verhältnismäßig hohe Aufwand für die Vertragsgestaltung und die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Um die richtige Balance zwischen Know-how-Verzicht und Effizienzgewinn zu finden, hat sich die Kreissparkasse alle strategischen IT- Entscheidungen und Richtungsvorgaben vorbehalten. Umfrage bestätigt Trend Seither ist die prosystems IT komplementär zur Finanz Informatik, dem IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, unterwegs. Eindeutiger Schwerpunkt der prosystems IT liegt auf den dezentralen Systemen. Die Mehrheitsbeteiligung von Wincor Nixdorf am IT-Spezialisten im Jahr 2008 inklusive operativer Führung war die konsequente Weiterentwicklung hin zum spezialisierten Anbieter von Managed-Service-Leistungen für Kreditinstitute. Denn der Trend im Retail Banking zum Outsourcing und zur weiteren Automatisierung wird sich fortsetzen. Das bestätigt auch eine Umfrage unter Finanzexperten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Sie sehen eine wachsende Bedeutung des Fremdbezugs von Leistungen in den nächsten Jahren. Für die prosystems IT eröffnet die enge Zusammenarbeit die Chance, weiter zu wachsen, zumal die bisherigen Projekte zu greifbaren Resultaten und für die angeschlossenen Institute zu spürbaren Kostensenkungen geführt haben. Nach vier Jahren Praxiserfahrung mit dem Outsourcing sieht Tiedeken dessen größten Mehrwert in der Kostentransparenz, die eine zielgerichtete Steuerung der Leistungen möglich macht. Kosten für einzelne Leistungen liegen so erstmals offen, was nicht selten für überraschende Erkenntnisse sorgt. Outsourcing, auch das zeigen die Erfahrungen, ist keine Sache einer einmaligen Entscheidung, sondern ein langer Lernprozess für Outsourcer und Dienstleister, der in Etappen von der klassischen kostenorientierten IT- Auslagerung zur wert-, geschäftsund innovationsorientierten Auslagerung führt. Der größte Mehrwert liegt also nicht nur in den Kostenvorteilen, sondern im strategischen Nutzen und in der Nachhaltigkeit der Prozessoptimierung. Und nicht zuletzt stellt die Auslagerung von betrieblichen und verwaltungstechnischen Funktionen eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Vertriebsbank dar.

9 Sonnabend, 27. Juni 2009 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 120 B9 Branchenwissen essenziell für Erfolg in unruhigen Zeiten Mit dieser Kenntnis Potenziale optimal nutzen und Firmenkunden kompetent in ihre geschäftliche Zukunft begleiten Mit der Wahrnehmung ihres öffentlichen Auftrags leisten die Sparkassen einen wesentlichen Beitrag dazu, dass es trotz der Rezession in Deutschland keinen Engpass in der Kreditvergabe für den Mittelstand gibt. Umso mehr gilt es für die Institute, Risiken im Kreditgeschäft möglichst frühzeitig zu erkennen und zugleich im Blick zu behalten, wo sich neue Marktchancen ergeben. Dazu sind präzise und vergleichbare Hintergrundinformationen zum Kunden selbst wie auch zu seiner Branche und deren Zielmärkten unerlässlich. Rund 80 % der von Sparkassen vergebenen Kredite haben eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren. Das Wissen um die mittelfristige Entwicklung einer Branche ist deshalb ein wichtiger Erfolgsfaktor. Nur wer diese Kenntnis hat, kann die Potenziale einer Branche optimal nutzen und Firmenkunden kompetent in ihre geschäftliche Zukunft begleiten. Mehr wissen, besser beraten Wie sieht die Zukunft des jeweiligen Firmenkunden aus? Als Grundlage für die Entscheidung über Investitionskredite ist diese Frage für die Institute von hoher Wichtigkeit. Damit die Sparkassen sie so profund Die Prognosen der Branchen beruhen auf einer Regressionsanalyse, die detaillierten, strengen Plausibilitätskontrollen unterliegt. wie möglich beantworten können, unterstützt die DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag) mit der Bereitstellung mehrerer IT-basierter Analysewerkzeuge. Zwei Perspektiven sind dabei relevant: erstens die individuelle Situation des Unternehmens, zweitens seine Branchenzugehörigkeit, die wesentlichen Einfluss auf die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat. In beiden Fällen ist neben dem Blick nach vorn auch ein Blick zurück erforderlich. Dass Letzterer verlässliche Analysedaten liefern kann, ist unbestritten. Insbesondere in Zeiten ökonomischer Umbrüche mag es allerdings kaum lösbar erscheinen, die Zukunft einer Branche zu prognostizieren. In diesem Zusammenhang kann ich nur Sir Henri Deterding, dem Gründer der Royal Dutch Shell, beipflichten: Es ist unmöglich, die Zukunft vorherzusagen, aber höchst gefährlich, es nicht zu versuchen. Firmenkunde im Visier Bernd Kobarg Für eine konkrete Kreditentscheidung der Sparkassen und Landesbanken ist die individuelle wirtschaftliche Situation des einzelnen Kunden fundamental. Mit dem Einzelbilanz- Analysewerkzeug EBIL, welches von nahezu allen Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe eingesetzt wird, haben diese die Möglichkeit, auf Basis einer standardisierten Dateneingabe die Jahresabschlüsse der Unternehmen zu erfassen und auszuwerten und zwar im Vergleich zum Branchendurchschnitt. Plausibilisierungsmechanismen prüfen automatisch die Stringenz der eingegebenen Daten. Im System hinterlegte Analyseregeln sorgen schließlich dafür, dass die Bilanzkennzahlen verschiedener Unternehmen trotz teilweise sehr großer Unterschiede in der Bilanzerstellung vergleichbar werden. Detaillierte Vorgaben zur Datenerfassung und Anleitungen zur Interpretation der Ergebnisse werden laufend in den Gremien der Sparkassen-Finanzgruppe erarbeitet und über regelmäßig erscheinende Publikationen an die mehr als Anwender verteilt. Im Frühjahr 2009 haben wir die technischen Innovationen zweier Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag) mit Hauptsitz in Stuttgart Vorgängerprodukte in einer webbasierten Anwendung integriert und gemeinsam mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) fachlich auf den neuesten Stand gebracht. Für die kommende größte Bilanzrechtsreform seit mehr als 20 Jahren ist EBIL mit der Cash-floworientierten Bilanzanalyse zukunftsorientiert aufgestellt. Die neuen Kennzahlen liefern mehr risikoorientierte Informationen zum Firmenkunden. Gemeinsam mit zusätzlichen Vertriebsinformationen unterstützen sie den Institutsmitarbeiter im Kundengespräch. Der EBIL-Datentopf vereint jetzt die Daten von Firmenkunden aller Institute. Rund Jahresabschlüsse werden mit EBIL jährlich erfasst, in Summe mittlerweile mehr als vier Millionen. Diese breite Datengrundlage erlaubt eine solide Analyse, insbesondere auch im Hinblick auf Branchenvergleichszahlen und die Validierung der Ratingsysteme. Die Entwicklungsprognose für eine Branche kann wichtige Anhaltspunkte liefern, welche Rahmenbedingungen ein Firmenkunde in den kommenden Jahren zu meistern hat. Als zentrales Informationsmedium führt die Online-Plattform BranchenWissen die Daten und Fakten aus den für Sparkassen wichtigen Branchen in verschiedenen Modulen zusammen. Auch die errechneten Branchenkennzahlen aus der Analyse der Firmenkunden-Einzelbilanzen fließen hier ein. Alle sechs Wochen laufen die Server an unserem Hauptsitz in Stuttgart auf Hochtouren: Dann wird auf Basis des vorliegenden Datenmaterials neu gerechnet. Die ermittelten Kennzahlen stehen den Firmenkundenberatern jeweils zeitnah im System zur Verfügung. Mit Hilfe von jährlich aktualisierten BranchenReports erhalten die Sparkassen-Mitarbeiter einen schnellen und gezielten Einblick in Marktentwicklungen und daraus resultierende Chancen und Risiken einer Branche. Mit 460 beziehenden Sparkassen und zirka Nutzern gehört das Online-Portal längst zu den zentralen Instrumenten der Kundenbetreuung, Kundenbindung und Risikosteuerung. Die Branchen- Prognose erweitert das Online-Informationssystem BranchenWissen um ein strategisch wichtiges Modul für die Einschätzung der Branchenentwicklung. Die Berechnung der Prognosedaten erfolgt auf der Basis eines ökonometrischen Modells, das neben volkswirtschaftlichen Daten auch Kennzahlen aus der Einzelbilanzanalyse EBIL enthält. Bei der Ermittlung der Prognose-Kennzahlen liegen neben offiziellen Statistikdaten ausschließlich Daten aus der Sparkassen-Finanzgruppe zugrunde. Nachdem die Kennzahlen ermittelt wurden, kommen wieder Menschen ins Spiel. Volkswirte und Branchenexperten deuten die Kennzahlen und verfassen branchenindividuelle Berichte. Sowohl bei der Model- Je präziser die Prognosen sind, desto früher und genauer kann ein Firmenkundenberater seinen Kunden auf Marktschwankungen aufmerksam machen und mit ihm gemeinsam neue Strategien erarbeiten. lierung des ökonometrischen Gleichungssystems als auch bei der Auswahl der Branchen kann speziell auf die Besonderheiten der Sparkassen- Finanzgruppe und deren Firmenkunden eingegangen werden. Es ist nicht in unserem Interesse, möglichst flächendeckend alle Branchen gemäß der umfassenden Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamts zu analysieren. Vielmehr arbeiten wir daran, von jenen Branchen ein umfassendes und möglichst klares Bild zu zeichnen, aus denen die Mehrheit der Firmenkunden der Sparkassen-Finanzgruppe kommt. Lokale Schwerpunkte Je präziser die Prognosen sind, desto früher und genauer kann ein Firmenkundenberater seinen Kunden auf Marktschwankungen aufmerksam machen und mit ihm gemeinsam neue Strategien erarbeiten. Im Vergleich zu anderen Bewertungssystemen werden die Datenstrukturen der EBIL-Daten bei der BranchenPrognose nach Regionen aufgeteilt. Deshalb sind Berichte für die einzelnen Bundesländer möglich. Wenn ein Institut dies wünscht und entsprechendes Datenmaterial vorliegt, erstellen wir auch mal kurzfristig eine ganz spezifische Auswertung für ein Ballungszentrum. Das Prognosemodell wendet auf umfangreichen Basisdaten fußende Modellierungen an, bei denen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus dem Geschehen in den einzelnen Branchen der Volkswirtschaft resultiert. Diese Betrachtungsweise erscheint aktuell wichtiger denn je, da die langfristige wirtschaftliche Entwicklung von einem beschleunigenden Strukturwandel begleitet wird. Die Prognosen der Branchen beruhen auf einer Regressionsanalyse, die detaillierten, strengen Plausibilitätskontrollen unterliegt. Langfristige Entwicklungen Der Betrachtungszeitraum für eine Prognose erstreckt sich über fünf Jahre: die beiden zurückliegenden, das aktuelle sowie die beiden folgenden Jahre. Trendänderungen deuten sich teilweise schon früh an, In diesem Zusammenhang kann ich nur Sir Henri Deterding, dem Gründer der Royal Dutch Shell, beipflichten:,es ist unmöglich, die Zukunft vorherzusagen, aber höchst gefährlich, es nicht zu versuchen. können aber statistisch noch nicht signifikant sein. Die Vorsicht vor Fehlinterpretationen und Scheinwahrscheinlichkeiten führt in der Regel dazu abzuwarten, bis genügend relevante Daten für eine statistisch signifikante Auswertung vorliegen. Bedingt durch diese Ausrichtung enthalten die BranchenPrognose-Berichte keine Ad-hoc-Informationen aufgrund aktuellster Entwicklungen. Die Daten auszuwerten und sorgfältig zu interpretieren, braucht seine Zeit. Auch die Erhebungen des Statistischen Bundesamts haben immer einen zeitlichen Versatz. Nachdem nun aber die ersten verlässlichen Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Finanzmarktkrise erhoben und bewertet sind, wird aktuell das ökonometrische Rechenmodell der BranchenPrognose angepasst. Die Ergebnisse ermöglichen den Sparkassen-Mitarbeitern eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Beratung ihrer Firmenkunden auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten. Boutique-Ansatz fand schnell Anklang Fortsetzung von Seite B 8 lebende Deutsch-Amerikaner gilt als profunder Kenner der Emerging Markets und betreut mittlerweile drei Aktienfonds für die Gesellschaft. Sowohl Lingohr als auch Keppler verfolgen einen langfristigen Ansatz, der sich nach streng definierten quantitativen Grundsätzen richtet. Aufgrund des kontinuierlichen Anlagestils eignen sich die von Frank Lingohr und Michael Keppler betreuten Fondsprodukte auch zur Kombination mit Wertsicherungsstrategien. Beide Fondsberater schneiden über viele Mehrjahreszeiträume besser ab als der breite Markt. Damit liegt es nahe, ihre Überrendite gegenüber der Benchmark, auch Alpha genannt, mithilfe von Terminmarktinstrumenten zu isolieren, mithin gegenüber dem allgemeinen Marktrisiko abzuschirmen. Die LBB-Invest erbringt diese Leistung mit ihren beiden Portable-Alpha-Fonds, die ausschließlich institutionellen Anlegern angeboten werden. Ist das Alpha positiv, erwirtschaftet das Konzept sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten eine positive Rendite. Damit eignen sich die Portable-Alpha-Fonds hervorragend zur Diversifikation großer Aktienportfolios. Im Rahmen von Spezialfondsmandaten lassen sich darüber hinaus individuelle Alpha-Konzepte auf Basis der Anlagestrategie Lingohrs und Kepplers umsetzen. FlexBond-Konzepte Die inhouse betreuten FlexBond- Konzepte richten sich an institutionelle Rentenmarkt-Investoren. Ziel ist es, durch innovative Durationssteuerung unerwünschte Schwankungen am Rentenmarkt zu glätten und zusätzlich eine Überrendite gegenüber dem Performance-Index REX P 5 zu erzielen. Die Fondsvariante Vario-Invest setzt außerdem Derivate ein. Dies eröffnet die Möglichkeit, sowohl in fallenden als auch in steigenden Rentenmärkten eine Outperformance zu erwirtschaften. Demgegenüber liefert das Aufgrund des kontinuierlichen Anlagestils eignen sich die von Frank Lingohr und Michael Keppler betreuten Fondsprodukte auch zur Kombination mit Wertsicherungsstrategien. Konzept in trendlosen Märkten keine Überrendite. Derartige Phasen sollten allerdings von kurzer Dauer sein, wie die mehr als zehnjährige Erfahrung mit dem zugrunde liegenden System belegt. Das Kompetenzfeld Konvergenz wird mit dem Aktienfonds Go East- Invest und dem Rentenfonds Multizins-Invest besetzt. Letzterer wurde für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet. Der Multizins-Invest wird intern gemanagt, wie die FlexBond- Konzepte und ausgewählte Growth- Aktienfonds für wachstumsorientierte Anleger auch. Der Stratego Grund, der schwerpunktmäßig in offene Immobilienfonds investiert, lässt sich nicht eindeutig den genannten Kompetenzfeldern zuordnen. In der Fondsboutique der Gesellschaft kommt ihm dennoch eine herausragende Stellung zu. Denn auf dem deutschen Fondsmarkt existieren nur wenige Produkte, die diese Strategie verfolgen. Im Rahmen der Stratego-Fondsfamilie, schwerpunktmäßig für Privatanleger aus der Region Berlin-Brandenburg aufgelegt, verzeichnet der Fonds mittlerweile kontinuierliche Mittelzuflüsse von verschiedenen Seiten. Das verwaltete Vermögen überstieg kürzlich die Marke von 500 Mill. Euro. Die vorübergehende Schließung einiger offener Immobilienfonds tat der Beliebtheit keinen Abbruch. Möglichen vermehrten Auszahlungswünschen von Anlegern begegnet die Gesellschaft mit einer sehr hohen Kasseposition. Gleichzeitig erwirbt das Fondsmanagement kontinuierlich Zielfondsanteile hinzu und nutzt hierzu auch die momentan günstigen Gelegenheiten am Markt. Aus der starken Nachfrage lässt sich schließen, dass die Investoren die mittel- und langfristigen Risiken steigender Inflationsraten offenkundig höher gewichten als die vorübergehenden Turbulenzen bei offenen Immobilienfonds. Weiterer externer Berater Eine weitere Möglichkeit, inflationären Tendenzen vorzubeugen, stellen höherverzinsliche Wertpapiere dar. Um dieses Segment gemäß ihrem Boutique-Ansatz abzudecken, verpflichtete die LBB-Invest mit Johannes Führ unlängst einen weiteren renommierten externen Fondsberater. Führ betreut den neuen Corporate-Bond-Fonds der Gesellschaft, der die hohen Zinsdifferenzen zwischen Staats- und Unternehmensanleihen zur Renditemaximierung nutzt. Der neue Rentenfonds macht die Fondsboutique aus Berlin wieder ein Stück attraktiver.

10 B10 Börsen-Zeitung Nr. 120 Sonderbeilage Sonnabend, 27. Juni 2009 Anforderungen an Stiftungsmanager werden zum Balanceakt Durch IT-gestütztes Portfoliomanagement reale Kapitalerhaltung sichern Relation von Rendite und Risiko am Ziel ausrichten Das Stiftungswesen in Sparkassen und Landesbanken blüht. Doch das niedrige Zinsniveau zwingt Stiftungsmanager zur Umschichtung von Teilen des Stiftungsvermögens in rendite-, aber auch risikoträchtigere Anlageformen. Damit gewinnt das Portfoliomanagement im Sinne einer unter Risiko- und Renditegesichtspunkten optimierten Verteilung des Stiftungsvermögens weiter an Bedeutung. Keine leichte Aufgabe Den Ausgangspunkt bildet dabei die Frage nach der Risikotragfähigkeit des Kapitals. Banken und Sparkassen verspüren eine deutliche und anhaltende Nachfrage nach konservativ ausgerichteten Anlagekonzepten. Nicht nur, aber insbesondere auch im Fall des Generationenüberganges, wenn Vermögensteile in eine Stiftung überführt werden sollen. Es liegt in der Natur der Sache, dass die damit verbundenen Erwartungen mit bestehenden Anlagekonzepten und Prozessen in der Beratungspraxis nicht immer leicht zu erfüllen sind. Die Auswirkungen der Finanzkrise tragen ihr Übriges dazu bei, dass die Maxime der ungeschmälerten Kapitalerhaltung in Verbindung mit einer gleichbleibenden, nachhaltigen Rendite Stiftungsmanager vor Herausforderungen stellt. Die gestiegenen Anforderungen an das Stiftungsmanagement treten noch deutlicher zutage, wenn sich über die rein nominale Erhaltung des Stiftungsvermögens hinaus die Frage nach der realen Kapitalerhaltung ergibt. Diese unterstellt, dass die ursprüngliche Förderkraft der Stiftung im Zuge der Inflationsentwicklung aufrechterhalten wird und die einhergehenden aufwandsbezogenen Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden. Gerade aber die reale Kapitalerhaltung ist das oberste Gebot im Stiftungsmanagement, denn sie ist für eine dauerhafte Sicherung des Fortbestands einer Stiftung unerlässlich. Das aktuell niedrige Zinsniveau und die ohnehin latent vorhandene Neigung der Investitionsausrichtung Ralf Schuster Geschäftsführer der inasys GmbH auf risikoarme Marktsegmente erschweren die reale Kapitalerhaltung des Stiftungsvermögens zusätzlich. Denn nach Einschätzung von Experten ist dafür eine durchschnittliche und dauerhafte Rendite zwischen 5 und 7 % erforderlich. Derartige Renditen lassen sich nur realisieren, wenn bewusst ein Teil des Stiftungsvermögens in risikobehaftete und damit renditesteigernde Anlageformen investiert wird. Durch diese veränderte Ausgangssituation wird ein professionelles Portfoliomanagement, wie es in der Vermögensverwaltung oder dem Private Banking weit verbreitet ist, zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor für das Finanzmanagement von Stiftungen. Das Gebot des Kapitalerhalts erfordert damit auch einen eigenen Ansatz für das Risikomanagement. Die zentralen Fragen lauten dabei, welcher Anteil des Stiftungsvermögens in risikolosen Anlagen mit marktgängiger Rendite investiert sein sollte und wie stark der Anteil an renditeträchtigeren Investitionen wachsen muss, um eine für die reale Kapitalerhaltung erforderliche dauerhafte Gesamtrendite zu erreichen, mit der der Stiftungsmanager in der Lage ist, die reale Kapitalerhaltung und gleichzeitig die satzungsgemäßen Förderleistungen zu gewährleisten. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Frage nach der Risikotragfähigkeit des Kapitals. Sie errechnet sich aus den im Zeitablauf gebildeten Bewertungsreserven und Rücklagen sowie dem Anteil der erforderlichen Rendite zur Bedienung der Zahlungsverpflichtungen gemäß der GuV- Rechnung oder der Ein- nahmen-überschuss- Rechnung in Relation zu der bilanziellen Bewertung des Stiftungsvermögens. Innerhalb der S-Finanzgruppe stößt derzeit ein zweistufiger Asset-Allocation-Ansatz auf breite Zustimmung. Demzufolge werden zunächst die Anlageklassen bestimmt, die grundsätzlich für Investitionen in Frage kommen. Die konkrete Ausrichtung der Vermögensanlage führt zu einer Benchmark-Definition, welche die Zielallokation bestimmt. Sie liefert zudem einen ergänzenden Vergleichsmaßstab, auch in Bezug auf die relativen Anlageklassen. Der Handlungsspielraum für den Stiftungsmanager ergibt sich dabei aus den Anlagerichtlinien. Diese sind wiederum Ausdruck der Vermögensziele der Stiftungsorgane oder festgelegt in den Satzungen der Stiftung. Schätzwerte bestimmen Für jede Anlageklasse gilt es, Schätzwerte für eine sichere und Ertrag bringende Rendite und das damit verbundene Risiko zu bestimmen. Als Risikomaße haben sich in der Praxis die Volatilität und der Value at Risk (VaR) durchgesetzt. Die Ermittlung der Kennzahlen kann beispielsweise auf Basis von historischen Bewertungsdaten geschehen. Allerdings führen die extremen Verwerfungen an den Börsen in den letzten Jahren gerade in Bezug auf die durchschnittlich zu erwartenden Renditen zu kaum verwertbaren Aussagen. Fundamental Das aktuell niedrige Zinsniveau und die ohnehin latent vorhandene Neigung der Investitionsausrichtung auf risikoarme Marktsegmente erschweren die reale Kapitalerhaltung des Stiftungsvermögens zusätzlich. abgeleitete Ertragsprognosen liefern dagegen eine verlässlichere Bewertungsgrundlage. Und schließlich kann die Kombination der einzelnen Anlageklassen, die jede für sich isoliert betrachtet für eine Investition nicht in Frage kommen, durchaus zu rendite- und risikooptimierten Ergebnissen führen. Die Diversifikation kann in granularer Form nach verschiedenen Anlagekriterien wie Ländern, Währungen oder Rating-Klassen vollzogen werden. Im Rahmen eines Optimierungsmodells können die effizienten Allokationen berechnet werden, die für die Stiftung prinzipiell geeignet wären. Jede effiziente Verteilung stellt für sich eine Kombination aus Renditeerwartung und Risikotragfähigkeit des Stiftungsvermögens dar. Die gewählte Rendite-/Risikokombination lässt sich auf die Ausgabenzahlungsströme der Stiftung projizieren. Ideal ist eine kongruente Abbildung der Zahlungsverpflichtungen mit dem Ertragsstromanteil der risikolosen Kapitalmarktanlagen des Anlageportfolios. Fortlaufende Überwachung Die getroffene Entscheidung und Ausrichtung ist im weiteren Zeitablauf zu überwachen. Die fortlaufende Überwachung der einzelnen Risikopositionen, also der gewählten Anlageklassen sowie auch des Gesamtportfolios, erfolgt mittels geeigneter Risikomaße wie des Value at Risk. In der Ergebnisbetrachtung lässt sich darlegen, welche Kombination aus Rendite und Risiko dauerhaft die grundlegenden Zielfunktionen der Stiftung erfüllen kann. In einem zweiten Schritt wird die optimale Anlagestruktur mit geeigneten Anlagevorschlägen gefüllt. Dies setzt voraus, dass entsprechende Empfehlungslisten oder Masterfondskonzepte vorliegen. Dabei sollte sich die taktische Optimierung an dem vorhandenen Know-how der am Investmentprozess beteiligten Personen und Rollen ausrichten. Idealerweise mündet der beschriebene Prozess der Risikoausrichtung in einem Controlling-Prozess. Die Anlageentscheidungen sind regelmäßig zu überwachen und ereignisbezogen einer rollierenden Reinvestitionssicht zuzuführen. Hilfreich ist die Etablierung eines Berichtswesens, das wesentliche Controlling-Aussagen verdichtet und den Gremien zuführt. Damit wird sichergestellt, dass alle Beteiligten den Erwartungen und der Verantwortung gerecht werden können. Gut aufgestellt Eine zunehmende Professionalisierung des Finanzmanagements durch eine effiziente IT-Unterstützung und ein leistungsfähiges Reporting ist im Sinne des dauerhaften Substanzerhalts der den Sparkassen und Landesbanken anvertrauten Stiftungen auf Dauer ohne Alternative. Der dargestellte Ablauf entspricht etablierten und innerhalb der S-Finanzgruppe allgemein akzeptierten Portfoliomanagement-Prozessen in der Betreuung vermögender Privatkunden. Die aktuellen Herausforderungen in der Gewährleistung der langfristigen realen Kapitalerhaltung von Stiftungen legen eine Übertragung auf das Stiftungsmanagement nahe. Hierbei sind die Besonderheiten der Finanzbuchhaltung, Rechnungslegung und Bewertung zu berücksichtigen. Die S-Finanzgruppe verfügt mit dem Portfoliomanagement-System WebOffice über ein geeignetes Instrumentarium, um den aktuellen Herausforderungen im Stiftungsmanagement zu begegnen. Die Software wird vom IT-Dienstleister der S-Finanzgruppe, der Finanz Informatik, als Ergänzung zu ihrer Gesamtbanklösung OSPlus (One System Plus) sowie über verschiedene Landesbanken zentral bereitgestellt. Das System ist tief in die Prozesse und Datenstrukturen der Sparkassen integriert und verfügt über Schnittstellen zu den relevanten Verbundpartnern. Entwickelt wurde es von der inasys GmbH, einem Tochterunternehmen der Finanz Informatik. 160 Sparkassen nutzen die Standardsoftware bereits in der Vermögensverwaltung, im Private Banking oder in der Vermögensberatung. Die Balance zwischen Renditeerwartung und Risikotragfähigkeit wird Stiftungsmanager noch auf absehbare Zeit vor Herausforderungen stellen. Eine zunehmende Professionalisierung des Finanzmanagements durch eine effiziente IT-Unterstützung und ein leistungsfähiges Reporting ist im Sinne des dauerhaften Substanzerhalts der den Sparkassen und Landesbanken anvertrauten Stiftungen auf Dauer ohne Alternative. Die geeigneten Instrumente dazu sind innerhalb der S-Finanzgruppe verfügbar. Pulsiv zum zentralen Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe Produkt- und Leistungsportfolio wurde seit dem Start stets erweitert und verbessert Krise bringt neue Herausforderungen Vor genau zehn Jahren wurde das Vorgängerinstitut des Sparkassen Brokers gegründet. Eine Dekade voller Ereignisse an den Börsen und Finanzmärkten, die Anlass gibt, auf die bisherige Entwicklung des Sparkassen Brokers zurückzuschauen, aber auch einen Ausblick auf die künftigen Perspektiven zu wagen. Am 28. Juni 1999 wurde die Pulsiv AG, die Vorgängerin des Sparkassen Brokers, durch die heutige Thomas Pfaff Vorstandsmitglied des Sparkassen Brokers Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus gegründet. Bereits im April des Jahres 2000 ging der neue Online- Broker unter der Website pulsiv.com an den Markt und baute in dem damals stark wachsenden Umfeld schnell eine respektable Kundenbasis auf. Im Rahmen ihrer Online-Strategie verständigten sich zu dieser Zeit die Interessenvertreter und Gremien der Sparkassen-Finanzgruppe darauf, einen Online- Broker unter dem Dach und dem Logo der Sparkassen zu starten. Man entschied, gerade unter dem Aspekt noch schneller am Markt zu sein, die Pulsiv AG inklusive der bereits funktionierenden Plattform und Technik zu übernehmen. Aufgabe des neuen Unternehmens sollte die Entwicklung und Etablierung eines wettbewerbsfähigen Online-Brokerage sein. Denn Ziel war und ist es heute noch, diejenigen Kunden weiter in der Sparkassen-Finanzgruppe zu halten bzw. zurückzugewinnen, die ausschließlich ein reines Online-Angebot und eben nicht die Beratung suchen. Erschwerte Bedingungen Als der Sparkassen Broker unter seinem neuen Namen im August 2001 an den Markt ging, war Online-Brokerage noch ein starker Trend der Finanzbranche. Bereits etablierte Anbieter konnten sich über ein immenses Kundenwachstum und hohe Transaktionszahlen der Anleger freuen. Doch schon zu diesem Zeitpunkt war abzusehen, dass die Märkte nach dem Platzen der Dotcom-Blase zusammenbrechen. Nur wenige Tage nach dem zweiten Marktdebüt des Sparkassen Brokers kam es zu den schrecklichen Terroranschlägen auf die Gebäude des World Trade Centers in New York City. Der Abwärtssog an den Weltbörsen war nicht mehr aufzuhalten. Angesichts der einstürzenden Kurse und der zum Teil extremen Wertverluste trennten sich zahlreiche Privatanleger von ihren Wertpapieren und blieben, auch während wieder anziehender Märkte, der Börse auf Dauer fern. Zudem zersplitterte der Online-Brokerage- Markt durch den Eintritt zahlreicher neuer Unternehmen, die zum Teil, aufgrund der angespannten Situation, kurz nach ihrem Debüt, die Geschäfte wieder einstellen mussten. Selbst die etablierten Marktführer unter den Brokern reduzierten ihre Auslandsaktivitäten, führten Kostensenkungsprogramme durch und erhöhten ihre Preise, um möglichst unbeschadet die Krise zu überstehen. Zahlreiche Wettbewerber entwickelten in der darauffolgenden Zeit Ambitionen, ihr Leistungsprogramm zu dem einer Vollbank auszubauen. Mit einer Kundenbasis von Anlegern, die noch aus Pulsiv-Zeiten stammten, startete der zentrale Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe also in einer denkbar ungünstigen Börsenphase. Dennoch gelang es, auch über die schwierigen Anfangsjahre hinweg, kontinuierlich zu expandieren. Wenn auch die Wachstumsraten nicht denjenigen entsprachen, die man noch Mitte des Jahres 2001 erwartete. Aber dennoch, mehr als Kunden profitieren heute von der hohen Wertpapierkompetenz und dem breiten, unabhängigen Online-Angebot des Sparkassen Brokers. Zielgruppen hinzugewonnen Kern der strategischen Überlegungen ist dabei das Ziel, die im Laufe der Jahre aufgebauten Assets des Sparkassen Brokers für die Sparkassen-Finanzgruppe optimal einzusetzen und auf Dauer zu wahren. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Sparkassen Brokers war die differenzierte Ansprache der verschiedenen Zielgruppen im Online-Brokerage und die entsprechende Individualisierung des Produkt- und Leistungsportfolios. Zum Zeitpunkt der Gründung des zentralen Online-Brokers der Sparkassen-Finanzgruppe im Jahr 2001 beschränkte sich das Produktportfolio auf das klassische, online geführte DirektDepot. Als reine Online-Brokerage-Lösung war und ist das DirektDepot auch heute eine sinnvolle Ergänzung des Wertpapierangebots der Sparkassen im Multikanalvertrieb. Denn weiterhin verzichtet ein Teil der Wertpapierkunden bewusst auf die Beratung und trifft Anlageentscheidungen selbständig. So ist es über die Jahre gelungen, für die Sparkassen ein absolut wettbewerbsfähiges Online-Brokerage- Angebot im Markt zu etablieren. Genau hier setzt der Sparkassen Broker mit seinem DirektDepot-Angebot an und hält so abwanderungsgefährdete Kunden in der Sparkassen- Finanzgruppe. Mit der Einführung des S Comfort- Depots im Jahr 2004 hat der Sparkassen Broker wichtige Zielgruppen hinzugewonnen und so die Unternehmenspositionierung verändert sowie sein Geschäftsmodell erweitert. Das S ComfortDepot ist eine Dienstleistung für die Sparkassen und deren Kunden rund um das Produkt Wertpapier. Dabei übernimmt der zentrale Online-Broker der Sparkassen- Finanzgruppe für seine Mandanten alle anfallenden administrativen Pflichten der Depotführung und stellt den Beratern eine leistungsfähige Vertriebsplattform zur Verfügung. Das S ComfortDepot ermöglicht sozusagen Online-Brokerage in der stationären Beratung der Sparkassen. Heute nutzen 35 Häuser mit dem S ComfortDepot diese attraktive Lösung für ihr Wertpapiergeschäft. Top Trader im Blick Eine weitere entscheidende Weiterentwicklung des Geschäftsmodells war die konsequente Ausrichtung des Angebots auf die Bedürfnisse sogenannter Top Trader. Top Trader sind hochaktive Anleger, die beim Sparkassen Broker pro Jahr mindestens 100 Wertpapiertransaktionen durchführen. Diese Kundengruppe zeichnet sich durch ihre hohen Ansprüche an spezielle Funktionalitäten im Kunden-Frontend aus und besitzt ein ausgeprägtes Interesse für eine Vielzahl von Produkten. Der zentrale Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe wird diesen besonderen Ansprüchen mit einem entsprechend zugeschnittenen Leistungsprogramm gerecht. Wichtiger Bestandteil des Angebots ist zudem ein attraktives Rabattsystem. Besonders aktive Anleger profitieren beim Sparkassen Broker von unmittelbaren Nachlässen pro Order von bis zu 80 %. Seit seiner Gründung hat der Sparkassen Broker sein Produktund Leistungsportfolio immer weiter ausgebaut und optimiert. Zahlreiche Beispiele wie die frühe Integration neu eingeführter Zertifikate-Ratings oder der verstärkte Ausbau des Direkthandels zeugen dabei von der hohen Innovationskraft des zentralen Online-Brokers der Sparkassen- Finanzgruppe. So ist es über die Jahre gelungen, für die Sparkassen ein absolut wettbewerbsfähiges Online-Brokerage-Angebot im Markt zu etablieren. Jetzt Weichen stellen Aufgrund der zeitweise negativen Wertentwicklung und der immer noch unsicheren Börsensituation verabschiedeten sich in der jüngeren Vergangenheit wieder zahlreiche Privatanleger zumindest vorübergehend vom Wertpapier als Anlageinstrument. Sowohl die Direktanlage in Aktien als auch Investitionen in Fondsanteile haben bei den Deutschen derzeit an Attraktivität verloren. Laut den neuesten Zahlen des Deutschen Aktieninstituts halten nur noch rund 3,6 Millionen Anleger direkte Anteile an Unternehmen. Im Jahr zuvor wurden noch mehr als vier Millionen Aktionäre gezählt. Im Fondsbereich wird das gleiche Phänomen beobachtet. Auch hier reduziert sich die Zahl der Fondsanleger weiterhin massiv. Der noch bis vor kurzem boomende Zertifikatemarkt hat durch die negative Wertentwicklung sowie die Diskussion nach der Insolvenz von Lehman Brothers ebenfalls stark gelitten. Für einen ausschließlich auf Online-Brokerage fokussierten Anbieter wie dem Sparkassen Broker sind dies ungünstige Rahmenbedingungen. Besonders eine auf Dauer zurückhaltende Transaktionstätigkeit Aufgabe des neuen Unternehmens sollte die Entwicklung und Etablierung eines wettbewerbsfähigen Online- Brokerage sein. der Anleger würde sich über kurz oder lang bemerkbar machen. Daher sind der Vorstand und die Gremien des Sparkassen Brokers der Überzeugung, dass genau jetzt die Weichen für die weitere Zukunft des Unternehmens gestellt werden müssen. Kern der strategischen Überlegungen ist dabei das Ziel, die im Laufe der Jahre aufgebauten Assets des Sparkassen Brokers für die Sparkassen-Finanzgruppe optimal einzusetzen und auf Dauer zu wahren. Mit seiner technisch ausgereiften Plattform, seinen mehr als Kunden, dem Mandantengeschäft des S ComfortDepots und nicht zuletzt mit dem ausgeprägten Know-how seiner Mitarbeiter hat der Sparkassen Broker erhebliche Werte für die Sparkassen-Finanzgruppe geschaffen, die es weiterhin zu nutzen gilt.

11 Sonnabend, 27. Juni 2009 Sonderbeilage Börsen-Zeitung Nr. 120 B11 Sparkassen bieten neben dem Bankgeschäft noch einiges mehr Unternehmerischer Erfolg und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sind kein Widerspruch Stiftungen verdeutlichen dieses Selbstverständnis Gerade in Zeiten knapper werdender öffentlicher Kassen sind Unternehmen zunehmend gefordert, ihren Beitrag zur Entwicklung des Gemeinwohls zu leisten. Was früher als freiwilliges Engagement galt, wird heute durch die Erwartungen der Bevölkerung mehr und mehr zu einer Verpflichtung. Für die Sparkassen ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung jedoch nicht nur die Erfüllung einer externen Anforderung, sondern seit jeher ein zentraler Bestandteil ihres inneren Selbstverständnisses. Praktischen Ausdruck findet dieses Selbstverständnis unter anderem in ihrem umfangreichen Stiftungsengagement. Differenzierte Wertesysteme Trotz der Finanzkrise und des steigenden Sparzwangs bei den Banken wächst das Angebot an kostenlosen Girokonten in Deutschland unablässig. Die deutschen Sparkassen widersetzen sich bislang bis auf wenige Ausnahmen diesem Trend. Der hohe Marktanteil der Sparkassen ist vor allem auf die starke Marke Sparkasse, die breite Filial- und Beratungsdichte, hohen Service, die umfassende Verfügbarkeit bei der Bargeldversorgung und die zuverlässige Abwicklung des Zahlungsverkehrs zurückzuführen. Und auf den ersten Blick sind Sparkassen weiterhin sehr erfolgreich bei der Gewinnung von neuen Kunden, vor allem bei Erstkontoeröffnungen im Jugendmarkt. Beim Übergang von meist kostenlosen Jugend- zu bepreisten Erwachsenenkonten und in der attraktiven Kernzielgruppe der 25- bis 45-Jährigen lassen sich jedoch bei näherem Hinsehen auf Einzelinstitutsebene Rückgänge von bis zu 2 % pro Jahr in den Standard-Girokonten feststellen. Es gibt derzeit kaum eine Sparkasse, die hier einen nachhaltigen Nettokontozufluss verzeichnet. Aggressiver Wettbewerb Oliver Mihm Vorstandsvorsitzender der auf den Finanzmarkt spezialisierten Managementberatung Investors Marketing in Frankfurt/Main Hauptgrund für diese Entwicklung ist oftmals die Unzufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis des Giroangebots. Daher ist bei näherer Untersuchung der Kündigungsgründe in vielen Fällen gerade bei Umzug und dem damit verbundenen Ortswechsel des Kunden der Abfluss zu den filialisierten preisaggressiven regionalen oder überregionalen Wettbewerbern zu beobachten. Hinzu kommt, dass in den vergangenen zwei Jahren allein die Direktbanken ING-DiBa, DKB und comdirect netto mehr als 1,2 Millionen neue Girokonten hinzugewonnen haben. Vor dem Hintergrund des aggressiven Wettbewerbs und der großen ökonomischen Bedeutung der Girokonten für die Sparkassen stellt sich die Frage, wie diese sich am besten für die Zukunft aufstellen können. Dabei sind heute in der Sparkassen- Landschaft zum Teil sehr verschiedene Ansätze sichtbar, vom kostenlosen Online-Konto bis hin zu exklusiven Premium- und Mehrwert-Girokonten. Hier ist für die Sparkasse im Einzelfall zu klären, welcher Ansatz für sie dauerhaft am besten geeignet ist. Diese Frage lässt sich weder einfach noch pauschal beantworten, es kommt auf die Ausgangssituation der einzelnen Sparkasse an. Standardisierte Benchmark-Ansätze, die Sparkassen typisieren (etwa Stadt gegen Land), vergleichen und dann erfolgreiche Kontomodelle zu kopieren versuchen, greifen häufig zu kurz. Für die Auswahl und Ausgestaltung der optimalen Girokontomodelle sind zum einen eine klare Zieldefinition und zum anderen eine genaue Untersuchung der Giro-Entwicklung, der betroffenen Zielgruppen und der jeweiligen Gründe für die Entwicklung erforderlich. Zeigt eine genaue Analyse eine stabile Kontoentwicklung und keine relevanten Abflüsse, wäre die Einführung eines kostenlosen Girokontos die falsche Maßnahme. Hier wäre zu empfehlen, auf der einen Seite bestehende Preisspielräume zu identifizieren und zu überprüfen sowie auf der anderen Seite die Preisbereitschaft bei den Kunden durch Einführung oder Aufwertung eines Premiumkontos zu erhöhen. Bei einem leichten Nettokontorückgang bis maximal 0,5 % pro Jahr führen die Kündiger in der Regel ein nicht optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und bessere Wettbewerbsangebote als Hauptgrund an. Hier sind eine Überprüfung der Girokontomodelle und eine Verbesserung der Preis- oder Leistungskomponente zu empfehlen. Das kann die Einführung eines preiswerten Online-Kontos sein, aber auch die Aufwertung der Standardkonten durch Mehrwerte. Hierbei ist darauf zu achten, dass ein Großteil der Kunden diesen Mehrwert auch als solchen empfindet. In der Praxis zeigt sich, dass komplizierte Punktesysteme diesen Anforderungen meist nicht entsprechen. Im Fokus sollten deshalb monetäre Mehrwerte stehen, etwa in Form von Cash-back-Funktionalitäten oder Gutschriften beim Kauf ausgewählter Bank- und Versicherungsprodukte. Insbesondere mit letzteren Modellen werden nicht nur Kundenbindungseffekte, sondern auch Cross-Selling-Effekte unterstützt. Preissensible Zielgruppen Alexander Wüerst Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln Zeigt die Analyse jedoch deutliche Kundenverluste größer 1 % und mehr pro Jahr und aufgrund der Kontopreise eine Abwanderung auch zu regionalen Anbietern kostenloser Girokonten, so können diese Kunden nur mit sehr attraktiven Kontomodellen wieder erreicht werden. Wichtig ist hierbei zu berücksichtigen, dass es nicht um alle Kunden, sondern um bestimmte preissensible Zielgruppen geht, die oftmals nicht mehr als 25 % der Sparkassen-Kunden umfassen. Hier ist dann in der Tat die Einführung eines preisfokussierten (kostenlosen) Girokontos zu prüfen. Dies bedeutet nicht die automatische Umstellung aller Kunden. Die Definition sogenannter Einstiegshürden für Online- oder Filialkonten ist ein wichtiges Element dieser Strategie, um die Ertragseffekte beherrschbar zu machen. Die Praxisbeispiele zeigen, dass kostenlose Girokonten kein universelles Allheilmittel sind. Gerade im Sparkassen-Sektor dürfen diese nur sehr vorsichtig für ausgewählte Ziele und Zielgruppen eingesetzt werden, wenn es sich zum Beispiel wegen eines sehr intensiven regionalen Wettbewerbs als Eine der Stärken unseres Wirtschaftssystems ist, dass es den Unternehmen bei ihrer geschäftspolitischen Grundausrichtung einen hohen Freiheitsgrad lässt. Dementsprechend verfolgen die Unternehmen unterschiedliche Zielrichtungen, die allesamt ihre Daseinsberechtigung haben und Zeichen der wirtschaftlichen Freiheit und unternehmerischen Vielfalt in unserem Land sind. So orientieren sich beispielsweise börsennotierte Kapitalgesellschaften in erster Linie an den Interessen ihrer Aktionäre und stellen die jährliche Gewinnerzielung in das Zentrum ihres Handelns. Andere richten sich stärker an den dauerhaften Anliegen verschiedener Interessengruppen aus und haben sich dementsprechend den Stakeholder Value auf die Fahne geschrieben. Nach dieser Grundphilosophie handeln auch die deutschen Sparkassen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer öffentlichen Rechtsform orientieren sie sich nicht an der reinen Gewinnmaximierung, sondern handeln gemeinwohl- und gewinnorientiert mit dem Kernziel, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in ihren jeweiligen Geschäftsgebieten zu begleiten und zu unterstützen. Unabhängig von ihrer geschäftspolitischen Grundausrichtung sind jedoch alle Unternehmen heute zunehmend gefordert, Verantwortung ökonomisch sinnvoll erweist (Analyseergebnis). Denn in keiner anderen Bankengruppe sind Erträge am Girokonto eine so wichtige Ertragssäule. Je nach Einzelinstitut machen sie zwischen 20 und 40 % der Gesamterträge der Sparkasse aus. Der Anteil der tatsächlichen Kontogebühren schlägt in der Regel jedoch meist nur mit einem Drittel zu Buche, der Rest ist Zinskonditionsbeitrag. Kostenloses Girokonto ist kein Allheilmittel Im Einzelfall ist zu klären, welcher Ansatz dauerhaft am besten geeignet ist Eine Antwort auf die Frage kostenlos oder bepreist? ist also ohne individuelle Betrachtung des Einzelinstituts nicht seriös möglich. Das zentrale Erfolgskriterium bei der Optimierung des Girokontoangebots ist eine auf die individuelle Sparkasse und ihre Situation maßgeschneiderte Lösung, die den genetischen Code der individuellen Sparkasse auch im Girogeschäft erhält. nicht nur für sich, sondern auch für andere zu übernehmen. Corporate Responsibility hat in diesem Zusammenhang in den vergangenen Jahren mehr und mehr Einzug in den deutschen Sprachgebrauch und die Unternehmenspraxis gehalten. Die darunter verstandene verantwortliche unternehmerische Tätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus drei Bausteinen zusammen. Der erste ist die Corporate Governance, die sich auf die Grundsätze der Unternehmensführung und -überwachung bezieht. Als zweites ist die Corporate Social Responsibility zu nennen, die auf die Aktivitäten eines Unternehmens an seinen Schnittstellen zur Außenwelt zielt, wo sein Handeln soziale, ökologische oder über die Unternehmensgrenzen hinausgehende ökonomische Folgen hat. Dritter Baustein ist die Corporate Citizenship, die sich auf die gesellschaftlichen Leistungen eines Unternehmens bezieht, die über den eigentlichen Kernbereich der Tätigkeit hinausgehen. Praktische Ausprägungen hiervon können zum Beispiel Sponsoring-Aktivitäten, Spenden oder die Gründung bzw. Dotierung von Stiftungen sein. Ein solches Engagement ist zwar grundsätzlich als freiwillig definiert; vor dem Hintergrund der öffentlichen Anforderung nach verstärkter Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung trifft jedoch die Umschreibung freiwillige Übernahme einer Verpflichtung eher den Kern dessen, was heute von Unternehmen erwartet wird. Verantwortung gefordert Für die Sparkassen ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung jedoch nicht nur die Erfüllung einer externen Anforderung, sondern seit jeher ein zentraler Bestandteil ihres inneren Selbstverständnisses. Neben den bereits dargelegten Gründen ergibt sich die Anforderung nach mehr gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen auch deshalb, weil die Leistungsfähigkeit des Bundes, der Länder und der Kommunen zunehmend an Grenzen stößt. Nicht zuletzt deshalb leben wir in einer Zeit, in der es einer neuen Kultur der unternehmerischen Verantwortung bedarf. Für die Sparkassen ist dieses gesellschaftliche Anliegen jedoch kein Neuland, sondern ein historischer Bestandteil ihrer Unternehmensidentität, der über Konzepte wie Corporate Social Responsibility, Corporate Citizenship oder Stakeholder Value lediglich in ein neues Gewand gekleidet ist. Fundament und zentraler Handlungsrahmen aller Sparkassen-Aktivitäten sind ihre öffentliche Rechtsform und der damit verbundene öffentliche Auftrag. Diese Strukturmerkmale bilden auch die Grundlage für das umfangreiche gesellschaftliche Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe. Ein Paradebeispiel hierfür sind ihre Stiftungsaktivitäten. Bis heute hat sie 680 Stiftungen mit einem Dotationskapital von 1,8 Mrd. Euro gegründet. Fast jede 20. Stiftung in Deutschland geht damit auf die Initiative der Sparkassen- Finanzgruppe zurück, womit sie die stifterisch aktivste Unternehmensgruppe in Deutschland ist. Einige der Stiftungsgründungen gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück, was die Nachhaltigkeit des gesellschaftlichen Engagements der Sparkassen verdeutlicht. Die Förderleistungen der Stiftungen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und betrugen 2008 rund 71 Mill. Euro. Die Bandbreite der unterstützten Aktivitäten ist dabei so vielfältig, wie es die gemeinwohlorientierten Projekte und Initiativen in Deutschland insgesamt sind, und erstreckt sich vom Denkmalschutz über Wissen- Fortsetzung Seite B12

12 B12 Börsen-Zeitung Nr. 120 Sonderbeilage Sonnabend, 27. Juni 2009 Nutzen der Informationstechnologie wurde schon früh erkannt Finanz Informatik versteht sich wie ihre Vorgängerunternehmen zuerst als Dienstleister Monetäre, strategische und effizienzbezogene Vorteile für die Kunden Mit der Fusion von FinanzIT und Sparkassen Informatik zur Finanz Informatik ist ein neuer, einheitlicher IT-Dienstleister für die gesamte Sparkassen-Finanzgruppe ent- Fridolin Neumann Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik standen. Damit fand ein Prozess seinen Abschluss, der bereits in den sechziger Jahren mit der Gründung einzelner Buchungsgemeinschaften seinen Anfang nahm und seit Mitte der neunziger Jahre stark an Geschwindigkeit gewonnen hatte. Die Sparkassen-Finanzgruppe profitiert von dieser Entwicklung in vielfacher Hinsicht. In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise stehen Prozessoptimierungen besonders im Fokus, um dem Kosten- und Ertragsdruck zu begegnen und die eigene Position im derzeit besonders intensiven Wettbewerb zu behaupten. Die Informationstechnologie spielt in der gesamten Finanzdienstleistungsbranche bereits seit vielen Jahren eine relevante Rolle. Sie ist Werkzeug, um eigene Konzepte, Strategien und Ziele umzusetzen. Sie hat eine dienende Funktion, deren Einfluss auf die Effektivität und den Geschäftserfolg dennoch nicht unterschätzt werden darf. Durch effektiven und zielgerichteten Einsatz der Informationstechnologie lassen sich in anderen Bereichen, beispielsweise im Vertrieb, Mehrwerte generieren. Die Sparkassen-Finanzgruppe hat den Nutzen der Informationstechnologie bereits früh erkannt. einigen Privatbanken erst in den letzten Jahren als Mittel zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung entdeckt, hat das IT- Outsourcing auf eigene spezialisierte Einheiten in der Sparkassenorganisation bereits eine jahrzehntelange Tradition. Die Anfänge des Outsourcings von IT-Dienstleistungen liegen hier bereits rund 40 Jahre zurück. Die Entwicklung hin zu größeren Einheiten hat im letzten Jahrzehnt nochmals deutlich an Geschwindigkeit gewonnen: Gab es Ende der neunziger Jahre noch zehn IT-Dienstleister für deutsche Sparkassen, so gibt es seit rund einem Jahr nur noch einen: die Finanz Informatik mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese Entwicklung bringt für die Kunden des Unternehmens mehrere Vorteile: monetäre, strategische und effizienzbezogene. Zu den monetären Vorteilen gehört die Tatsache, dass ab dem Jahr 2012, nach der Umstellung der Sparkassen im Norden und Osten Deutschlands auf die IT- Lösung OSPlus, Synergieeffekte von 200 Mill. Euro pro Jahr erwartet werden. Dass dies realistisch ist, zeigt der Blick zurück in die jüngste Vergangenheit: Seit der Fusion zur Sparkassen Informatik einem der beiden Vorgängerunternehmen der Finanz Informatik im Jahr 2001 konnten für die Kunden bis Ende 2008 kumuliert mehr als 1,5 Mrd. Euro Synergien erzielt werden. Die Aufwendungen für IT in Relation zur Bilanzsumme der Institute sind dabei kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert und das Leistungsangebot ausgebaut. Die IT in der Sparkassen-Finanzgruppe hat also bereits frühzeitig und losgelöst von der aktuellen wirtschaftlichen Lage einen Beitrag zur Bewältigung des steigenden Ertrags- und Kostendrucks und zur Stärkung der Institute im Wettbewerb erbracht. In der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Situation fallen aber auch Effizienzgewinne ins Gewicht: Die Fusion zur Finanz Informatik bringt neben der Bündelung von In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise stehen Prozessoptimierungen besonders im Fokus, um dem Kostenund Ertragsdruck zu begegnen und die eigene Position im derzeit besonders intensiven Wettbewerb zu behaupten. Know-how auch eine Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit. Mittelfristig resultieren aus dem Wegfall von mehrfachem Entwicklungs-, Pflege- und Wartungsaufwand im Zuge der Vereinheitlichung der IT-Systeme erhebliche Synergievorteile. Strategische Vorteile im Vergleich zur vorherigen Situation mit mehreren IT-Dienstleistern in der Organisation liegen vor allem darin, dass gemeinsame Produkte und Strategien der Sparkassen-Finanzgruppe, beispielsweise im Bereich des Vertriebs, künftig noch zielgerichteter IT-technisch unterstützt werden können. Eine Umsetzung in zwei oder mehr Systemen entfällt ab Ende 2011 wird bei allen deutschen Sparkassen ein einheitliches IT-System im Einsatz sein. Konzepte, Prozesse und Verfahren können damit künftig flächendeckend umgesetzt werden. Die Verwirklichung bankfachlicher Konzepte der Sparkassen-Finanzgruppe sowie aufsichtsrechtlicher Anforderungen kann künftig einheitlich erfolgen, Datenschnittschnellen zu Verbundpartnern werden erheblich reduziert. dieser Konsolidierung profitieren auch Landesbanken sowohl im Entwicklungs- als auch im Produktionsbereich. Die derzeitige Planung sieht parallel zur OSPlus-Einführung bei den Sparkassen auch Fortsetzung von Seite B11 schaft und Forschung, Jugend, Kunst und Kultur, Sozialwesen, Sport bis hin zum Umweltschutz. Bei der Breitensport- und der Kulturförderung steht die Sparkassen-Finanzgruppe mit ihren gemeinnützigen Förderleistungen an der Spitze aller nichtstaatlichen Förderer. In den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung, Ausbildung und Wissenschaft gehört sie ebenfalls zu den großen Akteuren in Deutschland. Auch die Kreissparkasse Köln beschränkt ihr Handeln nicht nur auf ihre Funktion als leistungsstarker Finanzdienstleister, sondern stellt die regionale Nutzenstiftung als Ganzes in das Zentrum ihrer Aktivitäten. Ein wichtiges Ziel ist dabei, die Entwicklung des sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Umfelds in ihrem Geschäftsgebiet zu fördern und so die Attraktivität und Sparkassen bieten noch einiges mehr Zukunftsfähigkeit der Region weiter zu steigern. Denn neben der reinen Betriebswirtschaft sind auch die sogenannten weichen Standortfaktoren zunehmend von Bedeutung für die Ansiedlung neuer und zukunftsorientierter Unternehmen. Auch dient ein gut funktionierendes gesellschaftliches Leben der Verwurzelung der bisherigen und dem Zuzug neuer Bürger. Engagierte Stiftungen Ein zentrales Instrument für dieses über das eigentliche Bankgeschäft hinausgehende Engagement der Kreissparkasse Köln sind ihre zwölf Stiftungen. Mit den Erträgen aus deren Dotationskapital von 64 Mill. Euro fördern sie das gesamte Spektrum gemeinnütziger Aktivitäten. Allein 2008 schütteten die Stiftungen 2,8 Mill. Euro für über 600 Projekte aus. Im vergangenen Jahr eine Migration mehrerer Landesbanken auf die IT-Landschaft der Finanz Informatik vor. Ein sowohl auf Seiten der Sparkassen als auch Landesbanken gemeinsam genutztes OSPlus-Kernbanksystem unterstützt zudem IT-seitig die Verbundzusammenarbeit zwischen Landesbanken und Sparkassen. Neben der Nutzung gemeinsamer OSPlus-Entwicklungen und der daraus resultierenden Reduzierung von Entwicklungskosten ist auch das Angebot zur Übernahme und sukzessiven Integration von spezifischen Landesbank-Anwendungen im Sinne eines Anwendungsmanagements zu nennen. Im Produktionsbereich können durch die Bündelung größerer Volumina bei der für das Landesbanken-, Verbundpartner- und Drittkundengeschäft zuständigen Tochtergesellschaft Finanz Informatik Technologie Service unter Einbeziehung der abgewickelten Volumina bei der Mutter weitere Skaleneffekte erzielt werden. Weiteres Potenzial heben Die Finanz Informatik versteht sich wie ihre Vorgängerunternehmen zuallererst als Dienstleister. Und als solcher neuer, gemeinsamer IT-Dienstleister in der Sparkassen-Finanzgruppe bietet sich dem Unternehmen erhebliches weiteres Potenzial innerhalb des gesamten Verbundes. Potenzial, das es spätestens nach der Überleitung der Institute auf OSPlus Ende 2011 zu heben gilt. feierten zwei der Stiftungen der Kreissparkasse Köln ihr 25-jähriges Bestehen. Als erlebbares Zeichen ihrer Verbundenheit mit den Menschen in der Region luden die Kreissparkasse Köln bzw. die Stiftungen die Bevölkerung an zwei Jubiläumswochenenden zum kostenlosen oder stark vergünstigten Besuch von Einrichtungen ein, die von den Stiftungen gefördert werden. Dieses Angebot wurde mit großer Begeisterung angenommen: Tausende nutzten die Möglichkeit zu einem unbeschwerten Tag in Museen, Galerien, Natur- und Umweltzentren oder im Kölner Zoo und erlebten so ganz persönlich, dass Sparkassen neben dem klassischen Bankgeschäft noch einiges mehr zu bieten haben und dass unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliches Engagement bei ihnen alles andere als ein Widerspruch sind.

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