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1 Ausgabe Mai 2014 Mai ISSN Informationen des Cluster Mechatronik & Automation e.v. Herzlich willkommen! Pioniere auf dem Weg zur Industrie 4.0 Clusterforum bei der Bosch Rexroth AG Heiko Bartschat Geschäftsführer Liebe Leserinnen und Leser, der Countdown läuft: In gut zwei Wochen startet die 6. AUTOMATICA in München; einer der Leitmessen unserer Clustermitglieder. Hier treffen sich die führenden Anbieter von Automatisierungstechnik, Mechatronik, IT, Montagetechnik, Sensorik und vielem mehr. Und wir sind wieder mitten drin! Mit Ausstellern aus 40 Ländern wird es im Jubiläumsjahr so international wie nie zuvor und durch unsere japanischen Partner als Mitaussteller des Clustergemeinschaftsstandes sind wir wie immer up to date. Das gilt auch insbesondere für das jüngste Clusterforum bei Bosch Rexroth. Alle, die seit der Hannover Messe 2013 vom Industrie 4.0-Fieber infiziert wurden, bekamen hier fundierte Informationen und exklusive Einblicke in die diesbezüglichen Entwicklungen eines der Trendsetter der Integrated Industry. Apropos Trendsetter: Haben Sie sich schon den Termin für das Internationale Forum Mechatronik am 5. und 6. November am Bodensee reserviert? Aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind Einreichungen eingegangen, die in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit mit dem renommierten Programmkomitee in ein attraktives Tagungsprogramm gegossen werden. Jetzt ist auch der beste Zeitpunkt, um sich über unsere maßgeschneiderten Sponsoren- und Ausstellerpaketen zu informieren. Wir sehen uns also ab dem 3. Juni auf der AUTOMATICA in Halle B5 Stand 320. Am zweiten Messetag laden wir am Spätnachmittag zu einem formlosen Networking- Event auf unseren Stand, freuen uns mit unseren Mitausstellern aber auch zu den üblichen Messezeiten auf Ihren Besuch. Herzlichst, Ihr Die Teilnehmer des Clusterforums bei der Bosch Rexroth AG Die Welt der Automatisierung ist in Bewegung. Aufgrund der Verschmelzung von IT- mit Automatisierungsfunktionen sind völlig neuartige Fertigungsund Bedienungsoptionen möglich eine Entwicklung, die mit Industrie 4.0 beschrieben wird. Zentrale Beispiele dieser neuen Entwicklungsstufe zeigte das gut besuchte Clusterforum am 13. Mai bei der Bosch Rexroth AG in Lohr am Main. Bereits auf der Hannover Messe war es eines der Topthemen: Industrie 4.0 und der Gastgeber des Clusterforums, die Bosch Rexroth AG ist hier seit Jahren ein Vordenker. Entsprechend groß war das Interesse an dem Event: Rund 100 Teilnehmer diskutierten in drei Themenblöcken die Entwicklung und Möglichkeiten, die mit der intelligenten Regelung von Fertigungsabläufen und der Übertragung des Bedienkomforts gängiger Smartphones auf Maschinen noch längst nicht am Ende sind. Unser Unternehmen ist auf dem Weg zur Industrie 4.0. Auf Komponentenebene werden wir kurzfristig alle unsere Produkte internetfähig machen. Der Megatrend unserer Zeit ist die rasante Vernetzung von Menschen und Dingen, so Dr.-Ing. Wolfgang Horn, Leiter Technik bei der Bosch Rexroth AG. Auch die Fabrik 4.0 wird es in Kürze bei uns geben. Nicht als Modelfabrik, sondern als echte Produktionsstätte mit allen Technologien zur Industrie 4.0. Wir werden damit eine Produktivitätsstei- gerung von 10% und Bestandssenkung von 30% verwirklichen können, so Horn weiter. Clustervorstand Prof. Dr.-Ing. Gunter Reinhart zeigte in seinem Vortrag die Potenziale der Industrie 4.0 auf den unterschiedlichen Ebenen der industriellen Fertigung auf: Wichtig ist, dass die deutschen Unternehmen jetzt gemeinsam an den Grundvoraussetzungen für die Industrie 4.0 arbeiten. Dazu zählen insbesondere möglichst einheitliche Standards in Kommunikationssystemen, Schnittstellen oder Protokollen. Ein Highlight war der Rundgang durch das Innovation LAP. Die Teilnehmer erlebten eine modular aufgebaute, sich selbst organisierende Produktionslinie für höchste Flexibilität in der Produktion. Für alle, die hier nicht dabei sein konnten, hier ein Video. Das Clusterforum war wieder Treffpunkt von Vertretern internationaler, aber auch regionaler Unternehmen wie beispielsweise Siemens, Brose, perma-tec und Oswald Elektromotoren. In halbstündigen Referaten erläuterten Experten unterschiedlicher Firmen zentrale Aspekte und Herausforderungen der modernen Automation. Dabei zeigte sich deutlich, dass Smart Engineering kein bloßer Modebegriff ist, sondern einen signifikanten Fortschritt in Automation und Fertigung beschreibt. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert: Fortsetzung auf Seite 2

2 Mir hat der Vortrag zu den Geschäftsmodellen in der Industrie 4.0 von Frau Prof. Kathrin M. Möslein besonders gut gefallen, da er die Thematik von einem neuen Blickwinkel aus beleuchtet hat und mir wertvolle Anregungen gegeben hat, so z.b. Michael Sperber von der infoteam Software AG. Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart bei seinem Vortrag zum Thema Industrie Medienhype oder Chance? Clusterhighlight Auf geht s zur AUTOMATICA 2014 Geballtes Know-how auf dem neuen Clustergemeinschaftsstand Am 3. Juni beginnt die AUTOMATICA in München. Die Messe hat sich zu einer führenden Plattform für Innovationen zur Automatisierung von Produktionsprozessen entwickelt. Auf m2 Fläche zeigen 697 Aussteller aus der ganzen Welt Robotik, Mechatronik-Lösungen, Montageanlagen, industrielle Bildverarbeitungssysteme und vieles mehr. Und der Cluster Mechatronik & Automation ist mitten drin. Insgesamt sieben Aussteller sind dieses Jahr am neukonzipierten Messeauftritt in bester Lage in Halle B5 Stand 320 auf dem Clustergemeinschaftsstand vertreten; darunter erstmals auch Mitaussteller aus Japan. Damit liegen wir bezüglich der Internationalität auf der Messe voll im Trend, so Clustergeschäftsführer Heiko Bartschat. Das gezeigte Leistungsspektrum am Stand ist so vielfältig wie innovativ. preccon Robotics beispielsweise, Preisträger des RO- BOTICS AWARD 2014, präsentiert ein neues, flexibles Fertigungskonzept bestehend aus zwei Anlagen für Kunden aus der Umwelttechnik /Wasseraufbereitung. preccon Robotics entwickelte das Anlagekonzept und lieferte Engineering, Mechanik, Elektrik sowie die Software für die Robotik und die Anlagesteuerung aus einer Hand. PROF-IS zeigt in einer neu entwickelten Roboterzelle einen Magnetgreifer zum Vereinzeln und Handhaben von Montagekomponenten, eine Bauteilkennzeichnung mit Data-Matrix Code für eine schnellstmögliche Reparatur sowie eine parameterbasierte CAD-Konstruktion zur Reduktion von Konstruktionszeit und -kosten. Dazu kommt das Forschungsprojekt zur Energieeinsparung. Das EEC One von EPLAN ermöglicht die automatisierte Erstellung von Elektro- oder Fluidplänen auf Basis von standardisierten Makros oder Artikeln. Jetzt hat das Unternehmen die Technologie auf den Schaltschrankbau ausgeweitet: Montageplattenlayouts lassen sich künftig automatisch generieren. Das verkürzt die Entwicklungszeit und schafft Freiräume für Innovationen. Auch die weiteren Aussteller infoteam Software, Hammermeister Sondermaschinenentwicklung und die Repräsentanten der japanischen Saitama City Foundation for Business Creation zeigen eine Vielzahl an Innovationen. Der Besuch auf dem Clusterstand lohnt sich in jedem Fall. Nutzen Sie die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken in der bayerischen Landeshauptstadt. Career Walk am 6. Juni auf der AUTOMATICA in München Geführter Messerundgang für MINT-Studierende Über 125 namhafte Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen der Mechatronik und Automation tragen den Cluster Mechatronik & Automation e.v. als Mitglieder. Allesamt Top-Arbeitgeber einer spannenden Industrie mit jeder Menge kniffliger Aufgabenstellungen und attraktiven Berufs- und Karrierechancen. Eine perfekte Gelegenheit, Unternehmen oder wissenschaftliche Einrichtungen, deren Angebote und Tätigkeitsfelder kennenzulernen, ist der vom Cluster organisierte Messerundgang für Studierende - unser Career Walk auf der AUTOMATICA am 6. Juni 2014 in München. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Gemeinschaftsstand B5.320 in der Halle B5. Von hier starten wir in kleinen Gruppen und besuchen circa zehn Unternehmen, die gerade aktiv Praktikumsstellen, Bachelor- oder Masterarbeiten anbieten oder auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. An den einzelnen Stationen stellen sich die Unternehmen kurz vor. Im anschließenden Gespräch haben die Studierenden die Möglichkeit, nicht nur Visitenkarten zu sammeln, sondern auch Fragen zu stellen und sich praxisnah zu informieren. Und weil ein Messerundgang hungrig und durstig macht, gibt es auch eine Brotzeit. Bei einer rechtzeitigen Anmeldung unter ist die Teilnahme sowie der Eintritt auf die Messe für die Studenten kostenfrei. Wenn Ihr Unternehmen Gastgeber für eine der Stationen werden möchte, sprechen Sie bitte Ihren Clustermanager darauf an! Seite 2 von 10

3 Technik & Innovation Aufgabenorientierte Programmierung von Montagesystemen 1. Effizientes Engineering von flexiblen Produktionsanlagen Flexibilität, Produktivität und Variantenvielfalt sind die Schlagworte für den Anlagenbau der Zukunft (MAUDERER 2011). Insbesondere die steigende Variantenvielfalt der Produkte und die daraus entstehende Forderung nach Flexibilität stellen hohe Herausforderungen an die Anlagentechnik und den zugehörigen Engineeringprozess. Trotz wachsender Verwendung von Industrierobotern und anderen Automatisierungskomponenten, auch in kleinen und mittleren Unternehmen, stehen die Unternehmen vor dem Problem, dass die Zeit zur Ein- und Umrüstung eines Automatisierungssystems oftmals zu groß für deren wirtschaftlichen Einsatz ist (DENKENA ET AL. 2005). Vor allem das Expertenwissen zur Programmierung ist meist nicht intern vorhanden (VERL & NAUMANN 2008). Der angestrebte flexible Einsatz automatisierter Produktionszellen im volatilen Marktumfeld steht somit in vielen Anwendungsgebieten vor der Hürde der Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Dieser Artikel fokussiert eine Lösung zur Vereinfachung der Programmierung von automatisierten Montagesystemen in Form eines Offline-Programmiersystems. Dieses ermöglicht sowohl ein effizientes Engineering als auch eine schnelle Anpassung des Montagesystems an neue Randbedingungen und erhöht somit dessen Flexibilität. Im Folgenden werden der Lösungsansatz und die Vorteile des Programmiersystems aufgezeigt. 2. Lösungsansatz Die Vereinfachung und Automatisierung der Programmierung von automatisierten Produktionssystemen und Industrierobotern ist schon seit vielen Jahren ein Forschungsschwerpunkt. Ein Ansatz aus dem Bereich der Robotik, der auch in dem hier beschriebenen Konzept verfolgt wird, ist die implizite oder aufgabenorientierte Programmierung (HUMBURGER 1998). Deren wesentlicher Vorteil ist, dass Benutzer des Programmiersystems nicht angeben müssen, wie eine Aufgabe erfüllt werden soll, z.b. durch Programmierung der Ansteuerungsbefehle, sondern nur was die Aufgabe ist. Diese Aufgabenbeschreibung erfolgt dabei auf abstrakter Ebene, z.b. durch Definition von Start und Zielposition eines Pick & Place Prozesses. Benutzer sind damit nicht auf Kenntnisse der verschiedenen Programmiersprachen sowie der Komponentenfunktionen angewiesen Abbildung 1: Einsatz und schematischer Aufbau des Programmiersystems und können sich auf die Einbringung ihres Prozesswissens konzentrieren. Um diese Art der Programmierung zu ermöglichen, sind zum einen detaillierte digitale Beschreibungen des Montagesystems, wie dessen Funktionen und Eigenschaften, als auch der Prozesse und der zu montierenden Produkte notwendig. Zum anderen werden Simulationswerkzeuge und Planungsalgorithmen benötigt, um die abstrakten Aufgabenbeschreibungen in Steuerungscode umsetzten zu können. Diese Voraussetzungen haben bisher einen weitflächigen Einsatz dieses Ansatzes verhindert. Mit der zunehmenden Verwendung von durchgängigen Datenmodellen im Engineering-Prozess und steigender Rechenkapazitäten in Unternehmen, ergeben sich jedoch neue Ansatzpunkte die aufgegriffen werden können, um die aufgabenorientierte Programmierung effizienzfördernd einzusetzen. Am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München und an der zugehörigen Fraunhofer IWU Projektgruppe Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen wird daher ein adaptierbares aufgabenorientiertes Offline Programmiersystem auf Basis des Engineering-Standards AutomationML entwickelt (BACKHAUS& REINHART 2013.). Abbildung 1 zeigt den Einsatz sowie den schematischen Aufbau des Programmiersystems, die im folgenden Kapitel detaillierter beschrieben sind. Das System ist eine Weiterentwicklung eines Konzepts zur automatischen Konfiguration von Robotersystemen, dass im Rahmen einer Dissertation am iwb entwickelt wurde (KRUG 2013). Ein modularer Grundauf-bau des Programmiersystems ermöglicht eine einfache Anpassung für verschiedenste Montageprozesse und Problemstellungen. Eine Abstraktion der Funktionalitäten von Komponenten und integrierte Postprozessoren schaffen die Voraussetzungen zur Programmierung von Komponenten unterschiedlicher Hersteller. 3. Aufgabenorientiertes Programmiersystem für automatisierte Montagesysteme Nachstehend werden die Vorbereitungen zum Einsatz und die Verwendung des Systems beschrieben. Vor der Programmierung eines konkreten Montagesystems müssen zunächst die digitalen Beschreibungen der Einzelkomponenten und des Anlagenlayouts in das Programmiersystem geladen werden. Durch ein Treiberkonzept können auch herstellerspezifische Beschreibungen verwendet werden, sollten diese noch nicht im AutomationML- Format vorliegen. Ein Modellgenerator erzeugt aus den Beschreibungen ein digitales Abbild des Montagesystems, dass im Programmiersystem verwendet wird. Im nächsten Schritt müssen die notwendigen Planungswerkzeuge und Algorithmen für den Anwendungsfall ausgewählt werden. Aktuell stehen Werkzeuge für die Handhabungsplanung mit Industrierobotern und die automatische Schweißplanung zur Verfügung. Für weitere Applikationen kann die Werkzeugbibliothek jederzeit erweitert werden, der modulare Aufbau erleichtert dies. Zur Prozessbeschreibung stehen im aktuellen System mehrere Seite 3 von 10 Fortsetzung auf Seite 4

4 Abbildung 2: Schweißzelle zur Validierung Standardbausteine für Handhabungsund Schweißvorgänge zur Verfügung. Der bestehende Prozessbausteinkatalog wird dabei fortlaufend erweitert. Literaturverzeichnis Die Programmierung erfolgt durch den Nutzer über eine graphische Nutzeroberfläche. In dieser wird nach dem Laden der Montagesystemdaten eine Visualisierung des Systems dargestellt. An dieser kann der Nutzer den Systemaufbau und das spätere Programm überprüfen. Der Nutzer parametrisiert nun einzelne Prozesse bzw. Prozessreihenfolgen und gibt bzw. lädt die notwendigen Informationen der zu montierenden Bauteile (CAD, Werkstoff, Positionen, Toleranzen, etc.) in das System. Die Planung und Optimierung des Montageprozesses kann je nach Nutzervorgabe nach Taktzeit, Energieverbrauch oder anderen Optimierungskriterien erfolgen. Das Steuerungsprogamm bzw. die Steuerungsprogramme werden zunächst intern in einem herstellerneutralem Format in Sequential Function Charts geplant und erst im letzten Schritt mit Postprozessoren entsprechend der Zielsysteme konvertiert. Bei ersten Versuchen hat sich gezeigt, dass mit dem Programmiersystem eine einfache und intuitive Programmierung möglich ist. Der Grundaufbau verspricht eine flexible Anwendbarkeit für verschiedene Anwendungsfälle. Abbildung 2 zeigt die Schweißzelle, die zur Validierung des Programmiersystems dient. Zukünftige Entwicklungen beschäftigen sich mit der Ausweitung der Anwendungsgebiete für alle wesentlichen Prozesse der Montage. MAUDERER 2011 Mauderer, M.: Ein Beitrag zur Planung und Entwicklung von rekonfigurierbaren mechatronischen Systemen am Beispiel von starren Fertigungssystemen. Diss. TU München (2011). München: Utz DENKENA ET AL Denkena, B.; Wörn, H.; Apitz, R.; Bischoff, R.; Hein, B.; Kowalski, P.; Mages, D.; Schuler, H.: Roboterprogrammierung in der Fertigung. wt Werkstattstechnik online Jahrgang 95 (2005) H. 9, S VERL & NAUMANN 2008 Verl, A.; Naumann, M.: Plug n Produce-Steuerungsarchitektur für Roboterzellen. wt Werkstattstechnik online Jahrgang 98 (2008) 5, S HUMBURGER 1998 Humburger, M.: Konzeption eines Systems zur aufgabenorientierten Roboterprogrammierung. Diss. RTWH Aachen (1997). Aachen: Shaker BACKHAUS & REINHART 2013 Backhaus, J.; Reinhart, G.: Efficient application of task-oriented programming for assembly systems. In: IEEE (Hrsg): International Conference on Advanced Intelligent Mechatronics (AIM) IEEE/ASME, Wollongong, Australien, 2013, S KRUG 2013 Krug, S.: Automatische Konfiguration von Robotersystemen (Plug&Produce). Diss. TU München (2013), München: Utz Autoren und Kontakt Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) Technische Universität München Boltzmannstr Garching Dipl.-Ing. Julian Backhaus Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart (Co-Autor) Seite 4 von 10

5 Clusternews Veranstaltungen im Rückblick Spannender ScienceDay in Augsburg Networking der Maschinen Die Verknüpfung von fortschrittlicher Produktionstechnik mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnet neue Möglichkeiten für eine effiziente Produktion trotz sich ändernder Anforderungen in Unternehmen. Schließlich erfordert der globale Wettbewerb zwischen Unternehmen und Standorten eine hohe Anpassungsfähigkeit der Produktionssysteme, damit beispielsweise auf wechselnde Kundenanforderungen schnell reagiert werden kann. Dazu sind vor allem technische und organisatorische Innovationen notwendig. Im Rahmen eines ScienceDays bei der Fraunhofer Projektgruppe RMV in Augsburg diskutierten Experten aus Wissenschaft und Industrie über die neuen Wege bei der Vernetzung von Produktionssystemen. Die Veranstaltung umfasste zwei Themenblöcke, denen jeweils ein wissenschaftlicher Vortrag voran ging. Der erste Block mit Referenten vom Fraunhofer RMV, Festo AG & Co. KG und der Salt Solutions GmbH fokussierte das Thema Produktionssteuerung und Intralogistik. Dabei stand die Frage im Fokus, wie vernetzte Produktionssysteme die Optimierung der Produktion unterstützen können oder ob eine MES in Zukunft noch notwendig sein wird. Der zweite Block mit Beiträgen vom Insti- Teilnehmer der Podiumsdiskussion: v.l.n.r. Herr Singl (Renk AG), Herr Bernas (Festo AG & Co. KG), Herr Klimm (Salt Solutions GmbH), Herr Michniewicz (iwb, TU München),Herr Munz (KUKA Roboter GmbH). Moderation Herr Engelhardt (Fraunhofer Projektgruppe RMV) tut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften iwb, der KUKA Roboter GmbH und der RENK AG widmete sich vor allem den technischen Herausforderungen bei der Vernetzung der Systeme. So stellte beispielsweise Heinrich Munz von KUKA eine Möglichkeit vor, wie ein Roboter direkt über die Steuerung einer anderen Maschine programmiert werden kann. Joachim Michniewicz vom iwb zeigte ein Konzept, mit dem Cyber Physische Produktionssysteme (CPPS) vergleichsweise einfach modelliert werden können. Dadurch wird die Vision der automatisierten Konfiguration und Rekonfiguration ein Stück realer. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine von Philipp Engelhardt vom Fraunhofer RMV moderierte Podiumsdiskussion, bei der nochmals alle Referenten gemeinsam auf die Bühne kamen. Die lebhafte Diskussion, die auch das Publikum mit einbezog, zeigte die anhaltende Brisanz und den großen Informationsbedarf zum Thema Industrie 4.0. Rund 200 Teilnehmer an der OTH Regensburg AALE 2014 geht mit Rekordbeteiligung zu Ende Erstmals fand die AALE die Konferenz für Angewandte Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung in Bayern statt: Am 8. und 9. Mai 2014 diskutierten an die 200 Hochschulprofessoren sowie Vertreter aus Wirtschaft und Industrie über moderne Konzepte, Entwicklungen und die Lehre in der Automatisierungstechnik. Die weit über 50 Vorträge behandelten Themen wie aktuelle Trends in der Automation, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Kooperationen zwischen Hochschulen und der Industrie. Damit wurden die Erwartungen des Organisationsteams um Prof. Schneider und Prof. Schlegl von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) deutlich übertroffen. Entsprechend gut gelaunt Die AALE Konferenz an der OTH Regensburg Seite 5 von 10 Fortsetzung auf Seite 6

6 wurden daher die Teilnehmer am frühen Freitagnachmittag verabschiedet. An der begleitenden Fachausstellung beteiligten sich 18 Unternehmen und Institutionen aus allen Bereichen der Automation. Neben international agierenden Herstellern wie Siemens, Festo, B&R oder Infineon waren auch regionale Unternehmen vertreten: So beispielsweise die HEITEC AG auf dem Gemeinschaftsstand des Cluster Mechatronik & Automation, oder Insys. Auf dem Clusterstand konnten sich die Konferenzteilnehmer nicht nur detailliert über den Cluster, seine Angebote und Veranstaltungen informieren, sondern auch über die Teilnahmemöglichkeiten an dem durch INTERREG geförderten, grenzüberschreitenden Projekt ProdNET. Die angenehme Atmosphäre an der OTH und das geschickte Einstreuen längerer Pausen im Konferenzablauf bereiteten den Boden für viele intensive und lange Fachgespräche, wie sie auf Messen kaum geführt werden können. Uns hat das große Interesse und das fachliche Niveau der Studierenden überrascht und begeistert, so Achim Pfeiffer, der bei HEITEC für den Vertrieb Ostbayern zuständig ist. Die nächste, dann 12. AALE richtet die Ernst- Abbe-Hochschule Jena im März 2015 aus. mechatronikakademie Restplätze für Clusterseminar am 22. Mai 2014 in Regensburg Erfolgreicher Anlagenbau von der Akquisition bis zum Projektabschluss Ein umfassendes Marketingkonzept im Rahmen eines ganzheitlichen Projektmanagement ist gerade bei komplexen Gütern im Anlagenbau besonders wichtig. Der Vertrieb erklärungsbedürftige Produkte stellt besondere Anforderungen an die einzelnen Mitarbeiter und die Teams, die solche Projekte vom ersten Kundengespräch bis zum Abschluss begleiten. Zielgruppe für dieses Seminar sind Vertriebsmitarbeiter, Projektingenieure und Techniker, die in engem Kundenkontakt stehen und komplexe technische Anlagen vermarkten. Trotz dieser Besonderheiten greifen auch im Anlagenbau die Grundwerkzeuge des Marketings, die in angepasster Form die Erfolgswahrscheinlichkeiten für einen Auftrag steigern. Ist der Kunde gewonnen kann eine klare Aufgabenteilung zwischen Vertrieb und Projektmanagement während der Auftragsabwicklung Missverständnisse vermeiden und so die Effektivität und die Effizienz im laufenden Projekt optimieren. Deshalb sind für Mitarbeiter mit Kundenkontakt Kenntnisse über die Werkzeuge des Marketing und der Projektkommunikation unerlässlich. Das Seminar spannt den Bogen von der Akquisition bis zur erfolgreichen Inbe- triebnahme im Anlagenbau und hilft anhand eines Praxisbeispiels, die Arbeit des Vertriebs über die Projektlaufzeit erfolgreicher zu gestalten. Aufgezeigt wird der Einsatz von klassischen Marketinginstrumenten, angepasst an den Anlagenbau in der Akquisitionsphase. Zudem wird die Vorgehensweise bei Vertragsabschluss, Projektrealisierung und Projektabschluss aus der Perspektive des Vertriebes vermittelt. Das Beispielprojekt vereinfacht so das Verständnis der komplexen Thematik. Die gezeigten Vorgehensweisen dienen als praktische Hilfe für die eigene Umsetzung im Tagesgeschäft. Programmüberblick: Grundbegriffe und Instrumente des Marketings Der klassische Vertrieb Die besonderen Anforderungen an den Vertrieb im Anlagenbau Vertriebsphasen im Anlagenbau Darstellung der Vertriebsphasen anhand eines Praxisbeispiels Werkzeuge für die Umsetzung Weitere Infos und Kontakt : Mail: Dozentenportrait Rudolf Opitzer ist Geschäftsführer der Mainsite Technologies GmbH. Er ist Dipl.-Ing. Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Verfahrenstechnik. Seit über 20 Jahren ist er in der Funktion als Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Vertrieb und Marketing im Anlagenbau tätig. Sein Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung und Anwendung von Marketingwerkzeugen im technischen Anlagenbau um die Schnittstelle zwischen Anbieter und Kunde in diesem Segment optimal zu bedienen. Internationales Internationales Forum Mechatronik 2014 am Bodensee Aktive Teilnehmer profitieren mehrfach Die Vorbereitungen für das 10. Internationale Forum Mechatronik am 5. und 6. November in Friedrichshafen laufen seit vielen Wochen: Die Einreichungsfrist, um mit einem Vortrag dabei zu sein, ist jetzt zwar abgelaufen, aber es gibt noch viele Möglichkeiten für Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, hier Präsenz zu zeigen. Derzeit prüft die Jury die vielen Einreichungen. Die gute Nachricht: Erstmals können auch Vorträge im Tagungsband veröffentlicht werden, die nicht im Tagungsprogramm Berücksichtigung finden. Diese können zudem im Rahmen einer Postersession auf dem internationalen Event präsentieren. Bis September haben die ausgewählten Referenten Zeit, ein Seite 6 von 10 Fortsetzung auf Seite 7

7 Full-Paper zu erstellen. Und übrigens: Der Tagungsband ist zitierfähig. Ein wichtiges Kriterium für wissenschaftliche Autoren. Besonders hohe Aufmerksamkeit ist natürlich den Sponsoren und Ausstellern auf der parallel laufenden Fachausstellung sicher. Die attraktiven Sponsorenpakete sind ab sofort buchbar und bieten je nach Paket auch die Möglichkeit, Mitarbeiter, Kunden und/oder Entwicklungspartner am Know-how-Transfer teilhaben zu lassen. Verschiedene Ausstellerpakete sichern die Möglichkeit, sich mit vergleichbar geringem Aufwand einem Fachpublikum zu präsentieren und gleichzeitig die Informationen aus dem attraktiven Vortragsprogramm aufzunehmen. Weitere Infos: und DEU_HTML.htm Community Namen & Neuigkeiten Neues Mitglied für den Cluster Mechatronik & Automation e.v. Herzlich Willkommen Salino GmbH Das neue Clustermitglied ist ein innovatives Software- und Beratungsunternehmen mit Fokus auf Innovations-, Produkt und Systemberatung in den Branchen Automotive, Automation und Healthcare. Die fachlichen Schwerpunkte liegen vor allem in der Innovationsberatung, dem Produktentstehungsprozess, dem Engineering, Qualitätssicherung und Projektleitung. Alfred Theil, Geschäftsführer der Salino GmbH, setzt vor allem auf die Kundenzufriedenheit: Gemeinsam mit den Auftraggebern identifizieren wir Innovationspotentiale, erarbeiten Strategien und erstellen eine Marktpositionierung. Die Basis für die Softwareentwicklung ist dabei immer der individuelle, kundenspezifische Entwicklungsprozess. Die Firma unterstützt die Erstellung von Spezifikationen über einen effektiven Systemtest bis hin zur Validierung und deren Überprüfung. Das ist genau der Zuwachs, den sich der Cluster Mechatronik & Automation e.v. wünscht, freut sich Clustermanager Rüdiger Busch. Unsere produzierenden Mitglieder können von der Beratung der Salino GmbH in jedem Fall profitieren Dadurch werden viele neue Kontakte entstehen. Alfred Theil, Geschäftsführer der Salino GmbH (re.) und Rüdiger Busch, Clustermanager (li.) Kooperationen & News Eindrucksvolle Leistungsschau beim TAlentschuppen 2014 an der Technikerschule Augsburg 1 Tag, 5 Fachrichtungen, 206 Präsentationen Der diesjährige TA-Projekttag wurde vergangene Woche zum TAlentschuppen und das aus gutem Grund. Die Abschlussklässler aller Fachrichtungen stellten ihre Projektarbeiten und damit ihre vielfältigen TAlente den Gästen aus Unternehmen, ihren Fachdozenten und Mitschülern vor. Das Ergebnis war eine eindrucksvolle Leistungsschau der diesjährigen TA- Absolventen, die sich in ihren Projekten teilweise in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen mit einer großen Zahl planerischer und technischer Aufgabenstellungen befasst hatten. Die engagierten und anschaulichen, mitunter sehr unterhaltsamen Präsentationen gingen jeweils in die Bewertung im Fach Projekt der Fachrichtungen Mechatroniktechnik, Umweltschutztechnik, Elektrotechnik, Informatikund Maschinenbautechnik mit ein. Die insgesamt 206 Vorträge gaben Aufschluss darüber, wie ganzheitlich, fundiert Ein zahlreiches Publikum besuchte die Präsentationen an des TA-Projekttages Technikerschule Augsburg Seite 7 von 10 Fortsetzung auf Seite 8

8 und einfallsreich die jeweiligen Projektthemen an der TA bearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler rufen dabei das gesamte Spektrum ihres gewonnenen Wissens ab, von betriebswirtschaftlichen Aspekten über Entwurf und Planung bis hin zur technischen Realisierung. Hinzu kommt noch die nachvollziehbare Dokumentation des Projekts, in der auch auf Hindernisse und Problemlösungsansätze eingegangen wird. Die Fachrichtung Mechatronik wird an der TA fach- und fächerübergreifend gelehrt. Die interdisziplinäre Verknüpfung der Mechanik mit den Feldern Elektronik und Informatik ist dabei ausdrückliches Anliegen und spiegelt sich auch in den Projektarbeiten aus dieser Fachrichtung. Dementsprechend kamen aus der Mechatronik Themen wie Softwareentwicklung zur Steuerung und Visualisierung eines RFID-Systems, unter CoDeSys zur Steuerung und Visualisierung eines Aktor Sensor-Interface, Visualisierung und sensorgeführten Steuerung eines Roboters und Softwareentwicklung zur Visualisierung eines Kommunikationssystems mit heterogenen Feldbussystemen. Vertreter aus Firmen waren herzlich eingeladen, sich ein konkretes Bild von dem enormen Potenzial zu machen, über das die angehenden Technikerinnen und Techniker zum Ende der Qualifizierung verfügen. So nutzten die Gäste dann auch dankbar die einmalige Chance, mit Referenten direkt im Anschluss an deren Vorträge ins Gespräch zu kommen und zu fachsimpeln. Willkommen war auch das Signal zukünftiger Kooperationsbereitschaft seitens der Firmen gegenüber den Studierenden aus dem ersten Jahr. Solche Joint Ventures erlauben es den Betrieben, das Fach- und Anwenderwissen der Technikerinnen und Techniker auf die Probe zu stellen, die sich ihrerseits unter realen Bedingungen beweisen und wertvolle Praxistipps mitnehmen können. Im Idealfall entstehen so Erstkontakte, die zur weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit führen. Szene Förderungen HORIZON 2020: EU-weite Ausschreibung Factories of the Future Die EU Kommission hat bereits sechs Monate vor der Deadline am 9. Dezember 2014 sieben Themen (Topics) im Bereich Factories of the Future (Produktion) ausgeschrieben. Die Thematik hat einen starken Bezug zur deutschen Hightech-Strategie unter dem Begriff Industrie 4.0. Dementsprechend sind Wandlungsfähigkeit, Rekonfigurierbarkeit, effizienter Materialeinsatz sowie eine intensive Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien Themen der Ausschreibung. Insgesamt ist die Erzeugung von kundenorientierten Produkt-Service-Lösungen das strategische Ziel der EU Kommission. So kann die europäische Industrie konkurrenzfähig gegenüber Produkten aus Niedriglohnländern bleiben. Zu jedem Thema der Ausschreibung können sich Konsortien mit Partnern aus der Industrie, von Hochschulen und Verbänden mittels eines Antrags bewerben. Innovationen und Know-how für die Verwertung durch KMU und Großindustrie sind die wesentlichen Ziele dieser EU- Projekte. Wirtschaftlich orientierte Unternehmen haben bei Innovation Actions eine Förderquote von 70%, bei Research & Innovation Actions liegt sie sogar bei 100%. Hochschulen genießen stets eine Förderquote von 100%. Die Bayerische Forschungsallianz in Kooperation mit dem Cluster Mechatronik und Automation unterstützen und beraten Unternehmen bei der Antragstellung intensiv. Weitere Infos: Bavarian Research Alliance GmbH Rathenauplatz Nürnberg, Web: Ansprechpartner: Herr Riemann Seite 8 von 10

9 Preview Vorankündigungen Jetzt schnell anmelden Für den Clustertreff am 22. Mai in Kempten sind noch Plätze frei Trends und Herausforderungen für moderne Automatisierungselektronik Egal ob Maschine, Anlage oder Fahrzeug nahezu kein technisches Gerät funktioniert ohne intelligente Automatisierungs- und Diagnosetechnik. Deshalb widmet sich der Clustertreff bei der Firma Sontheim Industrie Elektronik GmbH in Kempten diesen beiden Themen. Die Veranstaltung Trends und Herausforderungen für moderne Automatisierungselektronik findet am 22. Mai 2014 statt und ist für alle Teilnehmer kostenlos. Der Clustertreff umfasst drei spannende Vorträge von Referenten der Sontheim Industrie Elektronik GmbH: Dr. Johannes Steinbrunn spricht über die Trends in der Diagnosetechnik und Stephan Strobel informiert über die Sicherheitsgerichtete Entwicklung von Steuerungen. Anschließend stellt Frederico Sontheim die Herausforderungen in der Produktion vor. Eine Führung durch das Unternehmen und ein Imbiss mit der Möglichkeit zum vertiefenden Gespräch mit den Referenten und Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft rundet die Veranstaltung ab. Ansprechpartner: Patrick Haberstroh, Cluster Mechatronik & Automation Tel. 0821/ , Clusterforum am 29. Juli im Siemens Gerätewerk Amberg Energieeffizienz in der Produktion Die Betriebskosten einer Fabrik sind heute mitentscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts. Gerade die Energiekosten sind vor dem Hintergrund langfristig steigender Bezugskosten ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mittels eines systemischen, mechatronischen Ansatzes lassen sich die Energiekosten um bis zu 30 Prozent senken und das ohne große Investitionen. Im gleichen Maß reduzieren sich auch die CO2-Emissionen, ein Aspekt der in Zukunft aufgrund der Klimaschutzziele noch stärker in den Fokus rücken dürfte. Diesem Thema widmet sich das Forum des Cluster Mechatronik & Automation am 29. Juli 2014 bei Siemens in Amberg. Vielen Unternehmern ist schon beim Blick auf die monatliche Kostenaufstellung klar, dass beim Thema Energieeffizienz erheblicher Handlungsbedarf besteht. Dazu fehlt aber häufig das konkrete Wissen sowie praxisbewährte Methoden, um dem nicht wertschöpfenden Energiehunger der Gebäude, deren technischer Infrastruktur und der Maschinen und Anlagen Einhalt zu gebieten. Das Clusterforum schafft mit zehn Vorträgen von Experten aus Forschung und Praxis die Plattform, um eine Sensibilität für Energievergeudung zu entwickeln, Strategien dagegen aufzuzeigen und diese zu diskutieren. Im Rahmen einer Führung durch das Gerätewerk Amberg (Bundessieger im Industriewettbewerb Beste Fabrik 2011 ) erhalten die Teilnehmer einen praxisnahen Eindruck über den Einsatz, die Wirkung und die Amortisation von entsprechenden Maßnahmen. Die Anmeldung startet bereits jetzt über das Online-Buchungssystem (http://www. cluster-ma.de/index.php?id=299). Schnell sein lohnt sich bis zum 30. Juni gibt es einen attraktiven Frühbucherrabatt. Clusterseminar am 3. Juni beim Fraunhofer IZM Mechanische Anschlusstechnik Schlüsseltechnologie für hochwertige Leistungselektronik In der Antriebstechnik ist Hardwarekompetenz besonders gefragt. Die elektrische Maschine, Leistungselektronik und Batterie stellen wesentliche Komponenten dar. Die Schnittstelle dieser Bestandteile ist der Kabelbaum. Das Clusterseminar Mechanische Anschlusstechnik: Schlüsseltechnologie für hochwertige Leistungselektronik am 3. Juni 2014 in Weßling bei München trägt zum tieferen Verständnis auf diesem Gebiet bei und behandelt verschiedene Verbindungstechnologien zur Schnittstellenüberbrückung. Ziel der Veranstaltung ist der umfassende Einblick in die Komponenten der Antriebstechnik und Industrieelektronik mit einem besonderen Fokus auf die elektromechanische Anschlusstechnik. Nach einer allgemeinen Einführung wird deshalb intensiv auf die aktuellen Herstellungsverfahren eingegangen. Die Theorie erstreckt sich über die Themenfelder der Kontaktphysik, Kenngrößen für Steckverbinderkontakte und Kontaktverbindungsmaterialen. Der praktische Teil gibt eine detaillierte Einweisung mit hands-on Erfahrungen und macht die Teilnehmer mit typischen Fehlern und Qualitätsmerkmalen vertraut. Veranstaltungsort ist das Fraunhofer IZM, Argelsrieder Feld 6, in Weßling Interessenten melden sich bitte bis zum 26. Mai über das Onlinesystem unter an. Ansprechpartner: Thomas Helfer, Cluster Mechatronik & Automation Seite 9 von 10

10 Kooperationsveranstaltung am 3. Juni in Ruhstorf/Rott Bionik + Mechatronik = Bio-Mechatro-nik Bionik ist die interdisziplinäre Verbindung aus Biologie und Technik, wobei Prinzipien der Natur durch Abstraktion in die Technik übertragen werden. Da sich mit Hilfe des Wissens aus anderen Bereichen Ideen schneller entwickeln und in verkaufbare Produkte umsetzen lassen, ist der bionische Ansatz gerade für mittelständische Industrieunternehmen hochinteressant. Denn Bionik ist eine Problemlösungsstrategie, die meilenweit über den vielzitierten Lotus-Effekt hinausgeht: Für die tägliche Entwicklungsarbeit gibt der bionische Ansatz wichtiges Rüstzeug an die Hand, um den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand zu schärfen und unlösbare Aufgabenstellungen aus einer ganz anderen Perspektive anzugehen. Termin-Vorschau Nur ein aktuelles Beispiel aus der Mechatronik sind den Blattskeletten der Natur abgeschaute, hocheffiziente und extrem Ressourcen sparende Leichtbauwerkstoffe. Bisher hatten sich diese dreidimensionalen Strukturen einer preisgünstigen Fertigung entzogen; das ändert sich aber gerade durch die rasante Entwicklung der additiven Fertigungsverfahren (3D- Druck). Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf und dem Technologiezentrum Energie (TZE) der Hochschule Landshut zeigt daher der Cluster Mechatronik & Automation die Vorteile, Chancen und Anforderungen der Bionik auf. Ein Kreativ-Workshop führt dabei die Teilnehmer auf spannende und intuitive Art in die Denkweise der Bionik ein. Clusterserminar Erfolgreicher Anlagenbau von der Akquisition zum Projektabschluss 22. Mai 2014, Regensburg Im Rahmen der Veranstaltung werden zudem zwei grenzüberschreitende, durch INTERREG geförderte Projekte vorgestellt: ImB Innovativ mit Bionik sowie ProdNET atmende Produktion. Denn auch eine kooperative Zusammenarbeit von Unternehmen mit dem Ziel, sich gegenseitig beim Abpuffern von Auslastungsspitzen und -tälern zu unterstützen, ist letztlich ein bionischer Ansatz. In beide Projekte mit eingebunden und explizit mit eingeladen sind Unternehmen und Organisationen aus den angrenzenden Regionen Österreichs. Bei rechtzeitiger Anmeldung über das Online-Buchungssystem des Cluster Mechatronik & Automation ist die Veranstaltung kostenfrei. Ansprechpartner: Tom Weber, Cluster Mechatronik & Automation, Tel. 0941/ , Clustertreff Trends und Herausforderungen für moderne Automatisierungselektronik 22. Mai 2014, Kempten Mechatronik-Summer-School 2014 Robotik Technologie, Einsatzfelder, Anwendung 26. bis 28. Mai 2014, Innsbruck Clusterworkshop HMI The next Generation 27. Mai 2014, München Clustertreff Innovativ mit Bionik 03. Juni 2014, Ruhstorf Clusterseminar Mechanische Anschlusstechnik: Schlüsseltechnologie für hochwertie Leistungselektronik 03. Juni 2014, Weßling bei München Clusterseminar Mechatronische Unternehmensentwicklung Blockaden erkennen und Potenziale heben 06. Juni 2014, Weßling Career Walk auf der automatica 02. bis 03. Juli 2014, Augsburg Impressum ISSN Herausgeber: Cluster Mechatronik & Automation e.v. Beim Glaspalast 1, Augsburg Telefon: 08 21/ Telefax: 08 21/ Vereinsreg.-NR.: VR2844 Registergericht Augsburg Redaktion & Kontakt (V.i.S.d.P.): Heiko Bartschat, Clusterforum Energieeffizienz in der Produktion 29. Juli 2014, Amberg Clusterseminar Systematisches Testen von Software und mechatronischen Systemen 23. September 2014, Garching Seite 10 von 10

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