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2 UTB 8475 Eine Arbeitsgemeinschaft der Verlage Böhlau Verlag Wien Köln Weimar Verlag Barbara Budrich Opladen Farmington Hills facultas.wuv Wien Wilhelm Fink Verlag München A. Francke Verlag Tübingen und Basel Haupt Verlag Bern Stuttgart Wien Julius Klinkhardt Verlagsbuchhandlung Bad Heilbrunn Mohr Siebeck Tübingen Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden Orell Füssli Verlag Zürich Ernst Reinhardt Verlag München Basel Ferdinand Schöningh Verlag Paderborn München Wien Zürich Eugen Ulmer Verlag Stuttgart UVK Verlagsgesellschaft Konstanz, mit UVK/Lucius München Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen Oakville vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich

3 Karl Morasch Florian Bartholomae Internationale Wirtschaft Handel und Wettbewerb auf globalen Märkten UVK Verlagsgesellschaft mbh Konstanz mit UVK/Lucius München

4 WISU-Texte sind die Lehrbuchreihe der Zeitschrift WISU DAS WIRTSCHAFTSSTUDIUM (www.wisu.de) Prof. Dr. Karl Morasch lehrt und Florian Bartholomae promoviert an der Universität der Bundeswehr München. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. ISBN Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. UVK Verlagsgesellschaft mbh, Konstanz und München 2011 Einbandgestaltung: Atelier Reichert, Stuttgart Einbandmotiv: istockphoto.com, Hanquan Chen Druck und Bindung: fgb freiburger graphische betriebe, Freiburg UVK Verlagsgesellschaft mbh Schützenstr Konstanz Tel Fax

5 Inhaltsübersicht Vorwort: Motivation und Überblick 1 I Empirie: Außenhandel und Handelskosten 5 1 Ausmaß und Struktur des Handels 7 2 Handelskosten und Gravitationsmodell 25 II Traditionelle Handelstheorie: Länder und Faktoren 39 3 Vollkommener Wettbewerb und Handelsvorteile: Partialanalyse 41 4 Außenhandel im Allgemeinen Gleichgewicht 53 5 Ricardo-Modell: Technologieunterschiede und komparative Kosten 63 6 Heckscher-Ohlin-Samuelson-Modell: Faktorausstattungsunterschiede 85 7 Faktorinhalt und HOS-Modell im Lerner-Diagramm 97 8 Verteilungseffekte: Langfristig vs. kurzfristig Wachstum und Faktorwanderungen 125 III Neue Handelstheorie: Unternehmen und Wettbewerb Außenhandel und unvollkommener Wettbewerb Intra-industrieller Handel: Empirie und Konzepte Neue Außenhandelstheorie: Unternehmen und Märkte Direktinvestitionen, Fragmentierung und multinationale Unternehmen 211 IV Handelspolitik: Normative und positive Analyse Instrumente und Wirkung der Handelspolitik Begründung protektionistischer Maßnahmen Exportsubventionen und strategische Handelspolitik Politische Ökonomie und weltwirtschaftliche Institutionen 283 V Unternehmenssicht: Handel als Chance und Bedrohung Handelstheorie und Unternehmenspraxis Holdup, unvollständige Verträge und multinationale Unternehmen Intermediation in globalen Märkten 337 Index 349

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7 Inhaltsverzeichnis Vorwort: Motivation und Überblick 1 I Empirie: Außenhandel und Handelskosten 5 1 Ausmaß und Struktur des Handels Begriffe und Maßgrößen Entwicklung und Strukturdes Welthandels Bedeutung des Welthandels imzeitablauf Außenwirtschaftsverflechtung im internationalen Vergleich Regionalstruktur des Welthandels Welthandelsstruktur nach Warengruppen Entwicklung und Struktur des deutschen Außenhandels Deutscher Außenhandels im Zeitablauf Handelspartner Deutschlands Warenstrukturdes deutschen Außenhandels Struktur und Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen Handelskosten und Gravitationsmodell Bilaterales Handelsvolumen in einer Welt ohne Handelskosten Transportkosten, Zölle und andere Handelskosten Abgrenzung, Messung und Bedeutung von Handelskosten Politische Handelsbarrieren und Anteil am Welthandel Transportkosten und Unternehmensentscheidungen Gravitationsmodell II Traditionelle Handelstheorie: Länder und Faktoren 39 3 Vollkommener Wettbewerb und Handelsvorteile: Partialanalyse Wohlfahrtsanalyse im Angebot-Nachfrage-Diagramm Außenhandel im Partialmodell Handelskosten und Wechselkurs Außenhandel aus Unternehmensperspektive... 50

8 viii Inhaltsverzeichnis 4 Außenhandel im Allgemeinen Gleichgewicht Handelsvorteile im Tauschmodell Handelsvorteile im Produktionsmöglichkeitendiagramm Gewinner und Verliererbeim Außenhandel Ricardo-Modell: Technologieunterschiede und komparative Kosten Absoluter und komparativer Kostenvorteil Annahmen und formale Analyse des Ricardo-Modells Handelsmuster und Neo-Ricardo-Modell Heckscher-Ohlin-Samuelson-Modell: Faktorausstattungsunterschiede Faktorausstattungund Faktorintensität Annahmen des Heckscher-Ohlin-Samuelson-Modells Relative Faktorausstattung und Handelsmuster Faktorpreisausgleich Empirie des HOS-Modells Faktorinhalt und HOS-Modell im Lerner-Diagramm Güterhandel als indirekter Handel der Faktoren Das Lerner-Diagramm Aussagen des HOS-Modells im Lerner-Diagramm Heckscher-Ohlin-Theorem Faktorpreisausgleichund vollständige Spezialisierung Erweiterung: Mehr als zwei Länder und mehr als zwei Güter Verteilungseffekte: Langfristig vs. kurzfristig Langfristige Verteilungseffekte: Stolper-Samuelson-Theorem Beweis mit Isokostenkurven Beweis im Lerner-Diagramm Kurzfristige Verteilungseffekte: Spezifische Faktoren Spezifische Faktoren und Wertgrenzprodukt-Diagramm Güterpreisänderung und reale Faktorentlohnungen Wachstum und Faktorwanderungen Wachstum der Faktorausstattung Darstellung im Produktionsmöglichkeitendiagramm Beweis des Rybczynski-Theorems im Lerner-Diagramm Terms-of-Trade-Effekte des Wachstums WachstumimModellmit sektorspezifischen Faktoren Faktorwanderung Wachstumdurchtechnischen Fortschritt Auswirkung von Wachstum auf das Produktspektrum...142

9 Inhaltsverzeichnis ix III Neue Handelstheorie: Unternehmen und Wettbewerb Außenhandel und unvollkommener Wettbewerb Monopol und Preisdiskriminierung Monopolpreisbildung und Wohlfahrt Nachfrageelastizität und Marktmacht Steigende Skalenerträge und natürliches Monopol Monopolistische Preisdiskriminierung Oligopolwettbewerb Homogenes Duopol mit Mengenstrategien Cournot-Oligopol mit Kostenheterogenität Außenhandel bei unvollständigem Wettbewerb Außenhandel bei inländischem Monopol Dumping als monopolistische Preisdiskriminierung Beidseitiger Handel im homogenen Cournot-Duopol Intra-industrieller Handel: Empirie und Konzepte Begriff und Messung des intra-industriellen Handels Intra-industrieller Handel als statistisches Artefakt Arten des intra-industriellen Handels Monopolistische Konkurrenz und intra-industrieller Handel Neue Außenhandelstheorie: Unternehmen und Märkte Intra-industrieller Handel im allgemeinen Gleichgewicht Integration von inter- und intra-industriellem Handel Integration differenzierter Produkte im HOS-Kontext Endogene Wachstumstheorie: Wachstum durch Handel? Unternehmen mit heterogenen Kosten Mehrproduktunternehmen Direktinvestitionen, Fragmentierung und multinationale Unternehmen Begriffsklärung und Konzepte Markterschließung durch horizontale Direktinvestitionen Kostenbetrachtung: Export oder Direktinvestition? Direktinvestitionen bei heterogener Kostenstruktur der Firmen WirkungvonDirektinvestitionen: Kapitalexport und Diffusion technischen Wissens Fragmentierung, Outsourcing und vertikale Direktinvestitionen Fragmentierung, Outsourcing und Offshoring Fragmentierung und komparativer Vorteil im HOS-Kontext Wirkung von Offshoring auf die Faktorlöhne...228

10 x Inhaltsverzeichnis IV Handelspolitik: Normative und positive Analyse Instrumente und Wirkung der Handelspolitik Handelspolitische Instrumente Importzoll bei Wettbewerb Kontingent bei Wettbewerb Zoll und Kontingent bei inländischem Monopol Zollwirkung bei inländischem Monopol Kontingent bei inländischem Monopol Wirkung bei Fragmentierung und Qualitätsdifferenzierung Handelspolitik und Unternehmen Begründung protektionistischer Maßnahmen Zölle als zweitbeste Instrumente Erhalt bestimmter Produktionszweige Beeinflussung des Konsumverhaltens Zoll als Mittel zur Erzielung von Staatseinnahmen Protektion und nationale Sicherheit Erziehungszollargument Zoll beim großen Land: Optimalzolltheorie Exportsubventionen und strategische Handelspolitik Spieltheoretische Grundlagen Matrixspiele Sequentielle Spiele Wirkung einer Exportsubvention: Airbus-Boeing-Beispiel Strategische Handelspolitik im Oligopolmodell Unternehmensstrategien statt strategischer Handelspolitik? Politische Ökonomie und weltwirtschaftliche Institutionen Politische Ökonomie der Handelspolitik GATT/WTO als institutioneller Rahmen der Handelspolitik Anti-Dumping-Zölle als endogene Protektion Optimalzoll und Handelskrieg im Tauschkurvendiagramm Ökonomie des GATT: Reziprozität und Meistbegünstigung Regionale Integration: Zollunionen und Freihandelszonen Zollunionen und andere Formen verzerrter Integration Auswirkungen verzerrter Integration Empirie: EU, NAFTA und MERCOSUR

11 Inhaltsverzeichnis xi V Unternehmenssicht: Handel als Chance und Bedrohung Handelstheorie und Unternehmenspraxis Globalisierung aus Sicht des Unternehmers Produktion und Beschaffung: Nutzung von Kostenvorteilen Absatzmarkt: Berücksichtigung der Präferenzen Langfristiger Erfolg: Dynamische Anpassung und Innovation Holdup, unvollständige Verträge und multinationale Unternehmen Transaktionskostenansatz Holdup-Problem und optimale Organisationsform OLI-Ansatz und horizontale Direktinvestitionen Faktorspezifität und Fragmentierungsentscheidung Intermediation in globalen Märkten Intermediationstheorie und globale Intermediäre Schaffung von Märkten und Preissetzung durch Intermediäre Was macht Intermediation vorteilhaft? Intermediationsstrategien in globalen Märkten Als globaler Match Maker Marktteilnehmer zusammen bringen Als Market Maker einen weltweiten Markt schaffen Quellen globaler Wettbewerbsvorteile für Intermediäre Implikationen für globale Wettbewerbsstrategien Index 349

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13 Vorwort: Motivation und Überblick Es existiert eine Vielzahl guter Lehrbücher zum Bereich internationale Wirtschaft. Warum also noch ein Buch zu diesem Thema? Warum sollten Sie als Studierende sich gerade für unser Lehrbuch entscheiden? Was spricht für Sie als Dozent oder Dozentin dafür, diesen Text als Grundlage für Ihre Veranstaltung zu wählen oder es den Studierenden zur Lektüre empfehlen? Eine zentrale Motivation war für uns die Orientierung an einem nicht rein volkswirtschaftlich orientierten Leserkreis: Unser Buch wendet sich nicht nur an Volkswirte, sondern insbesondere auch an Studierende der Betriebswirtschaft in Bachelor, Master und MBA-Studiengängen, für die Kenntnisse über Handel und Wettbewerb auf globalen Märkten sehr wichtig sind. Vordiesem Hintergrund stellen wir den Zusammenhang zwischen Wettbewerbssituation und Außenhandel sowie die Unternehmen als zentrale Akteure im Außenhandel stärker in den Fokus der Analyse. Damit wird auch die enge Beziehung zwischen der volkswirtschaftlichen Analyse internationaler Wirtschaftsbeziehungen und dem betriebswirtschaftlichen Thema des internationalen Managements verdeutlicht. Die Orientierung an diesem erweiterten Leserkreis bedingt eine im Vergleich zu rein volkswirtschaftlichen Texten weniger formale Darstellung mit vielen Graphiken und Anwendungsbeispielen. Um den Gesamtumfang des Buches in Grenzen zu halten, steht der Erweiterung der Analyse auf Wettbewerbsaspekte und die Unternehmensperspektive eine thematische Beschränkung gegenüber:wir konzentrieren uns auf die realwirtschaftliche Analyse des Außenhandels und die Handelspolitik und verzichten auf eine Behandlung der Aspekte Währung und internationale Makroökonomik. Warum haben wir bei einem Lehrbuch zur realen Außenwirtschaft den Aspekt Wettbewerb durchdie Berücksichtigung im Titel besondersbetont? Diesliegt darin begründet, dass sowohl die Erklärung der Handelsstruktur als auch die Gründe für dievorteilhaftigkeit des Außenhandels sich inabhängigkeit von der Wettbewerbssituation grundlegend unterscheiden: In den klassischen Modellen zur Erklärung des Handels und zur Analyse der Handelspolitik wird vollkommener Wettbewerb unterstellt, also eine Situation mit einer Vielzahl von Wettbewerbern, die ein homogenes Produkt mit konstanten Skalenerträgen herstellen. Unter diesen für die meisten Märkte eher unrealistischen Voraussetzungen wird Handel durch Unterschiede der Länder und daraus resultierende komparative Kostenvorteile bei der Herstellung bestimmter Güter erklärt. Handelspolitische Interventionen führen in diesem Modellrahmen grundsätzlich zu einer Verringerung der Wohlfahrt, es sei denn, ein großes Land verfügt

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