Milch und Getränke für Kinder Ernährungsberatung

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1 Milch und Getränke für Kinder Ernährungsberatung für Kinder und Jugendliche Herausgegeben von der Landeshauptstadt Düsseldorf Der Oberbürgermeister Gesundheitsamt Ernährungsberatung Kölner Str. 187, Düsseldorf Verantwortlich: Barbara Prodöhl Telefon Konzept/Redaktion: Angelika Wegener Gestaltung: Pauline Denecke Titelfoto: time2share, photocase.com III/

2 Kinder brauchen Milch Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse) sind die einzigen Nahrungsmittel, die so viel Calcium enthalten, dass mit den üblichen Mengen der Bedarf des Kindes gedeckt werden kann. Wie viel Milch und wie viel Calzium braucht das Kind? Calcium ist ein Mineralstoff, der zum Knochen- und Zahnaufbau benötigt wird. Ein Kind zwischen 1 und 6 Jahren braucht täglich mg Calcium. Diese Menge ist bei einer gemischten Kost mit folgenden Milchnahrungsmitteln sichergestellt: täglich täglich täglich 1/4 l Milch und od e r 1/4 l Milch und od er 1/2 l Milch 1 Scheibe Käse 1 Becher Joghurt (150g) Vergleicht man Milch mit anderen Nahrungsmitteln, wird deutlich, dass der Calciumbedarf des Kindes nicht ohne Milch oder Milchprodukte gedeckt werden kann. Entscheidend ist die richtige Milchmenge. Milch macht satt Milch ist kein Getränk zum Durstlöschen, sondern ein Nahrungsmittel, das sättigt und in größeren Mengen dick macht. Denn Milch enthält außer Calcium auch viele Kalorien in Form von Eiweiß, Zucker und Fett. Es empfiehlt sich, mehrmals am Tag eine kleine Menge Milch oder Milchprodukte zu essen oder zu trinken, damit der Körper das Calcium besser aufnehmen kann. Ein Kind sollt e ab Beginn des 2. Lebensjahres täglich nicht weniger, aber auch nicht mehr als 1/4 bis 1/2 Liter Milch trinken.

3 Welche Milchsorten sind empfehlenswert? Pasteurisierte Milch (auch Frischmilch genannt) und H-Milch sind erhitzte Milchsorten mit dem gleichen Calciumgehalt. Sie sind daher in gleicher Weise empfehlenswert. Der Fettgehalt von 3,5 % oder 1,5 % hat ernährungsmedizinisch wenig Bedeutung und ist daher eine Frage des persönlichen Geschmacks.* Rohmilch wird im Unterschied zu Frisch- oder H-Milch nicht erhitzt. Sie birgt daher eine große Keimgefahr. Für Kleinkinder ist sie aus diesem Grund nicht empfehlenswert. Welche Getränke außer Milch? * Die Unterschiede zwischen pasteurisierter Milch und H-Milch sind auf den unterschiedlichen Grad der Erhitzung zurückzuführen: Pasteurisierte Milch wird auf maximal 85 C, H-Milch auf 135 C bis 150 C erhitzt. Die Ultrahocherhitzung der H-Milch dient der Verlängerung ihrer Haltbarkeit auf mindestens 6 Wochen. Sie bewirkt auch den veränderten Geschmack, sowie eine geringfügige Verminderung der Vitamine B und C. Da Milch aber generell nur wenig Vitamin B und C enthält, ist diese Abweichung ernährungsmedizinisch bedeutungslos. Mein Kind mag keine Milch Kinder, die keine Trinkmilch mögen, essen aber oft gern Joghurt, Dickmilch oder Käse. Hier lohnt ein Versuch mit gering gesüßtem Kakao oder Milch-Shakes mit frischem Obst. Versteckte Milch in Pfannkuchen, Aufläufen, Soßen oder Kartoffelbrei wird ebenfalls oft akzeptiert. Lehnt ein Kind Milch und Milchprodukte in jeder Form ab, sollte der Kinderarzt entscheiden, ob Spezialprodukte oder Calciumtabletten zu geben sind. Zu einer gesunden Ernährungsweise gehört es, nur wenig Zucker zu verzehren. Daher ist es wichtig von Anfang an, also im Kindesalter, zu lernen, weniger Süßes zu bevorzugen. Für das Trinken bedeutet das, sich von vornherein an ungesüßte Getränke zu gewöhnen. Light-Getränke (mit Süßstoff statt Zucker) sind für Kinder nicht geeignet. Sie fördern die Vorliebe für Süßes ebenso wie Zuckerhaltiges. Am besten ist es daher, wenn das Kind frühzeitig lernt, Süßes nur selten zu trinken. Was tun bei einer Kuhmilchallergie? In diesem Fall ist eine spezielle Ernährungsberatung nötig. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Sojamilch ist nicht geeignet, den Calciumbedarf des Kindes zu decken. Sie enthält zwar ebensoviel Eiweiß wie Kuhmilch, aber nur ein Sechstel ihres Calciumgehaltes. Außerdem besteht bei einer Kuhmilchallergie häufig auch eine Sojamilchallergie. Die besten Durstlöscher Durstlöscher sind: Mineral- oder Leitungswasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Mag das Kind anfänglich kein Wasser, können Sie ein wenig Apfelsaft dazu mischen (4 Teile Wasser, 1 Teil Saft). Fertig gekaufte Saftschorle ist oft nicht geeignet. Nicht empfehlenswert sind alle Instantteearten, sowie Zitronentee und Eistee. Zur Gewöhn ung Mineral- oder ungesüßte Früchte- Wasser mit einem Leitungswasser oder Kräutertees Schuss Apfelsaft

4 Wie viel soll das Kind trinken? Zucker ist Zucker Die wenigsten wissen, dass naturreiner Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz genausoviel Zucker enthält wie Limonade. Ein Kind braucht ab dem ersten Lebensjahr täglich mindestens 3/4 bis 1 l Flüssigkeit. Es kann aber mehr sein. Grundschulkinder sollten 1,5 l Flüssigkeit trinken, Jugendliche 1,8 l. Ein empfehlenswertes Tagesbeispiel für 1,5 l (1500 ml) Trinkmenge: morgens 1 Tasse Tee = 150 ml vormittags 1 Glas Milch = 200 ml vormittags 1 Glas Wasser = 200 ml mittags 1 Glas Wasser = 200 ml nachmittags 3 Gläser Wasser = 600 ml abends 1 Tasse Tee = 150 ml = 1500 ml Beide Getränke enthalten pro Liter 100 g Zucker oder mehr. Der einzige Unterschied liegt in der Art des Zuckers. Der Zucker im ungezuckerten Saft ist Trauben- und Fruchtzucker aus dem jeweiligen Obst selbst. Der Zucker, der Fruchtsaftgetränken, Fruchtnektar und Limonaden zugesetzt wird, ist Haushaltszucker, der aus Zuckerrüben gewonnen wird. Doch Zucker ist Zucker. Trauben- und Fruchtzucker sind keineswegs gesünder als Haushaltszucker. Denn im Stoffwechselprozess des Körpers wird der Haushaltszucker zu Trauben- und Fruchtzucker umgewandelt. Auch brauner Zucker (Rohrzucker) oder Honig sind nicht gesünder als Haushaltszucker. Zuck er hat viele Namen Traubenzuck er = Glucose oder Dextr ose Fruchtzucker = Fruktose Milchzuck er = Laktose Malzzucker = Maltose Haushaltszucker = Saccharose oder Sucrose Schleimzucke r = Galactose, Stärk e

5 Wie viel Zucker ist in Getränken? Ein Stück Würfelzucker hat 3 g Zucker 1 Erdbeermilch = 9 Stück Zucker 1 Glas Limo = Stück Zucker 1 Glas Apfelsaft = Stück Zucker 1 Glas Zitronentee = Stück Zucker 1 Becher Kakao = Stück Zucker 1 Glas Cola = Stück Zucker

6 Kinder brauchen keinen Saft Bis zum 6. Lebensjahr sollte ein Kind nicht mehr als 40 g Zucker am Tag zu sich nehmen (Jugendliche und Erwachsene 50 bis 60 g). Dabei sind alle Zuckerquellen zu beachten: Kuchen, Süßigkeiten, süße Speisen und Getränke. Ein Beispiel: 1 Scheibe Brot mit Marmelade = 10 g Zucker + 1 Glas Saft oder Limonade = 20 g Zucker 1 Glas Saft oder Limonade enthält 20 g Zucker! Deshalb: Nicht mehr als 1 Glas Saft oder Limonade täglich. Häufig behauptet die Werbung, Kinder brauchen Saft zur Vitaminversorgung. Das ist falsch. Die im Saft enthaltenen Vitamine bekommt ein Kind auf wesentlich gesündere Weise, wenn es Obst und Gemüse isst. Im Gegensatz zu Saft enthalten Obst und Gemüse lebenswichtige Mineralstoffe, sowie Ballaststoffe, die für die Verdauung und Sättigung unentbehrlich sind. Zudem kräftigt das Kauen Zähne und Zahnfleisch. + 1 Riegel Schokalade = 10 g Zucker W eiter e Ernährungsinformationen des Gesundheitsamtes Düsseldorf: Babynahr Nasc ung im 1. Lebensjahr Frühstück für Kinder hen erlaubt Süßes für K Mittagessen für Kinder inder = 40 g Zucker

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