Telematik in der Pflege- Beispiele und Herausforderungen. Carsten Giehoff Ursula Hübner

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1 Telematik in der Pflege- Beispiele und Herausforderungen Carsten Giehoff Ursula Hübner

2 Herausforderung: ehealth Eysenbach, G. What is e-health? J Med Internet Res 2001;2:E20

3 Herausforderung: Patientensicherheit (1) Elektronische Verordnung Elektronischer Notfalldaten Elektronische Patientenakte Versorgungskontinuität Patientensicherheit Arzneimitteldokumentation Patientenaufzeichnungen Entlassungsmanagement, Case Management Disease Management, Integrierte Versorgung

4 Herausforderung: Patientensicherheit (2) Gefahr für den Patienten durch unzureichende Informationen an Schnittstelle zwischen Institutionen und Sektoren an Schnittstelle zwischen Berufsgruppen an Schnittstelle zwischen Schichten Patientensicherheit in der Pflege - Beispiele Medikamentenverabreichung 5 rights: right patient, right drug, right dose, right time, right route Dekubitus, Sturz: frühzeitiges Erkennen und Weiterleiten von Risiken Interdisziplinäres Schmerzmanagement

5 Szenario Häusliche Krankenpflege Datentyp: everordnung > Häusliche Krankenpflege > Medikamenten Gabe Verordnung lesen Medikamente verordnen Häusliche Kpflege verordnen Pflegekraft autorisieren Arzt/Ärztin Frau (85 J.) ist Diabetikerin und leidet unter Frau (85 J.) ist Diabetikerin und leidet unter Herzinsuffizienz. Die Blutzuckerwert schwanken stark. Sie Herzinsuffizienz. Die Blutzuckerwert schwanken stark. Sie kann ihre tägliche Insulindosis nicht mehr selbstständig kann ihre tägliche Insulindosis nicht mehr selbstständig applizieren. applizieren. Deshalb verordnet der Hausarzt eine Häusliche Deshalb verordnet der Hausarzt eine Häusliche Krankenpflege zur Gabe des Insulins und eine Krankenpflege zur Gabe des Insulins und eine wöchentliche Blutzuckermessung (Tagesprofil). wöchentliche Blutzuckermessung (Tagesprofil). Ebenso verordnet er die Gabe der Herzmedikamente (3 Ebenso verordnet er die Gabe der Herzmedikamente (3 Präparate). Präparate). Frau wird wegen Herzrhythmusstörungen ins KH Frau wird wegen Herzrhythmusstörungen ins KH eingewiesen. Dort stellt man zwar keine Veränderungen eingewiesen. Dort stellt man zwar keine Veränderungen am Herzen fest, ändert jedoch die Herzmedikation (nur am Herzen fest, ändert jedoch die Herzmedikation (nur noch 1 Präparat) und stellt die Insulindosis für Frau neu noch 1 Präparat) und stellt die Insulindosis für Frau neu ein. Der Hausarzt übernimmt die neue Medikation und ein. Der Hausarzt übernimmt die neue Medikation und verordnet ihr Gabe. verordnet ihr Gabe. Pfleger/ Verordnung abzeichnen Arzneimitteldokumentation lesen Patient/Patientin Durch ein Versehen wird die Verordnung Durch ein Versehen wird die Verordnung beim Pflegedienst abgeheftet und als die beim Pflegedienst abgeheftet und als die zu zu Frau Frau kommt, kommt, um um die die Medikamente zu geben, fehlen alle Daten. Medikamente zu geben, fehlen alle Daten. Auch Auch Frau Frau kann kann nicht nicht weiterhelfen. weiterhelfen. Die Die Blutzuckermessung Blutzuckermessung ergibt ergibt hohe hohe Werte. Werte.

6 Szenario Entlassung aus dem Krankenhaus Datentyp: earztbrief > Pfleger/ KH erstellen Zugang zur egk durch ehba ermöglichen für egk speichern Pflegekraft autorisieren 291a ändern lesen Patient/Patientin Herr M. (76 J.), Stomapatient, verwitwet und alleine Herr M. (76 J.), Stomapatient, verwitwet und alleine lebend, stürzt und zieht sich eine Fraktur des lebend, stürzt und zieht sich eine Fraktur des Oberschenkelhalses re zu. Die OP verläuft mit Komplikationen und Herr M. muss 30 Tage im KH verbleiben. Oberschenkelhalses re zu. Die OP verläuft mit Komplikationen und Herr M. muss 30 Tage im KH verbleiben. Durch seine Immobilität entwickelt sich ein Druckgeschwür Durch seine Immobilität entwickelt sich ein Druckgeschwür im Steißbeinbereich, das im KH zu spät erkannt wird. Trotz im Steißbeinbereich, das im KH zu spät erkannt wird. Trotz entsprechender Anstrengungen des KH heilt die Wunde entsprechender Anstrengungen des KH heilt die Wunde bis zur Entlassung nicht vollständig ab. Herr M., der sich bis zur Entlassung nicht vollständig ab. Herr M., der sich bislang selbst versorgt hat, hat Schwierigkeiten beim bislang selbst versorgt hat, hat Schwierigkeiten beim Waschen, Ankleiden und in der Stomaversorgung. Aus Waschen, Ankleiden und in der Stomaversorgung. Aus diesem Grund stellt das KH einen Antrag auf eine diesem Grund stellt das KH einen Antrag auf eine Pflegestufe. Pflegestufe. Herr M. wird an einem Freitag um 14:00 nach Hause Herr M. wird an einem Freitag um 14:00 nach Hause entlassen. Ein ambulanter Pflegedienst wird telephonisch entlassen. Ein ambulanter Pflegedienst wird telephonisch verständigt. Der wird erst am kommenden verständigt. Der wird erst am kommenden Dienstag per Post verschickt. Dienstag per Post verschickt. Der ambulante Pflegedienst wurde nicht Der ambulante Pflegedienst wurde nicht Pfleger/ darüber darüber informiert, informiert, dass dass Herr Herr alleine alleine lebt lebt ambulanter PD und dass seine Versorgung dringend und dass seine Versorgung dringend sichergestellt sichergestellt werden werden muss. muss. Ferner Ferner fehlen fehlen Angaben Angaben über über den den Status Status seiner seiner Wunde Wunde und und die benötigte Stomaversorgung. Der Pflegedienst kommt verspätet und unvorbereitet zu die benötigte Stomaversorgung. Der Pflegedienst kommt verspätet und unvorbereitet zu ergänzen Herrn M. Herrn M.

7 Szenario ambulante Schmerzversorgung Datentyp: epa > Dokumentation über Gabe von Medikamenten Pflegedokumentation erstellen 291a ändern Pflegekraft autorisieren 291a ändern Patient/Patientin Herr M. (43 J.), erhält wegen starker Schmerzen als Folge Herr M. (43 J.), erhält wegen starker Schmerzen als Folge einer fortgeschrittenen Krebserkrankung Schmerzmittel. einer fortgeschrittenen Krebserkrankung Schmerzmittel. Herr M. wird ambulant versorgt. Für die Gabe der Herr M. wird ambulant versorgt. Für die Gabe der Schmerzmittel ist ein ambulanter PD zuständig, der drei Schmerzmittel ist ein ambulanter PD zuständig, der drei Mal täglich ins Haus kommt. Da sich der Zustand von Mal täglich ins Haus kommt. Da sich der Zustand von Herrn M. verschlechtert, entscheidet er sich, in ein Hospiz Herrn M. verschlechtert, entscheidet er sich, in ein Hospiz zu gehen zu gehen Am Tage seiner Verlegung ins Hospiz erhält Herr M. Am Tage seiner Verlegung ins Hospiz erhält Herr M. bereits um 11:30 statt wie sonst durchgeführt um 12:00 bereits um 11:30 statt wie sonst durchgeführt um 12:00 seine zweite Gabe des Schmerzmittels. seine zweite Gabe des Schmerzmittels. Pfleger/ Ambulanter PD Zugang zur egk durch ehba ermöglichen Dokumentation für egk speichern lesen Pfleger/ Hospiz Die Die Pflegekräfte Pflegekräfte des des Hospizes Hospizes werden werden nicht nicht darüber informiert und geben Herrn M. um darüber informiert und geben Herrn M. um 12:15 12:15 eine eine weitere weitere Dosis Dosis Schmerzmittel. Schmerzmittel.

8 Erfahrungen: Netzwerk Versorgungskontinuität VPN Gateway Ambulanter Pflegedienst Web Server Application Server L A N SSL tunnel SSH access traffic control W A N TCP/IP Alten- und Pflegeheim privates LAN WAN IP Krankenhaus firewall Osnatel gateway Administration via SSH, Ausgabe von Zertifikaten

9 Schlussfolgerungen Telematik darf schwierige Patientengruppen nicht ausschließen! egk Tests müssen pflegerelevante Szenarien einbeziehen! 291a muss für alle Pflegekräfte erweitert werden. Ein ehba Pflege muss kurzfristig möglich sein.

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