Wasser in Vorarlberg Wissenswertes über den wertvollsten Bodenschatz des Landes Die wichtigsten Zahlen und Fakten auf einen Blick

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1 Wasser in Vorarlberg Wissenswertes über den wertvollsten Bodenschatz des Landes Die wichtigsten Zahlen und Fakten auf einen Blick

2 Vorwort Vorarlberg verfügt mit seinen reichen Wasserressourcen über einen der wichtigsten Bodenschätze. Wir erleben Wasser als Regen oder Schnee, in den Gebirgsbächen, Flüssen oder im Bodensee. Wasser ist aber auch Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Wir nutzen das Lebens-Mittel Wasser darüber hinaus zum Trinken und Waschen und als Energielieferant: Strom aus Wasserkraft ist eine wichtige erneuerbare Energiequelle. Gleichzeitig tragen wir eine besondere Verantwortung, Wasser vor Verunreinigungen zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften beispielsweise mit dem Vorarlberger Trinkwasservorsorgekonzept. Wir müssen uns auch vor den Gefahren des Wassers schützen. Haben Sie gewusst, dass es in Bregenz mehr als doppelt so viel regnet wie in London? Dass auf einem Quadratmeter Gewässersohle bis zu Organismen leben? Oder dass wir in Vorarlberg ein Netz von ca km Wasserleitungen haben und der tägliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch 140 Liter beträgt? Mit dieser Broschüre, welche gegenüber dem Erstdruck 2007 aktualisiert ist, wollen wir unserer Bevölkerung die wichtigsten Informationen zum Thema Wasser in Vorarlberg näher bringen. Sie soll zudem zum sorgsamen Umgang mit unserem Wasser beitragen. Landeshauptmann Markus Wallner Landesrat Erich Schwärzler 3

3 Was ist Wasser? H 2 0 und mehr Wasser ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Es ist der einzige bekannte Stoff, der in der Natur in nennenswerten Mengen in allen drei klassischen Aggregatzuständen existiert. Die Bezeichnung Wasser wird besonders für den flüssigen Aggregatzustand verwendet. Im festen, also gefrorenen Zustand, wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf oder einfach nur Dampf. Der Wasserkreislauf Der Wasserkreislauf ist der Wassertransport und seine Speicherung auf globaler wie regionaler Ebene. Hierbei wechselt das Wasser mehrmals seinen Zustand und durchläuft die einzelnen Sphären zwischen Himmel und Erde. Im Wasserkreislauf geht kein Wasser verloren. Der Kreislauf des Wassers ist die Voraussetzung des Lebens. Kondensation Wassertransport in der Atmosphäre Niederschlag über dem Meer Niederschlag über dem Land Verdunstung vom Meer Verdunstung vom Land Abfluß ins Meer über Grundwasser Abfluß ins Meer über Flüsse Die Dauer des Kreislaufes kann sehr unterschiedlich sein: Angefangen von einigen Stunden bei einem Wärmegewitter an einem Alpensee bis zu hunderte von Jahren, wenn der Niederschlag z.b. in Form von Schnee auf den Gletscher fällt. 5

4 Wasser Zuflüsse, Abflüsse, Wassermengen Zuflüsse, Abflüsse und Umsatz der Gesamtwassermengen in Vorarlberg: geschätzte Werte in Mio m 3 /Jahr Niederschlag Wieviel Wasser kann wirklich genutzt werden? Natürlich ist nicht die gesamte Niederschlagsmenge wirklich nutzbar. Sonst wären unsere Bäche ja trocken und die Grundwasserspiegel würden fallen. Und vom Niederschlag muss auch die Verdunstung, etwa 20 %, abgezogen werden. Deshalb sind nur rund 10 % der Niederschlagsmenge, das sind 190 mm oder 500 Mio m 3 pro Jahr, wirklich nutzbar. Gesamtverdunstung 910 Wieviel wird in Vorarlberg derzeit tatsächlich genutzt? Derzeit nur etwas mehr als ein Hundertstel der Niederschlagsmenge. Für Haushalte, Industrie und Landwirtschaft werden etwa 57 Mio m 3 pro Jahr benötigt. Zufluss Abfluss Wasserversorgung Oberflächenwasser Zufluss Grundwasser 100 Grundwasser Verbrauch 5 Die gesamte jährliche Wassermenge in Vorarlberg setzt sich zusammen aus Mio m 3 Oberflächen- und Mio m 3 Grundwasser. Das Wasser stammt aus Niederschlag und ober- und unterirdischem Zufluss. Der Abfluss in den Bodensee oder in Lech und Breitach beträgt Mio m 3. Für die Wasserversorgung werden 57 Mio m 3 benötigt. Der größte Teil davon fließt über die Kanalisation wieder zurück in die Gewässer. 6 7

5 Regen Wasser Bodenschatz Wieviel Wasser gibt es eigentlich in Vorarlberg? Vorarlberg ist ein wasserreiches Land. Auf die gesamte Fläche des Landes Vorarlberg fallen im Durchschnitt mm Regen pro Jahr. Die Niederschläge schwanken aber im Land in unterschiedlichen Regionen zwischen 800 und mm pro Jahr! Vergleich der Jahresniederschlagssummen Der Durchschnitt in Österreich liegt bei mm, also ein Drittel weniger als in Vorarlberg! Es gibt auch Gebiete in Österreich, z.b. das Burgenland, mit nur 500 mm Niederschlag pro Jahr. Jährlich fallen in Vorarlberg Mio m 3 Regen bzw. Schnee. Das wäre eine Wassersäule mit der Grundfläche eines Fußballfeldes von 800 km Höhe, eine Strecke ungefähr von Bregenz nach Paris! Wer hätte gedacht, dass in Bregenz weit mehr als doppelt soviel Regen fällt, wie im klischeehaft verregneten London? Vorarlberg Durchschnitt Österreich Durchschnitt Bregenz mm London 750 mm Paris 650 mm Rom 880 mm Stockholm 550 mm Madrid 450 mm mm mm 8 9

6 Wie viele Stunden regnet es bei uns im Jahr? Das ist nach Regionen unterschiedlich. In Bregenz regnet es 990 Stunden, das sind in Summe 41 Tage, in Tschagguns 880 Stunden oder 37 Tage. Die extremsten historischen Niederschlagsereignisse in mm pro Tag im Vergleich. An einem durchschnittlichen Regentag fallen 10 mm Regen. An wievielen Tagen regnet es? In Bregenz haben wir durchschnittlich 180 Tage im Jahr mit Niederschlag. Wie viel Prozent fallen als Regen und als Schnee? Der Anteil des Schnees am Gesamtniederschlag steigt mit der Höhe fast linear an. Im Rheintalgebiet fallen 15 bis 18 % der Niederschläge als Schnee, in m Seehöhe um die 45 % und in m Seehöhe mehr als 60 %. Bregenz mm Gaissau mm Fussach mm Möggers mm Hörbranz mm Riefensberg mm Doren mm Bödele mm Ebnit mm Schönenbach mm Meschach mm Mittelberg mm m m m Innerlaterns mm Bürs mm Damüls mm Blons mm Dalaas mm Warth mm Zürs mm Klösterle mm 500 m Lünersee mm Schruns mm Trominier mm 10 11

7 Wieviele Wassermessstellen gibt es in Vorarlberg? Bereich Art der Messung Anzahl der Messstellen Niederschlag 92 Temperatur 47 Verdunstung 5 Schnee 76 Atmosphäre Wasserstand/Abfluss 55 Wassertemperatur 12 Schwebstoffe 3 Radioaktivität 2 Oberflächenwasser Qualität 100 Welche Größen werden in Zusammenhang mit Wasser in Vorarlberg gemessen? Niederschlagshöhe, Schneehöhe, Verdunstung, Wasserstand, Wassertemperatur, Schwebstoffkonzentration, Abfluss, Grundwasserstand, Trübung, Quellschüttung und die Wasserqualität. Welche großen Quellen gibt es in Vorarlberg? Die Stollenquelle in Lorüns, die Schwarzbachquelle in Lech und die Fidelisquelle in St. Gallenkirch sind die größten für die Trinkwasserversorgung genutzten Quellen. Jede dieser Quellen liefert pro Sekunde mehr als 100 Liter Wasser und könnte damit über Einwohner versorgen. Es gibt auch ungenutzte Karstquellen, die nach starken Niederschlägen mehrere 100, vereinzelt sogar mehrere Liter Wasser in der Sekunde liefern. Bei längeren Trockenperioden können solche Karstquellen aber auch vollständig trocken fallen. Quellen Grundwasser Schüttungsmenge 8 Wassertemperatur 8 Qualität 15 Grundwasserstand 346 Wassertemperatur 77 Temperaturprofil 3 Bodenwasser 1 Qualität 120 Wie lange dauert es bis Niederschlagswasser bei einer Quelle wieder zu Tage tritt? Die Verweildauer des Niederschlagswassers im Untergrund ist stark von den örtlichen geologischen Verhältnissen abhängig. Es gibt Quellen die innerhalb weniger Stunden auf Niederschläge reagieren. Die geringe Reinigungsdauer macht sich oft durch Trübungen und eine Belastung durch Keime bemerkbar. Bei der Stollenquelle in Lorüns wurde hingegen eine mittlere Verweildauer des Wassers im Gebirgsstock von ca. sechs Jahren festgestellt. Dadurch erklärt sich auch die hervorragende Qualität

8 Wasser Flüsse Kurzportraits der wichtigsten Flüsse Die Bregenzerach Leiblach Rotach Weißach Flussstrecke: Vom Fuß der Mohnenfluh bis zur Mündung in den Bodensee Alter Rhein Schwarzach Bolgenach Länge: 69 km Dornbirnerach Subersach Größte Breite: 150 m RHEIN Rheintal- Binnenkanal Frödisch Frutz Bregenzerach Mellenbach Argenbach Breitach Niedrigwasser: 1,1 m 3 /sek. mittlere Wassermenge: 47 m 3 /sek. HQ 100: m 3 /sek. Samina Ehbach/Nafla ILL Lutz Lech Einzugsgebiet: 835 km 2 Fließgeschwindigkeit: 0,5-6 m/sek. Meng Alfenz Jahresabflussmenge: 1,5 Mrd. m 3 Alvier ILL Litz Suggadin Valschavielbach Garnerabach In Vorarlberg gibt es Fließgewässer mit einer Gesamtlänge von Flusskilometern. Das HQ 100 Üblicherweise erfolgt die Regulierung von Gewässern in Österreich auf eine Abflussmenge, die einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ 100) entspricht. Das ist jene Menge, die statistisch betrachtet in 100 Jahren einmal vorkommt

9 Die Dornbirnerach Die Ill Flussstrecke: Vom Fuß des Hohen Freschen bis zur Mündung in den Bodensee Flussstrecke: Vom Ochsentaler Gletscher bis zur Mündung in den Rhein Länge: 30 km Länge: 74 km Größte Breite: 60 m Größte Breite: 100 m Niedrigwasser: 0,24 m 3 /sek. Niedrigwasser: 3,58 m 3 /sek. mittlere Wassermenge: 6,9 m 3 /sek. mittlere Wassermenge: 67 m 3 /sek. HQ 100: 300 m 3 /sek. HQ 100: 700 m 3 /sek. Einzugsgebiet: 223 km 2 Einzugsgebiet: km 2 Fließgeschwindigkeit: 0,5-6 m/sek. Fließgeschwindigkeit: 1-5 m/sek. Jahresabflussmenge: 0,2 Mrd. m 3 Jahresabflussmenge: 2,1 Mrd. m 3 Längster Fluss, der sich zur Gänze in Vorarlberg befindet

10 Wasser Einzugsgebiete Vorarlbergs Flussstrecke: Der Alpenrhein Von den Zusammenflüssen von Vorder- und Hinterrhein bis zur Mündung in den Bodensee Das sogenannte Einzugsgebiet (EG) eines Flusses ist jene Region, in der jeder Tropfen Wasser, der nicht verdunstet, letztlich in eben diesem Fließgewässer landet. Länge: Größte Breite: 90 km 250 m Bodensee Bregenzerach Niedrigwasser: 32 m 3 /sek. mittlere Wassermenge: 231 m 3 /sek. HQ 100: m 3 /sek. Einzugsgebiet: km 2 Breitach Dornbirnerach Ehbach Frutz Ill Lech Fließgeschwindigkeit: Gefälle: 1-5 m/sek. 3,5 bis 2 bis zur Illmündung, dann 1 bis 0,5 (gemeint sind die Meter Gefälle pro km Flusslänge) EG Bodensee Spiersbach/Esche Direkte Bodensee-Zuflüsse Wasserscheide Rhein/Donau Jahresabflussmenge: 7,3 Mrd. m 3 Anrainerländer: Schweiz (Kantone St. Gallen und Graubünden) Fürstentum Liechtenstein, Österreich (Land Vorarlberg). Größter Fluss der Schweiz und größter»gebirgsbach«europas. Flussregulierungen nennt man Baumaßnahmen zum Schutz vor Hochwasser. Ab Ende des 19. Jahrhunderts starteten in Vorarlberg intensive Hochwasserschutzmaßnahmen. Allen voran die Regulierung des Rheins, die die Besiedelung des Rheintals und den intensiven Wirtschaftsaufschwung im 20. Jahrhundert erst ermöglichte

11 Wasser Katastrophen Wieviel wird in den Hochwasserschutz in Vorarlberg investiert? Im Jahr 2008 betrugen die gesamten Investitionskosten für den Hochwasserschutz rund 45 Mio Euro, davon etwa 30 Mio im Bereich der Wasserbauverwaltung und 17,5 Mio im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung. Im Aktionsprogramm Hochwasserschutz der Wasserbauverwaltung sind von 2006 bis 2015 Investitionen von ca. 200 Mio Euro vorgesehen. Pegelstände 20 H i s t o r i s c h e H o c h w a s s e r e r e i g n i s s e Alpenrhein m 3 /sek m 3 /sek m 3 /sek. Ill m 3 /sek m 3 /sek m 3 /sek. Bregenzerach m 3 /sek m 3 /sek m 3 /sek. Dornbirnerach m 3 /sek m 3 /sek m 3 /sek. Wussten Sie zum Beispiel, dass es aufgrund regelmäßiger Überschwemmungen bis ins 19. Jahrhundert Malaria im Rheintal gab? 11,5 m 11,0 m HQ ,5 m Hochwasser ,0 m 9,5 m 9,0 m 8,5 m 8,0 m 7,5 m 7,0 m 6,5 m 6,0 m Ø Mittelwasser 5,5 m 5,0 m 4,5 m 4,0 m 3,5 m 3,0 m 2,5 m 2,0 m 1,5 m 1,0 m 0,5 m Niedrigwasser 0 m Rhein Lustenau HQ 100 9,0 m 8,5 m 8,0 m Hochwasser 7,5 m ,0 m 6,5 m 6,0 m 5,5 m HQ 100 5,0 m 4,5 m 4,0 m 3,5 m 3,0 m 2,5 m Ø Mittelwasser 2,0 m 1,5 m 1,0 m Niedrigwasser 0,5 m 0 m Ill Gisingen HQ 100 6,0 m Hochwasser 5,5 m ,0 m 4,5 m 4,0 m 3,5 m 3,0 m 2,5 m 2,0 m 1,5 m Ø Mittelwasser 1,0 m 0,5 m Niedrigwasser 0 m Bregenzerach Kennelbach 7,0 m 6,5 m Hochwasser ,0 m 5,5 m 5,0 m 4,5 m 4,0 m 3,5 m 3,0 m 2,5 m Ø Mittelwasser 2,0 m 1,5 m Niedrigwasser 1,0 m 0,5 m 0 m Dornbirnerach HQ 100 siehe Seite 15

12 Lebensraum Wasser Obere Forellenregion (Gebirgsbach): Bachforelle, Koppe Was gehört alles zum Lebensraum eines Gewässers? Ob See, Teich, Tümpel, Fluss oder Bach im Wasser wimmelt es von Lebewesen. Der Lebensraum Gewässer hört aber nicht mit der Gewässersohle auf. Auch im Inneren der Sohle, im sogenannten Kieslückenraum, tummeln sich viele Kleinorganismen. Und drum herum ist ebenfalls vielfältiges Leben angesagt. Die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere finden Lebensraum am Gewässerrand. Der begleitende Ufersaum fungiert als Entwicklungs-, Fortpflanzungs-, Aufenthalts- und Rückzugsraum für Tiere. Gewässer stellen darüber hinaus auch ein wichtiges Element in der Vernetzung der Landschaft dar. Untere Forellenregion (Berglandbach): Bachforelle, Koppe, Schmerle, Elritze Welches sind die wichtigsten Fischarten in unseren Gewässern? Gewässer ändern auf dem Weg von der Quelle bis zur Mündung ihren Charakter. Strömung und Gefälle nehmen ab, Wasserführung und Temperatur nehmen zu, geänderte Bodenbeschaffenheit, Strukturen und nicht zuletzt der menschliche Einfluss bewirken Wechsel in der Wasserbeschaffenheit und des Lebensraumes der Gewässer. Durch diese Vielfalt an Eigenschaften bilden sich unterschiedliche Lebensräume und Lebensvoraussetzungen für Kleinlebewesen und Fische. Man spricht von den Fließgewässerregionen, welche auch nach den heimischen Leitfischarten benannt werden. In Vorarlberg sind dies: Forellenregion - Äschenregion - Barbenregion. Zwischen den Bereichen gibt es jedoch gleitende Übergänge. Äschenregion (Flachlandgewässer mit Strömung): Äsche, Bachforelle, Strömer, Schneider, Döbel, Hasel Bei den natürlichen Seen können wir in Vorarlberg grob zwischen Hochgebirgsseen und dem Alpenrandsee Bodensee unterscheiden. Daneben gibt es noch künstliche Seen wie Bagger- und Speicherseen. Barbenregion (Flachlandgewässer mit langsamer Strömung): Weißfischarten wie Barbe, Döbel, Nase, Hasel, Flussbarsch, Trüsche, daneben viele Kleinfische als Begleitfische 22 23

13 Welche weiteren Tiere leben im Wasser und Sediment? Bis zu unterschiedliche Tierarten können in unseren Bächen und Flüssen neben den Fischen bestimmt werden: Insekten (Eintagsfliegen, Steinfliegen, Köcherfliegen, Libellen, Fliegen und Mücken u.v.m.), Würmer, Schnecken, Krebse oder Egel. Ökomorphologischer Zustand der Gewässer Dornbirnerach Schwarzach Wieviele Kleinlebewesen leben auf einem Quadratmeter Sediment? In einem Quadratmeter Gewässersohle leben zwischen 100 bis Kleinorganismen. Saubere Gewässer beherbergen zwar mehrere Arten, insgesamt leben aber weniger Organismen in Reingewässern. Belastete Gewässer sind in der Regel artenärmer, dafür kommen aber die Organismen in großen Zahlen vor. Je nach Jahreszeit, aber auch nach der Lage im Gewässer ergeben sich jedoch große Unterschiede. Dornbirnerach Fußenauerkanal Flussbeispiel I n d i v i d u e n / m 2 Frödisch 100 bis 500 Gletscherbach Alvier 100 bis 500 Formarinbach 100 bis 500 Rhein bis Bregenzerach bis Koblacher Kanal naturnah mäßig beeinträchtig wesentlich beeinträchtigt stark beeinträchtigt naturfern naturfremd Restwasser Auf dieser Karte ist ein Ausschnitt der ökomorphologischen Zustandsbewertung für den Bereich Dornbirn dargestellt

14 Was ist der Unterschied zwischen einem hart verbauten und einem naturnahen Gewässer? Die Hauptbesiedelung der Gewässer erfolgt in der Gewässersohle. Werden Gewässer renaturiert, wird den Organismen wieder ihr ursprünglicher Lebensraum näher gebracht. Wie Untersuchungen zeigen, wird der neue Lebensraum sehr rasch von den Tieren und Pflanzen wieder angenommen. Ein Vergleich zwischen einer verbauten und einer renaturierten Strecke am Schwarzbach in Bludesch zeigt dies augenscheinlich: Kleintierbiomasse 103,8 g/m 2 Bedrohte und ausgestorbene Fischarten im Alpenrhein Bachforelle Äsche Nase Barbe Rotauge Seeforelle Hasel Strömer Aitel Laube Kleinorganismen Kleinorganismen auf 100 m Bachstrecke Individuen/m Individuen/m Fische Kleintierbiomasse 7,7 g/m 2 auf 100 m Bachstrecke 22 Fische Fischbiomasse 121 kg/ha Fischbiomasse 651,5 kg/ha Elritze Schmerle Koppe Steinbeißer Güster Gründling Aalrutte Aal Hecht Brachse Flussbarsch Wels Karpfen Coregone Moderlieschen Rotfeder Bitterling Schneider Schleie Stichling ständige Fischarten nur mehr selten nicht mehr vertreten Verbaute Strecke Renaturierte Strecke In der renaturierten Strecke steigt die Biomasse der Kleinorganismen um mehr als das Zehnfache an. Die Anzahl der Kleinorganismen verdoppelt sich im Vergleich zur verbauten Strecke. Die Dichte des Forellenbestandes im renaturierten Bereich steigt auf mehr als das Zehnfache an. Bei den Fischbiomassewerten ist gegenüber den Verhältnissen in den hart ausgebauten Bachstrecken eine Verfünffachung zu verzeichnen. Totholzstrukturen Um 1850 kamen zum Beispiel im Alpenrhein auf Grund der unterschiedlichen Lebensräume sowie der intakten Vernetzung mit den Zubringern und dem Bodensee rund 30 Fischarten vor. Das Artenspektrum reichte dabei von strömungsliebenden Fischarten bis zu Ruhigwasserarten, die in den stehenden bzw. langsam fließenden Au- und Nebengewässern leben. Gegenwärtig sind von den im Jahr 1850 vorkommenden 30 Fischarten nur noch 17 heimische Arten nachgewiesen. Verschwunden sind mangels entsprechender Lebenswässer vor allem die Ruhigwasserarten

15 Wasser Seen In Vorarlberg gibt es ca. 600 natürliche Seen, 13 Stauseen, 44 Baggerseen, deren Gesamtfläche etwa 8,6 km 2 groß ist. Die zehn größten Seen Vorarlbergs ohne Bodensee Speicher Bolgenach m m 3 Bodensee Wasser Der Bodensee ist nach dem Plattensee und dem Genfersee der drittgrößte Binnensee Mitteleuropas. Konstanz Friedrichshafen Baggersee Rankweil m m 3 Romanshorn Formarinsee m m 3 Uferlänge: 273 km Oberfläche: 536 km 2 (Obersee 473, Untersee 63) Bregenz Rodundbecken II m m 3 Speicher Latschau m m 3 Spulersee m m 3 Rauminhalt (Wasservolumen): 48,4 km 3 Maximale Tiefe: Obersee 254 m, Untersee 40 m Die Tiefe der Bregenzer Bucht beträgt rund 60 m Wölbung Bregenz - Konstanz: 41,5 m Lünersee m m 3 Vermuntstausee m m 3 Speicher Kops m m 3 Silvretta-Stausee m m 3 Die größte Breite des Bodensees befindet sich zwischen der Stadt Friedrichshafen und dem Schweizer Ort Romanshorn: rund 14 km. Dort befindet sich auch die tiefste Stelle: 254 m bis zum Grund. Die Luftlinie zwischen Konstanz und Bregenz beträgt 46 km. Wenn man in Konstanz steht und Richtung Bregenz schaut, kann man allerdings auch bei klarster Sicht die Stadt Bregenz nicht erkennen. Die Krümmung der Erde macht sich hier mit 41,5 m bemerkbar. Die Wölbung des Bodensees ist immerhin so groß, dass man von Bregenz aus das Konstanzer Münster nicht sehen kann

16 Entstehung des Alpenrheins aus dem Ur-Bodensee Sargans Buchs Chur Oberriet Vaduz Feldkirch vor Jahren Hohenems St. Gallen Balgach Au Diepoldsau Lustenau Wie ist der Bodensee entstanden? Ein erster Ur-Bodensee entstand als Folge der Vergletscherung in der frühen Eiszeit. Vor Jahren besaß der sogenannte Rheintalsee eine etwa doppelt so große Wasserfläche wie heute der Bodensee und erstreckte sich weit hinauf bis auf die Höhe Liechtensteins. Bereits Jahre später war dieser Teil des Sees wieder verfüllt. Die enormen Mengen an Sedimenten, die der Rhein transportiert, führen auch heute noch zu einer allmählichen Verlandung des Sees. Chur vor Jahren Sargans Vaduz Buchs Feldkirch Oberriet St. Gallen Balgach Au Diepoldsau Bregenz Bis wann wird der Alpenrhein den Bodensee ganz zu geschüttet haben? Der Alpenrhein transportiert jährlich rund 2,5 Mio m 3 Feinsand und Schwebstoffe in den See, das ist ein Fussballfeld gestapelt bis auf die Höhe des Pfänder. Rechnerisch ist der Bodensee in rund Jahren aufgefüllt. Chur Sargans Buchs Hohenems Oberriet Lustenau Bregenz St. Gallen Wie viel Wasser enthält der gesamte See durchschnittlich? Der gesamt Wasserinhalt beträgt: 48,4 km 3. Rund 62 % des Wassers des Bodensees liefert der Alpenrhein. Die Bregenzerach liefert rund 8 %, die Schussen rund 6 %. Die nächst größten Zuflüsse sind: Argen, Rheintal- Binnenkanal und Dornbirnerach. Vaduz Feldkirch Balgach 1850 Sargans Buchs Au Diepoldsau Hohenems Lustenau Bregenz St. Gallen Wieso schwankt der Wasserspiegel des Bodensees? Der Bodensee ist einer der wenigen unregulierten Alpenseen. Das heißt, der Wasserspiegel schwankt aufgrund der unterschiedlichen Zu- und Abflussmengen. Er kann nicht, wie bei vielen anderen Seen, technisch durch ein Wehr gesteuert werden. Bei großen Hochwasserereignissen fließt dem See rund dreimal soviel Wasser zu als abfließen kann. Die maximale Abflusskapazität ist mit m 3 /sek. begrenzt. Chur Oberriet Vaduz Feldkirch Balgach 2002 Diepoldsau Au Hohenems Lustenau Bregenz

17 Extreme Schwankungen Der Zufluss zum Bodensee erreicht im Normaljahr im Juni das Maximum und im Jänner das Minimum. In der Regel schwankt der Seestand um rund 1,50 m, im Maximum kann der Unterschied zwischen Winter Niedrigststand und Sommer-Höchststand rund 3,50 m betragen. Wieviel Trinkwasser wird dem Bodensee entnommen? Aus dem Bodensee werden rund fünf Mio Menschen in Deutschland und der Schweiz mit Trinkwasser versorgt. Die durchschnittliche Entnahmemenge beträgt ca. 4,5 m 3 /sek. Das ist etwa 1 % des mittleren Seeabflusses. Wie schnell kann die Wasseroberfläche des Bodensees steigen? Während des Hochwassers im Mai 1999 stieg der Wasserspiegel in der Rekordzeit von 24 Stunden um rund 50 cm. Wie groß ist der Unterschied der Wassermenge des Sees bei Höchst- und bei Niedrigstpegel? Die Wassermenge des Bodensees bei Höchststand ist um 1,87 km 3 größer als bei Niedrigststand. Das ist die Wassermenge, die der Rhein bei einem Hochwasser von m 3 /sek. in sieben Tagen liefert. Etwa 50 mal der Inhalt des Silvrettasees (38 Mio m 3 )! Geschichte der Wasserqualitätsentwicklung im Bodensee Der Bodensee ist einer der am besten untersuchten Seen Europas. Seine Wasserqualität ist heute sehr gut. Entscheidend für die Beeinflussung des Ökosystems See durch den Menschen ist der Phosphor. In den 1960er und 70er Jahren kam es zu einem gewaltigen Anstieg. Algenblüten färbten im Frühsommer den gesamten See grün ein. Heute ist der Phosphorwert mit 8 mg/m 3 sehr gering. Das ist die große Erfolgsgeschichte der Abwasserreinigung rund um den See mit Investitionen von rund vier Mrd Euro allein in den letzten 40 Jahren. Phosphorkonzentration im Bodensee Ein Erfolg des Gewässerschutzes der letzten Jahrzehnte. 4,0 m 3,5 m 3,0 m 2,5 m 2,0 m 1,5 m 1,0 m 0,5 m 0 m 1.1. Wasserstand mittel minimum maximum mg/m 3 Phosphor Phosphorkonzentration t/a t/a 620 t/a Phosphormengen aus Zuflüssen Phosphormenge aus Zuflüssen t/a 196 t/a minimaler Wasserstand mittlerer Wasserstand maximaler Wasserstand

18 Die Seegfrörne des Bodensees Wasser Energie J a h r h u n d e r t e Von den rund 250 Kleinwasserkraftwerken in Vorarlberg liefern ca. 130 Anlagen ihren Ökostrom ins Netz. 18 große Anlagen betreiben die Illwerke-VKW-Gruppe und die ÖBB. Diese produzieren gemeinsam etwa Gigawattstunden elektrische Energie pro Jahr. Davon kommt 88 % aus Großwasserkraft-, 9 % aus Kleinwasserkraftwerken und 3 % von sonstigen Erzeugern. Der Anteil des Stroms am gesamten Energieverbrauch in Vorarlberg also inkl. Verkehr, Heizung, etc. beträgt rund 25 % Seit 875 sind 33 Seegfrörnen überliefert, die in unregelmäßigen Abständen stattfanden. Warum ist dieses Phänomen so selten? Damit der Obersee gänzlich zufriert, muss die Kälte früh einsetzen, lang anhalten und mit Windstille einhergehen. Ein See muss auf eine Temperatur von vier Grad Celsius abkühlen, bevor er gefrieren kann. Bei dieser Temperatur besitzt Wasser seine größte Dichte und sinkt auf den Grund ab. Stausee Wasserschloss Fließrichtung Pumpe Druckleitung Fließrichtung Turbine Krafthaus Pumpe Turbine Generator Unterwasserbecken Wo liegen die Staatsgrenzen im See? Der Bodensee ist die einzige Gegend in Europa, in der die Grenzen zwischen den Anliegerstaaten nie exakt festgelegt worden sind. Für den Obersee, der die Hauptfläche des gesamten Bodensees ausmacht, gibt es keine Zuordnung zu den anliegenden Staaten. Es bestehen unterschiedliche»ansprüche«der Anrainer. Alle sind sich jedoch gewohnheitsrechtlich einig über die Haldentheorie, die besagt, dass die Gebietshoheit eines Staates den Uferbereich (Deutschland mit 155 km, die Schweiz mit 72 km und Österreich mit 28 km Uferlänge) bis zu einer Seetiefe von 25 m umfasst. Allerdings haben die ungeregelten Hoheitsverhältnisse am Bodensee die Anliegerstaaten nie daran gehindert, sich einvernehmlich über die gesamte Nutzung des Bodensees zu einigen. Funktionsweise eines Pumpspeicherwerkes (zb. Kopswerk II): Es ist in der Lage, die während des Tages oft kurzzeitig auftretenden Belastungsspitzen abzudecken und das Gleichgewicht zwischen Verbrauch und Erzeugung aufrecht zu erhalten. In Zeiten geringen Energieverbrauches wird der überschüssige Strom zum Antrieb der Pumpen genutzt. Das in hoch gelegene Stauseen gepumpte Wasser steht für Zeiten großen Bedarfs an Spitzen- und Regelenergie zur Verfügung

19 Wasser trinken Von den 96 Gemeinden in Vorarlberg verfügen 95 über zentrale Wasserversorgungsanlagen. Insgesamt versorgen 81 gemeindeeigene Wasserwerke, 100 Wassergenossenschaften und drei Wasserverbände die Bevölkerung mit Trink-, Nutz- und Löschwasser. Damit werden rund 96 % der Einwohner mit Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität versorgt. Die restliche Bevölkerung verfügt über mehr oder weniger leistungsfähige Einzelwasserversorgungsanlagen bzw. Kleinwasserversorgungsanlagen. Seit wann gibt es das Vorarlberger Trinkwassersystem? Der Großteil der heute genutzten Anlagenteile wurde erst nach 1950 errichtet. Wie ist die Qualität des Vorarlberger Trinkwassers? Gut! In vielen Orten kommt bei uns eine Wasserqualität aus dem Hahn, die in anderen Ländern als Mineral- oder Tafelwasser in der Flasche gekauft werden muss. Durch landwirtschaftliche Aktivitäten oder durch verschiedene geologische Gegebenheiten am Standort der Quelle kann es jedoch auch in Vorarlberg zu einzelnen Beeinträchtigungen kommen. Welche Stoffe sind die größte Bedrohung für die Reinheit des Trinkwassers? Gefahren sind intensive Düngemaßnahmen oder Tankunfälle im Einzugsgebiet von Quellen und Brunnen. Nitrat- und Pestizidbelastungen sind im Vorarlberger Trinkwasser kein Problem. Seit 1994 wurden keine überhöhten Nitratwerte mehr festgestellt. Die hohen Niederschlagsraten und die relativ geringen Ackerflächen begünstigen Vorarlberg im Vergleich zu anderen Bundesländern. Wasserverbrauch am Tag pro Kopf und in Litern im Vergleich Deutschland Frankreich Schweden Italien D 129 Frankreich 151 Schweden 188 IT 213 USA 295 Vorarlberg Liter Österreich Liter 129 Liter 151 Liter 188 Liter Liter Liter USA Vorarlberg Österreich Wie wird das Trinkwasser aufbereitet? In wenigen Gemeinden wird eine Filtration des Wassers wegen Trübstof fen vorgenommen. Zumeist ist eine Aufbereitung wegen Keim - belastun gen erforderlich. Schon seit vielen Jahren ist die UV-Desinfektion das häufigste Aufbereitungsverfahren. Dabei wird das Wasser an einer un be schichteten Leuchtröhre aus Quarzglas vorbeigeleitet und die im Wasser vorhandenen Keime werden durch die starke UV-Strahlung abgetötet. Der Vorteil dieser Methode ist, dass dem Wasser nichts zugesetzt wird und es geruchlich und geschmacklich völlig unverändert bleibt. Daneben bestehen immer noch Chlorungsanlagen. Diese werden aber zunehmend durch UV-Anlagen ersetzt. Wieviel Trinkwasser verbraucht ein(e) durchschnittliche(r) Vorarlberger/Vorarlbergerin? Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesunken und liegt derzeit bei ca. 140 Liter pro Tag. Wie lange wird es maximal gelagert bis es aus der Leitung fließt? Die durchschnittliche Dauer vom Quellaustritt bis zum Wasserhahn des Konsumenten liegt zumeist bei ein bis zwei Tagen. Sie hängt von der Höhe des Verbrauchs, der Länge des Leitungsnetzes und dem Behälter - volumen ab

20 Die öffentlich genutzten, zentralen Trinkwasserbrunnen und Grundwasserfelder auf einen Blick. Wieviel Trinkwasser wird in Vorarlberg täglich verbraucht? Über öffentliche Wasserversorgungsanlagen werden jährlich ca. 33 Mrd Liter Trinkwasser geliefert, das sind täglich über 90 Mio Liter. Viele Betriebe besitzen zusätzlich zur Abdeckung ihres Bedarfes eigene Brunnen und Quellen. In Summe werden jährlich ca. 57 Mrd Liter Trinkwasser verbraucht. Wie lang ist das gesamte Wasserleitungssystem? Die Gesamtlänge öffentlicher Wasserleitungen von Gemeindewasserversorgungen, Genossenschaftsanlagen und Wasserverbänden beträgt in Vorarlberg ca km. Aus welchem Material bestehen Wasserleitungen? Für Wasserleitungen werden hauptsächlich Metallrohre aus Stahl oder Gusseisen und Kunststoffrohre aus Polyethylen oder früher oft aus PVC verwendet. Wieviel wird in die Wasserversorgung in Vorarlberg investiert? Seit dem Jahr 2000 werden durchschnittlich zwölf Mio Euro jährlich in die Wasserversorgung investiert. Die Gesamtinvestitionen von Leiblachtal 1965 bis 2008 betragen 275 Mio Euro. Schwemmfächer Bregenzerach Unteres Rheintal Oberes Rheintal Bezau - Bizau - Reuthe Mellau - Au - Schoppernau Walgau Zentrale Trinkwasserbrunnen Außermontafon Innermontafon Grundwasserfelder Leiblachtal Klostertal Leiblachtal Schwemmfächer Bregenzerach Großes Walsertal Schwemmfächer Unteres Rheintal Bregenzerach Bregenzerach Lech Unteres Oberes Rheintal Rheintal Kleines Walsertal Oberes Bezau - Bizau Rheintal - Reuthe Egg -- Andelsbuch Bezau Mellau -- Bizau Au - Bizau - Schoppernau - Reuthe - Reuthe Göfis - Tufers - Mellau Walgau - Au - - Au Schoppernau - Schoppernau Rotachtal Walgau Außermontafon Außermontafon Innermontafon Innermontafon Klostertal Klostertal Großes Walsertal Lech Großes Walsertal 38 Kleines Lech Walsertal 39 Egg Kleines - Andelsbuch Walsertal Göfis Egg - - Andelsbuch Tufers Rotachtal Göfis - Tufers

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