Inklusion bedeutet Vielfalt!

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1 Inklusion bedeutet Vielfalt! Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust Bundesvereinigung Lebenshilfe e.v. Inklusion bedeutet Vielfalt! Behindertenhilfe trifft Sport 4. März 2015, Hannover

2 Gliederung - Einführung - Teilhabe und Inklusion - Wo kommen wir her und wie geht es weiter am Beispiel der Lebenshilfe - Ausblick 2

3 Einführung - Entwicklung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung (BRK) Nichts über uns ohne uns: Verschiedene Arten von Behinderungen repräsentiert Zur Klarstellung wie die Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen anzuwenden sind Ein Menschenrechtsdokument mit ausdrücklicher sozialer Komponente von Deutschland am 26. März 2009 ratifiziert. 3

4 Artikel 3 BRK: Die Grundsätze dieses Übereinkommens sind a) die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner individuellen Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit; b) die Nichtdiskriminierung c) die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft; d) die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit; f) die Zugänglichkeit; 4

5 Inklusion - das Leitbild der BRK als gesellschaftliche Vision! Abbildungen nach Dorrance,

6 Inklusion ist ein umfassendes Konzept Es beschreibt menschliches Zusammenleben ohne Benachteiligung und ohne Separation nach verschiedenen Merkmalen (Risiken für Exklusion) wie Behinderung, Geschlecht, Religion, kultureller, sprachlicher oder ethnischer Herkunft, unterschiedlicher Bildung, unterschiedlicher sozialer Hintergründe, Lebensalter als Willkommenskultur mit Wertschätzung aller Menschen in ihrer Verschiedenheit. Menschenfreundliche Gesellschaft! 6

7 Die Geschichte Mit ihrer ersten Satzung hat sich die im Jahr 1958 gegründete Bundesvereinigung Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind die Förderung aller Maßnahmen und Einrichtungen, die eine wirksame Lebenshilfe für geistig Behinderte aller Altersstufen bedeuten zur Aufgabe gestellt. Eltern und Fachleute gemeinsam, gemeindenah, als Verein, als Bürgerbewegung 7

8 Die Geschichte Das Grundsatzprogramm der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung von 1990 stand dann unter dem Motto: Es ist normal verschieden zu sein. 8

9 Das Grundsatzprogramm Das sind unsere Grundsätze: Lebenshilfe = Menschen-Rechte sichern Teilhabe verwirklichen Gesellschaft für Alle gestalten 9

10 Weiterentwicklung von Diensten und Einrichtungen der Lebenshilfe Ausbau individueller und personenzentrierter Angebote Vielfalt der Dienstleistung für die jeweiligen Lebensbereiche um Wahlmöglichkeiten zu gewährleisten Normalisierung und Raum für die Bildung von Peer- Gruppen weiterführen Stärkung ambulanter Dienstleistungen Gestaltung des Sozialraums Öffnen der Dienstleistungen für Menschen ohne Behinderung Lebenshilfe als Akteur im Gemeinwesen! 10

11 Inklusion und Sport Unterschiedliche Bereiche im Sport Leistungs- versus Breitensport Sport als zentraler Bestandteil menschlichen Lebens Selbsterleben Spiel Körperliche und geistige Aktivität Freiwillige Beschäftigung in der Freizeit Zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten der Organisation: selbstorganisiert, Vereine, als Dienstleistungsangebot, im Gesundheitswesen 11

12 Weiterentwicklung Öffnung bestehender Angebote für alle Menschen Entwicklung von kooperativen und gemeinsamen Angeboten Gestaltung der Angebote mit Offenheit und Respekt für Verschiedenheit Bereitschaft neue Wege zu gehen und Verschiedenes auszuprobieren Stärke einer großen Integrationskraft sportlicher Angebote weiter ausbauen! 12

13 Inklusion bedeutet Vielfalt Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust Ausblick Wir sind gefordert gemeinsam daran zu arbeiten, dass wir als Gesellschaft den Weg zu Inklusion auch im Sport weitergehen: Durch Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und ihren Familien Durch breite Kooperationen In professionellen Angeboten und mit bürgerschaftlichen Initiativen Sensibel für vielfältige Exklusionsrisiken Mit fachlichen Impulsen 13

14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 14

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