Hausaufgabenkonzept Biologie MGB

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1 Entwurf: Mai 2011 Kapitel 1 BIOLOGIE Sek I - Grundsätze zur Leistungsbewertung und Hausaufgaben A: Biologie ist ein mündliches Fach in der Sekundarstufe I. B: Neben der mündlichen Beteiligung sind als sonstige Mitarbeit genannt: Analyse und Interpretation von Texten, Grafiken, Diagrammen Qualitatives und quantitative Beschreiben von Sachverhalten Selbstständige Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten Erstellen von Dokumentationen zu Untersuchungen, Experimenten, Präsentationen, Protokolle, Lernplakate und Modelle Erstellen und Vortragen eines Referates Führen eines Heftes, Lerntagebuchs, Portfolios Kurze schriftliche Überprüfungen Beiträge zur gemeinsamen Gruppenarbeit S. 40 Kernlehrplan GY 8 NRW Biologie. C: Das Anfertigen von Hausaufgaben gehört nach 42 (3) zu den Pflichten der Schülerinnen und Schüler. Unterrichtsbeiträge auf der Basis der Hausaufgaben können zur Leistungsbewertung herangezogen werden. 2. Grundsätze zum Lernen im Fach: Schülerinnen und Schüler sollen Lerngelegenheiten erhalten, die genannten Kompetenzen nachhaltig zu erwerben. (S.15) Alltagserfahrungen und Vorstellung der Schülerinnen und Schüler sollen einbezogen sein und die Freude am Entdecken und Lernen genutzt und gefördert werden. Dies soll durch eigenes Erleben und Handeln erfolgen (S. 11) 3. Schlussfolgerungen für die Hausaufgaben im Biologieunterricht: 1. Hausaufgaben sollten sich an den Kompetenzen orientieren, um diese zu fördern und zu üben. 2. Hausaufgaben sollten die Neugier und Entdeckerfreude stärken. 3. Der zeitliche Umfang der Hausaufgaben insgesamt pro Woche beträgt in den Jgst. 5 und 6 sieben bis 8 Stunden; in der der Mittelstufe 10 Stunden. Daran kann der Anteil des einzelnen Faches hier Biologie pro Woche insgesamt ca. 30 Minuten betragen. Das geplante Konzept soll sich an folgenden Überlegungen orientieren: Hausaufgaben sollen prinzipiell nicht als Puffer für den nicht geschafften Stoff der Stunde genutzt werden. 1

2 Kontrolle: Wenn vorbereitende oder nachbereitende Leseaufgaben gegeben werden, sollen die inhaltlichen Lesefrüchte in der nachfolgenden Stunde werden (z.b. Quiz, Kartenabfrage, concept map, Partnerinterview) Kompetenzförderung: Hausaufgaben sollen bestimmte naturwissenschaftliche Fähigkeiten und Fertigkeiten (prozessbezogene Kompetenzen) fördern. Dazu ist es hilfreich, einige typische Arbeitsformen pro Halbjahr festzulegen, die in häuslicher Arbeit zu leisten sind. Verbindlichkeit und nachhaltiges Entwickeln von Fähigkeiten: Entwicklung einer Methodenpartitur. Die Dokumentation kann im Heft oder in einem Portfolio erfolgen. Flexibilität/Individualisierung: Die Lehrerin/der Lehrer kann die genannten Aufgaben mehrfach im Halbjahr anbieten, wenn es möglich ist. Es können Wahl- und Pflichtaufgaben aus dem Repertoire gegeben werden. Die Schülerinnen haben mehr Möglichkeiten, den Zeitpunkt der Erledigung selber zu bestimmen. 4. Umsetzung Auswahl geeigneter Fachmethoden für die Hausaufgaben mit Hilfe der Analyse-Spinne Abbildung 1 Stäudel, L. Pädagogik, 5/11, S. 31 2

3 Kapitel 2 Hausaufgaben - Sek I: Umsetzungsbeispiele Umsetzungsbeispiel Klasse 5: Drei von Vieren: Drei der folgenden Aufgaben sollst du im nächsten Halbjahr zu Hause durchführen. Wir werden die Aufgaben im Unterricht vorher besprechen, so dass du weißt, was zu tun ist ( Start ). Pflicht: alle müssen mindesten einen biologischen Sachtext zusammenfassen. Die Arbeitsergebnisse sammelt ihr... Blättermappe erstellen/herbarisieren Interview zu Frühstücksgewohnheiten und Dokumentation der Ergebnisse Tiere und Pflanzen im Winter: Drei Tiersteckbriefe zu Überwinterungsstrategien gestalten. Drei biologische Sachtexte mit Hilfe methodischer Anleitungen zusammenfassen/erschließen. Datum (Start) Vorgesehene Zeit für die Lösung Tatsächliche Zeit Erledigt Umsetzungsbeispiele für die Klassen 5-9 folgen. 3

4 Kapitel 3 Hausaufgaben in der Sekundarstufe II - Grundsätze Hausaufgabe zur Entwicklung von Selbstständigkeit Die selbstständige Arbeit mit Sachtexten, die Auswertung von Diagrammen, Untersuchungsergebnissen, Schaubildern ist eine zentrale Zielsetzung des methodischen Lernens im Oberstufenunterricht im Fach Biologie. Die Oberstufenrichtlinien nennen Beispiele für festigende und vertiefende Hausaufgaben: Anfertigung eines Versuchsprotokolls Grafische Aufbereitung von Messergebnissen Auswertung eines Parallelbeispiels Vorbereitende Wiederholung zur Bereitstellung früher besprochener Fachinhalte und Sachzusammenhänge Vorbereitende Erarbeitung einer speziellen Untersuchungstechnik anhand der Literatur Erschließung eines fremdsprachlichen fachwissenschaftlichen Originaltextes Sammeln von speziellen feldbiologischen Daten. Übersicht 1. Die Schülerinnen der Oberstufe bekommen zu Beginn des Halbjahres eine Übersicht über die (im Zentralabitur und den Richtlinien) verbindlichen Inhalte und die entsprechenden zugrundeliegenden Seiten im Buch. (vgl. Extradatein) Übung 2. Die Arbeit mit Sachtexten, Auswertungen von Materialien wird im Unterricht auch anhand von Lehrbuchtexten und Materialien geübt. Verbindlichkeit/Lernzuwachs 3. Die Kenntnisse und Fähigkeiten werden regelmäßig selbst und vom Lehrer/der Lehrerin kontrolliert: (z.b. Einbringen in den Unterricht im Unterrichtsgespräch; Kurzvortrag der Zusammenfassung oder Auswertung; Kolloquium; Test). 4. Kontrolle und Bewertungskriterien: - inhaltliche Richtigkeit - Vollständigkeit - Art der Darstellung - Art der Ausführung von praktischen Arbeitsaufträgen. 5. Flexibilität und Individualisierung/Kompetenznachweise Es bewährt sich, pro Halbjahr oder pro Quartal bestimmte Aufgabentypen, die in diesem Teilgebiet zentral sind, als Pflichtaufgaben zu geben, andere Aufgaben sind Kür. 4

5 Kapitel 4 Hausaufgaben Biologie: Umsetzungseispiel Sek II Alle Schülerinnen sollen in der Einstiegsphase Biologie a) einen biologischen Stoffwechselprozess anhand einer Schemazeichnung beschreiben können und die Bilanz ziehen können b) ein lichtmikroskopisches Präparat herstellen, zeichnen und deuten können. c) Grafiken auswerten können. Ziel b) ist nur in der Schule zu erreichen. Ziel a und c werden im Unterricht geübt. Zur Übung der Kompetenz kann den Schülerinnen eine Übersicht der Schritte zur systematischen Auswertung von Diagrammen hilfreich sein. Zum Nachweis der Kompetenz soll folgende Aufgabe gelöst werden: Wähle eine der Abbildungen (Diagramme) aus dem Unterricht/aus dem Buch und werte sie mit Hilfe der bekannten Verfahren aus. Aufgabentyp/Kompetenznachweis Datum (Start) Zeitbedarf Erledigt Ergebnis Beschreibung und Bilanzieren eines Stoffwechselprozesses (Auswertung einer Abb. zu Glykolyse; Dissimilation...) Auswertung eines Diagramms (Beispiel: ph-wert-abhängigkeit von Enzymreaktionen; Substratabhängigkeit; oder...) 5

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