Qualitätsbereich: Eingewöhnung

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1 Qualitätsbereich: Eingewöhnung

2 1. Die Voraussetzungen in unserer Einrichtung Räumliche Bedingungen/ Innenbereich Den Bereich für persönliche Dinge werden mit einem neuen Kind gemeinsam ein, da wir es gut finden, wenn die Kinder ihr Piktogramm für die Garderobe, den Waschraum und ihr Eigentumsfach selber aussuchen. Zahnbürste, Zahnputzbecher und Garderobenhaken beschriften wir gemeinsam mit dem Kind. Die Eltern von kleineren Kindern werden in einem Anschreiben gebeten, einen Schuhkarton versehen mit Namen und den benötigten Dingen bei dem ersten Kindergartenbesuch mit in den Kindergarten zu bringen. Der Karton wird dann im Schrank der Garderobe der jeweiligen Gruppe deponiert, da die Haken der Kinder durch Regensachen, Jacken u.s.w. oft schon sehr voll sind. In einem dafür vorgesehenen Raum bieten wir mit Baby- und Kinderbetten hauptsächlich den jüngeren Kindern Schlaf- und Ruhemöglichkeiten. Für die Begleitperson eines neuen Kindes steht im Flur eine Sitzgruppen als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung. 2. Die Umsetzung in unserer Einrichtung Erzieherin- Kind Interaktion/ Beobachtung Ein neues Kind wird in unserer Einrichtung bei der Trennung und beim wieder Zusammentreffen mit der Bezugsperson, so wie auch während des gesamten Kindergartentages ( Kontaktaufnahme, Aktivitäten, wie verhalten sich die anderen Kinder gegenüber dem neuen Kind) besonders beobachtet. Es ist uns wichtig die Wünsche und Interessen des Kindes und eventuell benötige Zuwendung wahrzunehmen. Die Mitarbeiter achten auf eventuelle Veränderungen im Gruppengefüge. Qualitätshandbuch Kindergarten "Schlossgeister" Tremsbüttel 2

3 Erzieher Kind-Interaktion/ Dialog und Beteiligungsbereitschaft Die Mitarbeiterinnen bauen zu jedem neuen Kind besonders aktiven Kontakt auf, respektieren selbstverständlich aber auch, wenn es Distanz wahren möchte. Mit Reaktionen auf die Trennung von der Bezugsperson ( Wut, Trauer u.s.w. ) gehen wir feinfühlig um und sprechen dem Kind Trost zu. Nach der definitiven Anmeldung eines Kindes wird ein Gesprächstermin zwischen Eltern und Erzieherin vereinbart, um besser auf das neue Kind vorbereitet zu sein. Nur dann ist es auch möglich die anderen Kinder aus der Gruppe gut auf das neue Kind vorzubereiten. Wir besprechen auch jetzt schon mit der Gruppe, dass ein neues Kind kommt, wie es heißt und dass es z.b. die Kindergartenregeln erst kennenlernen muß. Es lernt, dass wir beim Frühstück sitzen bleiben und gemeinsam anfangen. Es ist nicht schlimm, wenn es zu Beginn zwischendurch aufsteht, weil es noch nicht so lange sitzen bleiben kann. Erzieherin-Kind-Interaktion/ Impuls Ein neues Kind wird während der Eingewöhnungszeit in jeglicher Hinsicht von den Mitarbeiterinnen unterstützt. Es werden durch Beobachtungen bekannte Spielsituationen und Aktivitäten aufgegriffen, und die Kinder werden in Alltagssituationen ( z.b. Tisch decken, Zahnputzbecher abtrocknen ) mit einbezogen um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Planung / Grundlagen und Orientierung Für die Anmeldung und Eingewöhnung neuer Kinder gilt in unserer Einrichtung folgender Ablauf. Bezugsperson sieht sich den Kindergarten an und meldet Kind an Nach Anmeldung erfolgt die Entscheidung in welche Gruppe das Kind kommt Qualitätshandbuch Kindergarten "Schlossgeister" Tremsbüttel 3

4 Anschließend findet ein Eltern Erziehergespräch statt Die Eltern sind während der Schnuppertage und eventuell in der Eingewöhnungszeit anwesend ( zumindest schnell erreichbar) Die Eingewöhnungsphase wird bei uns mit den Eltern abgesprochen und individuell gehandhabt. Für die Zeit der Eingewöhnung, bis sich das Kind wirklich gut in den Kindergartenalltag eingelebt hat, rechnen wir mit einer Zeit von zwei Monaten. Da wir in unserer Einrichtung auch Kinder unter drei Jahren aufnehmen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, nicht mehr als zwei neue Kinder unter drei Jahren pro Gruppe in einer Woche aufzunehmen. Planung / Pädagogische Inhalte und Prozesse An den Schnuppertagen und in der Anfangsphase der Eingewöhnung hat die Bezugsperson des Kindes von uns aus die Möglichkeit das Kind während des Kindergartenalltags zu begleiten. Dieses Angebot wird von den Eltern individuell und nach Bedarf genutzt. Die Eltern neuer Kinder frühstücken an den Schnuppertagen und bei Bedarf in der Eingewöhnungszeit mit in der Gruppe. Es wird sich regelmäßig, in Tür und Angelgesprächen, mit den Eltern neuer Kinder über den Verlauf der Eingewöhnung ausgetauscht und Ergebnisse der Gespräche in die weitere Planung der Eingewöhnung mit einbezogen. Da in jeder Gruppe zwei feste Kräfte arbeiten, kann die Eingewöhnung neuer Kinder unter den Mitarbeitern aufgeteilt werden. Den neuen Kinder wird in altersund entwicklungsangemessener Weise der Kindergartenalltag und seine Möglichkeiten gezeigt und erklärt. Am Ende der geplanten Eingewöhnungszeit (oft schon viel früher als geplant), haben die Kinder in unserer Einrichtung die Mitarbeiterin als ihre Bezugsperson akzeptiert und lassen sich von ihr z.b. trösten. Die neuen Kinder haben vor ihrem Eintritt in den Kindergarten auf dem Laternenumzug, auf dem Frühlingsfest, auf dem Sommerfest und an den Schnuppertagen schon die Möglichkeit ihre neue Lebenswelt und eventuell ihre Erzieherin kennen zu lernen. Die Aufenthaltsdauer eines neuen Kindes und die Phase der Trennungszeit richtet sich bei uns individuell nach Kind und Eltern. Qualitätshandbuch Kindergarten "Schlossgeister" Tremsbüttel 4

5 Planung / Dokumentation Während der Eingewöhnungszeit werden Notizen über den Tagesverlauf des neuen Kindes gemacht ( Stichpunkte, keine Berichte ). Sie sind sehr wichtig für Elterngespräche und erleichtern auch das Ausfüllen des Entwicklungsbogens. Individualisierung/Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Interessen Die Anwesenheitszeiten neuer Kinder richtet sich nach den Eltern, denn viele von unseren Eltern sind berufstätig und können sich die Zeit nicht so einteilen wie sie möchten. Sollte ein Kind nur weinen und sich gar nicht beruhigen lassen, wird die Bezugsperson von uns angerufen und gemeinsam mit ihr überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, dem Kind eine andere Bezugsperson ( z.b. Oma oder Tante ) zur Seite zu stellen. Partizipation/Einbeziehung der Kinder in Entscheidungsprozesse In jeder Gruppe gibt es größere Kinder, die für ein neues Kind die Patenschaft übernehmen. Dieser Pate steht ihm als Unterstützung zur Seite, er hilft dem Kind z. B. beim Holen der Brottasche, einen Sitzplatz am Frühstückstisch zu finden, versucht es in den Kindergartenalltag einzubeziehen. Dieses wird schon vorher in der Gruppe besprochen und die Kinder melden sich freiwillig für diese Patenschaft. Selbstverständlich ist für uns, dass auch die alten Kindergartenkinder ihre benötigte Zuwendung von uns bekommen, auch wenn sie viel Verständnis für die neuen, meist jüngeren Kinder aufbringen Qualitätshandbuch Kindergarten "Schlossgeister" Tremsbüttel 5

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