Warum escience für die Zukunftsfähigkeit der Forschung in Sachsen bedeutend ist

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1 Warum escience für die Zukunftsfähigkeit der Forschung in Sachsen bedeutend ist Netzwerkkonferenz escience Network 24. Juni 2012 Prof. Dr. Carsten Felden Technische Universität Bergakademie Freiberg (Sachsen) Professur für ABWL, insbesondere Informationswirtschaft/Wirtschaftsinformatik Lessingstraße 45, Freiberg (Sachsen), Deutschland

2 Gliederung Ein Beispiel Der Systemgedanke Die Auswirkungen 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 2

3 Wissenschaftsstandort Göttingen 1950er und 1960er Jahre: Wiederaufbau der Universität und der ehemaligen Kaiser Wilhelm Gesellschaft. 1960er und 1970er Jahre: Differenzierung, Erweiterung, Beginn des Aufbaus des Universitätsstandortes Nord, mehrerer Max Planck Institute sowie des neuen Universitätsklinikums, Aufbau der GWDG als wissenschaftliches Rechenzentrum, Aufbau des MRZ als medizinisches Dienstleistungszentrum. Berichte/gwdg bericht 64.pdf 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 3

4 Wissenschaftsstandort Göttingen 1980er und 1990er Jahre: Konsolidierung und Beginn der Überwindung der traditionellen Fakultätsstrukturen durch interdisziplinäre Zentren und Studiengänge, Einrichtungen einer Vorstandslösung nach dem Integrationsmodell für den Bereich Humanmedizin, des Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät umfasst. 1990er und 2000er Jahre: Reorganisation der Gremienuniversität in ein Präsidualmodell mit Ressortverantwortung, Management durch Zielvereinbarungen, Umwandlung der Universität in eine Stiftung öffentlichen Rechts mit Aufbau eines Stiftungsrates, Ausrichtung der Universität auf den internationalen Wettbewerb. Berichte/gwdg bericht 64.pdf 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 4

5 Wissenschaftsstandort Göttingen In der wissenschaftlichen Datenverarbeitung vollzieht sich ein tiefgreifender Strukturwandel. Im Rahmen des Paradigmenwechsels entsteht durch ein leistungsfähiges Netz (GÖNET) verbunden, ein großes verteiltes kooperatives Versorgungssystem, in dem leistungsfähige PCs und Workstations in den Instituten mit den Anlagen des Rechenzentrums der GWDG die Versorgung mit Rechenleistung sicherstellen. Als gleichrangige Aufgabe bewährt sich die Bereithaltung eines Kompetenzzentrums, eines Stabes von Fachleuten für alle Fragen der wissenschaftlichen Datenverarbeitung. Berichte/gwdg bericht 64.pdf 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 5

6 Lektion 1 escience ist die logische Konsequenz aus der universitären Entwicklung. 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 6

7 Gliederung Ein Beispiel Der Systemgedanke Die Auswirkungen 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 7

8 Allgemeine Systemannäherung Ein System ist in eine Umwelt eingebettet; besteht aus Objekten und Phänomen, zwischen denen Verbindungen und Abhängigkeiten existieren und die Prozessen unterworfen sind. Die Systemelemente bilden die Mengen, die sich zum Systemganzen zusammenfügen; die Systemelemente bilden Mengen, die typisiert und kategorisiert werden können; ein System hat eine Schnittstelle, über die Input und Output laufen; eine gewisse Geschlossenheit und eine eigene Begrifflichkeit können zur Identität eines Systems beitragen. duisburg.de/wiki/images/3/32/vortrag_fadwa_siham.pdf 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 8

9 Informationssystem Ein Informationssystem ist ein nach organisatorischen und technischen Prinzipien zusammengefasstes Ganzes von Informationsund Kommunikationsbeziehungen zwischen Menschen und Maschinen, die Informationen erzeugen, benutzen, ausgeben und vernichten. duisburg.de/wiki/images/3/32/vortrag_fadwa_siham.pdf 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 9

10 Lektion 2 Auch die escience ist ein soziotechnisches System, das im Spannungsfeld Mensch Aufgabe Technik Informationen erzeugt, benutzt, ausgibt und vernichtet. 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 10

11 Gliederung Ein Beispiel Der Systemgedanke Die Auswirkungen 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 11

12 Ökonomen zum Elsevier Boykott (in Prozent) 45,6 7,7 7,5 39,1 Ich habe vom Elsevier Boykott gehört, werde aber nicht unterzeichnen oder mich beteiligen. Ich habe vom Elsenvier Boykott gehört und ihn auch unterzeichnet. Ich habe vom Elsevier Boykott bislang nichts gehört und es interessiert mich auch nicht. Ich habe vom Elsevier Boykott bislang nichts gehört, werde aber vielleicht unterzeichnen. 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 12

13 Ökonomen zu Open Access (in Prozent) Ich publiziere erfolgreich in Subskriptions Journals und werde dies in Zukunft weiterhin tun, da ich die Open Access Idee nicht für tragfähig halte. 16,1 5,8 5,2 Ich publiziere bereits überwiegend in Open Access Zeitschriften. 72,8 Ich unterstütze zwar grundsätzlich die Open Access Idee, veröffentliche aber mangels Alternativen vorwiegend in klassischen Subskriptionszeitschriften, weil diese oftmals über eine höhere Reputation und das bessere Ranking verfügen. Ich kenne micht mit Open Access gar nicht aus, bin aber interessiert an alternativen Publikationsformen. 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 13

14 Lektion 3 escience verändert den Output. Dieser hat seine Gültigkeit unter definierten Rahmenbedingungen, die aber im evolutorischen Sinne ihren Bestand verlieren. 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 14

15 Fragen? freiberg.de 7/3/2012 Prof. Dr. Carsten Felden 15

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