Internet Service Provider Market

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1 Seminar: Internet Economics Phil Meier Werdstrasse Zürich Internet Service Provider Market Technologie and Competition

2 Einführung: Der Internet Service Provider (ISP) Markt ist ein sich schnell änderndes Segment des World Wide Web. Kaum ein ISP kann sich in diesem Markt halten, ohne dass er sich diesen Änderungen ebensoschnell anpasst. Fast monatlich kommen neue Technologien auf den Markt, welche die ISP auch sofort bereitstellen müssen um konkurrenzfähig zu bleiben. Für die ISP gilt es zu beachten, dass verschiedene Kunden verschiedene Anforderungen an den ISP stellen. So mag es sein, dass ein Heimanwender mit einer Adresse schon zufrieden gestellt ist. Ein grösseres Unternehmen hingegen könnte einen oder mehrere DNS Einträge, eine professionelle Homepage und mehrere Adressen benötigen. Dabei macht ein Unternehmen vielleicht sogar Gebrauch eines Dedicated Servers. Weiter sind immer mehr e-commerce Lösungen im Angebot der ISP zu finden, auf welche aber in diesem Dokument nur ganz kurz eingegangen wird. Für die Erläuterung der in diesem Dokument benutzter Fachbegriffe steht im Anhang A ein Glossar der Fachbegriffe als Nachschlagewerk zur Verfügung. Teil 1: ISP Dienstleistungen für ihre Kunden (Client) In den folgenden Abschnitten wird kurz auf die verschiedenen Technologien und Dienstleistungen eingegangen, welche Internet Service Provider normalerweise den Endbenützern anbieten Um nur eine Adresse zu erhalten, braucht man im allgemeinen heute keinen regulären ISP mehr. Es gibt Hunderte von Organisationen, welche auf dem World Wide Web gratis - Dienste zur Verfügung stellen. Nicht alle dieser im Internet gratis zur Verfügung gestellten Dienste sind gleich seriös. Auch in Sachen Datenschutz sind die Gratis- Dienste oft nicht gerade gut ausgestattet. Auch wird man oftmals gezwungen sich durch endlose Werbung zu klicken, bis man schliesslich an seine gewünschten s herankommt. Im Gegensatz zu den Gratis- Diensten übers World Wide Web, welche meistens nur ein HTML- Frontend bieten, hat man bei den ISP auch mit anderen Protokollen Zugriff auf seine Konten. Bekannte solche Protokolle sind POP3 und IMAP. Bei diesen wird das Postfach beim Internet-Provider vom Client über das POP3 oder IMAP4-Protokoll abgefragt und geleert. Bei POP3 werden die Nachrichten auf dem Server meistens gelöscht, was auch dem Wunsch oder der Anforderung der Mail-Provider entspricht. IMAP4 hingegen wird (noch) nicht von allen Providern unterstützt, belässt jedoch die Nachrichten auf dem Server. POP3 (der aktuell verwendete Standard) ist ein ziemlich «unsicheres Protokoll» ohne Verschlüsselung und mit einer klarer Übergabe von Benutzername und Passwort [9]. 2

3 Beispiel eines HTML-Frontend eines -clients Es sei hier nur vermerkt, dass die Adresse quasi die Identität des Clients ist. Was dies für Probleme mit sich bringen kann, ist im Kapitel Gratis-Internet Service Provider kurz geschildert. 1.2 Domain Reservierung: Es ist heute für jedermann offen sich z.b. bei [10] eine Domain zu reservieren. Dies kostet ab dem ersten Juli 2001 gerade mal noch 40 Franken. Viele ISP bieten jedoch einen Dienst an, welcher dem Client gestattet, zusammen mit dem mieten einer Webspace beim ISP, eine Domain im DNS für sich reservieren zu lassen. Dieser Domainname wird dann vom ISP verwaltet. Jährliche Zahlungserinnerungen etc. kommen dann direkt vom ISP per zum Kunden. Es ist sogar möglich sich eine Domain Gratis reservieren zu lassen. Dann jedoch bleiben die Rechte an dieser Domain beim Provider. Zudem verpflichtet man sich auf der Webspace zu dieser Domain werbung für den Provider zu platzieren. Durch sogenanntes Domain-Pointing oder DNS-linking ist es sogar möglich mehrere DNS-Einträge auf ein und dieselbe Seite verweisen zu lassen. So kann eine Company hinter vielen Domain-Namen eine Homepage verstecken. Heute sind jedoch die Top-Level-Domains rar geworden. Es sind kaum noch vernünftige Namen zur Registration frei, so dass man ernsthaft darüber diskutiert weitere Top-Level-Domains einzuführen. 1.3 Webhosting im Allgemeinen: (Mit Webhosting im Allgemeinen spreche ich das zur Verfügung stellen von Daten im World Wide Web an.) 3

4 Auch heute noch besteht der grösste Teil des World Wide Webs aus HTML Seiten, welche nur von den Client-Seitigen Browsern interpretiert werden und auf Seiten des Servers keine weiteren Funktionalitäten benötigen. Dies ist natürlich optimal für den ISP der mit HTML Seiten keinen grossen administrativen Aufwand hat. Normale Grössen der so dem Client zur Verfügung gestellten Webspace beginnen heute bei etwa 10 bis 20 Mbyte für Kleinkunden, und haben gegen oben keine Limite. Auf Distribution spezialisierte Grossunternehmen besitzen Server mit vielen Gigabyte Daten. Es ist einfach einzusehen, dass je nach Platzbedarf auf dem Server des ISP ein solcher Service mehr oder weniger viel kostet. Zu diesen Fixkosten kommen unter Umständen noch zusätzliche Kosten pro Daten-Transfer, sowol Up- als auch Download. Genauere Kostenangaben sind im Abschnitt 2.1 Preise verschiedener ISP Dienstleistungen zu finden. Der Client hat meistens einen FTP Zugang auf seine Files, welche er so gratis updaten und verändern kann. Auch hier hat also der ISP keinen grossen administrativen Aufwand. Viele ISP bieten jedoch den Dienst NUR HTML darzustellen gar nicht mehr an. In vielen Fällen sind standardmässig Programme auf dem Server installiert, welche es dem Client erlauben Servlets oder ähnliches in seine Page mit einzubauen. Natürlich ist es dem Benutzer überlassen, ob er von diesen Möglichkeiten gebrauch macht. 1.3 Templates: Grosse ISP stellen dem Client sogenannte Templates zur Verfügung mit denen er sich eine schon vordesignte Seite erstellen lassen kann, welche er dann über ein Web-Interface verändern kann. Vor allem Clients, welche über keine HTML Kenntnisse verfügen machen oft von dieser Möglichkeit Gebrauch. Diese Templates haben für den ISP zwei Vorteile: Erstens erreichen sie so Clients, welche sonst niemals von einem ISP-Angebot mit Web-Space eingegangen wären, und zweitens zeichnen sich die Clients welche Templates nutzen dadurch aus, dass ihre Seiten eine sehr geringe Bandbreitennutzung haben. Weitere etwas weiterreichende Typen solcher Templates werden in der Sektion 1.10 e-solution besprochen. 1.4 Statistik Tools: Viele ISP haben begonnen dem Client sogenannte Statistik-Tools zur Verfügung zu stellen. Diese Tools haben einen Funktionsumfang der weit über das zählen der Anzahl Hits auf der Startseite hinausgehen. Es ist dem Client überlassen welche Informationen er für wichtig erachtet. Es besteht sogar die Möglich zu jeder Statistik gerade noch eine graphische Auswertung abzurufen. Beispiel einer graphischen Auswertung einer Website 4

5 Die Statistik-Tools geben dem Client die Möglichkeit seine Internet-Seite viel besser auf die Wünsche seiner Besucher abzustimmen. So kann er zum Beispiel die Verweildauer auf den verschiedenen Seiten analysieren, und so die Interessen der Besucher seiner Site, oder die Schwächen seiner Site herausfinden. Eine Aufschlüsselung nach Zeit gibt im die Möglichkeit herauszufinden, wann genau wie viele Benutzer welchen Dienst seiner Site in Anspruch nehmen. So kann der Client beliebte Bereiche seiner Site ausbauen, und unbeliebte Bereiche entweder verbessern, oder weglassen. Es ist sogar möglich häufige Surf-Pfade von Besuchern zu verfolgen und so festzustellen, welche Links auf der Page überflüssig, oder schlecht zu finden sind. Die so erhaltenen Berichte sind für den Client natürlich von höchster Bedeutung, und falls ein Client einmal mit einer solchen Software gearbeitet hat, wird er auf keinen ISP mehr wechseln, welcher diesen Dienst nicht zur Verfügung stellt. Beispiel einer tabellaren Auswertung einer Website Die Statistik-Tools werden normalerweise durch den ISP von Drittanbietern eingekauft, lizenziert und dem Client zur Verfügung gestellt. 1.5 Administration Tools: Administration Tools bezeichnen die Schnittstelle zwischen dem Client und seiner Homepage. Diese von den ISP zur Verfügung gestellten Interfaces sind meistens vom Client direkt in seinem Browser abrufbar. Die so erhaltenen Möglichkeiten hängen sehr stark vom ISP und dem gewählten Account-Option ab. So ist es für einen Client, welcher einen virtual Server beim ISP laufen hat, möglich über ein Web-Interface seine Benutzer zu konfigurieren, Passwörter zu ändern, Accounts zuzuweisen oder abzurufen, neue DNS zu kreieren oder sogar den Server zu konfigurieren. Die so erhaltenen Möglichkeiten für den Client werden immer grösser, so ist es heute bereits möglich durch solche Admin-Tools seine auf ein bestimmtes Handy forzuwarden Datenbanken: Heute ist es kaum noch möglich grössere Internetseiten aufrecht zu erhalten, ohne dass im Hintergrund auf eine Datenbank zugegriffen wird. Dies ist den immer wachsenden Ansprüchen an die Dynamik der Internetauftritte zu verdanken. Vor allem bei Internet-Shops, oder bei der Speicherung bestimmter Benutzerprofile kommt man fast nicht um eine Datenbank herum. 5

6 Meistens stellt der ISP solche Datenbanken zur Verfügung. Je nach Anforderungen reichen diese aber nicht aus. Preise für Lizenzen zu solchen Datenbanken können unter anderem auch sehr teuer sein. Je nach Umfang und Güteklasse der Datenbanken bewegen sich diese zwischen null und mehreren 100'000 Franken. 1.7 Virtual Server: Ein Virtueller Server befindet sich auf einem Rechner, welcher auch noch andere Virtuelle Server Accounts verwaltet. Dies hat zur Folge, dass die Hardware und die zur Verfügung stehende Bandbreite unter den Virtuellen Servern, welche auf dem selben Rechner installiert sind, aufgeteilt werden. Gegen aussen hin tritt jedoch jeder Virtueller Server eigenständig auf, und man merkt es der den gehosteten Sites nicht an, dass eventuell noch andere Virtuelle Server auf ein und derselben Maschine laufen. Ein Virtueller Server ist eine beliebte Hosting Lösung für kleine bis mittlere Unternehmen. Der grosse Vorteil eines Virtuellen Servers ist es, dass für die Hardware nicht eine Firma alleine aufkommen muss. Diese kleineren Firmen können sich so einen viel kostengünstigeren Teil eines schon bestehenden Computers mieten, ohne dabei allzu vielen Restriktionen zu unterliegen. Ein Virtueller Server verträgt pro Tag bis zu 70'000 Hits. Falls die Anzahl Hits pro Tag diese Grenze klar übersteigt, sollte man sich Gedanken machen auf einen Dedicated Server umzurüsten. 1.8 Dedicated Server : Gegenüber dem Virtuellen Server hat der Dedicated Server den Vorteil, die ganze Hardwareleistung und Bandbreite einem einzelnen Benutzer zur Verfügung zu stellen. Der Besitzer eines Dedicated Servers hat exklusiven Zugang zu der Software, welche auf dem Server läuft. Ein Dedicated Server kann täglich mehrere hunderttausend Hits verarbeiten, er ist aber dementsprechend teurer als ein Virtueller Server. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nur Grossunternehmen, welche diese grosse Anzahl Hits benötigen von einem Dedicated Server Gebrauch machen. Grössere e-commerce Geschäfte, Online Shoppingzentren und grössere Software Verteiler Sites benötigen meist einen oder mehrere solcher Dedicated Servers. Auch ein von einem ISP angebotenen Dedicated Server wird im Normalfall nicht von dem Client bezahlt. Vielmehr wird der Server vom Client gemietet. Dies hat für den Client den Vorteil, dass wenn zum Beispiel ein Stück Hardware versagt nicht der Client, sondern der ISP für den Ersatz zahlen muss. Auf der Seite des ISP hat diese Miet-Regelung den Vorteil, dass sie nur gleiche oder ähnliche Hardware einkaufen müssen. So haben sie immer die nötigen Ersatzteile zur Hand, sollte mal eine Hardware ausfallen. Weiterhin erleichtert eine Armada gleicher Servermodelle dem ISP den Überblick über das nötige Technik Knowhow. Der ISP lässt dem Client meist alle Konfigurationsmöglichkeiten offen. Das gibt dem Client die Möglichkeit den Server sehr spezifisch auf sein Geschäft und dessen Wünsche abzustimmen. Die meisten Konfigurationen kann der Client sogar per Remote auf dem Dedicated Server setzen. Sollten dann dennoch Fragen offen sein, bietet der ISP technische Unterstützung an (1.12). Das Konfigurieren eines Dedicated Servers dauert im Normalfall zwischen einem Tag und zwei Wochen. Je nach Schwierigkeit der Konfiguration.[3] Einem Dedicated Server liegt auch ein umfangendes Software Repertoire bei, welches sich auch per Remote installieren lässt. Sollte dieses Software Paket nicht allen wünschen des Clients nachkommen, so hat der Client sogar die Möglichkeit eigene oder Third-Party Software zu installieren. Dies kann er entweder lokal beim ISP selbst erledigen (meistens gratis), oder lässt die Fremdsoftware von den Technischen Experten des ISP installieren (gegen entsprechende Entlöhnung des Technischen Experten) 6

7 1.9 Neue Standards: Damit ein ISP immer konkurrenzfähig bleiben kann, genügt es nicht nur die aktuellen Statistik-Tools, Administration-Tools und Templates zur Verfügung zu stellen. Es kommen laufend neue Technologien und Standards auf den Markt, welche es dem Client ermöglichen immer bessere und dynamischere Seiten immer einfacher herzustellen. Um diese Techniken dem Client zur Verfügung zu stellen, ist auf Seiten des ISP grosser Einarbeitungsaufwand nötig. Es ist in diesem Dokument nicht möglich auf all diese neuen Technologien einzugehen, doch soll an dieser Stelle - als Beispiel eines solchen neuen Standards - die sehr vielversprechende Technologie JSP kurz näher betrachten werden. JSP steht für JavaServer Pages und verknüpft auf geschickte Weise die Einfachheit von HTML und die Funktionsvielfalt von Java. Es ist einem Client gestattet in einem JSP-File sowohl HTML wie auch Java- Code unterzubringen, was zur Folge hat, dass er auf sehr einfache Weise dynamische Seiten programmieren kann. Wird nun eine JSP Seite zum ersten Mal aufgerufen, so wandelt ein serverinternes Programm das JSP-File in ein herkömmliches Servlet um, welches danach standardmässig weiter verarbeitet wird. Wer sich näher mit JSP befassen will, wird das Buch [5] empfohlen. Es bereitet einem ISP immer Mühe einen neuen Standard in sein Repertoire aufzunehmen, doch dank der momentanen Konkurrenz unter den ISP, kann man davon ausgehen, das sich JSP wie auch viele weitere Standards durchsetzen werden e-solutions: E-solutions und e-commerce sind inzwischen zu grossen Eckpfeilern des World Wide Webs geworden. So werden heute in diesen Sektoren Milliarden Umsätze erzielt. Wie in der Einleitung schon erwähnt, wird aus der e-commerce Welt nur ein Beispiel die e-solutions- dargestellt. E-solutions auch als Template e-commerce bezeichnet - sind ganze e-commerce Pakete, welche dem Client angeboten werden. So hat nun der Client die Möglichkeit mit ein paar Klicks und ein paar Franken im Monat beispielsweise einen Internetladen zu eröffnen. Dabei werden die e-solutions ganz einfach in die schon bestehenden Internetseiten integriert. Es ist zu erwarten, dass in ein paar Jahren solche e-solutions weit verbreitet sein werden. Der Vorteil für den Client liegt auf der Hand: Die Kosten und der Zeitaufwand für die Entwicklung eigener solcher e- commerce Lösungen sind viel zu hoch Application Service: Application Services stehen heute noch in den Kinderschuhen. Die Idee hinter diesen Services ist das Auslagern verschiedener Applikationen (das kann ein normales Textverarbeitungs- Programm bis hin zu CAD oder Computerspiele sein) vom Client-PC zu einem Provider, welcher eben diese Applikationen dann zur Verfügung stellt. Manche behaupten, Application Services haben keine Zukunft, und wieder andere sehen in Application Services das Aus für herkömmliche Client-Software. [7] Wie dem auch sei, Application Services sind (noch) nicht Innhalt dieses Dokuments, und würden dessen Rahmen sprengen Client Support: Nicht alle ISP legen gleiches Augenmerk auf den Client Support. In den meisten Fällen gibt es eine gratis Telephonnummer, unter welcher man erstmals sein Problem schildern kann. Je nach Client kann der Support aber unterschiedlich sein. So hat ein Firma, die einen Dedicated Server beim ISP stehen hat Anrecht auf einen viel grösseren und umfangreicheren Support, als ein Einzelkunde, welcher nur gerade einen Account besitzt. 7

8 Oftmals werden auch auf der Homepage sogenannte Guides allgemein zur Verfügung gestellt, welche verschiedene Aspekte der ISP-Client Beziehung erklären. Unter anderem findet man dort auch Erläuterungen zu angebotenen Technologien und Services Kostenlose Zusatzleistungen: Manche ISP bieten ihren Kunden noch besondere Zusatzleistungen an. Solche Zusatzleistungen umfassen zum Beispiel die kostenlose Teilname bei bestimmten Online Computerspielen, das kostenlose nachschlagen im Telephonbuch, oder gar das kostenlose forwarden seiner s auf ein Handy. Beispiel eines forwarding Dienstes Diese Zusatzleistungen sind Versuche der ISP sich in einem sonst sehr ausgeglichenen Markt ein bisschen von der Konkurrenz abzuheben. Teil 2: Preise Verschiedener ISP Dienstleistungen 2.1 Preisstrategien verschiedener ISP: Heute versuchen sich ISP viel mehr durch Dienstleistung von der Konkurrenz zu unterscheiden, als durch tiefere Preise. Im Gegensatz zu diesem Trend stehen die Gratis-Internet-Service Provider welche im folgenden Kapitel 3 näher besprochen werden. Gleiche Leistungen sind bei allen Anbietern in etwa gleich teuer. Obwohl es im Allgemeinen schwer fällt, die Leistungen verschiedener ISP miteinander zu vergleichen. In welchem Verhältnis stehen zum Beispiel UpTime und Customer Service? 2.2 Preisliste: Es folgt eine kurze Aufstellung der Preise verschiedener Dienstleistungen im ISP Geschäft. Es ist aber zu beachten, dass sich diese Preise sehr schnell ändern können, und diese Tabelle sehr schnell nicht mehr aktuell sein wird. 8

9 Beschrieb des Dienstes Kosten DNS Eintrag Fr Fr./Mo Template Site mit einer Adresse. 100 Mbyte Webspace, 20 Adressen, diverse Konfiguration-Tools 600 Mbyte Webspace, 150 Adressen, diverse Konfiguration-Tools, zusätzliche Anforderungen an die Up-Time Dedicated Server ~70Fr Fr./Mo ~100Fr Fr./Mo. ~100Fr Fr./Mo. Je nach Konfiguration und Hardware verschieden. Dies ist jedoch die teuerste aller Lösungen. Teil 3: Gratis Internet Service Provider Ein immer stärker wachsendes Segment der ISP sind die Gratis Internet Service Provider. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Internet Service Providern verlangen diese keine direkte Gebühr für die Bereitstellung eines Internet Zugangs. Jedoch gibt es andere Kosten, welche für die Benutzer anfallen. Die meisten Gratis ISP sind um das selbe Konzept gestrickt. Dieses Konzept, und die damit verbundenen Probleme werden in den folgenden Abschnitten erläutert. 3.1 Das Konzept: Gratis ISP verlangen zwar keine Gebühr um dem Client einen Internet Zugang zu gewährleisten, doch wissen sie ihre Kosten auf andere Art zu decken. In Ländern mit kostenpflichtigen Lokal-Gesprächen, sind es vor allem die Telekommunikationsgesellschaften selber, welche solche gratis Zugänge ins Internet zur Verfügung stellen. So zahlt der Benutzer statt einer monatlichen Zugangsgebühr jeweils die Telephongebühren um auf das Internet zu gelangen bei der jeweiligen Telephongesellschaft. Meist bieten diese Telephongesellschaften auch Combo-Pakete an, in denen der Gratis Internetzugang nebst dem Festnetzanschluss und/oder dem Mobiltelephonabonnement mit inbegriffen ist. Dies alles dient mitunter dem Binden des Clients an die jeweilige Telephongesellschaft. [2] In Ländern mit kostenlosem Dial-Up, verfolgen die Gratis ISP eine andere Strategie. Einer der Hauptunterschiede dieser Gratis ISP zu den normalen ISP ist, dass sie für den technischen Support Geld verlangen. Meist beträgt der von diesen ISP verlangte Betrag umgerechnet etwa ein bis zwei Franken. Meist wird man bei solchen Anrufen noch ein paar Minuten in einer Warteschlange gehalten, so dass ein durchschnittliches Gespräch mit einer solchen Hotline um die 10 Minuten dauert, und 10 bis 20 Franken kostet. 3.2 Probleme: Mit der zunehmenden Zahl von Personen, welche die Gratis ISP nutzen, fällt die Qualität der Dienste, welche durch die Gratis ISP angeboten werden zunehmends. Kunden können sich plötzlich nicht mehr einloggen, oder werden beim downloaden von grösseren Files ständig unterbrochen. Zu gewissen Peak- Zeiten, an welchen sehr viele Benutzer online sind passiert es, dass die Clients welche Gratis-ISP benutzen keine erträglichen Download- Geschwindigkeiten mehr erhalten, weil der ISP total überlastet ist. Sie haben dann keine andere Wahl, als zu warten, bis der ISP nicht mehr ganz so ausgelastet ist, oder sie müssen auf 9

10 gewisse Bandbreite-raubende Optionen ihres Browsers verzichten. (z.b. Deaktivieren der Darstellung von Bilddateien, Multimediadateien...) Eine direkte Folge aus diesen Problemen ist, dass die Clients länger und länger mit dem ISP verbunden sein müssen, um die benötigten Daten herunterzuladen, was wiederum direkt in einer höheren Telephonrechnung resultiert. Allgemein ist zu sehen, das die Dienstleistungen von Gratis-ISP nicht die Qualität aufweisen, wie wir sie von ISP gewohnt sind, welche noch immer monatliche Gebühren für ihre Dienste erheben. Das Problem fast aller Gratis-ISP ist, dass die zur Verfügung stehenden Finanziellen Mittel nicht Proportional zu den Benutzern wächst. So sehen sich einige Gratis-ISP nicht im Stande genügend schnell auf neue Modems aufzurüsten, und sie stehen so unweigerlich vor einem Bandbreiten Problem. Ein weiteres Problem der Gratis-ISP und deren Kunden ist das sogenannte ISP-Hopping. Während die Qualität der Gratis-ISP ständigen starken Fluktuationen ausgesetzt ist, wechseln die Clients häufig von einem zum anderen Gratis-ISP. So verliert der ISP nicht nur schnell seine Clients, sondern die Clients stehen auch vor dem Problem, dass sie laufend ihre Adresse ändern müssen. Manchmal ist die Adresse einem Kunden gar so wichtig, dass er es in Kauf nimmt bei einem schlechten ISP zu bleiben, um seine Adresse zu behalten. Anhang A: Glossar der Fachbegriffe Browser Als Browser bezeichnet man die Software Produkte mit denen man das Internet durchsuchen kann. Populäre Browser sind Netscapes Navigator /Communicator und Microsofts Internet Explorer. DNS [4] DNS steht führ Domain Name System. Dies ist ein Datenbank System, welches auf der ganzen Welt schöne Namen ( Strings ) auf IP Adressen projiziert. FTP FTP (File Transfer Protocol) ist ein Protokoll zum Übermitteln von Dateien über ein Netzwerk. Es gehört zur Familie der TCP/IP Protokollen. HTML Die HyperText Markup Language HTML ist eine Beschreibungssprache mit der man Dokumente auszeichnen kann. Fast alle im Internet veröffentlichten Dokumente basieren auf HTML. Über sogenannte Tags werden Textabschnitte logisch oder physikalisch beschrieben. Das heisst, dass man einen Textabschnitt als Zitat beschreiben kann oder dass ein oder mehrere Wörter kursiv dargestellt werden sollen. Diese Tags dienen als Anweisungen für den Internet-Browser wie der Text dargestellt werden soll. Das World Wide Web Consortium W3C ist für die Weiterentwicklung von HTML zuständig. Dieses Konsortium bringt Empfehlungen für HTML heraus. Die Bezeichnung Empfehlung kommt daher, dass diese Richtlinien nur schlecht durchgesetzt werden können und daher nur bedingt als Standard gelten. 10

11 In der Vergangenheit erweiterten viele Hersteller von Browsern diese Empfehlungen um eigene Tags was dazu führte, dass viele Seiten komplett anders dargestellt wurden auf verschiedenen Software-Produkten und so das erstellen von Internet-Seiten erschwert wurde. HTTP HTTP (HyperText Transport Protocol) gehört zu den TCP/IP Protokollen. Es wird für den Datenaustausch im World Wide Web benutzt. Newsgroups Ein riesiges, weltumspannendes Diskussionsforum. Hier gibt es für alle möglichen Themen Interessengruppen. Protokoll Damit die verschiedenen Rechnersysteme (UNIX, Macintosh, Windows, etc.) die im Internet zu finden sind miteinander kommunizieren können, wurden sogenannte Protokolle definiert. Diese Regeln den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Computern. Ohne sie könnten die vielen Computer gar nicht miteinander kommunizieren. Der wohl bekannteste Satz von Protokollen ist TCP/IP auf dem auch das Internet basiert. Server Als Server werden die Computer im Internet bezeichnet, auf welchen Internetseiten gespeichert sind. Die Browser holen die Seiten von den Servern und zeigen sie an. TCP/IP Mit TCP/IP wird ein ganzer Satz von Übertragungsprotokollen bezeichnet, die das Surfen im Internet erst möglich machen. Das ganze Internet basiert auf dem ISO-Standard von TCP/IP. Top-Level-Domain Top-Level-Domains sind Domain namen welche auf.com,.net oder.org enden. Heute sind fast alle Top- Level-Domains mit vernünftigen Namen vergeben. UseNet Nachdem auch Universitäten an das ARPA-Net angeschlossen wurden wurden elektronische Blackboards entwickelt. Diese wurden als UseNet bezeichnet. Heute wird das UseNet, das sich unterdessen zu einem riesigen Diskussionsforum entwickelt hat, normalerweise mit Newsgroups bezeichnet. 11

12 Website Als Website (site = Platz, Stelle, Ort, Standort) wird ein kompletter Satz von Webseiten, normalerweise in Form von HTML-Dokumenten, bezeichnet. Beispielsweise gehören alle Dokumente unter zur Website von Clockwork WebPublishing. Quellen: [1] Clockwork Web Publishing (www.clockwork.ch) [2] Internet Service Provider Market Monitor (www.tcp.co.uk/connect/2/marketmonitor.html) [3] Dedicated Servers (http://salvia.com/salvia_dot_com/web_design_host/dedicated_server/faqs.htm) [4] CASDNS (www.casdns.net) [5] Karl Avedal, Danny Ayers, Timothy Briggs, Carl Burnham, Ari Halberstadt, Tay Haynes, Peter Henderson, Mac Hoden, Sing Li, Dan Malks, Tom Myers, Alexander Nakhimovsky, Stephane Osmont, Grant Palmer, John Timney, Sameer Tyagi, Geert Van Damme, Mark Wilcox, Steve Wilkinson, Stefan Zeiger, John Zukowski: Professional JSP WROX Verlag [6] Oracle (www.oracle.com) [7] Agri (www.agri.ch) [8] Cable and Wireless (http://www.cw.com/th_05.asp?id=ch_10_04_02_de) [9] [10] Switch (www.switch.ch) 12

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