Klimafreundliche Mobilität in der Stadt

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1 Klimafreundliche Mobilität in der Stadt Fachforum "Energieeffiziente Stadt vom Gebäude zum Quartier" Hamburg 23. September 2014

2 Rahmenbedingungen (I) Herausforderung Wachsende Stadt Governance-Ansatz Breit angelegtes Wohnungsbauprogramm (2013: genehmigte neue Wohnungen p.a.) Ausbau Bildungsinfrastruktur: Schulbau, Kitas, Hochschulen Ausbau ÖPNV: Steigerung Fahrgastaufkommen: + 1,5 % p.a. Ab 2020 ausschließlich Beschaffung von Bussen mit emissionsfreien Antrieben, sämtliche rd. 900 Linienbusse werden bis ca durchgetauscht sein = emissionsfreier ÖPNV 2030 Systematisches Vorgehen bei der Entwicklung komplementärer Mobilität, spezielle und stark vergünstigte Carsharing-Angebote für ÖPNV-Nutzer

3 Rahmenbedingungen (II) Herausforderung Emissionsentwicklung Governance-Ansatz Breit angelegtes städtisches Klimaschutzprogramm ( rd. 118 Mio. Euro aus Haushaltsmitteln der Freien und Hansestadt Hamburg umgesetzt) Luftgütepartnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft als flankierende Maßnahme zum amtlichen Luftreinhalteplan Selbstverpflichtung von Handel und Handwerk: jeweils E-Fahrzeuge bis 2015 Spezifische Programme für Hafen und Logistik Beschaffungsinitiative für die städtischen Fuhrparks

4 Beispiel Elektromobilität Wo stehen wir heute? derzeit 950 Elektrofahrzeuge im Einsatz, davon rd. 760 aus Förderprojekten rd. 500 Fahrzeuge bei Wirtschaftsunternehmen, 280 im öffentlichen Sektor (Fachbehörden Bezirke Landesbetriebe öff. Unternehmen MRH Kommunen), rd. 170 privat genutzt 140 öffentlich zugängliche Ladepunkte Ladeinfrastruktur ist zunehmend besser ausgelastet: +40 % monatlicher Stromabsatz April-Juli, signifikant häufigeres Laden (im Laufe der letzten vier Monate eine Zunahme um 500 Ladevorgänge pro Monat auf heute Ladevorgänge monatlich, Mittelwert über alle Säulen: 1,6 pro Werktag, Spitzenwerte mehr als 3 pro Kalendertag) Community Building : Regelmäßiger Erfahrungsaustausch in Anwendertreffen und Projektgremien Breite Akzeptanz in den Unternehmen und kommunalen Dienststellen, die heute bereits Elektro- Fahrzeuge einsetzen

5 Strategie Elektromobilität Enges Zusammenspiel von lokaler Politik und Wirtschaft Das Hamburger Dreieck

6 Best Practice Wirtschaftsverkehr Beschaffungsinitiativen erzeugen hohe Dynamik Potentialerhebung der Handelskammer Hamburg bei ihren Mitgliedsunternehmen Alle rd Mitgliedsunternehmen eingebunden Fast ein Drittel der Unternehmen geht davon aus, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre der BEV- Anteil im eigenen Fuhrpark auf 50 % oder mehr steigen wird Ergebnisse Die Handelskammer Hamburg sagt voraus, dass im Jahr 2020 voraussichtlich batterieelektrische Fahrzeuge (davon Transporter) bei Hamburger Unternehmen fahren werden Dies entspricht 12% lokalem Marktanteil der E-Fahrzeuge an den dann in Hamburg auf gewerbliche Halter zugelassenen Fahrzeugen Aktuell läuft eine neue Befragung mit bislang 700 Rückläufen Handelskammer und Handwerkskammer ( Betriebe) setzen Beschaffungsinitiativen um und haben Rahmenverträge mit den Automobilkonzernen geschlossen: Vorzugskonditionen und Abrufkontingente für alle Mitgliedsbetriebe und -unternehmen Peter Lindlahr, hysolutions GmbH, Projektleitstelle Modellregion Hamburg

7 Best Practice in der städtischen Beschaffungspraxis Die Instrumente + +

8 Best Practice in der städtischen Beschaffungspraxis Die Inhalte

9 Best Practice Komplementäre Mobilität Erfolgsfaktoren: Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Sichtbarkeit Spezifische Carsharing- und Taxiprojekte ( switchh, Car2share, Feldversuch Taxi) Flexible ( free floating ) Systeme erlangen Dominanz im öffentlichen Stadtraum Als Hamburger Leitprojekt für intermodale Angebote im Bereich komplementärer Mobilität wurde switchh im Mai 2013 gestartet Innovatives Geschäftsmodell Sukzessive Errichtung sog. Mobilitätsservicepunkte in der Umsetzung Elektrifizierung für 2015 geplant Auslastung und Kundennachfrage in Hamburg sehr hoch Hamburg ist bei allen drei Anbietern die umsatzstärkste Region in Deutschland Weiterhin ungeklärte ordnungsrechtliche Situation Weiterhin massiver Widerstand bei ADAC und in den Verkehrsgremien des Deutschen Städtetags

10 Best Practice Mobilität im Quartier Bundesmodellprojekt e-quartier Hamburg in Zusammenarbeit mit: Entwicklung und Umsetzung modellhafter Konzepte zur systematischen Integration von Elektromobilität in Wohnquartiere Peter Lindlahr, hysolutions GmbH, Projektleitstelle Modellregion Hamburg

11 Bundesmodellprojekt e-quartier Hamburg Struktur und Arbeitsplanung Grundprinzip: Quartiersbewohner nutzen gemeinschaftlich Elektrofahrzeuge ( geschlossene Pools ) Typologien: # 1 geschlossene Fahrzeugpools + intermodales Mobilitätskonzept für private Quartiersbewohner # 2 geschlossene Fahrzeugpools, integriertes Energiekonzept + intermodales Mobilitätskonzept für private Quartiersbewohner # 3 geschlossene Fahrzeugpools + intermodales Mobilitätskonzept für private und gewerbliche Nutzer # 4 öffentliches Carsharing mit Quartiersbezug # 5 öffentliches Carsharing kombiniert mit geschlossenen Fahrzeugpools + intermodalem Mobilitätskonzept # 6 individuelle Einzelnutzung für private Quartiersbewohner mit integriertem Energiekonzept Peter Lindlahr, hysolutions GmbH, Projektleitstelle Modellregion Hamburg

12 Urbane Mobilität am Beispiel Hamburg Fazit: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Die Mobilitätswende findet statt. Intermodalität wird im Stadtraum gelebt, Alternativen zum eigenen Auto werden genutzt, der ÖPNV wird immer stärker zum Rückgrat der urbanen Mobilität 1 2 Die Diversifizierung der Angebote nimmt zu. Wettbewerb der CS-Systeme und -Anbieter ist vollentbrannt, es herrscht Goldgräberstimmung Es gibt viele offene Fragen. Verschärfung Parkdruck, Ordnungsrecht, Push-and-Pull, Geschäftsmodelle Infrastruktur Die Zukunft liegt in den Quartieren. Modellhafte Ansätze weiterentwickeln, Betreibermodelle erproben, Kommunikation verstärken Die Klimabilanz muss transparent sein. Elektromobilität kann wichtigen Beitrag leisten (Bsp. Taxi), wenn engmaschiges Monitoring, der Nachholbedarf beim Radverkehr ist weiterhin eklatant

13 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Peter Lindlahr

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