Am 01. Januar 2015 ist das Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Dies hat zur Erhöhungen der Leistungen der Pflegeversicherung geführt.

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1 Peiting, Januar 2015 Pflegereform Änderungen ab 2015 Am 01. Januar 2015 ist das Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Dies hat zur Erhöhungen der Leistungen der Pflegeversicherung geführt. Die Änderung die die ambulante Pflege betreffen im Einzelnen. 1. Erhöhung der ambulanten Pflegesach und Geldleistungen 2. Flexibilisierung der Verhinderungs und Kurzzeitpflege 3. Leistungen der Tages und Nachtpflege 4. Wohngruppenzuschlag, Ausbau der Leistungen 5. Wohnraumanpassung in der Häuslichkeit, Anschubfinanzierung für Wohngruppenzuschlag 6. Beitrag für Pflegehilfsmittel 7. Ausbau Betreuungs und Entlastungsleistungen 8. Anpassung des Beitragsatzes 9. Bildung eines Vorsorgefonds 10.Familienpflegezeiten

2 Leistung Pflegestufe Änderungen I II III Pflegegeld pro Monat Im Härtefall Pflegesachleistungen Pflegegeld bei eingeschränkter Alltagskompetenz Pflegesachleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz Kurzzeitpflege bis zu (max. 4 Wochen im Jahr) Verhinderungspflege bis zu (max. 4 Wochen im Jahr) pro Kalenderjahr pro Kalenderjahr auch für Pflegestufe pro Kalenderjahr pro Kalenderjahr bis zu 50 % der Kurzzeitpflege können als Verhinderungspflege genutzt werden. Nur als Leistung des Pflegedienstes. Plus 50% Kurzzeitpflege (806 ) pro Kalenderjahr = 201,50 monatlich

3 Leistungen Teilstationäre Pflege Teilstationäre Pflege bei eingeschränkter Alltagskompetenz ab Pflegestufe 0 I II III Härtefall pro Kalenderjahr Grundbetrag Betreuungsleistungen Zusätzliche erhöhte Betreuungungsleistungen Zuschuss zu Umbaumaßnahmen Anschubfinanzierung Wohngruppen Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel für jeden Pflegebedürftigen auch Pflegestufe monatlich für allgemeine Anleitung, Hauswirtschaft und Betreuung pro Kalenderjahr pro Kalenderjahr je Maßnahme je Maßnahme, bei mehreren Pflegebedürftigen in einem Haushalt bis zu Pro Maßnahme und Bewohner 2500 max im Monat 40 im Monat

4 7. Ausbau Betreuungs und Entlastungsleistungen Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht voll ausschöpft, kann künftig bis zu 40% des Betrages für niederschwellige Betreuungs und Entlastungsleistungen verwenden. Es handelt sich hierbei um Erstattungsleistungen. Der Pflegebedürftige muss die Leistunen der anerkannten Leistungserbringer zunächst selbst bezahlen und reicht die Rechnung anschließend bei der Pflegekasse ein. Voraussetzungen: Die Gundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung muss sichergestellt sein Es muss Pflegeberatung nach 37 Abs. 3 SGB XI in Anspruch genommen werden. Die Vergütung für die ambulanten Pflegesachleistungen wurden bereits vorrangig abgerechnet. 8. Anpassung des Beitragsatzes Die Leistungsverbesserungen werden durch eine Erhöhung des Beitragsatzes in der Pflegeversicherung finanziert. Zum 1. Januar 2015 steigt der Beitragssatz um 0,3 % auf 2,35 % bzw. 2,6 % für Kinderlose. 9. Bildung eines Vorsorgefonds Mit dem Pflegevorsorgefonds sollen mögliche Beitragssatzsteigerungen in der Zukunft abgefedert werden. Damit soll die Beitragsbelastung der jetzt jüngeren Menschen in der Zukunft begrenzt werden, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ins Pflegealter kommen.

5 10. Familien/Pflegezeitgesetz Die bisherigen Gesetze zur (Familien)Pflegezeit werden weiterentwickelt. Ab 01. Januar 2015 gelten folgende Neuerungen: Pflegende Angehörige können gegenwärtig 10 Tage unbezahlten Urlaub zur Organisation der Pflegesituation nehmen. Künftig wird dies mit einer Lohnersatzleistung gekoppelt, die den Großteil des Verdienstausfalles auffängt. Es wird ein Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit eingeführt. Beschäftigte sind künftig für die Dauer von bis zu 24 Monaten bei einer Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden freizustellen, wenn sie einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen. Es besteht ein Anspruch auf ein zinsloses Darlehen, um den Verdienstausfall abzufedern. Der Anspruch gilt bei Betrieben mit mehr als 25 Beschäftigten. Außerdem enthält das Gesetz Freistellungsregelungen zur Betreuung eines minderjährigen pflegebedürftigen Kindes in einer außerhäuslichen Einrichtung sowie Regelungen zur Begleitung von nahen Angehörigen in ihrer letzten Lebensphase.

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