Patientenumfrage. Was wirklich zählt
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- Oskar Fabian Knopp
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1 Patientenumfrage Was wirklich zählt Pressekonferenz, 20. Juni 2011
2 DOKUMENTATION DER UMFRAGE Ziel dieses Forschungsprojektes war die Auslotung der Bedeutung von Werten und Werthaltungen einerseits in der Bevölkerung des österreichischen Donauraums (Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich) und andererseits bei PatientInnen in den Krankenhäusern der Vinzenz Gruppe in Wien und Oberösterreich. UNTERSUCHUNGSMETHODIK: telefonische CATI-Interviews in der Bevölkerung des Donauraums, persönliche face-to-face Interviews mit PatientInnen BEFRAGUNGSZEITRAUM: 30. Mai bis 8. Juni 2011 AUSWAHL-METHODE: REPRÄSENTATIVITÄT: AUSWERTUNGSBASIS: MAX. STATISTISCHE SCHWANKUNGSBREITE: FRAGEBOGEN: STUDIENLEITUNG: Quotaauswahl Die telefonisch befragten Personen (Zielgruppe Bevölkerung) entsprechen in ihrer Zusammensetzung, in quotierten und nichtquotierten Merkmalen, der Bevölkerung der definierten Region. Bei den PatientInnen wurde auf Strukturgleichheit geachtet und wurden damit überproportional häufig junge PatientInnen befragt. n=400 telefonische CATI-Interviews (Bevölkerung), n=391 persönliche face-to-face Interviews (PatientInnen) bei n=400: ±5,0 Prozent vom Institut entwickelt/fragebogen befindet sich im Anhang ppa. Dr. David Pfarrhofer Prof. Dr. Werner Beutelmeyer Alle Forschungsprojekte werden in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des ESOMAR-Kodex zur Praxis der Marketing- und Sozialforschung durchgeführt. Linz, im Juni 2011 P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 2
3 EXECUTIVE SUMMARY Was wirklich zählt Ein Krankenhausaufenthalt stellt für viele von uns eine Zäsur im Leben dar und bringt uns dazu, sensitiv mit der veränderten Situation und darüber hinaus mit dem eigenen Leben und den eigenen Werthaltungen umzugehen. Vereinfacht formuliert: Kranke haben ganz andere Bedürfnisse als Gesunde und definieren andere Parameter als wichtig für das eigene Leben! Der in Österreich erstmals empirisch durchgeführte Vergleich zwischen einer Patientengruppe und einem Bevölkerungssample macht deutlich, dass PatientInnen deutlich mehr über Änderungen im eigenen Leben nachdenken als der Durchschnittsösterreicher : Während nur 14 Prozent der Bevölkerung Änderungen P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 3
4 im eigenen Leben für die nächsten Monate und Jahre planen, liegt dieser Anteil bei den PatientInnen bei 39 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch. Der Krankenhausaufenthalt verändert die Wahrnehmung des eigenen Lebens und schärft den Blick auf jene Dinge, die im Leben wirklich zählen! Gleich vorweg krank sein bzw. Krankenhausaufenthalt ist auch für die PatientInnen nicht gleichbedeutend mit fehlender Lebenszufriedenheit, auch die Patientinnen und Patienten sind großteils mit dem eigenen Leben zumindest zufrieden. Der Rückblick auf das bisherige Leben zeigt aber dennoch, dass man sein Leben anders sieht: Dabei steht nicht ein Alles-anders im gedanklichen Mittelpunkt, Kleinigkeiten anders gemacht zu haben, wäre aber durchaus wünschenswert P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 4
5 Und: Die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens stellen sich die PatientInnen häufiger als der Durchschnittsösterreicher, fast die Hälfte der PatientInnen hat innerhalb der Vorwoche (=Woche vor der Befragung) über den Sinn des eigenen Lebens nachgedacht. P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 5
6 Vergleicht man nun jene Dinge, die dem Durchschnittsösterreicher wichtig sind, mit jenen Dingen, die einem in der Ausnahmesituation Krankenhausaufenthalt besonders relevant sind, so werden massive Unterschiede deutlich: Die Ich-lings Werte werden im Krankheitsfall als deutlich weniger wichtig erlebt und rangieren in der Grafik ganz unten der Vergleich zwischen Bevölkerung und Patienten zeigt hier das größte Minus und werden in der Ausnahmesituation Krankenhaus Themen wie sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, die persönliche Freiheit oder Zeit für sich zu haben als weniger wichtig erlebt als von gesunden Menschen. Deutlich wichtiger werden aber Werthaltungen, die das Gemeinschaftliche betonen: das Gefühl zu haben, dass sich jemand Zeit für mich nimmt, Zeit für Familie oder Freunde zu haben oder auch selbst für andere da zu sein bestimmen nunmehr die gedankliche Welt. P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 6
7 Vergleicht man aus dem Blickwinkel der PatientInnen und der Bevölkerung, welche dieser Themen an Bedeutung gewonnen haben (Darstellung pro Thema im Saldo: von wichtiger geworden minus unwichtiger geworden ), so haben bei den PatientInnen die Gemeinsamkeitswerte besonders deutlich zugelegt; besonders deutlich ist dieser Zuwachs bei der Aussage ein Umfeld zu haben, dem man sich mit seinen Ängsten und Sorgen anvertrauen kann mit einem Plus von 38 Prozent ist der Bedeutungszuwachs bei den PatientInnen doppelt so groß wie in der Bevölkerung. Und auch die Bedeutung von Gott legt im Krankheitsfall zu während in der Bevölkerung sich mit Gott zu beschäftigen immer weniger Verbreitung findet, ist bei den PatientInnen ein gegenläufiger Trend festzustellen und beten PatientInnen häufiger als noch vor dem Krankenhausaufenthalt. P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 7
8 Die veränderte Werthaltung beeinflusst auch die Wahrnehmung eines Krankenhausaufenthaltes und die PatientInnen streichen deutlich lauter die hohe Bedeutung der individuellen Betreuung hervor sie erwarten sich Rücksichtnahme auf ihre individuelle Situation! P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 8
9 Im Krankenhaus selbst wird den PatientInnen klar, dass sich viele Menschen gar nicht im Klaren darüber sind, wie gut es ihnen eigentlich geht und wie wichtig im Krankheitsfall die ganzheitliche Betreuung des Menschen mit besonderem Fokus auf die Seele ist. P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 9
10 Fazit: Ein Krankenhausaufenthalt verändert den Blickwinkel auf das eigene Leben und sensibilisiert die egozentrischen Werte verlieren an Bedeutung und das Gemeinsame rückt vermehrt in den Mittelpunkt, der Blick auf das Wesentliche wird geschärft. P.ZR P2.F/T Vinzenz Gruppe: Was wirklich zählt Seite 10
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Einstellungen der Deutschen gegenüber dem Beruf der Putzfrau
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