Abschlussprüfung Sommer 2011

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1 STEUERBERATERKAMMER SCHLESWIG-HOLSTEIN KÖRPERSCHAFT DES ÖFFENTLICHEN RECHTS Kiel Postfach Kiel Hopfenstr. 2 d Tel. 0431/ Fax 0431/ Abschlussprüfung Sommer 2011 Steuerfachangestellte Prüfungsfach: Wirtschafts- und Sozialkunde Bearbeitungszeit: 90 Minuten Erreichbare Punkte: 100 Prüfungsort: Prüfling: Name: Vorname: Ausbildender: Prüfungstag: 11. April 2011 Bewertung der Prüfungsarbeit Erreichbare Punkte Erreichte Punkte Erstkorrektur Erreichte Punkte Zweitkorrektur Endpunkte 1. Aufgabe 16 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte 2. Aufgabe 14 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte 3. Aufgabe 20 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte 4. Aufgabe 16 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte 5. Aufgabe 18 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte 6. Aufgabe 16 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte Insgesamt 100 Punkte... Punkte... Punkte... Punkte Note Note Note

2 - 2 - Hilfsmittel - Steuergesetze und Durchführungsverordnungen ohne Richtlinien (Rechtsstand 2010) - Wirtschaftsgesetze (z.b. HGB, BGB, GmbHG) - Taschenrechner Hinweise zur Bearbeitung der Aufgaben: Jede Aufgabe ist auf einer neuen Seite zu beginnen.

3 1. Aufgabe 16 Punkte Klaus Friedrichsen und Ulf Sander sind Dachdeckermeister und möchten sich gemeinsam selbstständig machen. Sie beabsichtigen eine Kapitalgesellschaft zu gründen und haben aus den Medien erfahren, dass das GmbH-Gesetz erneuert wurde. Stellen Sie die genannten Merkmale bezüglich der GmbH und der Unternehmergesellschaft - haftungsbeschränkt tabellarisch gegenüber. Merkmale GmbH Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) Formvorschriften bei der Gründung Rechtsformzusatz Kapitalaufbringung - Mindeststammkapital - Mindeststammeinlage Bitte nur im Lösungsheft ausfüllen! - Bar- und / oder Sachgründung Registereintrag - Wo? - Wann?

4 Aufgabe 14 Punkte Der Unternehmer Sven Rührig aus Kiel hat zu Jahresbeginn 2010 drei Produktionsmaschinen zu Anschaffungskosten von ,00 je Maschine angeschafft. Die Nutzungsdauer der Maschinen beträgt vier Jahre. Herr Rührig strebt an, seine Produktionskapazitäten in den nächsten Jahren zu erhalten bzw. noch auszuweiten. Er möchte von Ihnen wissen, wie viele Maschinen er am Ende des Jahres 2014 besitzen wird, wenn er die Finanzierung neuer Maschinen durch Abschreibungen vornimmt und sich die Investitionsbedingungen nicht verändern. 1. Erstellen Sie den Liquiditätsplan für Herrn Rührig bis zum Jahre 2014 nach dem folgenden Muster. Gehen Sie dabei von einer linearen Abschreibung der Maschinen aus. Jahr Anzahl der Maschinen zum 1.1. lineare AfA Buchwerte zum flüssige Mittel am Anzahl neuer Maschinen am Jahresende AK der neuen Maschinen in Euro flüssige Mittel am 1.1. des Folgejahres Bitte nur im Lösungsheft ausfüllen! Nennen Sie drei Voraussetzungen, die für ein für ein vollständiges Funktionieren dieses Modells vorliegen müssen.

5 Aufgabe 20 Punkte 1. Kreuzen Sie an, ob die nachstehenden Aussagen richtig oder falsch sind. Alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer müssen zur Pflegeversicherung einen Zuschlag von 0,25% des Arbeitsentgeltes leisten. Richtig Falsch Auch für geringfügige Beschäftigung müssen Beiträge zur Sozialversicherung geleistet werden. Eine sogenannte Scheinselbständigkeit löst eine Sozialversicherungspflicht aus. Auch nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer können freiwillig der gesetzlichen Rentenversicherung angehören. Bitte nur im Lösungsheft ausfüllen! Bei einer Krankheitsdauer von mehr als vier Wochen erhält der Arbeitnehmer Krankengeld von der Krankenversicherung. 2. Nennen Sie die Zweige der in der Bundesrepublik Deutschland bestehenden gesetzlichen Sozialversicherung und ordnen Sie die genannten Leistungen den verschiedenen Sozialversicherungszweigen zu. a) Zahlung von Schwerbehindertenrente b) Insolvenzgeldzahlungen c) Durchführung von Röntgenreihenuntersuchungen d) Maßnahmen zur Unfallverhütung e) Zahlung von Pflegegeld f) Rehabilitationsmaßnahmen nach Arbeitsunfällen g) Berufsberatung h) Zahlung von Unfallrenten i) Stellenvermittlung j) Versorgung mit technischen Pflegehilfen k) Zahlung von Mutterschaftsgeld 3. Erläutern Sie, was unter den Begriffen Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze zu verstehen ist und welche Folgen sich aus einem Überschreiten dieser Grenzen ergeben. 4. Erläutern Sie den Begriff Generationenvertrag?

6 Aufgabe 16 Punkte Entscheiden Sie, ob, wie und ggf. wann ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Begründen Sie Ihre Entscheidung. 1. Hannah Schreiber hat am einen Werbeprospekt eines Weinhändlers erhalten. Daraufhin bestellt sie 2 Tage später 12 Flaschen Rotwein. Der Weinhändler liefert am die bestellte Ware. 2. Während eines Telefongespräches am unterbreitet der Unternehmer Preuß dem Steuerberater Ludwig ein Angebot über die Lieferung von Kopierpapier. Herr Ludwig bittet um Bedenkzeit. Er ruft am nächsten Tag zurück und bestellt 10 Kartons Kopierpapier zu den Konditionen vom Vortag. 3. Der Elektrohändler Kruschke sendet am auf dem Postweg dem Kunden Meinert ein Angebot zu. Herr Meinert bestellt daraufhin am zu den Angebotsbedingungen bei dem Elektrohändler. 4. Der Getränkelieferant unterbreitet seinem Kunden Mauritz am ein Angebot mit dem Vermerk Dieses Angebot ist bis zum gültig. Daraufhin bestellt der Kunde am entsprechend den Angebotsbedingungen. Der Kunde Mauritz erhält am eine Auftragsbestätigung des Getränkelieferanten.

7 Aufgabe 18 Punkte Der Angestellte Manuel Runge aus Mölln möchte sein Grundstück einzäunen. Bei dem Baustoffhändler Grosse aus Hamburg bestellte er 20 Zaunfelder und die dazugehörigen Pfosten. Mit der Lieferung am erhält Manuel Runge auch die Rechnung über 2.230,00 inkl. USt. Fall 1: Die Rechnung enthält nur den folgenden Zusatz: Bei Zahlung bis % Skonto: Zahlbetrag: 2.163,10 Bei Zahlung bis ohne Abzug: Zahlbetrag: 2.230, Prüfen Sie, ob Manuel Runge auch ohne Mahnung in Zahlungsverzug kommt, wenn er seiner Bank am den Überweisungsauftrag erteilt hat und das Geld erst am beim Verkäufer eingeht. Der Erfüllungsort bestimmt sich nach den gesetzlichen Regelungen. Fall 2: Zwischen den beiden Vertragsparteien besteht keine Zahlungsvereinbarung. 2. Prüfen und begründen Sie, ab wann sich Manuel Runge in Zahlungsverzug befindet, wenn er am eine Mahnung erhält. 3. Welche Rechte kann der Baustoffhändler Grosse geltend machen, wenn Manuel Runge sich in Zahlungsverzug befindet?

8 Aufgabe 16 Punkte Zur Auswertung des Jahresabschlusses legt Ihnen der Einzelhändler Walter Müller die folgende vereinfachte Bilanz vor: Aktiva Bilanz zum Passiva Anlagevermögen Eigenkapital ,00 Sachanlagen ,00 Finanzanlagen ,00 Fremdkapital Umlaufvermögen langfristige Verbindlichkeiten ,00 Vorräte ,00 kurzfristige Verbindlichkeiten ,00 Forderungen aus Leistungen ,00 Bankguthaben ,00 Kassenbestand , , ,00 Der Jahresüberschuss des Unternehmens beträgt in dem Geschäftsjahr ,00 und die Umsatzerlöse , Ermitteln Sie anhand der obigen Zahlen a) die Eigenkapitalrentabilität in Prozent. b) die Anlagendeckungsgrade 1 und 2. c) die Umsatzrentabilität in Prozent. d) die Liquidität des 1. Grades in Prozent. 2. Erläutern Sie die goldenen Bilanzregel und stellen Sie fest, ob diese in dem dargestellten Fall eingehalten wurde? 3. Welche zusätzlichen Informationen sind erforderlich, um die ermittelten Kennziffern aussagefähiger zu machen?

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