Rahmentrainingsplan U14
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- Ralph Wolf
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1 Rahmentrainingsplan U14 1. Hockeyspezifisches Konditionstraining 1.1. Ausdauertraining Im Alter von Jahren sind die Grundlagen zu trainieren, um später im Leistungstraining ein hohes aerobes Niveau der Ausdauer überhaupt erreichbar zu machen. Die sensitive Phase (=Phase erhöhter Trainierbarkeit) fällt in die Pubeszens, bei Mädchen also in das kalendarische Alter von 11/12 bis 13/14 und bei Jungs von 12/13 bis 14/15. Kindgemäßes Ausdauertraining ist aerob. Die Betonung des Trainings liegt auf dem Umfang bei geringer Intensität. Anzustreben ist, daß die Kinder eine 20 minütige Dauerbelastung durchstehen. Das Minimum liegt bei 2 Ausdauereinheiten, das Optimum bei 3-4 Ausdauertrainingseinheiten. Die Trainingseinheiten sind über vielfältige Varianten von Dauer- und Intervallmethoden kindgerecht zu gestalten, um einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen, gleichzeitig die Gefahr der Monotonie zu bannen. (Zintl, 1994, Ausdauertraining, S.204 ff.) Nach Hockeyeinheiten sollte ein spielerisches Auslaufen erfolgen Krafttraining Grundlagenprogramm Stabilisation spielerisches Krafttraining (mit eigenem Körpergewicht), Zweikampfspiele 1.3. Schnelligkeitstraining spielerisches Schnelligkeitstraining (Sprints über 5-20 Metern) in Wettbewerbsform Slalomsprints (viel mit koordinativ anspruchsvollen Sonderaufgaben wie Schläger auf- oder ablegen, hinsetzen, hinlegen, Rollen, Sprünge, Drehungen,...) Verfolgungsrennen Reaktionstraining auf akustische und optische Reize Laufstiltraining, Lauf-ABC mit Übergängen in den Sprint Forstner, Weise DHB Rahmentrainingsplan U14 1
2 1.4. Beweglichkeitstraining Jeder Spieler soll für jede Muskelgruppe wenigstens 2 unterschiedliche, funktionelle Dehnübungen kennen. Unterscheidung: Dehnen zur Wettkampf- und Trainingsvorbereitung (wichtigste Muskelgruppen kurz, 6-8 Sekunden dehnen) und Dehnen als Beweglichkeitstraining (20-30s pro Dehnung; 3 Serien) und Regeneration 1.5. Koordinationstraining In dieser Alterstufe ist ein umfangreiches und vor allem variantenreiches Koordinationstraining Pflicht, da später auch durch umfangreiche Trainingsreize nur eine Erhaltung bzw. minimale Verbesserung des bereits erreichten Niveaus zu erzielen ist. Training von Gewandheit, Gleichgewichtsinn und Rhythmusgefühl durch: unterschiedliche Laufarten und schnellen Wechseln Slalom- und Hürdenläufe mit unterschiedlichsten Zusatzaufgaben Hindernisbahnen und Klettergärten kombiniert mit hockeytechnischen Aufgaben Schatten- und Spiegelläufe (einfaches Nachmachen und spiegelverkehrtes Nachmachen) Fangspiele Wurf- und Parteiballspiele Sprünge und Sprungkombinationen mit beidseiten Drehungen und verschiedenen Zusatzaufgaben im Sprung Hopserläufe rückwärts Balanceübungen einbeinig mit Zusatzaufgaben (Fangen/Werfen von Bällen) Stehen und Balancieren ein- und beidbeinig mit geschlossenen Augen 2. Techniktraining 2.1. Ballführung Erlernen und Festigen aller Techniken und Technikverbindungen (bei zunehmendem Tempo) - Vh Seitführen - Frontale Ballführung - Vh- / Rh-Ballführung Tempo- und Richtungswechsel in Verbindung mit peripherem Sehen Forstner, Weise DHB Rahmentrainingsplan U14 2
3 2.2. Ballabgabe Erlernen und Festigen aller Techniken Erhöhung der Schlaghärte und Genauigkeit Kurzschlag und Schrubbschlag mit Täuschungen Schlenzen und Flachschlenzer (auch auf rechtem Fuß) Vh- und Rh-Hebebälle Passen mit hoher Rückhand und argentinischer Rückhand (Ballabgabe auf linkem und rechtem Fuß) 2.3. Ballannahme Ballannahme von springenden und harten Zuspielen mit der Vh und Rh im Stand und nach Freilaufen Ballannahmen (Vorblocken, Durchrutschen) mit Anschlußhandlungen (Schlag, Schrubber, Torschuß) Offensive Ballan- und mitnahmen nach verteidigerentfernten Zuspielen in die Vh oder Rh mit passiven und halbaktiven Gegenspielern Ballannahme von hohen Bällen Ballannahme mit der kleinen Rh 2.4. Umspielen Umspielen durch Vorbeilegen Umspielen durch Überheppen von Hindernissen Einfacher Vh- / Rh-Zieher und Doppelzieher und Kominationen der Techniken, Zieher mit Lupfer, Heppen mit Zieher, etc. Einüben und situationsgerechte Anwendung der verschiedenen Umspieltechniken im offensiven 1:1 in Verbindung mit Torschusstechniken Zweikämpfe Face to Face mit offenem Visier, also kein Arschbackenhockey Zocken zum Ziel hin (Zocken macht Spaß und Tore machen noch mehr), Freiräume lassen zum Zocken Einüben von Schläger- und Körpertäuschungen Forstner, Weise DHB Rahmentrainingsplan U14 3
4 2.5. Abwehrtechnik Einüben folgender Abwehrtechniken: - Abfangen von Bällen mit tiefer Vh oder Rh - Herausspielen des Balles Vh und Rh - Klauen des Balles mit der Vh und absetzen nach innen - Abwehrstecher - Herausblocken mit dem Vh-Brett 2.6. Torschuß Schlagen, Schieben, Schlenzen nach Ballführung Rh Schlenzen / Heben aus der Ballführung Torschuß nach Umspielen eines passiven Gegenspielers Torschuß nach Zuspielen aus verschiedenen Richtungen und Ballannahme 2.7. Torwarttraining Schulung aller Grundtechniken und des Stellungsspiels Verbinden mehrere Handlungen/Aktionen (Halten und Klären, mehrfach Halten, etc.) spezifische Beweglichkeit und Rumpfstabilisation 3. Taktiktraining 3.1. Individualtaktik Angriffsverhalten Spiel mit dem Raum (1:1 mit großer Fläche zum Tor hin) Tempo- und Richtungswechsel mit Zug zum Tor bzw. mit Zug in den Kreis Umspielen zum linken Fuß hin (Freischläge und Ecken zocken) Forstner, Weise DHB Rahmentrainingsplan U14 4
5 Abwehrverhalten Entwickeln des Gefühls für Reichweitenabstand, Kanalisieren des Gegners, Abdrängen des Gegenspielers nach außen vom Tor weg, begleitende Abwehr Tempo- und Richtungswechsel des Angreifers mitgehen können, durch richtige Körperposition und gute Fuß- und Laufarbeit Training des Gefühls für Timing: Überholen, Stecher in der Ballannahme des Gegners oder den Gegner in die begleitende Abwehr übernehmen Einüben effektiver Täuschungshandlungen mit Schläger und Körper Standardsituationen Basisaufgaben Strafecke Hereingabe, Stoppen und TS, einfache Varianten in der Offensive Erlernen des Ablaufens und Einnehmen günstiger Positionen durch Abwehrspieler Torwart Abwehr im Liegen und Wechsel Liegen/Stehen und umgekehrt 3.2. Gruppentaktik Einfache Kurvenangriffe 3:1 über beide Flügel, mit Nutzung der Grundlinienposition Verfeinern der Grundform des 2:1 und das Ausspielen von Überzahlverhältnissen 2 mal 2:1 2:1 mit Stellspieler und Spurwechsel des Ballführenden 2:1 Kontersituation (Absetzen vom Gegner und Schneiden für Anspiel) ¾-Feldfeldspiel 9:9 mit verschiedenen Mannschaftstaktiken (3-3-2, 4-2-2, 2-3-3, etc.) Forstner, Weise DHB Rahmentrainingsplan U14 5
6 3.3. Mannschaftstaktik Großfeldspiele, Einführung in die Positionen und Aufgaben eines Spielsystems (4-3-3), Raumaufteilung in Angriff und Abwehr Gliederung der Mannschaft in Mannschaftsteile in den Ebenen (Aufbau/Mittelfeld/Sturm) und Achsen (linke Achse: linker Aufbau/linkes Mittelfeld/linker Stürmer; Mittelachse, rechte Achse) Forstner, Weise DHB Rahmentrainingsplan U14 6
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