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1 Kantonsschule Ausserschwyz Maturaarbeit Oktober 2014 Wirtschaft kinderleicht! Ein Comicbuch für Kinder über die Preisentstehung Willkommen in die Welt der Wirtschaft! Autor, Klasse Adresse Betreuende Lehrperson Jobir Khikmatullaev, Klasse 4d Hinterfeld 3b, 8852 Altendorf Jürg Neuenschwander

2 Abstract Mit dem Ziel, die heutige Volkswirtschaft für Kinder einfacher zu erklären, erstellte ich im Rahmen meiner Maturaarbeit ein Comicbuch, welches kinderleichte Erklärungen und unterhaltsame Illustrationen beinhaltet, mit dessen Hilfe sich die Kinder die Welt der Wirtschaft besser vorstellen können. Vor dem Erstellen dieses Comicbuches beschäftigte ich mich intensiv mit der Preistheorie und den Extremfällen Polypol und Monopol. Dieses angeeignete Wissen half mir, das Niveau und den Schwierigkeitsgrad des Buchinhaltes zu bestimmen. Das farbenfroh gestaltete Comicbuch soll dem Leistungsniveau eines 11-jährigen Kindes entsprechen und einen spannenden Einblick in die Wirtschaftswelt ermöglichen.

3 Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort Einleitung Wissenschaftliche Grundlage Markt und Marktformen Die Gliederung und die Bedeutsamkeit des Marktes Marktformen Angebot und Nachfrage als Fundament des Preismechanismus Nachfragefunktion Verschiebung der Nachfragekurve Angebotsfunktion Verschiebung der Angebotskurve Reaktionen auf Preis- und Einkommensänderungen Preiselastizität der Nachfrage Preiselastizität des Angebots Einkommenselastizität Preisbildung in der vollkommenen Konkurrenz Marktgleichgewicht Produzenten- und Konsumentenrente Kosten- und Gewinntheorie Preisbildung im Monopol Gewinnmaximierung und Cournotscher Punkt Preisdifferenzierung bzw. Preisdiskriminierung Entstehungsgründe eines Monopols Ziel des Lehrbuches Wieso ein Comic? Aufbau der Story Vereinfachung der Theorie Anwendung des Lehrbuches in einer Primarklasse Aufbau der Präsentation...30

4 5.2 Quizblatt Ergebnisse Auswertung des Quizblattes Qualität des Lehrstoffes Ausblick Glossar Quellenverzeichnis Gedruckte Quellen Ungedruckte Quellen Abbildungsverzeichnis...35 Anhang...35

5 1. Vorwort Wenn du es einem Zehnjährigen nicht erklären kannst, hast du es vermutlich selbst nicht verstanden 1. Dieser Zitat von Albert Einstein, auf den ich bereits vor der genauen Themenwahl im Kurs Roter Faden gestossen bin, gab mir den Anreiz und war die eigentliche Triebfeder in meiner Maturaarbeit. Das Schwerpunktfach Wirtschaft & Recht hat sich im Laufe meiner Schulzeit zu einem meiner Lieblingsfächer entwickelt. Um dieses Fachgebiet laut dem Zitat wirklich verstanden zu haben, musste ich also die Wirtschaft so einfach wie möglich einem kleinen Kind erklären können. Durch meine Maturaarbeit verschaffte ich mir nicht nur einen guten Überblick in der Volkswirtschaft, sondern kam in Kontakt mit kleinen Kindern. Da ich keine jüngeren Geschwister in diesem Alter habe, waren mir das Umfeld, die Interessen und die Alltagsthemen dieser Kinder völlig unbewusst und ich durfte sie durch Interviews neu erkunden. Weitere Beweggründe für die Themenwahl meiner Maturaarbeit waren meine endlose Begeisterung für die Wirtschaft, das Zusammenarbeiten mit Kindern und schlussendlich die Freude beim Zeichnen. Da ich selbst als Kind sehr gerne Comics las, kam ich auf den Gedanken die Theorie des Preismechanismus in Comics zu verfassen. Die starke Aussagekraft der Bilder und die Sprechblasen sollen leicht verständlich sein sowie der Vorstellungskraft der Kinder entsprechen. Ich möchte mich für alle Personen und Institutionen bedanken, welche meine Maturaarbeit unterstützt haben. Ich danke vielmals Herrn Jürg Neuenschwander, meinem Betreuer, für die unterstützenden Worte und Gedankenblitze, welche zum Gelingen meiner Arbeit beigetragen haben. Ein besonderes Dankeschön geht an meinen ehemaligen Primarlehrer Marcel Diethelm und seiner Klasse 5a von der Primarschule Altendorf. 1 Zitat von Albert Einstein 1

6 2. Einleitung Jedes Kind fragt sich einmal, weshalb immer gerade die Spielzeuge, die es haben will, sehr teuer sind. Sobald man zum ersten Mal mit Geld in Kontakt kommt, macht man sich Gedanken, was man sich gerne kaufen würde und was man tatsächlich dafür kriegt. Das Zustandekommen des Preises sowie in diesem Rahmen geschriebene Comicbuch ist das Thema der vorliegenden Maturaarbeit. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung: - Wie kommt es zur Verschiebung der Angebots- und Nachfragekurve? - Wie reagieren die Konsumenten auf Preisänderungen? - Weshalb entspricht bei der vollkommenen Konkurrenz der Verkaufspreis den Grenzkosten? - Aus welchen Gründen entsteht ein Monopol? Die Merkmale der beiden gegensätzlichen Marktformen vollkommene Konkurrenz und Monopol herauszuarbeiten und die Fragestellungen präzis zu beantworten ist ein Ziel dieser Arbeit. In Bezug auf die Feldarbeit soll mithilfe eines Lehrmittels das erlangte Wissen den Kindern auf dem einfachsten Weg weitervermittelt werden. Die Aufnahme und der Effekt dieses Comicbuches bei den Kindern wird anschliessend analysiert und bewertet. Zum Thema Preisbildung sind zahlreiche Literaturen vorhanden. Die vorliegende Maturaarbeit baut hauptsächlich auf dem Buch Markt und Preis von Theo Scherer und Aktuelle Volkswirtschaftlehre von Peter Eisenhut auf. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Monopol und der vollkommenen Konkurrenz. Diese wissenschaftliche Grundlage ist der Kern der ganzen Arbeit. Im zweiten Teil wird die Feldarbeit präsentiert und seine Wirkung und Effizienz analysiert und diskutiert. Zum Schluss sind noch ein Glossar, welches die Erklärungen der kursiv geschriebenen Begriffe beinhaltet, und detaillierte Quellenangaben zur Arbeit zu finden. 2

7 3. Wissenschaftliche Grundlage 3.1 Markt und Marktformen Die Gliederung und die Bedeutsamkeit des Marktes Der Begriff Markt leitet sich aus dem lateinischen Wort mercatus ab, was Handel bedeutet. Im modern ökonomischen Sinne bezeichnet man mit Markt einen Ort, an dem sich die Tauschwilligen, die Anbieter und Nachfrager, treffen und handeln. Der Markt ist also ein ökonomischer Ort des Tausches. 2 Die wesentliche Aufgabe des Marktes ist es, die Käufer (Nachfrager) und Verkäufer (Anbieter) einander möglichst nahezubringen. Märkte können nach sachlichen, räumlichen und zeitlichen Merkmalen eingeteilt werden 3 : Bei der sachlichen Gliederung kann zwischen Gütern und Dienstleistungen unterschieden werden. Zum Beispiel: Konsumgütermarkt & Arbeitsmarkt Bei der räumlichen (regionalen) Gliederung werden Märkte in einem bestimmten Gebiet einbezogen. Zum Beispiel: Goldmarkt in der Schweiz, Kapitalmarkt in der Region Zürich, Immobilienmarkt in Pfäffikon Bei der zeitlichen Gliederung handelt es sich um Marktveranstaltungen, die periodisch sind (z.b. Jahresmarkt, Weihnachtsmarkt) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden Marktformen Eine Unternehmung muss ihren Markt genau kennen und abgrenzen, um überhaupt einen Preis für ihr Gut oder Dienstleistung bilden zu können. Deshalb werden die Märkte nach der Anzahl und Grösse ihrer Marktteilnehmer auf der Angebots- sowie Nachfrageseite aufgeteilt. Die Grösse der Marktteilnehmer ist an ihrem Marktanteil messbar. Mit Hilfe von Marktformen hat man versucht, Bestimmungsgrössen (Determinanten) für die Preisbildung zu finden. Fragt man nach Bildung und Höhe der Preise auf irgendwelchen Märkten, so zeigt sich, dass diese entscheidend von der Struktur der Angebots- und Nachfrageseite bestimmt werden Stand: Theo Scherer, 1994, S.2 4 Theo Scherer, 1994, S.7 3

8 Das bekannteste Schema zur Abgrenzung von Marktformen ist das Morphologische Marktformenschema von Heinrich von Stackelberg ( ), bei dem das Gliederungskriterium für die Gruppierung die Anzahl der Marktteilnehmer auf beiden Marktseiten ist 5. Anbieter Nachfrager viele kleine wenige mittelgrosse ein grosser viele kleine Polypol Oligopson Monopson beschränktes wenige mittelgrosse Oligopol zweiseitiges Oligopol Nachfrage-Monopol beschränktes zweiseitiges ein grosser Monopol Angebots-Monopol Monopol Tabelle 1: Morphologisches Marktformenschema Problematisch bei diesem Marktformenschema ist die unscharfe Grenze zwischen vielen und wenigen Marktteilnehmern. Auch muss man davon ausgehen, dass in der jeweiligen Marktform die Grösse der Konkurrenten der eigenen Grösse entspricht. Durch die Endungen weiss man zur welchen Marktseite die Fachbegriffe gehören. Die Endsilbe pol leitet sich aus dem griechischen Wort polein (=verkaufen) ab; die Endsilbe pson leitet sich aus dem griechischen Wort psonein (=kaufen) ab 6. In einem Monopol verkauft ein grosser Anbieter, im Oligopol sind es wenige mittelgrosse und im Polypol viele kleine Anbieter, die am Markt beteiligt sind. Den Kauf von einem grossen Nachfrager nennt man Monopson, den Kauf von wenigen mittelgrossen Oligopson. Bei einem Polypol, zweiseitigem Oligopol und zweiseitigem Monopol hat es auf beiden Marktseiten genau gleich viele Anzahl Teilnehmer. Bei einem beschränkten Nachfrage- Monopol stehen einem grossen Nachfrager wenige mittelgrosse Anbieter gegenüber und bei einem beschränkten Angebots-Monopol stehen einem grossen Anbieter wenige mittelgrosse Nachfrager gegenüber. Welche der Marktformen nun am häufigsten vorkommt, ist unter den Wirtschaftstheoretikern höchst umstritten. 5 Stand: Theo Scherer, 1994, S.8 4

9 3.2 Angebot und Nachfrage als Fundament des Preismechanismus Der Preismechanismus sorgt dafür, dass der Anbieter diejenigen Güter herstellt, die der Nachfrager verlangt. Ignoriert er dies, wird er aufgrund den niedrigen Umsätzen und gegebenen Produktionskosten schliesslich Konkurs gehen. Der Preis ist demnach eine Knappheitsmesserfunktion. Er signalisiert dem Anbieter, ob es sich lohnt von diesem Gut herzustellen. Mit ihrer Allokationsfunktion sorgen die Preise dafür, dass die knappen Ressourcen der produktivsten Verwendung zugeführt werden und somit der Output maximiert wird. Schliesslich besitzen die Preise eine Abstimmungsfunktion, welche die Pläne auf den Märkten beeinflusst. 7 Adam Smith ( ), der schottische Moralphilosoph und Nationalökonom, schreibt in seinem 1776 erstmals veröffentlichten Werk An Inquiry into the Nature and Causes oft the Wealth of Nations : Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Bauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten lässt sondern, dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten. Auch beschreibt er in seinem Werk, dass das egoistische Handeln die Gesamtwirtschaft häufig wirkungsvoller befördert, als wenn es beabsichtigt wird, zum öffentlichen Wohl zu handeln. 8 So schildert Adam Smith mit einer Metapher, dass der Einzelne, der aus Eigennutzen seine Produktivität und Erträge steigern will von einer unsichtbaren Hand geleitet wird, um einen Zweck zu fördern, das er gar nicht beabsichtigt hat. Diese unsichtbare Hand ist wie eine selbständig wirkende Kraft, die das Eigeninteresse von Anbieter und Nachfrager zum Ausgleich führt. Smith als klassischer Ökonom lehnt jegliche Staatseingriffe in den Markt ab und überlässt die Regulierung dem Angebot und der Nachfrage. Vor der vollständigen Enthüllung des Preismechanismus wird es vertieft in die Nachfrageund Angebotsfunktion eingegangen Nachfragefunktion Die Nachfragefunktion stellt die Reaktion der nachgefragten Menge auf die Preisveränderung des Gutes dar 9. Weil zur Befriedigung der unbegrenzten Bedürfnisse nur eine bestimmte Geldmenge zur Verfügung steht, erwägt der Konsument seinen Nutzen. Das hat zur Folge, dass bei sehr hohen Preisen nur wenige Güter nachgefragt werden und umgekehrt je niedriger die Preise sind, umso mehr Güter nachgefragt- bzw. gekauft 7 Theo Scherer, 1994, S Stand: Stand:

10 werden 10. Zwischen der nachgefragten Menge eines Gutes (z.b. Rindfleisch) und dessen Preishöhe besteht also eine gegenseitige Beziehung. Bei steigendem Preis nimmt der Konsum ab, bei sinkendem Preis nimmt der Konsum zu. Weil aber die Nachfrage von vielen Einflussgrössen abhängig ist, nimmt man bei dieser Funktion an, dass sich nur ein Faktor verändert und alle anderen Faktoren konstant bleiben 11. Für diese Annahme benutzt man in der Fachsprache den lateinischen Ausdruck ceteris paribus. Wenn man alle Einflussfaktoren in die Funktion mit einbeziehen würde, könnte man ihre Wirkungen sehr schwer bestimmen. Um die Analyse unkompliziert und übersichtlich zu gestalten, wird in der Regel nur der Preis als Einflussfaktor bestimmt. Neben dem Preis sind aber immer noch weitere mögliche Einflussfaktoren vorhanden, die man im Hinterkopf behalten sollte. Die Preise anderer Güter, die Nutzenvorstellung vom gewünschten Gut und das variierende Einkommen haben ebenfalls einen starken Einfluss auf den Kaufentscheid, werden aber unter ceteris paribus nicht weiter berücksichtigt 12. Unter der Annahme von ceteris paribus lautet die Nachfragefunktion 13 : x = f(p) Die linear fallende Nachfragefunktion wird dargestellt als 14 : p = c dx = Anfangspunkt auf der senkrecten Acse negative Steigung im Punkt x Die Beziehung zwischen Preis und nachgefragter Menge wird nun graphisch dargestellt. Die y-achse gibt den Preis des Gutes und die x-achse die nachgefragte Menge des Gutes an. 10 Theo Scherer, 1994, S Peter Eisenhut, 2012, S Peter Eisenhut, 2012, S Alfred Krummenacher und Jean Paul Thommen, 2006, S Alfred Krummenacher und Jean Paul Thommen, 2006, S.112 6

11 Preis (p) in CHF 8 7 c Nachfragekurve: p = c - dx Menge (x) in Mengeneinheiten Abbildung 1: Nachfragekurve In der Abbildung 1 werden Preise (p) in CHF für bestimmte Anzahl kg (Mengeneinheit x oder q) Tomaten dargestellt. Für 7CHF für niemand mehr Tomaten kaufen (Anfangspunkt c). Und umgekehrt wäre die Sättigungsmenge z.b. beim Geschenk von 7kg Tomaten erreicht. Ab der Sättigungsmenge ist es zu viel des Guten, der Konsument hat genug und will nicht mehr konsumieren. Die nachgefragte Menge von 6kg fällt auf 2kg zurück, wenn der Preis von 1CHF auf 5CHF steigt. In diesem Fall gilt das Gesetz der abnehmenden Nachfrage: Bei steigenden Preisen nimmt die Nachfrage ab. Dies hat zur Folge, dass die Nachfragekurve negativ bzw. fallend ist Verschiebung der Nachfragekurve Man spricht von einer Verschiebung der Nachfragekurve wenn sich eines der Einflussfaktoren ausser dem Preis zusätzlich verändert. Die ceteris paribus Annahme gilt in diesem Fall nicht mehr, weil die Nachfrage wegen einer Bedürfnisänderung zugenommen hat. Das heisst also, dass die Nachfrager zum gleichen Preis mehr nachfragen und kaufen als bisher. Somit verschiebt sich die Nachfragekurve aufgrund der Nachfragesteigerung nach rechts. Bei einem Nachfragerückgang sieht das Ganze umgekehrt aus. Die Nachfragekurve verschiebt sich nach links und bei den gleichen Preisen wird nun weniger nachgefragt als vorher. 15 Die nächste Abbildung veranschaulicht die Verschiebungen der Nachfragekurve: 15 Peter Eisenhut, 2012, S.30 7

12 N 1 =Nachfrageerhöhung N 2 =Nachfragerückgang Abbildung 2: Rechts- und Linksverschiebung der Nachfragekurve Folgende Gründe sind für eine Rechtsverschiebung der Nachfragekurve verantwortlich 16 : Höheres Einkommen: Wenn die privaten Haushalte mehr Einkommen besitzen, können sie bei unveränderten Preise aufgrund der Erhöhung der Kaufkraft mehr nachfragen. Steigende Preise von Substitutionsgütern: Wenn zum Beispiel Kaffee teurer wird, könnte dies zu einer Rechtsverschiebung der Nachfragekurve für Tee zur Folge haben. Man geht davon aus, dass Kaffee und Tee ersetzt werden können. Güter, mit denen man andere Güter ersetzen kann, nennt man Substitutionsgüter. Sinkende Preise von Komplementärgüter: In diesem Beispiel führt es zu einer Rechtsverschiebung der Nachfragekurve für Kaffeemaschinen, wenn die dazugehörigen Kaffeekapseln günstiger werden. Bei diesen Beispielen handelt es sich um Komplementärgüter. Darunter bezeichnet man also Güter, die sich ergänzen und deshalb zusammengehören. Erwartete Preissteigerungen: Wenn eine künftige starke Preiserhöhung bei einem Gut bekannt ist, kann es kurzfristig zu einer Nachfrageerhöhung kommen. Man möchte durch den unverzüglichen Kauf des Gutes eine Preissteigerung umgehen. Höhere Nutzeneinschätzung: Je weniger die Nachfrager von einem Gut besitzen, desto mehr schätzt man eine zusätzliche Einheit. Der Nutzen von der zuletzt konsumierten Einheit, wird als Grenznutzen bezeichnet. Weil dieser Grenznutzen 16 Peter Eisenhut, 2012, S.31 8

13 eines Gutes bei geringer Menge noch hoch ist, wollen die Nachfrager mehr dafür bezahlen. Folgende Gründe sind für eine Linksverschiebung der Nachfragekurve verantwortlich 17. Tieferes Einkommen: Aufgrund von Arbeitslosigkeit können sich die Einkommen der privaten Haushalte verringern. Man ist dann nicht mehr in der Lage, bei konstanten Preisen für ein Gut zu bezahlen und dementsprechend wird die Nachfrage nach diesem Gut sinken. Sinkende Preise von Substitutionsgütern: Eine Preissenkung beim Kaffee führt bei diesem Gut zu einer Nachfrageerhöhung und zu einem Nachfragerückgang beim ursprünglich nachgefragten Gut, z.b. beim Tee. Steigende Preise von Komplementärgütern: Bei einer Preissteigerung von Kaffeekapseln führt es zu einer Linksverschiebung der Nachfragekurve für Kaffeemaschinen. Die Verteuerung der Komplementärgüter führt zu einem Nachfragerückgang. Erwartete Preissenkungen: Es kann langfristig eine geringe Nachfrage herrschen, weil die Konsumenten den Zeitpunkt der Preissenkung abwarten und unter gleichbleibenden Umständen wenig nachfragen. Tiefere Nutzeneinschätzungen: Eine zusätzliche Einheit wird dann weniger geschätzt, wenn mehr Nachfrager von diesem Gut besitzen. Weil bei zunehmender Menge der Grenznutzen eines Gutes abnimmt, will der Nachfrager immer weniger dafür bezahlen. Im Grunde genommen sinkt die nachgefragte Menge wenn der Nachfrager einem Gut tiefen Nutzen beimisst. Die Nachfragekurve kann für eine individuelle Person als auch für den gesamten Markt ermittelt werden. Die Marktnachfrage ist dabei eine Zusammensetzung der Nachfragekurven aller Käufer. 18 Infolge einer Veränderung der Anzahl Nachfrager (z.b. durch einen Bevölkerungswachstum) könnte sich die Nachfragekurve des Marktes auch verschieben Angebotsfunktion Um den Gleichgewichtspreis auf dem Markt zu bestimmen, benötigt es noch eine zweite Funktion die Angebotsfunktion. Die Angebotskurve kann ebenfalls für eine individuelle Person als auch für den gesamten Markt untersucht werden. Das Marktangebot ist wiederum eine Zusammenfassung der Angebotskurven aller Anbieter auf dem Markt. 17 Peter Eisenhut, 2012, S Stand:

14 Bei der Analyse des Anbieterverhaltens wird gefragt, welche Mengen ein gewinnmaximierendes Unternehmen produziert, verkauft und wovon sie abhängt. In erster Linie hängt der Angebotsplan eines gewinnorientiertes Unternehmens vom Preis des angebotenen Gutes, von den Preisen der übrigen Güter sowie von den Kosten der Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, Ressourcen und Wissen) beeinflusst. Nebenbei können der technologische Entwicklungsstand bei der Produktion und der Staat durch die Höhe der Steuerlast die Produktionsmenge ebenfalls beeinflussen. 19 Weil die entscheidende Rolle bei der Produktionsmenge wiederum der Preis ist, wird bei der Angebotsfunktion genauso wie bei der, der Nachfrage unter der Annahme von anderen konstanten Einflussfaktoren ceteris paribus der Einfluss des Preises auf die angebotene Menge untersucht. Die Angebotsfunktion lautet demzufolge 20 : x = f(p) Bei linearem Verlauf kann die Angebotsfunktion wie folgt geschrieben werden 21 : p = a + bx = Anfangspunkt auf der senkrecten Acse + positive Steigung im Punkt x Die am Markt teilnehmenden Anbieter haben ihre Erzeugnisse unter unterschiedlichen Bedingungen hergestellt und versuchen ihre Güter so teuer wie möglich zu verkaufen. In der Regel steigt die angeboten Menge eines Gutes mit steigenden Preisen und nimmt umgekehrt bei sinkenden Preisen ab. Je höher der Preis ist, desto mehr lohnt es sich für den Verkäufer von diesem Gut anzubieten. Denn die Preiserhöhung des Gutes steigert den Ertrag pro verkaufte Einheit. 22 Welche Mengen die Anbieter zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen bereit sind, kann man aus dem folgenden Beispiel entnehmen: 19 Theo Scherer, 1994, S Alfred Krummenacher und Jean Paul Thommen, 2006, S Alfred Krummenacher und Jean Paul Thommen, 2006, S Peter Eisenhut, 2012, S.32 10

15 Preis (p) in CHF 6 5 Angebotskurve: p= a + bx a Menge (x) in Mengeneinheiten Abbildung 3: Angebotskurve Der typische Verlauf der Angebotskurve ist im Gegensatz zur Nachfragekurve positiv und ansteigend. Beim Anfangspunkt a entstehen bereits vor der Produktion der ersten Einheit die sogenannten Fixkosten (z.b. Miete, Kapitalzinsen, etc.). Aus dieser Abbildung kann gefolgert werden, dass z.b. die nachgefragte Menge von Tomaten 2kg auf 4kg steigt, wenn sich der Preis ebenfalls von 3CHF auf 5CHF erhöht. Dieses Phänomen wird in der Preistheorie als Gesetzt des Angebots bezeichnet. Neben der theoretischen Verhaltensweise des Anbieters gibt es in der Angebotsfunktion ein atypischer Verlauf der Angebotskurve. Dies besagt, dass bei sinkenden Preisen mehr angeboten wird und bei steigenden Preisen weniger. In diesem Fall verläuft die Angebotskurve fallend, d.h. von oben links nach unten rechts (wie bei der Nachfragekurve). Der Sinn dieses Verhaltens ist es, bei einer Preissenkung das Angebot auszudehnen. Denn bei der grösseren Angebotsmenge werden die fixen Kosten (feste Produktionskosten) auf mehrere Mengeneinheiten verteilt, sodass der Degressionseffekt der Stückkosten wirksam wird. Dieser Effekt führt aufgrund des grossen Outputs zu einer Senkung der Stückkosten. Würde durch die Preisreduzierung ein Verlust entstehen, könnte durch die Senkung der Stückkosten und der Angebotsausdehnung ein Gewinnausgleich oder sogar ein Gewinn erzielt werden Theo Scherer, 1994, S.25 11

16 3.2.4 Verschiebung der Angebotskurve Eine Verschiebung der Angebotskurve bedeutet, dass die Anbieter bei einer Rechtsverschiebung zum selben Preis mehr oder bei einer Linksverschiebung weniger anbieten als vorher. Diese Verschiebung der Angebotskurve tritt erst in Kraft wenn die Annahme von konstant bleibenden Einflussgrössen ceteris paribus aufgehoben wird und das Angebot aufgrund externer Einflussfaktoren steigt bzw. sinkt. Abbildung 4: Verschiebung der Angebotskurve Folgende Gründe sind für die Rechtsverschiebung der Angebotskurve verantwortlich 24 : Sinkende Faktorkosten: Die Angebotsmenge nimmt durch eine Senkung der Produktionskosten, Kosten die am Produktionsprozess durch die beteiligten Produktionsfaktoren entstehen, zu. Fortschritte in den Produktionsverfahren: Durch die Erhöhung der Produktivität (Output/Input) nimmt die angebotene Menge zu. Zum Beispiel aufgrund einer moderneren Maschine, die beim gleich bleibenden Faktoreinsatz grösseren Output erzielt. Positive externe Einflussgrössen: Die Angebotsmenge kann auch z.b. aufgrund des schönen Wetters zunehmen, wenn ein Bauer wegen eines warmen Sommers grössere Ernte erlangt. 24 Peter Eisenhut, 2012, S.33 12

17 Staatliche, kostensenkende Massnahmen: Durch die Zollreduktion des Staates, besteht ein grösseres Interesse, Güter aus dem Ausland einzuführen. Demzufolge erhöht sich die Angebotsmenge. Folgende Gründe sind für eine Linksverschiebung der Angebotskurve verantwortlich 25 : Steigende Faktorkosten: Aufgrund einer Erhöhung der Produktionskosten, kann es die Anbieter dazu bewegen, ihr Produktionsprozess ins Ausland zu verlagern wo z.b. das Lohnkostenniveau niedriger ist. Demzufolge verringert sich die angebotene Menge. Rückschritte in den Produktionsverfahren: Eine Senkung der Ausbringungsmenge bei gleichbleibendem Faktoreinsatz kann zu einer Angebotsverringerung führen. Das kann z.b. durch Produktionsausfällen oder defekten Produkten entstehen. Negative externe Einflussgrössen: Ein Produktionsausfall kann aber auch infolge eines Streiks entstehen, die zu einem Angebotsrückgang führt. Auch Klimakatastrophen und politische Unruhen gehören hier zu den externen Einflussgrössen. Staatliche, kostensteigernde Massnahmen: Durch eine Steuererhöhung des Staates, verringert sich die Angebotsmenge, weil die Anbieter auf andere Güter ausweichen, bei denen sie weniger Steuern zahlen müssen. Eine Bewegung auf der Angebotskurve darf nicht mit einer Verschiebung der Angebotskurve verwechselt werden. Man spricht von einer Bewegung auf der Angebotskurve, wenn sich der Preis verändert, alle anderen Faktoren aber gleich bleiben. Eine Verschiebung der Kurve bildet sich hingegen, wenn sich ein anderer Faktor (z.b. Produktionskosten) verändert Reaktionen auf Preis- und Einkommensänderungen Preiselastizität der Nachfrage Die Preiselastizität der Nachfrage ist für die unternehmerische Preispolitik, also für Entscheidungen über die geplanten Preisänderungen, von zentraler Bedeutung. Die Unternehmung muss wissen, wie die angebotene Menge und damit die Einnahmen auf Preisänderungen reagieren, zu welchem Preis sie das neue Produkt auf dem Markt in den Sattel heben. Wenn man im freien Markt einen guten Vorteil erlangen möchte, dann muss man sich den Einflussfaktoren bei der Preisänderung, bei der Einführung eines neuen Produktes oder bei Steuern bewusst sein. Die Preiselastizität der Nachfrage setzt die 25 Peter Eisenhut, 2012, S.33 13

18 prozentuale Veränderung der nachgefragten Menge ins Verhältnis zur prozentualen Veränderung des Preises. In der Formel werden relative Grössen gegenübergestellt, weil das Rechnen in absoluten Grössen nicht sinnvoll wäre. Eine Preiserhöhung um wenige Rappen bei billigen Waren wie Getränke oder Bonbons, würde viel mehr ausmachen als bei teuren Gütern wie Häusern und Autos. 26 Preiselastizität der Nacfrage = Veränderung der nacgefragten Menge in % Veränderung des Preises in % = p dx Anfangspreis veränderte Menge = x dp Anfangsmenge veränderter Preis Die Nachfrage nimmt mit sinkendem Preis zu oder mit steigendem Preis ab. Die Preiselastizität der Nachfrage sagt nun aus, wie stark die nachgefragte Menge infolge einer Preisänderung zu- oder abnimmt. 27 Je nach Grösse des Elastizitätswertes spricht man von elastischen und unelastischen Nachfrage. Dazu ist in der Abbildung 5 eine Graphik ersichtlich. Abbildung 5: Preiselastizität der Nachfrage Eine elastische Nachfrage entsteht, wenn der Elastizitätswert grösser als eins ist. In diesem Fall führt eine Preisminderung zu einer überproportionalen Steigerung der nachgefragten Menge. In der Graphik ist das helle mit einem Plus bezeichnete Rechteck, die Zunahme der Ausgaben des Nachfragers bzw. Einnahmen des Anbieters, grösser als das helle Rechteck mit einem Minus, welches die Abnahme 26 Ferry Stocker, 2009, S Stand:

19 der Ausgaben des Nachfragers bzw. Einnahmen des Anbieters darstellt. Das heisst nun für den Anbieter, dass er durch eine Preissenkung einen grösseren Umsatz erzielen kann. Würde er hingegen den Preis erhöhen, so vermindern sich seine Einnahmen. Aus dieser Sicht wären die ÖV und die Post mit ihrer preissteigernden Preispolitik kontraproduktiv. 28 Wenn aber der Elastizitätswert kleiner als eins ist, liegt eine unelastische Nachfrage vor. Bei der unelastischen Nachfrage führt eine Preissenkung zu einer unterproportionalen Steigerung der nachgefragten Menge. In diesem Fall ist das dunkle mit einem Minus bezeichnete Rechteck, die Abnahme der Einnahmen des Anbieters, grösser als das dunkle Rechteck mit einem Plus, welches die Zunahme der Einnahmen des Anbieters darstellt. Somit sinkt der Gesamterlös des Anbieters mit sinkendem Preis. Um das zu verhindern kann nun die ÖV aus dieser Sicht durch höhere Fahrpreise, die den Absatz wenig vermindern, trotzdem mehr Einnahmen und geringere Verluste erzielen. 29 Die elastische Nachfragekurve verläuft relativ flach im Vergleich zur unelastischen, die relativ steil ist. Zusammengefasst vergrössert bei der unelastischen Nachfrage eine Preissteigerung die Gesamteinnahmen, während eine Preissenkung den Umsatz verkleinert. Hingegen in der elastischen Nachfrage eine Preissteigerung die Gesamteinnahmen verkleinert und die Preisminderung den Umsatz vergrössert. Neben einer elastischen und einer unelastischen Nachfrage existieren noch drei weitere Extremfälle, die nicht ganz ausführlich durchgenommen werden 30 : Punkt A stellt die vollkommen elastische Nachfrage dar. Der Wert der Preiselastizität kann hier unendlich sein. In diesem Fall ist zu einem bestimmten Preis jede beliebige Menge erhältlich. Die Nachfragekurve verläuft demzufolge parallel zur Mengenachse. Punkt B stellt die vollkommen unelastische Nachfrage dar. Die Preiselastizität hat überall den Wert null. Die Nachfrage, auf der Preisachse parallel verlaufender Nachfragekurve, reagiert keineswegs auf Preisänderungen. Dies ist oft im Erdölmarkt der Fall, da die Konsumenten auf keine Substitutionsgüter umsteigen können. Punkt C deutet auf eine isoelastische Nachfrage hin. Der Elastizitätswert beträgt hier genau eins. Dabei entspricht die relative Mengenänderung der relative Preisänderung. 28 Peter Eisenhut, 2012, S Peter Eisenhut, 2012, S Stand:

20 Die Elastizität darf nicht mit der Steigung der Nachfragekurve verwechselt werden. Denn die Preiselastizität ist in jedem Punkt auf der Nachfragekurve unterschiedlich. Daher ist es nicht vollständig korrekt zu sagen, die Nachfragekurve sei elastisch bzw. unelastisch, da sich die Preiselastizität auf einen bestimmten Punkt oder Bereich bezieht. 31 Die Höhe der Preiselastizität der Nachfrage ist von vier Hauptfaktoren abhängig 32 : Die Preiselastizität hängt von der Möglichkeit der Substitutionsgüter dieses Gutes ab. Also je mehr Ersatzgüter zur Verfügung stehen, desto höher ist die Preiselastizität der Nachfrage. Z.B Energy-Drinks Entscheidend für die Preiselastizität ist die Wichtigkeit des Produktes. Je tiefer unten es sich in der Bedürfnispyramide befindet, desto weniger kann man darauf verzichten, desto geringer ist die Preiselastizität der Nachfrage. Z.B. Wasser, Grundnahrungsmittel, Benzin, Internet, usw. Die Preiselastizität hängt ebenfalls vom Anteil der Konsumausgaben des Haushaltes für dieses Gut ab. Je höher dieser Anteil, desto höher die Preiselastizität. Z.B Strom, Kleidung, usw. Zuletzt ist der Zeitaspekt von zentraler Bedeutung, weil die Suche nach möglichen Ersatzgütern eine gewisse Zeit beansprucht. Je grösser die betrachtete Zeitspanne, desto höher ist die Preiselastizität der Nachfrage Preiselastizität des Angebots Die Reaktion des Angebots auf Preisänderungen lässt sich auf die gleiche Art wie bei der Preiselastizität der Nachfrage kennzeichnen. Die Preiselastizität des Angebots setzt die prozentuale Veränderung der angebotenen Menge ins Verhältnis zur prozentualen Veränderung des Preises 33. Preiselastizität des Angebots = Veränderung der angebotenen Menge in % Veränderung des Preises in % Das Angebot nimmt im Normalfall mit sinkendem Preis ab oder mit steigendem Preis zu. Die Preiselastizität des Angebots gibt wie bei der Nachfrage an, wie stark die angebotene Menge aufgrund einer Preisänderung zu- oder abnimmt. Eine elastische Angebotselastizität besagt, dass eine Preisänderung zu einer überproportionalen Mengenänderung führt. Dabei ist der Elastizitätswert grösser als 1 und 31 Ferry Stocker, 2009, S Peter Eisenhut, 2012, S Peter Eisenhut, 2012, S.38 16

21 die Angebotskurve verläuft relativ flach. Güter mit längerer Haltbarkeit (Schmuck oder Wein) und Güter die nach Bedarf in grossen Massen rasch produziert werden können (Computerchips), reagieren elastisch auf Preisänderungen. Die Anbieter dieser Güter reduzieren bei einer Preisminderung ihre Angebotsmenge und warten auf eine vorteilhaftere Marktsituation ab. Hingegen bei einer Preiserhöhung, wird die angebotene Menge radikal gesteigert und mehr Umsatz erzielt. Eine unelastische Preiselastizität des Angebots besagt, dass eine Preisänderung zu einer unterproportionalen Mengenänderung führt. Der Wert der Elastizität ist kleiner als 1 und die Nachfragekurve verläuft relativ steil. In diesem Fall reagieren schnell verderbliche Güter oder Güter, die nicht rasch in grossen Mengen hergestellt werden können, unelastisch auf Preisänderungen. Die Gemüsehändler müssten zum Beispiel vor dem Verfall ihrer Produkte die Preise stark reduzieren, um die angebotene Menge absetzen zu können. Bei einer rasanten Preissteigerung von Schokolade während den Ostern hingegen, führt das unelastische Angebot zu hohen Gesamteinnahmen Einkommenselastizität Die Einkommenselastizität der Nachfrage besagt, um wie viel Prozent sich die Nachfrage nach einem Gut ändert, wenn sich das Einkommen ändert. Einkommenselastizität = Veränderung der nacgefragten Menge in % Veränderung des Einkommens in % Die Elastizitäten werden in vier Kategorien eingeteilt 35 : Einkommenselastizität gleich null: Zeigt die Nachfrage auf Einkommensänderungen keine Reaktion, so ist die Einkommenselastizität gleich null. Die Nachfrage nach Seife oder nach Toilettenpapier ist nicht vom Einkommen abhängig und wird sich kaum verändern. Einkommenselastizität zwischen null und eins: In diesem Fall ist der Wert der Elastizität bei normalen Gütern (z.b. nach Kleidung und Lebensmittel) positiv, aber kleiner oder gleich eins. Die Nachfrage steigt im Verhältnis zur Einkommenssteigerung. Einkommenselastizität grösser als eins: Bei Luxusgüter (z.b. Schmuck, Reisen, Hobby usw.) verändert sich die Nachfrage prozentual stärker als das Einkommen Stand: Peter Eisenhut, 2012, S.39 17

22 Einkommenselastizität kleiner als null: Schlussendlich kann sich auch mit steigendem Einkommen die Nachfrage nach einem Gut verringern. Bei diesen Gütern handelt es sich um inferiore Güter wie z.b. Kartoffeln. Die Einkommenselastizität steht mit dem Einkommensniveau in enger Beziehung. Zum Beispiel wird bei einem sehr kleinen Einkommen nichts für ein T-Shirt aus feinster Baumwolle ausgegeben, demzufolge ist die Einkommenselastizität gleich null. Der Konsument wird auf die billigen Substitutionsgüter verzichten können, sobald er höheres Einkommen hat und seine Nachfrage nach feinstem Baumwoll-T-Shirt wird mit der Einkommenselastizität zunehmen. Ab einem gewissen Einkommen kann er sich ein beliebiges Kleidungsstück kaufen, aber die Nachfrage wird auch beim weiteren Einkommensanstieg gleich bleiben. Irgendwann wird der Konsument nach noch einem höheren Einkommensanstieg seinen Konsum von Baumwolle auf Seide übertragen. Demzufolge nimmt die Nachfrage ab und die Einkommenselastizität wird wieder negativ. Diese Schwankung der Reaktion der Nachfrage auf Veränderungen des Einkommens ist einer der Hauptgründe, weshalb bestimmte Märkte auf Kosten der anderen expandieren Preisbildung in der vollkommenen Konkurrenz Marktgleichgewicht Bisher wurden die Einflussfaktoren für Angebot und Nachfrage isoliert voneinander thematisiert. Nun wird das Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage behandelt. Um diese Wirkung klar zeigen zu können, müssen folgende Bedingungen der vollkommenen bzw. vollständigen Konkurrenz erfüllt werden 37 : Die angebotenen Güter sind homogen, sie sind identisch und lassen sich voneinander nicht unterscheiden. Ein freier Marktzutritt ist vorhanden, der nicht durch Gesetzte oder Regelungen durch den Staat beschränkt wird. Die Wettbewerbsbedingungen sind für alle Marktteilnehmer gleich. Demzufolge besteht eine grosse Anzahl von Marktteilnehmern. Weil es sehr viele Anbieter und Nachfrager hat, kann der einzelne Marktteilnehmer mit seinem Verhalten den Preis nicht beeinflussen. Im Hinblick auf die Preisen und Mengen der Güter sind die Marktteilnehmer vollständig informiert und haben eine vollständige Übersicht über den Markt. Es 36 Alfred Kyrer und Walter Penker, 2000, S Stand:

23 besteht die sogenannte vollständige Markttransparenz. Die homogenen Güter können folglich nicht zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden. Die Anbieter können nur die Menge der angebotenen Güter anpassen. Die Marktteilnehmer reagieren auf Marktveränderungen sofort. Die unendlich schnelle Reaktion bewirkt auch, dass kein Marktteilnehmer wegen fehlender Information oder zeitlicher Verzögerung benachteiligt wird. Preis gilt als Datum. Bei der Erfüllung aller Bedingungen liegt eine vollkommene Konkurrenz vor. Sind die Güter jedoch heterogen, was auch der Fall sein kann, dann handelt es sich um eine unvollkommene Konkurrenz. Nun werden die Angebots- und Nachfragekurve einander gegenübergestellt. Während die Konsumenten an möglichst tiefen Preisen interessiert sind, wünschen sich die Verkäufer höhere Preise. 38 Die folgende Abbildung stellt das Zusammentreffen beider Funktionen, die unterschiedlichen Interessen vertreten, dar: Abbildung 6: Das Marktgleichgewicht Die Funktion und die Entstehung des Marktgleichgewichtes sind simpel. Zum Beispiel ist der Anbieter von Tomaten bereit, beim Preis P1 die Menge M2 anzubieten. Aber beim Preis P1 verlangen die Konsumenten gar nicht so viel wie der Verkäufer anbietet. Weil jetzt die angebotene Menge grösser ist als die nachgefragte Menge, liegt ein Angebotsüberschuss (Differenz von M2 und M1) vor. Bei diesem Preis finden die Anbieter nicht die erhoffte Anzahl von Nachfragern. Um nicht auf ihren Tomaten sitzen zu bleiben müssen sie die Preise senken. Hingegen beim Preis P2 wird es weniger Angeboten (M1) als es sich die Nachfrager gerne wünschen (M2). Es besteht folglich ein Nachfrageüberschuss. Die Konsumenten werden sich auf das angeboten Gut stürzen und dem Anbieter höhere Preise bieten. Infolgedessen steigen der Preis und die angebotenen Menge des Gutes. Weder beim 38 Peter Eisenhut, 2012, S.40 19

24 Angebots- noch beim Nachfrageüberschuss entspricht die gewünschte Verkaufsmenge des Anbieters der gewünschten Kaufmenge des Nachfragers. Dies ist in diesem Beispiel erst beim Preis P3 (Gleichgewichtspreis) und bei der Menge M3 (Gleichgewichtsmenge) der Fall. Dieses Gleichgewicht zwischen dem Preis und der Menge entsteht nur im Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve und wird als Marktgleichgewicht bezeichnet. 39 Ein Ungleichgewicht zwischen dem Preis und der Menge führt wie schon erwähnt zu Preissenkungs- bzw. Preiserhöhungstendenzen. Da ein Marktgleichgewicht angestrebt wird, sorgen die Preise für ein effizientes Ergebnis. Die Ressourcen sind auf dem Markt gleichmässig verteilt und werden nicht verschwendet. Auch die Pläne der Anbieter und Nachfrager gehen in einem Marktgleichgewicht in Erfüllung. Zudem bieten alle Anbieter ihre identischen Güter zum gleichen Preis und folglich auch zur gleichen Qualität. 40 Wenn ein einzelner Anbieter sein Gut im Vergleich zu den anderen Anbietern teurer als den Marktpreis verkaufen möchte, dann bricht seine Absatzmenge zusammen. Die Kunden wissen durch die vollständige Markttransparenz, dass das gleiche Gut bei den anderen Anbietern zum tieferen Preis erworben werden kann. Wenn der Verkäufer hingegen günstiger als alle anderen Anbieter verkaufen möchte, richtet sich sofort die gesamte Nachfrage auf ihn. Eine solche grosse Nachfrage kann er jedoch mit seinem aktuellen Angebot nicht rasch befriedigen, sodass er durch den bevorstehenden Nachfrageüberschuss wieder an Konsumenten verliert. Die Angebotsmenge, die er auch zum Marktpreis hätte absetzen können, verkauft er zu einem tieferen Preis und somit verringert sich sein Gewinn Produzenten- und Konsumentenrente Obwohl auf allen Märkten heruntergehandelt und gestritten wird, sind die meisten Marktteilnehmer mit dem Gleichgewichtspreis zufrieden. Es gibt aber Verkäufer, die bereit sind, ihre Güter tiefer als den Gleichgewichtspreis anzubieten. Den Nutzen bzw. die Wohlfahrt des Anbieters misst man mit der Produzentenrente. Die Produzentenrente ist die Differenz zwischen dem tieferen Preis, welchen der Anbieter in Bezug auf seine Produktionskosten bestimmen würde, und den höheren Marktpreis. Es gibt nun auch Kunden, die bereit wären, mehr als den Gleichgewichtspreis zu zahlen. Die Differenz aus dem höheren Preis, den der Käufer zu zahlen bereit ist, und dem tieferen Marktpreis, 39 Peter Eisenhut, 2012, S Stand: Stand:

25 bezeichnet man Konsumentenrente. 42 Die Fläche der Konsumentenrente befindet sich zwischen der Nachfragekurve und der Gerade, die durch den Gleichgewichtspreis verläuft. Bei der Produzentenrente liegt die Fläche zwischen der Angebotskurve und der waagrechten Gerade beim Marktgleichgewicht. In der Abbildung 7 ist dazu eine überschaubare Grafik vorhanden: Abbildung7: Produzenten- und Konsumentenrente Dies ist eine win-win-situation, weil Anbieter sowie Nachfrager von der Marktsituation und vom Gleichgewichtspreis einen Vorteil haben. Allerdings haben nur diejenigen einen Vorteil, die finanzkräftig sind oder kostengünstig produzieren Kosten- und Gewinntheorie Um den Zusammenhang zwischen dem Produktionsergebnis (Output) und den Produktionsfaktoren (Input) zu verstehen und modellmässig darstellen zu können, müssen der Ertragsgesetz sowie die Kostenverläufe klar sein. Denn diese sind für die Kosten- und Gewinntheorie von zentraler Bedeutung. Dieser Zusammenhang wird nun am einfachen Beispiel einer Baustelle erklärt. Angenommen ein Baumeister ist der einzige Arbeiter auf einer Baustelle und muss ein mehrstöckiges Gebäude errichten. Seine Produktion pro Arbeitsstunde ist sehr gering, weil er beim Wechsel seines Arbeitsplatzes zwischen den Stockwerken viel Zeit braucht und nicht in allen Arbeiten gleich geschickt ist. Wenn er einen zusätzlichen Arbeiter einstellt, steigt die 42 Stand: Dr. Günter Schiller und Michael Holtschulte, 2011, S.46 21

26 Produktionsleistung. Der Grenzertrag, die produzierte Menge pro Arbeitsstunde, steigt aufgrund der Arbeitsaufteilung überproportional. Jeder Arbeiter, ist in seinem Fachgebiet tätig und berücksichtigt, dass er wenig Zeit bei der Umstellung von einer Arbeit auf die andere verliert. Um den Grenzertrag noch weiter zu steigern könnte der Baumeister noch viele weitere zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Doch es ist nur Frage der Zeit, bis der zusätzliche Arbeiter im Vergleich zum vorherigen weniger zur Produktionssteigerung beiträgt. Der Grenzertrag sinkt in diesem Fall. Die Produktion kann sogar bei 100 Angestellten auf der Baustelle kleiner werden, weil sich die Arbeiter im Weg sind. Das Ertragsgesetz lautet demnach: Wird der Einsatz eines Produktionsfaktors bei Konstanz der Menge der übrigen Faktoren erhöht, so nimmt der Output (Ertrag) zunächst mit steigenden, dann mit fallenden Grenzerträgen zu, bis schliesslich der Output sinkt, der Grenzertrag also negativ wird 44. Die Kosten lassen sich aus dem Ertragsverlauf ableiten. Bevor überhaupt die erste Einheit eines Gutes hergestellt ist, fallen bereits Fixkosten an. Die Kosten werden Fix genannt, weil sie unabhängig von der produzierten Gütermenge anfallen. In der Regel sind sie nur kurzfristig fix, langfristig können sie sich z.b. aufgrund einer Produktionserweiterung verändern. Hingegen die variablen Kosten (z.b. Löhne oder Materialkosten) sind von der Höhe der Produktionsmenge abhängig. Wenn innerhalb der steigenden Grenzerträge produziert wird, vermindert sich der Zuwachs der Totalkosten der Zusammensetzung aus fixen und variablen Kosten immer mehr und somit wird die Totalkostenkurve flacher. Das bedeutet auch, dass die Grenzkosten, Kosten jeder zusätzlich produzierten Mengeneinheit, fallen. Ab dem Übergang zu abnehmenden Grenzerträgen beim Wendepunkt der Totalkostenkurve, beginnen die Grenzkosten zu steigen und die Totalkostenkurve wird steiler. Steigende Grenzkosten stimmen also fallenden Grenzerträgen überein oder umgekehrt. 45 Siehe dazu die Abbildung 8: 44 Peter Eisenhut, 2012, S Peter Eisenhut, 2012, S.34 22

27 Abbildung 8: Ertrags- und Kostenverlauf Solange die Grenzkosten z.b. unter liegen, versucht der Anbieter so viel zu verkaufen wie möglich. Sobald die Grenzkosten über liegen, lohnt sich das Angebot nicht mehr. Im Falle eines Preisanstiegs, wird der Anbieter seine Produktion soweit ausdehnen, bis die Grenzkosten wieder dem Marktpreis angepasst sind. Liegen die zusätzlichen Kosten unter dem Marktpreis, so kann der Anbieter einen zusätzlichen Gewinn aus einer zusätzlich verkauften Einheit erzielen. Wenn dagegen der Preis sinkt, dann sind die Grenzkosten beim ursprünglichen Produktionsniveau grösser als der neue Preis. Die Produktion muss gedrosselt werden, bis Preis und Grenzkosten wieder gleichkommen. 46 Demzufolge lautet die Bedingung für die Gewinnmaximierung: Preis = Grenzkosten Nun wird der Zusammenhang zwischen Kosten und Gewinn erklärt. Zuerst werden die Formeln der jeweiligen Kosten hergeleitet 47 : Gesamtkosten bzw. Totalkosten: Die fixen Kosten (z.b. für die Maschinen, Miete, etc.) fallen auch an, wenn der Gesamtertrag gleich null ist. Sie müssen für die Herleitung der Gesamtkostenfunktion K berücksichtigt werden. Die s-förmige Gesamtkostenfunktion, die sich auf den Ertragsgesetz beruht, wird als Polynom des dritten Grades geschrieben: K = ax 3 + bx 2 + cx + d Die Stück- bzw. Durchschnittskostenfunktion k (=totale Kosten pro hergestellte Einheit) lässt sich aus der Gesamtkostenfunktion K dividiert durch die Menge x berechnen: k = K = x ax2 + bx + c + d x 46 Peter Eisenhut, 2012, S Alfred Krummenacher und Jean-Paul Thommen, 2006, S.165,166 23

28 Sind die variablen- oder fixen Durchschnittskosten ebenfalls gefragt, so lassen sie sich auf die gleiche Weise berechnen. o o variable Durchschnittskosten: k var = K v x = ax2 + bx + c fixe Durchschnittskosten: k fix = K f x Die Grenzkostenfunktion K ist die erste Ableitung der Gesamtkostenfunktion K: K = 3ax 2 + 2bx + c Die Grenzkosten sind für den Anbieter von zentraler Bedeutung, wenn er entscheiden muss, ob er einen zusätzlichen Auftrag annehmen soll oder nicht. Der Anbieter wird es erst dann tun, wenn durch die zusätzlich erzielten Erträge mindestens die Grenzkosten gedeckt sind. Wie schon erwähnt wird die Totalkostenkurve während der Produktion im Bereich steigender Grenzerträge flacher. Dies deutet auf eine Minderung der Grenzkosten sowie der totalen Durchschnittskosten hin. Die Grenzkosten steigen wieder beim Wendepunkt der Totalkostenkurve und diese wird steiler. Die totale Durchschnittskostenkurve hingegen sinkt solange weiter, bis der vorherige Kostenzuwachs kleiner ist als der Durchschnitt aller vorherigen. Die Durchschnittskosten steigern sich erst dann, wenn die Grenzkosten sie übertreffen (vergleiche dazu Punkte 6 und 7 bei der Abbildung 9). Liegt der Preis genau beim Minimum der Durchschnittskosten, entsteht weder Gewinn noch Verlust (siehe P3). Diesen Punkt bezeichnet man als Gewinnschwelle oder break-even-point, die den Eintritt in die Gewinnzone signalisiert. Die Kurve der totalen Durchschnittskosten verläuft oberhalb der der variablen Durchschnittskostenkurve, weil bei ihr die fixen Kosten enthalten sind. Wenn der Preis zwischen dem Minimum der totalen Durchschnittskostenkurve und dem Minimum der variablen Durchschnittskosten liegt, macht der Anbieter einen Verlust, den er aber mit der Abdeckung der fixen Kosten durch den Preis minimieren kann. Falls der Preis nun unter dem Minimum der variablen = d x 24

29 Kosten liegt, wird der Anbieter auf sein Angebot verzichten müssen, weil bei diesem Preis nicht einmal die variablen Stückkosten gedeckt werden. Das Minimum der variablen Kosten wir deshalb als Betriebsminimum (P1) bezeichnet. Der Betriebsoptimum (P6) liegt dann vor, wenn die Stückkosten den Grenzkosten entsprechen und der Gewinn pro Stück am grössten ist. In diesem Punkt arbeitet der Anbieter am wirtschaftlichsten. 48 Bei der vollkommenen Konkurrenz hat der einzelne Anbieter keine Möglichkeit den Marktpreis zu beeinflussen. Der Grenzerlös der Erlös einer zusätzlich verkauften Einheit ist konstant und entspricht dem Preis. Das Optimum ist infolgedessen dort, wo die Grenzkosten gleich hoch sind wie der Preis. 3.4 Preisbildung im Monopol Gewinnmaximierung und Cournotscher Punkt Im Vergleich zur vollkommenen Konkurrenz stehen nicht viele Anbieter vielen Nachfragern gegenüber, sondern es gibt einen einzigen Anbieter, der einer grossen Zahl von Nachfragern Güter anbietet. In Bezug auf die Kostenverläufe gibt es keinen Unterschied zum bisherigen Modell. Auf der Absatzseite sieht es jedoch unterschiedlich aus. Der Monopolist kann allerdings die Marktsituation beeinflussen. Für ihn gilt der Preis nicht als Datum und kann ihn selbst fixieren. Wenn er sein Angebot ausdehnt, muss er die Preise reduzieren, um nicht auf seiner Ware sitzen zu bleiben. Er sinkt dabei nicht nur den Preis für die zusätzlichen Verkäufe, sondern reduziert er den Preis grundsätzlich. Der Grenzerlös entspricht also nicht dem Preis, weil er in Zukunft den bisherigen Umsatz ebenfalls zum tieferen Preis verkaufen muss. Folglich ist beim Monopolisten der Grenzerlös tiefer als der Preis. Die Überlegungen, welches Verhalten beim Monopolisten gewinnmaximierend ist, bleiben die gleiche wie bei der vollkommenen Konkurrenz. Ein zusätzlicher Verkauf lohnt sich erst dann, wenn der Grenzerlös grösser ist als die Grenzkosten. Wenn der Grenzerlös den Grenzkosten entspricht, nimmt der Gewinn nicht mehr zu. 49 Deswegen lautet im Monopol die Voraussetzung für die Gewinnmaximierung: Grenzerlös = Grenzkosten Die optimale Menge der Schnittpunkt der Grenzkosten- und der Grenzerlöskurve verkauft der Monopolist genau zu dem Preis, wie er auf der Nachfragekurve entsteht. Dieser Punkt 48 Peter Eisenhut, 2012, S.44 und Theo Scherer, 1994, S.43, Peter Eisenhut, 2012, S.46 25

30 wird nach seinem Begründer Antoine-Augustin Cournot als Cournotscher Punkt bezeichnet. 50 In der folgenden Grafik ist die Preisbildung im Monopol festgehalten: Abbildung 10: Cournotscher Punkt Nun wird die Preisentstehung in diesen beiden Extremfällen kurz verglichen. Als Voraussetzung für den Vergleich müssen gleiche Kostenstrukturen vorliegen, die Grenzkostenkurve des Monopolisten mit der Grenzkostenkurve der Anbieter bei vollständiger Konkurrenz übereinstimmen. In der vollkommenen Konkurrenz entspricht der Preis P1 und die Menge M1 dem Marktgleichgewicht. Bei diesem Schnittpunkt treffen die Nachfrage- und Angebots- bzw. Grenzkostenkurve aufeinander. Das Gleichgewicht im Monopol wird durch den Schnittpunkt der Grenzkosten- und Grenzerlöskurve bestimmt. Folglich entsteht der Preis P2 und die Menge M2. Beim Monopol wird demnach eine geringere Menge für einen höheren Preis verkauft als bei der vollkommenen Konkurrenz. 51 Die Marktform des Angebotsmonopols ist generell nur für den Anbieter von Vorteil und für den Nachfrager von Nachteil. Der Monopolist befriedigt die Nachfrage nie vollständig, sodass der Markt unterversorgt ist. Jedoch kann aufgrund der höheren Gewinne eine grössere Kapitalbildung entstehen, welche z.b. die grösseren Risiken, Forschungs- bzw. Entwicklungskosten leichter tragen kann Preisdifferenzierung bzw. Preisdiskriminierung Eine Preisdifferenzierung bzw. Preisdiskriminierung stellt sich heraus, wenn das gleiche Gut des Monopolisten zu unterschiedliche Preisen angeboten wird. Auf diese Art versucht der 50 Peter Eisenhut, 2012, S Peter Eisenhut, 2012, S Theo Scherer, 1994, S.75 26

31 Monopolist seine Gewinnsituation zu verbessern. Das Ziel des Monopolisten ist es, die Konsumentenrente den höheren Preis, den der Konsument zu bezahlen bereit ist mittels Preisdifferenzierung abzuschöpfen. Dafür muss der Anbieter den Markt teilen können. Den einheitlichen Markt kann der Anbieter nun auf verschiedene Arten teilen 53 : Zeitliche Teilung: Typische Beispiele dafür sind der Tourismus (unterschiedliche Preise in der Hauptsaison gegenüber der Vor- bzw. Nachsaison), und die Stromversorgung (unterschiedliche Preise für Tages- und Nachtstrom). Damit die zeitliche Teilung erfolgreich ist und von den Konsumenten nicht umgangen werden kann, dürfen die Zeitperioden nicht zu kurz sein. Räumliche Teilung: Wenn der Monopolist das angebotene Gut im Inland teurer verkauft als im Ausland, kann eine räumliche Teilung vorliegen. Der Auslandspreis darf im Vergleich zum Inlandspreis nicht zu niedrig angesetzt werden, weil sonst die Konsumenten im Ausland einkaufen oder die Ware wieder ins Inland importieren. Sachliche Teilung: Die Güter müssen heterogen sein und sind nach Qualität unterschiedlich. Jedoch ist ihre Preisunterschied grösser als die mit der Qualitätsbesserung verbundene Kostensteigerung. Zu diesen Gütern gehören z.b. die Zugfahrkarten (erste und zweite Klasse). Persönliche Teilung: Zum Beispiel werden für Schüler, Studenten oder Rentner niedrigere Eintrittspreise ins Kino oder Theater verlangt. Je geringer die Marktübersicht ist, desto leichter ist eine Preisdifferenzierung bzw. Preisdiskriminierung möglich. Auch sind Dienstleistungen und schwer substituierbare Waren besser für die Preisdifferenzierung geeignet Entstehungsgründe eines Monopols Der Hauptgrund für die Entstehung der Monopole sind die Eintrittsschranken, die folgende drei Ursachen haben 55 : Die Unternehmung ist der Eigentümer einer bedeutungsvollen Ressource oder eines zentralen Produktionsfaktors von einem Gut. Damit hat sie im Vergleich zu den anderen Anbietern mehr Macht auf dem Markt und grösseren Einfluss auf den 53 Theo Scherer, 1994, S Theo Scherer, 1994, S Stand:

32 Preis und die Menge. In der Praxis spielt jedoch das Eigentum an Schlüsselressourcen kaum eine Rolle. Oft sind es staatliche Unternehmen, die mit einer Lizenz Recht auf Produktion und Verkauf eines Gutes haben. Der Staat kann also den Markteintritt für andere Anbieter behindern, um allein in diesem Markt zu sein. Zu dieser Kategorie werden auch Monopole, die durch Patenten und Urheberrechte entstehen, zugezählt. Diese kommen meistens in forschungsintensiven Industrien (z.b. Pharmaindustrie) vor und sind innovativ. Ein natürliches Monopol entsteht, wenn ein einzelner Anbieter ein bestimmtes Gut zu niedrigeren Kosten herstellt als mehrere Unternehmen. Er aufgrund der niedrigeren Grenzkosten die Konkurrenten vom Markt verdrängen (z.b. Wasserversorger). 4. Ziel des Lehrbuches 4.1 Wieso ein Comic? Nach Meinung der Fachleute sind Comics ein Umsteigemedium, welche den Willen nach Lesen fördert, sodass die Kinder später auf das immer attraktiver werdende Buch umsteigen. 56 Weil die Comics den Leseinhalt durch Illustrationen vereinfachen, ist es geeigneter, die Mechanismen der Preisbildung, die Funktionen des Preises sowie die Marktformen Polypol und Monopol über ein Comicbuch zu vermitteln. Im Comic übernehmen die Bilder, indem sie Handlungen und Figuren präsentieren, eine beschreibende Funktion. Um eine schnelle Wiedererkennung der Figuren zu ermöglichen, werden sie oft mit charakterisierenden Merkmalen (z.b. Kleidung, Frisur, usw.) ausgestattet. Die Darstellung der Körpersprache kann die verbalen Aussagen verstärken und ist ein wichtiges Gestaltungsmittel. Über die Sprechblasen kommunizieren die Figuren. Mit der Spitze der Sprechblasen wird die Aussage zur sprechenden Figur zugeordnet. Auch besteht durch die Leserichtung eine Handlungsreihenfolge, wer zuerst spricht und wer danach. Die Gedanken, Gefühle und Träume können in Denkblasen vermittelt werden. In den Comics sind fantasievolle und unrealistische Handlungsräume darstellbar, die hauptsächlich über Bild oder Text vermittelt werden Stand: Stand:

33 4.2 Aufbau der Story Das Comicbuch besteht (inkl. Cover) aus 13 Seiten. Der Titel ist verlockend und verspricht grosse Unterhaltung im Buch zu finden. Die sich rechts oben befindenden Münzen, stellen die Seitenzahlen dar. Nach dem Inhaltsverzeichnis wendet man sich an die Eltern, mit der Bitte ihre Kinder bei der Reise in die Welt der Wirtschaft zu begleiten und sie beim Lesen zu unterstützen. Nach einer kurzen Definition der Wirtschaft und der Einleitung mit der Entstehung des Geldes, wird der Preismechanismus durch Angebot und Nachfrage erklärt. Auf der nächsten Seite wird das Zustandekommen des Marktgleichgewichts verdeutlicht. Zum Schluss werden in Bezug auf die Fragestellungen die Marktformen Polypol und Monopol vorgestellt. Auf der Rückseite des Buches wird neben dem zusammengefassten Inhalt durch motivierende Fragen zum Lesen aufmerksam gemacht. 4.3 Vereinfachung der Theorie Nachdem ich Herrn Marcel Diethelm, meinen ehemaligen Klassenlehrer, zum ersten Mal traf und mit ihm über das Buch diskutierte, wurde mir klar, dass das Niveau des Lernstoffes für seine Klasse zu hoch war und noch mehr herab geschraubt werden musste. Er bot mir Zeit aus seiner Lektion an, in der ich fünf seiner Schüler in Bezug auf das Thema interviewen und ihre Interessen im Alltag herausfinden konnte. Mit Hilfe des Interviews entnahm ich das aktuelle Wissen und zugleich die Vorstellungen der Kinder über die Wirtschaft. Durch die Interessenanalyse konnte ich Illustrationen zu den jeweiligen Themenbereichen kreieren, die den Vorstellungen und Beispielen der Kinder entsprachen und diese mit Sprechblasen, welche mit einfachen Erklärungen gefüllt waren, ergänzen: Der prall gefüllte Einkaufswagen 58 stellt in erster Linie das Bedürfnis nach Konsum dar. Der Junge befindet sich in einem Supermarkt und liest die Definition der Wirtschaft aus einem Buch vor. Die schwierigen Begriffe werden in der Sprechblase mit eingeklammerten Beispielen verdeutlicht. Auf den Seiten 3 und 4 wird der Tauschhandel mit Gegenständen aus dem Alltag erklärt. Die beiden Figuren berichten über den Tausch in der früheren Zeit und wägen dessen Vor- und Nachteile ab. Daraus folgert der Junge die Entstehung und die drei Hauptfunktionen des Geldes. Der nächste Themenbereich, der auf Seite 6 und 7 behandelt wird, ist der Preismechanismus. Dazu wird zuerst an Beispiel von Apple die ökonomische Rolle des Marktes erklärt. Anschliessend setzt sich der Leser mit der Beziehung 58 Siehe im Anhang das Comicbuch, S.3 29

34 zwischen dem Preis und dem Angebot bzw. der Nachfrage auseinander. Was geschieht mit dem Preis, wenn das Angebot oder die Nachfrage steigt bzw. sinkt? Jede dieser Situationen wird in einer guten Gliederung mit Beispielen vereinfacht dargestellt. Auf der nächsten Seite liegt das Marktgleichgewicht vor. Anhand einer Waage, auf der, sich der Anbieter und Nachfrager gegenüberstehen, wird dieser Theorieteil präsentiert. Die Sprechblasen erklären dabei die Situation und die Bedingung für die Entstehung des Marktgleichgewichts. Bei den gegensätzlichen Marktformen Polypol und Monopol, gibt es je eine Figur im antiken griechischen Kleid, die die Begriffe herleitet und definiert. Im Zentrum befindet sich das Beispiel, welches in den umrandeten Sprechblasen erklärt wird. Dabei wird es auf die typischen Merkmale und Eigenschaften der Marktformen eingegangen. Beim Monopol wird zusätzlich eine Parallele zum Spiel Monopoly gezogen. Der Monopoly-Spieler, der gewinnen will hat dasselbe Ziel wie der Monopolist auf dem Markt. 5. Anwendung des Lehrbuches in einer Primarklasse 5.1 Aufbau der Präsentation Herr Diethelm reservierte für mich eine Lektion aus seinem Stundenplan, während der ich mit seiner Klasse 5a der Primarschule Altendorf mein Comicbuch durchnahm. Für den Unterricht wurde eine Power-Point-Präsentation erstellt, welche die meisten Seiten aus dem Comicbuch enthielt. In zwanzig Minuten wurde der Theorieteil behandelt. Nach einer diskussionsreichen Fragerunde, wurden die Quizblätter ausgeteilt, um die Aufnahme und den Effekt durch das Lehrmittel zu testen. Die Schüler konnten nach dem Fertiglösen, das Quizblatt des Klassenkameraden anhand der aufgeschalteten Lösungen korrigieren. Der Vorteil der mündlichen Präsentation war, dass während dem Betrachten der Power-Point- Folien die Darstellungen genauer kommentiert und interpretiert werden konnten. Sie wurden auch durch zusätzliche Beispiele ergänzt, falls es Unklarheiten gab. 5.2 Quizblatt 59 Das Quizblatt beinhaltet zehn Fragen zum Inhalt der Präsentation, die hauptsächlich aus dem Comicbuch stammt. Diese Zehn Fragen sind möglichst verständlich formuliert. Die 59 Siehe im Anhang 30

35 ersten beiden Fragen beziehen sich auf die Marktteilnehmer und sind als Einstieg eher leicht. Die nächsten acht Fragen hingegen beziehen sich auf den Preismechanismus und sind schwieriger zu beantworten. Die Schüler müssen sich nun vorstellen, wie sich der Preis auf eine Angebots- bzw. Nachfrageänderung auswirkt und das entsprechende Feld Preis steigt bzw. Preis sinkt ankreuzen. Auf die beiden Extremfällen Polypol und Monopol sind keine Fragen aufgebaut, weil deren Behandlung neben der Preistheorie anspruchsvoller war, breiteren Lernstoff umfasste und viel mehr Zeit benötigte. 6. Ergebnisse 6.1 Auswertung des Quizblattes Die Quizblätter wurden durch die Schüler selbst gegenseitig korrigiert. Die Auswertungsresultate haben sich nach der folgenden Grafik ergeben: Anzahl Antworten falsch richtig Frage Abbildung 11: Auswertung des Fragebogens Die ersten beiden Fragen wurden gut gelöst. Bei der dritten Aufgabe sieht es aussergewöhnlich aus. Ich vermute der Fehler liegt in deren Formulierung, nämlich: In einem Kleiderladen werden sehr viele T-Shirts verkauft. Wenn es steht, dass viele T-Shirts verkauft werden, dann ist nicht ganz klar, ob nun die Nachfrage nach T-Shirts gross ist oder ob es einfach zu viel angeboten wird. Daraus können beide Möglichkeiten interpretiert 31

36 werden. Bei der Frage 9 bzw. 10 ist es hingegen klar definiert, ob das Angebot gestiegen oder gesunken ist. Die Frage 6 und 8 wurden vollständig korrekt gelöst. 6.2 Qualität des Lehrstoffes Um die genaue Qualität des Lehrbuches zu bestimmen, muss es mit anderen ähnlichen Lehrmitteln verglichen werden. Diese Qualitätsbestimmung kann durch Evaluierung, Ranking, Analyse der Stärke bzw. Schwäche erfolgen. Unter diesen Kriterien, die mir aus dem Schwerpunktfach in Erinnerung geblieben sind, habe ich eines ausführlicher untersuchen können, nämlich die Untersuchung der Stärke bzw. des Vorteils. Anhand der Auswertungsresultate ist es klar ersichtlich, dass das Grundprinzip der Preistheorie verstanden wurde. Die Marktteilnehmer und ihre Ziele haben die Schüler am schnellsten erfasst. Durch die im Alltag bekannten Beispiele wie Apple, Tablets, Mobiltelefone und anderen Elektronikgeräte haben die Schüler das Verhalten des Preises auf Angebot- und Nachfrageänderungen in kurzer Zeit begriffen. Zusätzlich ist mir während der Präsentation das grosse Interesse und Willen der Schüler aufgefallen. Immer wieder haben mich erstaunte Gesichter bei Erklärungen unterbrochen und gefragt, ob diese Zeichnungen von mir seien. Aus diesen Merkmalen und Resultate kann ich schlussfolgern, dass sich die Qualität des Comicbuches im guten Bereich befindet. 6.3 Ausblick Dank meiner Maturaarbeit habe ich mich mit der Preistheorie sowie den Extremfällen Monopol und Polypol präzis auseinander gesetzt und mein Fachwissen im Schwerpunktfach Wirtschaft & Recht erweitert. In meinem Comicbuch versuchte ich mit meinem Mittelschulwissen die farbige, unterhaltsame und einfache Wirtschaftswelt den Kindern zu zeigen. Nach langem Studieren von wirtschaftswissenschaftlichen Texten und Aufarbeiten von vereinfachten Erklärungen, hoffe ich, dass sich mein Werk in einem angemessenen Niveau befindet und als eine Einführung in die Wirtschaft dient. Die zusätzliche Behandlung von aktuellen Wirtschaftsproblemen anhand eines Comics, wäre interessant gewesen, hätte aber den Rahmen der vorliegenden Arbeit gesprengt. 32

37 7. Glossar 60 Die Klammern nach dem Begriff ( ) verweisen auf das Kapitel, indem er behandelt wird. Angebotskurve (3.2.3): Sie zeigt, welche Mengen die Anbieter zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen bereit sind. Break-even-point (3.3.3): Auch Gewinnschwelle genannt, ist in der Kostenrechnung der Punkt, indem die Gesamterlöse die Gesamtkosten decken. Vor diesem Punkt entstehen Verluste, nach ihm entstehen Gewinne. Cournotscher Punkt (3.4.1): Er ergibt sich geometrisch durch den Schnittpunkt von Grenzkosten- und Grenzerlöskurve und zeigt den gewinnoptimalen Preis bzw. die Menge beim Monopol. Ertragsgesetz (3.3.3): Der Gesamtertrag nimmt bei Erhöhung des Arbeitseinsatzes zunächst überproportional, dann unterproportional zu und geht ab einer bestimmten Höhe zurück bis er schliesslich negativ wird. Grenzerlös (3.3.3): Erlöszuwachs, der beim Verkauf einer zusätzlichen Produkteinheit entsteht. Grenzertrag (3.3.3): Ertragszuwachs, bei der Erhöhung des Produktionsfaktors um eine Einheit. Grenzkosten (3.3.3): Kostenzuwachs, der bei der Herstellung einer zusätzlichen Produkteinheit entsteht. Grenznutzen (3.2.2): Nutzenzuwachs, der beim Konsum einer zusätzlichen Einheit eines Gutes entsteht. Komplementärgüter (3.2.2): Güter, die sich gegenseitig ergänzen. Monopol (3.1.2): Marktform, bei der entweder nur ein Anbieter (Angebotsmonopol) oder nur ein Nachfrager (Nachfragemonopol bzw. Monopson) auf dem Markt auftritt. Nachfragekurve (3.2.1): Sie zeigt, welche Menge die Nachfrager zu unterschiedlichen Preisen zu kaufen bereit sind. Oligopol (3.1.2): Marktform, bei der eine beschränkte Zahl von Anbietern oder Nachfragern auf dem Markt auftreten. Preiselastizität des Angebots ( ): Relative Veränderung der angebotenen Menge infolge einer relativen Änderung des Preises. Preiselastizität der Nachfrage ( ): Relative Veränderung der nachgefragten Menge infolge einer relativen Änderung des Preises. Produktionsfaktoren (3.2.3): Für die Produktion von Gütern eingesetzte Mittel (Arbeit, Kapital, Ressourcen, Wissen). Substitutionsgüter (3.2.2): Güter, die sich gegenseitig ersetzten können Stand: & Peter Eisenhut, 2012, S

38 8. Quellenverzeichnis 8.1 Gedruckte Quellen Dr. Schiller, Günther und Holtschulte, Michael Wirtschaft macchiato: Wirtschaft-Cartoonkurs für Schüler und Studenten. Pearson Studium. München Eisenhut, Peter Aktuelle Volkswirtschaftslehre. Rüegger Verlag. Zürich/Chur Krummenacher, Alfred und Thommen, Jean-Paul Einführung in die Betriebswirtschaft. Versus Verlag. Zürich Kyrer, Alfred und Penker, Walter Grundzüge der Wirtschaftstheorie und politik. Oldenbourg Verlag. München Scherer, Theo Markt und Preis. Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH. Wiesbaden Stocker, Peter Moderne Volkswirtschaftslehre. Oldenbourg Verlag. München 8.2 Ungedruckte Quellen Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand: Stand:

39 Stand: Abbildungsverzeichnis Tabelle 1: Alfred Krummenacher und Jean-Paul Thommen, 2006, S.115 Abbildung 5: Alfred Krummenacher und Jean-Paul Thommen, 2006, S.113 Abbildung 6: Peter Eisenhut, 2012, S.41 Abbildung 7: Peter Eisenhut, 2012, S.53 Abbildung 8: Peter Eisenhut, 2012, S.35 Abbildung 9: Alfred Krummenacher und Jean-Paul Thommen, 2006, S.167 Abbildung 10: Peter Eisenhut, 2012, S.46 Anhang I. Arbeitsjournal II. Comicbuch III. Quizblatt 35

40 Eigenständigkeitserklärung Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und nur unter Benutzung, der angegebenen Quellen verfasst habe und ich auf eine eventuelle Mithilfe Dritter in der Arbeit ausdrücklich hinweise. Jobir Khikmatullaev Altendorf,

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