Software-Engineering Grundlagen des Software-Engineering
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- Margarete Schäfer
- vor 10 Jahren
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1 Software-Engineering Grundlagen des Software-Engineering 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification / Analysis Phase) 3.1 Pflichtenheft Übungen Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
2 3 Definitionsphase 1. Pflichtenheft Vereinsverwaltung Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
3 Aufgabe 1: Pflichtenheft Vereinsverwaltung Erstellen Sie ein Pflichtenheft. Verfeinern Sie das dazu gehörende Lastenheft und (wenn nötig) das Glossar zur Vereinsverwaltung. Beachten Sie dabei folgende Punkte: Nach Durchsicht des Lastenhefts zur Vereinsverwaltung stellt der Projektleiter einige Unklarheiten fest, die er in nachfolgendem Telefongespräch zu beseitigen versucht. Berücksichtigen Sie diese Zusatzinformationen bei der Erstellung des Pflichtenhefts. Treffen Sie bei weiteren fehlenden Informationen selbständig sinnvolle Entscheidungen, so wie Sie sie einem Auftraggeber gegenüber vertreten könnten. (aus: Balzert 01) Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
4 Aufgabe 1: Pflichtenheft Vereinsverwaltung Projektleiter: "Ich habe da noch einige Fragen bezüglich des Vereinsverwaltungsprogramms, und zwar zum einen zur Funktionalität: Welche Druckfunktionalität wünschen Sie? Kassierer: "Wir haben zunächst beschlossen, keine spezielle Druckfunktionalität zu verlangen. Formulare wie zum Beispiel Mitgliedsausweise werden in der Regel in den kleinen Vereinen von Hand ausgefüllt. Eine Druckfunktion wäre zwar wünschenswert, ist aber nach unserer Meinung nicht erforderlich. Projektleiter: "Ich habe mir mal Gedanken über die integrierte Buchhaltung gemacht, wünschen Sie, dass Mitglieder bei ausstehenden Beitragszahlungen automatisch gemahnt werden?" Kassierer: "Ich habe Ihnen in unserer letzten Besprechung bereits mitgeteilt, dass wir das Produkt möglichst einfach gestalten wollen. Eventuell geben wir es sogar als Geschenk an andere interessierte Vereine weiter. Wir sind deshalb nur an den unbedingt notwendigen Funktionen interessiert. Nach unserer Meinung gehört eine Mahnfunktion nicht dazu. Es sollte jedoch schon möglich sein, eine Liste aller Mitglieder mit negativem Kontostand auszugeben. Projektleiter: "Gut, aber wie stellen Sie sich die Buchhaltung im einzelnen vor? Kassierer: "Wir denken an Sach-, Kassen-, Bank- und Mitgliedskonten. Wie in einer Buchhaltung üblich sollen Beträge auf jeweils zwei Konten gebucht werden können. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
5 1 Zielbestimmung Die zu entwickelnde Software soll das Verwalten von Vereins- und Mitgliederdaten ermöglichen. Die finanziellen Angelegenheiten des Vereins sollen durch Mitglieds-, Sach-, Kassen- und Bankkonten und das Verwalten von Beitragssätzen unterstützt werden. 1.1 Musskriterien Verwalten der Mitgliedsdaten Verwalten der Vereinsdaten Verwalten der Beitragssätze Verwalten der Kontodaten Verwalten der Buchungsdaten 1.2 Wunschkriterien Im- und Export der Stammdaten 1.3 Abgrenzungskriterien Keine Druckfunktionen für Formulare insbesondere Mitgliedsausweise. Keine Mahnfunktion bei überzogenen Mitgliedskonten. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
6 2 Produkteinsatz Das Produkt dient der Verwaltung von Vereins- und Mitgliederdaten. Insbesondere sollen Beitragssätze, Mitgliedskonten und Beitragszahlungen verwaltet werden können. 2.1 Anwendungsbereiche Das Produkt wird im nicht kommerziellen Bereich angewendet. 2.2 Zielgruppen Zielgruppe des Produktes sind die Verantwortlichen von kleinen und mittelgroßen Vereinen. 2.3 Betriebsbedingungen Das Produkt wird auf einem normalen Arbeitsplatzrechner ausgeführt. Es muss davon ausgegangen werden, dass kein Netzwerk vorhanden ist. Das Produkt kann deshalb als Einzelplatzanwendung konzipiert werden. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
7 3 Produktübersicht Abb. 1: Geschäftsprozesse des Produkts Vereinsverwaltung (Anwendungsfalldiagramm) 4 Produktfunktionen (unverändert aus dem Lastenheft übernommen) Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
8 5 Produktdaten 5.1 Vereinsdaten /D10/ (/LD10/) Daten des Vereins (max. 1): Vereinsname, Adresse, Kommunikationsdaten 5.2 Mitgliedsdaten /D20/ (/LD20/) Daten der Mitglieder (max. 500): Mitgliedsnummer, Name, Adresse, Kommunikationsdaten, Geburtsdatum, Mitgliedsart (passiv, aktiv), Eintrittsdatum, Bankverbindung, Zahlungsart (Überweisung, Lastschrift) 5.3 Buchhaltungsdaten /D30/ (/LD30/) Daten der Sachkonten des Vereins (max. 20): Interne Kontonummer, Bezeichnung, Stand. /D40/ (/LD40/) Daten der Kassenkonten des Vereins (max. 20): Interne Kontonummer, Bezeichnung, Stand, Verwalter. /D50/ (/LD50/) Daten der Bankkonten des Vereins (max. 20): Interne Kontonummer, Bezeichnung, Stand, Verwalter, Bankverbindung /D60/ (/LD60/) Daten der Mitgliedskonten des Vereins (max. 500): Interne Kontonummer, Bezeichnung, Stand. /D70/ (/LD70/) Buchungsdaten: Buchungsdatum, Buchungstext, Buchungsbetrag. /D80/ (/LD80/) Daten der Beitragssätze (max. 100): Kürzel, Bezeichnung, Zahlungsweise, Betrag. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
9 6 Produktleistungen /L10/ (/LL10/) Alle Reaktionszeiten auf Benutzeraktionen müssen unter 0.5 Sekunden liegen. 7 Qualitätsanforderungen Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
10 8 Benutzungsoberfläche /B10/ Standardmäßig ist das Windows-Gestaltungs-Regelwerk zu beachten. /B20/ Die Bedienungsoberflächen sind auf Mausbedienung auszulegen. Tastaturbedienung soll möglich sein, ist aber nur Wunschkriterium. /B30/ ISO : 1996 (Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten, Teil 10: Grundsätze der Dialoggestaltung) ist zu beachten. /B40/ Es sind keine Rollen zu unterscheiden. 9 Nichtfunktionale Anforderungen Keine Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
11 10 Technische Produktumgebung Das Produkt ist als Einzelplatzanwendung zu konzipieren Software Betriebssysteme: Windows NT/ Hardware Arbeitsplatzrechner (PC) Orgware Keine 10.4 Produkt-Schnittstellen Keine 11 Spezielle Anforderungen an die Entwicklungsumgebung Keine Abweichungen von der Produktumgebung 12 Gliederung in Teilprodukte Keine 13 Ergänzungen Keine Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)
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