Software-Engineering Grundlagen des Software-Engineering

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1 Software-Engineering Grundlagen des Software-Engineering 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification / Analysis Phase) 3.2 Software-Ergonomie Übungen Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

2 3 Definitionsphase 1. Software-Ergonomie von Notepad 2. Softwareanalyse von Defender Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

3 Aufgabe 1: Software-Ergonomie von Notepad Untersuchen Sie die Software-Ergonomie des Programms Notepad. Gehen Sie dazu wie folgt vor: Wie beurteilen Sie die Bedienung, Funktionalität und Monotonie für eine Person, die noch nie am Computer einen Text geschrieben hat? Und für eine Person, die perfekt Word beherrscht? Wie gross ist die Gebrauchstauglichkeit von Notepad für einfache oder komplexe Texte? Welche (Interaktions-)Elemente verwendet die Dialoggestaltung des Notepad? Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

4 Lösung 1: Software-Ergonomie von Notepad Zu unterscheiden sind also ein Anfänger und ein Experte für die Verwendung eines Textverarbeitungsprogramms: Bedienung Anfänger einfach zu erlernen, übersichtliche Menüs, keine Buttons Experte (vergleicht Notepad mit Word) sofort zu erlernen, Bedienung sofort verständlich Funktionalität nur notwendigste Funktionen; ausreichend für einfache Anwendungen (einfachen Text tippen) zu eingeschränkt für komplexere Anwendungen; keine druckfähige Darstellung (WYSIWYG) Monotonie anfangs nicht monoton sehr schnell sehr monoton Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

5 Lösung 1: Software-Ergonomie von Notepad Gebrauchstauglichkeit Effektivität (Genauigkeit und Vollständigkeit der Zielerreichung) einfache, unformatierte Texte sehr effektiv umfangreichere (komplexe) Texte wenig effektiv formatierte (komplexe) Texte wenig effektiv Effizienz (Aufwand, um hohe Effektivität zu erreichen) einfache, unformatierte Texte sehr effizient umfangreichere Texte wenig effizient Zufriedenstellung einfache, unformatierte Texte zufriedenstellend umfangreichere Texte nicht zufriedenst. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

6 Lösung 1: Software-Ergonomie von Notepad Dialoggestaltung: 5 drop-down Menüs: Datei, Bearbeiten, Format, Ansicht,? hauptsächlich Aktionsmenüs, 2 Eigenschaftsmenüs: Format/Zeilenumbruch, Ansicht shortcut Keys: Ctrl+... oder F. Komplexe Interaktionselemente für Öffnen, Speichern unter, Seite einrichten, Drucken, Suchen, Ersetzen, Gehe zu, Schriftart, Hilfethemen und Info Diese bestehen wiederum aus verschiedenen Standard-Interaktionselementen, wie z.b. Texteingabefeld, Baum, Auswahlliste... Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

7 Aufgabe 2: Softwareanalyse von Defender Ein Klassiker der Computerspiel-Konsolen war in den 1980er Jahren das Spiel Defender. Es ist heute als PC-Demoversion unter erhältlich. Dort können Sie sich dessen Funktionalität anschauen und testen. Nehmen Sie an, dass Sie beauftragt wurden, das Spiel nochmals auf einer anderen Plattform zu implementieren. Allerdings existieren keine Unterlagen. Als Einziges können Sie auf diese Demoversion des Spiels zurückgreifen. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

8 Aufgabe 2: Softwareanalyse von Defender Gehen Sie für die Software-Entwicklung nun wie folgt vor: Schreiben Sie ein Lastenheft, in dem Sie als Anforderungen wiedergeben, wie sich Ihnen Defender darstellt. (Probespielen!) Wie beurteilen Sie die Bedienung, Funktionalität und Monotonie? Wie ist die grafische Benutzeroberfläche von Defender strukturiert? Welche Interaktionselemente verwendet Defender? (Untersuchung nur für Elemente im roten Rahmen) Untersuchen Sie die Qualität der Help-Funktion in Defender. (Um welches Hilfe-System handelt es sich? Ersetzt es ein Handbuch?) Erweitern Sie das Lastenheft zum Pflichtenheft. Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

9 Lösung 2: Softwareanalyse von Defender Lastenheft Bedienung: Sehr einfach; nur 7 Tasten zur Steuerung des Spiels, 7 Buttons zum Starten des Spiels und dessen Optionen Funktionalität: gering, nur 1 oder 2 Spieler-Variante möglich, wenig Abwechslung beim Spielen Monotonie: Verglichen mit heutigen Spielen zu einfach wird schnell monoton Struktur des grafischen Benutzeroberfläche Werbung wichtig wichtig nur Start unwichtig Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

10 Lösung 2: Softwareanalyse von Defender 7 Buttons (teilweise Piktogramme): Geldeinwurf, 1-Spieler, 2-Spieler, Options, Pause, Help, Restart Steuerung über Tastatur: 7 Tasten (up, down, right, left, fire, bomb, hyperspace) Help-System: Computergestütztes Hilfesystem Statische, passive Hilfe Es ersetzt ein Benutzerhandbuch, da die Benutzung nicht sehr komplex ist und mit wenigen Kapiteln auf dem Bildschirm erklärt werden kann. Pflichtenheft Prof. Dr. Rolf Dornberger Software-Engineering: 3 Definitionsphase Spezifikationen (Specification)

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