Stadt Luzern. Volksschule

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1 Stadt Luzern Volksschule NAU-Klasse Internes Unterrichtsangebot der Notaufnahme Utenberg Unterrichtskonzept 1. Vorwort Ziele des Unterrichtsangebots Zielgruppe Platzangebot Zeitlicher Umfang Inhaltliche Aspekte Lehrplan Individuelle Förderung Lernbericht Beurteilung Zeugnis Organisation Administration Hauptaufgaben der Lehrperson Finanzierung Infrastruktur Eingliederung in die Volksschule Mitarbeitende der NAU-Klasse Interdisziplinäres Team Controlling Evaluation... 5

2 1. Vorwort Die Notaufnahme Utenberg bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren, welche sich in einer akuten Gefährdungssituation befinden, ein zeitlich befristetes Wohn- und Betreuungsangebot. Der Aufenthalt in der Notaufnahme umfasst sozialpädagogische Betreuung und schulische Förderung in der sogenannten NAU-Klasse. Der Unterricht wird angeboten, sofern die schulische Förderung in der Stammklasse der (Wohn-) Gemeinde des Schülers/der Schülerin während des Aufenthaltes in der Notaufnahme Utenberg als nicht möglich erachtet wird. Das Unterrichtsangebot der Notaufnahme wird in diesem Konzept vorgestellt. Allgemeine Informationen zur Notaufnahme Utenberg finden sich in dem Konzept Notaufnahme Utenberg NAU. 2. Ziele des Unterrichtsangebots Soweit es die Belastung der Kinder und Jugendlichen aufgrund der akuten Gefährdungssituation zulässt, wird nach den obligatorischen Lehrplänen der Volksschule unterrichtet. Im Zentrum steht die individuelle Förderung gemäss den Fähigkeiten der Lernenden. Sie werden in den Bereichen Selbst-, Sozialund Sachkompetenz gefördert. Zentral sind dabei die Stärkung des Selbstvertrauens und der Lernfreude sowie die Vorbereitung auf eine erfolgreiche Reintegration in die Stammklasse bzw. die Integration in eine neue Klasse. Wichtig dafür ist die Arbeit an den zentralen Lernzielen der Stammklasse. Die Lehrperson der NAU-Klasse erstellt in Absprache mit den Lehrkräften der Stammklasse einen situationsgerechten Stunden- bzw. Lernplan, welcher der individuellen Förderung der Lernenden dient. Der Besuch des Unterrichts der NAU-Klasse wird der obligatorischen Schulzeit der Kinder und Jugendlichen angerechnet. 3. Zielgruppe Das Unterrichtsangebot der NAU-Klasse gilt für jene schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen, welche ihre Stammklasse während des Aufenthalts in der Notaufnahme Utenberg nicht besuchen können. Mögliche Gründe: Die akute Gefährdungssituation des Schülers/der Schülerin erlaubt den Besuch der Stammklasse nicht. Aufgrund der geografischen Distanz ist es den Lernenden nicht möglich, am Unterricht der Stammklasse teilzunehmen.

3 4. Platzangebot Das Unterrichtsangebot ermöglicht maximal sieben Kindern und Jugendlichen aus der Primarstufe (1. bis 6. Klasse) und/oder der Sekundarstufe I (7. bis 9. Klasse) den Schulbesuch. 5. Zeitlicher Umfang Für den Unterricht gilt der Ferienplan der. Die wöchentliche Lern- und Unterrichtszeit der Schüler/innen orientiert sich am Stundenplan der NAU-Klasse. 6. Inhaltliche Aspekte 6.1 Lehrplan Der Lehrplan richtet sich in der Regel nach den Vorgaben der jeweiligen Stammklasse, ist aber den Voraussetzungen der Lernenden anzupassen. Die Aufteilung in die einzelnen Fachbereiche ist flexibel. Die Fächergruppen Sprache (D, F, E), Mathematik sowie Mensch und Umwelt (Gs, GG, NL) gelten als Kernfächer und werden entsprechend der individuellen Förderplanung angeboten. Ergänzt wird dieses Angebot durch musische und sportliche Aktivitäten. 6.2 Individuelle Förderung Die Inhalte und Ziele der individuellen Förderung werden von der NAU- Lehrperson in Absprache mit der Lehrkraft der Stammklasse, den Lernenden und dem zuständigen Sozialpädagogen/-innen der Notaufnahme definiert. Die individuellen Förderziele sind Gegenstand regelmässiger Gespräche dieser vier Parteien. Ausserdem finden schulische Standortgespräche statt. An jenen nehmen die NAU-Lehrperson der/die zuständige Sozialpädagoge/in und der Schüler/die Schülerin teil. Der Kontakt zu den Erziehungsberechtigten wird von den Sozialpädagogen/ -innen sichergestellt. Nach Möglichkeit werden die Erziehungsberechtigten in die Gestaltung der individuellen Förderung einbezogen. 6.3 Lernbericht Die NAU-Lehrperson verfasst beim Austritt einen schriftlichen Lernbericht. Er gibt Auskunft über die Selbst-, Sozial-, und Sachkompetenzen, den individuellen Lernstand, die Ressourcen und die Entwicklung des Schülers/der Schülerin während der Zeit in der NAU-Klasse. Verteiler: Abnehmende Schule / Erziehungsberechtigte / Beistand / allenfalls weitere involvierte Stellen

4 6.4 Beurteilung Wichtige Lernkontrollen der Stammklasse, welche in die Zeit des Aufenthaltes in der Notaufnahme Utenberg fallen, werden von der Stammklassen- Lehrperson übermittelt und in der NAU-Klasse gelöst. Die Kinder und Jugendlichen werden durch die Lehrkräfte der Stammklasse mit Noten beurteilt. 6.5 Zeugnis Der Schüler/die Schülerin erhält das Zeugnis der Stammklasse. Es wird von der Stammklassen-Lehrperson ausgestellt. Zum Schutz der Persönlichkeit empfehlen wir im Zeugnis keinen Vermerk über den Besuch in der NAU-Klasse zu machen und auch keine besonderen Absenzen einzutragen. 7. Organisation 7.1. Administration Für alle Lernenden wird ein Dossier geführt. Dieses enthält: Personalien, aktuelle Abklärungsberichte und den Austrittsbericht. Die Kinder und Jugendlichen werden während dem NAU Aufenthalt administrativ von der Wohnortgemeinde weiter geführt Hauptaufgaben der Lehrperson Die Lehrperson der NAU-Klasse ist verantwortlich für die Planung, Gestaltung, Umsetzung und Reflexion der schulischen Förderung der Lernenden. Sie steht in Kontakt mit den zuständigen Sozialpädagogen/-innen der Notaufnahme Utenberg und der Klassenlehrpersonen der Stammklasse. Diese beiden Parteien werden über die Lern- und Leistungsentwicklung des Schülers/der Schülerin informiert. Falls Kinder und Jugendliche nach dem Aufenthalt in der Notaufnahme Utenberg in eine neue Klasse kommen, wird mit der Lehrperson der bisherigen Stammklasse abgesprochen, wer in welcher Form die neue Klassenlehrkraft über den Lernstand des Schülers/der Schülerin informiert Finanzierung Die Notaufnahme Utenberg wird mittels Leistungsverträgen mit der Kommission über soziale Einrichtungen (KOSEG) finanziert. Die Verrechnung der Schulbeiträge wird mit der Bildungsdirektion und der Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern geregelt.

5 7.4. Infrastruktur Ein Klassenzimmer und eine Medienbibliothek sind in dem Gebäude der Notaufnahme Utenberg integriert. Das Klassenzimmer bietet individuelle Arbeitsplätze für sieben Lernende sowie die üblichen unterrichtstechnischen Hilfsmittel. Die Infrastruktur der Kinder- und Jugendsiedlung Utenberg steht auch für Unterrichtszwecke zur Verfügung Eingliederung in die Volksschule Die Klasse der Notaufnahme Utenberg ist ein Angebot der Volkschule Stadt Luzern. 8. Mitarbeitende der NAU-Klasse 8.1. Interdisziplinäres Team Die vielfältigen Aufgaben erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Fachpersonen. Nebst der heilpädagogisch ausgebildeten Lehrperson können situativ die Sozialpädagogen/-innen der Notaufnahme Utenberg im Bereich der schulischen Förderung tätig sein Controlling Das Controlling über den Unterricht nimmt das Rektorat Volksschule wahr. Die Lehrperson ist von der Volksschule der angestellt und ihr unterstellt. 9. Evaluation Das Unterrichtsangebot der Notaufnahme Utenberg wird alle zwei Jahre intern evaluiert und angepasst. Das Rektorat Volksschule und die Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern werden darüber orientiert. Luzern, 23. September 2015

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