Medienpädagogische Arbeit

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1 Medienpädagogische Arbeit Möglichkeiten und Notwendigkeiten in der Förderung von bildungsbenachteiligten Jugendlichen Niels Brüggen

2 Überblick über den Vortrag Warum medienpädagogische Arbeit? Medienhandeln und Bildung Was ist das Ziel medienpädagogischer Arbeit? Schlagwort Medienkompetenz Wo sind Ansatzpunkte für die Medienkompetenzförderung? Möglichkeiten und Beispiele

3 Medienhandeln und Bildung Erweiterung des Medienhandelns in drei Dimensionen: in den Möglichkeiten, eigene Produkte zu erstellen und diese zu veröffentlichen sich (online) mit anderen zu vernetzen und zu kommunizieren Entwicklungsaufgaben im Jugendalter Wer bin ich? Was macht mich aus? Wer mag mich? Wo gehöre ich dazu? auf massenmediale Inhalte zuzugreifen

4 Ziel medienpädagogischer Arbeit: Medienkompetenz fördern Medienkompetenz ist die Fähigkeit auf der Basis strukturierten zusammenschauenden Wissens und einer ethisch fundierten Bewertung der medialen Erscheinungsformen und Inhalte, sich Medien anzueignen, mit ihnen kritisch, genussvoll und reflexiv umzugehen und sie nach eigenen inhaltlichen und ästhetischen Vorstellungen, in sozialer Verantwortung sowie in kreativem und kollektivem Handeln zu gestalten. Bernd Schorb (2005) In: Grundbegriffe Medienpädagogik.

5 Dimensionen von Medienkompetenz (Theunert 1999, Schorb 2005)

6 Zugänge zur Medienkompetenzförderung

7 Zugänge zur Medienkompetenzförderung

8 Zugänge zur Medienkompetenzförderung

9 Ansatzpunkte im Medienhandeln von Jugendlichen > Die enge Bindung an das unmittelbare soziale Umfeld Medienhandeln > Sich mit Bildern zu Wort melden Die Bedeutung von präsentativen Ausdrucksformen Ansatzpunkte Beispiel > Spontanes und unbefangenes Herangehen an die Medien

10 Die enge Bindung an das unmittelbare soziale Umfeld Peergroup Medienhandeln auf den sozialen Austausch gerichtet und oft gemeinsames Handeln Peergroup als zentrales Forum, um Unterstützung zu erfahren und zu geben Anerkennung für Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit multifunktionalen Medien

11 Die enge Bindung an das unmittelbare soziale Umfeld Peergroup Ansatzpunkte Die Peergroup in Bildungsmaßnahmen einbeziehen als Ressource - Kenntnisse einbeziehen - Unterstützung einfordern (Veränderungen von Rollen) Zielgruppe - Kenntnisse erweitern - Normen thematisieren

12 Die enge Bindung an das unmittelbare soziale Umfeld Peergroup Ansatzpunkte Beispiel

13 Sich mit Bildern zu Wort melden Präsentieren

14 Sich mit Bildern zu Wort melden Präsentieren Präsentative Ausdrucksformen werden genutzt, um sich selbst, den eigenen Hintergrund, Vorlieben und Fähigkeiten zur Geltung zu bringen sich mit Themen auseinanderzusetzen Zugehörigkeit zu demonstrieren und Anerkennung zu erhalten

15 Sich mit Bildern zu Wort melden Präsentieren Ansatzpunkte Potenziale von präsentativen Ausdrucksformen stärker in Bildungsprozesse einbeziehen Möglichkeiten zur nichtverbalsprachlichen Artikulation Möglichkeit, mit präsentativen Ausdrucksformen Reflexionsprozesse anzustoßen

16 Sich mit Bildern zu Wort melden Präsentieren Ansatzpunkte Beispiel

17 Spontanes und unbefangenes Herangehen an die Medien Einfach machen Niedrige Hemmschwellen im Umgang bei Computerspielen ist eigenständiges Erkunden der Spielsituation und Bewältigen von Herausforderungen im Programm angelegt Vorgehen auch beim Umgang mit Communities und anderer Software deutlich Aus Problemen im konkreten Handeln erwächst die Motivation, die eigenen Handlungsspielräume zu erweitern führt ggf. zu bruchstückhaftem und ausschnittartigem Wissen

18 Spontanes und unbefangenes Herangehen an die Medien Einfach machen Ansatzpunkte Handlungsorientierte Projektangebote entwickeln mit kleinen Produktionen einsteigen und erste Ergebnisse integrieren in der Projektarbeit Zäsuren und Wiedereinstiegsmöglichkeiten schaffen Informationsvermittlung durch situations- und gruppenspezifische Inputs (Niesyto)

19 Spontanes und unbefangenes Herangehen an die Medien Einfach machen Ansatzpunkte Beispiel

20 Möglichkeiten und Notwendigkeiten medienpädagogischer Arbeit > Lebensweltorientierung: Medien sind bildungsrelevant. Eine Engführung von Medienkompetenz auf arbeitsmarktrelevante Gesichtspunkte verkennt dabei, die Bedeutung von Medien in der Entwicklungsarbeit und Lebensbewältigung von Jugendlichen. > Handlungs- und Erfahrungsorientierung: Aktive Medienarbeit ist der Königsweg der Medienkompetenzförderung, da die Jugendlichen in den Dimensionen Wissen, Bewerten, sich positionieren in konkreten Handlungskontexten thematisiert und unterstützt werden können. Aber auch Kontinuität notwendig. > Ressourcenorientierung: vorhandene Fähigkeiten und Kompetenzen aufgreifen (Peergoup), Artikulation über präsentative Ausdrucksformen ermöglichen und kontextspezifische Inputs geben

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Die Studienergebnisse wurden publiziert in Wagner, Ulrike (Hrsg.): Medienhandeln in Hauptschulmilieus Mediale Interaktion und Produktion als Bildungsressource, München 2008 (220 Seiten, ISBN ) Kontakt:

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