SLIQ Supplier Qualification



Ähnliche Dokumente
Auswertung der Marktrecherche

Regulatorische Anforderungen an die Entwicklung von Medizinprodukten

SLIQ Supplier Qualification

Medizintechnik und Informationstechnologie im Krankenhaus. Dr. Andreas Zimolong

Wann ist eine Software in Medizinprodukte- Aufbereitungsabteilungen ein Medizinprodukt?

Wir erledigen alles sofort. Warum Qualität, Risikomanagement, Gebrauchstauglichkeit und Dokumentation nach jeder Iteration fertig sind.

Änderung der ISO/IEC Anpassung an ISO 9001: 2000

Software-Entwicklungsprozesse zertifizieren

2. Godesberger Strahlentherapie Seminar QM - Lust und Frust

ISO 9001:2015 REVISION. Die neue Struktur mit veränderten Schwerpunkten wurde am 23. September 2015 veröffentlicht und ist seit

Studie über Umfassendes Qualitätsmanagement ( TQM ) und Verbindung zum EFQM Excellence Modell

Übungsbeispiele für die mündliche Prüfung

Fortbildungsangebote Qualitätsmanagement 2014

Fragebogen: Abschlussbefragung

LEAD WELTWEITES SEMINARPROGRAMM

Code of Conduct (CoC)

Geprüfter Datenschutz TÜV Zertifikat für Geprüften Datenschutz

Alles tot geregelt im Medizinprodukterecht? Was möchte der Gesetzgeber erreichen? Was riskiere ich bei Nichtbeachtung?

Optimal gesteuerte Versorgungsprozesse was können bewährte QM-Verfahren sowie die neue DIN EN dazu beitragen?.aus der Sicht der Auditorin

5 JAHRE EN ISO bereits Routine?

Fragebogen ISONORM 9241/110-S

Agile Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung: Scrum

Die Zertifizierungsstelle der TÜV Informationstechnik GmbH bescheinigt hiermit dem Unternehmen

Prozessbewertung und -verbesserung nach ITIL im Kontext des betrieblichen Informationsmanagements. von Stephanie Wilke am

Qualitätsmanagement zur Verbesserung von Prozessen

Deutschland-Check Nr. 35

Referent: Mathias Notheis Kontakt:

Karriere mit Auszeichnung... international anerkannt: Ein EOQ-Zertifikat

Erfolgreicher agieren durch Systematik in Marketing & Vertrieb

Ablauf einer Managementzertifizierung

Neu als stellvertretendes Vorstandsmitglied/Verhinderungsvertreter

Die Zertifizierungsstelle der TÜV Informationstechnik GmbH bescheinigt hiermit dem Unternehmen

SSI WHITE PAPER Design einer mobilen App in wenigen Stunden

Tevalo Handbuch v 1.1 vom

I. Allgemeine Angaben zur Person und zum Unternehmen

WSO de. <work-system-organisation im Internet> Allgemeine Information

GPP Projekte gemeinsam zum Erfolg führen

LGA InterCert GmbH Nürnberg. Exzellente Patientenschulung. (c) Fachreferent Gesundheitswesen Martin Ossenbrink

Qualitätsbeauftragter / interner Auditor und Qualitätsmanager. DGQ Prüfung zum Qualitätsmanager. Wege zum umfassenden Qualitätsmanagement

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV)

TÜV NORD Akademie Personenzertifizierung. Informationen zur Zertifizierung von Qualitätsfachpersonal

Wege zur Patientensicherheit - Fragebogen zum Lernzielkatalog für Kompetenzen in der Patientensicherheit

Online Marketing für weltweite Filialen zentral steuern

Alchimedus Software Geprüfte Beratungsqualität! Info und Demo

Die Zeit ist reif. Für eine intelligente Agentursoftware.

Fragebogen zur Erhebung der Zufriedenheit und Kooperation der Ausbildungsbetriebe mit unserer Schule

Leseauszug DGQ-Band 14-26

DGQ Regionalkreis Hamburg ISO Konfigurationsmanagement

Managementbewertung Managementbewertung

Trainingsplan 21-wöchiger Trainingsplan für einen Langdistanz-Schwimm- Wettkampf

Delta Audit - Fragenkatalog ISO 9001:2014 DIS

München, Themenvorschläge für Abschlussarbeiten Zur Abstimmung mit Prof. Brecht

Labormanagement und Medizinprodukte

ASQF-Umfrage 2014 Branchenreport für die deutschsprachige IT-Branche. Qualitätstrends in der Software-Entwicklung

GeFüGe Instrument I07 Mitarbeiterbefragung Arbeitsfähigkeit Stand:

WARENWIRT- SCHAFT UND ERP BERATUNG Mehr Sicherheit für Ihre Entscheidung

Das BASG / AGES PharmMed

Qualitätsmanagement in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft

Seminare Thema:

Energieaudits. VerbesserungÊ derê EnergieeffizienzÊ

Fallbeispiel. Auswahl und Evaluierung eines Software- Lokalisierungstools. Tekom Herbsttagung 2004 Angelika Zerfaß


September Newsletter. Neue Basis-Qualifizierung. Wir schliessen die Lücke! Der effiziente weg zum automotiven qualitätsmanager

DIN EN ISO 9000 ff. Qualitätsmanagement. David Prochnow

Optimal vorbereitet. Fit fürs Studium mit den Vorbereitungskursen der OHN. Fragen? Jetzt anmelden!

Herzlich willkommen! SIEVERS-SNC - IT mit Zukunft.

Software-Validierung im Testsystem

Aussage: Das Seminar ist hilfreich für meine berufliche Entwicklung

Erstellung des integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes. für die Samtgemeinde Sottrum

Patientenumfrage. Was wirklich zählt

Ziel- und Qualitätsorientierung. Fortbildung für die Begutachtung in Verbindung mit dem Gesamtplanverfahren nach 58 SGB XII

Übersicht Beratungsleistungen

Weiterbildungen 2014/15

nach 20 SGB IX" ( 3 der Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach 20 Abs. 2a SGB IX).

Centa Hollweck. Kreppe 11 D Vilshofen T F M

Prozessoptimierung. und. Prozessmanagement

Erstellung eines QM-Handbuches nach DIN. EN ISO 9001: Teil 1 -

HERZLICHEN WILLKOMMEN! Praxisdialog Qualitätsmanagement an Hochschulen

Downloadfehler in DEHSt-VPSMail. Workaround zum Umgang mit einem Downloadfehler

Abschnitt 1 Anwendungsbereich und Allgemeine Anforderungen an die Konformitätsbewertung 1 Anwendungsbereich

Ablauf einer Managementzertifizierung

Neu in Führung. Die k.brio Coaching-Begleitung für Führungskräfte und ihre Teams. k.brio coaching GbR. Grobkonzept. offen gesagt: gut beraten.

Trainingsprogramm 2016

Die Post hat eine Umfrage gemacht

Verordnung über Medizinprodukte (Medizinprodukte-Verordnung - MPV)

Qualitätsmanagementsysteme im Gesundheitswesen

Mitarbeiterbefragung als PE- und OE-Instrument

Risikomanagement bei Medizinprodukten

Qualitätsmanagement- Handbuch nach DIN EN ISO 13485: prozessorientiert

Ablauf Vorstellungsgespräch

Sind Sie fit für neue Software?

Ihr Rechenzentrum: hochverfügbar und zertifizierfähig

Information zur Revision der ISO Sehr geehrte Damen und Herren,

Content Management System mit INTREXX 2002.

Traditionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Muster mit Beispiel Verifikation des Basis-Sicherheitschecks im Rahmen der Zertifizierung nach ISO auf der Basis von IT- Grundschutz

U S N G omnicon engineering GmbH

Transkript:

ERGEBNISSE NEWSLETTER 2 SLIQ Supplier Qualification Marktrecherche Für die Erhebung des Qualifizierungsbedarfs von Firmen wurde im Zuge des SLIQ-Projekts ein Fragebogen erstellt und an Firmen im Bayerisch-Oberösterreichischen Grenzraum verschickt. Insgesamt nahmen 42 Firmen an der Umfrage teil (22 deutsche und 20 österreichische Unternehmen). Einige der Unternehmen sind bereits in der Medizintechnik etabliert, andere hingegen befinden sich noch vor dem Einstieg in diese Branche. Bei den 42 Firmen handelt es sich um Unternehmen verschiedenster Größen (vom Kleinstunternehmen bis zum Großunternehmen). Ziel des Fragebogens war es, einen Überblick zu erhalten, welche Qualifizierungsmaßnahmen für die Unternehmen im Rahmen des SLIQ-Projekts angeboten werden sollen. Abgefragt wurde unter anderem, ob die Firmen bereits in der Medizintechnik tätig sind und welche Zertifizierungen die Unternehmen bis dato besitzen. Ebenfalls sehr wichtig war die Frage nach den geplanten Zertifizierungen und bei welchen Themengebieten Beratungsbedarf gegeben ist. reg. Rahmenbedingungen bei Entwicklung von MP Post Market Surveillance, Traceability, Meldewesen 4% 5% Validierung Medizinische Software 9% 16% Technische Dokumentation & Gebrauchsanweisung Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems Konformitätsbewertung in der Medizintechnik Risikomanagement Gebrauchstauglichkeit auf Basis der IEC 62366 Klinische Bewertung auf Basis der ISO 14155 Technischer Entwicklungsprozess 0% 2% 4% 8% 9% 10% 21% 0% 5% 10% 15% 20% 25% Gewünschte Beratungen nach Themengebieten Hunderte

ANGEBOT Modul-Katalog Detail-Analyse Ansch Basierend auf den Ergebnissen der Befragung hinsichtlich der Unterstützungsbedarfe wurde neben der Seminarreihe ein Modulkatalog abgeleitet. Diese Module können von Firmen im Rahmen der sogenannten Detail-Analyse nach ihrem individuellen Bedarf gewählt werden: Regulatorische Rahmenbedingungen Inhalte dieses Moduls behandeln die Zusammenhänge zwischen den relevanten europäischen Richtlinien, dem nationalen Medizinproduktegesetz und harmonisierten Normen und Standards. Medizinische Software Lebenszyklusprozesse von medizinischer Software stellen die Hersteller oftmals vor neue Herausforderungen. Wesentliche Ziele dieses Moduls umfassen den Zusammenhang von Lebenszyklusprozessen medizinischer Software u.a. mit dem Risikomanagement oder dem Qualitätsmanagement. Gebrauchstauglichkeitsorientierter Entwicklungsprozess Der Begriff Usability Engineering umfasst wichtige Tätigkeiten zum sicheren Design einer Benutzer- Produkt- Schnittstelle. Grundlagen dazu werden in diesem Modul erläutert. Risikomanagement Dieser Kernprozess im Rahmen eines Medizinproduktelebenszyklus wird praxisnah anhand von Beispielen vermittelt um mögliche Gefährdungssituationen während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs bzw. der vorhersehbaren Fehlbedienung zu behandeln. Dokumentenmanagement Die Organisation der entstehenden Dokumente sowie der Aufbau der Technischen Dokumentation stehen bei diesem Thema im Mittelpunkt. Qualitätsmanagementsystem Auf die Anforderungen der ISO 13485 wird bei diesem Modul eingegangen. Verantwortung der Leitung, Messung, Analyse und Verbesserung sind hierbei Schlagworte, welche in Zusammenhang mit der Thematik behandelt werden. Prozessanalysen Die Validierung und Überwachung der Prozesse werden unter anderen zugehörigen Themen hierbei nähergebracht. Insgesamt konnten Inhalte im Umfang von 65,5 Stunden definiert werden, welche innerhalb der mit Dezember begonnen Detailanalysen den Unternehmen vermittelt werden.

RÜCKBLICK DEUTSCHLAND RÜCKBLICK ÖSTERREICH Veranstaltung Reg. Anforderungen an Zulieferer / Hersteller Rund um das zentrale Thema Regulatorische Anforderungen an Zulieferer und Hersteller der Medizinproduktebranche wurde am 29. Oktober 2013 eine halbtägige Veranstaltung an der Fachhochschule Linz abgehalten. Die Organisation wurde innerhalb des interregionalen Forschungsprojekts Supplier Qualification (SLIQ) abgewickelt. Den Beginn der Vortragreihe machte Dipl.-Ing (FH) Martin Rümke von Chemgineering Business Design GmbH. Dabei wurden im Speziellen die Anforderungen während des Produktionsprozesses aufgezeigt und die Bedeutung des Risikomanagements innerhalb dieser Phase hervorgehoben. Auf die Besonderheiten im Rahmen der Entwicklung von medizinischer Software wurde von Dipl.-Ing (FH) Michael Ring, Vortragender an der Fachhochschule Linz für Medizintechnik, hingewiesen. Fokus lag hierbei auf den normativen Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung anhand eines digitalen Qualitätsmanagementsystems. Nach der Pause brachte Herr Ing. Andreas Aichinger MSc von Greiner Bio-One die Herausforderungen der Internationalisierung im Zuge der Lieferantenauswahl näher. Zusammenfassend wurde mehrmals auf die geplanten zukünftigen Änderungen durch die kommende europäische Verordnung verwiesen. Speziell der Punkt der unangekündigten Lieferantenaudits wurde hierbei kritisch erwähnt. Abschließend wurden die Details der Präsentationen im Anschluss am Buffet diskutiert. Sourcing Day an der Hochschule Landshut Am 27.11.2013 fand der erste Sourcing Day im Rahmen des Projektes SLIQ Supplier Qualification an der Hochschule Landshut statt. Die Themen Anforderungen des Medizintechnik-Marktes und der Regularien, Wege und Möglichkeiten, diese zu erfüllen und umzusetzen sowie die Zusammenarbeit von Hersteller und Zulieferern standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Herr Markus Galjan und Herr Michael Mauro (Brainlab AG) beschrieben die Anforderungen der Behörden, der Gesetzgeber, des Marktes und der Kunden an einen Hersteller und wie diese im Lieferantenmanagement bei der Brainlab AG umgesetzt werden. Herr Burkhard Alfter und Herr Josef Krojer von SIE GmbH berichteten aus Sicht eines Zulieferers über die Einführung und Zertifizierung des für die Medizintechnik relevanten, weltweit anerkannten Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 13485 und die Unterschiede zum weit verbreiteten System nach ISO 9001.

RÜCKBLICK Fazit ist, dass ohne tatsächliches Verständnis für die Anforderungen der Hersteller und die Bereitschaft sich auf einen ggf. längerfristigen Lernprozess einzulassen, ein erfolgreicher Einstieg oder Verbleib im Medizintechnik-Markt unwahrscheinlich ist. Schließlich geht es um das Entstehen sicherer und qualitativ hochwertiger Medizinprodukte, dabei muss die Patientensicherheit im Mittelpunkt stehen. Diese Verantwortung gilt es sich auch als Zulieferer bewusst zu machen und entsprechend zu handeln. Veranstaltung Reg. Anforderungen an Zulieferer / Hersteller Seminarreihe Qualitätsoffensive Medizintechnik gestartet Hochschule Landshut qualifiziert Unternehmen für die Medizintechnik Vom 10.-11.12.2013 fand das erste Seminar im Rahmen des Projektes SLIQ Supplier Qualification an der Hochschule Landshut statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel Grundkurs Medizinprodukterecht und Managementsysteme in der Medizintechnik. Die Teilnehmer, allesamt Mitarbeiter von Herstellern oder (potenziellen) Zulieferern der Medizintechnikbranche, informierten sich über den aktuellen Stand internationaler und nationaler gesetzlicher Rahmenbedingungen und Regulatorien. Im Seminar erhielten die Teilnehmer einen Gesamtüberblick über gesetzliche Anforderungen sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene. Zudem waren die effiziente und sichere Herstellung von Medizinprodukten sowie Pflichten und Verantwortlichkeiten gemäß dem Medizinproduktegesetz ein Thema. Besonders detailliert wurde auf die novellierte prozessorientierte Norm für Managementsysteme in der Medizinprodukteindustrie EN ISO 13485:2012 eingegangen. Diese bildet die Basis für ein in der Medizintechnikbranche akzeptiertes bzw. vorgegebenes Qualitätsmanagementsystem. Außerdem ist diese Norm weltweit anerkannt und bietet gerade für Neueinsteiger der Branche diverse Unterschiede und Herausforderungen im Vergleich zur weit verbreiteten ISO 9001. Das Seminar wurde in Kooperation mit der TÜV SÜD Akademie GmbH durchgeführt. Als Referenten agierten Hans-Heiner Junker und Hermann Fürgut. Beide besitzen als Lead- Auditoren der TÜV SÜD Product Service GmbH langjährige Erfahrung in der Zertifizierung von Unternehmen der Medizintechnikbranche und konnten aus der Praxis für die Praxis die Inhalte für die Teilnehmer mit Leben füllen.

DETAIL-ANALYSE Detail-Analyse Ziel der Detail-Analyse in ausgewählten Unternehmen ist der Vergleich von Ist- und Soll- Zustand in Bezug auf die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem für die Medizintechnik. Basierend auf den identifizierten Lücken werden gemeinsam mit den Beratern Lösungsvorschläge zur Einführung oder effizienten Umsetzung eines QM- Systems nach ISO 13485 erarbeitet. Dafür steht ein Kontingent von 50 Stunden pro Unternehmen zur Verfügung. Die Lösungsvorschläge sollen zusammengeführt und in einem Leitfaden als Nachschlagewerk für Unternehmen, die bereits in der Medizintechnik aktiv sind oder Interesse an einem Einstieg in die Branche haben, veröffentlicht werden. Die Auswahl der Firmen erfolgte nach zuvor durch die Projektpartner festgelegten Kriterien. Auf bayerischer Seite wird mit vier Firmen gearbeitet, zwei davon haben keinerlei QM- System installiert, zwei sind nach ISO 9001 zertifiziert. Sie nehmen unterschiedliche Positionen in der Wertschöpfungskette ein (Rohstofflieferant, Dienstleister Systemintegration, Hersteller) und gehören verschiedenen Branchen an. Somit ergeben sie ein differenziertes Bild über Anforderungen an die Umsetzung eines QM-Systems in der Medizintechnik. Die vier Firmen sind im individuellen Beratungsprozess unterschiedlich weit vorangeschritten. Während ein Unternehmen gerade die IST-Analyse abgeschlossen hat, ist eines bereits an der Erarbeitung der Lösungsvorschläge für die festgestellten Lücken. Die anderen beiden beschäftigen sich mit der Definition der relevanten Bereiche, um darauf aufbauend Lösungen zu entwickeln. Ziel ist der Abschluss der Beratungen bis Juli 2014. Bereits jetzt kristallisieren sich zentrale Themen und Bedarfe der Unternehmen heraus: - Risikomanagement und Risikoanalyse - Dokumentation (Verfahren, Prozesse, Produktakte) - Prozessvalidierung - Change Control - Umgang mit Abweichungen und Kundenreklamationen Die besondere Herausforderung liegt darin, die Anforderungen auf die jeweilige Position in der Wertschöpfungskette herunter zu brechen und in einem vertretbaren Maße umzusetzen. Auf oberösterreichischer Seite wird mit sechs Firmen zusammengearbeitet. Fünf der sechs teilnehmenden Firmen sind entweder bereits als Medizinproduktehersteller tätig oder kurz vor dem Markteintritt in diese Branche. Ein Unternehmen ist Zulieferer von Medizinprodukteherstellern.

VORSCHAU DETAIL-ANALYSE Im Zuge der Gespräche wird darauf Acht gegeben, dass auf die produkt- bzw. organisationsspezifischen Merkmale der Unternehmen eingegangen wird. So wird beispielhaft im Zuge des Moduls Risikomanagement ein von den teilnehmenden Personen gewähltes Medizinprodukt herangezogen. Die bereits durchgeführten Detailanalysen haben gezeigt, dass der Umgang mit Änderungen an bestehenden Produkten oder die Validierung entwicklungsunterstützender Software wesentliche Herausforderungen darstellen. Veranstaltungen Landshut Seminar Anforderungen an Zulieferer der Medizintechnik Termin: 25. bis 26.02.2014 jeweils von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr Ort: Hochschule Landshut Referent: Dr. Wolfgang Sening (Referent der TÜV SÜD Akademie GmbH) Preis: 450,- Euro inkl. Tagungsverpflegung Was Struktur und Regularien anbelangt, gibt es in der Medizintechnik eine ganze Reihe von Besonderheiten zu berücksichtigen, um erfolgreich in der Medizinprodukteindustrie bestehen oder neu Fuß fassen zu können. Im Seminar erhalten Sie einen Überblick über die Branche und deren wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen. Sie lernen Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem und normgerechte Produktion kennen. Sie wissen Bescheid über Vermarktungschancen und wie die Branche tickt. Das Seminar wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit der TÜV SÜD Akademie GmbH.

VORSCHAU Seminar Technische Dokumentation für Medizinprodukte Termin: 10. bis 11.04.2014 jeweils von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr Ort: Hochschule Landshut Referenten: Hans-Heiner Junker (Lead-Auditor/ Leiter der Zertifizierungsstelle bei der TÜV SÜD Product Service GmbH); Prof. Dr. Holger Timinger (Studiengangsleiter Biomedizinische Technik an der Hochschule Landshut) Preis: 450,-Euro inkl. Tagungsverpflegung Mit diesem Seminar erhalten Sie eine Anleitung zum systematischen Aufbau und zur Änderungspflege der technischen Dokumentation für Ihre Medizinprodukte bzw. Ihr Zubehör. Damit können Sie Ihre eigene rechtssichere technische Dokumentation erstellen und verfügen über einen Nachweis zur Erfüllung der EG-Richtlinien. Als Zulieferer wissen Sie um die Verpflichtung der Hersteller und können damit deren Anforderungen erfüllen. Das Seminar ist Bestandteil der modularen Ausbildungsreihe der TÜV SÜD Akademie GmbH und wird für den Erwerb des Zertifikats Manager Regulatory Affairs TÜV anerkannt. >> Weitere Informationen Seminar Motiviertes Qualitätsmanagement Termin: 09. bis 10.07.2014 jeweils von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr Ort: Hochschule Landshut Referent: Markus Flum (Diplom-Pädagoge, Organisationsberater, QM-Auditor, EFQM- Assessor) Preis: 450,-Euro inkl. Tagungsverpflegung Gerade in der Medizintechnik sind die Anforderungen an Qualität und Sicherheit der Produkte durch Regulatorien und gesetzlichen Rahmenbedingungen sehr hoch. QM- Systeme können einen entscheidenden Beitrag zur Erfüllung dieser Anforderungen leisten, vorausgesetzt, sie werden nicht nur zur Aufrechterhaltung der Zertifizierung gepflegt. In dem Seminar lernen Sie, welche Faktoren entscheidend sind für den langfristigen Erfolg Ihres QM-Systems und wie Sie von Anfang an die Motivation zur Mitwirkung und Beteiligung der Mitarbeiter fördern. Weitere Informationen zum Schulungsangebot und Anmeldung bei Barbara Winbeck unter barbara.winbeck@haw-landshut.de oder +49 (0)871 506494

Kontakt M.A. Barbara Winbeck Projektleitung Lead-Partner SLIQ - Supplier Qualification TEL: +49 (0)871-506 494 E-MAIL: barbara.winbeck@haw-landshut.de DI (FH) Patrick Pointecker Projektmanager Gesundheits-Cluster SLIQ - Supplier Qualification TEL: +43 (0)732 79810 5153 E-MAIL: patrick.pointecker@clusterland.at DI (FH) Michael Ring Wissenschaftlicher Mitarbeiter FH Linz SLIQ Supplier Qualification TEL: +43 (0)50804-55010 E-MAIL: michael.ring@fh-linz.at