Haushaltsanalyse 2014

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Transkript:

Haushaltsanalyse 2014 der Großen Kreisstädte in Ostwürttemberg Steuerquellen sprudeln weiter IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 1

IHK Ostwürttemberg die regionale Selbstverwaltung der Wirtschaft Die IHK Ostwürttemberg ist die regionale Selbstverwaltung der Wirtschaft im Landkreis Heidenheim und im Ostalbkreis. Wir vertreten die Gesamtinteressen unserer über 28.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung. Für den Staat nehmen wir hoheitliche Aufgaben wahr. Als kritisch-konstruktiver Partner der Politik und unabhängiger Anwalt des Marktes sind wir das wirtschaftspolitische Sprachrohr in Ostwürttemberg. Mit unseren sechs Geschäftsfeldern Standortpolitik Starthilfe und Unternehmensförderung Aus- und Weiterbildung Innovation und Umwelt International Recht und Steuern sind wir kundenorientierter Dienstleister für die Unternehmen der Region. In dem, was wir tun, folgen wir unserem Kundencredo: Wir machen uns stark für Ihren Erfolg. Herausgeber Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg Geschäftsfeld Standortpolitik Postfach 14 60, 89504 Heidenheim Büro- und Navigationsanschrift: Ludwig-Erhard-Straße 1, 89520 Heidenheim Tel. 07321 324-0 Fax 07321 324-169 E-Mail: zentrale@ostwuerttemberg.ihk.de Internet: www.ostwuerttemberg.ihk.de Erhard Zwettler Tel. 07321 324-127 Fax 07321 324-169 zwettler@ostwuerttemberg.ihk.de Sarah Wörz Tel. 07321 324-128 Fax 07321 324-169 woerz@ostwuerttemberg.ihk.de Stand: September 2014 2014 IHK Ostwürttemberg. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Vervielfältigung auf Papier und elektronischen Datenträgern sowie Einspeisung in Datennetze nur mit Genehmigung des Herausgebers. Alle Angaben wurden mit größter Sorgfältigkeit erarbeitet und zusammengestellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts sowie für zwischenzeitliche Änderungen übernimmt die IHK Ostwürttemberg keine Gewähr. Titelfoto: Butch - Fotolia.com 2 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

Inhalt Inhalt 3 1. Vorwort 5 2. Zusammenfassung 6 3. Einwohnerzahlen 8 4. Kommunale Haushaltsvolumina 10 4.1 Verwaltungshaushalt (EUR) 10 4.2 Vermögenshaushalt (EUR) 12 4.3 Haushaltsvolumen (gesamt) (EUR) 13 5. Kommunale Einnahmen 14 5.1 Gesamtsteuereinnahmen (EUR) 14 5.2 Gesamtsteuereinnahmen (EUR je Einwohner) 15 5.3 Gewerbesteuereinnahmen (EUR) 16 5.4 Gewerbesteuereinnahmen (EUR je Einwohner) 20 5.5 Schlüsselzuweisungen (EUR) 22 5.6 Schlüsselzuweisungen (EUR je Einwohner) 22 5.7 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 24 5.8 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (EUR je Einwohner) 24 5.9 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (EUR) 25 5.10 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (EUR je Einwohner) 26 5.11 Grundsteuereinnahmen (EUR je Einwohner) 27 5.12 Freie Spitze in EUR je Einwohner 29 6. Hebesätze 30 6.1 Gewerbesteuerhebesätze (Prozent) 30 6.2 Grundsteuerhebesätze B (Prozent) 31 6.3 Realsteuerhebesätze 2014 aller Kommunen in Ostwürttemberg 32 7. Kommunale Ausgaben 33 7.1 Personalausgaben (EUR) 33 7.2 Personalausgaben (EUR je Einwohner) 34 7.3 Anteil der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts (Prozent) 35 7.4 Gesamtbetrag der Umlagezahlungen (EUR) 37 8. Kommunale Schulden 38 8.1 Schuldenstand (EUR) 38 8.2 Schuldenstand (EUR je Einwohner) 39 8.3 Schuldenstand der Eigenbetriebe (EUR je Einwohner) 41 8.4 Gesamtschulden von Stadthaushalt und Eigenbetrieben (EUR je Einwohner) 42 8.5 Schuldzinsen in absoluten Zahlen (EUR) 43 8.6 Zinsausgaben (EUR je Einwohner) 44 8.7 Schulden je 1 EUR Gesamtsteueraufkommen (EUR) 45 8.8 Tilgungszeit, ohne ausgegliederte Bereiche (Jahre) 46 8.9 Bruttokreditaufnahme, bezogen auf Gesamtinvestitionen (Prozent) 48 9. Kommunale Investitionen 50 9.1 Gesamtinvestitionen (EUR je Einwohner) 50 9.2 Investitionsübersicht 52 10. Kommunale Rücklagen 57 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 3

Die Region Ostwürttemberg mit den fünf Großen Kreisstädten 4 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

1. Vorwort Auch in diesem Jahr werten die baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern die Haushaltspläne der Großen Kreisstädte im jeweiligen IHK-Bezirk aus. Im Kammerbezirk der IHK Ostwürttemberg werden die Planzahlen von fünf Kommunen näher durchleuchtet: im Ostalbkreis von Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd sowie im Landkreis Heidenheim von Giengen und Heidenheim. Konzeption und Zielsetzung Grundlage für diese IHK-Untersuchung sind die Haushaltspläne aller Großen Kreisstädte in Baden- Württemberg mit den Haushaltsdaten von 2011 bis 2014, jeweils zu Jahresbeginn. Für die Jahre 2011 und 2012 liegen bereits konkrete Abrechnungsergebnisse vor, für 2013 und 2014 die Planzahlen zu Jahresbeginn. Die Auswertung erfolgt in diesem Jahr durch Prof. Klaus Ade, Professor an der Ludwigsburger Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen im Auftrag der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft mbh in Böblingen. Die jeweilige Industrie- und Handelskammer führt dann die regionalspezifische Ausarbeitung durch. Bereits zum 26. Mal veröffentlicht die IHK Ostwürttemberg diese Analyse. Ziel ist die transparente Aufbereitung der Kommunalfinanzen. Neben Grunddaten (in absoluten Zahlen) enthält diese Publikation deshalb auch ausgesuchte Kennzahlen. Die vergleichende Gegenüberstellung in Tabellen, Schaubildern und Ranglisten erlaubt es, Entwicklungen und Unterschiede aufzuzeigen. Auch wird ein intertemporaler und interkommunaler Vergleich von wichtigen Kennwerten und eine Orientierung an entsprechenden Kenngrößen vergleichbarer Städte ermöglicht. Ziel ist es jedoch ausdrücklich nicht, eine finanzwirtschaftliche Einzelauswertung aufzustellen. Außerdem können die ausgewiesenen Rangfolgen nur eine Orientierungshilfe darstellen. Eine im Einzelfall notwendige Detailanalyse kann die IHK-Haushaltsanalyse ausdrücklich nicht ersetzen. Zu diesem Zweck müssten die Größe und Struktur der jeweiligen Kommune sowie spezifische Gemeindeaufgaben, Besonderheiten und Entwicklungen berücksichtigt werden, was den Rahmen dieser Untersuchung sprengen würde. Problematik der Vergleichbarkeit Der Landesgesetzgeber hat für die Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik der kaufmännischen doppelten Buchführung - einen Zeitkorridor bis Ende 2020 vorgesehen. Die Neuregelungen sind damit spätestens ab dem Jahr 2020 anzuwenden. Nur in Aalen ist der Haushalt seit dem Jahr 2011 bereits auf Basis dieses Neuen Haushaltsrechts (Doppik) erstellt. Die Werte für die fünf Großen Kreisstädte in der Region sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar. Haushaltsrelevante Konsequenzen hat auch die Ausgliederung von öffentlichen Einrichtungen in Eigenbetriebe. Beispiele sind das Gebäudemanagement, Entsorgungsbetriebe, Schwimmbäder, Parkhäuser oder Stadtwerke. Der Schuldenstand der Gemeinde kann sich im Einzelfall dadurch drastisch reduzieren, obwohl die Gesamtverschuldung unverändert bleibt. Die Vergleichbarkeit der Daten ist deshalb u. U. nur eingeschränkt gegeben. In der Analyse sind aus diesem Grund zur Verdeutlichung die Schuldenstände der Eigenbetriebe und die Gesamtschulden gesondert ausgewiesen. Auch sollen zugehörige Erläuterungen Fehlinterpretationen vorbeugen. Dennoch ermöglicht die IHK- Haushaltsanalyse eine bessere Lesbarkeit der kommunalen Finanzen und gibt Anhaltspunkte zum aktuellen Stand einer Kommune. Die Publikation dient Kommunalverwaltungen und Gemeinderäten zur Orientierung sowie als Arbeitsmittel bei Haushaltsberatungen und leistet damit einen Beitrag zur Beratung der Politik. Sie richtet sich aber auch an die interessierte Öffentlichkeit und insbesondere an die IHK-Mitgliedsbetriebe, die mit Grund- und Gewerbesteuer erheblich zur Finanzierung der Gemeinden beitragen. September 2014 Klaus Moser Hauptgeschäftsführer IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 5

2. Zusammenfassung Steuerquellen sprudeln weiter Die Einnahmesituation der fünf Großen Kreisstädte in Ostwürttemberg befindet sich infolge der anhaltend guten Konjunktur überwiegend weiterhin auf hohem Niveau. Die Gesamtsteuereinnahmen sprudeln in diesen Kommunen laut Planzahlen zu Jahresbeginn unvermindert weiter mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr. In Aalen wird sogar ein Rekordwert erzielt. Ursache sind die meist hohen Einnahmen aus der Gewerbesteuer, aber insbesondere auch die sehr deutlich gestiegenen Finanzzuweisungen des Landes, die sogenannten Schlüsselzuweisungen. Aber auch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer trägt zur guten Haushaltslage bei. Eine verlässliche und planbare Größe in den kommunalen Finanzplanungen bleibt auch in diesem Jahr die Umsatzsteuer. Trotz der sehr guten Einnahmesituation nimmt der Schuldenstand der Kommunen jedoch nur wenig ab. In Ellwangen und Schwäbisch Gmünd steigt der Gesamtschuldenstand sogar erheblich. Auf der Ausgabenseite ist eine zum Teil deutliche Steigerung bei den Personalausgaben festzustellen, so z. B. in Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd. Bei den Gesamtinvestitionen gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Gegenüber dem Vorjahr nehmen die Investitionen in Ellwangen sehr stark zu. In Schwäbisch Gmünd hingegen ist der Wert - nach den Höchstwerten der vergangenen Jahre nun deutlich rückläufig. Auf Vorjahresniveau bleibt der Kennwert in Aalen. In Heidenheim hingegen setzt sich der Anstieg bei den Gesamtinvestitionen auch in diesem Jahr weiter fort. Aufwärtstrend bei Gesamtsteuereinnahmen setzt sich fort Laut Planzahlen zu Jahresbeginn bringt Aalen mit 82,8 Mio. Euro in diesem Jahr 3,7 Mio. Euro mehr in Ansatz als im Vorjahr 2013. Dies entspricht einer Steigerung um 4,7 Prozent. In Ostwürttemberg verfügen die Reichsstädter damit über die höchsten Gesamtsteuereinnahmen. Es folgt Schwäbisch Gmünd mit 65,7 Mio. Euro. Damit wird in dieser Kommune im Vergleich zu 2013 mit 63,5 Mio. Euro von einer Zunahme um 3,5 Prozent ausgegangen. Ellwangen steigert den Planansatz um 1,1 Mio. Euro von 27,5 Mio. Euro in 2013 auf 28,6 Mio. Euro in 2014 (+4,0 Prozent). Giengen steigert die Gesamtsteuer sogar um mehr als 33 Prozent und bringt für dieses Jahr 15,9 Mio. Euro in Ansatz. Allerdings ist dies dadurch bedingt, dass nach der Rückzahlung bei der Gewerbesteuer von 150.000 Euro im letzten Jahr in diesem Jahr wieder 3,0 Mio. Euro eingeplant werden. Dieser Wert für die Gewerbesteuer liegt aber immer noch weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im Vergleich der fünf Großen Kreisstädte im Kammerbezirk verfügt Giengen auch in diesem Jahr über die geringsten Gesamtsteuereinnahmen. Die Brenzstadt Heidenheim geht von einer deutlichen Steigerung aus. 50,9 Mio. Euro plante Heidenheim in 2013 ein, in diesem Jahr sind es bereits 54,6 Mio. Euro (+7,3 Prozent). Auch in Schwäbisch Gmünd nehmen die Gesamtsteuereinnahmen zu und zwar von 63,5 Mio. Euro im letzten Jahr auf 65,7 Mio. Euro in diesem Jahr (+3,5 Prozent). Gewerbesteuer überwiegend auf hohem Niveau Die Einnahmen aus dieser Steuerart sind auch in diesem Jahr in den meisten Kommunen sehr gut. In Aalen wird zwar laut neuesten Steuerschätzungen vom Juli 2014 der Planwert von 35,5 Mio. Euro auf 33,4 Mio. Euro reduziert (-5,9 Prozent). Dennoch befindet sich diese Kommune damit auf dem Niveau der Vorjahre. In Ellwangen wird laut Steuerschätzung zur Jahresmitte mit einem Rekordwert für die Gewerbesteuer in Höhe von 18,5 Mio. Euro gerechnet. Dies sind 5,2 Mio. Euro mehr als noch zu Jahresbeginn eingeplant (+39,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr mit 13,0 Mio. Euro beläuft sich die Steigerung sogar auf 42,3 Prozent. In Giengen werden nach der Rückzahlung in Höhe von 150.00 Euro im letzten Jahr in diesem Jahr laut neuesten Steuerschätzungen 3,2 Mio. Euro an Gewerbesteuer eingeplant. Dieser Wert entspricht aber dennoch nur der Hälfte des Normalansatzes. Heidenheim plant laut neuesten Zahlen für 2014 22,5 Mio. Euro ein, also 500.000 Euro mehr als noch zu Jahresbeginn veranschlagt. Damit liegt die Brenzstadt 12,5 Prozent über dem letztjährigen Wert. Schwäbisch Gmünd bewegt sich mit 27,0 Mio. Euro auf dem Niveau der Vorjahre. 6 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

Rekordwerte bei der Einkommen- und Umsatzsteuer Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer erreicht in allen fünf Großen Kreisstädten Rekordwerte. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr beträgt in diesen Kommunen zwischen 8,3 und 10,0 Prozent. In Aalen werden in diesem Jahr 32,9 Mio. Euro eingeplant, also 2,5 Mio. Euro mehr als in 2013 mit 30,4 Mio. Euro. In der Region verfügt Aalen damit über die höchsten Einnahmen aus dieser Steuerart. Es folgt Schwäbisch Gmünd mit 26,0 Mio. Euro und Heidenheim mit 20,9 Mio. Euro. Ellwangen bringt für dieses Jahr 10,4 Mio. Euro in Ansatz, also rund 800.000 Euro mehr als in 2013. Mit 7,7 Mio. Euro weist Giengen trotz Steigerung um knapp 700.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr in Ostwürttemberg den geringsten Wert aus. Je Einwohner nimmt Aalen in diesem Jahr 492 Euro an Einkommensteuer ein. Auf der landesweiten Liste entspricht dies Rang 39. Den in Baden-Württemberg höchsten Wert weist mit 645 Euro je Einwohner Leinfelden-Echterdingen aus. Heidenheim verfügt in 2014 über 453 Euro je Einwohner. Im Vergleich zu 2013 mit 419 Euro je Einwohner entspricht dies einer Steigerung um 8,1 Prozent. Es folgt Schwäbisch Gmünd mit 446 Euro je Einwohner und Ellwangen mit 441 Euro je Einwohner. Giengen hat mit 404 Euro je Einwohner die - im Vergleich der fünf Großen Kreisstädte im Kammerbezirk - geringsten Einnahmen aus Einkommensteuer. Auch landesweit befindet sich Giengen mit diesem Wert am unteren Ende der Rangliste. Dies trotz deutlicher Steigerung gegenüber 2013 mit 371 Euro je Einwohner. Der Durchschnittswert für die fünf Großen Kreisstädte im Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis beträgt in diesem Jahr 458 Euro je Einwohner gegenüber 423 Euro je Einwohner im letzten Jahr. Damit liegt dieser Kennwert für den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer auch in diesem Jahr unter dem landesweiten Durchschnitt. In 2014 beträgt dieser 489 Euro je Einwohner und in 2013 454 Euro je Einwohner. Auch die Finanzzuweisungen durch das Land - die sogenannten Schlüsselzuweisungen - an die fünf Großen Kreisstädte in der Region erreichen in diesem Jahr Höchstwerte. In Ellwangen steigen diese im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Prozent auf 8,8 Mio. Euro. In Aalen um 13,7 Prozent auf 28,2 Mio. Euro, in Giengen um 40,9 Prozent auf 9,3 Mio. Euro und in Schwäbisch Gmünd um 43,6 Prozent auf 31,6 Mio. Euro. In Heidenheim erhöhen sich die Schlüsselzuweisungen in 2014 sogar auf weit mehr als das Doppelte des Vorjahreswertes, nämlich auf 24,9 Mio. Euro. Investitionsverhalten unterschiedlich Auch in diesem Jahr ist die Entwicklung bei den Gesamtinvestitionen sehr unterschiedlich. Ellwangen weist mit 810,1 Euro je Einwohner den höchsten Wert aus. Dies sind 60,8 Prozent mehr als noch in 2013. Es folgt Heidenheim mit 564,3 Euro je Einwohner (+9,8 Prozent). Ein Rückgang um 19,4 Prozent auf 392,4 Euro je Einwohner ist hingegen in Schwäbisch Gmünd festzustellen. Aalen bleibt mit 338,8 Euro je Einwohner auf Vorjahresniveau. Die geringsten Gesamtinvestitionen in der Region tätigt Giengen mit 143,3 Euro je Einwohner (+18,8 Prozent im Vergleich zu 2013). Schwerpunkte der kommunalen Investitionen liegen u.a. im Bereich Stadtentwicklung und Stadtsanierung, im Bereich Bildung und Betreuung mit z. B. Modernisierungs- und Brandschutzmaßnahmen in Schulen und Sportstätten, aber auch bei der Ausstattung von Schulen und Förderung von Kindergärten. Weitere Schwerpunkte liegen bei der Sanierung von Kanälen, Straßen und Brücken, dem Erwerb von Grundstücken und der Erschließung von Baugebieten sowie dem Feuerschutz. Nur geringer Rückgang bei den Gesamtschulden Trotz der überwiegend guten Einnahmesituation gehen die Gesamtschulden in Aalen, Giengen und Heidenheim nur wenig zurück. In Aalen von 1.620 Euro je Einwohner in 2013 auf 1.552 je Einwohner in 2014 (-4,2 Prozent), in Giengen von 2.012 Euro je Einwohner auf 2.002 Euro je Einwohner (-0,5 Prozent) und in Heidenheim von 1.016 Euro je Einwohner auf 1.010 Euro je Einwohner. Im landesweiten Vergleich liegt Aalen auf Rang 29, Giengen auf Rang 16 und Heidenheim auf Rang 61. In Schwäbisch Gmünd und Ellwangen nehmen die Gesamtschulden sogar stark zu. In Schwäbisch Gmünd von 2.595 Euro je Einwohner in 2013 auf 3.088 Euro je Einwohner in 2014 (+19,0 Prozent). Im landesweiten Vergleich unter den Großen Kreisstädten weist die Stauferstadt den dritthöchsten Wert aus. In Ellwangen steigt die Gesamtverschuldung von 686 Euro je Einwohner im Vorjahr auf 1.221 Euro je Einwohner in 2014 (+78,1 Prozent). Damit liegt Ellwangen in Baden-Württemberg auf Rang 46. IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 7

24.685 23.689 23.697 23.557 19.538 18.951 18.961 19.039 66.264 66.193 66.364 66.823 59.980 58.153 58.171 58.404 48.405 46.152 46.095 46.184 218.859 213.257 213.435 214.007 3. Einwohnerzahlen Die Einwohnerzahlen beruhen auf den Erhebungen des Statistischen Landesamtes Baden- Württemberg und entsprechen jeweils dem Stand vom 30. Juni des Vorjahres. Für die Jahre 2014, 2013 und 2012 werden die auf Basis des Mikrozensus 2011 fortgeschriebenen Einwohnerzahlen ausgewiesen. Veränderungen zum Jahr 2011 können daher auch auf die Umstellung der Fortschreibungsbasis zurückzuführen sein. Einwohnerzahlen ** 30.06.2013 Änd. zu 30.06.2012 Änd. zu 30.06.2011 Änd. zu 30.06.2010 30.06.2010 30.06.2010 30.06.2010 1 Reutlingen 110.705-1,38% 110.186-1,84% 109.820-2,17% 112.257 7 Aalen 66.823 0,86% 66.364 0,39% 66.193 0,09% 66.264 9 Schwäbisch Gmünd 58.404-2,63% 58.171-3,02% 58.153-3,05% 59.980 18 Heidenheim 46.184-4,59% 46.095-4,77% 46.152-4,65% 48.405 69 Ellwangen 23.557-4,57% 23.697-4,00% 23.689-4,03% 24.685 93 Giengen an der Brenz 19.039-2,55% 18.961-2,95% 18.951-3,00% 19.538 94 Bad Säckingen*) 16.320-2,76% 16.184-3,57% 16.193-3,52% 16.783 Σ IHK-Bezirk 214.007-2,22% 213.435-2,48% 213.257-2,56% 218.859 Σ Baden-Württemberg 3.374.168-1,72% 3.352.715-2,34% 3.336.347-2,82% 3.433.136 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Zahl der Einwohner am 30.06. des Vorjahres 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 Aalen Schwäbisch Gmünd Heidenheim Ellwangen Giengen an der Brenz Σ IHK-Bezirk 30.06.2010 30.06.2011 30.06.2012 30.06.2013 8 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

-4,65% -4,77% -4,59% -4,57% -4,03% -4,00% -3,05% -3,02% -2,63% -3,00% -2,95% -2,55% -2,56% -2,48% -2,22% 0,09% 0,39% 0,86% Veränderung der Einwohnerzahl gegenüber 30.06.2010 in Prozent 2,00% 1,00% 0,00% -1,00% -2,00% -3,00% -4,00% -5,00% -6,00% Aalen Schwäbisch Gmünd Heidenheim Ellwangen Giengen an der Brenz Σ IHK-Bezirk 30.06.2011 30.06.2012 30.06.2013 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 9

4. Kommunale Haushaltsvolumina 4.1 Verwaltungshaushalt (EUR) Der Verwaltungshaushalt enthält die laufenden Einnahmen und Ausgaben, die der Erfüllung der laufenden Aufgaben einer Gemeinde und deren Deckung dienen. Im Zuge der Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung in den Verwaltungen nehmen auch die sogenannten inneren Verrechnungen zwischen den unterschiedlichen Verwaltungseinheiten stark zu. Sie dokumentieren den Umfang des internen Leistungsaustauschs zwischen den verschiedenen Stellen innerhalb der Verwaltung. Sehr unterschiedlich fallen die kalkulatorischen Kosten (kalkulatorische Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen) aus, je nachdem, welche Gebührenhaushalte noch im Kernhaushalt geführt werden. Beide Größen sind keine echten Ausgaben und verändern das Haushaltsvolumen im Verwaltungshaushalt in teilweise erheblichem Umfang. Beide, sowohl die inneren Verrechnungen als auch die kalkulatorischen Kosten werden stets sowohl als Einnahmen wie auch als Ausgaben im Verwaltungshaushalt dargestellt und sind somit ergebnisneutral. Als Bezugsgröße für Vergleiche mit dem Haushaltsvolumen bietet sich daher das um innere Verrechnungen und kalkulatorische Kosten bereinigte Verwaltungshaushaltsvolumen an. Die Daten für die doppischen Kommunen entsprechen den laufenden Auszahlungen bzw. Einzahlungen aus dem Gesamtfinanzhaushalt und sind mit den anderen Städten und den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Volumen Verwaltungshaushalt - bereinigt um innere Verechnung und kalkulatorische Kosten - in EUR ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Reutlingen 283.551.100-0,21% 284.157.200 12,38% 252.853.200-5,38% 267.223.013 9 Aalen*) 145.170.200 5,84% 137.163.800-1,59% 139.376.838 8,81% 128.093.776 15 Schwäbisch Gmünd 126.414.230 5,28% 120.070.770-0,04% 120.120.694-6,45% 128.401.241 20 Heidenheim 118.617.450 13,95% 104.096.450 2,46% 101.597.660-18,39% 124.485.686 77 Ellwangen 47.925.000 2,52% 46.746.798-1,92% 47.662.734 5,05% 45.373.058 95 Giengen an der Brenz 33.510.811 3,42% 32.403.153-7,34% 34.968.781-0,48% 35.139.100 Σ IHK-Bezirk 471.637.691 7,07% 440.480.971-1,21% 445.862.248-3,39% 461.492.861 Σ Baden-Württemberg 8.121.164.793 4,82% 7.748.073.943-0,31% 7.772.189.190 6,47% 7.299.735.487 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 10 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

45.373.058 47.662.734 46.746.798 47.925.000 35.139.100 34.968.781 32.403.153 33.510.811 128.093.776 139.376.838 137.163.800 145.170.200 128.401.241 120.120.694 120.070.770 126.414.230 124.485.686 101.597.660 104.096.450 118.617.450 461.492.861 445.862.248 440.480.971 471.637.691 Volumen Verwaltungshaushalt bereinigt um Innere Verrechnungen und Kalkulatorische Kosten in EUR 500.000.000 450.000.000 400.000.000 350.000.000 300.000.000 250.000.000 200.000.000 150.000.000 100.000.000 50.000.000 0 Aalen Schwäbisch Gmünd Heidenheim Ellwangen Giengen an der Brenz Σ IHK-Bezirk 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 11

-31,80% -40,10% -17,81% -24,26% -57,10% -10,29% -16,12% -20,29% -6,85% -18,27% -15,17% 7,26% 3,94% 6,67% 23,33% 33,06% 109,89% 92,31% 4.2 Vermögenshaushalt (EUR) Der Vermögenshaushalt weist die Ausgaben für Investitionen und Tilgung sowie deren Finanzierung aus. Das Volumen schwankt durch die unterschiedliche Investitionstätigkeit in den einzelnen Jahren zum Teil sehr stark. Für die doppischen Städte werden die Werte dem Gesamtfinanzhaushalt entnommen. Vermögenshaushalt in EUR ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 2011 2011 2011 1 Ludwigsburg*) 50.443.200 28,24% 42.811.450 8,83% 36.060.400-8,33% 39.336.297 18 Aalen*) 29.619.600 23,33% 24.963.000 3,94% 16.807.409 7,26% 10.984.332 21 Heidenheim 27.760.000-17,81% 30.300.000-10,29% 23.035.373-31,80% 33.776.774 23 Schwäbisch Gmünd 27.541.850-57,10% 38.452.090-40,10% 48.621.409-24,26% 64.193.896 39 Ellwangen 19.521.516 109,89% 12.375.925 33,06% 8.663.556-6,85% 9.300.788 95 Giengen an der Brenz 4.120.712-16,12% 9.447.332 92,31% 5.240.273 6,67% 4.912.543 Σ IHK-Bezirk 108.563.678-20,29% 115.538.347-15,17% 111.321.458-18,27% 136.200.177 Σ Baden-Württemberg 1.866.081.779 1,76% 1.833.922.892 0,01% 1.882.750.404 2,67% 1.833.716.905 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Volumen Vermögenshaushalt Veränderung gegenüber Vorjahr 120,00% 100,00% 80,00% 60,00% 40,00% 20,00% 0,00% -20,00% -40,00% -60,00% -80,00% Aalen*) Heidenheim Schwäbisch Gmünd Ellwangen Giengen an der Brenz Σ IHK-Bezirk 2012 2013 2014 12 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

4.3 Haushaltsvolumen (gesamt) (EUR) Das Haushaltsvolumen korreliert eng mit der Einwohnerzahl und den Aufgaben, die die Stadt zu erfüllen hat. Das Gesamtvolumen setzt sich bei kameralen Städten zusammen aus Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Der Verwaltungshaushalt umfasst die laufenden Einnahmen und Ausgaben, der Vermögenshaushalt wiederum alle vermögenswirksamen Vorgänge (z. B. Investitionen) sowie Schuldenaufnahme und - tilgung. Veränderungen des Haushaltsvolumens gehen häufig auf den Vermögenshaushalt zurück. Sie können Hinweise auf die Investitionen geben. Aber auch in Zusammenhang mit der Ausgliederung kommunaler Einrichtungen kommt es zu Veränderungen sowohl im Verwaltungsals auch im Vermögenshaushalt. Bei doppischen Städten weist der Gesamtfinanzhaushalt die Ein- und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit sowie die Investitionen und Kredittilgungen aus. Die Werte aus dem Gesamtfinanzhaushalt sind nur eingeschränkt mit den Daten der anderen Städte und mit den Vorjahren vergleichbar. Die Haushalte enthalten aufgrund der Umstellung teilweise keine Vorjahresangaben. Soweit dennoch Werte angegeben sind, handelt es sich meist um Planzahlen aus Vorjahreshaushalten. Haushaltsvolumen in EUR ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Reutlingen 347.302.400-2,10% 354.745.900 8,91% 325.729.700-6,46% 348.215.761 15 Aalen*) 174.789.800 7,81% 162.126.800-3,08% 154.488.700 9,97% 139.254.262 17 Schwäbisch Gmünd 169.776.450-2,36% 173.875.250-5,71% 184.396.418-11,12% 207.473.888 18 Heidenheim 168.060.000 7,96% 155.670.000 7,07% 145.388.052-18,18% 177.699.916 70 Ellwangen 68.503.553 13,66% 60.270.315 4,94% 57.435.397 3,08% 55.717.373 94 Giengen an der Brenz 42.849.294-8,40% 46.777.991 4,15% 44.914.466 0,77% 44.572.110 95 Bad Säckingen*) 39.495.800 11,78% 35.332.500-20,40% 44.386.000-10,93% 49.832.000 Σ IHK-Bezirk 623.979.097 4,22% 598.720.356-0,11% 599.407.559-5,99% 637.573.238 Σ Baden-Württemberg 10.637.008.554 2,35% 10.392.403.742-1,92% 10.595.992.150 5,25% 10.067.136.912 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 13

26.364.452 28.766.070 27.463.491 28.627.433 21.213.139 19.544.824 11.941.670 15.888.400 68.990.442 79.709.909 79.105.000 82.767.000 67.895.580 46.786.079 50.825.000 54.605.000 71.585.716 62.944.673 63.542.700 65.725.300 256.049.329 237.751.555 232.877.861 247.613.133 5. Kommunale Einnahmen 5.1 Gesamtsteuereinnahmen (EUR) Gesamtsteuereinnahmen in EUR Aalen Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk *Doppischer Haushalt seit 2011 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST 82.767.000 79.105.000 79.709.909 68.990.442 28.627.433 27.463.491 28.766.070 26.364.452 15.888.400 11.941.670 19.544.824 21.213.139 54.605.000 50.825.000 46.786.079 67.895.580 65.725.300 63.542.700 62.944.673 71.585.716 247.613.133 232.877.861 237.751.555 256.049.329 Anmerkungen Der Aufwärtstrend bei den Gesamtsteuereinnahmen setzt sich fort. In der Summe wachsen die Gesamtsteuern in der Region von 232,9 Mio. Euro in 2013 auf 247,6 Mio. Euro in 2014. Dies entspricht einer Zunahme um 6,3 Prozent. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr ist in Giengen mit über 30 Prozent am stärksten. Ursache ist die stark gestiegene Gewerbesteuer, die aber dennoch nur die Hälfte des Normalansatzes beträgt. In Aalen nimmt die Gesamtsteuer von 2013 auf 2014 um 4,7 Prozent, in Ellwangen um 4,0 Prozent, in Heidenheim um 7,5 Prozent und in Schwäbisch Gmünd um 3,5 Prozent zu. Aalen hat mit 82,8 Mio. Euro auch in 2014 in Ostwürttemberg die höchsten Gesamtsteuereinnahmen, Giengen mit 15,9 Mio. Euro die geringsten. Gesamtsteuereinnahmen in EUR 300.000.000 250.000.000 200.000.000 150.000.000 100.000.000 50.000.000 0 Aalen Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk 2011 IST 2012 IST 2013 PLAN 2014 PLAN 14 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

5.2 Gesamtsteuereinnahmen (EUR je Einwohner) Die Kennzahl gibt eine erste Auskunft über das finanzielle Leistungsvermögen einer Stadt. Deren Fähigkeit, Aufgaben mit eigenen Steuereinnahmen, z. B. aus Gewerbesteuer (brutto), Grundsteuer (A und B), Anteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer, Vergnügungssteuer, Hundesteuer und sonstige Steuern, zu finanzieren, wird deutlich, wenn die Gesamtsteuereinnahmen auf die Einwohnerzahl bezogen werden. Beim Zeitreihenvergleich ist zu berücksichtigen, dass Veränderungen dieser Kennzahl vor allem auf folgenden Faktoren beruhen können: Veränderung der Einwohnerzahl Veränderung des Gewerbesteueraufkommens infolge konjunktureller und struktureller Einflüsse Veränderung des Einkommensteueranteils durch geänderte Schlüsselzahlen Veränderung des Umsatzsteueranteils durch geänderte Berechnungsgrundlagen Anhebung der Realsteuerhebesätze Vielfach zeigt die Kennzahl Schlüsselzuweisungen pro Einwohner zeitversetzt eine gegenläufige Entwicklung auf. Gesamtsteuereinnahmen in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Walldorf*) 7.751,35-1,68% 7.883,65 0,82% 7.819,21-7,45% 8.448,49 48 Aalen*) 1.238,60 4,14% 1.189,35-0,98% 1.201,16 15,58% 1.039,23 53 Ellwangen 1.215,24 4,86% 1.158,94-4,56% 1.214,32 13,70% 1.068,04 59 Heidenheim 1.182,34 7,23% 1.102,61 8,77% 1.013,74-27,73% 1.402,66 68 Schwäbisch Gmünd 1.125,36 3,02% 1.092,34 0,92% 1.082,40-9,31% 1.193,49 94 Giengen an der Brenz 834,52 32,51% 629,80-38,93% 1.031,33-5,01% 1.085,74 95 Leimen 824,15 3,66% 795,03-0,57% 799,62 3,16% 775,16 1.157,03 6,04% 1.091,09-2,11% 1.114,58-4,68% 1.169,29 Ø Baden-Württemberg 1.403,64 5,33% 1.332,55-4,20% 1.390,97 11,88% 1.243,28 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Anmerkungen Im Vergleich der fünf Großen Kreisstädte im Kammerbezirk hat Aalen mit 1.239 Euro die höchsten Gesamtsteuereinnahmen je Einwohner. Aalen liegt landesweit damit auf Rang 48. Es folgt Ellwangen mit 1.215 Euro je Einwohner, Heidenheim mit 1.182 Euro je Einwohner und Schwäbisch Gmünd mit 1.125 Euro je Einwohner. Giengen befindet sich mit 835 Euro je Einwohner trotz Steigerung um 32,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2013 - am Ende der landesweiten Liste, zusammen mit Leimen. IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 15

629,80 834,52 1.039,23 1.201,16 1.189,35 1.238,60 1.068,04 1.214,32 1.158,94 1.215,24 1.402,66 1.013,74 1.102,61 1.182,34 1.193,49 1.082,40 1.092,34 1.125,36 1.085,74 1.031,33 1.169,29 1.114,58 1.091,09 1.157,03 Gesamtsteuereinnahmen in EUR je Einwohner 1.600,00 1.400,00 1.200,00 1.000,00 800,00 600,00 400,00 200,00 0,00 Aalen*) Ellwangen Heidenheim Schwäbisch Gmünd Giengen an der Brenz 2011 2012 2013 2014 5.3 Gewerbesteuereinnahmen (EUR) Die Gewerbesteuer ist neben dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinden. Von den Gewerbesteuereinnahmen (brutto) ist die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage noch nicht abgesetzt. Gewerbesteuereinnahmen in EUR 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST Aalen*) 1) 35.500.000 35.500.000 37.092.792 30.543.048 Ellwangen 2) 13.300.000 13.000.000 14.574.222 13.165.796 Giengen an der Brenz 3) 3.000.000-150.000 7.468.667 9.663.661 Heidenheim 4) 22.000.000 20.000.000 16.941.881 39.934.970 Schwäbisch Gmünd 5) 27.000.000 27.000.000 26.997.711 37.443.252 IHK-Bezirk 100.800.000 95.350.000 103.075.273 130.750.727 Stand Juli 2014: 1) 33.400.000 2) 18.500.000 3) 3.150.000 4) 22.500.000 5) 28.000.000 *Doppischer Haushalt seit 2011 Anmerkungen Aalen verfehlt laut neuesten Schätzungen mit 33,4 Mio. Euro den Planwert von 35,5 Mio. Euro um 6,0 Prozent. Ellwangen geht im Vergleich zum letzten Jahr von einer sehr deutlichen Steigerung von 13,0 Mio. Euro auf aktuell 18,5 Mio. Euro aus. Giengen bringt nach der Rückzahlung in 2013 in Höhe von 150.000 Euro in 2014 derzeit 3,2 Mio. Euro in Ansatz. Dieser Wert entspricht aber dennoch nur der Hälfte des Normalansatzes. Heidenheim plant laut neuesten Zahlen für 2014 22,5 Mio. Euro statt den ursprünglich veranschlagten 22,0 Mio. Euro ein. 16 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

-150.000 13.165.796 14.574.222 13.000.000 13.300.000 9.663.661 7.468.667 3.000.000 30.543.048 37.092.792 35.500.000 35.500.000 39.934.970 16.941.881 20.000.000 22.000.000 37.443.252 26.997.711 27.000.000 27.000.000 130.750.727 103.075.273 95.350.000 100.800.000 Auch in Schwäbisch Gmünd wird zur Jahresmitte eine Steigerung von 27,0 auf 28,0 Mio. Euro in Ansatz gebracht. In der Summe planen die fünf Großen Kreisstädte in Ostwürttemberg zu Jahresbeginn 2014 100,8 Mio. Euro an Gewerbesteuer ein, also 5,4 Mio. mehr als in 2013 mit einer Gesamtsumme von 95,4 Mio. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 5,7 Prozent. Aufgrund neuester Zahlen vom Juli 2014 erhöht sich die Gesamtsumme dieser fünf Kommunen sogar noch von 100,8 Mio. Euro auf 105,55 Mio. Gewerbesteuereinnahmen in EUR 140.000.000 120.000.000 100.000.000 80.000.000 60.000.000 40.000.000 20.000.000 0-20.000.000 Aalen*) 1) Ellwangen 2) Giengen an der Brenz 3) Heidenheim 4) Schwäbisch Gmünd 5) IHK-Bezirk 2011 IST 2012 IST 2013 PLAN 2014 PLAN IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 17

Planungsansätze der Gewerbesteuereinnahmen 2014 Ostwürttemberg Planungsansatz 1. Januar 2014 in EUR Stand 30. Juli 2014 in EUR Differenz Stadt Aalen 35.500.000 33.400.000-2.100.000 Gemeinde Abtsgmünd 12.800.000 12.800.000 Gemeinde Adelmannsfelden 125.000 125.000 Gemeinde Barthlomä 300.000 300.000 Gemeinde Böbingen 750.000 750.000 Stadt Bopfingen 3.500.000 4.366.198 866.198 Gemeinde Dischingen 1.500.000 1.500.000 Gemeinde Durlangen 250.000 250.000 Gemeinde Ellenberg 90.000 106.000 16.000 Stadt Ellwangen 13.300.000 18.500.000 5.200.000 Gemeinde Eschach 400.000 800.000 400.000 Gemeinde Essingen 2.500.000 2.770.000 270.000 Gemeinde Gerstetten 3.000.000 3.000.000 Stadt Giengen 3.000.000 3.150.000 150.000 Gemeinde Göggingen 160.000 160.000 Gemeinde Gschwend 900.000 622.000-278.000 Stadt Heidenheim 22.000.000 22.500.000 500.000 Stadt Herbrechtingen 7.000.000 4.518.151-2.481.849 Gemeinde Hermaringen 700.000 351.560-348.440 Stadt Heubach 2.100.000 2.386.000 286.000 Gemeinde Heuchlingen 200.000 200.000 Gemeinde Hüttlingen 800.000 800.000 Gemeinde Iggingen 350.000 450.000 100.000 Gemeinde Jagstzell 700.000 1.071.101 371.101 Gemeinde Kirchheim 184.000 125.000-59.000 Gemeinde Königsbronn 2.800.000 2.800.000 Gemeinde Lauchheim 1.450.000 1.450.000 Gemeinde Leinzell 150.000 175.000 25.000 Stadt Lorch 3.750.000 3.750.000 18 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

Gemeinde Mögglingen 1.550.000 1.550.000 Gemeinde Mutlangen 1.350.000 1.700.000 350.000 Gemeinde Nattheim 1.600.000 1.100.000-500.000 Stadt Neresheim 2.300.000 2.300.000 Gemeinde Neuler 750.000 850.000 100.000 Stadt Niederstotzingen 1.050.000 935.000-115.000 Gemeinde Obergröningen 2.000 2.000 Stadt Oberkochen 9.700.000 5.674.234-4.025.766 Gemeinde Rainau 500.000 660.000 160.000 Gemeinde Riesbürg 370.000 513.366 143.366 Gemeinde Rosenberg 5.000.000 4.550.000-450.000 Gemeinde Ruppertshofen 100.000 122.114 22.114 Gemeinde Schechingen 220.000 162.615-57.385 Stadt Schwäbisch Gmünd 27.000.000 28.000.000 1.000.000 Gemeinde Sontheim 900.000 527.150-372.850 Gemeinde Spraitbach 350.000 350.000 Gemeinde Steinheim 2.200.000 3.456.262 1.256.262 Gemeinde Stödtlen 240.000 298.893 58.893 Gemeinde Täferrot 40.000 88.465 48.465 Gemeinde Tannhausen 300.000 300.000 Gemeinde Unterschneidheim 1.050.000 1.050.000 Gemeinde Waldstetten 2.800.000 3.200.000 400.000 Gemeinde Westhausen 2.600.000 4.150.000 1.550.000 Gemeinde Wört 2.000.000 2.000.000 Summe 184.231.000 185.716.109 2.485.109 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 19

5.4 Gewerbesteuereinnahmen (EUR je Einwohner) Die Kennzahl ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die Wirtschaftsstärke der Kommune. Bei Veränderungen im intertemporalen Vergleich kann festgestellt werden, ob die Gewerbesteuereinnahmen an Bedeutung verloren oder gewonnen haben. Die interkommunale Gegenüberstellung der Kennzahlen gibt Auskunft über die wirtschaftliche Bedeutung der Kommune innerhalb der Städte gleicher Größenordnung oder einer Region. Veränderungen der Kennzahl können zurückgeführt werden auf: Veränderung der Einwohnerzahl Änderung der Hebesätze Veränderungen im Unternehmensbereich (konjunkturelle Ursachen, Ertragssteigerungen/- minderungen der örtlichen Wirtschaft, Abwanderung/Zuwanderung von Gewerbebetrieben, organisatorische/rechtliche Umstrukturierung von Unternehmen) Gesetzliche Änderungen bei der Gewerbesteuer (Freibeträge, Zurechnungen, Kürzungen,) Von den Gewerbesteuereinnahmen ist die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage noch nicht abgesetzt. Durch die Pflicht zur Abführung der Gewerbesteuerumlage im Jahr des Aufkommens sowie durch die Ausgleichswirkungen im Finanzausgleichssystem werden solche Mehreinnahmen, die nicht ausschließlich auf Hebesatzerhöhungen beruhen, zu einem großen Teil abgeschöpft. Durch die Erhöhung ihrer Steuerkraftmesszahl erhält die Stadt zwei Jahre später weniger Schlüsselzuweisungen nach mangelnder Steuerkraft; zugleich muss sie höhere Kreis- und Finanzausgleichsumlage zahlen. Grob gerechnet verbleiben ihr unter dem Strich nur rund 15 bis 25 Prozent der Mehreinnahmen. Besser stehen allein die wenigen steuerstarken Städte da, die keine Schlüsselzuweisungen nach mangelnder Steuerkraft erhalten. Gewerbesteuereinnahmen (Brutto) in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Walldorf*) 6.786,56-1,98% 6.923,77-0,37% 6.949,27-9,04% 7.639,86 38 Ellwangen 564,59 2,92% 548,59-10,83% 615,23 15,35% 533,35 44 Aalen*) 531,25-0,47% 533,75-4,54% 559,14 21,28% 461,02 52 Heidenheim 476,36 9,79% 433,89 18,20% 367,09-55,51% 825,02 57 Schwäbisch Gmünd 462,30-0,40% 464,15-0,02% 464,25-25,63% 624,26 95 Giengen an der Brenz 157,57 2092,04% -7,91-102,01% 394,10-20,32% 494,61 471,01 5,43% 446,74-7,56% 483,27-19,11% 597,42 Ø Baden-Württemberg 662,18 4,95% 630,96-10,22% 702,75 12,58% 624,20 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 20 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

-7,91 157,57 533,35 615,23 548,59 564,59 461,02 559,14 533,75 531,25 367,09 433,89 476,36 394,10 464,25 464,15 462,30 494,61 483,27 446,74 471,01 825,02 624,26 597,42 Gewerbesteuereinnahmen in EUR je Einwohner 900,00 800,00 700,00 600,00 500,00 400,00 300,00 200,00 100,00 0,00-100,00 Ellwangen Aalen*) Heidenheim Schwäbisch Gmünd Giengen an der Brenz 2011 2012 2013 2014 Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen in EUR je Einwohner 750,00 700,00 650,00 600,00 550,00 500,00 450,00 400,00 350,00 2011 2012 2013 2014 300,00 Ø Baden-Württemberg IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 21

Fiktiver Gewerbesteuermessbetrag in EUR je Einwohner 5.5 Schlüsselzuweisungen (EUR) Die Zuweisungen des Landes aus dem kommunalen Finanzausgleich sind ein Ausgleich an die Gemeinden, die nur über geringe eigene Steuerquellen verfügen. Sie sind abhängig von Bedarfsmesszahlen, Steuerkraftmesszahlen, Minderung/Erhöhung der gesamten Schlüsselmasse und auch vor der Einwohnerzahl. Schlüsselzuweisungen in EUR Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk *Doppischer Haushalt seit 2011 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST 28.243.000 24.761.000 24.667.893 27.525.821 8.764.059 8.320.780 8.006.712 8.888.738 9.274.000 6.553.100 7.035.178 6.173.428 24.913.000 11.129.000 14.348.517 11.934.313 31.596.400 22.010.000 25.454.456 27.360.309 102.790.459 72.773.880 79.512.756 81.882.609 5.6 Schlüsselzuweisungen (EUR je Einwohner) Schlüsselzuweisungen sind Mittel, die den Städten und Gemeinden im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs zur Nivellierung von Steuerkraftunterschieden und zur Abdeckung allgemeiner Bedarfssituationen zur Verfügung gestellt werden. Einen Teil dieser Mittel erhalten alle Kommunen in Form der - von Einwohnerzahl und Steuerkraftsumme abhängigen - kommunalen Investitionspauschale. Der weitaus größere Teil wird jedoch als Zuweisung nach mangelnder Steuerkraft und nur an jene Kommunen gezahlt, deren eigene Steuerkraft geringer ist als ein fiktiv berechneter, an der Einwohnerzahl ausgerichteter so genannter Finanzbedarf. Je höher die Kennzahl ist, desto mehr ist die Stadt bei der Finanzierung ihrer Aufgaben mangels eigener Steuerquellen auf Finanzausgleichszuweisungen angewiesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nach dem Finanzausgleichsgesetz die Höhe der Schlüsselzuweisungen pro Einwohner mit zunehmender Einwohnerzahl in Stufen ansteigt. Eine Veränderung der Kennzahl kann auf folgende Tatbestände zurückgeführt werden: Veränderungen der Einwohnerzahl Änderung des Gesetzes über den kommunalen Finanzausgleich Veränderung der Steuerkraft der Gemeinde (durch Konjunktureinflüsse, veränderte Ertragsentwicklung der örtlichen Wirtschaft, Abwanderungen/Zuwanderungen von Gewerbebetrieben) Vielfach zeigen die Kennzahlen "Gesamtsteuereinnahmen pro Einwohner" bzw. "Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner" zeitversetzt eine gegenläufige Entwicklung auf. 22 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

246,55 241,44 310,90 378,37 315,97 371,23 345,61 415,48 353,77 372,28 422,65 360,09 337,99 351,13 372,04 374,13 367,18 340,97 456,16 437,72 541,00 539,43 487,11 480,31 Schlüsselzuweisungen in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Leimen 648,02 10,83% 584,72 4,52% 559,45 45,27% 385,11 8 Schwäbisch Gmünd 541,00 42,98% 378,37-13,56% 437,72-4,04% 456,16 9 Heidenheim 539,43 123,42% 241,44-22,34% 310,90 26,10% 246,55 18 Giengen an der Brenz 487,11 40,94% 345,61-6,90% 371,23 17,49% 315,97 30 Aalen*) 422,65 13,53% 372,28 5,23% 353,77-14,85% 415,48 46 Ellwangen 372,04 5,96% 351,13 3,89% 337,99-6,14% 360,09 94 Sindelfingen*) 44,06 17,21% 37,59-81,23% 200,25-53,81% 433,54 480,31 40,87% 340,97-7,14% 367,18-1,86% 374,13 Ø Baden-Württemberg 349,42 7,04% 326,43 5,78% 308,60 5,32% 293,01 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Anmerkungen In Schwäbisch Gmünd und Giengen nehmen die Schlüsselzuweisungen im Vergleich der Jahre 2013 und 2014 um mehr als 40 Prozent zu. In Heidenheim steigt der Wert von 241,4 Euro je Einwohner in 2013 auf 539,4 Euro je Einwohner in diesem Jahr, also auf mehr als das Doppelte. Auch in Aalen und Ellwangen nehmen die Finanzzuweisungen des Landes im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Schlüsselzuweisungen in EUR je Einwohner 600,00 500,00 400,00 300,00 200,00 100,00 0,00 Schwäbisch Gmünd Heidenheim Giengen an der Brenz Aalen Ellwangen 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 23

5.7 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (veranlagte Einkommensteuer und Lohnsteuer) ist neben der Gewerbesteuer die ergiebigste Steuerquelle der Gemeinden, wobei es sich hierbei finanzwirtschaftlich nicht um eine eigene Steuer der Städte, sondern um eine Steuerbeteiligung handelt. Die jeweilige Höhe errechnet sich nach dem Anteil, den die einzelne Gemeinde von der Summe der Einkommensteuereinnahmen von Baden-Württemberg erhält. Bund und Länder erhalten jeweils 42,5 Prozent, die Gemeinden 15 Prozent der gesamten Einkommensteuereinnahmen. Der Anteil für die jeweilige Gemeinde wird nach einem festen Schlüssel berechnet, wobei die jeweilige Höhe sich aus dem Anteil errechnet, den die einzelne Gemeinde am Einkommensteueraufkommen des jeweiligen Bundeslandes hat. Bei der Berechnung des Einkommens (Schlüsselzahl) werden allerdings nur Einkommen bis zu festgelegten Sockelbeträgen (30.000 / 60.000 Euro für Ledige/Verheiratete; seit 2012: 35.000 / 70.000 Euro) berücksichtigt, so dass größeren Gemeinden ein geringeres Steueraufkommen zugerechnet wird, als dort tatsächlich erhoben wurde. Damit ergibt sich eine gewisse Nivellierung. Konjunkturschwankungen wirken sich bei den Einkommensteuereinnahmen nicht so drastisch aus wie bei den Gewerbesteuereinnahmen. Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in EUR 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST Aalen*) 32.891.000 30.360.000 29.668.054 25.708.591 Ellwangen 10.386.480 9.587.520 9.372.599 8.294.542 Giengen an der Brenz 7.699.000 7.026.240 6.876.668 6.438.163 Heidenheim 20.912.000 19.304.000 18.879.862 17.103.953 Schwäbisch Gmünd 26.021.300 24.019.600 23.508.183 22.001.287 IHK-Bezirk 97.909.780 90.297.360 88.305.366 79.546.536 *Doppischer Haushalt seit 2011 5.8 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (EUR je Einwohner) Aus der Kennzahl lässt sich ablesen, ob es sich um eine Stadt handelt, in der relativ viele Bezieher mittlerer oder höherer Einkommen ansässig sind. Veränderungen dieser Kennzahl können zurückgeführt werden auf Veränderung der Einwohnerzahl Veränderung der Sozialstruktur Gesetzliche Änderungen (Änderung des kommunalen Anteils an der Einkommensteuer, Änderung der Sockelbeträge, Neufestsetzung des Basisjahres und der Schlüsselzahlen) Änderungen beim Einkommensteueraufkommen Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Leinfelden-Echterdingen 644,70 8,83% 592,37 0,63% 588,69 12,62% 522,71 39 Aalen*) 492,21 7,83% 456,47 2,03% 447,40 15,29% 388,05 63 Heidenheim 452,80 8,12% 418,79 2,37% 409,08 15,77% 353,35 70 Schwäbisch Gmünd 445,54 7,90% 412,91 2,14% 404,25 10,21% 366,81 74 Ellwangen 440,91 8,98% 404,59 2,26% 395,65 17,75% 336,02 91 Giengen an der Brenz 404,38 9,13% 370,56 2,12% 362,87 10,12% 329,52 95 Lahr 353,19 7,07% 329,86 0,90% 326,91 11,03% 294,44 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 457,51 8,14% 423,07 2,17% 414,08 13,93% 363,46 489,20 7,68% 454,33 2,88% 441,61 13,30% 389,78 24 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

388,05 447,40 456,47 492,21 353,35 409,08 418,79 452,80 336,02 366,81 404,25 412,91 445,54 395,65 404,59 440,91 329,52 362,87 370,56 404,38 363,46 414,08 423,07 457,51 Gemeindeanteil an der Einkommensteuer in EUR je Einwohner 600,00 500,00 400,00 300,00 200,00 100,00 0,00 Aalen Heidenheim Schwäbisch Gmünd Ellwangen Giengen an der Brenz 2011 2012 2013 2014 5.9 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (EUR) Zum Ausgleich für den Wegfall der Gemeindekapitalsteuer werden die Städte und Gemeinden mit 2,2 Prozent an der Umsatzsteuer beteiligt. Die Umsatzsteuer ist eine der beständigsten Steuerarten und weniger konjunkturanfällig im Vergleich zur Gewerbesteuer. Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer in EUR Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk *Doppischer Haushalt seit 2011 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST 3.802.000 3.775.000 5.389.373 3.467.634 1.270.953 1.261.971 1.200.363 1.194.827 1.154.000 1.146.030 1.091.728 1.187.287 3.063.000 3.041.000 2.890.985 2.734.472 2.948.000 2.927.100 2.782.231 2.644.354 12.237.953 12.151.101 13.354.680 11.228.573 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 25

5.10 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (EUR je Einwohner) Bei dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer handelt es sich wie beim Einkommensteueranteil finanzwirtschaftlich nicht um eine eigene Steuer der Städte, sondern um eine Steuerbeteiligung. Der Umsatzsteueranteil wurde 1998 eingeführt zum Ausgleich für den Wegfall der Gewerbekapitalbesteuerung. Die Umsatzsteuer ist eine der beständigsten Steuerarten und weniger konjunkturanfällig im Vergleich zur Gewerbesteuer. Die Umstellung auf einen fortschreibungsfähigen Verteilungsschlüssel wurde seit Jahren immer wieder hinausgeschoben und ist nun endlich erfolgt. Im Wesentlichen errechnet sich dieser aus folgenden Daten: Gewerbesteueraufkommen Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Jahressumme der sozialversicherungspflichtigen Entgelte Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Walldorf 274,15-1,28% 277,71 6,65% 260,39 14,93% 226,57 30 Heidenheim 66,32 0,53% 65,97 5,32% 62,64 10,89% 56,49 36 Giengen an der Brenz 60,61 0,28% 60,44 4,91% 57,61-5,20% 60,77 42 Aalen*) 56,90 0,25% 56,76-30,11% 81,21 55,13% 52,35 49 Ellwangen 53,95 1,31% 53,25 5,09% 50,67 4,69% 48,40 53 Schwäbisch Gmünd 50,48 0,32% 50,32 5,18% 47,84 8,51% 44,09 95 Remseck 17,99-1,21% 18,21 2,65% 17,74-0,89% 17,90 57,18 0,45% 56,93-5,11% 59,99 16,93% 51,31 Ø Baden-Württemberg 62,82 0,38% 62,58 4,45% 59,92 6,01% 56,52 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 26 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

148,89 158,99 158,59 158,28 143,12 147,60 146,05 147,52 132,39 137,23 137,99 140,30 122,62 124,64 126,25 136,35 140,13 145,74 144,94 148,69 178,32 192,20 182,59 182,68 5.11 Grundsteuereinnahmen (EUR je Einwohner) Die Kennzahl weist darauf hin, inwieweit Bürger und Wirtschaft zur Finanzausstattung ihrer Stadt beitragen. Träger der Grundsteuer sind entweder die Grundeigentümer oder die Mieter. Die Steuerbelastung trifft daher einen breiteren Personenkreis, der kommunale Leistungen beansprucht, als es bei der Gewerbesteuer der Fall ist. Bei der Grundsteuer ist die Streuung geringer als bei der Gewerbesteuer, da ihre Bemessungsgrundlage im Wesentlichen von den Einheitswerten abhängt und damit keinen konjunkturellen Schwankungen unterliegt. Veränderungen der Kennzahl im Zeitablauf können zurückgeführt werden auf: Veränderung der Einwohnerzahl Änderung der Hebesätze Rege Bautätigkeit in der Gemeinde, insbesondere Erschließung neuer Baugebiete Änderungen beim Flächennutzungsplan und den Bebauungsplänen Grundsteuereinnahmen in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Bad Säckingen 227,57-0,57% 228,87 0,60% 227,51 3,93% 218,91 15 Giengen an der Brenz 182,68 0,05% 182,59-5,00% 192,20 7,78% 178,32 50 Heidenheim 158,28-0,20% 158,59-0,25% 158,99 6,78% 148,89 62 Schwäbisch Gmünd 147,52 1,01% 146,05-1,05% 147,60 3,13% 143,12 72 Ellwangen 140,30 1,67% 137,99 0,55% 137,23 3,66% 132,39 78 Aalen*) 136,35 8,00% 126,25 1,29% 124,64 1,65% 122,62 95 Waghäusel 105,00-0,50% 105,53 0,21% 105,31 0,00% 0,00 148,69 2,59% 144,94-0,55% 145,74 4,00% 140,13 Ø Baden-Württemberg 161,36 0,92% 159,89-0,87% 161,28 6,21% 151,86 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Grundsteuereinnahmen in EUR je Einwohner 250,00 200,00 150,00 100,00 50,00 0,00 Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd Ellwangen Aalen*) 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 27

Entwicklung der Grundsteuereinnahmen in EUR je Einwohner 165,00 160,00 155,00 150,00 145,00 140,00 2011 2012 2013 2014 135,00 Ø Baden-Württemberg 28 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

5.12 Freie Spitze (EUR je Einwohner) Als Freie Spitze oder Nettoinvestitionsrate wird der im Verwaltungshaushalt erwirtschaftete Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben (Zuführung zum Vermögenshaushalt) bezeichnet, der um die ordentlichen Schuldentilgungen (ohne Umschuldungen) bereinigt wird. Ferner müssen eventuelle Zuführungen vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt und ein etwaiges Defizit im Verwaltungshaushalt abgezogen werden. Diese Kennzahl ist ein aussagefähiger Indikator für die Finanzkraft, die Höhe der Selbstfinanzierung für Investitionen und sonstige vermögenswirksame Ausgaben. Die "Freie Spitze" unterliegt im Allgemeinen erheblichen Schwankungen. Diese zeigen sich vor allem dann, wenn dem vielfach starren Ausgabenvolumen starke Veränderungen bei den Steuereinnahmen gegenüberstehen. Auch wirken sich Schwankungen bei der Tilgung von Krediten aus. Freie Spitze in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Walldorf 1.428,36 82,54% 782,48-20,08% 979,13-48,25% 1.892,05 3 Heidenheim 357,94 687,75% -60,90-156,71% 107,39-74,73% 424,96 53 Schwäbisch Gmünd 42,78 126,03% -164,32-290,63% 86,20-63,24% 234,47 65 Ellwangen 15,00-83,08% 88,67-58,62% 214,26-8,26% 233,56 76 Aalen*) -21,96-162,10% 35,36-81,99% 196,33-5,42% 207,59 81 Giengen an der Brenz -54,14 85,63% -376,68-1626,87% 24,67-63,59% 67,75 95 Neckarsulm -450,48-289,96% 237,15-84,67% 1.546,66 64,98% 937,48 78,90 211,85% -70,54-152,72% 133,79-47,22% 253,48 Ø Baden-Württemberg 55,75-20,92% 70,50-71,90% 250,92 30,50% 192,28 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Entwicklung der Freien Spitze in EUR je Einwohner 300,00 250,00 200,00 150,00 100,00 50,00 0,00-50,00 2011 2012 2013 2014-100,00 Ø Baden-Württemberg IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 29

6. Hebesätze 6.1 Gewerbesteuerhebesätze (Prozent) Der Gewerbesteuerhebesatz wird nach 16 Abs. 1 Gewerbesteuergesetz von der jeweils hebeberechtigten Gemeinde entweder jeweils für ein Jahr durch die Haushaltssatzung oder für mehrere Jahre in einer separaten Steuersatzung bestimmt. Der Hebesatz beträgt nach dem Gewerbesteuergesetz mindestens 200 Prozentpunkte. Weitergehende unmittelbare gesetzliche Beschränkungen des Hebesatzrechts gibt es in Baden-Württemberg nicht. Allerdings ist zu beachten, dass sich aus dem Finanzausgleichsgesetz quasi eine Untergrenze von 290 Prozentpunkten ergibt, bei deren Unterschreiten die Gemeinde im kommunalen Finanzausgleich Nachteile erleiden würde. Daneben verlangen die Richtlinien für Zuweisungen aus Mitteln des Ausgleichsstocks einen Hebesatz von 340 Prozentpunkten. Wird dieses Niveau nicht erreicht, können die für besonders finanzschwache Kommunen gedachten Zuweisungen nicht gewährt werden. Gewerbesteuerhebesätze in Prozent ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Calw 410 10,81% 370 0,00% 370 5,71% 350 16 Schwäbisch Gmünd 380 0,00% 380 0,00% 380 0,00% 380 32 Giengen an der Brenz 370 0,00% 370 0,00% 370 0,00% 370 46 Aalen*) 360 0,00% 360 0,00% 360 0,00% 360 46 Ellwangen 360 0,00% 360 0,00% 360 0,00% 360 46 Heidenheim 360 0,00% 360 0,00% 360 0,00% 360 94 Neckarsulm 300 0,00% 300 0,00% 300 0,00% 300 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 366 0,00% 366 0,00% 366 0,00% 366 364 0,14% 363 0,10% 363 1,59% 357 30 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

349 349 349 370 360 360 360 360 385 385 385 385 393 393 391 395 440 440 430 430 430 430 430 430 6.2 Grundsteuerhebesätze B (Prozent) Die Grundsteuer B wird erhoben für den nicht der Land- und Forstwirtschaft zugeordneten (bzw. dieser gleichgestellten) Grundbesitz. Die Grundsteuer B, obgleich eine Steuer, kann als Finanzierungsäquivalent für die Bereitstellung kommunaler Infrastruktur verstanden werden. Als solches kommt ihr für die kommunalen Haushalte eine immer größere Bedeutung zu. Der Grundsteuerhebesatz wird nach 25 Grundsteuergesetz von der jeweils hebeberechtigten Gemeinde entweder jeweils für ein Jahr durch die Haushaltssatzung oder für mehrere Jahre, höchstens jedoch für den Hauptveranlagungszeitraum, in einer separaten Steuersatzung bestimmt. Unmittelbare gesetzliche Beschränkungen des Hebesatzrechts gibt es in Baden-Württemberg nicht. Allerdings ist zu beachten, dass sich aus dem Finanzausgleichsgesetz quasi eine Untergrenze von 185 Prozentpunkten ergibt, bei deren Unterschreiten die Gemeinde im kommunalen Finanzausgleich Nachteile erleiden würde. Daneben verlangen die Richtlinien für Zuweisungen aus Mitteln des Ausgleichsstocks einen Hebesatz von 300 Prozentpunkten. Wird dieses Niveau nicht erreicht, können Zuweisungen nicht gewährt werden. Grundsteuerhebesätze (Grundsteuer B) in Prozent ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Tübingen 560 0,00% 560 0,00% 560 0,00% 560 7 Giengen an der Brenz 430 0,00% 430-2,27% 440 0,00% 440 7 Schwäbisch Gmünd 430 0,00% 430 0,00% 430 0,00% 430 46 Ellwangen 385 0,00% 385 0,00% 385 0,00% 385 55 Aalen*) 370 6,02% 349 0,00% 349 0,00% 349 65 Heidenheim 360 0,00% 360 0,00% 360 0,00% 360 94 Bietigheim-Bissingen 255 0,00% 255 0,00% 255 0,00% 255 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 395 1,07% 391-0,51% 393 0,00% 393 381 0,36% 379 0,19% 378 1,41% 373 Grundsteuerhebesätze Grundsteuer B in Prozent 500 450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 Giengen an der Brenz Schwäbisch Gmünd Ellwangen Aalen*) Heidenheim 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 31

6.3 Realsteuerhebesätze 2014 aller Kommunen in Ostwürttemberg Grundsteuer A Grundsteuer B Gewerbesteuer 2014 Änderung zu 2013 2014 Änderung zu 2013 Landkreis Heidenheim Dischingen 360 390 360 Gerstetten 330 350 350 Giengen/Brenz 320 430 370 Heidenheim 280 360 360 Herbrechtingen 310 340 360 Hermaringen 340 360 355 Königsbronn 340 340 360 Nattheim 360 360 360 Niederstotzingen 350 400 360 Sontheim/Brenz 360 360 355 Steinheim a. A. 340 370 360 Durschnitt 335 369 359 2014 Änderung zu 2013 Ostalbkreis Aalen 300 370 +21 360 Abtsgmünd 350 350 340 Adelmannsfelden 340 370 350 Bartholomä 400 400 370 Böbingen 350 350 345 Bopfingen 365 360 350 Durlangen 350 350 340 Ellenberg 410 370 340 Ellwangen/Jagst 320 385 360 Eschach 350 380 340 Essingen 355 +5 360 +5 355 +5 Göggingen 330 345 340 Gschwend 370 370 370 Heubach 370 +20 390 +20 380 +20 Heuchlingen 370 380 370 Hüttlingen 350 360 350 Iggingen 345 355 345 Jagstzell 380 390 +20 340 Kirchheim/R. 360 360 350 Lauchheim 340 380 350 Leinzell 390 390 340 Lorch 350 370 360 Mögglingen 380 380 350 Mutlangen 365 365 345 Neresheim 353 371 347 Neuler 355 370 355 Obergröningen 390 390 350 Oberkochen 225-50 360 +40 340 Rainau 370 395 360 Riesbürg 360 340 340 Rosenberg 305 305 320 Ruppertshofen 340 390 345 Schechingen 340 360 340 Schwäbisch Gmünd 340 430 380 Spraitbach 370 370 345 Stödtlen 350 360 350 Täferrot 370 400-340 340 Tannhausen 370 370 350 Unterschneidheim 360 345 340 Waldstetten 340 370 350 Westhausen 350 370 350 Wört 320 300 325 Durchschnitt 355 368 349 32 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

7. Kommunale Ausgaben 7.1 Personalausgaben (EUR) Die Personalausgaben bilden den wichtigsten Ausgabenblock im Verwaltungshaushalt. Durch die enge Bindung an Tarifverträge und Besoldungsgesetze haben die Personalausgaben kurz- und mittelfristig Fixkostencharakter. Die einzelne Gemeinde kann die Höhe der Personalausgaben in der Regel nur durch eine zurückhaltende Personalpolitik beeinflussen, es sei denn, dass durch Privatisierungsmaßnahmen eine Haushaltsentlastung erreicht werden kann. Beim interkommunalen Vergleich der Personalausgaben pro Einwohner ist zu beachten, dass die Höhe der Kennzahl allein noch keine Wertung über die Qualität der Personalpolitik einer Gemeinde erlaubt. Zu berücksichtigen sind die Funktionen und die Fülle der Aufgaben, die von der einzelnen Stadt wahrgenommen werden. Dabei muss insbesondere auch beachtet werden, in welchem Maße eine Gemeinde freiwillig Aufgaben übernimmt. Die Kennzahl hat auch insofern einen nur begrenzten Aussagewert, als dass viele Gemeinden Aufgaben in Eigenbetriebe oder Beteiligungsgesellschaften auslagern. Dies hat naturgemäß auch Auswirkungen auf die Personalausgaben. Die Personalausgaben ausgegliederter Einrichtungen müssen deshalb berücksichtigt werden, soweit sie dem Haushaltsplan und seinen Anlagen überhaupt entnommen werden können. Auffallend hohe Personalausgaben pro Einwohner im Vergleich zu anderen Gemeinden gleicher Größe und Struktur können zum Anlass genommen werden, um über die Rückführung freiwilliger Aufgaben sowie über Rationalisierungsmaßnahmen in der Verwaltung nachzudenken sowie Überlegungen zur Privatisierung von Aufgaben anzustellen. Die Entwicklung der Zahl der Beschäftigten und der Kennzahl "Anteil der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts" sind mit zu berücksichtigen. Ist z. B. der Anteil der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts trotz hoher Personalausgaben pro Einwohner relativ gering, deutet dies darauf hin, dass sich die Gemeinde diesen hohen Personalbestand "leisten" kann oder im Vergleich mehr Aufgaben abzudecken hat. An die Stelle der Personalausgaben treten bei Haushalten nach neuem Recht die Personalaufwendungen. Personalausgaben in EUR Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk *Doppischer Haushalt seit 2011 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST 39.607.000 37.566.800 35.550.394 34.709.629 11.476.153 10.880.574 10.158.784 9.947.978 8.482.942 8.382.390 7.886.192 7.779.066 31.725.000 30.987.000 28.680.050 27.452.326 37.250.000 34.589.000 34.994.556 33.625.350 128.541.095 122.405.764 117.269.976 113.514.349 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 33

403,00 428,84 459,15 487,17 398,15 416,14 442,09 445,56 567,14 621,43 672,24 686,93 560,61 601,77 594,61 637,80 522,08 536,11 564,82 592,72 518,11 549,90 573,50 600,64 7.2 Personalausgaben (EUR je Einwohner) Personalausgaben in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Neckarsulm 1.099,71 5,35% 1.043,87 2,84% 1.015,02 15,96% 875,32 27 Heidenheim 686,93 2,19% 672,24 8,18% 621,43 9,57% 567,14 48 Schwäbisch Gmünd 637,80 7,26% 594,61-1,19% 601,77 7,34% 560,61 57 Aalen*) 592,72 4,94% 564,82 5,36% 536,11 2,69% 522,08 80 Ellwangen 487,17 6,10% 459,15 7,07% 428,84 6,41% 403,00 90 Giengen an der Brenz 445,56 0,78% 442,09 6,24% 416,14 4,52% 398,15 95 Rottenburg am Neckar 370,64 2,96% 359,97 6,25% 338,79 6,11% 319,29 600,64 4,73% 573,50 4,29% 549,90 6,14% 518,11 Ø Baden-Württemberg 631,85 5,09% 601,23 5,80% 568,25 7,05% 530,83 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Personalausgaben in EUR je Einwohner 800,00 700,00 600,00 500,00 400,00 300,00 200,00 100,00 0,00 Heidenheim Schwäbisch Gmünd Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz 2011 2012 2013 2014 34 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

7.3 Anteil der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts (Prozent) Diese Kennzahl zeigt an, in welchem Umfang die Gesamtausgaben des laufenden Verwaltungsbetriebs einer Stadt durch Personalausgaben gebunden sind. Angesichts des großen Gewichts der Personalausgaben an den Gesamtausgaben der Städte sollte deren Entwicklung beobachtet und mit anderen Städten gleicher Größe und Struktur verglichen werden. Da sich das Aufgabenspektrum einer Kommune je nach Größenklasse und Situation erheblich unterscheidet, ist diese Einschränkung besonders wichtig. Auch sind gemeindespezifische Besonderheiten zu beachten. Sondervermögen oder die Privatisierung kommunaler Aufgaben kann sich hier stark auswirken. Häufig werden Aufgaben, wie z. B. die Gebäudereinigung, nicht mehr mit eigenen Beschäftigten durchgeführt, sondern fremd vergeben. Dann tauchen die Kosten als Personalausgaben bei den Ausgaben für Verwaltung und Betrieb auf. Für einen fundierten Vergleich der Kosten der kommunalen Aufgabenerfüllung sollte daher stets auch diese Ausgabengruppe mit herangezogen werden. Ein großer Personalkostenanteil und hohe Werte für den Kennwert Personalausgaben je Einwohner lassen auf einen hohen Personalbestand schließen. Fallen dagegen die Personalausgaben je Einwohner im Vergleich geringer aus, kann der hohe Personalkostenanteil auch durch eine eventuell geringere Bezugsgröße Ausgabenvolumen im Verwaltungshaushalt begründet sein. Die Personalausgaben nehmen dann zwangsläufig einen höheren Anteil ein. Als Bezugsgröße wurde zur besseren Vergleichbarkeit das um innere Verrechnungen und kalkulatorische Kosten bereinigte Volumen des Verwaltungshaushalts verwendet. Anteil der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts in Prozent ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Calw 36,82 8,81% 33,84 0,92% 33,53-2,64% 34,44 23 Schwäbisch Gmünd 29,47 2,29% 28,81-1,10% 29,13 11,23% 26,19 45 Aalen*) 27,28-0,40% 27,39 9,04% 25,12-6,96% 27,00 50 Heidenheim 26,75-10,14% 29,77 5,46% 28,23 28,03% 22,05 68 Giengen an der Brenz 25,31-2,16% 25,87 14,72% 22,55 1,85% 22,14 77 Ellwangen 23,95 2,88% 23,28 9,24% 21,31-2,78% 21,92 95 Walldorf*) 9,10 3,29% 8,81 4,38% 8,44 13,14% 7,46 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 27,25-1,92% 27,79 5,65% 26,30 7,04% 24,57 24,31 3,20% 23,55 8,25% 21,76-1,66% 22,13 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 35

22,05 22,14 22,55 21,92 21,31 23,28 23,95 26,19 27,00 25,12 27,39 27,28 25,87 25,31 24,57 26,30 27,79 27,25 29,13 28,81 29,47 28,23 29,77 26,75 Anteil der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts in Prozent 35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 10,00 5,00 0,00 Schwäbisch Gmünd Aalen*) Heidenheim Giengen an der Brenz Ellwangen 2011 2012 2013 2014 Entwicklung des Anteils der Personalausgaben an den Ausgaben des Verwaltungshaushalts in Prozent 29,00 27,00 25,00 23,00 21,00 19,00 17,00 2011 2012 2013 2014 15,00 Ø Baden-Württemberg 36 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

16.265.612 17.903.270 17.899.593 18.678.317 13.208.725 12.689.481 11.394.000 12.209.000 42.561.000 46.724.000 51.163.000 53.804.000 43.418.094 40.010.279 47.315.800 43.877.600 42.617.773 32.704.297 38.295.000 32.161.000 158.071.204 150.031.327 166.067.393 160.729.917 7.4 Gesamtbetrag der Umlagezahlungen (EUR) Die Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden sowie deren Anteile an den Gemeinschaftssteuern, sogar die Leistungen im Finanzausgleich wie die Zuweisungen nach mangelnder Steuerkraft, stehen diesen bei weitem nicht in vollem Umfang zur Verfügung. Große Teile dieser Einnahmen müssen über Umlagen wieder abgeführt werden. Dazu zählt die Gewerbesteuerumlage, über die auch Bund und Land an dieser wichtigsten Realsteuer beteiligt sind. Zur Finanzierung des kommunalen Finanzausgleichs sowie des Landeshaushaltes tragen die Städte und Gemeinden über die Finanzausgleichsumlage nennenswert bei. Die dramatische Entwicklung der Landkreisfinanzen drückt sich in erheblich gestiegenen Kreisumlagen aus, mit der die kreisangehörigen Kommunen die Landkreise finanzieren. Der in absoluten Zahlen angegebene Wert bildet ein Gegengewicht zur Einnahmeseite der Haushalte und verdeutlicht die Belastung der Kommunen durch entsprechende Zahllasten. Die tatsächliche Finanzkraft einer Stadt zeigt sich dann in der Kennzahl Finanzkraft, die die wichtigsten laufenden Einnahmen aus Steuern, Steuerbeteiligungen und Finanzausgleichszuweisungen den Umlagebelastungen gegenüberstellt. Gesamtbetrag der Umlagezahlungen in EUR ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Esslingen am Neckar*) 90.900.000 3,27% 88.020.000 20,87% 72.821.346 22,65% 59.371.181 11 Aalen*) 53.804.000 5,16% 51.163.000 9,50% 46.724.000 9,78% 42.561.000 16 Schwäbisch Gmünd 43.877.600-7,27% 47.315.800 18,26% 40.010.279-7,85% 43.418.094 32 Heidenheim 32.161.000-16,02% 38.295.000 17,09% 32.704.297-23,26% 42.617.773 63 Ellwangen 18.678.317 4,35% 17.899.593-0,02% 17.903.270 10,07% 16.265.612 94 Giengen an der Brenz 12.209.000 7,15% 11.394.000-10,21% 12.689.481-3,93% 13.208.725 95 Bad Säckingen*) 10.905.000-3,62% 11.315.000 4,47% 10.831.000 9,43% 9.898.000 Σ IHK-Bezirk 160.729.917-3,21% 166.067.393 10,69% 150.031.327-5,09% 158.071.204 Σ Baden-Württemberg 2.917.729.798 4,79% 2.784.265.415 6,25% 2.620.434.245 3,70% 2.527.004.806 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Gesamtbetrag der Umlagezahlungen in EUR 180.000.000 160.000.000 140.000.000 120.000.000 100.000.000 80.000.000 60.000.000 40.000.000 20.000.000 0 Aalen Schwäbisch Gmünd Heidenheim Ellwangen Giengen an der Brenz Σ IHK-Bezirk 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 37

6.152.475 5.718.952 5.285.000 17.293.862 19.961.000 19.974.000 18.522.000 18.519.000 66.332.000 60.987.000 58.431.000 51.448.000 46.999.583 46.137.587 46.827.587 46.647.587 77.372.719 90.023.832 91.560.121 110.253.228 216.817.777 222.841.371 220.625.708 244.161.677 8. Kommunale Schulden 8.1 Schuldenstand (EUR) Schuldenstand in EUR Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk * Doppischer Haushalt seit 2011 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST 51.448.170 58.431.121 60.987.429 66.332.695 17.293.862 5.285.000 5.718.952 6.152.475 18.519.000 18.522.000 19.974.000 19.961.000 46.647.587 46.827.587 46.137.587 46.999.583 110.253.228 91.560.121 90.023.832 77.372.719 244.161.847 220.625.829 222.841.800 216.818.472 Anmerkungen In Aalen sinkt der Schuldenstand von 58,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 51,5 Mio. Euro in 2013. Dies entspricht einem Rückgang um 11,8 Prozent. Die Werte für Giengen und Heidenheim bleiben nahezu konstant. In Ellwangen und Schwäbisch Gmünd nimmt der Schuldenstand stark zu. In Ellwangen steigt der Schuldenstand von 5,3 Mio. Euro im letzten Jahr auf 17,3 Mio. Euro in 2014. Dies ist mehr als das Dreifache. Der geplante Schuldenstand von Schwäbisch Gmünd nimmt im Vergleich der Jahre 2013 mit 91,6 Mio. Euro und 2014 mit 110,3 Mio. Euro um 20,4 Prozent zu. Schuldenstand in EUR 300.000.000 250.000.000 200.000.000 150.000.000 100.000.000 50.000.000 0 Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk 2011 IST 2012 IST 2013 PLAN 2014 PLAN 38 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

8.2 Schuldenstand (EUR je Einwohner) Der Schuldenstand pro Einwohner ("Pro-Kopf-Verschuldung") ist in der Öffentlichkeit eine markante und geläufige Orientierungsgröße. Sie vermittelt jedoch weder über die Steuer- und Finanzkraft noch über die Verschuldungsgrenze oder dauernde Leistungsfähigkeit wesentliche Erkenntnisse. Ein hoher Schuldenstand pro Einwohner muss nicht bedeuten, dass es sich hier um eine finanzschwache ("arme") Kommune handelt. Eine sachgerechte Beurteilung ist nur dann gegeben, wenn gleichzeitig eine Relation zur "Einnahmekraft" hergestellt wird. Einen hohen Schuldenstand pro Einwohner kann sich eine Stadt "leisten", deren Schulden im Vergleich zu den Gesamtsteuereinnahmen relativ niedrig sind. Die Entwicklung der Kennzahl muss daher im Zusammenhang mit der Kennzahl Schulden je 1 Euro Gesamtsteuereinnahmen gesehen werden. Auch ist zu berücksichtigen, ob die Kommune in der Vergangenheit größere Investitionen durchgeführt hat und damit bereits über eine gute Infrastruktur verfügt. Ferner ist zu beachten, dass Ausgliederungen kommunaler Einrichtungen erheblichen Einfluss auf den Stand der reinen Kämmereischulden haben. Unter Kämmereischulden versteht man die Schulden der Kommunen ohne die Schulden der Eigenbetriebe. Beim Vergleich der Kämmereischulden sind oftmals große Unterschiede festzustellen. Dies kann durch ausgegliederte Eigenbetriebe bedingt sein. Die beliebte Kenziffer Schuldenstand je Einwohner eignet sich deshalb nur eingeschränkt für einen interkommunalen Vergleich. Bei der Beurteilung der Gesamtverschuldung müssen deshalb die Schulden der Eigenbetriebe und Eigengesellschaften mitberücksichtigt werden, soweit sie dem Haushaltsplan entnommen werden können. Nicht enthalten sind in dieser Kennzahl auch die sogenannten Inneren Darlehen. Diese müssen prinzipiell dem Schuldenstand hinzugerechnet werden. Da nur wenige Städte solche Inneren Darlehen ausweisen - und teilweise diesen wiederum entsprechende verzinsliche Ausleihungen an Betriebe und Unternehmen der Stadt gegenüberstehen - werden die Inneren Darlehen hier nicht mit eingerechnet. Schuldenstand (ohne ausgegliederte Bereiche und ohne innere Darlehen) in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Schwäbisch Gmünd 1887,77 19,94% 1573,98 1,68% 1548,05 20,01% 1289,98 15 Heidenheim 1010,04-0,58% 1015,89 1,62% 999,69 2,96% 970,97 17 Giengen an der Brenz 972,69-0,43% 976,85-7,32% 1053,98 3,16% 1021,65 26 Aalen*) 769,91-12,36% 878,52-4,48% 919,70-8,14% 1001,22 29 Ellwangen 734,13 229,18% 223,02-7,62% 241,42-3,14% 249,24 84 Sindelfingen*) 0,00 0,00 0,00 0,00 1140,91 10,37% 1033,69-1,08% 1044,94 5,48% 990,67 Ø Baden-Württemberg 542,95 5,26% 515,84 0,23% 514,65 4,36% 493,15 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Anmerkungen Aalen reduziert die Pro-Kopf-Verschuldung um 12,4 Prozent von 879 Euro je Einwohner im Vorjahr auf 770 Euro je Einwohner in 2014. In Heidenheim und Giengen bleibt der Schuldenstand nahezu konstant. In Ellwangen steigt der Schuldenstand von 223 Euro je Einwohner in 2013 auf 734 Euro je Einwohner in diesem Jahr. Dies ist mehr als das Dreifache. Alle fünf Großen Kreisstädte im Kammerbezirk liegen im landesweiten Vergleich im Drittel mit dem höchsten Schuldenstand in Euro je Einwohner. In Baden-Württemberg hat Schwäbisch Gmünd mit 1.888 Euro je Einwohner den höchsten Schuldenstand. Gegenüber 2013 ist der Wert um nahezu 20 Prozent gestiegen. IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 39

249,24 241,42 223,02 970,97 999,69 1015,89 1010,04 1021,65 1053,98 976,85 972,69 1001,22 919,70 878,52 769,91 734,13 990,67 1044,94 1033,69 1140,91 1289,98 1548,05 1573,98 1887,77 Schuldenstand in EUR je Einwohner 2000,00 1800,00 1600,00 1400,00 1200,00 1000,00 800,00 600,00 400,00 200,00 0,00 Schwäbisch Gmünd Heidenheim Giengen an der Brenz Aalen*) Ellwangen 2011 2012 2013 2014 Entwicklung des Schuldenstandes in EUR je Einwohner 1200,00 1000,00 800,00 600,00 400,00 200,00 2011 2012 2013 2014 0,00 Ø Baden-Württemberg 40 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

542,74 517,37 462,49 486,58 714,19 713,54 740,98 782,31 1125,44 1065,35 1020,69 1200,36 1061,52 1021,27 1035,28 1028,99 8.3 Schuldenstand der Eigenbetriebe (EUR je Einwohner) In dieser Tabelle sind die Schulden der Eigenbetriebe erfasst, soweit diese aus der Schuldenstandübersicht in der Anlage zu den Haushaltsplänen bzw. aus den Wirtschaftsplänen ersichtlich sind. Die Schulden der Pflegeeinrichtungen und der Krankenhäuser sind nicht berücksichtigt, da sie die Vergleiche zusätzlich verzerren würden. Bei der Betrachtung der konsolidierten Gesamtverschuldung der Kommunen sind Trägerdarlehen (Darlehen der Stadt an die Eigenbetriebe und umgekehrt) abzuziehen. Soweit diese aus den Haushalten erkennbar waren, ist die konsolidierte Gesamtverschuldung der Kommunen ergänzend dargestellt. Nicht berücksichtigt sind Schulden der rechtlich selbstständigen Beteiligungsgesellschaften der Kommunen, da diese in sehr unterschiedlichem Umfang bestehen und deren Daten, wenn überhaupt, nur lückenhaft den Haushaltsplänen zu entnehmen sind. Schuldenstand der Eigenbetriebe in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Öhringen 2486,43 1,08% 2459,88 15,95% 2121,43-1,89% 2162,28 28 Schwäbisch Gmünd 1200,36 17,60% 1020,69-4,19% 1065,35-5,34% 1125,44 43 Giengen an der Brenz 1028,99-0,61% 1035,28 1,37% 1021,27-3,79% 1061,52 58 Aalen*) 782,31 5,58% 740,98 3,85% 713,54-0,09% 714,19 74 Ellwangen 486,58 5,21% 462,49-10,61% 517,37-4,67% 542,74 87 Heidenheim kein Eigenbetrieb kein Eigenbetrieb kein Eigenbetrieb kein Eigenbetrieb 87 Winnenden 0,00 0,00 0,00 0,00 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Schuldenstand der Eigenbetriebe in EUR je Einwohner 1400,00 1200,00 1000,00 800,00 600,00 400,00 200,00 0,00 Schwäbisch Gmünd Giengen an der Brenz Aalen*) Ellwangen 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 41

8.4 Gesamtschulden von Stadthaushalt und Eigenbetrieben (EUR je Einwohner) Diese Kennzahl weist die Summe der Kämmereischulden, die Schulden der Eigenbetriebe und die Inneren Darlehen aus. Verzerrungen durch Ausgliederungen in Eigenbetriebe und Innere Darlehen werden insoweit vermieden. Es fehlen lediglich die Schulden der rechtlich selbständigen Beteiligungsgesellschaften, aber auch der Zweckverbände, an denen die Kommune beteiligt ist. Gesamtschulden von Stadthaushalt und Eigenbetrieben und Krankenhäuser) in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr (ohne Pflege 1 Esslingen am Neckar*) 3481,09-0,22% 3488,92-3,26% 3606,32 52,30% 2367,84 3 Schwäbisch Gmünd 3088,13 19,02% 2594,68-0,72% 2613,40 8,20% 2415,42 16 Giengen an der Brenz 2001,68-0,52% 2012,13-3,04% 2075,25-0,38% 2083,17 29 Aalen*) 1552,22-4,15% 1619,49-0,84% 1633,23-4,79% 1715,42 46 Ellwangen 1220,71 78,07% 685,52-9,66% 758,79-4,19% 791,98 61 Heidenheim 1010,04-0,58% 1015,89 1,62% 999,69 2,96% 970,97 90 Bietigheim-Bissingen 0,00 0,00 0,00 0,00 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Anmerkungen Auch in diesem Jahr ist Esslingen am Neckar mit 3.481 Euro je Einwohner landesweit die Kommune mit den höchsten Gesamtschulden. Schwäbisch Gmünd weist mit 3.088 Euro je Einwohner den dritthöchsten Wert in Baden-Württemberg aus. Dies sind 19 Prozent mehr als in 2013. Aalen, Giengen und Heidenheim reduzieren die Gesamtschulden leicht. In Ellwangen steigt hingegen der Wert deutlich von 686 Euro je Einwohner in 2013 auf 1.221 Euro je Einwohner in diesem Jahr. Dies entspricht einer Zunahme um 78 Prozent. Heidenheim hat in der Region mit 1.010 Euro je Einwohner die geringsten Gesamtschulden und liegt landesweit damit auf Rang 61. 42 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

791,98 758,79 685,52 970,97 999,69 1220,71 1015,89 1010,04 1715,42 1633,23 1619,49 1552,22 2083,17 2075,25 2012,13 2001,68 2415,42 2613,40 2594,68 3088,13 Gesamtschulden von Stadthaushalt und Eigenbetrieben in EUR je Einwohner 3500,00 3000,00 2500,00 2000,00 1500,00 1000,00 500,00 0,00 Schwäbisch Gmünd Giengen an der Brenz Aalen*) Ellwangen Heidenheim 2011 2012 2013 2014 8.5 Schuldzinsen in absoluten Zahlen (EUR) Schuldzinsen in EUR Aalen*) Ellwangen Giengen an der Brenz Heidenheim Schwäbisch Gmünd IHK-Bezirk *Doppischer Haushalt seit 2011 2014 2013 2012 2011 PLAN PLAN IST IST 2.260.400 2.503.000 2.709.606 2.861.294 294.221 274.832 274.441 237.272 597.000 608.395 665.456 831.142 1.530.000 1.586.300 1.800.472 1.828.816 3.914.000 3.937.500 3.449.471 3.868.416 8.595.621 8.910.027 8.899.446 9.626.940 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 43

8.6 Zinsausgaben (EUR je Einwohner) Die Entwicklung der Zinsausgaben einer Stadt zeigt, ob sich ihr finanzieller Gestaltungsspielraum verengt oder erweitert. Zinsausgaben haben für eine Gemeinde weitgehenden Fixkostencharakter. Bei einem Anstieg der Zinsausgaben erhöht sich das Volumen eines kurzfristig nicht beeinflussbaren Ausgabenblocks. Veränderungen der Kennzahl können zurückgeführt werden auf Änderung des Zinsniveaus oder Laufzeit der aufgenommenen Darlehen Erhöhung/Verminderung der Verschuldung Veränderung der Einwohnerzahl Bei Kommunen mit doppischem Haushaltsrecht werden die Zinsaufwendungen ausgewiesen. Zinsausgaben (EUR je Einwohner) ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Wiesloch*) 69,14-9,35% 76,27 16,91% 65,24-1,09% 65,96 2 Schwäbisch Gmünd 67,02-0,99% 67,69 14,06% 57,51-10,83% 64,50 20 Aalen*) 33,83-10,10% 37,63-7,91% 40,86-5,39% 43,19 21 Heidenheim 33,13-3,72% 34,41-11,79% 39,01 3,26% 37,78 22 Giengen an der Brenz 31,36-2,27% 32,09-8,60% 35,11-17,47% 42,54 50 Ellwangen 12,49 7,67% 11,60 0,09% 11,59 20,60% 9,61 91 Schwäbisch Hall*) 0,00 0,00 0,02-93,94% 0,33 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 40,17-3,79% 41,75 0,04% 41,73-5,13% 43,99 19,78-7,03% 21,28 1,91% 20,88-4,38% 21,84 Entwicklung der Zinsausgaben in EUR je Einwohner 50,00 45,00 40,00 35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 2011 2012 2013 2014 10,00 Ø Baden-Württemberg 44 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

0,26 0,22 0,21 0,68 0,66 0,81 0,84 0,81 1,03 1,09 1,02 1,00 0,93 1,06 0,95 1,01 1,03 1,07 1,21 1,21 1,54 1,56 1,55 1,81 8.7 Schulden je 1 EUR Gesamtsteueraufkommen (EUR) Diese Kennzahl zeigt an, wie viel Euro an Schulden zum Ende des Haushaltsjahres auf 1 Euro Steuereinnahmen nach Abzug der Gewerbesteuerumlage entfallen. Letztlich macht die Kennzahl deutlich, welch Vielfaches der Steuereinnahmen des betreffenden Jahres nötig wäre, um die Schulden vollständig tilgen zu können. Eine hohe Kennzahl lässt auch einen hohen Schuldenstand vermuten. Die Verknüpfung mit dem absoluten Schuldenstand und den Steuereinnahmen liefert einen Hinweis darauf, inwieweit sich eine Stadt unter Berücksichtigung der ihr zufließenden Einnahmen die Verschuldung leisten kann. Einzubeziehen in diese Betrachtung ist allerdings auch die Kennzahl der Freien Spitze. Schulden der Stadthaushalte (ohne ausgegliederte Bereiche und innere Darlehen) Gesamtsteuereinnahmen (abzgl. Gewerbesteuerumlage) 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr je 1 EUR 1 Leimen 1,92 3,78% 1,85 3,93% 1,78-1,66% 1,81 2 Schwäbisch Gmünd 1,81 16,03% 1,56 1,30% 1,54 27,27% 1,21 9 Giengen an der Brenz 1,21-21,94% 1,55 42,20% 1,09 5,83% 1,03 14 Heidenheim 0,93-7,00% 1,00-1,96% 1,02 25,93% 0,81 25 Aalen*) 0,68-16,05% 0,81-3,57% 0,84-20,75% 1,06 26 Ellwangen 0,66 214,29% 0,21-4,55% 0,22-15,38% 0,26 83 Sindelfingen*) 0,00 0,00 0,00 0,00 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 1,07 3,99% 1,03 1,46% 1,01 6,50% 0,95 0,43-0,19% 0,43 4,07% 0,41-6,97% 0,44 Schulden je 1 EUR Gesamtsteueraufkommen in EUR 2,00 1,80 1,60 1,40 1,20 1,00 0,80 0,60 0,40 0,20 0,00 Schwäbisch Gmünd Giengen an der Brenz Heidenheim Aalen Ellwangen 2011 2012 2013 2014 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 45

8.8 Tilgungszeit, ohne ausgegliederte Bereiche (Jahre) Zur Berechnung der Tilgungsquote wird der Schuldenstand ins Verhältnis zu den ordentlichen Tilgungsausgaben gesetzt. Sie gibt an, in wie vielen Jahren der Schuldenstand abgetragen ist, wenn die bisherige jährliche Tilgung beibehalten wird. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Höhe des Schuldenstands in seiner Bedeutung für künftige Generationen fassbar zu machen. Die Tilgungsquote wird beeinflusst von Art und Höhe der mit den Banken vereinbarten Tilgung. Eine sehr hohe Quote kann auf Tilgungsstreckung, eine sehr geringe Quote auf hohe Tilgungsraten hinweisen. Sie wird aber auch beeinflusst durch die Höhe der Restschuld im Verhältnis zur ordentlichen Tilgung. Hier weisen Kommunen mit geringer Neuverschuldung in den letzten Jahren der Tilgung der Altdarlehen ebenfalls eine sehr niedrige Quote aus. Üblich ist bei Ratendarlehen eine Laufzeit von 20 Jahren. Eine Quote von 20 würde einem solchen gerade neu aufgenommenen Ratendarlehen entsprechen. Eine Tilgungsquote mit 0,00 wird dort ausgewiesen, wo keine ordentliche Tilgung stattfindet. Dies ist bei schuldenfreien Kommunen der Fall, im Ausnahmefall kann aber auch eine Tilgungsaussetzung vorliegen. Tilgungszeit ohne ausgegliederte Bereiche (Jahre) ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Waldshut-Tiengen 63,79 114,64% 29,72-8,36% 32,43 357,40% 7,09 8 Ellwangen 39,89 227,24% 12,19-7,58% 13,19-22,32% 16,98 13 Schwäbisch Gmünd 31,48 6,24% 29,63-13,64% 34,31 0,67% 34,08 16 Heidenheim 27,77 7,34% 25,87-2,49% 26,53-15,21% 31,29 60 Giengen an der Brenz 13,29-3,49% 13,77-8,50% 15,05 4,30% 14,43 78 Aalen*) 7,37-67,50% 22,68 99,12% 11,39-57,77% 26,97 83 Sindelfingen*) 0,00 0,00 0,00 0,00 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 17,45-26,80% 23,84 22,78% 19,42-28,56% 27,18 14,89-8,27% 16,23 1,36% 16,01-8,61% 17,52 Anmerkungen Waldshut-Tiengen ist in Baden-Württemberg mit 63,8 Jahren die Kommune mit der höchsten Tilgungszeit. Ellwangen liegt in diesem Jahr mit 39,9 Jahren bereits auf Rang 8 der landesweiten Liste. Gegenüber dem Wert von 2013 mit 12,2 Jahren steigt die Kennzahl damit um mehr als das Dreifache. Auch in Heidenheim und Schwäbisch Gmünd nimmt die Tilgungszeit deutlich zu. In Giengen sinkt die Tilgungszeit um 3,5 Prozent von 13,8 Jahre auf 13,3 Jahre. In Aalen nimmt die Tilgungszeit sehr stark ab, nämlich um 68 Prozent von 22,7 Jahren in 2013 auf 7,4 Jahre in 2014. Aalen hat damit im Kammerbezirk die geringste Tilgungszeit. Auch landesweit befindet sich Aalen unter den Kommunen mit den geringsten Werten. 46 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

7,37 13,19 12,19 11,39 14,43 15,05 13,77 13,29 16,98 19,42 17,45 22,68 23,84 26,53 25,87 27,77 26,97 27,18 34,08 34,31 29,63 31,48 31,29 39,89 Tilgungszeit, ohne ausgegliederte Bereiche (Jahre) 45,00 40,00 35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 10,00 5,00 0,00 Ellwangen Schwäbisch Gmünd Heidenheim Giengen an der Brenz Aalen 2011 2012 2013 2014 Tilgungszeit, ohne ausgegliederte Bereiche (Jahre) 30,00 28,00 26,00 24,00 22,00 20,00 18,00 16,00 14,00 12,00 2011 2012 2013 2014 10,00 Ø Baden-Württemberg IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 47

8.9 Bruttokreditaufnahme, bezogen auf Gesamtinvestitionen (Prozent) Diese Kennzahl gibt wider, inwieweit die Stadt Investitionen und Investitionszuschüsse nicht mit eigenen Mitteln oder Zuschüssen, sondern durch Verschuldung finanziert. Ein hoher Kennwert weist darauf hin, dass die Gemeinde entweder außerordentlich hohe Investitionen durchführt oder wenig finanzkräftig ist. Im letzteren Falle ist zu erwarten, dass die Gemeinde auch bei der Freien Spitze eine ungünstige Kennzahl ausweist. Im Hinblick darauf, dass Kredite nach den allgemeinen Haushaltsvorschriften nur für die Finanzierung von Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen aufgenommen werden dürfen, müssten Kennzahlen, die sich der Hundertprozentgrenze nähern, als besonders bedenklich angesehen werden. Negative Zahlen resultieren aus den im Haushaltsplan ausgewiesenen negativen Einnahmen aus Krediten. Diese können z. B. dadurch zustande kommen, dass im Vorjahr als Einnahmen verbuchte, aber nicht aufgenommene Kredite im aktuellen Jahr buchhalterisch wieder aufgelöst werden müssen und die neue Kreditaufnahme geringer ist als diese Auflösung. Hierzu kommt es dann, wenn die Kredite durch eine verbesserte Haushaltslage oder den Verzicht auf Investitionen endgültig nicht mehr benötigt werden Bruttokreditaufnahme, bezogen auf Gesamtinvestitionen in Prozent ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Bad Mergentheim*) 73,43 29,12% 56,87 33,65% 42,55-7,38% 45,94 3 Ellwangen 65,20 0,00 0,00 100,00% -0,01 7 Giengen an der Brenz 50,96-5,26% 53,79 58,02% 34,04-47,14% 64,40 26 Schwäbisch Gmünd 20,07-69,13% 65,01 0,00-100,00% 62,25 49 Heidenheim 5,76-78,34% 10,50 222,46% 4,72-69,90% 15,68 54 Aalen*) 0,00 0,00 0,00-100,00% 22,92 54 Wiesloch*) 0,00 0,00-100,00% 79,37-55,96% 180,23 21,34-31,09% 30,96 1158,39% 2,46-93,56% 38,20 Ø Baden-Württemberg 12,66 8,08% 11,71 15,56% 10,14-32,82% 15,09 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten Anmerkungen Die höchsten Kennwerte unter den Großen Kreisstädten in Ostwürttemberg weisen Ellwangen mit 65,2 Prozent und Giengen mit 51,0 Prozent aus. Beide Kommunen gehören damit auch im landesweiten Vergleich zu den Städten mit den höchsten Werten. In Schwäbisch Gmünd und Heidenheim ist in 2014 im Vergleich zum Vorjahr ein starker Rückgang zu verzeichnen. Aalen hat in diesem Jahr keine Bruttokreditaufnahme. 48 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

-0,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4,72 2,46 5,76 10,50 15,68 20,07 22,92 21,34 34,04 30,96 38,20 65,20 64,40 53,79 50,96 62,25 65,01 Bruttokreditaufnahme, bezogen auf Gesamtinvestitionen (Prozent) 70,00 60,00 50,00 40,00 30,00 20,00 10,00 0,00-10,00 Ellwangen Giengen an der Brenz Schwäbisch Gmünd Heidenheim Aalen*) 2011 2012 2013 2014 Entwicklung der Bruttokreditaufnahme, bezogen auf Gesamtinvestitionen (Prozent) 45,00 40,00 35,00 30,00 25,00 20,00 15,00 10,00 5,00 2011 2012 2013 2014 0,00 Ø Baden-Württemberg IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 49

9. Kommunale Investitionen 9.1 Gesamtinvestitionen (EUR je Einwohner) Als Gesamtinvestitionen gelten die Gewährung von Darlehen, der Vermögenserwerb und Baumaßnahmen sowie investitionsfördernde Investitionszuschüsse an Dritte, die kommunale Aufgaben übernehmen. Die Entwicklung der Kennzahl vermittelt einen Überblick über den aktuellen Bedarf an örtlicher (sozialer, kultureller und wirtschaftlicher) Infrastruktur, wie sich dieser nach Maßgabe der kommunalpolitischen Willensbildung und in Abhängigkeit von den verfügbaren Finanzierungsmaßnahmen darstellt. Die Kennzahl zeigt gravierende Unterschiede der Investitionstätigkeit der Städte auf. Städte mit einer hohen finanziellen Leistungsfähigkeit (vgl. Kennzahl "Gesamtsteuereinnahmen pro Einwohner") können sich in der Regel höhere Investitionsausgaben "leisten". Hat eine Kommune in der Vergangenheit erhebliche Investitionen getätigt, dann kann sich das in einer rückläufigen Gesamtinvestition pro Einwohner niederschlagen. Ein Absinken dieser Kennzahl wäre dann nicht - insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Konsolidierung - von vornherein negativ zu beurteilen. Zu berücksichtigen ist auch, dass aperiodisch hohe Investitionsmaßnahmen Vergleiche verzerren. Verzerrungen ergeben sich auch, wenn wichtige Investitionsbereiche wie Abwasser als Eigenbetriebe außerhalb des Haushaltes geführt werden. Bei Städten mit doppischem Haushaltsrecht können die Werte dem Gesamtfinanzhaushalt entnommen werden. Gesamtinvestitionen in EUR je Einwohner ** 2014 Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Walldorf*) 2026,36-21,39% 2577,79-6,70% 2763,05 10,21% 2507,04 10 Ellwangen 810,08 60,81% 503,75 51,20% 333,16 39,45% 238,91 31 Heidenheim 564,29 9,78% 514,00 12,05% 458,73 8,80% 421,62 62 Schwäbisch Gmünd 392,35-19,36% 486,52-38,43% 790,21 49,78% 527,58 74 Aalen*) 338,75 0,64% 336,58 108,56% 161,38 22,51% 131,73 95 Giengen an der Brenz 143,25 17,82% 121,58-34,38% 185,29 65,70% 111,82 Ø Baden-Württemberg * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten 436,54 5,13% 415,22-0,76% 418,41 32,98% 314,64 489,04 5,39% 464,05 21,95% 380,52 7,09% 355,33 Anmerkungen Auffallend ist der starke Zuwachs bei den Gesamtinvestitionen in Ellwangen. Hier steigt die Kennzahl von 2013 auf 2014 um 60,8 Prozent. In 2013 beträgt der Wert 503,8 Euro je Einwohner, in 2014 bereits 810,0 Euro je Einwohner. Ellwangen weist damit in Ostwürttemberg den höchsten Kennwert aus. Im landesweiten Vergleich liegt die Kommune damit auf Rang 10. Es folgt Heidenheim mit 564,3 Euro je Einwohner und Schwäbisch Gmünd mit 392,4 Euro je Einwohner. Aalen befindet sich mit 338,8 Euro je Einwohner auf Rang 74 der landesweiten Liste. Giengen weist trotz starker Steigerung gegenüber 2013 mit 143,3 Euro je Einwohner den geringsten Kennwert aus. Damit befindet sich Giengen am unteren Ende der landesweiten Liste. 50 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

131,73 161,38 111,82 185,29 121,58 143,25 238,91 333,16 336,58 338,75 314,64 421,62 458,73 514,00 564,29 392,35 418,41 415,22 436,54 503,75 527,58 486,52 810,08 790,21 Gesamtinvestitionen in EUR je Einwohner 900,00 800,00 700,00 600,00 500,00 400,00 300,00 200,00 100,00 0,00 Ellwangen Heidenheim Schwäbisch Gmünd Aalen*) Giengen an der Brenz 2011 2012 2013 2014 Gesamtinvestitionen in EUR je Einwohner 550,00 500,00 450,00 400,00 350,00 300,00 250,00 2011 2012 2013 2014 200,00 Ø Baden-Württemberg IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 51

9.2 Investitionsübersicht Im Einzelnen wurden in den Großen Kreisstädten in Ostwürttemberg folgende maßgebliche Investitionen getätigt. Investitionsschwerpunkte in Aalen Steuerung, Zentrale Dienste, Wirtschaftsförderung und Tourismus EDV Hard- und Software, für die gesamte Verwaltung 251.000 Euro Breitbandversorgung 200.000 Euro Besucherbergwerk Tiefer Stollen Verbesserungsmaßnahmen unter anderem barrierefreier Ausbau unter Tage und Audio-Guide-System (Zuschuss 83.000 Euro) 187.600 Euro Grundstücksverkehr, Stadtentwicklung, Bauordnung, Vermessung Erwerb von bebauten und unbebauten Grundstücken (nachrichtlich: Veräußerung von Grundstücken: 3,94 Mio. Euro) 2.700.000 Euro Sanierungsgebiet Innenstadt, 2014: Ellwangen Torplatz (Zuweisungen vom Land: 90.000 Euro) 350.000 Euro Sanierungsgebiet Nördliche Innenstadt 2014: Beinstraße und Am Stadtgarten (Zuweisungen vom Land: 495.000 Euro) 825.000 Euro Sanierungsgebiet Soziale Stadt Rötenberg (Zuweisungen vom Land: 369.000 Euro) 615.000 Euro Sanierungsgebiet Baustahlgewebe, Stadtoval 150.000 Euro Sanierungsgebiet ELR Ebnat Weiterführung Ausbau Dorfmitte 50.000 Euro (VE 250.000 Euro) Sanierungsgebiet Maiergasse Wasseralfingen (Zuweisungen vom Land: 360.000 Euro) (VE 250.000 Euro) 600.000 Euro Weitere kleine Investitionen 67.200 Euro Immobilienwirtschaft Modellprojekt EULE, Innovationszentrum (Neubau) (Zuweisungen vom Land: 3,93 Mio. Euro) (VE 300.000 Euro) 4.768.000 Euro Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen, Erweiterungsbau (Neubau) (Zuweisungen vom Land: 500.000 Euro) 960.000 Euro Schulen (Gebäude und Außenanlagen) 700.000 Euro Ertüchtigung Fachräume am Schulstandort Galgenberg/Mensa 100.000 Euro Scholz-Arena weiterer Ausbau 600.000 Euro Außenanlage der Musikschule Hangbefestigung 130.000 Euro Weitere kleinere Investitionen 544.600 Euro Verkehr, Umwelt, Friedhöfe Bau- und Grünflächenbetrieb: Neuanschaffung von Fahrzeugen, Geräten, Maschinen (einschl. Straßenreinigung/Winterdienst), 2014: z. B. Unimog U400: 170.000 Euro 524.000 Euro Bahnübergangsbeseitigung Walkstraße, Aalen (VE: 500.000 Euro) 100.000 Euro Erschließung HTW-Gelände Burren, einschl. Parkplätze 150.000 Euro Modernisierung Bahnhof Aalen 280.000 Euro Kocherbrücke Knöcklingstraße, Unterkochen 400.000 Euro Baugebiet Schießmauer, Waldhausen 380.000 Euro Erschließung Baugebiet Pfromäcker, Unterkochen 130.000 Euro Fuß-, Radweg, Stollwiesen-Krähenfeld, Dewangen 150.000 Euro Gewerbegebiet Geißbergstraße, Waldhausen 200.000 Euro Verbindungsstraße Pelikanweg (Neuveranschlagung) 290.000 Euro Dynamisches Parkleitsystem, Hochschule 150.000 Euro Ausbau von Kreuzungen und Kreiseln 160.000 Euro 52 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

Ausbau Radwege, 2014: Radweg Kochertalstraße (Zuweisungen vom Land: 110.000 Euro) 220.000 Euro Sonstiger Straßenbau und Straßenbeleuchtung 377.000 Euro Straßen- und Radwegebau (Kreisstraßen) 182.000 Euro Sanierung Bahnhofstraße, Aalen 300.000 Euro Kinderspielplätze: Anlegung und Spielgeräte 250.000 Euro Kocherverlegung Breitwiesen (Zuweisungen vom Land: 1,07 Mio. Euro (VE: 242.000 Euro) 1.700.000 Euro Friedhöfe: Neuanlage Grabfelder, Ausstattung, Fahrzeuge, Neuanlage/Sanierung Friedhofswege, Brunnen 347.000 Euro Weitere kleine Investitionen 108.000 Euro Recht, Sicherheit und Ordnung Feuerwehr: Fahrzeuge/Geräte/Ausrüstung (Zuweisungen vom Land Prod. gr. 1260 gesamt: 338.000 Euro 471.000 Euro Bildung und Betreuung Schulen: Schulhausvernetzung/Medienoffensive, Lehrmittel, EDV-Schulverwaltung, Schuleinrichtung, Kleinspielfelder 244.600 Euro Baukostenzuschüsse für Kindergärten/-krippen und Investitionen in eigene Einrichtungen 1.090.400 Euro Kultur Verschiedene kleinere Investitionen 88.100 Euro Sport Zuschüsse an Vereine und Verbände 140.000 Euro Ausbau und Sanierung verschiedener Sportstätten, Umsetzung erster Maßnahmen aus dem Sportentwicklungskonzept 327.500 Euro Gesundheit und Soziales Verschiedene kleinere Investitionen 10.000 Euro Durch die Doppikumstellung erfolgt eine Verschiebung von bisher kameralen Investitionen in den laufenden Vermögensunterhalt. IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 53

Investitionsschwerpunkte in Ellwangen Neubau Feuerwehrgerätehaus Eigenzell 700.000 Euro Schulen, Multimediaausstattung 250.000 Euro Gemeinschaftsschulen Mittelhofschule 4.500.000 Euro Förderung von kirchlichen Kindergärten 538.000 Euro Allgemeine Planungen 212.000 Euro Stadtsanierung Ellwangen-Mitte 3.155.000 Euro Gemeindestraßen 1.646.000 Euro Sanierung Espachweiler See 300.000 Euro Gewerbegebiet Neunheim-Neunstadt 650.000 Euro Eigenkapitalausstattung Versorgungs- und Bädergesellschaft 500.000 Euro Grunderwerb u. a. Gewerbegebietserweiterung 7.000.000 Euro Investitionsschwerpunkte in Giengen Feuerwehr Drehleiter 600.000 Euro Sanierungsgebiet Stadtmitte Investitionszuschüsse 225.000 Euro Förderprogramm Fit for family 120.000 Euro Erschließung Baugebiet Bruckersberg (Wohnen) 150.000 Euro Straßensanierungen, gesamt 400.000 Euro Ausstattung Baubetriebshof 186.000 Euro Grunderwerb 492.000 Euro Gebäudemanagement, gesamt 910.000 Euro davon: Neubau Hall Baubetriebs 140.000 Euro Kindergarten Heilbronner Straße Teilsanierung 50.000 Euro Feuerwehrhaus Burgberg Sanierung/Erweiterung 40.000 Euro Walter-Schmid-Halle Brandschutzmaßnahmen 300.000 Euro Wohngebäudesanierungen 80.000 Euro Feuerwehr Giengen Bau von zwei Hochgaragen 100.000 Euro Lina-Hähnle-Schule Dachsanierung 100.000 Euro Außenbereiche Kindergärten 70.000 Euro Stadtentwässerung, gesamt 635.000 Euro davon: Kläranlagen 150.000 Euro Kanalisation und Pumpwerke 470.000 Euro 54 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

Investitionsschwerpunkte in Heidenheim IuK und Organisation, Neuanschaffungen 345.400 Euro Freiwillige Feuerwehr, Neuanschaffungen 315.000 Euro Friedrich-Voith-Schule, Einrichtung Gemeinschaftsschule 330.000 Euro Eugen-Gaus-Realschule, Generalsanierung 1.500.000 Euro Hellenstein-Gymnasium, Brandschutzmaßnahmen 350.000 Euro Neuanschaffungen für alle Schulen 552.100 Euro Kindertageseinrichtungen in fremder Trägerschaft, Städtische Gebäude, Grünewaldplatz, Erweiterung, Umbau und Außenrenovierung einschl. Ausstattung 600.000 Euro Kindertageseinrichtung Ploucquet-Areal, Kaufpreis Gebäude, Ausstattung und Außenanlagen 2.000.000 Euro Investitionszuschüsse für Vereinssportanlagen 298.000 Euro Zuschuss an 1. FC Heidenheim für restlichen Tribünenausbau 2.000.000 Euro Sanierungsgebiet Soziale Stadt - Wilhelmstraße/Kastorstraße 1.100.000 Euro Sanierungsgebiet Ploucquet-Areal 1.535.000 Euro Neubau "Haus der Bildung" 1.475.000 Euro Felsenstraße (Ostseite), Straßensanierung 440.000 Euro Fußgängerbrücke Christianstraße, Neubau 200.000 Euro Scheidemannstraße, Straßensanierung 510.000 Euro Quartier Siechenberg, Straßensanierung 400.000 Euro Erbisbergstraße, Straßensanierung 650.000 Euro Beläge, Gehwege, Randsteine 200.000 Euro B19 von Festplatz Seewiesen bis Schlegelstraße, Gehwegerneuerung 220.000 Euro Straßenbeleuchtung, Neubau 313.000 Euro Straßenreinigung, Winterdienst, Neuanschaffungen 314.500 Euro Betonsanierung Nachklärbecken 250.000 Euro Umbau Klärschlammleitung 250.000 Euro Ertüchtigung Gasbehälter 250.000 Euro Wedelsanierung im Innenstadtbereich 1.700.000 Euro B19 von Festplatz Seewiesen bis Schlegelstraße, Kanalsanierung 325.000 Euro Hohe Straße, Kanalsanierung 223.000 Euro Erbisbergstraße, Kanalsanierung 210.000 Euro Waldfriedhof, Planungs- und Sanierungskosten für Aussegnungshalle 1.000.000 Euro Städtischer Betrieb, Neuanschaffungen 291.700 Euro Erwerb von Grundstücken 1.500.000 Euro Verpflichtungsermächtigungen Kindertageseinrichtung Ploucquet-Areal 890.000 Euro Zuschuss an den 1. FC Heidenheim 500.000 Euro Neubau Haus der Bildung 2.100.000 Euro IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 55

Investitionsschwerpunkte in Schwäbisch Gmünd Öffentliche Sicherheit und Ordnung 1.464.200 Euro Feuerschutz insgesamt 1.093.800 Euro Sicherheitsausstattung Tunnel 40.000 Euro Amphibienschutz Richard-Bullinger-Straße 295.900 Euro Bildung und Betreuung 5.469.910 Euro Eule Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Nachwuchs 788.000 Euro Adalbert-Stifter-Realschule, Generalsanierung 960.000 Euro Scheffold-Gymnasium, Sanierung Bestandsgebäude 1.300.000 Euro Neubau Kinderhaus Schießtal 1.100.000 Euro Ausbau Kinderkrippen für Kinder unter 3 Jahren 250.000 Euro Investitionszuweisungen für nichtstädtische Kindergärten für Kinder über 3 Jahren 200.000 Euro Investitionszuweisungen für die Sanierung eines nichtstädtischen Kindergartens im Stadtbereich 200.000 Euro Wissenschaft und Kultur 436.990 Euro Kulturzentrum Prediger, Umbau und Sanierung des Gebäudes 118.000 Euro Investitionen Stadtbibliothek 96.950 Euro Sport, Spielplätze und Gemeindehallen insgesamt 938.450 Euro Sanierung und Erweiterung Scheuelberghalle Bargau 150.000 Euro Jahnstadion, Sanierung Kunstrasenplatz 150.000 Euro Förderung des Sports 172.600 Euro Sanierung Duschen Gemeindehalle Straßdorf 55.000 Euro Gebäudesanierungen mit energetischem Schwerpunkt bzw. Brandschutz 777.000 Euro Stadtsanierungsmaßnahmen (ohne LGS 2014 und Kulturzentrum Prediger) 323.000 Euro Sanierungsmaßnahme Westlicher Stadteingang 323.000 Euro Straßen und Wege insgesamt (einschließlich Parkplätze) 4.322.000 Euro Erschließung Baugebiete 1.753.000 Euro Rad- und Fußwege 180.000 Euro Sanierung von Straßen, Wegen und Plätzen 1.716.000 Euro Baukosten der Zubringerbauwerke für Ortsumfahrung B29 300.000 Euro Landesgartenschau 2014 und flankierende Maßnahmen Stadtumbau 4.578.000 Euro Grunderwerb 3.264.500 Euro Öffentliche Einrichtungen (u. a. Bestattungswesen, Baubetriebsamt), Tourismus und Wirtschaftsförderung 825.000 Euro Fahrzeuge und Maschinen Baubetriebsamt 400.000 Euro Investitionen Bestattungswesen 178.000 Euro Sanierung ZOB 75.000 Euro Sonstige Investitionen 515.800 Euro Zuschüsse zur Stadtbildgestaltung 100.000 Euro Familienförderung beim Kauf von Wohnbauplätzen 120.000 Euro Zuschüsse für ökologische Maßnahmen 60.000 Euro Büroausstattung sowie Hard- und Software 148.700 Euro 56 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

10. Kommunale Rücklagen Die allgemeine Rücklage der Gemeinde ist deren Liquiditätsreserve, die allerdings nicht mit einem entsprechenden Zahlungsmittelbestand gleichzusetzen ist. Um stets in der Lage zu sein, anfallende Ausgaben zu leisten, muss grundsätzlich eine Mindestrücklage von 2 Prozent der Ausgaben des Verwaltungshaushalts im Durchschnitt der letzten drei Jahre vorgehalten werden. Neben der Sicherung der Betriebsmittel der Kasse hat die Rücklage vor allem die Funktion einer Finanzierungsreserve für den Vermögenshaushalt, aber auch im Ausnahmefall für den Verwaltungshaushalt. Grundsätzlich wird die Rücklage aus nicht benötigten Haushaltsüberschüssen der Vorjahre gebildet. Ihr sind aber auch gezielt Mittel zuzuführen, um erkennbaren Finanzierungsbedarf in der Zukunft abzudecken. Damit soll insbesondere ein unangemessen hoher Kreditbedarf vermieden werden. Ebenfalls der Rücklage zuzuführen sind zweckgebunden zu verwendende Mittel bis zu ihrer Verwendung, wie z. B. Beträge für Stellplatzablöse oder Spendengelder. Dies gilt auch häufig für Mittel aus hohen einmaligen Steuereinnahmen die zur Haushaltsfinanzierung eingesetzt werden, wenn zeitverzögert zwei Jahre später im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs die Umlagen steigen und die Schlüsselzuweisungen sinken. Der Rücklage kommt insoweit zumindest teilweise Rückstellungsfunktion zu. Da kaum eine Stadt schuldenfrei ist, sollten freie Finanzierungsmittel grundsätzlich wirtschaftlicher zur Schuldentilgung eingesetzt und nicht in der Rücklage geparkt werden. Daraus kann jedoch keinesfalls deren Beschränkung auf den Mindestbestand abgeleitet werden. Vielmehr ist im Einzelfall zu untersuchen, inwieweit die darüber hinausgehenden Beträge bereits für bestimmte Verwendungen gebunden sind. Im neuen Haushaltsrecht wird keine allgemeine Rücklage mehr ausgewiesen. Die kamerale allgemeine Rücklage darf keinesfalls mit den Rücklagen nach neuem Haushaltsrecht verwechselt werden. Erstere ist eine Form der Liquidität, letztere eine Form des Eigenkapitals. Allgemeine Rücklagen in EUR ** 2014 Mindest- Änd. zu 2013 Änd. zu 2012 Änd. zu 2011 bestand Vorjahr Vorjahr Vorjahr 1 Biberach an der Riß 104.386.839 2.907.546-11,12% 117.452.839 12,56% 104.351.069 22,00% 85.532.949 3 Heidenheim 42.958.529 2.610.972-8,69% 47.048.529-25,19% 62.888.529-8,87% 69.010.330 9 Schwäbisch Gmünd 19.153.641 2.763.188-23,80% 25.135.601-4,52% 26.325.368-37,39% 42.047.772 50 Ellwangen 1.445.370 953.885-70,77% 4.945.370-40,02% 8.245.370 4,22% 7.911.406 55 Giengen an der Brenz 836.000 778.000 0,00% 836.000-87,43% 6.649.000-4,18% 6.939.000 64.393.540 7.106.045-17,41% 77.965.500-25,11% 104.108.267-17,31% 125.908.508 Ø Baden-Württemberg 12.293.155 1.758.990-31,71% 18.001.202-8,40% 19.651.822 17,24% 16.762.695 * Doppischer Haushalt seit 2011 **Ranglistenzahl unter den Großen Kreisstädten IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014 57

7.911.406 8.245.370 4.945.370 1.445.370 6.939.000 6.649.000 836.000 836.000 42.047.772 26.325.368 25.135.601 19.153.641 69.010.330 62.888.529 47.048.529 42.958.529 125.908.508 77.965.500 64.393.540 104.108.267 Allgemeine Rücklage (EUR) 140.000.000 120.000.000 100.000.000 80.000.000 60.000.000 40.000.000 20.000.000 0 Heidenheim Schwäbisch Gmünd Ellwangen Giengen an der Brenz 2011 2012 2013 2014 Mindestbestand Allgemeine Rücklage (EUR) 140.000.000,00 120.000.000,00 100.000.000,00 80.000.000,00 60.000.000,00 40.000.000,00 20.000.000,00 2011 2012 2013 2014 0,00 Ø Baden-Württemberg 58 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014

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60 IHK Ostwürttemberg Haushaltsanalyse 2014