s Stadtsparkasse Schwedt Pressemitteilung Nr. 01/2015 vom 20. Mai 2015 Das Jahr 2014: Kreditgeschäft profitiert vom Zinstief Vorstandsvorsitzender Dietrich Klein (li.) und Vorstandsmitglied Jürgen Dybowski (re.) der Stadtsparkasse Schwedt mit Verwaltungsratsvorsitzenden Jürgen Polzehl Geschäftsverlauf Die Stadtsparkasse Schwedt blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2014 zurück. Dabei verlief die Entwicklung des Kreditgeschäfts mit einem Zuwachs von 17 Mio. Euro hervorragend. Das Kreditgeschäft mit Privatkunden profitierte vor allem von der Konsumneigung der Kundschaft. Mit 6,9 Mio. Euro lagen die Neuzusagen um über 1 Mio. Euro über dem Vorjahr.
Seite 2 Der Bestand an Privatkrediten incl. Baufinanzierungen erhöhte sich um 3,8 Mio. Euro oder 4,3 % auf 91,9 Mio. Euro. Auch das Volumen der Kredite an Unternehmen, Selbständige und die öffentliche Hand wuchs mit 6 Mio. deutlich (Gesamtvolumen jetzt 97,6 Mio. Euro). Dabei dominierten Darlehen für Immobilien, während klassische Investitionen in Maschinen und Geräte wie in ganz Deutschland entweder aus Eigenmitteln erfolgten oder ganz unterblieben. Die wirtschaftliche Lage der Kreditnehmer hat sich insgesamt weiter verbessert und ist insgesamt gut. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 2,8 Mio. Euro oder 0,7 % auf 432 Mio. Euro. Während Spareinlagen und Sichteinlage deutlich wuchsen, reduzierte sich der Anteil der befristeten Einlagen und Sparkassenbriefe erheblich. Angesichts des Zinsniveaus waren die Anleger kaum bereit, ihr Guthaben längerfristig festzulegen. Gleichzeitig senkte die Sparkasse die Zinsen für kurzfristige Anleger von sehr großen Summen auf null Prozent. Mit Blick auf die Niedrigzinsphase interessierten sich die Kunden mehr als in den Vorjahren für Wertpapiere. Der Nettoabsatz lag mit 3,2 Mio. doppelt so hoch wie 2013. Der Wertpapierbestand in den Kundendepots lag bei rund 69 Mio. Euro, ein plus von 6 Mio. Euro. Darin enthalten sind Kursgewinne aus der positiven Entwicklung der Aktienmärkte. Im über den Erwartungen verlaufenen Versicherungsgeschäft interessierten sich die Kunden besonders für Depotversicherungen. Dabei handelt es sich um Kapitallebensversicherungen gegen Einmaleinzahlung. Obwohl Bausparverträge dem Kunden für die Zukunft niedrige Darlehenszinsen sichern, verlief das Bauspargeschäft der Sparkasse enttäuschend.
Seite 3 Ertragslage Die Stadtsparkasse Schwedt weist mit 348 TEUR einen fast gleich hohen Jahresüberschuss wie 2013 aus. Die operative Ertragslage 2014 zeigt folgendes Bild: 2014 2013 Zinsüberschuss 10,1 Mio. Euro 10,3 Mio. Euro Provisionsüberschuss/Dienstleistungsergebnis 2,4 Mio. Euro 2,6 Mio. Euro Personalaufwand 5,5 Mio. Euro 5,1 Mio. Euro Sachaufwand 3,2 Mio. Euro 3,4 Mio. Euro Betriebsergebnis 3,8 Mio. Euro 4,5 Mio. Euro Bewertungsergebnis + 0,7 Mio. Euro./. 0,2 Mio. Euro Steuern vom Ertrag 1,1 Mio. Euro 1,3 Mio. Euro Der Vorstand ist mit diesem Ergebnis zufrieden. Die Kostensteigerungen sind zum Teil durch Tarifabschlüsse und im Übrigen durch die ausufernde Regulierung der Branche verursacht. Mit dem Jahresabschluss 2014 wird das Eigenkapital um weitere 2,7 Mio. Euro erhöht. Dem operativ schwächeren Ergebnis steht eine sehr günstige Entwicklung bei der Risikosituation gegenüber. Insgesamt ist die Sparkasse weiterhin solide aufgestellt. Die Sparkasse beschäftigt, verglichen mit dem Vorjahr, nahezu unverändert 105 MitarbeiterInnen, davon 8 Auszubildende. 3 Auszubildende wurden Anfang 2015 nach erfolgreich abgelegter Prüfung in ein Angestelltenverhältnis übernommen.
Seite 4 Standort hier in Schwedt Die Sparkasse hat im Jahr 2014 195.000 Euro für Spenden, Sponsoring und sonstige Förderleistungen bereitgestellt. Die Bereiche Soziales/Bildung, Kultur und Sport partizipierten mit jeweils etwa 50.000 Euro. Ausblick De facto hat die EZB die Zinsen abgeschafft. Das stellt nicht nur Sparer vor große Herausforderungen. Auch die Sparkasse wird in den nächsten Jahren intensiv an der Sicherung ihrer Einnahmesituation und an der Begrenzung der Kosten arbeiten müssen. 2015 ist das Jahr der Jubiläen. Aus Anlass des 750-jährigen Jubiläums der Stadt und des 185- jährigen Jubiläums der Stadtsparkasse Schwedt, ist die Stadtsparkasse Hauptsponsor der Abendgala des Stadtfestes, die am Sonnabend, den 26. September 2015, um 21:00 Uhr stattfindet. Das Aufführungsareal für die Abendgala bilden die Uckermärkischen Bühnen Schwedt und die angrenzende Lindenallee. Das Areal wird multimedial in Szene gesetzt. Es handelt sich um ein musikalisches, spektakuläres Laser-Szenario mit einer Reise durch die vergangenen Jahrhunderte Stadtgeschichte. Die erzählte Schwedter Geschichte soll mit der Vielfalt des Lichts lebendig erzählt und mit immer wieder neuen und überraschenden Effekten in Szene gesetzt werden. Das eigene 185-jährige Jubiläum wird die Sparkasse mit einer PS- Lotterie-Gala im September an den Uckermärkischen Bühnen begehen. Das PS-Lotterie-Sparen ist die gemeinnützige Lotterie der Ostdeutschen Sparkassen. PS bedeutet per Spardauerauftrag.
Seite 5 Exkurs Die Stadtsparkasse Schwedt berechnet seit Jahren faire Dispozinsen. Als die Öffentlichkeit sich im September 2010 erstmals mit diesem Thema beschäftigte, erhielt die Stadtsparkasse Schwedt für den Zinssatz von 9 % für alle Kontomodelle sogar Lob von Finanztest. Der aktuelle Zinssatz von 7,96 % ist immer noch günstig und gilt weiterhin für alle Privatkunden und Kontomodelle. Die Sparkasse verzichtet im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern darauf, niedrige Dispositionskreditzinsen mit teuren Preismodellen für die Kontoführung zu kombinieren. Am Jahresende 2014 hat die Stadtsparkasse ihren rund 22.000 Privatkunden Dispositionskreditlinien in Höhe von insgesamt 15 Mio. Euro eingeräumt. Diese Linien waren von ca. 1.700 Kunden mit 1,4 Mio. Euro in Anspruch genommen (also durchschnittlich mit gut 800 Euro pro Kunde). Die Einnahmen aus Dispositionskrediten beliefen sich 2014 auf 170.000 Euro, etwa 1,3 % der Zinseinnahmen der Sparkasse. Für Überziehungen vereinnahmte die Sparkasse 2014 zusätzlich 2.846,91 Euro. Im Gegenzug spendet die Stadtsparkasse Schwedt seit langem jährlich 3.000 Euro für die Schuldnerberatung des Deutschen Roten Kreuz. Aus Sicht der Sparkasse ist unverständlich, mit welcher Vehemenz und Priorität sich das politische Berlin mit diesem Thema befasst.