Emissionsbericht 2010



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Transkript:

, Hannover Januar 2011 climatepartner.com Athens Milan Munich San Francisco Vienna Seite 1 von 10

Inhalt 1 Einleitung... 3 2 Emissionsbilanzierung und Dokumentation... 3 2.1 Grundlagen der Bilanzierung... 3 2.2 Systemgrenzen... 4 2.3 Datenerhebung und Emissions-berechnung... 5 3 Emissionsbilanz 2010 und Vergleich zu 2009... 5 3.1 Direkte Emissionen (Scope 1)... 6 3.2 Indirekte Emissionen durch Energieerzeugung (Scope 2)... 7 3.3 Andere indirekte Emissionen (Scope 3)... 7 4 Fazit... 8 Impressum... 10 Seite 2 von 10

1 Einleitung Der vorliegende Bericht gibt eine Übersicht über die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Emissionsbilanzierung für die Eins A Kommunikation Agentur für Beratung und Umsetzung GmbH ( Eins A Kommunikation ) aus Hannover für das Kalenderjahr 2010. Der Emissionsbericht wurde durch die ClimatePartner Deutschland GmbH ( ClimatePartner ) entsprechend den international anerkannten Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol für die Bilanzierung und Dokumentation von Treibhausgasen erstellt. 1 ClimatePartner hat bereits für die Jahre 2008 und 2009 eine entsprechende Emissionsbilanz für das Unternehmen erstellt. Die Systemgrenzen und Berechnungsmethoden wurden analog zur Vorgehensweise der Bilanz für die vergangenen zwei Jahre gewählt. Auf etwaige Abweichungen und Anpassungen wird an den entsprechenden Stellen im folgenden Text eingegangen. Insgesamt wurden durch die Geschäftsaktivitäten der Eins A Kommunikation Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 4,4 Tonnen CO 2 verursacht, das entspricht einer Zunahme von fast 33 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009. Der vorliegende Bericht gliedert sich wie folgt. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Vorgehensweise, die Berechnungsmethoden und die Datengrundlage. In Kapitel 3 werden die Ergebnisse der Emissionsbilanz für das Jahr 2010 im Vergleich zu 2009 vorgestellt. 1 Greenhouse Gas Protocol: A Corporate Accounting 2 Emissionsbilanzierung und Dokumentation 2.1 Grundlagen der Bilanzierung Der vorliegende Emissionsbericht wurde entsprechend den Richtlinien des international anerkannten Greenhouse Gas Protocol erstellt. Das Greenhouse Gas Protocol kann auf der Webseite der Greenhouse Gas Protocol Initiative kostenfrei heruntergeladen werden. 2 Wesentliche Prinzipien werden im Folgenden kurz beschrieben. Relevance (Relevanz bzw. Wesentlichkeit): Bei der Berechnung ist zwischen entscheidungsrelevanten bzw. für das im konkreten Einzelfall betrachtete Unternehmen wesentlichen Emissionsquellen und übrigen Emissionsquellen zu unterscheiden. Completeness (Vollständigkeit): Die als wesentlich eingestuften Emissionsquellen sind vollständig zu erfassen. Consistency (Stetigkeit): Die einmal gewählten Methoden sollen grundsätzlich beibehalten werden. Transparency (Nachvollziehbarkeit): Die verwendeten Daten und Methoden sowie die getroffenen Annahmen sind eindeutig und nachvollziehbar anzugeben. Accuracy (Genauigkeit): Die Berechnung ist so durchzuführen, dass sie zu einem hinreichend genauen Ergebnis führt. Für die Ermittlung des CO 2 -Fußabdrucks ist grundsätzlich die Aufnahme aller relevanten Emissionsquellen erforderlich. Dies setzt eine Analyse der vollständigen and Reporting Standard, Revised Edition, World Resources Institute and World Business Council for 2 Sustainable Development, 2004. Quelle: http://www.ghgprotocol.org/files/ghgprotocol-revised.pdf. Seite 3 von 10

Prozesskette einschließlich aller Vorketten voraus. Aufgrund der Vielzahl von Emissionsquellen ist aber die vollständige Berücksichtigung aller direkten und indirekten Emissionsquellen in der Regel mit einem angemessenen Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen nicht möglich. Um mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand eine möglichst hohe Genauigkeit der Berechnung zu erreichen, wird zu Beginn jeder Emissionsberechnung zunächst die Berechnungsstrategie festgelegt. Das Greenhouse Gas Protocol sieht folgende Vorgehensweise vor: Nach Betrachtung aller Emissionsquellen aller Unternehmensebenen und Prozesse ergibt sich der vollständige Company Carbon Footprint. 2.2 Systemgrenzen Die Systemgrenzen legen fest, welche Emissionsquellen in die Berechnung der Emissionsbilanz mit einbezogen werden. Dazu wird zunächst die Organisationsgrenze bestimmt, welche festlegt, welche Unternehmen, Abteilungen und Geschäftsaktivitäten in die Emissionsbilanzierung mit einbezogen werden. In dem vorliegenden Fall umfasst die Organisationsgrenze den Standort von Eins A Kommunikation in Hannover und sämtliche Geschäftsaktivitäten. Abbildung 1: Vorgehensweise der Emissionsberechnung nach Greenhouse Gas Protocol 3 Im ersten Schritt werden alle relevanten Emissionsquellen aufgenommen. Dies erfordert eine Analyse der vollständigen Prozesskette einschließlich aller Vorketten. Anschließend wird eine bewusste Auswahl der zu berechnenden Emissionsquellen getroffen, der sich die Aufnahme und Erfassung der Daten anschließt. Für die Berechnung werden Emissionsfaktoren benötigt, die entweder direkt berechnet oder aus wissenschaftlichen Datenbanken entnommen werden. Im nächsten Schritt wird die operative Systemgrenze festgelegt. Dabei werden alle relevanten Emissionsquellen innerhalb der Organisationsgrenze identifiziert und kategorisiert. Die Emissionsquellen werden in sogenannte Scopes (Kategorien) unterteilt (Abbildung 2). Scope 1: Direkte Emissionen durch Verbrennung von Brennstoffen im Unternehmen selbst, Emissionen durch physikalische oder chemische Prozesse und flüchtige Emissionen. Darunter fallen im vorliegenden Fall die Emissionen durch den Unternehmensfuhrpark. 3 Quelle: http://www.ghgprotocol.org/files/ghgprotocol-revised.pdf Seite 4 von 10

Abbildung 2: Kategorisierung der Emissionsquellen nach Greenhouse Gas Protocol Scope 2: Indirekte Emissionen durch Energieerzeugung. Hierzu zählen Treibhausgasemissionen, die bei der Strom- und Wärmeerzeugung außerhalb des Unternehmens verursacht werden. Im vorliegenden Fall fällt der Stromund Fernwärmeverbrauch in diese Kategorie. Scope 3: Andere indirekte Treibhausgasemissionen. Dazu zählen Emissionen durch die Anfahrt der Mitarbeiter, Geschäftsreisen mit der Bahn, dem Flugzeug, Taxis oder Mietfahrzeugen, die Beanspruchung externer Dienstleister, der Papierverbrauch in der Verwaltung und der Wasserverbrauch. 2.3 Datenerhebung und Emissionsberechnung Als Grundlage für die Emissionsberechnung wurden durch ClimatePartner Primärdaten über die Energieverbräuche, die Kraftstoffverbräuche sowie die fahrt der Mitarbeiter, Geschäftsreisen und weiterer relevanter Daten erhoben. Die Berechnung der Emissionen erfolgte anhand von Emissionsfaktoren aus Sekundärquellen, wie z.b. der GEMIS- Datenbank des Öko-Instituts oder Informationen des Umweltbundesamtes. Beide Schritte Datenerhebung und Berechnung der Bilanz erfolgten in 2010 erstmals über die TÜV-zertifizierte Online-Plattform von ClimatePartner zur Erstellung und Kompensation von Treibhausgasemissionen. Im Folgenden werden die einzelnen Emissionsquellen erläutert, die in die Betrachtung mit einbezogen wurden. 3 Emissionsbilanz 2010 und Vergleich zu 2009 Insgesamt wurden durch die Geschäftsaktivitäten der Eins A Kommunikation im Jahr 2010 Treibhausgasemissionen in Höhe von 4,4 Tonnen CO 2 -Äquivalenten verursacht. Seite 5 von 10

Emissionsquelle Scope 1 Emissionen 2009 (kg CO 2e) % Emissionen 2010 (kg CO 2e) % Vergleich (kg CO 2e) % Unternehmensfuhrpark 411 12,4 94 2,1-317 -77,1 Zwischensumme 411 12,4 94 2,1-317 -77,1 Scope 2 Strom 764 23,1 0 0,0-764 -100,0 Fernwärme 1.190 36,0 2.560 58,3 +1.370 +115,1 Zwischensumme 1.954 59,1 2.560 58,3 +606 +31,0 Scope 3 Tabelle 1: Vergleich der Treibhausgasbilanzen von 2009 und 2010 für Eins A Kommunikation Anfahrt Mitarbeiter 572 17,3 1.291 29,4 +719 +125,9 Dienstreisen 187 5,7 311 7,1 +124 +66,4 Wasserverbrauch 13 0,4 9 0,2-4 -31,0 Papierverbrauch 170 5,1 126 2,9-44 -25,7 Externe Dienstleister -- -- 2 0,05 +2 -- Zwischensumme 941 28,5 1.739 39,6 +798 +84,8 Gesamtsumme 3.305 100,0 4.393 100,0 +1.088 +32,9 Die Höhe der direkten Emissionen durch die Verbrennung von Brennstoffen und Emissionen durch physikalische oder chemische Prozesse und flüchtige Emissionen im Unternehmen (Scope 1) betrug im Jahr 2010 rund 0,9 Tonnen CO 2 - Äquivalente. Indirekte Emissionen (Scope 2) beliefen sich auf knapp 2,6 Tonnen CO 2 -Äquivalente. Andere indirekte Emissionen (Scope 3) schlugen mit 1,7 Tonnen CO 2 -Äquivalenten zu Buche. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die einzelnen Bilanzposten und vergleicht die Treibhausgasbilanzen von 2009 und 2010. Abbildung 3 stellt den Vergleich grafisch dar. 3.1 Direkte Emissionen (Scope 1) Unter direkten Emissionen versteht man die Verbrennung fossiler Brennstoffe im Unternehmen, die Verflüchtigung volatiler organischer Kohlenwasserstoffe (VOC) und die Verflüchtigung anderer Treibhausgase, wie sie bspw. als Kühlmittel in Klimaanlagen verwendet werden. Im Fall von Eins A Kommunikation zählen die Emissionen durch den Unternehmensfuhrpark zu den direkten Emissionsquellen. Der Fuhrpark umfasst insgesamt drei PKW, von denen einer bereits vorab durch eine Auto-Vignette für 10.000 km klimaneutral gestellt wurde. Die beiden anderen PKW haben im Jahr 2010 über 0,9 Tonnen CO 2 verursacht. Das entspricht einer Reduktion gegenüber 2009 um 77,1 Prozent, welche auf eine insgesamt niedrigere Fahrleistung und eine stärkere Nutzung der Bahn (Scope 3) zurückzuführen ist. Abbildung 3: Vergleich der THG- Bilanzen von 2009 und 2010 in kg CO 2 e Der Heizenergiebedarf hat regelmäßig einen großen Anteil am Endenergieverbrauch des Sektors Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Aus Gründen des Klimaschutzes und aufgrund der be- Seite 6 von 10

grenzten Ressourcen an Öl, Erdgas und Kohle gibt es zahlreiche Anstrengungen, den Heizenergiebedarf zu senken oder auf andere Energieträger wie Solarthermie oder Holz als Brennstoff umzusteigen. Eins A Kommunikation deckt ihren Heizenergiebedarf mit Fernwärme, welche zu Scope 2 gezählt wird. 3.2 Indirekte Emissionen durch Energieerzeugung (Scope 2) Zu den Scope 2 Emissionen zählen Emissionen, die bei der Energieerzeugung außerhalb des Unternehmens anfallen. Bei Eins A Kommunikation fallen die Emissionen durch den Strom- und durch den Fernwärmeverbrauch zu den Emissionen unter Scope 2. Treibhausgasemissionen entstehen bei der Stromerzeugung durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, aufgrund des in Kohle, Gas oder Öl enthaltenen Kohlenstoffs. Methoden der Stromgewinnung, die auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe verzichten, verursachen dagegen nur durch indirekte Faktoren Treibhausgasemissionen in geringerem Umfang. Eins A Kommunikation bezieht 100 Prozent Ökostrom, weshalb keine Emissionen durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen. Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter fand im Sommer 2009 statt, weshalb in der ersten Jahreshälfte hier noch CO 2 -Emissionen verursacht wurden. Die Emissionen durch den Verbrauch von Fernwärme betragen 2010 fast 2,6 Tonnen CO 2 -Äquvalente und haben sich damit gegenüber 2009 mehr als verdoppelt. Der Grund ist zum einen ein höherer Heizbedarf aufgrund des kalten und länger andauernden Winters Anfang 2010 sowie der frühe Wintereinbruch Ende 2010. Ein weiterer Grund ist die Berechnung mit dem aktuellen Emissionsfaktor für Fernwärme, der höher ist als 2009. 3.3 Andere indirekte Emissionen (Scope 3) Sämtliche Emissionen, die außerhalb des Unternehmens anfallen und nicht direkt durch die Eins A Kommunikation kontrolliert werden, zählen zu den Scope 3 Emissionen (vgl. Abbildung 4). Abbildung 4: Scope 3-Emissionen 2010 in Prozent Der Verkehr ist neben Industrie und Haushalten einer der drei größten Verursacher von schädlichen Klimagasen. Für den Unternehmenserfolg ist Mobilität jedoch häufig ein wesentlicher Faktor. Im Rahmen der Emissionsbilanz für Eins A Kommunikation werden Emissionen durch den Unternehmensfuhrpark (Scope 1), Dienstreisen und die tägliche Anfahrt der Mitarbeiter berücksichtigt. Die zwei letztgenannten Bilanzposten verursachten im Jahr 2010 zusammen 1,6 Tonnen CO 2 -Äquivalente. Im Vergleich zu 2009 bedeutet das eine Verdopplung der Emissionen. Dies liegt hauptsächlich an der vermehrten Nutzung der Bahn anstelle eines PKW. Die täglichen Fahrten der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz verursachten 2010 etwa 1,3 Tonnen CO 2, was einer Erhöhung Seite 7 von 10

um fast 126 Prozent gegenüber 2009 entspricht. Grund ist ein Anstieg der Mitarbeiteranzahl von vier auf acht (inkl. Praktikanten) und die damit verbundene zusätzliche Nutzung von ÖPNV, Bahn und Pkw als Verkehrsmittel. Durch den Büropapierverbrauch wurden rund 0,1 Tonnen CO 2 verursacht (25,7 % weniger als 2009). Der Grund für die Verringerung ist die Verwendung von genaueren Emissionsfaktoren. Für die Emissionsberechnung zu betrachten sind die Rohstoffgewinnung, Papierherstellung, Distribution und Entsorgung des Papiers. Bezüglich der Rohstoffgewinnung ist zwischen Frischfaser- und Recycling-Papier zu unterscheiden. Bei der Herstellung von Frischfaserpapier sind die Teilprozesse der Holzbereitstellung, Zellstoffherstellung sowie der Transport des Zellstoffs zur Papierfabrik zu betrachten. Relevante Prozesse der Recycling-Papierherstellung sind die Altpapier- Sortierung, die Entfernung von Druckfarben (Deinking) sowie die Papierherstellung. Zellstofftransporte entfallen bei Recycling-Papier häufig, da diese Papiere vielfach in integrierten Werken direkt aus Altpapier hergestellt werden. Die Produktion von Druckerzeugnissen (Flyer, Postkarten) hat Eins A Kommunikation bereits beim Druck klimaneutral gestellt und gehen hier nicht noch einmal in die Bilanz ein. Wasser selbst verursacht zwar keine Treibhausgasemissionen, dennoch kann es nicht vollkommen unberücksichtigt bleiben, da durch Trinkwasserförderung und aufbereitung durchaus Treibhausgasemissionen verursacht werden. Durch den Verbrauch von Wasser wurden 2009 etwa 0,009 Tonnen CO 2 verursacht. Dies entspricht einem Rückgang von 31 Prozent gegenüber 2009, der auf einen um 6,6 Kubikmeter geringeren Wasserverbrauch zurückzuführen ist. Erstmalig wurden auch die Anfahrtswege der externen Dienstleister (IT Support) erhoben. Deren Emissionen betrugen 2010 0,002 Tonnen CO 2. 4 Fazit Der vorliegende Emissionsbericht gibt einen transparenten Überblick über den CO 2 -Fußabdruck der Eins A Kommunikation. Der CO 2 -Fußabdruck bildet die Grundlage für die Entwicklung einer Klimaschutzstrategie zur Reduktion und Vermeidung weiterer Treibhausgasemissionen. Die regelmäßige jährliche Aktualisierung hilft Eins A Kommunikation Veränderungen in der Treibhausgasbilanz nach zu verfolgen. Reduktionen in Bereichen, in denen Minderungsmaßnahmen durchgeführt wurden, bestätigen das Klimaschutzengagement. Eins A Kommunikation setzt sich bereits seit einigen Jahren mit dem Thema auseinander. Das Unternehmen bezieht seit Sommer 2009 Ökostrom, verzichtet auf Flugreisen und lässt Drucksachen wie z.b. Postkarten klimaneutral drucken. Emissionsreduktionen im Vergleich zu 2009 konnten somit insbesondere in den Bereichen Strom und Mobilität (Unternehmensfuhrpark, Geschäftsreisen) erzielt werden. Der insgesamt größere CO 2 -Fußabdruck resultiert in einem erhöhten Fernwärmebedarf im Jahr 2010 sowie durch eine größere Anzahl von Mitarbeitern (Anfahrt zur Arbeit). Durch optimiertes Heizen und Lüften lässt sich der Heizenergiebedarf zwar senken. Da für das Bürogebäude jedoch nur ein zentraler Zähler für alle Mietparteien existiert, ist eine direkte Abbildung der Einsparungen nicht möglich. Seite 8 von 10

ClimatePartner empfiehlt Eins A Kommunikation weiterhin eine regelmäßige Aktualisierung des CO 2 -Fußabdrucks, um die Entwicklung des Unternehmens hinsichtlich der Klimaauswirkungen bewerten zu können und weitere Minderungsleistungen abzubilden. Seite 9 von 10

Impressum Herausgeber Kramerstraße 13 30159 Hannover Tel.: +49 (0) 511 / 357 300-0 Fax: +49 (0) 511 / 357 300 73 kontakt@eins-a-kommunikation.de www.eins-a-kommunikation.de Auftragnehmer ClimatePartner Deutschland GmbH Ainmillerstr. 22 D-80801 München Telefon +49 (0) 89 / 12 22 875-0 Telefax +49 (0) 89 / 12 22 875-29 info@climatepartner.com www.climatepartner.com Version Januar 2011 Copyright Das Copyright liegt bei den Verfassern und bei der Eins A Kommunikation Agentur für Beratung und Umsetzung GmbH. Die vollständige oder teilweise Vervielfältigung dieses Berichts in jeder anderen Form ist ausschließlich mit schriftlicher Zustimmung der Urheberrechtsinhaber zulässig. Seite 10 von 10