Delphi eine Einführung



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Transkript:

Delphi eine Einführung

1. Die Entwicklungsumgebung Delphi ist ein sogenanntes RAD Werkzeug. RAD = Rapid Application Development = schnelle Anwendungsentwicklung Merkmale: - es gibt vorgefertigte Komponenten - diese können mit der Maus zu einem Programm kombiniert werden - Komponenten können auf eigene Anforderungen zugeschnitten werden

Die IDE integrierte Entwicklungsumgebung (Integrated Development Enviroment) Entwicklungsumgebung Eine Entwicklungsumgebung enthält alle Bestandteile, die zum Schreiben eines Computerprogramms notwendig sind. Dazu zählen zum Beispiel ein Editor sowie eine Sammlung von Programmierwerkzeugen. Die IDE besteht aus 4 Fenstern: Komponentenleiste Objektinspektor Formular Code-Fenster

Menüleiste Symbolleiste Komponentenpalette Formular Quelltexteditor Objektinspektor

Das Formfenster (auch Formular) = Hauptarbeitsplatz, dort wird das Programm aus den verschiedenen Komponenten zusammengebaut Hat den Titel Form1

Die Komponentenpalette enthält die Elemente bzw. Objekten Frames MainMenu CheckBox RadioButton PopupMenu Label Edit Memo Button

Der Objektinspektor Hat zwei Register: Eigenschaften und Ereignisse Es werden die Standardeigenschaften (Größe, Farbe, Beschriftung) der einzelnen Komponenten festgelegt. Befindet sich neben der Bezeichnung ein +- Zeichen Können durch Doppelklick weitere Untereigenschaften aufklappen. Neben den Eigenschaften können auch die Ereignisse festgelegt werden, auf die eine Komponente reagiert.

Der Quelltexteditor Enthält den Programmquellcode, der zur Laufzeit des Programms ausgeführt wird. Hat den Standardnamen unit1.pas und hat zu Beginn folgenden Inhalt: Die Unit wird von Delphi automatisch erzeugt und während der Programmerstellung vom Programmierer durch Quellcode ergänzt.

Drei Phasen der Programmierung von Delphi-Projekten: 1. Zusammenstellung der Programmoberfläche in der DIE mit den Komponenten der Komponentenpalette und Setzen der Eigenschaften der Objekte mit dem Objektinspektor. Delphi erzeugt automatisch das dazugehörende Objekt- Pascal-Programm. 2. Ausfüllen der benötigten Ereignisbehandlungsmethoden mit Pascal- Quelltext. Nach Auswahl des gewünschten Ereignisses im Objektinspektor erzeugt Delphi eine leere Pascal-Routine und springt an die richtige Stelle im Pascal-Programm. Der wohlüberlegte Text wird hier eingegeben. 3. Speicher, Übersetzen und Testen des erzeugten Programms Delphi erzeugt beim Speichern und Ausführen des Programms weitere Dateien, die zum Projekt gehören Jedes Programm muß immer in einem eigenen Ordner gespeichert werden!

In Delphi spricht man nicht mehr von Programmen sondern von einem Projekt, das über mehrer Dateien verteilt ist. Es sind dies: Standardname Projektdatei Einstellungen (Optionen) Ressourcendatei Programm- Quellcodedatei Formulardatei PROJECT1.DPR PROJECT1.DOF (.OPT in Version 1) PROJECT1.RES UNIT1.PAS UNIT1.DFM Die Backup-Dateien haben ~ als letztes Zeichen in der Dateiergänzung Nach der Übersetzung werden folgende Dateien erzeugt, die man wieder löschen kann, wenn man den Quellcode besitzt: Ausführbares Programm PROJECT1.EXE UNIT1.DCU Compilierter Quellcode (Unit)

Beispiel: Ein Delphi-Projekt besteht immer aus mehreren Dateien:

Strukturelemente der Beispiel-Unit Benennung / Bedeutung unit Utest1; interface uses SysUtils, WinTypes, WinProcs, Messages, Classes, Graphics, Controls, Forms, Dialogs, StdCtrls; type TForm1 = class(tform) Edit1: TEdit; Edit2: TEdit; Edit3: TEdit; Label1: TLabel; Label2: TLabel; Label3: TLabel; var Button1: Form1: TForm1; TButton; procedure Button1Click(Sender: TObject); end; implementation {$R *.DFM} procedure TForm1.Button1Click(Sender: TObject); var a, b, c: real; begin a := StrToFloat(Edit1.Text); b := StrToFloat(Edit2.Text); c := a+b; Edit3.Text := FloatToStr(c); end; end. Kopfzeile der Unit: enthält deren Dateinamen Interface-Teil: bestimmt, was in der Unit von außen zugänglich ist Uses-Teil: Benennung von Units (Prozedurbibliotheken), die von der aktuellen Unit verwendet werden Typdeklaration des Formularobjektes: enthält alle Komponenten, die auf dem Formular angeordnet sind sowie die zum Formular gehörenden Prozeduren Deklaration globaler Variablen hier: Variable (Objekt) Form1 vom Typ TForm1 (Objekttyp) Implementationsteil: enthält Programmteil der Prozeduren Formulardatei wird an die Unit gebunden Kopfzeile der Prozedur Deklaration lokaler Variablen: diese gelten nur in der jeweiligen Prozedur Anweisungsteil der Prozedur Algorithmus zur Ereignisbehandlung hier: Zugriff auf lokale Variablen Schlusszeile der Unit - Ende.

Das erste Programm: Aufgabe: Der Text in der Titelzeile lautet: Hallo, wie geht s denn so? Auf dem Bildschirm befinden sich 2 Schaltflächen, die nach Mausklick eine entsprechende Antwort ausgeben.

Projekt Rechnen: nach dem Klicken auf den Text erscheinen zwei Zufallszahlen durch Klicken auf ein Operationszeichen wird das entsprechende Zeichen gesetzt und das Ergebnis ausgegeben.