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Transkript:

Wien, 24. November 2011 Vorsteuerergebnis der Raiffeisen Bank International nach neun Monaten übersteigt 1 Milliarde Periodenüberschuss vor Steuern steigt im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1.032 Millionen (1-9 2010: 997 Millionen) Konzern-Periodenüberschuss sinkt um 4,8 Prozent auf 745 Millionen (1-9 2010: 783 Millionen) Handelsergebnis um 13,5 Prozent auf 293 Millionen erhöht (1-9 2010: 258 Millionen) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sinken um 14,4 Prozent auf 782 Millionen (1-9 2010: 913 Millionen) Non-performing Loan Ratio geht im Vergleich zum Jahresende 2010 um 0,6 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent zurück Deckungsquote verbessert sich im Vergleich zum Jahresende 2010 um 4,2 Prozentpunkte auf 70,5 Prozent Return on Equity vor Steuern sinkt im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent Cost/Income Ratio steigt im Vorjahresvergleich um 2,6 Prozentpunkte auf 55,8 Prozent Core Tier 1 Ratio (gesamt) sinkt im Vergleich zum Jahresende 2010 um 1,0 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent Kernkapitalquote (Tier 1, gesamt) sinkt im Vergleich zum Jahresende 2010 um 1,0 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent Maßnahmen zur Erfüllung der EBA-Kapitalrichtlinie werden in der RZB-Gruppe Kapitaläquivalente von 2,5 Milliarden bis 3,6 Milliarden beitragen Leicht geänderter Ausblick Die in dieser Aussendung für die ersten drei Quartale 2010 herangezogenen Vergleichszahlen stellen bereits die Werte in der Struktur der RBI nach retrospektiver Anwendung der Verschmelzung zum 1. Jänner 2010 dar. Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) wies für die ersten neun Monate 2011 einen Konzern- Periodenüberschuss (nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen) von 745 Millionen aus, was einem leichten Rückgang von 4,8 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht (1-9 2010: 783 Millionen). Der Periodenüberschuss vor Steuern hingegen stieg um 3,5 Prozent auf 1.032 Millionen (1-9 2010: 997 Millionen). Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich allerdings ein Anstieg um 128 Millionen auf 272 Millionen. Dafür waren in erster 1

Linie höhere Gewinne in den Konzerneinheiten verantwortlich, zudem erhöhten sich die latenten Steueraufwendungen auf Bewertungsgewinne. Für die Verluste in Ungarn konnten nur zu einem geringen Teil entsprechende aktivseitige latente Steuern angesetzt werden. Dadurch ergab sich ein Periodenüberschuss nach Steuern von 760 Millionen, ein Minus von 10,9 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (1-9 2010: 853 Millionen). Der Gewinn je Aktie ging von 3,25 in den ersten drei Quartalen 2010 um 6 Prozent auf 3,06 zurück. In Anbetracht der deutlichen Eintrübung der Wirtschaft und der fortgesetzten Krise der peripheren Staaten der Eurozone konnten wir auch im dritten Quartal ein respektables Ergebnis erzielen. Diese Entwicklung basiert auf unserem nachhaltigen Geschäftsmodell und auf unserer breiten Diversifizierung nach Märkten, Produkten und Kundengruppen, sagte Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der RBI. Betriebsergebnis sinkt aufgrund von Bankenabgaben um 4 Prozent Trotz eines stabilen Zinsüberschusses und einer positiven Entwicklung bei Handelsergebnis und Provisionserträgen lag das Betriebsergebnis für die ersten neun Monate 2011 mit 1.813 Millionen um 4 Prozent oder 84 Millionen unter dem Niveau des Vorjahres. Gründe für diesen Rückgang waren die um 6 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen insbesondere durch Gehaltsanpassungen in einigen Märkten sowie die Bankenabgaben in Österreich und Ungarn von insgesamt 95 Millionen (Vergleichsperiode des Vorjahres: 31 Millionen). Der Zinsüberschuss stieg in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 1 Prozent oder 16 Millionen auf 2.724 Millionen und lieferte mit 67 Prozent erneut den wichtigsten Beitrag zu den Betriebserträgen. Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3 Prozent oder 36 Millionen auf 1.125 Millionen. Den größten Beitrag lieferte dazu mit 453 Millionen das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das damit um 14 Millionen über dem Vorjahreswert lag. Das Handelsergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 14 Prozent oder 35 Millionen auf 293 Millionen. Dabei verdoppelte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft nahezu auf 163 Millionen. Am stärksten stieg hier das Ergebnis im Segment GUS Sonstige, dessen Zuwachs von 31 Millionen hauptsächlich in Belarus erwirtschaftet wurde. Verantwortlich dafür waren Bewertungsgewinne von 30 Millionen aus einer strategischen Währungsposition, die zur teilweisen Absicherung des Eigenkapitals besteht und die durch die starke Abwertung des belarussischen Rubels verursacht wurden. Regional betrachtet war Russland mit einem Zuwachs von 56 Prozent auf 286 Millionen der stärkste Beitragsbringer zum Periodenüberschuss vor Steuern. Das Ergebnis Südosteuropas blieb mit 260 Millionen stabil, während der durch Ungarn verursachte starke Rückgang Zentraleuropas durch die Region GUS Sonstige überkompensiert werden konnte, sagte RBI-Finanzvorstand Martin Grüll. 2

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen insgesamt rückläufig, aber durch Ungarn belastet Während in den meisten Märkten aufgrund des verbesserten Umfelds ein deutlicher Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu verzeichnen war, verdoppelte sich der Bedarf in Ungarn im Jahresvergleich auf 373 Millionen. Dennoch fielen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen auf Konzernebene um 14 Prozent auf 782 Millionen. Wir konnten im dritten Quartal einen fortgesetzt leichten Rückgang der NPL-Quote auf 8,4 Prozent verzeichnen. Besonders erfreulich ist, dass unsere Deckungsquote also das Verhältnis der Risikovorsorgen zu den notleidenden Krediten konzernweit auf über 70 Prozent angestiegen ist und auch in Ungarn bei knapp 67 Prozent liegt, erklärte Johann Strobl, Risikovorstand der RBI. Die Verbesserung beim Wertberichtigungsbedarf spiegelte sich auch in der Neubildungsquote sie setzt die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen ins Verhältnis zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva wider, die gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 31 Basispunkte auf 1,36 Prozent zurückging. Zum Jahresende 2010 hatte sie noch 1,66 Prozent betragen. Der Stand der notleidenden Kredite belief sich zum 30. September auf 6.821 Millionen und lag damit unter Berücksichtigung der Währungseffekte um 31 Millionen über dem Wert zum Jahresende 2010. Die NPL Ratio das Verhältnis der notleidenden Kredite zu den gesamten Forderungen an Kunden verbesserte sich volumenbedingt um 0,6 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von 4.811 Millionen gegenüber. Dies ergibt eine Deckungsquote von 70,5 Prozent, die sich damit gegenüber dem Jahresende 2010 um 4,2 Prozentpunkte verbessert hat. Return on Equity vor Steuern auf Vorjahresniveau Der Return on Equity vor Steuern für die ersten neun Monate 2011 blieb gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 13,6 Prozent unverändert (minus 0,5 Prozentpunkte). Das der Berechnung zugrunde liegende durchschnittliche Eigenkapital stieg durch Gewinnthesaurierungen um 7 Prozent auf 10,1 Milliarden. Verwaltungsaufwendungen steigen um 6 Prozent Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6 Prozent oder 134 Millionen auf 2.287 Millionen. Die Cost/Income Ratio stieg dadurch um 2,6 Prozentpunkte auf 55,8 Prozent. Der Personalaufwand mit einem Anteil von 50 Prozent die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8 Prozent oder 84 Millionen. 3

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 60.006 und lag damit um 963 Personen über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Der Sachaufwand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent oder 31 Millionen. Die größten Zuwächse ergaben sich hier beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (plus 18 Prozent), bei den Einlagensicherungen (plus 16 Prozent) und beim IT-Aufwand (plus 13 Prozent). Bilanzsumme steigt liquiditätsbedingt um 13 Prozent Seit Jahresbeginn erhöhte sich die Bilanzsumme um 13 Prozent oder 17,2 Milliarden auf 148,4 Milliarden, wobei Währungseffekte die Bilanzsumme um rund 1 Prozent reduzierten. Aktivseitig ergaben sich Zuwächse durch höhere kurzfristige Bankforderungen, teilweise durch Repo-Transaktionen, durch die die Forderungen an Kreditinstitute um 6,8 Milliarden anstiegen. Passivseitig ist der Zuwachs im Wesentlichen auf einen Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 11,3 Milliarden, die hauptsächlich auf institutionelle Kunden und Firmenkunden ( 9,4 Milliarden) entfielen, zurückzuführen. Bilanzielles Eigenkapital sinkt um 1 Prozent Das bilanzielle Eigenkapital der RBI, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern- Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, sank gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 1 Prozent oder 56 Millionen auf 10.348 Millionen. Die Kernkapitalquote bezogen auf das gesamte Risiko ging um 1,0 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent zurück, die Core Tier 1 Ratio um 1,0 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Auch die Eigenmittelquote sank um 1,2 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent. Maßnahmen zur Erfüllung der EBA-Kapitalrichtlinie Die European Banking Authority (EBA) hat Ende Oktober der RZB-Gruppe die RBI ist ihr größter Teilkonzern eine harte Kernkapitalquote nach EBA-Definition von 9 Prozent vorgeschrieben. Diese muss bereits zum 30. Juni 2012 erreichen werden. Mit den Bilanzdaten vom 30. September 2011 ergibt sich für die RZB-Gruppe nach EBA-Vorgaben und Methodik ein rechnerischer Kapitalbedarf von voraussichtlich rund 2,5 Milliarden. Der genaue Betrag wurde von der EBA noch nicht publiziert. Dazu setzte die RZB unter Einbindung der RBI rund 20 Arbeitsstränge unterteilt in 3 Hauptbereiche auf, die mit 2,5 Milliarden bis 3,6 Milliarden zur Erreichung der Zielquote beitragen werden. Rund vier Fünftel der Maßnahmen zum Erreichen der Zielquote sind nicht mit dem Abbau von Geschäftsaktivitäten verbunden. 4

Anzahl der Geschäftsstellen sinkt leicht Zum 30. September 2011 betrug die Anzahl der Geschäftsstellen 2.933 und damit um 31 weniger als noch ein Jahr davor. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 16), Serbien (minus 13), Russland (minus 10) und Polen (minus 9). Demgegenüber kam es in der Tschechischen Republik (plus 18) und Rumänien (plus 2) zu einem Anstieg. Die Anzahl der Kunden lag zum Ende des dritten Quartals 2011 bei rund 13,7 Millionen. Konzern-Periodenüberschuss im dritten Quartal bei 130 Millionen Die RBI erwirtschaftete im dritten Quartal 2011 einen Zinsüberschuss (nach Kreditrisikovorsorgen) in Höhe von 566 Millionen, was einem Rückgang um 8,9 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres (Q3 2010: 621 Millionen) entspricht und um 19,2 Prozent niedriger war als im zweiten Quartal 2011 (Q2 2011: 700 Millionen). Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von 377 Millionen verzeichneten einen deutlichen Anstieg, wobei alleine für Ungarn 258 Millionen anfielen. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen waren um 71 Millionen oder 23,2 Prozent höher als im Vergleichsquartal 2010. Auch im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 war ein um 91,4 Prozent höherer Kreditrisikovorsorgebedarf zu verzeichnen. Damals waren Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 197 Millionen netto dotiert worden. Der Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und vor allem der Verlust in Ungarn von 152 Millionen im dritten Quartal wirkten sich auf den Konzern-Periodenüberschuss aus. Verglichen mit dem dritten Quartal 2010 sank dieser im selben Zeitraum 2011 um 58,2 Prozent auf 130 Millionen (Q3 2010: 311 Millionen). Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011, als die RBI einen Konzern-Periodenüberschuss von 345 Millionen ausgewiesen hatte, entspricht das einem Rückgang um 62,3 Prozent. Leicht geänderter Ausblick Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilt die RBI mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt. Die aktuellen Entwicklungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds lassen derzeit keine genaue Einschätzung in Bezug auf das Erreichen des Wendepunkts bei den notleidenden Krediten zu. Aufgrund der prognostizierten weiteren Abschwächung der Wirtschaft erwartet die RBI jedoch tendenziell eine leichte Zunahme der Neubildungsquote, während sie nicht von einem deutlichen Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite ausgeht. Im Zuge der jährlichen Mittelfristplanung wird es zu einer Überprüfung der Firmenwerte kommen. Eine Firmenwertabschreibung auf die Bankbeteiligung in der Ukraine (aktueller Firmenwert 215 Millionen) ist aus heutiger Sicht auch vor dem Hintergrund der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds nicht auszuschließen. Das Ergebnis der Mittelfristplanung könnte sich 5

auch auf die Bewertung der latenten Steuern (aktivierte steuerliche Verlustvorträge) auswirken. Auswirkungen auf die regulatorischen Kapitalquoten ergeben sich hieraus nicht. In zahlreichen Ländern (Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn und Österreich) werden Kostensenkungsprogramme implementiert, deren Umsetzung teilweise bereits angelaufen ist. * * * * * Der Online-Zwischenbericht ist unter http://zb032011.rbinternational.com abrufbar. Die englische Version ist unter http://qr032011.rbinternational.com im Netz. Sie können dort auch gedruckte Exemplare bestellen. * * * * * Für weitere en wenden Sie sich bitte an: Susanne E. Langer Leiterin Group Investor Raiffeisen Bank International AG A-1030 Vienna, Am Stadtpark 9 Tel.: +43 1 71707 2089 Fax: +43 1 71707 2138 ir@rbinternational.com susanne.langer@rbinternational.com www.rbinternational.com 6