Health Technology Assessment/HTA



Ähnliche Dokumente
Exkurs: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen


Innovationsservice der KBV: neue Chance für HTA in Deutschland

Health Technology Assessment:

Prof. Dr. med. Matthias Schrappe

Symposium des interdisziplinären BMBF-Verbundprojekts

Die Bewertung der sozio-kulturellen Aspekte in HTA-Berichten

Kriterien zur Förderung klinischer Krebsregister des GKV-Spitzenverbandes vom

Pflege-Transparenzvereinbarung stationär (PTVS)

Gesetzliche Bestimmungen für die Veröffentlichung von Qualitätsberichten zur Unterstützung von Wahlentscheidungen von Patienten und Einweisern

Die Weiterbildung für die Pharmazeutische Industrie von der. Universität Duisburg/Essen. zertifiziert durch die

Nutzenbewertung von Medizinprodukten für Refundierungs-Entscheidungen

- Inhalte des Expertenstandards -

Workshop Fundraising, Spenden & Sponsoring. 16. Juni 2014 Dr. Robin Rumler Präsident

Web-Seminar. BMBF-Förderbekanntmachung Klinische Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

Der Nationale Aktionsplan für Menschen mit seltenen Erkrankungen was folgt konkret?

MDK-Beratung im GKV-System Vom Einzelfall bis zur Systemberatung Dr. Doris Pfeiffer Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes

Nr. 9/ September Inhalt: Sitzungen/Beschlüsse Seite 1. In Kraft getretene Beschlüsse Seite 3. Weitere Arbeitsschritte Seite 3

Szenariotechnikin der Entwicklung von Gesundheitssystemen

Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen GmbH

Aufnahme von Labor-Diagnostika in den EBM

Einsatz von Befragungen als Instrument für Krankenkassen

Gliederung. Gliederung. Stellenwert der Versorgungsforschung in der Onkologie und praktische Beispiele

Gesundheit. Mit struktur

Anspruch auf künstliche Befruchtung als GKV-Leistung auch für von HIV betroffene Paare

Qualitätsberichte, Benchmarks und weiter? Umgang der Krankenkassen mit den Ergebnissen der externen Qualitätssicherung

Aktion oder Reaktion Qualität versus Sicherheit? Qualität ein PatientInnenrecht?

Klinische Forschung. Klinische Forschung. Effectiveness Gap. Versorgungsforschung und evidenzbasierte Medizin. Conclusion

Gemeinsamer Bundesausschuss Herrn Josef Hecken Wegelystr Berlin. Köln, 19. November 2012

Qualifikationsmöglichkeiten für Mitarbeiter in klinischen Studien

» Ihre Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt» Alle Fachdisziplinen in einem Haus» Medizinische Diagnostik & Therapie wissenschaftlich fundiert

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis

Health Technology Assessment (HTA) Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren Elisabeth Giesenhagen

Lebensqualität bei Demenzerkrankung Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg 19. Mai 2008

Standardisierung in der Sozialwirtschaft Wege zu einem besseren Miteinander von IT-Lösungen

Evaluationskonzepte bei neuen Methoden. Analyse und Konsequenz des GKV.SV

Grenzüberschreitungen aus medizinischen Gründen Demografische Aspekte

Normative Weiterentwicklung des Casemanagement. Prof. Dr. Olaf Scupin

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Qualitätsmanagement im Kontext von Forschung und Interdisziplinarität

Migration und Transkulturelle Kompetenz in der Suchthilfe. Ansätze kultursensibler Prävention, Beratung und Therapie

- SStuatöonsanaSyse, internationaler Vergleich, HandDungsoptionen

Das Gesundheitssystem als Tätigkeitsfeld für SozialwissenschaftlerInnen

Lückentext zum deutschen Gesundheitswesen

1. Arbeitstreffen Leipzig, März 2015

VON DER PFLEGEDOKUMENTATION ZUR TELEMEDIZIN IN DER PFLEGE

Bedeutung der Patientensicherheit für das Versorgungsmanagement der Krankenkassen: Potenzialanalyse und Handlungsfelder

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation

Anforderungen an neue Vergütungssysteme aus Sicht von Patientinnen und Patienten. Marion Rink Vizepräsidentin Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.v.

Verbesserung der interprofessionellen Zusammenarbeit Was kann die Ausbildung leisten?

Der Anspruch an eine ethische Nutzen- und Kostenbewertung

quint essenz Einführung quint-essenz Was ist quint-essenz? Zielsetzung quint-essenz Grundlagen des Qualitätssystems

Über die Notwendigkeit von Mediation, Moderation, Koordination und Vernetzung in Gesundheitsförderung und Prävention

Risiko- und Fehlermanagement Mindeststandards für die Praxen

Kurzpräsentation: Patientenschulungen Modul: Forschungsfragen und Ethik Dozent: Prof. Dr. Andreas Zieger Referentin: Laura Totzek

Hintergrund. Main DC partners (6) Long-term DC university partnerships (21)

Therapie des chronischen Schmerzes - Optionen am Schmerzzentrum Kantonsspital St.Gallen

Der GKV-Spitzenverband als neuer Player im Gesundheitswesen

Neue Aspekte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege

Tagungsprogramm Eröffnung der Tagung und Grußworte. Prolog zur Studie Jugendsexualität und Behinderung.

Verfahrenstechnische und methodische Anforderungen an die Bewertung einer Untersuchungs- u. Behandlungsmethode

U n i v e r s i t ä t s p r o f e s s o r D r. H o l g e r P f a f f

Übersicht Wichtige Adressen

Innovationsservice der KBV Erste Ergebnisse

Messung von Qualität im Gesundheitswesen Was kommt auf uns zu - Hat die Gesundheitspolitik (National und EU) einen Plan?

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Ansatz und Erfahrungen aus Deutschland

Einbindung der Patientenperspektive in die Entwicklung von Qualitätsindikatoren. Anne Reiter, Düsseldorf

Leben mit Demenz im Jahr 2030

GKV-Spitzenverband 1. Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene

Für ein zukunftsfähiges und faires Gesundheitssystem. Kernbotschaften

Die Entwicklung eines Patienten- Informations- und BeratungsZentrums (PIZ) am Rudolfinerhaus Wien

Forschungsschwerpunkte und Chancen

Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Unterstützung eines selbst bestimmten Lebens in einer alternden Gesellschaft

Finanzierung von UK-Beratungsleistung durch die gesetzliche Krankenversicherung


Mitglieder- und Branchenbefragungen des vfa. Susan E. Knoll, 9. Januar 2014

Hirschberger Realschultage

Methodisches Konzept des AQUA Instituts zur Indikatorenentwicklung am Beispiel der Pflege

Neue Entwicklungen beim DIMDI. Brigitte Arntz AGMB Jahrestagung 2005 Graz, September 2005

Von der Idee zum neuen Produkt. ökonomische Aspekte des Innovationsprozesses

The Cochrane Library

PERSPEKTIVEN DER FRAUENGESUNDHEIT AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN IN DEUTSCHLAND

Qualität im Gesundheitswesen basiert auf Wissenschaft

Erfolg durch Delegation

Stellungnahme der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zum. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der gesundheitlichen

Wie sieht die Zukunft der onkologischen Pflege in 20 Jahren in Brandenburg aus? 2. Brandenburger Krebskongress, Regina Wiedemann, MScN

EINLADUNG. 8. Interdisziplinäres Symposium Rheumatologie, Dermatologie und Gastroenterologie VERANSTALTUNGSORT. Klinische Immunologie am Rhein

Todesursachenverschlüsselung auf dem Totenschein

DGSMP Jahrestagung 2012

Das Versorgungsmanagement der mhplus BKK am Beispiel psychischer Erkrankungen

Health Technology Assessment Einleitung, Geschichte, Terminologie, Nutzergruppen, Versorgungsproblematik

Widenmayerstr. 29 D München Germany Telefon: +49(0) Telefax: +49(0)

RESULTATE DER BEVÖLKERUNGSUMFRAGE ZUR WAHRNEHMUNG DER PSYCHIATRIE MEDIENKONFERENZ VOM 30. SEPTEMBER 2014

Transkript:

Health Technology Assessment/HTA beim DIMDI - offen für neue Themen Britta Göhlen Im Geschäftsbereich des

Gliederung HTA: Allgemeines HTA beim DIMDI HTA und HIA HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 2/ 24

Gliederung HTA: Allgemeines HTA beim DIMDI HTA und HIA HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 3/ 24

HTA: Definition HTA ist ein Prozess, mit dem relevante Verfahren und Technologien systematisch bewertet werden, die einen Bezug auf die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung haben. z. B. Präventionsmaßnahmen, Therapieverfahren HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 4/ 24

HTA: Inhalt Gesundheitspolitischer Hintergrund Wirksamkeit und Sicherheit Gesundheitsökonomische Aspekte Ethische Aspekte Soziale Aspekte Juristische Aspekte sowie Qualität Organisatorische Auswirkungen etc. HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 5/ 24

HTA: Aufgabe / Ziele Entscheidungsfindung im Gesundheitssystem Unterscheidung: sinnvolle sinnlose Verfahren Effektive Verteilung finanzieller Ressourcen Aufzeigen von Defiziten Support für Priorisierung zukünftiger Forschung Optimierung des Gesundheitssystems HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 6/ 24

HTA: Zielgruppen / Nutzer Politik G-BA/Selbstverwaltung Public Health Öffentlicher Gesundheitsdienst Ärztliche Versorgung Zahnärztliche Versorgung Krankenhausbehandlung Pflegerische Versorgung Kostenträger Öffentlichkeit sowie Industrie, Wissenschaft, Bürger, HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 7/ 24

HTA: Akteure DAHTA IQWiG / G-BA Kassenärztliche Vereinigung Medizinische Dienste der Krankenkassen Private Institutionen Universitäten u.a. HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 8/ 24

Gliederung HTA: Allgemeines HTA beim DIMDI HTA und HIA HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 9/ 24

HTA beim DIMDI Unterstützende Gremien Wissenschaftlicher HTA-Beirat und Kuratorium HTA (Fachlich-Inhaltlich) Wissenschaftlicher Beirat HTA (Methodik, Strategie) Kuratorium HTA Gesetzlicher Auftrag: Forschungsaufträge / HTA-Berichte Informationssystem HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 10/ 24

Kuratorium HTA Je ein Vertreter Gemeinsamer Bundesausschuss Bundesärztekammer Bundeszahnärztekammer Bundesapothekerkammer Bundespsychotherapeutenkammer Kassenärztliche Bundesvereinigung Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung Deutscher Pflegerat Deutsche Krankenhausgesellschaft Verband der privaten Krankenversicherung Wissenschaftlicher Beirat HTA des DIMDI Zwei Vertreter Organisationen für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen (nach 140f SGB V) Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaften Drei Vertreter GKV-Spitzenverband Ständige Gäste des Kuratoriums Bundesverband Medizintechnologie e.v. Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.v. Verband forschender Arzneimittelhersteller e.v. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 11/ 24

Wissenschaftlicher Beirat HTA Vorsitz Herr Prof. Schrappe Stellvertretung Frau Lelgemann Generalbevollmächtigter des Aufsichtsrats, Universität Frankfurt HTA-Zentrum, Universität Bremen Frau Dr. Krones Herr Prof. Lehmacher Herr Prof. Ohmann Zentrum für Innere Medizin, Philipps-Universität Marburg Institut für Med. Statistik, Informatik und Epidemiologie, Univ. Köln KKS, Universität Düsseldorf Herr Dr. Antes Herr Prof. Augustin Frau Prof. Bartholomeyczik Frau Prof. Bickeböller Deutsches Cochrane Zentrum FG Gesundheitsökonomie und Lebensqualitätsforschung, CeDeF, CVderm Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke Genetische Epidemiologie, Universität Göttingen Herr PD Dr. Perleth Frau Prof. Pfaff Herr Prof. Raspe Frau Dr. Schäfer Abteilung Fachberatung Medizin, G-BA Institut für Volkswirtschaftslehre, Universität Augsburg Institut für Sozialmedizin, Universität Schleswig-Holstein Apothekerkammer Nordrhein Herr Dr. Gibis Kassenärztliche Vereinigung Herr Prof. Wagner Klinik für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, Univ. Mainz Herr Prof. Francke Institut für Gesundheits- und Medizinrecht, Universität Bremen Frau Dr. Wild Ludwig Boltzmann Institiut für HTA, Wien HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 12/ 24

Forschungsaufträge / HTA-Berichte Themenfindung HTA-Berichtserstellung Themeneingabe Themenfestlegung Publikation HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 13/ 24

Themenfindung: Themeneingabe JEDER kann Themen eingeben Internet: www.dimdi.de - HTA = Öffentlich zugängliche Themendatenbank Nächster Termin: 30.05.09 HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 14/ 24

Themenfindung: Themenfestlegung Themenaufbereitung Kuratoriumssitzung: Selektion und Präzisierung Machbarkeitsanalysen (Literaturrecherchen) Priorisierung: Delphi I + II Entscheidung HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 15/ 24

HTA-Berichtserstellung Ablaufschema Start Publikation Suchstrategie Recherche = Idealfall ca. 50 Wochen Literaturbericht Literaturbericht Zwischenbericht Vorläufiger Endbericht Überarbeiteter Endbericht Review extern intern HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 16/ 24

Publikation Informationssystem HTA DAHTA-Datenbank German medical science (gms) Zeitschriften Forschungsberichte HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 17/ 24

Aktuelle Publikationen HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 18/ 24

Nationaler / Internationaler Austausch! HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 19/ 24

Gliederung HTA: Allgemeines HTA beim DIMDI HTA und HIA HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 20/ 24

HTA - HIA: Gemeinsamkeiten Basis für politische Entscheidungen systematisch, strukturiert, multidisziplinär, umfassend Aufgabe: Aufzeigen kurz-/langfristige Konsequenzen (positiv, negativ) Ziel: Gesundheitserhalt/Gesundheitsgewinn Methodik: Nutzen von bestverfügbarer wissenschaftlicher Evidenz: Publikationen, Befragungen, Modellierungen, etc. Prozess: Scanning Selektion Priorisierung Präzisierung Analyse Bewertung Empfehlung Nationale/internationale Erfahrungen aktuell umsetzen etc. HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 21/ 24

HTA - HIA: Unterschiede - Beispiele Zeitpunkt Ziel Inhalt Fachbereiche Zielgruppen HTA i.d.r. nach Einführung Technologie Evaluation Technologie unter Nutzen-Kosten-Aspekt Gesundheit: Wirksamkeit, Sicherheit, gesundheitspolitische Relevanz; ökonomische, soziale, ethische, juristische u.a. Aspekte Gesundheit: Prävention, Diagnostik, Therapie, Pflege, u.a. Politiker im Gesundheitsbereich, Kostenträger, Leistungserbringer, Industrie, Bürger etc. HIA i.d.r. vor geplanter Technologie Folgeabschätzung von Innovationen: "Gesundheitsverträglichkeitsprüfung" multisektoral, komplex, Berücksichtigung soziales, ökonomisches, ökologisches Umfeld + Nachhaltigkeit Ressortübergreifend: z.b. Ernährung, Städtebau, Public Health, Freizeit Politische Entscheidungsträger, Akteure im Bereich der Industrie/ Städteplanung etc. HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 22/ 24

HTA - HIA: Wechselseitiger Gewinn? Health Technology Assessment Health Impact Assessment HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 23/ 24

Vielen Dank! britta.goehlen@dimdi.de 10. Symposium Health Technology Assessment Alles nichts ohne Evidenz? 18.- 19. März 2010 in Köln HTA - HIA Britta Göhlen DIMDI 2009 24/ 24