Softwaretechnik Aufgaben des Projektmanagements Karsten Weicker, Nicole Weicker HTWK Leipzig, FHTW Berlin Tuco: If you save your breath I feel a man like you can manage it. (The Good, the Bad, and the Ugly, 1966) Karsten Weicker, Nicole Weicker 1/ 18
Sicht des Projektmanagers Sicht des Projektmanagers Eigenschaften von SW-Projekten einmalig zeitlich begrenzt zielorientiert innovativ komplex und interdisziplinär divers besetzt risikoreich finanziell begrenzt Karsten Weicker, Nicole Weicker 2/ 18
Sicht des Projektmanagers Sicht des Projektmanagers Aufgaben des Projektmanagers Erstellung des Angebots Projekt- und Zeitplanung Projektkostenkalkulation Qualitätsmanagement speziell Projektüberwachung Risikomanagement Auswahl und Beurteilung des Personals Präsentation und Erstellen von Berichten Karsten Weicker, Nicole Weicker 3/ 18
Sicht des Projektmanagers Sicht des Projektmanagers Typische Spezialisten in Projekten Projektleiter Analytiker Programmierer Qualitätssicherer Software-Architekt Karsten Weicker, Nicole Weicker 4/ 18
Sicht des Projektmanagers Sicht des Projektmanagers Erfahrungen in Softwaretechnik nicht skalierbar DeRemer-Gesetz Was für kleine Systeme gilt, gilt nicht für große. (nach Endres & Rombach, 2003) Man kann keinen Ozeandampfer bauen, indem man plant, 3000 Ruderboote zu bauen. (Jones, 2000) Karsten Weicker, Nicole Weicker 5/ 18
Mögliche Gliederung eines Projektplans 1. Einführung: Projektdefinition, -ziele, -vorgaben 2. Projektorganisation: Projektstrukturplan 3. Risikoanalyse und -planung 4. Anforderungen an Hard- und Softwareressourcen 5. Arbeitsaufteilung: Personaleinsatzplanung 6. Projektzeitplan: Aktivitätenzeitplan 7. Überwachungs- und Berichterstattungsmechanismus: Kommunikationsplan Karsten Weicker, Nicole Weicker 6/ 18
Zwei Minuten Aufgabe Welche der Tätigkeiten aus dem Projektplan sind in der Regel einmalig durchzuführen (E), welche sind laufend zu berücksichtigen (L)? Projektorganisation Risikoanalyse Anforderungen an Hard- und Softwareressourcen Arbeitsaufteilung Projektzeitplan Überwachungs- und Berichterstattungsmechanismus Karsten Weicker, Nicole Weicker 7/ 18
Zwei Minuten Aufgabe Welche der Tätigkeiten aus dem Projektplan sind in der Regel einmalig durchzuführen (E), welche sind laufend zu berücksichtigen (L)? Projektorganisation E Risikoanalyse L Anforderungen an Hard- und Softwareressourcen E Arbeitsaufteilung L Projektzeitplan L Überwachungs- und Berichterstattungsmechanismus E Karsten Weicker, Nicole Weicker 7/ 18
Zwei Minuten Aufgabe Welche der Tätigkeiten aus dem Projektplan sind in der Regel einmalig durchzuführen (E), welche sind laufend zu berücksichtigen (L)? Projektorganisation E (L) Risikoanalyse L Anforderungen an Hard- und Softwareressourcen E (L) Arbeitsaufteilung L Projektzeitplan L Überwachungs- und Berichterstattungsmechanismus E (L) Karsten Weicker, Nicole Weicker 7/ 18
Meilensteine Durchführbarkeitsbericht Anforderungsspezifikation Auswertungsbericht (Prototyp) Software-Architektur Karsten Weicker, Nicole Weicker 8/ 18
Projektzeitplan erstellen Aufgaben bestimmen Projektdiagramme erstellen Abhängigkeiten der Aufgaben bestimmen Ressourcen für die Aufgaben abschätzen Den Aufgaben Personen zuordnen Karsten Weicker, Nicole Weicker 9/ 18
Netzplan (Pert chart) Notationen Notation: Arbeitspaket = AP Dauer = D frühester Beginn = FB spätester Beginn = SB frühestes Ende = FE spätestes Ende = SE Puffer = P=SE FE FB SB D AP P FE SE Karsten Weicker, Nicole Weicker 10/ 18
Netzplan Beispiel Notation: FB SB D AP P FE SE 13 Verzug 8 AP 1 10 AP 2 11 AP 5 10 AP 4 6 AP 3 12 AP 6 6 AP 7 Karsten Weicker, Nicole Weicker 11/ 18
Netzplan Algorithmus Berechne-Netzplan( Arbeitspakete A = {AP 1,..., AP n }, Dep A A) 1 A Topologisches-Sortieren(A, Dep) 2 (jetzt stehen alle abhängigen APs hinter ihren Voraussetzungen) 3 for AP A ( gemäß topologischer Reihenfolge ) 4 do if AP ist erste Aufgabe 5 then FB(AP) 0 6 else FB(AP) max X A mit (X, AP) Dep : FE(X ) 7 FE(AP) FB(AP) + D(AP) 8 for AP A ( gemäß umgekehrter topologischer Reihenfolge ) 9 do if AP ist letzte Aufgabe 10 then SE(AP) maximale Projektdauer ( bzw. FE(AP)) 11 else SE(AP) min X A mit (AP, X ) Dep : SB(X ) 12 SB(AP) SE(AP) D(AP) 13 P(AP) SE(AP) FE(AP) Karsten Weicker, Nicole Weicker 12/ 18
Netzplan Ergebnis 0 13 13 Verzug 1 1 14 13 10 AP 2 23 14 0 24 0 8 AP 1 8 0 0 8 23 6 AP 3 29 24 1 30 30 6 AP 7 36 30 0 36 8 11 AP 5 19 13 5 24 18 12 30 AP 6 8 10 AP 4 18 18 0 30 8 0 18 Karsten Weicker, Nicole Weicker 13/ 18
Zwei Minuten Aufgabe Welcher Netzplaneintrag ist möglich? Notation: FB SB D FE AP P SE 0 7 AP 7 2 3 9 0 7 7 AP 3 3 10 0 9 9 AP 2 2 9 Karsten Weicker, Nicole Weicker 14/ 18
Zwei Minuten Aufgabe Welcher Netzplaneintrag ist möglich? Notation: FB SB D FE AP P SE 0 7 AP 7 2 3 9 0 7 7 AP 3 3 10 0 9 9 AP 2 2 9 Karsten Weicker, Nicole Weicker 14/ 18
Netzplan Kritischer Pfad Definition (Kritischer Pfad) Der kritische Pfad sind in einem Projekt diejenigen Arbeitspakete auf einem Weg vom Start bis zum Ende, die alle den Puffer 0 haben (vorausgesetzt die maximale Projektdauer entspricht FE des letzten Arbeitspakets). Karsten Weicker, Nicole Weicker 15/ 18
Balkendiagramm drei Projektmitglieder Fritz AP 2 Sophie AP 1 AP 4 AP 6 Tom AP 5 AP 3 AP 7 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Karsten Weicker, Nicole Weicker 16/ 18
Balkendiagramm zwei Projektmitglieder Fritz AP 2 AP 6 AP 7 Sophie AP 1 AP 4 AP 5 AP 3 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Karsten Weicker, Nicole Weicker 17/ 18
Weitere Pläne Qualitätsplan Validierungsplan Konfigurationsmanagementplan Personalentwicklungsplan Karsten Weicker, Nicole Weicker 18/ 18