Messtechnischer Standard Strom



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Transkript:

genereller Standard für Bau, Betrieb und Instandhaltung von Messeinrichtungen im Netzgebiet der Schleswig-Holstein Netz AG Gültigkeit: Schleswig-Holstein Netz AG Version: V2 Datum: Seite 1

INHALTSVERZEICHNIS 1 WESENTLICHER REGELUNGSINHALT 3 2 ALLGEMEINES 3 2.1 Vorbemerkungen 3 2.2 Varianten möglicher Messtechnikausstattungen 3 3 MESSTECHNISCHE ANFORDERUNGEN 5 3.1 Allgemein 5 3.2 Arbeitszähler 5 3.2.1 Induktionszähler 5 3.2.2 elektronische Elektrizitätszähler 6 3.3 Lastgangzähler 6 3.4 Messwandler 8 3.4.1 Stromwandler Niederspannung 8 3.4.2 Stromwandler Mittelspannung 8 3.4.3 Spannungswandler Mittelspannung 9 3.4.4 Kombiwandler 10 3.5 Kommunikationseinrichtungen 10 3.6 Steuereinrichtungen 11 4 EINBAUBERICHT FÜR DIE ZÄHLERMONTAGE 11 5 AUßER KRAFT GESETZTE REGELUNGEN 11 6 BEGRIFFE, ABKÜRZUNGEN 12 7 FORMULARE UND ANHÄNGE 12 Seite 2

1 Wesentlicher Regelungsinhalt Dieser Messtechnische Standard Strom ist genereller Standard für Bau, Betrieb und Instandhaltung von Messeinrichtungen im Netzgebiet der Schleswig-Holstein Netz AG im folgenden Netzbetreiber genannt. Er gilt für: Kundenanlage Anschluss- und Messschränke vorübergehend angeschlossenen Anlagen Umspannwerke Diese technischen Mindestanforderungen legen den Aufbau der Messung fest, unabhängig von der Energierichtung und der Erzeugungsart. Auch werden die Anforderungen an die Mess- und Zusatzgeräte festgelegt. Sie gelten sowohl für den Netzbetreiber (und dessen Betriebsführungen und Dienstleistungen), als auch für die durch dritte Messstellenbetreiber betriebene Messstellen. Somit sind sie von allen Messstellenbetreibern gleichermaßen einzuhalten. 2 Allgemeines 2.1 Vorbemerkungen Die Messstellen sind so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. Dabei sind neben den geltenden Rechtsvorschriften und behördlichen Verfügungen auch die allgemein anerkannten Regeln der Technik, insbesondere DIN VDE-Normen, Metering Code, Technischen Anschlussbedingungen (TAB) und die sonstigen besonderen Vorschriften des Netzbetreibers zu beachten. Bei Neuerrichtungen, Umbauten oder Gerätewechseln, die zu einer Veränderung von abrechnungsrelevanten Daten oder Prozessen führen, ist die entsprechende Organisationseinheit des Netzbetreibers zu unterrichten, dazu zählen unter anderem: Zählereinbau, -wechsel bzw. -ausbau Wandlertausch und Änderung des Übersetzungsverhältnisses Leistungsänderungen, die eine Anpassung des Messbereiches erfordern Änderung der TK-Anlage (Telefonnummern) bei Festnetzmodem 2.2 Varianten möglicher Messtechnikausstattungen Nach 12 der Verordnung über den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (Stromnetzzugangsverordnung StromNZV) vom 25.07.2005 sind bei Letztverbrauchern mit einer jährlichen Abnahmemenge 100.000 kwh vereinfachte Verfahren (Standardlastprofile) zur Abwicklung der Stromlieferung anzuwenden, die eine registrierende Lastgangmessung nicht erfordern. Somit wird für die Messtechnikausstattung für Netzkunden bzw. Letztverbraucher folgende Ausstattung festgelegt: Seite 3

Varianten möglicher Messtechnikausstattung V a ri a n t e Jahresabnahme kwh/a Einspeise -Leistung kw Energie- Richtung Gesetzliche Grundlage 1 < 100.000 Bezug StromNZV SLP 2 < 100.000 <= 100kW Bezug und Einspeisung StromNZV EEG Abrechnung s-technische Einordnung SLP 3 < 100.000 Bezug KAV SLP 4 < 100.000 <= 100kW 5 < 100.000 > 100kW Bezug und Einspeisung KAV Bezug und Einspeisung StromNZV EEG SLP RLM 6 >= 100.000 Bezug StromNZV RLM 7 >= 100.000 > 100kW Bezug und Einspeisung StromNZV EEG RLM erforderliche Messeinrichtung je nach Tarifvereinbarung Ein- oder Doppeltarifzähler als Wechsel- bzw. Drehstromzähler Wechsel- bzw. Drehstromzähler Ein- oder Doppeltarifzähler als Drehstromzähler Ein- oder Doppeltarifzähler als Drehstromzähler 4-Quadranten- Drehstromzähler 4-Quadranten- Drehstromzähler 4-Quadranten- Drehstromzähler Messgerät Wirkarbeitszähler Wirkarbeitszähler Maximumzähler Maximumzähler Lastgangzähler mit DFÜ Lastgangzähler mit DFÜ Lastgangzähler mit DFÜ 8 >= 10 Mio.* Abstimmung mit dem Netzbetreiber Sonderzähler Lastgangzähler mit DFÜ Hinweise zur Tabelle: Ab Netzebene 6 ist gemäß StromNEV und StromNZV eine RLM-Messung vorzusehen, Variante 5, 6 oder 7. KAV: Konzessionsabgabenverordnung StromNZV: Stromnetzzugangsverordnung SLP: Standardlastprofil RLM: Registrierende Lastgangmessung EEG: Erneuerbare Energien Gesetz DFÜ: Datenfernübertragung Auf Kunden-, Vertriebs- oder Messstellenbetreiberwunsch kann eine höherwertige Messung eingebaut werden. *Variante 8 betrifft hauptsächlich die Verrechnungsmessungen mit Vor- und Nachgelagerten Netzbetreibern. Die Auswahl der Messgeräte erfolgt nach Angabe des Kunden, Lieferanten, MSB und der Fertigmeldung des Installateurs durch das Anlegen des Anlagenkonstrukts durch den Netzbetreiber. Seite 4

Dritte Messstellenbetreiber legen die Messgeräte unter Berücksichtigung des Messtechnischer Standard Strom der Schleswig-Holstein Netz AG fest. 3 Messtechnische Anforderungen 3.1 Allgemein Zählerplätze für Elektrizitätszähleranlagen haben der DIN 43870 Zählerplätze, VDE-AR-N 4101 sowie den für das Netzgebiet des Netzbetreibers geltenden Technischen Anschlussbedingungen (TAB NS Nord 2012; TAB MS 2008, sowie die jeweiligen ergänzenden Bedingungen NS und MS) zu entsprechen. Die Dimensionierung von Messeinrichtungen in Mittel- und Hochspannung ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen. Die Messgeräte müssen den Anforderungen der Eichordnung entsprechen und für den geschäftlichen Verkehr geeignet sein. Zusatzgeräte (Tarifschaltgeräte, Modem, usw.) werden an der Messspannung betrieben, d.h. der Eigenverbrauch geht zu Lasten des Netzbetreibers. Die Sekundärleitung der Stromwandler ist ungeschnitten vom Wandlerklemmbrett bis zum Zählerschrank zu führen. Die Sekundärleitung der Spannungswandler ist über D01/10 A Spannungspfadsicherungen, ohne weitere Klemmstellen, vom Wandlerklemmbrett bis zum Zählerschrank zu führen. Direkte Anschlüsse in Umspannwerken und Schaltanlagen sind in Absprache mit dem Netzbetreiber auszuführen. Bei Lastgangzählern ist das Datum und die Uhrzeit zu setzen. Anschließend ist eine Rückstellung erforderlich. Die Fristen der GPKE/GELI sowie der WIM sind zu beachten. 3.2 Arbeitszähler Wenn der Grenzstrom von 60 A überschritten wird, sind Niederspannungs-Stromwandler einzusetzen. 3.2.1 Induktionszähler Die Zähler müssen mindestens der Klasse 2 bzw. Klasse A nach MID entsprechen. Tarifschaltung: Zählwerksausführung: Außenschaltung, Tarifkreise getrennt herausgeführt (Klemme 13 und 15), Bezeichnung HT/NT, HT erregt (DIN 43856), Bezeichnungen in deutscher Sprache 6,1 (Vorkomma, Nachkomma) mit roter Umrandung Seite 5

3.2.2 elektronische Elektrizitätszähler Die Zähler müssen mindestens der Klasse 2 bzw. Klasse A nach MID entsprechen und folgende Anforderungen erfüllen: Bauform Anzahl der Tarife Spannung Frequenz Strom Einphasen-Wechselstrom (3.HZ) 1 oder 2 230 V 50 Hz 5(60) A Mehrphasen-Wechselstrom (3.HZ) 1 oder 2 3 x 230/400 V 50 Hz 5(100) A Mehrphasen-Wechselstrom (3.HZ) 1 oder 2 3 x 230/400 V 50 Hz 5 A Ein- und Mehrphasen-Wechselstrom (ehz), steckbar Tarifschaltung: Außenschaltung 1 3 x 230/400 V 50 Hz 5(60) A Tarifkreise getrennt herausgeführt (Klemme 13 und 15) Bezeichnung: 1.8.1= Tarif 1=HT 1.8.2=Erklärung Wirkarbeit Tarif 2=NT Tarif 1 erregt Bezeichnungen in deutscher Sprache Zählwerksausführung: direkt 6,1 (Vorkomma, Nachkomma) halbindirekt 5,2 (Vorkomma, Nachkomma) Elektronische Haushaltszähler (ehz) müssen den Anforderungen des entsprechenden VDE/FNN- Lastenhefts genügen. 3.3 Lastgangzähler Als Lastgangzähler sind Zähler für Wirk -und Blindarbeit in zwei Energierichtungen mit integriertem Lastgangspeicher für die Registrierung 15-minütiger Energievorschübe einzusetzen: - für zwei Wirkenergierichtungen mit: Wirkleistung ± P, Wirkenergie ± A und Blindenergie ± R (Q1 bis Q4) Es gelten neben dem VDEW - Lastenheft Elektronische Lastgangzähler folgende Festlegungen (Auszug aus E.ON Spezifikation): Spannungs- und Stromausführung: direkt: 3x230/400V, 50 Hz 5(100)A halbindirekt: 3x230/400V, 50 Hz 5A (5//1) indirekt MS: 3x58/100V, 50 Hz 5A (5//1) indirekt HS 3x58/100V, 50 Hz 1(2)A Seite 6

Genauigkeitsklassen (Variante 5,6,7): Wirkverbrauch: direkt: Kl. 2,0 indirekt: Kl. 1,0 Blindverbrauch: direkt: Kl. 3,0 indirekt: Kl. 2,0 Genauigkeitsklassen (Variante 8): Wirkverbrauch: indirekt: Kl. 0,2 / 0,5 Blindverbrauch: indirekt: Kl. 2,0 Anzahl Energietarife je Energierichtung: Wirkverbrauch: Blindverbrauch: tariflos tariflos Anzahl der Vor- und Nachkommastellen Energie: direkter Anschluss: halbindirekter Anschluss: indirekter Anschluss: 7 Vor- und 1 Nachkommastelle 5 Vor- und 3 Nachkommastelle 5 Vor- und 3 Nachkommastelle Anzahl der Vor- und Nachkommastellen Leistung und Lastgang: direkter Anschluss: halbindirekter Anschluss: indirekter Anschluss: Leistungstarife: Ansteuerung der Leistungstarife: Anzahl und Anzeige der 15 Vormonatswerte: Zeitsteuerung: Steuerausgänge: Maximumrückstellung: Impulsausgänge: Schnittstellen: integrierter Lastgangspeicher: 2 Vor- und 3 Nachkommastelle 1 Vor- und 5 Nachkommastelle 1 Vor- und 5 Nachkommastelle tariflos keine über Geräteuhr potentialgetrennte Schalter per Taste von Hand, intern und über Schnittstellen Wirkenergie +A (Bezug), Wirkenergie -A (Lieferung), Blindenergie R1, Blindenergie R3 optisch (D0) nach DIN EN 61107, Mode C elektrisch (CS) nach DIN 66258, elektrisch RS485 mit 9600 Baud mit einer Protokolltiefe von mindestens 90 Tagen je Kanal bei 15-minütiger Registrierperiode, tariflose Energievorschübe Abspeicherung der Energievor- schübe (kwh und kvarh): Für zwei Wirkenergierichtungen mit: Wirkenergie ± A und Blindenergie ± R (Q1, Q2, Q3, Q4). Vor dem Einsatz anderer Zählertypen muss zusammen mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden, ob die Auslesbarkeit über die Netzbetreiber-ZFA und die manuelle Auslesung über Datenerfassungsgeräte (MDE) des Netzbetreibers gegeben sind. Seite 7

3.4 Messwandler Messwandler müssen die technischen Anforderungen, wie in den untenstehenden Tabellen aufgeführt, erfüllen. Im Standardfall genügt die Ausführung mit einer Sekundärwicklung (W1), bei Bedarf des Kunden können die weiteren Varianten mit mehreren Sekundärwicklungen (W2, W3) angewandt werden. Kennzeichnung: - Eigentumskennzeichnung und Geräteidentifizierung: gem. E.ON - Spezifikation, mit Eigentumsvermerk "Eigentum des Netzbetreibers" und Barcode 128 Mode C, kein Logo. Die nachfolgenden Mindestanforderungen beziehen sich auf 10 und 20 kv Netze. Im 30 kv Netz ist die Messtechnik mit dem Netzbetreiber abzustimmen. 3.4.1 Stromwandler Niederspannung Stromwandler sind auf Schienen in den vorgegebenen Maßen, siehe Maßblätter Anhang 7, zu montieren. Ab Leistungen über 800 kva ist eine mittelspannungsseitige Messung vorzusehen. Die Ergänzende Bedingungen Strom der Schleswig-Holstein Netz AG zu der Richtlinie Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz - TAB Mittelspannung 2008- sind zu beachten. Höchste Spannung für Betriebsmittel (U m ): 0,72 kv Primärer Bemessungsstrom: 250 A, 500 A, 1000 A oder 1500 A Sekundärer Bemessungsstrom: 5 A Strommessbereich: 120 % Genauigkeitsklasse: 0,5 S Bemessungsleistung: 5 VA Thermischer Bemessungs-Kurzzeitstrom (I th ): 60 x I N Bemessungs-Stoßstrom (I dyn ): 100 ka Überstrom-Begrenzungsfaktor: FS 5 Bemessungs-Frequenz : 50 Hz 3.4.2 Stromwandler Mittelspannung Es werden 24 kv-stützer-stromwandler in Innenraumausführung in den 10 kv-, 11 kv- und 20 kv- Netzen eingesetzt. Höchste Spannung für Betriebsmittel (U m ): Primärer Bemessungsstrom: Primärumschaltungsfaktor: 24 kv 25 A, 50 A, 100 A, 200 A, 300 A oder 600 A 1:2 soweit technisch möglich Seite 8

Sekundärer Bemessungsstrom: - Zählwicklung: 5 A Strommessbereich: 120 % Genauigkeitsklasse: - Zählwicklungen bis primärem Bemessungsstrom 2 x 25 A: 0,5 S - Zählwicklungen ab primärem Bemessungsstrom 2 x 50 A: 0,2 S Bemessungsleistung: - Zählwicklungen bei sekundärem Bemessungsstrom 5 A: 10 VA Thermischer Bemessungs-Kurzzeitstrom (I th ): - 100 x IN und mindestens 20 ka/1 s bei Um = 12 kv je Primärwicklung, - 100 x IN und mindestens 20 ka/1 s bei Um = 24 kv je Primärwicklung Bemessungs-Stoßstrom (I dyn ): 2,5 x I th Überstrom-Begrenzungsfaktor: - Zählwicklungen: FS 5 Mögliche Ausführung der sekundären Wicklungen: - Wicklung 1: Zählung, eichfähig - Wicklung 2: Zählung, eichfähig - optional Wicklung 3: Schutz, 1 A Bemessungs-Frequenz : 50 Hz Grenzwerte für Übertemperaturen: Isolierstoffklasse E Bauform: schmale Bauform DIN 42 600, Teil 8 3.4.3 Spannungswandler Mittelspannung Es werden 24 kv- Stützer-Spannungswandler in Innenraumausführung in den 10 kv-, 11 kv- und 20 kv-netzen eingesetzt. Diese Wandler sind von 10 kv auf 20 kv umschaltbar auszuführen. Höchste Spannung für Betriebsmittel (U m ): 24 kv Sekundäranzapfung: ohne Anzapfung oder mit Anzapfung für 10 20 kv Sekundäre Bemessungsspannung: - Zählwicklungen: 100 V / 3 Genauigkeitsklasse - Zählwicklungen: 0,2 Bemessungs-Spannungsfaktor: 1,9 U N (8h) und 1,2 U N (dauernd) Thermische Grenzleistung - Zählwicklungen: 300 VA Seite 9

Bemessungsleistung: - Zählwicklungen bei 20 kv: 15 VA - Zählwicklungen bei 10 20 kv: 10-15 VA Mögliche Ausführung der sekundären Wicklungen: - Wicklung 1: Zählung, eichfähig - Wicklung 2: Zählung, eichfähig - optional Wicklung 3: Erdschlusserfassung oder Bedämpfung Bemessungs-Frequenz : 50 Hz Grenzwerte für Übertemperaturen: Isolierstoffklasse E Bauform: schmale Bauform DIN 42 600, Teil 9 einpolig Primäranschluss: Schraube M10 3.4.4 Kombiwandler Unter Kombiwandlern versteht man die in einem Gehäuse kombinierten Strom- und Spannungswandler. Der Primär-Anschluss erfolgt über Konusstecker. Die technischen Mindestanforderungen sind analog der beiden obengenannten Positionen einzuhalten. Der Einsatz der Kombiwandler ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen. 3.5 Kommunikationseinrichtungen Es gelten folgende Anforderung: Aufbaugehäuse: Schnittstellen zum Zähler: Datenübertragungsrate: Datenübertragung wählbar: nach DIN 43861-2, bzw. integriert CL 1 (20mA), RS485 parametrierbar von 300 19200 bit/s 7E1, 7O1, 8N1, 8E1 und 8O1 Versorgungsspannung: Weitbereichsnetzteil 90 260V AC, 50Hz, 100 370V DC Schnittstelle zur ZFA: PSTN, GSM, GPRS, GPRS bevorzugt bei PSTN: eigene Tel.-Nr. ohne Parallelschaltung anderer Geräte Folgende Gerätetypen werden bei dem Netzbetreiber eingesetzt: Hersteller Gerätetyp Görlitz Skalar GSM (Standard beim Netzbetreiber) Görlitz Skalar PSTN (Ausnahme) Vor dem Einsatz anderer Gerätetypen muss zusammen mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden, ob die Auslesbarkeit über die ZFA des Netzbetreibers gegeben ist. Seite 10

3.6 Steuereinrichtungen Für Einrichtungen zur Steuerung (z.b. Tarifschaltgeräte) sind die Anforderungen (Schaltzeiten) des Netzbetreibers zu beachten. Die Spezifikationen und Realisierung der Tarifschaltzeiten mit der entsprechenden Programmierung sind mit dem Netzbetreiber abzustimmen. 4 Einbaubericht für die Zählermontage Über den Einbau ist ein technisches Einbauprotokoll zu erstellen und im Datenformat der entsprechenden Richtlinien zu dokumentieren (künftig über FIS-System). In diesem ist je Gerät zu vermerken (s. Formular): Gerätehersteller, Gerätetyp Geräteart (Wechsel- oder Drehstrom, elektronisch, elektromechanisch) Zulassungszeichen Eichgültigkeitsdauer Baujahr, Eichjahr Geräteidentifikationsnummern Fabriknummer Einbauzählerstände Vor-Nachkommastellen Nennspannung/Nennstrom (Grenzstrom) Wandlerfaktor Inbetriebnahmedatum evtl. Zusatzeinrichtungen (Messwandler, Tarifschaltgeräte, etc.) Name und Unterschrift der ausführenden Person Es sind alternativ zu FIS (z.b. Systemausfall) folgende Messgerätescheine zu verwenden: Messgeräteschein Strom, Gas, Wasser, Wärme (Formular Nr. e063087) Messgeräteschein Sondermessanlagen Strom (Formular Nr. e063027) 5 Außer Kraft gesetzte Regelungen Das Zählerkonzept der SCHLESWAG AG, Version 1.3, Stand 28.04.2002, und die Regelung KR-002 werden hiermit außer Kraft gesetzt. Seite 11

6 Begriffe, Abkürzungen DFÜ Datenfernübertragung DS Drehstrom EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz ehz elektronischer Haushaltszähler FIS Facility Information System GPRS General Packet Radio Service (Allgemeiner paketorientierter Funkdienst) GSM Global System for Mobile Communications (Standard für volldigitale Mobilfunknetze) HT Haupttarif KAV Konzessionsabgabeverordnung MDE Mobiles Datenerfassungsgerät MID Measuring Instruments Directive (europäische Messgeräterichtlinie) MPE Messperiodeneingang MSBV Messstellen-Betreiber-Vertrag NT Niedertarif PSTN Public Switched Telephone Network (Festnetz) PTB Physikalisch Technische Bundesanstalt Q1, Q2, Q3, Q4 Quadrant 1 bis 4 RLM Registrierende Lastgangmessung RSE Rundsteuerempfänger SLP Standardlastprofil StromNEV Stromnetzentgeltverordnung StromNZV Stromnetzzugangsverordnung SyM² taktsynchroner Lastgangzähler TAB Technische Anschlussbedingungen TK-Anlage Telekommunikationsanlage TMA Technische Mindestanforderungen TRE Tonfrequenz - Rundsteuerempfänger VDN Verband Deutscher Netzbetreiber W1, W2, W3 Wicklungen 1 bis 3 WS Wechselstrom ZFA Zählerfernauslesung (Mobilfunknetze) 7 Formulare und Anhänge Messwandlerplatz: 250/5A + 500/5A Messwandlerplatz: 500/5A +1000/5A Messwandlerplatz: 1500/5A Seite 12

Messwandlerplatz: 250/5A + 500/5A Seite 13

Messwandlerplatz: 500/5A +1000/5A Seite 14

Messwandlerplatz: 1500/5A Seite 15