Quo vadis E-Government?



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Transkript:

Quo vadis E-Government? Was kommt auf die Gemeinden in den nächsten Jahren zu? Innovative E-Government-Lösungen für Städte und Gemeinden 21.11.2014 Folie 1

Unzufriedenheit mit E-Government!? Quelle: E-Government Monitor 2014 21.11.2014 Folie 2

Überblick Rechtlich bedingte E -Maßnahmen ELAK-Arbeitsplatz der Zukunft Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit Cloud Computing E-Zustellung Mobile Government auf Handys und Tablets E-Beteiligung 21.11.2014 Folie 3

Gesetzlich bedingte E -Maßnahmen 17, Abs. 2 E-Government-Gesetz (seit 1.1.2013) Amtswegige Datenermittlung aus öffentlichen Registern anstelle einer Vorlage von Nachweisen durch Betroffene Informationsweiterverwendungsrecht Novelle PSI-Richtlinie (RL 2013/37/EU) ist Ausgangsbasis Nationale Umsetzung bis zum 18. Juli 2015 Erweiterter Begriff, dass öffentliche Stellen Dokumente für eine Weiterverwendung bereitstellen müssen 21.11.2014 Folie 4

Gesetzlich bedingte E -Maßnahmen IFG (Informationsfreigabegesetz) Soll die Amtsverschwiegenheit durch das Recht auf Information ersetzen Informationen von allgemeinem Interesse sollen in einer für jedermann zugänglichen Art und Weise veröffentlicht werden geplante Rechtslage soll mit 1. Jänner 2016 in Kraft treten Annahmeverpflichtung von E-Rechnungen EU-Richtlinie ist noch in nationales Recht umzusetzen 21.11.2014 Folie 5

Gesetzlich bedingte E -Maßnahmen Gilt für alle Körperschaften öffentl. Rechts spätestens ab 2019 Einsparungspotential lt. WKO-Studie enorm hoch -> auf Kommunen entfallen 75% des öffentlichen Sektors E-Procurement EU-Richtlinie von April 2014 Elektronisches Vergabeverfahren spätestens ab 10/2018 auch für Gemeinden verpflichtend Nicht nur Bekanntmachung, sondern vollelektronische Abwicklung vorgesehen Umsetzung in nationales Recht noch ausständig 21.11.2014 Folie 6

ELAK war gestern, EDI heißt die Zukunft Der herkömmliche ELAK ist in die Jahre gekommen Interministerielle Arbeitsgruppe erarbeitete Vision für das elektronische Aktenmanagement der Zukunft 21.11.2014 Folie 7

EDI - Elektronischer Dienstleister Wissens- statt Aktenmanagement Übergreifende Zusammenarbeit & Erfahrungsaustausch Transparenz & Offenheit Der neue Stil: Wissen teilen, kommentieren, verwerten Höhere Mobilität Flexibilität des Arbeitens 21.11.2014 Folie 8

Die Vorboten des neuen Stils in der Gemeinde Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit Kommunalnet -> Netzwerk amtstafel 2.0 MIKADO (Management von Information, Kollaboration, Akten und Dokumentenorganisation) 21.11.2014 Folie 9

Alles wandert in die Cloud Cloud Computing ändert die IT-Landschaft nachhaltig E-Government-Anwendungen als zentrale Services Vorteile: Konzentration auf die eigentlichen Kernaufgaben, professionelle Umsetzung, kostengünstiger als Eigenbetrieb (TCO - Total Costs of Ownership) Nachteile: Stärkere Abhängigkeit von Anbietern, kaum faktische Kontrollmöglichkeit über eigen Daten 21.11.2014 Folie 10

E-Zustellung Gut Ding braucht Weile Hohes Einsparungspotential OHNE Leistungseinbußen auf beiden Seiten -> Win-win-Situation E-Zustellung hat sich bisher trotzdem nicht durchgesetzt Wie so oft -> Henne-Ei-Problem Geringe Anzahl an elektronischen Empfängern -> Anlaufkosten in Relation zum Nutzen hoch; Geringe Anzahl an elektronischen Versendern -> Motivation zur Nutzung bei potentiellen Empfängern niedrig; (Zugangs)hürden (Noch) kaum Anreize für potentielle Empfänger Wirtschaft rüstet jedoch bereits auf 21.11.2014 Folie 11

Mobile-Government auf Handys & Tablets 69% der Befragten meinen: äußerst wichtig oder wichtig 21.11.2014 Folie 12

E-Government auf Handys & Tablets Mobile Government wird bei einer aktuellen Smartphone-Dichte von >60% unerlässlich werden Es tun sich viele neue Möglichkeiten auf (z.b. Einbindung von Kamera und GPS-Verortung in diverse E-Formulare) APP- Wildwuchs ist einer intensiven Nutzung von mobilem E-Government eher abträglich Konzentration auf das Wesentliche (Musterbeispiel Gem2Go -App) versus Apps für Detailaufgaben Mehr Eingangskanäle -> mehr Aufwand 21.11.2014 Folie 13

E-Beteiligung die Erwartungshaltung 21.11.2014 Folie 14

E-Beteiligung die Realität E-Participation in anderen europäischen Ländern bereits weiter entwickelt Nachholbedarf in Österreich gegeben Begriff Beteiligung weiter gefasst: Bereitstellung von Daten zur weiteren Verwendung (OGD) Online-Bürgerbeteiligungsverfahren Anliegensbezogener Dialog mit BürgerInnen (z.b. Mach Mit oder Buergermeldungen.com Online-Umfragen und vollwertige Abstimmungen (z.b. Stimm Mit oder Mea Vox ) 21.11.2014 Folie 15

Resümé E-Government hat in den Behördenalltag Einzug gehalten und ist alltäglich geworden Neue Vorschriften haben meist auch einen digitalen Aspekt in der Umsetzung Elektronische Medien bewirken nachhaltige gesellschaftspolitische Veränderungen (z.b. soziale Netze, Mobile Computing), die auch auf Gemeinden wirken E-Maßnahmen mit Einsparungspotential werden stärker in den Fokus rücken 21.11.2014 Folie 16

Kontakt IT-Kommunal GmbH Nordbergstraße 6/9 1090 Wien Web: E-Mail: office@it-kommunal.at Tel.: +43 (0)1 89 00 919 Fax: +43 (0)1 89 00 919 15 Innovative E-Government-Lösungen für Städte und Gemeinden Dr. Ronald Sallmann E-Mail: ronald.sallmann@it-kommunal.at Tel.: +43 (0) 676 84 84 24 24 0 21.11.2014 Folie 17