drei dörfer eine gemeinde

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Transkript:

OBERBüren drei dörfer eine gemeinde Gemeinde Sonnental Niederwil Oberbüren Oberbüren

Editorial Die Gemeinde Oberbüren liegt im Herzen des Fürstenlandes. Ein Gebiet, das von Wil bis nach Rorschach reicht. Die Region Fürstenland ist eingebettet zwischen Bodensee und Appenzellerland. Dank den guten Verkehrsverbindungen gelangt man bequem über die Autobahn oder die Bahnhöfe Uzwil und Gossau in die nahe gelegenen Zentren nach St.Gallen und Zürich. Die Gemeinde Oberbüren setzt sich aus den drei Dörfern Oberbüren, Niederwil und Sonnental sowie verschiedensten Weilern zusammen. Diese Zusammensetzung entstand bei der Kantonsgründung 1803 eher zufällig und entgegen topographischer oder wirtschaftlicher Gegebenheiten. Im Verlaufe der letzten zweihundert Jahre konnten diese Unterschiede aber immer mehr überwunden werden. Heute präsentiert sich Oberbüren als starke Gemeinde, welche vom wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahrzehnte profitiert hat. Sie bietet Gewerbe und Industrie eine gute Plattform und gleichzeitig auch den rund 4000 Bewohner/-innen mit den nahe gelegenen Erholungsgebieten an Thur und Glatt eine hohe Lebensqualität. Lebensqualität bieten aber nicht nur die Naherholungsgebiete. In den drei Dörfern herrscht ein aktives Vereinsleben, welches den Einwohner/-innen die Möglichkeit gibt, am Dorfgeschehen teilzunehmen. Wo sonst gibt es in einer Gemeinde mit rund 4000 Einwohnern sechs Gesangs- oder zehn Sportvereine. Es ist die Verbundenheit zwischen den Menschen, welche Oberbüren zu einer lebenswerten Gemeinde machen, einer Gemeinde, die aktiv mitgestaltet werden kann.

Kloster Glattburg Die Benediktinerinnen-Abtei St.Gallenberg in Glattburg bei Oberbüren ist der letzte Zweig des Klosters St.Gallen und führt dessen geistiges Erbe weiter. Die bewegte Geschichte der Glattburg und der seit 1781 dort lebenden Schwesterngemeinschaft ist auch in einem wunderbaren Buch aus dem Jahre 2004 ausführlich dokumentiert. Am 31. Juli 1754 begann die Ewige Anbetung in Neu-St.Gallen, Libingen. Nach der Umsiedlung in die Glattburg im Jahre 1781 führte die Gemeinschaft die Anbetung im Kloster St.Gallenberg weiter. Heute beten die Schwestern, unterstützt von Laien, rund um die Uhr und tragen die ihnen anvertrauten Sorgen und Nöte vor Gott. Das Kloster Glattburg, an den Wochenenden festlich beleuchtet, gilt als Wahrzeichen von Oberbüren. Nach wie vor werden in der Klosterkirche öffentliche Gottesdienste gefeiert. Das Gebäude selbst beherbergt viele Kirchenschätze aus den vergangenen Jahrhunderten und bietet mit seinen einfachen aber schmucken Zimmern auch Gästen Platz.

Niederwil Niederwil prägt den oberen Gemeindeteil. Das schön in die Landschaft eingebettete Dorf hat sich im Verlaufe der letzten Jahre zu einem attraktiven Wohnort entwickelt. Dank dem starken Vereinsleben und der guten Verkehrsanbindung nach Gossau ist Niederwil für viele Familien zu deren Heimat geworden. Die Umgebung von Niederwil ist deutlich sichtbar noch landwirtschaftlich geprägt. Die vielen Weiler und Gehöfte zeigen, dass sich das Dorf Niederwil erst im 19. Jahrhundert zum Mittelpunkt des oberen Gemeindeteils entwickelt hat. Früher war das Gericht Gebertschwil, erstmals im Jahre 744 erwähnt, Dreh- und Angelpunkt. Nach der Gründung der Pfarrei und dem Bau der Kirche im Jahre 1731 wuchs Niederwil von damals zwei Häusern mit sechzehn Einwohnern zum heutigen Dorf mit rund 1300 Einwohnern. Das vorhandene Bauland sowie die guten Infrastrukturen ermöglichen es, das Dorf sanft weiterzuentwickeln.

Sonnental Das Dorf Sonnental ist das kleinste der drei Dörfer und liegt entlang der Strasse zwischen Oberbüren und Zuzwil. Knapp 600 Einwohner besiedeln das Dorf an der Thur. Es hat sich in den letzten 25 Jahren prozentual am stärksten entwickelt und die Einwohnerzahl in diesen Jahren nahezu verdoppelt. Sonnental wird von den verschiedenen Einfamilienhausquartieren geprägt. Es bietet seinen Bewohner/-innen eine intakte Natur und ermöglicht den Kindern den Besuch der Primarschule im eigenen Dorf. Sonnental gehört, historisch bedingt, kirchlich nach wie vor zu Henau. Nachdem die Sonnentaler jahrelang von den Henauern gehänselt wurden, gewährte der Regierungsrat dem Dorf 1880 eine Namensänderung von Durstudlen zu Sonnental. Im Dorfwappen weist die Sonne auf dieses Ereignis hin. Zusätzlich wurde der Leopard eingefügt, welcher dem Wappen der Schenken von Glattburg-Landegg entnommen wurde. Sie waren im Mittelalter die Herren von Oberbüren und Durstudlen.

Oberbüren Das Dorf Oberbüren wurde während Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt. Wichtige Strassenbauprojekte haben jedoch das Bild von Oberbüren massgeblich beeinflusst und die Entwicklung des Dorfes und der Gemeinde erst ermöglicht. Heute ist Oberbüren zentral gelegen und aus diesem Grund für viele zum Mittelpunkt geworden. Bereits 1778 zeigte es sich, wie wichtig die Verkehrsanbindung für die Entwicklung einer Landschaft ist. Abt Beda Angehrn veranlasste die Verbesserung der Verkehrswege im Fürstenland. Er gab den Auftrag zum Bau einer Strasse von Rorschach bis nach Wil. Gleichzeitig liess er eine Holzbrücke über die Thur und ein Wirtschaftsgebäude, den heuti- gen Thurhof, errichten. Erstmals war Oberbüren direkt an die Ost-West-Achse angebunden. Dann folgte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts der Bau der alten Betonstrasse als Verbindung von St.Gallen über Gossau nach Wil. Nach der Eröffnung der A1 im Jahre 1969 und dem eigenen Autobahnanschluss veränderte sich der wirtschaft-

liche Aufschwung schlagartig. Dank der guten Anbindung konnten Gewerbe und Industrie angesiedelt werden, Arbeitsplätze wurden geschaffen und ihnen folgten Menschen. Menschen, für welche Oberbüren heute Wohn- und Lebensmittelpunkt ist. Das Gebiet am Zusammenfluss von Glatt und Thur wurde schon früh besiedelt. Erstmals schriftlich erwähnt wurde «puria» im Jahre 817. Während Jahrhunderten war das Dorf aber Spielball verschiedener Herren, wurde in den Appenzeller Kriegen arg gebeutelt und das Dorf brannte mehrmals nieder. Das heutige Dorfbild entstand in seinen Grundzügen nach dem letzten grossen Dorfbrand im Jahre 1849. Das Wappen, ein rotes Hirschgeweih auf weissem Grund, stammt von den Schenken von Castell, ehemalige Besitzer der Glattburg, ab. Heute leben rund 2200 Einwohner/-innen in Oberbüren, welches dank dem starken Detailhandel ein attraktiver Wohnort ist. Alle fürs tägliche Leben benötigten Produkte können zu Fuss eingekauft werden.

Gewerbe Vom kleinen Einmann-Betrieb bis zum Industriebetrieb mit über 500 Angestellten sind in der Gemeinde Oberbüren 300 Betriebe mit insgesamt 2300 Arbeitsplätzen ansässig. Das vielfältige und leistungsstarke Gewerbe weist eine hohe Dichte auf und kann sich auf dem Arbeitsmarkt sehr gut behaupten. Die Ansiedlung neuer Firmen ist möglich geworden, weil die Politische Gemeinde gute Rahmenbedingungen bieten kann. Vorausschauend sind genügend Gewerbe- und Industriezonen ausgeschieden worden. Dank aktiver Bodenpolitik besitzt die Politische Gemeinde auch heute noch verschiedene, erschlossene Grundstücke für Gewerbe- und Industriebetriebe. Immer stärker hat sich auch der Dienstleistungssektor entwickelt. Die Arbeitsplätze im Bereich Handel, Verkehr, Banken, aber auch im öffentlichen Dienst haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Oberbüren ist nach wie vor eine gute Adresse für junge, innovative Unternehmen.

Industrie Die Gemeinden entlang der A1 haben in den letzten Jahren enorm von der Anbindung an die wichtigste Ost Westverbindung der Schweiz profitiert. Dies gilt im speziellen auch für Oberbüren. Dank den guten Verkehrsverbindungen haben sich viele schweiz- und europaweit operierende Firmen in Oberbüren niedergelassen. Das Fürstenland mit seiner klein- und mittelständisch geprägten Wirtschaft ist eine Wachstumsregion. Der fortschreitende Strukturwandel ist gleichermassen Chance und Herausforderung. Viele der ursprünglich traditionellen und inhabergeführten Unternehmen haben einen handwerklichen Ursprung. Dies gilt auch für viele Betriebe in Oberbüren. In Oberbüren finden sie ideale Flächen um sich anzusiedeln, zu wachsen und mit den Anforderungen des Marktes mithalten zu können. Vorherrschende Branchen sind metallverarbeitende Industrie, Maschinenbau, Bauhandwerk, Elektronik und Milchverarbeitung. Diese Firmen tragen zu wertvollen und attraktiven Arbeitsplätzen bei.

Naherholung Die intakte Umwelt und Natur, artenreiche Wälder und Naturschutzgebiete in nächster Nähe zeichnen die Umgebung der Gemeinde Oberbüren aus. Die vielen Spazier- und Wanderwege führen direkt in den Bürerwald, ins Rüdlenholz oder an Thur und Glatt. Ideale Voraussetzungen, um sich zu erholen und Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Entlang der Thur wurde der erste st.gallische Biberlehrpfad eingerichtet. Der Biber gilt als Indikator für eine intakte Landschaft. Die Anstrengungen, welche in den letzten Jahren im Bereich Landschafts- und Gewässerschutz unternommen wurden, die Öffnung der Bäche sowie die Bekämpfung der Neophyten zeigen erste positive Auswirkungen. Die Gebiete entlang von Glatt und Thur werden von vielen Menschen genutzt. Die kühlen Wanderwege im Bürerwald sind ideal zum Joggen und Walken. Verschiedene schöne Aussichtspunkte, so zum Beispiel auf dem Sidenberg in Niederwil, laden zum Verweilen ein. Oberbüren, eine Gemeinde im Grünen.

Freizeit Zu einer Gemeinde mit Lebensqualität gehört auch ein entsprechendes Freizeitangebot. Immer mehr besteht auch in Oberbüren die Möglichkeit, sich auf eigene Faust zu betätigen. Lauftreff, Skaterstrecke sowie verschiedene Rad- und Reitwege kreuzen das Gemeindegebiet und schaffen Verbindung zu den angrenzenden Gemeinden. Die Menschen werden sich in unserer hektischen Zeit immer mehr bewusst, dass sie ihre Ressourcen von Zeit zu Zeit aufladen müssen. Es findet ein immer schnellerer Wandel statt, dauernde Erreichbarkeit ist schon bald ein Muss. Umso wichtiger ist es für die Menschen, Oasen der Ruhe und Entspannung zu finden. Dies ist bei uns möglich. Viele der über 40 Vereine tragen das ihre zum aktiven Dorfleben bei, sind Garanten der Lebensqualität und ermöglichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen weitere attraktive Freizeitmöglichkeiten offen: Hallen- und Freibäder, Eisbahn und Tennisplätze.

Primarschulen In allen drei Dörfern werden Kindergärten und Primarschulen geführt. Die beiden Schulgemeinden Niederwil und Oberbüren pflegen die integrative Schulungsform und werden durch Schulleitungen geführt. Die Schulen erfüllen auch im kulturellen und sportlichen Bereich wichtige Funktionen, so unter anderem durch die Angebote im Musikunterricht. Erste Schulgründungen in der Gemeinde können in den Jahren 1711 in Oberbüren, 1740 in Niederwil und 1808 in Sonnental nachgewiesen werden. 1916 wurde die Schulgemeinde Sonnental aufgelöst und in die Schulgemeinde Oberbüren inkorporiert. Seit Jahren pflegen Oberbüren und Niederwil gute Beziehungen und arbeiten vertieft zusammen. Dank Innovation, gut ausgebildeten Lehrkräften und der Offenheit gegenüber Neuem haben die Schulen einen sehr guten Ruf. Die vielen Angebote ausserhalb des Schulzimmers ermöglichen gute Kontakte zur Bevölkerung. Die im Zentrum gelegenen Schulen haben dazu beigetragen, dass die Gemeinde Oberbüren ein attraktiver Wohnort geworden ist.

OZ Thurzelg Die Oberstufenschulgemeinde Oberbüren Niederwil Niederbüren ist die jüngste der Schulgemeinden. Sie wurde 1996 gegründet und im Jahre 2002 konnte mit der Eröffnung des Oberstufenzentrums Thurzelg erstmals der gesamte Volksschulbereich in der Gemeinde abgedeckt werden. Die drei Schulgemeinden gehören zu den grössten Arbeitgebern im Dienstleistungssektor. Rund achtzig Angestellte sind im Bereich Schule tätig. Die Oberstufenschulgemeinde umfasst dabei auch das Gebiet der politischen Gemeinde Niederbüren. Der Bau des Oberstufenzentrums ermöglichte es, Anliegen von Schule und Gemeinde zu vereinen. Im schulischen Bereich werden die Kinder integrativ gefördert und durch eine Schulleitung geführt. Die Musikschule Thurland wurde gegründet und die öffentliche Gemeindebibliothek konnte im Schulhaus eingerichtet werden. Die Mehrzwecknutzung der Dreifachturnhalle ermöglicht eine vielfältig kulturelle Nutzung.

Jugend Kinder und Jugendliche sind für die Gesellschaft wichtig, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein. Innerhalb der Gemeinde sind verschiedenste Organisationen von Kirche über Schule bis zu Vereinen für Jugendaktivitäten verantwortlich. Der Jugendtreff ist nur ein Beispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Viel Zeit investiert die Schule in die Jugendarbeit. Verschiedene Lichterbräuche, die Teilnahme an den Fasnachtsumzügen aber auch diverse Lager und Projektwochen ermöglichen es den Kindern, soziale Kontakte zu knüpfen und am Dorfleben aktiv teilzunehmen. Insbesondere der Jugendtreff in Niederbüren, lanciert durch die Kirchgemeinden und mitgetragen durch die Politischen Gemeinden Niederbüren und Oberbüren erfreut sich grosser Beliebtheit und fördert das Zusammenleben der Jugendlichen unter den drei Dörfern. Für ältere Jugendliche bieten die Juko Oberbüren und die Jugend Niederwil diverse Aktivitäten an.

Kirchen Die vielen Wegkreuze um die Dörfer, die markanten Kirchen, das Kloster, oder die Thurhofkapelle zeigen, dass die kirchliche Herrschaft das Landschaftsbild über viele Jahrhunderte geprägt hat. So wie übrigens im gesamten Fürstenland, welches durch seine markanten Kirchen kulturhistorisch viele wertvolle Bauten vorweisen kann. Im Jahr 905 wurde erstmals eine Kirche in Oberbüren schriftlich erwähnt. Vieles deutet allerdings darauf hin, dass bereits 817 eine Kirche existiert haben muss. Viel länger musste Niederwil auf eine Pfarreigründung warten. Im 18. Jh. konnte sich Niederwil von Gossau lösen, eine eigene Pfarrei gründen und die Pfarrkirche St. Eusebius im Jahre 1733 einweihen. Neben der Klosterkirche Glattburg laden weitere Stätten zum Verweilen ein: die Bruder Klaus Statue in Sonnental, die Lourdesgrotte beim Bürerwald oder die Marienkapelle Thurhof, bei welcher der bekannte Künstler Ferdinand Gehr den Kreuzweg gestaltet hat.

Verkehr Dank den guten Strassenverbindungen nach St.Gallen und Zürich, den nahe gelegenen Bahnhöfen in Uzwil und Gossau sowie den Flughäfen in Zürich und Altenrhein liegt Oberbüren äusserst zentral. Diese attraktive Wohnlage hat nebst dem allgemeinen, wirtschaftlichen Boom stark zum Wachstum der Gemeinde beigetragen. Es waren immer wichtige Meilensteine in der Geschichte von Oberbüren, wenn neue Strassen oder Brücken entstanden sind. So hat das Anschlusswerk der A1 in Oberbüren einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung ausgelöst. Mit der Autobahnpolizei und dem Unterhaltsdienst haben sich gleichzeitig zwei grosse Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. Vermehrt wird nun aber der Schwerpunkt auf den öffentlichen Verkehr gelegt. Mit diversen Massnahmen hat die Gemeinde die Attraktivität der Postautolinien nach Uzwil, Gossau und Wil gefördert. So ist es möglich geworden, alle wichtigen Zentren innert nützlicher Frist zu erreichen.

Landwirtschaft Land- und Forstwirtschaft sind für die Zukunft gerüstet. Waldbesitzer haben ihren Wald zertifizieren lassen, Landwirte haben sich auf den Strukturwandel eingelassen. Für sie steht die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel im Vordergrund. Das ehemals von Obstbäumen geprägte Landschaftsbild aber hat sich gewandelt. So hat die Landwirtschaft als wichtiger Gewerbezweig nicht nur in der gesamten Schweiz, sondern auch in Oberbüren kontinuierlich abgenommen. Heute arbeiten noch rund 50 Landwirte hauptberuflich auf ihrem Betrieb. Mit viel Innovation haben sie sich dem Wandel der Zeit gestellt. Verschiedene Landwirte versuchen sich in Nischenprodukten wie Büffelzucht, Holunder- und Gemüseanbau oder haben sich ein zweites Standbein in verwandten Berufszweigen aufgebaut. Nebst der Milchwirtschaft wird das landwirtschaftliche Bild von Oberbüren immer mehr durch Pferde-, Schweine-, Geflügel- oder Mutterkuhhaltung, aber auch durch Getreide-, Früchte- und Gemüseanbau geprägt.

Sport Sportvereine gestalten seit vielen Jahren das Leben der Gemeinde mit. Obwohl gerade diese Vereine dem Wandel der Zeit speziell unterworfen sind, schaffen es die Sportvereine, neue Sportarten aufzunehmen und junge Menschen zu integrieren. Immer wieder reicht es jungen Sportlern und Sportlerinnen zu Medaillenehren. Die Gemeinde lädt mit ihren Wegen und Wäldern zum Freizeitsport ein. Das Gebiet entlang der Thur oder in den Wäldern ist optimal für Joggen, Walken, Radfahren und Biken geeignet. Wer gemeinsam mit anderen Sport betreiben will, findet diverse Angebote wie Unihockey, Fussball, Faustball oder Velofahren. Die Turnvereine bieten zudem für alle Alterskategorien in verschiedensten Riegen attraktive Turnangebote an. Insbesondere im Jugendbereich zeigen sich die Vereine sehr aktiv und ermöglichen es vielen Kindern, im eigenen Dorf Sport zu betreiben. Die Sportplätze bei den Schulhäusern sind öffentlich und können täglich benutzt werden.

Kultur Eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit herausragenden Kulturgütern prägt das Fürstenland. So unter anderem das UNESCO Weltkulturerbe mit der Stiftsbibliothek in St.Gallen. Kulturgenuss bietet aber auch die Gemeinde Oberbüren. Einen wesentlichen Anteil an das Kulturleben tragen dabei die verschiedensten Vereine bei. Die Gesangsvereine und die Musikgesellschaften laden regelmässig zu Konzerten ein. Sie tragen dazu bei, dass Anlässe festlich umrahmt werden. Verschiedene Veranstaltungen im kulturellen Bereich sind auch auf privater Basis entstanden. So finden im OZ Thurzelg immer wieder kulturelle Darbietungen im Bereich der Kleinkunstszene statt. Kulturelle Veranstaltungen werden auch in den Nachbargemeinden angeboten. Dabei sind klassische Darbietungen ebenso angesagt wie Kabarett oder Operetten. Die Tonhallen in Wil und St.Gallen sowie das Theater St.Gallen ermöglichen zudem den Besuch von Opern, Musicals, Theater oder Tanz.

Gemeindeverwaltung Oberbüren, Unterdorf 9, 9245 Oberbüren Telefon 071 955 90 30, www.oberbueren.ch www.bildform.ch, September 2009