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Transkript:

1) Zu meiner Person 2) Kampfkunst/ Budo 3) Budo-Pädagogik 4) Die 5 Säulen der Budo-Pädagogik 5) Der Unterschied von Kampfkunst und Kampfsport 6) Das Konzept 7) Der Hintergrund 8) Persönliche Zielsetzung beim gemeinsamen Üben 9) Die Gruppe Zu meiner Person: Mein Name ist Katharina Schmidt, ich bin 27 Jahre alt und wohne in Alsbach. Von Beruf bin ich Erzieherin sowie qualifizierte Budo-Pädagogin. Beide Bereiche übe ich aktiv aus. Seit 1999 übe ich Karate, sowie seit 2003 Kobudojutsu aus. Kontakt: Schmidt.Kathi@t-online.de 0160/ 99877499

Kampfkunst/ Budo: Budo zu üben, heißt den Weg als Methode und Einstellung anzunehmen. Dazu gehört, sich seines eigenen Gewaltpotentials bewusst zu werden, darauf zu verzichten und schließlich diese Grundhaltung im sozialen Kontext zu leben. Es heißt auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, sich selbst, seiner Umwelt und seinen Mitmenschen gegenüber achtsam zu sein. Dazu gehört auch, eigenes Denken, Fühlen und Handeln bewusster zu erleben. Erst durch den Transfer in den Alltag wird Budo über das Dojo (Übungsraum) hinaus lebendig. Budo ist eine Methode sich mit der Faszination von persönlicher Macht, Gewalt und Gewaltfähigkeit auseinandersetzt. Der Fähigkeit, dem Können wird der bewusste Verzicht auf die Ausübung destruktiver Handlungen entgegengesetzt. Aus diesem Erleben heraus kann und soll eine verantwortliche Haltung für sich und seine Umwelt erwachsen.

Budo-Pädagogik: Budo-Pädagogik ist ein pädagogisches Konzept, das auf der Philosophie und der Methode asiatischer Kampf- und Bewegungskünste aufbaut. In ihm verbinden sich sportpädagogische, sozialpädagogische und therapeutische Ansätze zu praxisorientierten Zielen, Handlungs- und Übungsmustern. Budo- Pädagogik zielt auf Erziehung durch das Mittel des Budo/ Kampfkunst ab. Es geht um die Herausbildung pro-sozialer Verhaltensweisen, den konstruktiven Umgang miteinander, sowie die Ich-Stärkung. Die Erfahrungen aus der gemeinsamen Übung sollen in den Alltag übertragen werden. In der Budo-Pädagogik geht man von einem ganzheitlichen Menschenbild aus. D.h. Erfahrungen auf allen Ebenen, Körper und Seele, Herz und Geist sowie Hand und Kopf sind von Bedeutung. Der Erhalt und die Förderung von Gesundheit sind ein weiterer wesentlicher Teil in der Budo-Pädagogik um eine wertschätzende Grundhaltung sich selbst und Anderen gegenüber zu entwickeln. Primär geht es nicht um das korrekte Ausführen von erlernten Techniken, sondern vielmehr darum, wie und warum man etwas tut. Die Absicht macht den Unterschied.

Die 6 Säulen der Budo-Pädagogik: 1. Bu: Kampf Stopp/ Kampf beenden Die Silbe Bu enthält zwei Ideographen: Zum einen Speer/ Waffe und zum andern stoppen/ anhalten. Für sich genommen beschreibt Bu also das Beenden eines Konfliktes. Wird Bu die Silbe Do zugefügt, steht dies dann für die (An-) Forderung Kämpfen zu können um nicht mehr kämpfen zu müssen. Der ursprünglich nach außen getragene Kampf wird nun mit sich selbst ausgetragen. 2. Do: Das Weg- Prinzip Die Entwicklung auf dem Weg wird als Kreis gesehen. Der Grundgedanke dabei ist, sich beständig gewahr zu sein, dass die eigene Entwicklung kein Ende hat, man folglich niemals ankommt. Vielmehr steht der Prozess des Werdens, also die Übung an und für sich, im Vordergrund. 3. Dojo: Der Raum/ Weg- Halle Der Dojo ist der Ort, an dem der Weg geübt wird. Er ist Zentrum von Atmosphäre, Ruhe, Struktur und Einfachheit. Dieser Raum gibt Klarheit und Ordnung für die dort Übenden vor. In der Budo-Pädagogik geht man davon aus, dass der Dojo auf Grund seiner zentralen Bedeutung 50% der pädagogischen Wirkung ausmacht. 4. Spiritualität: Geistige Übung/ persönliche Entwicklung Körperliches Erleben prägt die Psyche und umgekehrt. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, achtsam mit seinen Gedanken, Gefühlen und dem Körper umzugehen. Stets geht es beim Üben darum, etwas Bewusst zu machen, es in der Folge anzuerkennen und, wenn gewünscht, es schließlich es zu verändern. 5. Etikette: Instrument der Bewusstseinsschule Etikette lässt die Übenden wiederkehrende, überschaubare und praktisch gelebte Richtlinien die gleichermaßen für alle gelten, im Dojo erleben. Der Dojo bildet dabei den Rahmen in dem die Etikette wirken kann. Durch die Exaktheit der Etikette kommt es zur Aufmerksamkeitsschulung. Im Kontrast zur Alltagsgewohnheit schult Etikette bewusstes Handeln. 6. Lehrer-Schüler-Beziehung: Von Herz zu Herz Traditionell hat der Lehrer eine väterliche Vertrauensposition gegenüber dem Schüler inne. In der Budo-Pädagogik strebt man diese Position durch Haltung und Handlung gegenüber dem Schüler/ Klienten an.

Je größer die Offenheit des Schülers gegenüber seinem Lehrer ist, desto besser kann Lernen gelingen- Bildung braucht Bindung. Das besondere hierbei ist, das dies nicht auf einer rein intellektuellen Basis stattfindet. Stattdessen öffnet sich der Schüler den Fähigkeiten seines Lehrers und versucht diese physisch, psychisch und emotional nachzuvollziehen. Ein großer Teil der Kommunikation findet hierbei über das Transportmedium Körper statt. Der Unterschied von Kampfkunst und Kampfsport: Aus budo-pädagogischer Sicht ist Kampfkunst und Kampfsport nicht mit einander zu vereinbaren. Im Sport geht es um sichtbare, auswertbare, in Kategorien aufgeteilte Leistungen. Der Begriff wird vom lateinischen se portare sich vergnügen hergeleitet. Quelle: Duden etymologisches Wörterbuch aus dem Französischen disport (Zerstreuung). In der Kampfkunst geht es im Gegensatz zur Zerstreuung, vielmehr um Sammlung und Zentrierung.