Was ist Burnout eigentlich? Eine Depression ist es nicht, denn das ist eine offizielle Krankheit und Burnout hat in diesem erlesenen Club noch keine Zulassung! Unser eh schon schlingerndes Gesundheitssystem und hier vor allem die Krankenkassen beten und stellen jeden Abend eine Kerze ins Fenster, dass es doch bitte so bleiben möge. Zumindest noch ein paar Jahre. Ärzte und Therapeuten schütteln nur noch den Kopf bei so viel bürokratischer Ignoranz. Sie nennen es einfach und zutreffend, Belastungsdepression! Betroffene quälen sich mit schlechtem Gewissen und enormer Zukunftsangst. Werden sie als Weicheier, Schlaumeier, die einen Trend ausnutzen, oder einfach nur arbeitsfaul abgestempelt? Von den bekannten 5% Missbrauch, den es überall gibt, abgesehen, ist das natürlich Unsinn. Ebenso zu kurz gesprungen ist jedoch auch die generelle Blickrichtung beruflicher Überforderung. Die ist oftmals lediglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann. Die Blickrichtung in die generelle Lebenssituation und hier speziell das Thema Beziehungskonflikte, sind da wesentlich näher an der Realität.
Zur Zeit wird die Auseinandersetzung um Gründe und Lösungswege mehr als Debatte denn als Diskussion geführt Sieg oder Niederlage! Dabei ähnelt es schon sehr dem berühmten Henne/Ei-Problem: Verändern die Anforderungen und Belastungen eine gesunde Hormonbalance? Oder führt eine ungesunde Hormonbalance zur Überempfindlichkeit gegenüber Anforderungen und Belastungen? Eine wie ich glaube akademische Auseinandersetzung, die dem Betroffenen nicht wirklich hilft, wenn es brennt! Denn sicher ernähren sich beide Positionen von einander. Dem Betroffenen hilft, wenn er erkennen kann, was ihn dahin gebracht hat, welche Optionen er hat, da wieder raus zu kommen und woher er die Kraft, die Energie und die Disziplin nehmen soll, es dann auch zu tun. Denn das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis TUN!
Denken ist nie verkehrt, für unser Wohlbefinden aber relativ unbedeutend. Denn beim Wohlbefinden ist nicht unser geliebter Verstand der Chef im Ring. Es sind unsere Gefühle, die mehr von Botenstoffen, Hormonen und unserem Unbewusstsein bestimmt werden. Hier entstehen auch unsere Gedanken, die dann kommen, wenn die Gedanken es wollen, nicht wenn der Verstand es will. Kommt das aus dem Takt, legt sich ein unüberwindlicher Grauschleier über unser Denken. Die klassische Medizin reagiert darauf mit Tabletten, die Stimmungshormone wie Serotonin oder Dopamin beeinflussen sollen. Deren Verbrauch ist in den letzten 2 Jahren man lese und staune - um 30 % gestiegen. Die Pharmaindustrie freut sich! Doch die Pillen lösen das Problem nicht, denn sie behandeln nur das Symptom. Das Problem heißt nicht nur Unfähigkeit zum aktiven Handeln. Das Problem heißt auch Unfähigkeit zur Erholung und das ist erheblich gefährlicher! Und das Problem heißt Stress! In der Regel ausgelöst durch Verlust- oder Versagensängste, durch Leistungsdruck oder Überlastung.
Dabei beschädigt beispielsweise das Langzeitstresshormon Cortisol wichtige Synapsen im Gehirn. Die Folge: Konzentration und Gedächtnisleistung sinken, die gefühlte Belastung steigt. Was man früher noch locker erledigt hat, wird plötzlich zur fast unüberwindlichen Hürde. Mehr noch, die Bildung der wichtigen Stimmungshormone Serotonin und Noradrenalin wird dabei erheblich unterdrückt. Das erste sorgt für gute Laune, das zweite für inneren Antrieb. Wenn diese Hormone unterdrückt werden, sinkt die Belastbarkeit. Und nun beginnt der fatale Kreislauf, denn jetzt werden erst recht Stresshormone ausgeschüttet. Jetzt beginnt die Burnout-Kurve in s Verderben zu führen. Eine Kurve, die im ersten Drittel oft nicht erkannt, im zweiten Drittel ignoriert oder verdrängt und im letzten Drittel eine grausame Krankheit wird, mit meist fatalen existenziellen Folgen.
Die ersten beiden Drittel sind meine Arena! Das letzte Drittel gehört meistens der Klinik und dem stationären Aufenthalt. Mit einem extrem individualisierten und personalisierten Mental Coaching wird präventiv erreicht: Dass Sie gar nicht erst auf die Rutsche geraten (1. Drittel). Oder wieder festen Grund unter die Füße bekommen (2. Drittel). Dabei analysiere ich nicht nur Ihre prägenden Persönlichkeitsmerkmale, auch Ihre ganz eigene Resilienz-Balance spielt dabei eine wesentliche Rolle. Ein mit gesprächstherapeutischen Elementen aufgebautes Bewusstsein für die Situation und für das gewünschte Ergebnis wird dann mit Ihrem persönlichen Entwicklungsplan verknüpft und wenn gewünscht, per Hypnose verankert und unterstützt.
Der Erfolg dieser Vorgehensweise ist beeindruckend: Der zu gehende Weg wird weit weniger als Quälerei empfunden. Das selbst gesetzte Ziel wird mit hoher Präzision erreicht. Der zeitliche Aufwand steht in einem vernünftigen Verhältnis. Burnout kann verhindert, gestoppt und auch geheilt werden: Bevor sich die eigene Lebensplanung in Luft auflöst. Der Karriereweg zerplatzt. Der Partner verzweifelt oder aufgibt.