Behandlungsplan für... Meine Erkrankung heißt Asthma bronchiale. Die Ursache ist eine chronische Entzündung der Bronchien. Dadurch entsteht eine Überempfindlichkeit der Bronchien. Das bedeutet, dass diese auf Umweltreize viel stärker als bei einem gesunden Menschen reagieren (z.b. Allergien, Wetterwechsel, Infekte). Aber auch körperliche Anstrengung kann einen solchen Reiz darstellen. Dies kann zu Atemnot und/oder Reizhusten führen. Typisch sind auch Kurzatmigkeit, pfeifende Atemgeräusche und Reizhusten in den frühen Morgenstunden. Wenn das Asthma nicht optimal behandelt wird, kann die Krankheit immer schlimmer werden. Ohne rechtzeitige und richtige Behandlung verschlechtern sich somit die Chancen auf eine dauerhafte Beschwerdefreiheit. Umgekehrt ist Asthma heute sehr gut behandelbar, wodurch die Lebensqualität meist auf Dauer völlig normalisiert oder zumindest deutlich verbessert werden kann. Die Voraussetzung ist aber eine optimale Behandlung, zu der ich als Patient zusammen mit meinem Arzt viel beitragen kann. Am (Datum) hat (Ärztin/Arzt) mit mir besprochen, dass für mich persönlich folgende Behandlungsziele besonders wichtig sind: (Ankreuzen des folgenden Symbols: ) Medikamente, die das Fortschreiten des Asthmas verhindern, regelmäßig einnehmen: Durch rechtzeitige und regelmäßige Anwendung eines antientzündlichen Medikamentes (z.b. kortisonhaltiger Pulver- oder Treibgasinhalator) kann die asthmatische Schleimhautentzündung wirksam und gut verträglich behandelt werden. Dadurch kann der Krankheitsverlauf entscheidend verbessert werden. In Absprache mit meinen behandelnden Ärzten sollte ich zukünftig O mal täglich (Anzahl) Hübe (Name des inhalativen antientzündlichen Medikamentes) anwenden. Im Einzelfall können weitere antientzündliche Medikamente erforderlich sein. O mal täglich (Anzahl) (Name des Präparates) O mal täglich (Anzahl) (Name des Präparates) Regelmäßig anzuwendende Atemwegserweiterer ( Asthmaspray ): Zusätzlich zur antientzündlichen Therapie kann auch eine bronchialerweiternde Therapie erforderlich sein: O mal täglich (Anzahl) Hübe (Name des Präparates) O mal täglich (Anzahl) Hübe (Name des Präparates) Stand: 02.04.2013 1
Regelmäßig anzuwendende Kombinationspräparate: Falls regelmäßig bronchialerweiternde Medikamente gegeben werden müssen, können diese als Kombinationspräparate (antientzündlich und bronchialerweiternd) eingesetzt werden: O mal täglich (Anzahl) Hübe (Name des Kombinationspräparates) anwenden. Bedarfsmedikamente: Bei Atemenge oder anhaltendem Reizhusten kann ich zusätzlich bis zu mal täglich O (Anzahl) Hübe (Name des inhalativen Atemwegserweiterers) anwenden. Zusätzlich zu meinen Medikamenten sind folgende Maßnahmen für mich wichtig: Meiden von Atemwegsreizstoffen und Allergenen: Folgende Verhaltensweisen habe ich mit meinem behandelnden Arzt besprochen: 1. 2. 3. 4. Hyposensibilisierungsbehandlung: Mir wurde eine Hyposensibilisierungsbehandlung gegen folgende Allergene empfohlen: Einzelheiten zur Durchführung dieser Behandlung werde ich mit meinem koordinierenden Arzt besprechen. Mein körperliches Bewegungsprogramm: Regelmäßige Bewegung ist eine wichtige Gesundheitsmaßnahme für mich. Ideal ist es, wenn ich mehrfach pro Woche am besten täglich Sport treibe. Stand: 02.04.2013 2
Nichtrauchen ist wichtig! AUCH PASSIVRAUCHEN IST SCHÄDLICH! Nicht nur Aktiv-, auch Passivrauchen verschlechtert meine Asthmaerkrankung. Deshalb sollten ich bzw. meine Eltern unbedingt das Rauchen aufhören. Meine Wohnung sollte zur rauchfreien Zone erklärt werden. Ich habe heute mit meinem behandelnden Arzt besprochen, dass ich in den kommenden Wochen versuchen werde, das Rauchen aufzugeben. Ich weiß, dass mich mein Koordinationsarzt dabei unterstützen kann und werde auf ihn zugehen. Mein Körpergewicht: Normalgewicht ist für jeden Asthmapatienten empfehlenswert. Mein behandelnder Arzt hat mit mir besprochen, dass für mich im Moment ein Körpergewicht von kg günstig wäre. Bei Gewichtsproblemen sollten mein Koordinationsarzt und meine AOK mich dabei mit Beratung und Informationsmaterial unterstützen. Impfungen: Ich werde meinen koordinierenden Arzt bitten, meinen Impfstatus einmal im Jahr zu überprüfen. Seelische Problembereiche: Typische Krankheitsfolgen von Asthma bronchiale können auch seelische Probleme wie Ängste oder Depressionen sein. Diese seelischen Probleme können sich dann auch nachteilig auf das Asthma auswirken und müssen daher ebenfalls behandelt werden. Hierzu habe ich mit meinem Arzt folgendes vereinbart: 1. 2. 3. Sonstige Empfehlungen (z.b. Wechselwirkung Medikamente): Stand: 02.04.2013 3
Meine wichtigsten Maßnahmen für die kommenden Monate: Ich habe mit meinen Ärzten besprochen, dass ich in den kommenden Monaten mein Augenmerk auf Folgendes legen werde: 1. 2. 3. 4. Wenn ich Schwierigkeiten oder körperliche Probleme bei der Umsetzung bemerke, wende ich mich umgehend an meinen Koordinationsarzt und bespreche das weitere Vorgehen. Asthmaselbstkontrolle: Ich kann den Zustand meiner Asthmaerkrankung anhand von 3 Punkten einschätzen. Das ist wichtig, weil sich der Schweregrad der Erkrankung rasch ändern kann und dann die Behandlung schnell angepasst werden muss. 1. Beschwerden: Gut ist, wenn ich keine bzw. so wenig Atembeschwerden oder Reizhusten habe wie an meinen besten Tagen. 2. Peak-Flow: Gut ist, wenn die Werte (vor allem morgens) in der grünen Zone liegen. Meine grüne Zone geht von bis. 3. Wie häufig brauche ich meinen Bedarfs-/Notfallinhalator ( Notfallspray )? Normal ist für mich bis zu mal am Tag. Mein Peak-Flow-Ampelschema: Persönlicher Bestwert: Das ist der beste Wert, den ich im Verlauf (nach Inhalation des Bedarfssprays) unter stabilen Bedingungen korrekt gemessen habe: Grüne Zone: 100-80 % des Bestwertes und keine Asthmabeschwerden Peak-Flow in Ordnung (wie bei einer grünen Ampel) gute Einstellung meines Asthmas Gelbe Zone: 80-50 % des Bestwertes und/oder vermehrte Asthmabeschwerden Vorsicht ist geboten (wie bei einer gelben Ampel) Rote Zone: kleiner 50 % des Bestwertes und/oder starke Asthmabeschwerden Alarm/Notfall (wie bei einer roten Ampel) Stand: 02.04.2013 4
Warnsignale, die auf eine Verschlechterung der Asthmaerkrankung hindeuten können: 1. Wiederauftreten oder Zunahme der Asthmabeschwerden: Atembeschwerden, Husten, Auswurf (insbesondere gelb oder grün verfärbter Auswurf), Zeichen einer Erkältung, nächtliches Erwachen wegen Atemnot oder Reizhusten 2. Abfall der Peak-Flow-Werte in die gelbe Zone Meine gelbe Zone geht von bis. 3. Die Zahl der notwendigen Hübe des Bedarfs-/Notfallinhalators steigt. Beim Auftreten dieser Warnsignale vereinbare ich kurzfristig einen Termin bei meinem Arzt. Bis zu diesem Termin habe ich mit meinem Arzt folgende Maßnahmen vereinbart: 1. 2. 3. Zeichen eines schweren (bedrohlichen) Asthmaanfalls: 1. starke Kurzatmigkeit (Normales Sprechen erschwert, schneller Atem, hoher Puls) 2. Peak-Flow in der roten Zone (unter 50% des Bestwertes, d.h. unter ) Maßnahmen beim schweren Asthmaanfall: 1. Anwenden meines Notfallinhalators: (Name des Präparates); Dosierung: Hübe Bei fehlender Besserung nach 10 Minuten wiederholen. 2. Kortisontablette (Name des Präparates); Dosierung in mg: 3. Wenn nach 2-maliger Anwendung des Notfallsprays (also nach spätestens 20 Minuten) die Beschwerden nicht eindeutig besser werden und der Peak-Flow-Wert im roten Bereich bleibt Herbeirufen des Notarztes erforderlich (Tel.-Nr. ). 4. Bis zum Eintreffen des Arztes: Weiter Ruhe bewahren! Lippenbremse und atemerleichternde Stellungen nicht vergessen! Auch wenn die Beschwerden besser geworden sind, muss ich in jedem Fall sehr kurzfristig (möglichst am gleichen Tag) mit meinem Arzt Kontakt aufnehmen. Stand: 02.04.2013 5