Distales Radius-System 2.5

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Transkript:

OP-TECHNIK STEP BY STEP Distales Radius-System 2.5 APTUS Wrist

2 Distales Radius-System 2.5

Distales Radius-System 2.5 3 Distales Radius-System 2.5 Inhaltsverzeichnis 4 5 Merkmale, Technik 6 Einleitung 6 Produktmaterialien 6 Indikationen 6 Kontraindikationen 6 Farbkodierung 7 17 Allgemeine Anwendung der Instrumente 7 Halten und Positionieren 7 OP-Technik Hakenplatte 8 9 Biegen 10 Schneiden 11 Bohren 12 Bohrblöcke 13 OP-Technik Zugschrauben 14 15 OP-Technik TriLock PLUS 16 Tiefe bestimmen 17 Aufnehmen der Schrauben 18 Distale zweireihige Schraubenbelegung 19 OP-Technik Rekonstruktion des Volar Tilt 20 21 Korrekte Anwendung der TriLock Verblockungstechnologie Medartis, APTUS, MODUS, TriLock, HexaDrive und SpeedTip sind eingetragene Marken(Waren)zeichen der Medartis AG, CH-4057 Basel

4 Distales Radius-System 2.5 Merkmale, Technik Kombination ist die Lösung 1 2 3 4 5 1 ADAPTIVE II TriLock distale Radiusplatten in Implantatschale 2 Detail TriLock Schrauben 3 Detail ADAPTIVE II TriLock Platte 4 Ausschnitt Radius Knochenmodell mit TriLock Frakturplatte 5 Detail Bohrblock Weiterführende Informationen zum Plattensortiment finden Sie im APTUS Bestellkatalog unter www.medartis.com/de/meta/downloads/produktbroschueren

Distales Radius-System 2.5 5 Multidirektionale (± 15 ) und winkelstabile TriLock Verblockungstechnologie Anatomische Platten HexaDrive Schraubenantrieb mit exzellenter Selbsthaltung Technologie TriLock die multidirektionale (± 15 ) und winkelstabile Verblockung Sphärische Dreipunkt-Keilverblockung Reibschlüssige Verbindung durch radiales Verspannen des Schraubenkopfs in der Platte ohne zusätzliche Spannhilfen TriLock Verblockungsschrauben können bis zu 3-mal wiederverblockt werden Variabler Winkel von ± 15 Der Winkel der TriLock Schrauben kann im selben Plattenloch bis zu 3-mal korrigiert und die Schrauben wiederverblockt werden Minimaler Schraubenkopfüberstand durch inliegende Verblockungskontur Keine Kaltverschweissung zwischen Platte und Schrauben während der Anwendung Intraoperativ fein justierbar Plattenmerkmale Anatomisch vorgebogene und frakturspezifische Plattendesigns zur einfachen intraoperativen Anwendung Niedrige Gesamtbauhöhe und abgerundete Plattenkanten für maximale Weichteilschonung Optimale subchondrale Stabilität durch eine zweireihige Lochanordnung im distalen Bereich der Radiusplatten Hervorragende Selbsthalteeigenschaften Einheitlicher Schraubendurchmesser von 2.5 mm für unkompliziertes Operieren Schraubenmerkmale HexaDrive die sichere Verbindung von Schraube und Schraubendreher für eine erhöhte Drehmomentübertragung Hervorragende Selbstschneidefähigkeit dank präzisem und scharfem Gewinde Atraumatische Spitze verhindert Weichteilirritationen bei bikortikal eingebrachten Schrauben Kontaktfläche für Schraubenhaltung (rot) Kontaktfläche für Drehmomentübertragung (grün)

6 Distales Radius-System 2.5 Einleitung Einleitung Flexibilität und Stabilität für eine optimale und schnelle Regeneration APTUS Wrist Implantate gewährleisten eine anatomisch korrekte Rekonstruktion des Knochens und bieten frühe funktionelle Übungsstabilität. Die einzigartige TriLock Technologie ermöglicht nach dem Prinzip des «Fixateur Interne» die Stabilisierung von komplexen, intraartikulären Frakturen. Mithilfe der multidirektionalen Schraubenpositionierung werden einzelne Knochenfragmente winkelstabil fixiert und können anatomisch perfekt rekonstruiert werden. Durch die Stabilität des gesamten Konstrukts und der innovativen Verblockungstechnologie wird die Implantatgrösse signifikant reduziert und der Patient erhält damit deutlich mehr Bewegungsfreiheit für die anschliessende Therapie. Produktmaterialien Alle APTUS Implantate bestehen aus Reintitan (ASTM F67, ISO 5832-2) oder aus Titanlegierung (ASTM F136, ISO 5832-3). Sämtliche verwendeten Titanmaterialien sind biokompatibel, korrosionsbeständig und nicht toxisch im biologischen Milieu. K-Drähte bestehen aus rostfreiem Stahl (ASTM F138). Die Instrumente bestehen aus rostfreiem Stahl, PEEK oder Aluminium. Indikationen Kontraindikationen Bestehende oder verdächtige Infektionen am oder in der Nähe des Implantatorts Bekannte Allergien und/oder Fremdkörperüberempfindlichkeit Ungenügende oder schlechte Knochensubstanz, um das Implantat sicher zu verankern Patienten mit mangelnder Fähigkeit und/oder Kooperationsbereitschaft während der Behandlungsphase Von der Behandlung von Risikogruppen wird abgeraten Farbkodierung System APTUS 2.5 APTUS 1.5 Farbkode violett grün Platten und Schrauben Spezielle Implantatplatten und -schrauben verfügen über eine individuelle Farbe: Implantatplatten blau: TriLock Platten (Verblockung) Implantatschrauben gold: Kortikalisschrauben (Fixation) Implantatschrauben blau: TriLock Schrauben (Verblockung) Implantatschrauben silber: TriLock Express Schrauben (Verblockung) Implantatschrauben grün: SpeedTip Schrauben (selbstbohrend) Für Frakturen, Osteotomien und Pseudarthrosen am distalen Radius Für Frakturen und Osteotomien an der distalen Ulna

Distales Radius-System 2.5 7 Allgemeine Anwendung der Instrumente Halten und Positionieren Das TriLock Ende des Plattenhalte- und Positionierinstruments (A-2750) kann in der TriLock Kontur der Platte verblockt werden. Es erleichtert das Positionieren, Verschieben und Halten der Platte auf der Knochenoberfläche und kann in jedem TriLock 2.5 Plattenloch angewendet werden. Mit dem anderen Ende des Plattenhalte- und Positionierinstruments kann die Hakenplatte aufgenommen und am Knochen positioniert werden. A-2750 2.5 Plattenhalte- und Positionierinstrument OP-Technik Hakenplatte Die Hakenplatte mit dem Plattenhalte- und Positionierinstrument mit axialem Druck am mittleren Plattensteg aufnehmen. 1.5 Hakenplatten A-4200.40 A-4200.41 Während die Platte mit dem Plattenhalte- und Positionierinstrument am Knochen gehalten wird, werden die SpeedTip Schrauben 1.5 mm (ohne vorbohren) eingebracht und das Fragment fixiert. Platte mit Schrauben fixiert.

8 Distales Radius-System 2.5 Biegen Bei Bedarf können TriLock palmare Frakturplatten, palmare Rahmenplatten, dorsale Radiusplatten, Kleinfragmentplatten und distale Ulnaplatten mit der Plattenbiegezange (A-2047) angebogen werden. Die Plattenbiegezange verfügt über zwei unterschiedliche Pins, die dem Schutz der Verblockungslöcher von flachen und gewölbten Platten während des Biegevorgangs dienen. A-2047 2.0 2.8 Plattenbiegezange mit Pins Die Platten stets mit der Beschriftung nach oben in die Biegezange einlegen. Beim Biegen einer flachen Platte (distale Radiusplatten) muss die Plattenbiegezange so gehalten werden, dass der Schriftzug «F FLAT PLATE THIS SIDE UP» von oben zu lesen ist. Nur so wird sichergestellt, dass die Plattenlöcher nicht beschädigt werden. Beim Biegen einer gewölbten Platte (distale Ulnaplatten) muss der Schriftzug «C CURVED PLATE THIS SIDE UP» von oben lesbar sein. Nur so wird sichergestellt, dass die Plattenlöcher nicht beschädigt werden.

Distales Radius-System 2.5 9 Während des Biegens muss die Platte stets an zwei aufeinanderfolgenden Löchern gehalten werden, damit die Kontur des dazwischenliegenden Plattenlochs nicht beschädigt wird. Die Platte darf um maximal 30 gebogen werden. Wird die Platte stärker gebogen, besteht die Gefahr einer Verformung der Plattenlöcher sowie eines postoperativen Plattenbruchs. Zu beachten: Es ist zu vermeiden, die Platte durch Wechselbewegungen zu biegen, da dadurch das Risiko eines postoperativen Plattenbruchs steigt. Die Platten sind stets mit den dafür vorgesehenen Plattenbiegezangen zu bearbeiten, um eine Beschädigung der Plattenlöcher zu verhindern. Beschädigte Plattenlöcher verhindern einen korrekten und sicheren Sitz der Schrauben und erhöhen das Risiko eines Versagens des Systems.

10 Distales Radius-System 2.5 Schneiden Mit der Plattenschneidezange (A-2046) können bei Bedarf die TriLock Kleinfragmentplatten, palmare Rahmenplatten, dorsale Radiusplatten sowie K-Drähte bis zu einem Durchmesser von 1.8 mm zugeschnitten werden. A-2046 1.2 2.8 Plattenschneidezange Es ist darauf zu achten, dass sich kein bereits abgeschnittenes Plattensegment in der Schneidezange befindet (Sichtprüfung). Die Platte wird von vorne in die geöffnete Schneidezange eingeführt. Die Beschriftung muss dabei nach oben zeigen. Das zu implantierende Plattensegment wird während und nach dem Schneiden mit der Hand festgehalten. Tipp: Beim Einsetzen der Platte die Schneidezange leicht mit dem Mittelfinger stützen, um die Platte einfacher einführen zu können. Die gewünschte Schnittlinie wird durch die Aussparung im Zangenkopf optisch kontrolliert (siehe Bild). Es muss dabei beachtet werden, genügend Material an der Platte zu belassen, um die Funktion des anschliessenden Plattenlochs nicht zu beeinträchtigen. Tipp: Die Plattenlöcher sind stets einzeln abzutrennen soll die Platte um zwei Löcher gekürzt werden, sind zwei Schneidevorgänge nötig. K-Drähte werden gekürzt, indem man den Draht durch die Durchgangsöffnung steckt, die sich seitlich am Maulteil der Schneidezange befindet. Durch Drücken der Zange wird der Draht abgeschnitten.

Distales Radius-System 2.5 11 Bohren Alle Spiralbohrer sind über ein Ringsystem farbig kodiert. Systemgrösse 2.5 = violett. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Spiralbohrern: einen für Kernlochbohrungen und einen für Gleitlochbohrungen (Zugschraubentechnik). Kernlochbohrer = ein Farbring Der Bohrer muss stets über eine Bohrerführung geführt werden. Dies verhindert die Beschädigung des Plattenlochs, schützt umliegendes Gewebe vom direkten Kontakt mit dem Bohrer und begrenzt den Schwenkwinkel. Gleitlochbohrer = zwei Farbringe Nach dem Positionieren der Platte, Bohrerführung und Spiralbohrer in das Plattenloch einführen. Die Führung des Bohrers erfolgt beim APTUS System über den Bohrerschaft und nicht über die Bohrerwendel. A-2722 2.5 Bohrerführung, skaliert An der Skala der Bohrerführung (A-2722) oder der selbsthaltenden Bohrhülse (A-2726) kann in Verbindung mit der schwarzen Markierung am Bohrerschaft der Spiralbohrer (A-3713, A-3723 oder A-3733) die benötigte Schraubenlänge abgelesen werden. Tipp: Die zweiseitige Bohrerführung für Zugschrauben (A-2721) wird nur zur Durchführung der klassischen Zugschraubentechnik nach AO/ASIF angewandt. A-2726 2.5 Bohrhülse, selbsthaltend Die zweiseitige Bohrerführung TriLock PLUS (A-2026) wird konventionell und zur Durchführung der Kompressionstechnik angewandt. Die mit Pfeil gekennzeichnete Seite wird ausschliesslich für Kompressionslöcher verwendet. A-2721 2.5 Bohrerführung für Zugschrauben Die selbsthaltende Bohrhülse (A-2726) kann in der TriLock Kontur der Platte (bis zu ± 15 ) verblockt werden. Dadurch erfüllt sie alle Aufgaben einer Bohrerführung, ohne dabei von Hand gehalten werden zu müssen. A-2026 2.5 / 2.8 Bohrerführung TriLock PLUS Zu beachten: Bei Verblockungsplatten ist darauf zu achten, dass Schraubenlöcher mit einem Schwenkwinkel von maximal ± 15 vorgebohrt werden. Zu diesem Zweck weisen die Bohrerführungen einen Anschlag von ± 15 auf. Bei einem vorgebohrten Schwenkwinkel > 15 können die TriLock Schrauben nicht mehr korrekt in der Platte verblocken.

12 Distales Radius-System 2.5 Bohrblöcke In Verbindung mit den ADAPTIVE TriLock Platten dienen die Bohrblöcke zur schnellen und gezielten Positionierung der Schrauben. Die Bohrblöcke sind auf den distalen Bereich der ADAPTIVE Platten (A-4750.61 64, A-4750.101 112 und A-4750.123 126) angepasst. Es besteht keine Gefahr, dass sich beim Bohren die Bohrkanäle überkreuzen. Die Bohrerführungen (A-2722 oder A-2726), das Tiefenmessgerät (A-2730) sowie zwei K-Drähte mit einem Durchmesser von bis zu 1.6 mm können zusammen mit dem Bohrblock angewandt werden. Durch die Bohrungen des aufgesteckten Bohrblocks kann gebohrt, gemessen und die Schrauben eingebracht werden. links rechts (Beispiel) Bohrblock Platte A-2727.01 A-4750.101 / 103 A-2727.02 A-4750.102 / 104 A-2727.03 A-4750.105 / 107 A-2727.04 A-4750.106 / 108 A-2727.05 A-4750.109 / 111 A-2727.06 A-4750.110 / 112 A-2727.13 A-4750.123 / 125 A-2727.14 A-4750.124 / 126 A-2723.01 A-4750.61 / 63 A-2723.02 A-4750.62 / 64 Fixieren und Lösen des Bohrblocks Der Bohrblock wird auf die Platte aufgeklickt. Die Markierungen des Bohrblocks und des Drehelements stehen dabei senkrecht zueinander. Markierungen stehen senkrecht zueinander Spalt fast zu Anschliessend wird das im Bohrblock verankerte Drehelement mit dem Schraubendreher A-2710 (oder A-2070 und A-2013) ein Viertel im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht, bis der Bohrblock aufgespreizt und fest mit der Platte verblockt ist. Die Markierungslinien des Bohrblocks und des Drehelements bilden dabei eine Reihe. Nachdem alle Schrauben im distalen Bereich der Platte fixiert sind, kann der Bohrblock in umgekehrter Reihenfolge wieder abgenommen werden. Markierungen bilden eine Reihe Spalt offen

Distales Radius-System 2.5 13 OP-Technik Zugschrauben 1. Gleitloch bohren Mit dem Gleitlochbohrer (zwei violette Farbringe) durch das ensprechende Ende der Bohrerführung (A-2721, zwei violette Markierungen) das Gleitloch möglichst im rechten Winkel bis zur Frakturlinie bohren. 2. Kernloch bohren Das Ende der Bohrerführung (eine violette Markierung) in das Gleitloch einführen und mittels Kernlochbohrer (ein violetter Farbring) das Kernloch ( 2.0 mm) bohren. 3. Fraktur komprimieren Mit der entsprechenden Kortikalisschraube die Fraktur komprimieren. 4. Optionale Zwischenschritte vor dem Komprimieren Bei Bedarf kann mit dem Kopfraumfräser (A-3830) eine Senkung in den Knochen gefräst werden, um den Schraubenkopf zu versenken. Empfehlung: Verwendung des Handgriffs (A-2070) anstelle eines elektrischen Antriebs. Zur besseren Druckverteilung bei weichem oder osteoporotischem Knochen, kann eine bikonkave Unterlegscheibe (A-4750.70) eingesetzt werden.

14 Distales Radius-System 2.5 OP-Technik TriLock PLUS TriLock PLUS ermöglicht 1 mm Kompression und winkelstabile Verblockung in einem Schritt. Zur Ausführung dieser Technik wird eine TriLock Schraube, die 2.5 / 2.8 Bohrerführung TriLock PLUS (A-2026) sowie eine Platte mit dem TriLock PLUS Plattenloch benötigt. Das TriLock PLUS Plattenloch und die entsprechende Seite der Bohrerführung (A-2026) sind mit einem Pfeil markiert, der die Richtung der Kompression anzeigt. 1. Positionierung der Bohrerführung in der Platte Die 2.5 / 2.8 Bohrerführung TriLock PLUS (A-2026) senkrecht, der Kompressionsrichtung folgend, in die Platte einführen. Der Pfeil auf der Bohrerführung und auf der Platte zeigen in die Kompressionsrichtung. Zu beachten: Eine korrekte Kompression wird im Folgenden nur erzielt, wenn die Bohrerführung in einem 90 Winkel in die Platte eingeführt wird. 2. Bohren durch die Bohrerführung TriLock PLUS Mit dem Spiralbohrer für Kernlochbohrungen (ein violetter Farbring) durch die Bohrerführung TriLock PLUS bis zur Gegenkortikalis bohren.

Distales Radius-System 2.5 15 3. Einbringen der Schraube und Verblockung in finaler Position Eine TriLock Schraube in das vorgebohrte Loch einbringen. Die finale Position ist erreicht, sobald die Schraube im TriLock Plattenloch verblockt ist. Zu beachten: TriLock PLUS Plattenlöcher können auch als konventionelle TriLock Plattenlöcher verwendet werden. Die multidirektionale (± 15 ) und winkelstabile Verblockung mittels TriLock Schrauben oder das Einbringen von Kortikalisschrauben sind uneingeschränkt möglich. Zum konventionellen Bohren, die entsprechende Seite der 2.5 Bohrerführung (A-2026 oder A-2722) benutzen, siehe auch Seite 11. A-2026

16 Distales Radius-System 2.5 Tiefe bestimmen Das Tiefenmessgerät (A-2730) dient dem Ermitteln der optimalen Schraubenlänge für die mono- oder bikortikale Verschraubung. A-2730 2.5 Tiefenmessgerät Zur Längenbestimmung wird die Spitze des Tiefenmessgeräts auf die Implantatplatte gesetzt. Bei Anwendung der Zugschraubentechnik wird die Spitze des Tiefenmessgeräts direkt auf den Knochen gesetzt. Die Tastnadel des Tiefenmessgeräts besitzt einen Widerhaken, der entweder bis zum Bohrungsgrund geschoben oder an der Gegenkortikalis eingehakt wird, um die korrekte Schraubenlänge zu ermitteln. Dabei bleibt die Tastnadel statisch, nur der Schieber wird verschoben. Auf der Skala des Tiefenmessgeräts kann die ideale Schraubenlänge für das bestimmte Bohrloch abgelesen werden.

Distales Radius-System 2.5 17 Aufnehmen der Schrauben Die Schraubendreher (A-2710 und A-2310) und die Schraubendreherklinge (A-2013) verfügen über die patentierte Selbsthaltung HexaDrive. A-2710 2.5 Schraubendreher, selbsthaltend, HD7 A-2013 2.5 / 2.8 Schraubendreherklinge, HD7, AO A-2070 Handgriff mit Schnellkupplung, AO A-2310 1.2 / 1.5 Schraubendreher, HD4, selbsthaltend Zur Entnahme von Schrauben aus dem Implantatcontainer wird der Schraubendreher senkrecht in den Schraubenkopf der gewünschten Schraube eingeführt und die Schraube mit axialem Druck aufgenommen. Zu beachten: Ohne axialen Druck hält die Schraube nicht! Schraube senkrecht aus dem Fach ziehen. Die Schraube hält sicher auf der Klinge. Wenn trotz korrekter Anwendung die Schraube nicht aufgenommen werden kann, liegt dies meist daran, dass der Schraubenkopf vorher bereits aufgesteckt wurde. Dies kann zu bleibenden Verformungen im Selbsthaltebereich des HexaDrives im Schraubenkopf führen. In diesem Fall soll eine neue Schraube verwendet werden. Schraubenlänge und -durchmesser am Längenmessmodul kontrollieren. Die Schraubenlänge wird am Kopfende abgelesen.

18 Distales Radius-System 2.5 Distale zweireihige Schraubenbelegung Bei Anwendung am distalen Radius ist unbedingt darauf zu achten, dass am distalen Plattenende beide Lochreihen besetzt werden. Zum einen erhöht sich dadurch die Stabilität der Versorgung, zum anderen ist damit die bestmögliche subchondrale Abstützung des Radiokarpalgelenks gegeben. Hierzu werden die distalen Schraubenreihen so nah wie möglich subchondral gebohrt, was automatisch zu einem Überkreuzen der Schrauben führt. Es wird empfohlen, mindestens drei TriLock Schrauben in der distalen Bohrungsreihe und zwei TriLock Schrauben in der zweiten distalen Reihe einzubringen. Für eine stabile Versorgung distaler Ulnafrakturen sollte darauf geachtet werden, dass distal der Frakturlinie mindestens drei TriLock Schrauben, proximal davon mindestens zwei, gesetzt werden. Ein Anwinkeln der Schraube aus der zweiten distalen Reihe in Richtung distal erlaubt eine optimale subchondrale Abstützung des ulnaren Kopfes.

Distales Radius-System 2.5 19 OP-Technik Rekonstruktion des Volar Tilt Tipp: Das 2.5 Rekonstruktionsinstrument Volar Tilt (A-2794) kann nur mit den Korrekturplatten oder den ADAPTIVE Platten verwendet werden. Der 2.0 Führungsdraht wird in das Instrument eingebracht, wobei die Lasermarkierung entsprechend des Korrekturwinkels eingestellt wird. A-2794 2.5 Rekonstruktionsinstrument Volar Tilt A-2795 2.0 Führungsdraht Rekonstruktionsinstrument Einbringen und Verblocken (durch leichtes Drehen) des Instruments im entsprechenden Plattenloch. Entsprechendes Plattenloch: Korrekturplatten: Einbringen des Instruments im zweiten Plattenloch proximal zum Langloch. ADAPTIVE Platten: Einbringen des Instruments im ersten Plattenloch proximal zum Langloch. Nach dem passenden Zugang muss das distale Plattenende so nah wie möglich zur Watershed Linie positioniert werden. Die Platte mit montiertem Instrument mit mindestens zwei blauen TriLock Schrauben distal fixieren. Die Plattenlöcher sind so zu wählen, dass man beim Bohren nicht mit dem montierten Instrumentarium kollidiert. Entfernung der Platte mit montiertem Instrumentarium. Durchführung der Osteotomie. Erneute Fixierung der Platte mit dem Instrumentarium distal in den vorgebohrten Löchern. Instrumentarium entfernen und weitere distale Schrauben einbringen. Tipp: Für ideale Ergebnisse sind mindestens drei blaue TriLock Schrauben in der ersten Bohrungsreihe und zwei blaue TriLock Schrauben in der zweiten Bohrungsreihe einzubringen. Das distale Fragment wird durch das Anlegen des Plattenschafts auf den Schaft des Radius reponiert. Einbringen einer goldenen Kortikalisschraube in das Langloch. Die restlichen Plattenlöcher im Schaft mit Schrauben besetzen, wobei mindestens eine blaue TriLock Schraube im Radiusschaft (distal zum Langloch) einzubringen ist. Korrekturplatten Beispiel mit 22 22 ADAPTIVE Platten

20 Distales Radius-System 2.5 Korrekte Anwendung der TriLock Verblockungstechnologie Die Schraube wird nach erfolgtem Vorbohren durch das Plattenloch in den Knochen geschraubt. Sobald der Schraubenkopf mit der Plattenoberfläche in Kontakt kommt, kann eine Drehmoment zunahme spürbar sein. Dies bezeichnet die sogenannte «Einlaufphase», in welcher der Schraubenkopf in die Verblockungszone der Platte eindringt (siehe Diagramm, Bereich «A»). Anschliessend kommt es zu einem kurz zeitigen Drehmomentabfall (Bereich «B» im Diagramm). Erst danach (Bereich «C» im Diagramm) erfolgt durch festes Anziehen die eigentliche Verblockung, bei der eine reibschlüssige Verbindung zwischen Schraube und Platte entsteht. Das gewählte Anzugsmoment im Bereich «C» ist entscheidend für die Qualität der Verblockung. Drehwinkel α Verblockungs-Drehmoment M Lock Drehmoment M Einlauf-Drehmoment M In Einlaufphase A Freilauf B Verblockung C

Distales Radius-System 2.5 21 Korrekte Verblockung (± 15 ) der TriLock Schrauben in der Platte Ein Indikator für eine korrekte Verblockung ist die visuelle Kontrolle des Schraubenkopfüberstands. Erst wenn der Schraubenkopf bündig mit der Plattenoberfläche abschliesst, wurde die Verblockung korrekt durchgeführt (Bild 1+3). Sollte hingegen ein Überstand sichtbar bzw. fühlbar sein (Bild 2+4), ist der Schraubenkopf noch nicht komplett in die Verblockungskontur der Platte eingedrungen. In diesem Fall muss die Schraube noch einmal nachgezogen werden, um ein vollständiges Eindringen und Verblocken zu ermöglichen. Keinesfalls darf die Schraube zu stark angezogen werden, da sonst die Verblockung nicht mehr sichergestellt werden kann. Richtig: VERBLOCKT Falsch: UNVERBLOCKT Bild 1 Bild 2 Richtig: VERBLOCKT Falsch: UNVERBLOCKT Bild 3 Bild 4

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