Der line un er Lahme In er Hütte (er bline Heinrich un er lahme Konra) Konra, mein reun, bist u schon erwacht? Un sag mir: richt er Morgen schon an? Heinrich, sie ist wohl vorüber ie Nacht, och trag mich hinaus, wo ich s sehen kann. Ja, es ist heller Morgen un ein sonniger Tag. Heinrich Konra Lie: Ich spüre ie wärmenen Sonnenstrahlen. Hey u Lahmer, wenn ich ich vor ie Kirche jetzt trag ann bekommen wir en besten ettlerplatz vor en Eingangsportalen! Wir sin zwei! Vor er Kirche ettler I: ettler II: ettler III: ettler IV: Hier setz ich ich ab, ein guter Platz! Hier spenen ie Leute ir sicher genug. Du siehst wieer wunerbar erbärmlich aus! Hör nur ie Münzen klingen, ie eschäfte gehn gut! Da sitzen sie, Hinz un Kunz, wie beauernswert, so lahm un blin. eauernswert sagst u? Dann schau sie ir an! Die verienen hier prächtig, as weiß jees Kin! Doch will man als ettler sein Leben verbringen? Von Almosen leben, ohne Plan, ohne Ziel? Was gäbe ich rum, könnte ich einfach nur sehen? Oer auf eigenen üßen stehen! Dafür gäbe ich viel! Vielleicht geschieht ja ein Wuner am morgigen Tag, un ihr beie sei plötzlich nicht mehr blin oer lahm! Denn morgen kommt ischof Martin von Tours in ie Stat Un wo er erscheint, künigen Wuner sich an!
St. Martin in er Stat ettler I: ettler II: ettler III: ettler IV: Was für ein Morgen un ort kommt er auch schon! Der Heilige Martin, betritt iesen Ort! So lasst uns ihm huligen un verbeugt euch ganz tief! Vielleicht trägt ann er all unsere Qualen mit sich fort! Lie : Ich wür euch gern heilen Am Aben! eie: Ist er weg? Ist ie Luft wieer rein? Ist St. Martin schon in er nächsten Stat? Sich verstecken, eine gute Iee von ir, Heinrich! Hätte er uns gesehn, er heilt uns och glatt! Un wir verlören unsere eschäftsgrunlage! Wer spenet schon für zwei kerngesune ettler! Hier lief St. Martin wohl vorhin entlang, Heinrich! Tsss... ein roter Teppich runter nur morsche retter! Was sagst u, hast u ROT gra gesagt? Setz mich bitte mal ab, ich kann s gar nicht glauben! Verammt, u kannst stehen! Verammt, u kannst sehen! Er hat uns geheilt, ieser Martin! Unsere eine un Augen! Konra, reun, wo rennst u enn hin? Ich gehe jetzt los, Heinrich, un u schau ich um! Un were ich ich jemals wieer sehen, mein reun? Ich schreib ir bestimmt mal ne Ansichtskarte, un bitte u ehemals liner, jetzt glotz nicht so umm! Lie: Ein Wuner C Okt. 2008
Lie: Refr: Wir sin zwei! Wir sin Zwei! D e Wir sin reune! C C D Wir gehören zusammen, schon von Anfang an! Wir sin Zwei! D e wir sin reune! C C D Allein sin wir nur zwei Krüppel, och zu zweit sin wir ganz. 1. is Wie Pech un Schwefel, E wir aneinaner kleben, is E er eine blin un er anere lahm. a C D Ich weis ir en Weg, un u trägst mich urch mein Leben. is Uns schweißt ie Not zusammen E woher sie auch kam. 2. Wie Win un Regen, wir brauchen uns eben, er eine ist lahm un er anere blin, Ich weise ir en Weg, un u trägst mich urch mein Leben. Uns schweißt ie Not zusammen Wo immer wir sin. 3. Nieman glaubte wirklich, as Überleben möglich. In ieser harten un kalten Welt. ür zwei arme Krüppel ist as Leben och vergeblich. Doch ann hat mich ott ir zur Seite gestellt.
Lie: Ich wür euch gern heilen! Immer: E (E7) H (H7) fis (fis7) A (A7) Ihr habt ie Pest, ihr fühlt euch krank, Ihr habt kein el, sei stänig blank! Ihr habt kein lück, sei taub un stumm, ie vielen Sorgen bringen euch um. Ihr habt nen uckel, ihr sei gelähmt, Ihr sei so hässlich, as ihr euch schämt, euch plagen Kriege, Hunger un Not, Wacht morgens auf, un sei halbtot. Ich würe Euch gerne heilen, un weiß och, ass ich s nicht kann. Doch will ich bei euch verweilen, un ott um ein Wuner anflehn, solang ich kann. Ihr sei verwirrt, sucht nach em Sinn, sei ohne Ausweg, fallt stänig hin. Ihr sei besessen, kommt nicht zur Ruh. Ihr lenkt euch ab, traut euch nichts zu. Euch plagt ie Sehnsucht, ihr fühlt euch klein, Ihr träumt von Liebe un schließt euch ein. Ihr reet Schwachsinn, sei lahm un blin, ie guten Zeiten, wo sie wohl sin??? Ich würe Euch gerne heilen, un weiß och, ass ich s nicht kann. Doch will ich bei euch verweilen, un ott um ein Wuner anflehn, solang ich noch kann.
Lie: Ein Wuner 1 estern hab ich nichts gesehn, heute steh ich hier. Traue meinen Augen kaum, bin ein anrer Mensch. Plötzlich bin ich aufgewacht, erkenne jetzt en Weg. Sehe ich am Ene auch Refr.: Es ist ein Wuner, plötzlich seh ich klar! Es ist ein Wuner, as gra geschah. 2 estern war ich wie gelähmt, heute kann ich gehn. Staune nur noch über mich, bin ein anrer Mensch. Plötzlich bin ich unterwegs, erkenne jetzt en Weg. Sehe ich am Ene auch 3 Suchen wir getrennt en Weg? ehen wir allein? Oer bleiben weiterhin als reune vereint? Plötzlich sin wir unterwegs erkennen jetzt en Weg. Sehen wir am Ene auch