IV S U L K X E RegioPlan Standort Analyse / REGAL präsentieren Standort-Analyse Rewe: Standort-Sieger Hofer: beste Produktivität Spar / Eurospar hat die höchste Verkaufsfläche PRODUKTIVITÄTSKENNZAHLEN DES LEBENSMITTELHANDELS Rang 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Marke Spar/Eurospar Hofer Billa Merkur Interspar/Maximarkt Penny Lidl M-Preis Zielpunkt Adeg Unimarkt Nah&Frisch Kiennast Sutterlüty Kastner Norma Wedl Top Marktteilnehmer Umsatz pro Standort in Mio. Verkaufsfläche pro Standort in m² 2,8 8,1 3,1 14,2 22,1 2,9 3,7 3,2 1,9 1,3 2,1 0,2 0,5 4,8 0,5 2,0 0,3 3,3 553 710 496 2.476 4.189 615 745 591 502 196 564 173 206 818 144 720 164 568,0 Umsatz pro Verkaufsfläche in /m² 5.067 11.424 6.227 5.724 5.274 4.718 4.933 5.331 3.756 4.000 3.650 1.418 2.506 5.889 3.376 2.813 1.544 5.739 Quelle: RegioPlan/Regiodata Regal 9/2013 Seite 54 054-056_standortanalyse.indd 54 26.09.13 18:11
ger vität STANDORT-ANALYSE KONZERN-RANKING LEH IN ÖSTERREICH Konzern Rewe Spar Markant/Zielpunkt Hofer MPreis Lidl Standorte Anteil der Märkte in % Anteil der Fläche in % Marktanteil in % 1.749 1.524 1.319 440 203 200 32,2 28,0 24,3 8,1 3,7 3,7 34,5 34,6 11,9 10,0 3,8 4,7 34,7 29,8 6,9 20,3 2,4 5,0 Quelle: Regioplan/REGAL/ Marktanteil GfK P lus 2,6% mehr Fläche. In Österreichs Lebensmittelhandel herrscht ein gigantischer Verdrängungs-Wettbewerb. Denn die Anzahl der Standorte nimmt seit einigen Jahren erstmals wieder zu. Satte 80 Märkte kamen im Vorjahr hinzu. Das wirkt sich auch bei den Verkaufsflächen aus. Hier verzeichnete der LEH ein Plus von 2,6 Prozent oder 81.000 Quadratmetern. Für die Branche heißt dies: Der Wettbewerb um gute Standorte wird härter. Es herrscht große Verdrängung, die Aktionen werden so bald nicht nachlassen. Neue Geschäfte werden heute im Schnitt mit 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche gebaut. ENTWICKLUNG DES LEH Gesamtmarkt Lebensmitteleinzel handel (in Mio. ) 2009 2010 2011 2013 (P) Standorte Lebensmitteleinzelhandel 2009 2010 2011 Verkaufsfläche Lebensmitteleinzelhandel 2009 2010 2011 Umsatz (in Mio. ) Veränderung (in %) 17.027 17.349 17.834 18.459 19.000 + 1,6 + 1,9 + 2,8 + 3,5 + 2,9 Outlets Anzahl Veränderung (in %) 6.015 5.948 5.804 5.876-1,1-1,1-2,4 + 1,2 Verkaufsfläche (in Tsd. m²) 3.058 3.098 3.104 3.185 Veränderung (in %) - 0,4 + 1,3 + 0,2 + 2,6 Quelle: RegioPlan/Regiodata RegioPlan-GF Mag. Hanna Bomba-Wilhelmi Spar&Billa: 76 Neue. Allein Spar sorgte im Vorjahr mit 52 Eröffnungen für Aufsehen. Aber auch Billa erweiterte seine 1.000 Märkte nochmals um 24 neue Standorte. Damit kommen Spar und Billa zusammen auf insgesamt 76 neue Märkte ein rasantes Expansions-Tempo. Merkur und Interspar wirken sich mit insgesamt sieben neuen Märkten vor allem bei der Verkaufsfläche stark aus. Reduziert wurde laut RegioPlan das Filialnetz von Penny, Zielpunkt, Nah&Frisch und Adeg. Hofer: wenig Fläche, viel Umsatz. Die absolut meisten Standorte hat die Vertriebsschiene Spar/ Eurospar mit fast 1.500 Einheiten. Im Konzern-Ranking liegt allerdings Rewe voran, da sich hier Penny und Adeg stark auswirken. Regal 9/2013 Seite 55 054-056_standortanalyse.indd 55 26.09.13 18:11
STANDORT-ANALYSE Hofer erzielt mit 440 Standorten, das sind 8,1 Prozent der Märkte, auf lediglich 10 Prozent der Fläche satte 20 Prozent Marktanteil. Bei den Verkaufsflächen liegen Spar und Rewe (Konzern-Ranking) praktisch gleich auf. Rein nach Vertriebsschienen führt Spar mit 25 Prozent das Feld vor Billa mit 16 Prozent an. Bei den Flächen-Produktivitäten liegt Hofer nach wie vor einsam an der Spitze mit einem Wert von 11.400 Euro. Das Mittelfeld führt Billa an gefolgt von Sutterlüty, Merkur, MPreis und Interspar. Lidl und Penny konnten sich da noch nicht hinwegsetzen, wenngleich Lidl durch die laufenden Umbauten an Terrain gewinnt. Der Umsatz pro Standort schwankt im LEH je nach Größe und Vertriebsform sehr stark. Spar erzielt 2,8 Millionen, Billa 3,1 Millionen. In einer ähnlichen Liga spielt MPreis mit 3,2 Millionen. Lidl setzt sich hier gegenüber den Supermärkten mit 3,7 Millionen nur leicht ab, während Hofer mit 8,1 Millionen Euro Umsatz pro Filiale und Jahr deutlich in Führung liegt. Ein durchschnittlicher Merkur erreicht bereits 14,2 Millionen, die zum Teil wesentlich größeren Interspar kommen auf 22 Millionen. Gregor Schuhmayer Rang Marke DIE FLÄCHENKÖNIGE IM LEH Verkaufsfläche in m² AT Verkaufsflächen-Anteil in % 1 Spar/Eurospar 805.223 25,68 2 Billa 511.000 16,30 3 Hofer 312.500 9,97 4 Merkur 312.000 9,95 5 Interspar/Maximarkt 280.639 8,95 6 Penny 177.000 5,65 7 Lidl 149.000 4,75 8 Zielpunkt 144.500 4,61 9 M-Preis 120.000 3,83 10 Nah&Frisch 81.080 2,59 11 Unimarkt 66.582 2,12 12 Adeg 64.000 2,04 13 Kiennast 43.100 1,37 14 Kastner 27.308 0,87 15 Sutterlüty 18.000 0,57 16 Wedl 11.660 0,37 17 Norma 11.520 0,37 Top Marktteilnehmer 3.135.112 100,00 Rang Marke ANZAHL STANDORTE IM LEH Standorte AT +/ Anzahl der Standorte vs. 2011 1 Spar/Eurospar 1.457 +52 2 Billa 1.030 +24 3 Nah&Frisch inkl. Pfeiffer 469 0 4 Hofer 440 +2 5 Penny 288-7 6 Adeg 283-4 7 Zielpunkt 263-15 8 Kiennast 209 +12 9 M-Preis 203 +11 10 Lidl 200 +3 11 Kastner 189-5 12 Merkur 126 +5 13 Unimarkt 118 +6 14 Wedl 71 +5 15 Interspar/Maximarkt 67 +2 16 Sutterlüty 22-1 17 Norma 16 +1 Top Marktteilnehmer 5.451 +80 Quelle: RegioPlan/Regiodata Regal 9/2013 Seite 56
Foto: 06photo - Fotolia.com Wer führt nach Verkaufsflächen in den einzelnen Bundesländern? Billa Nr.1 inwien Spar Nr.1 inoö. RegioData erhob die Standorte des LEH Ranking nach Vertriebsschienen Spar ist in der Steiermark sehr stark, Billa in Kärnten Wer sind die Flächen-Kaiser in den Bundesländern? RE- GAL hat die Antwort in einem von RegioPlan exklusiv erstellten Vertriebsschienen-Ranking. In Wien spielt Billa nach wie vor mit 136.000 m 2 Verkaufsfläche Regal 9/2013 Seite 58 die erste Geige. Dahinter rangieren Merkur und Zielpunkt. Auch in Niederösterreich und im Burgenland führt Billa das Feld an, allerdings WIEN Rang Marktteilnehmer LEH Verkaufsfläche (m²) 1 Billa 126.000 2 Merkur 76.400 3 Zielpunkt 64.000 4 Hofer 54.500 5 Interspar 51.500 6 Spar Märkte 50.200 Quelle: RegioData Research GmbH, RegioData Standortlisten des österreichischen Einzelhandels Ausgabe 2013
HANDEL liegt dort die Spar ungefährdet an zweiter Stelle. Ganz anders die Situation im Westen. Dort hat Spar eine Vormachtstellung. In Vorarlberg und Tirol (zusammen mit Euro/Interspar) liegen die Salzburger deutlich vorne. Deutlich enger ist die Situation allerdings im Süden Österreichs. In Kärnten entscheidet Billa das Rennen hauchdünn vor der Spar, nd er Steiermark ist es genau umgekehrt. In Oberösterreich ist der Vorsprung der Spar deutlicher, hier erreicht Pfeiffer den dritten Platz. Auch in der Steiermark gelingt Pfeiffer der Sprung unter die Top 3. Sutterlüty schafft in Vorarlberg knapp vor Adeg den Platz aufs MARKTFÜHRERSCHAFT LEH NACH VERKAUFSFLÄCHEN NACH BUNDESLÄNDERN BURGENLAND KÄRNTEN 1 Billa 19.300 1 Billa 46.500 2 Spar Märkte 18.600 2 Spar Märkte 43.500 3 Zielpunkt 11.700 3 Interspar 21.400 4 Merkur 10.300 4 Hofer 19.500 5 Hofer 9.000 5 Merkur 19.400 6 Penny Markt 8.400 6 Adeg 17.200 NIEDERÖSTERREICH OBERÖSTERREICH 1 Billa 125.300 1 Spar Märkte 94.200 2 Spar Märkte 78.300 2 Billa 72.700 3 Merkur 54.300 3 Pfeiffer 52.900 4 Hofer 50.600 4 Eurospar 50.300 5 Penny Markt 46.400 5 Hofer 47.700 6 Interspar 41.600 6 Merkur 27.200 SALZBURG STEIERMARK 1 Spar Märkte 39.500 1 Spar Märkte 84.000 2 Billa 34.700 2 Billa 79.400 3 Hofer 19.400 3 Pfeiffer 49.100 4 Merkur 19.300 4 Merkur 42.700 5 Eurospar 17.000 5 Hofer 40.100 6 Interspar 15.200 6 Interspar 35.400 TIROL VORARLBERG 1 M-Preis 90.200 1 Spar Märkte 33.400 2 Spar Märkte 63.400 2 Interspar 19.900 3 Billa 27.100 3 Sutterlüty 17.200 4 Interspar 27.000 4 Adeg 14.500 5 Hofer 25.200 5 Eurospar 14.000 6 Eurospar 18.000 6 Hofer 9.900 Regal 9/2013 Seite 59 Quelle: RegioData Research GmbH, RegioData Standortlisten des österreichischen Einzelhandels Ausgabe 2013
HANDEL Stockerl, während MPreis das Einzelranking nach Marken in Tirol für sich entscheidet. In den Landeshauptstädten Graz, Klagenfurt und Linz verweist Billa auf die meisten Verkaufsflächen. In Salzburg, aber auch in wichtigen Städten wie Villach, Feldkirch oder Kufstein führt die Spar. Landeck im Tiroler Oberland wiederum ist klar in den Händen von MPreis. In Linz spielt Maximarkt eine deutliche Rolle. Interessant ist auch die Situation in einigen Bezirken der Steiermark. So liegen Billa und Spar im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag bereits gleich auf. Gerade im Mürztal hat Spar in den letzten Jahren enorm viel expandiert. Spannend ist auch die Situation am Stadtrand von Wien, in Korneuburg. Dort ist die Rewe mit Billa und Merkur sehr stark vertreten. Aber auch der Diskont mit Hofer, Lidl und Penny spielt eine große Rolle. Gregor Schuhmayer MARKTFÜHRERSCHAFT LEH NACH VERKAUFSFLÄCHEN NACH BEZIRKEN GRAZ LINZ-STADT SALZBURG STADT 1 Billa 22.800 1 Billa 14.000 1 Spar Märkte 12.400 2 Interspar 18.700 2 Hofer 10.800 2 Billa 11.300 3 Spar Märkte 16.100 3 Interspar 10.200 3 Merkur 8.500 4 Merkur 11.900 4 Maximarkt 9.000 4 Interspar 8.000 5 Hofer 9.600 5 Merkur 8.800 5 Eurospar 6.700 6 Zielpunkt 6.300 6 Eurospar 8.600 6 Hofer 5.400 KLAGENFURT STADT VILLACH STADT INNSBRUCK STADT 1 Billa 10.200 1 Interspar 8.600 1 M-Preis 20.800 2 Interspar 8.800 2 Merkur 6.700 2 Interspar 6.900 3 Merkur 5.900 3 Billa 6.300 3 Merkur 6.000 4 Eurospar 5.400 4 Spar Märkte 4.700 4 Spar Märkte 5.600 5 Spar Märkte 5.000 5 Hofer 3.700 5 Hofer 4.800 6 Hofer 4.700 6 Lidl Austria GmbH 1.700 6 Eurospar 4.100 FELDKIRCH BRUCK-MÜRZZUSCHLAG HARTBERG-FÜRSTENFELD 1 Spar Märkte 8.200 1 Billa 8.600 1 Spar Märkte 6.800 2 Interspar 7.500 1 Spar Märkte 8.600 2 Billa 4.600 3 Adeg 5.600 3 Merkur 4.800 3 Interspar 4.400 4 Sutterlüty 4.000 4 Pfeiffer 4.700 4 Pfeiffer 4.200 5 Hofer 2.900 5 Interspar 3.500 5 Eurospar 4.200 6 Eurospar 2.800 6 Hofer 3.000 6 Adeg 3.300 KORNEUBURG KUFSTEIN LANDECK 1 Billa 5.800 1 Spar Märkte 12.200 1 M-Preis 7.300 2 Hofer 2.800 2 M-Preis 10.500 2 Spar Märkte 3.100 3 Merkur 2.400 3 Interspar 7.500 3 Hofer 1.700 4 Spar Märkte 2.400 4 Eurospar 4.200 3 Billa 1.700 5 Lidl Austria GmbH 1.900 5 Billa 4.700 5 Wedl 700 6 Penny Markt 1.800 5 Hofer 2.900 6 Lidl Austria GmbH 700 Quelle: RegioData Research GmbH, RegioData Standortlisten des österreichischen Einzelhandels Ausgabe 2013 Regal 9/2013 Seite 60