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Transkript:

Arbeitsblatt 1 1 Was denkst du über diese Geschichte? Fragen zum Text Erinnere dich: Was ist bisher geschehen? Wieso hilft Ernest ungern im Haushalt und warum tut er es dann doch? Aus welchem Grund möchte Ernest seinen Großvater nicht besuchen? Was meinst du? Was hat Ernest am Nachmittag vor? Was genau macht Ernest im Internet? Warum wechselt Ernest auf dem Weg zum Bahnhof die Straßenseite? Was denkst du? Wieso treibt sich Ernest in der Innenstadt herum?

Arbeitsblatt 2 2 Mobbing oder Cyber-Mobbing? Recherchiert im Internet! Aufgabe 1: Partnerarbeit Ihr habt schon von Mobbing und Cyber-Mobbing gehört. Aber was genau ist das eigentlich? Recherchiert zu zweit im Internet zu diesen Schlagwörtern und notiert eure Ergebnisse in Stichworten. Was ist Mobbing, was ist Cyber-Mobbing? Wie unterscheiden sie sich, was haben sie gemeinsam? Welche Beispiele könnt ihr nennen? Mobbing Cyber-Mobbing Beispiele: Beispiele: Aufgabe 2: Gruppenarbeit Tragt anschließend eure Informationen an der Tafel zusammen und diskutiert darüber in der Klasse. Internettipps für die Recherche http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/ http://mobbing-schluss-damit.de/cybermobbing-10-fragen-10-antworten http://rataufdraht.orf.at/?story=474 http://www.jugendundmedien.ch/chancen-und-gefahren/gefahren-im-ueberblick/cybermobbing.html

Arbeitsblatt 3 3 Gar nicht so schlimm, oder? Deine Meinung zählt! Aufgabe 1: Partnerarbeit Versucht zu zweit, zu folgenden Situationen Stellung zu nehmen. Notiere in Stichworten deine Meinung dazu. 1. Laura geht mit ihren Freundinnen und Freunden auf eine Party. Es gelingen ihr ein paar coole Schnappschüsse mit dem Handy. Sie findet, dass alle, die anwesend sind, die Fotos bekommen sollen. Per E-Mail schickt sie die Fotos gleich weiter. Meine Meinung dazu: 2. Jakob, ein Bursche aus der Nebenklasse, fragt Romana nach der Telefonnummer ihrer Freundin Lisa. Da Romana Jakob total nett findet, gibt sie ihm die Telefonnummer, ohne Lisa zu fragen. Meine Meinung dazu: 3. Wenn Lukas schlecht gelaunt ist, kommt es schon einmal vor, dass er seine schlechte Stimmung bei einem Internet-Chat durch unfreundliche oder unhöfliche Bemerkungen abreagiert. Meine Meinung dazu: 4. Goran ist ein sehr unvorteilhaftes Foto von seinem Freund Philipp gelungen. Da er es sehr witzig findet, schickt er es gleich per Handy an seine Freunde Simon und Radan weiter. Meine Meinung dazu: 5. Anna nutzt häufig verschiedene Foren im Internet, um Leute kennen zu lernen. Manchmal gibt sie ihre Telefonnummer bekannt oder erzählt, wo sie wohnt und in welche Schule sie geht. Meine Meinung dazu: 6. Selina ärgert sich so sehr über ihre Note in Englisch, dass sie sofort auf Facebook ihrem Ärger über die Lehrerin Luft macht: Sollen es doch alle wissen, wie ungerecht die ist! Meine Meinung dazu: Aufgabe 2: Gruppenarbeit Diskutiert eure Meinungen in der Klasse.

Arbeitsblatt 4 4 Und wo gibt s Hilfe? Stellt euch vor, ihr wollt Kathi unterstützen und Hilfe für sie suchen. Doch wo findet man die? Recherchiert im Internet ihr findet sicher viele Tipps und Ideen. Arbeitet in kleinen Gruppen. Jede Gruppe recherchiert auf einer Website (siehe unten: Internettipps für die Recherche). Gestaltet mit den wichtigsten Informationen ein Plakat. Internettipps für die Recherche hhttp://www.hanisauland.de/spezial/mobbing/ http://www.familienhandbuch.de/schule/schulprobleme/mobbing-in-der-schule http://www.mobbing-in-schulen.de http://mobbing-schluss-damit.de/mobbing http://www.labbe.de/mellvil/index_kk.asp?themaid=10

Das nervt...! Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer 12 Unterrichtspraktische Hinweise zum Tag drei Einstieg in die Thematik Mobbing spielt sich heute auch im Internet ab. Durch aktuelle technische Möglichkeiten haben sich die Social Media zu einer Spielwiese von Mobbing entwickelt: Cyber-Mobbing ist im Vormarsch. Das Internet wird durch das einfache und teils auch anonyme Bereitstellen von Fotos, Texten als besonders gefährliches Mittel zum Zweck angesehen. Doch wie kann hier gegengesteuert werden? Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern werden Verhaltensmöglichkeiten im Umgang mit Cyber-Mobbing entwickelt. Zielsetzungen dieser Einheit In dieser Einheit wird erzählt, wie sich der Ich-Erzähler Familienmitgliedern gegenüber verhält und wie er sein Mobbing gegen Kathi auch im Internet fortführt. Zum Thema Cyber-Mobbing werden Sachinformationen im Internet gesucht. Wo fängt Cyber-Mobbing an? Die Schülerinnen und Schüler sollen über verschiedene Situationen nachdenken und ihre Meinung dazu äußern. Schließlich werden Möglichkeiten und Lösungen überlegt, wie man sich bei Cyber-Mobbing verhält und wo es Hilfe gibt. Vorschläge zur Stundengestaltung Verlauf der Einheit Material Einstieg Schülerinnen und Schüler lesen den Text: Lesetext: Tag drei / Mittwoch Tag drei / Mittwoch Schau ich aus wie Mutter Teresa? Schau ich aus wie Mutter Teresa? Schritt 1 Gruppengespräch: Arbeitsblatt 1: Was denkt ihr über diese Geschichte? Was denkst du über diese Geschichte? Fragen zum Text Schritt 2 Partnerarbeit, Gruppenarbeit Internetrecherche: Arbeitsblatt 2: Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet Mobbing oder Cyber-Mobbing? Informationen zum Thema Cyber-Mobbing. Recherchiert im Internet! Anschließend sammeln sie die Ergebnisse und diskutieren darüber. Schritt 3 Partnerarbeit, Gruppenarbeit: Arbeitsblatt 3: Die Schülerinnen und Schüler beziehen zu unterschiedlichen Gar nicht so schlimm, oder? Situationen, die mit Cyber-Mobbing zu tun haben könnten, Deine Meinung zählt! Stellung. Schritt 4 Gruppenarbeit Internetrecherche: Arbeitsblatt 4: Die Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet Und wo gibt s Hilfe? Informationen zu Hilfsangeboten im Fall von Mobbing. Mit den Tipps gestalten sie Plakate.

Das nervt...! Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer 13 Hintergrundinformationen Wissenswertes zum Thema Gewalt in modernen Medien Gewaltdarstellungen im Internet Mit stetig zunehmender Verbreitung der privaten Nutzung des Internets häufen sich Meldungen über Fälle von Gewalthandlungen, die mit einem Handy fotografiert oder gefilmt und via Internet oder von Handy zu Handy verbreitet werden. Diese Videosequenzen oder Fotos zeigen Körperverletzung, Vergewaltigung und sogar Tötung und haben sich weltweit zu einem sehr bedenklichen Trend unter Jugendlichen entwickelt. Noch weitgehend unerforscht ist die Frage, warum Jugendliche von Gewaltdarstellungen im Internet derart fasziniert sind und welche psychischen Auswirkungen der Konsum dieser Videos und Fotos auf die Jugendlichen hat. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Gewaltdarstellungen von Kindern ab ca. zwölf Jahren im Rahmen von Mutproben genutzt werden. Involviert sind übrigens Jugendliche aller Bildungsschichten. Die Adressen von Internetseiten mit Gewaltdarstellungen werden meist mündlich weitergegeben. Der Begriff Cyber-Mobbing Unter Cyber-Mobbing versteht man die Nutzung moderner Kommunikationsmittel, um anderen Menschen zu schaden. Dazu gehört die permanente Belästigung oder das Ausüben von Psychoterror via Handy und/oder Internet. Auch die öffentliche Diffamierung zählt dazu. Dabei wird das Opfer durch Bloßstellen im Internet oder durch Verbreiten falscher Behauptungen gemobbt. Oft werden auch verfälschte Fotos oder Videos im Internet publiziert oder über das Handy verschickt. Der Begriff Happy Slapping Der Begriff Happy Slapping ( lustiges Schlagen ) beschreibt Videos von geplanten oder wahllos durchgeführten Gewalttaten, in denen Mitschülerinnen und Mitschüler oder auch völlig unbekannte Personen angegriffen werden. Diese Übergriffe werden gefilmt und dann im Internet veröffentlicht oder per Handy verbreitet. Die Gründe für diese Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen sind vielfältig: Das Klima in der Klasse, in der Schule oder im Freundeskreis kann solches Verhalten begünstigen. Diskutiert wird hier auch ein Zusammenhang mit dem häufigen Konsum gewalthaltiger Computerspiele, Video- und Fernsehfilme sowie TV-Shows. Der Begriff Snuff-Videos Der Begriff Snuff-Video (engl. umgangssprachlich to snuff someone out : jemanden auslöschen) bezeichnet Videos mit kurzen, zusammenhanglosen Tötungsdarstellungen (siehe auch oben). Dabei handelt es sich entweder um Ausschnitte von Filmproduktionen oder um Dokumentationen tatsächlicher Tötungen. Anbieter solcher Szenen im Internet argumentieren, dass lediglich gewaltverherrlichende Darstellungen verboten wären, ihre Seiten aber nur Bilder oder Videos von Leichen und Schwerstverletzten aus Katastrophen und Unfällen zeigen und somit nicht verboten sind. Während Erwachsene meist gelernt haben, mit der permanenten Bilderflut umzugehen, sind Jugendliche diesen Bildern allerdings oft hilflos ausgesetzt.

Das nervt...! Leitfaden für Lehrerinnen und Lehrer 14 Was können Lehrerinnen und Lehrer tun? Achten Sie auf entsprechende Vorkommnisse in Ihrer Klasse bzw. Schule. Derartige Videos oder Bilder sind häufig Gesprächsthema in den Pausen oder im Unterricht. Sensibilisieren Sie Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Medienerziehung über die Auswirkungen und Folgen solcher Handynutzung. Sprechen Sie die Kinder ihrem Alter entsprechend gezielt auf das Thema an. Vereinbaren Sie unter Einbindung der Elternund Schülervertreter klare Regeln über die Nutzung von Handys an Ihrer Schule bzw. in Ihrer Klasse. Gehen Sie konsequent gegen Verstöße vor. Informieren Sie die Eltern der Schülerin oder des Schülers, wenn ein konkreter Fall vorliegt. Informieren Sie die Polizei, wenn sich ein Verdacht einer Straftat (z. B. Körperverletzung) erhärtet. Wie können Sie in der Schule präventiv Cyber-Mobbing verhindern? (Vgl. www.saferinternet.at) Stärken Sie die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstbewusstsein: Selbstbewusste Kinder und Jugendliche wissen sich in schwierigen Situationen besser zu helfen und beziehen Angriffe weniger auf sich selbst. Dadurch gehen sie in der Regel gelassener mit Mobbing um. Versuchen Sie, die Fähigkeit zur Empathie der Kinder zu steigern: Vielen Schülerinnen und Schülern ist nicht bewusst, dass ihre Taten im Internet andere verletzen. Maß nahmen, die das Klassenklima verbessern und den Zusammenhalt in der Klasse stärken (projekt bezogene und gruppenbasierte Lernformen sowie offenes Lernen ), können hier präventiv wirken. Schaffen Sie ein gutes Verhältnis zwischen Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern: Ein gutes Vertrauensverhältnis trägt dazu bei, dass sich Schülerinnen und Schüler bei Problemen schneller an ihre Lehrerinnen oder Lehrer wenden. Regen Sie die Idee an, Verhaltensvereinbarungen bei Cyber-Mobbing zu erstellen: Je offener mit dem Thema von Anfang an umgegangen wird, desto einfacher ist es, im konkreten Fall konstruktive Entscheidungen zu treffen. Führen Sie Peer-Mediation ein: Cyber-Mobbing findet in der Regel zwischen Gleichaltrigen statt. In vielen Fällen vertrauen sich Opfer lieber einer Mitschülerin oder einem Mitschüler als Erwachsenen an. Suchen Sie Hilfe von außen: Laden Sie Präventionsbeamtinnen und -beamte der Polizei ein, um über mögliche Konsequenzen des Cyber-Mobbings zu berichten. Zur Bewusstseinsbildung an Schulen helfen auch Workshops zum Thema sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Internet und Handy. Was tun, wenn ein Cyber-Mobbing-Fall in Ihrer Klasse bekannt wird? Wenn Ihnen ein Fall von Cyber-Mobbing in Ihrer Klasse bekannt wird, müssen Sie unverzüglich reagieren und klären, was konkret vorgefallen ist, welche Personen beteiligt waren und wie schwer das Delikt war. Reden Sie mit den Beteiligten: Befragen Sie Opfer sowie Täterinnen und Täter; finden Sie gemeinsam eine Lösung mit Wiedergutmachung. Binden Sie auch die Eltern mit ein: Veranstalten Sie einen Elternabend, denn Eltern haben oft keine Vorstellung davon, was Cyber-Mobbing eigentlich ist, und sind sich der möglichen Tragweite solcher Vorfälle nicht bewusst. Thematisieren Sie den Vorfall in Ihrer Schule: Cyber- Mobbing darf nicht totgeschwiegen werden. Nutzen Sie jeden Vorfall als Chance, um Aufklärung zu betreiben. Nehmen Sie konkrete Fälle zum Anlass, um präventive Maßnahmen umzusetzen. Beziehen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen mit ein: Gibt es Möglichkeiten der Weiterbildung? Regeln Sie den Umgang mit Internet und Handy: Was ist erlaubt, was ist nicht erlaubt? Welche Sanktionen gibt es bei Missbrauch? Manchmal kann es schon zu einer Entspannung führen, wenn beispielsweise das Handy in der Zeit des Unterrichts abgeschaltet werden muss und dies in der Schulordnung geregelt ist. Ziehen Sie, wenn nötig, auch die Polizei zu Rate: Sie kann einschätzen, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen oder nicht.