Das Projekt mathe 2000

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Transkript:

Das Projekt mathe 2000 Logo Tetraktys (pythagoräische Dreieckszahl) Forschungs- und Entwicklungsprojekt seit 1987 an der Universität Dortmund Prof. Dr. Erich Wittmann Personen in der Projektleitung Prof. Dr. Gerhard N. Müller Prof. Dr. Christoph Selter

Zielsetzung und Leitprinzipien: aktiventdeckendes Lernen vernetztes denken und lernen sozialdialogisches Lernen Konzentration auf tragende Grundideen der Mathematik Lehren als Organisation von Lernprozessen klare Fachstruktur ganzheitliche Zugänge

Bildungsphilosophische Position: Mathematik und Ästhetik Mathematik als nützliches, formales System und Kulturgut Arithmetik Geometrie Sachrechen

Lernpsychologische Position: Mathematik lernen auf natürliche Weise Lernen: Das Knüpfen eines Netzes Individuell lernen: Viele Wege führen nach Rom Gemeinsam lernen: Arbeit an Themen in mehreren Durchgängen Lernschwierigkeiten: Hilfe zur Selbsthilfe anbieten Lehren: In der Ruhe liegt die Kraft!

Projekt-Ansatz:! Beseitigung der Altlasten (der Neuen Mathematik 60/70er-Jahre)! Konzept zur Konsolidierung des Mathematikunterrichtes Grundschule! Umsetzung des Prinzips des aktiv-entdeckenden Lernens in der Mathematik begründet aus der Psychologie von Jean Piaget Mathematik von Hans Freudenthal Geschichte der Rechendidaktik von Johannes Kühnel

Gesellschaftliche Position: Aktiv-entdeckendes Lernen als gesellschaftlicher Auftrag: Die Rolle der Lehrperson Lernen durch Belehrung Lernen durch gelenkte Entdeckung die Lehrperson... gibt das Lernziel möglichst eng im Stoffkontext an vermittelt neuen Stoff durch Darbietung oder gelenktes Unterrichtsgespräch gibt Hilfen als Hilfen zur Produktion der gewünschten Antwort setzt auf Methoden der Vermittlung neigt dazu, die Verantwortung alleine zu tragen sortiert den Stoff in kleine Lernschritte vor und betont eher Separation und Isolation der Inhalte voneinander die Lehrperson... bietet herausfordernde, lebensnahe und reich strukturierte Situationen an ermuntert die Schüler zum Beobachten, Erkunden, Probieren, Vermuten, Fragen gibt Hilfen als Hilfen zum Selbstfinden (Hilfe zur Selbsthilfe) setzt auf Neugier und Wissendrang der Schüler betrachtet die Schüler als Mitverantwortliche im Lernprozess versucht dem Beziehungsreichtum mathematischer Sachverhalte Rechnung zu tragen

Gesellschaftliche Position: Schulisches Lernen als Modell für lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen: Reproduktives Lernen Produktives Lernen Stoff fachgebunden interdisziplinär Methoden Reaktions- und Verhaltensmethoden Aktions- und Handlungsmethoden Medien rezeptive Anschauungsmittel interaktive Arbeitsmittel Lernorganisation Fremdbestimmtes Einzellernen nach festen Regeln, übende Wiederholung Selbstbestimmtes Gruppenlernen bei flexiblem Verhalten, optimierte Anwendung Lehrender Belehrer Leiter Berater - Moderator Lernender Modelllernen, imitierendes Lernen, auf Inhalte und Wissen fixiert Entdeckendes, kreatives Lernen, zu Phantasie und Logik orientiert

Konzeption Zahlenbuch vernetztes denken und lernen fachliche klare Fachstruktur ganzheitliche Zugänge Grundideen Arithmetik Geometrie Sachrechnen natürliche Differenzierung aktiv entdeckend lernern sozialdialogisch lernern produktiv üben Didaktische Leitideen Grundlagen zum Lehrwerk Zahlenbuch: - Forschungsprojekt mathe 2000 Uni Dortmund - Handbücher produktive Rechenübungen 1 und 2 Erich Ch. Wittmann und Gerhard N. Müller